Es kommt (fast) immer anders…

28. September 2009

Ursprünglich hatte ich keine konkreten Pläne für das vergangene Wochenende, aber es kam mal wieder ganz anders. Sohnemann hatte sein Papa-/Oma-Wochenende und ich hatte mich im Geiste auf zwei entspannende Tage eingerichtet. Der Freitagabend war schön ruhig und auch entspannend. Frau N. aus P. nickte erwartungsgemäß auf ihrem Sofa vor der laufenden Flimmerkiste ein, wachte mitten in der Nacht auf, machte dann die Nacht noch ein bisschen zum Tag und schlüpfte gegen 4.00 Uhr morgens aber dann doch nochmal unter ihre Bettdecke. Biorhythmus erfolgreich aus dem Gleichgewicht gebracht. Gegen 8.00 Uhr wieder raus aus den Federn – sehr spät für meine Verhältnisse.

Ich gurkte ein bisschen durch die Wohnung, las meine morgendliche Online-Zeitung und schlürfte gefühlte 64 Tassen Kaffee. Der Tag begann also genauso, wie ich es vorziehe. Ein paar Mails beantwortet, ein bisschen gesurft, ein wenig im Netz gestöbert, Geister der Vergangenheit geweckt. Letzteres eher aus Langeweile, die sich langsam breitmachte. Nix schlimmes, denn man hat ja seit einiger Zeit wieder losen Kontakt, was auf kleinere Problemchen an fremden Laptops zurückzuführen ist/war. Alles easy. Man traf sich auf eine Tasse Kaffee und ich richtete alles wieder, damit man wieder Mails abrufen könne. War nett und sogar lustig.

Am Vormittag dann war an anderer Stelle meine Hilfe benötigt und so huschte ich für einige Stunden aus der Wohnung. Dort ein bisschen Kaffee, ein bisschen Lachen und nebenbei auch dort am Laptop alles wieder geradebiegen. Ging ganz fix und die meiste Zeit konnte geplaudert werden. Nebenbei Millionen SMS tippern und am späten Nachmittag dann doch noch zu einem Filmabend überreden lassen. Zum Essen war ich dort auch gleich eingeladen und es schmeckte wirklich lecker. Man kann sagen, es gefiel mir dort, aber Details bleiben an dieser Stelle unter Verschluss.

Gestern schlurfte ich dann gegen Mittag wieder nach Hause und sah mich nicht nur aus dieser Richtung mit schwierigen Fragen konfrontiert, die mir einiges Kopfzerbrechen bereitet haben. Nach einigen Stunden Ursachenforschung denke ich, dass ich hoffentlich die richtige Entscheidung getroffen habe. Näheres, deutlicheres vielleicht zu einem passenderen Zeitpunkt. Man soll das Kind nicht mit dem Bade ausschütten, nicht wahr?! Heute morgen dann die zweite Überraschung. Eine alte Bekannte meldete sich nach Monaten der lang erkämpften Ruhe und wartet an dieser Stelle sicher auf eine Antwort von mir, aber ich brauche Zeit, um mir erstmal darüber klar zu werden, ob eine Antwort von mir überhaupt erfolgt. Ich habe dieses Thema längst zu den Akten gelegt und war ursprünglich fest entschlossen, keinen Blick zurück mehr zu tun. Warum zwingt man mich jetzt, das zu tun? Ich weiß nicht, was dieser neue Kontaktversuch bringen soll. Ich habe mir die Finger verbrannt und habe wirklich große Skrupel, auch nur in diese Richtung zu schauen, geschweige denn zu gehen. Ich fand die vorherrschende Ruhe gut und richtig. Das hier stört diese Ruhe und ich bin misstrauisch, was man bzw. frau damit bezweckt. Die “Überraschung” ist jedenfalls gelungen. Nur weiß ich nicht genau, ob ich mich jetzt freuen oder ärgern soll.

Ich weiß Leute, ich spreche mal wieder in Rätseln, aber ich kann und will an dieser Stelle nicht deutlicher werden, denn mein Blog wird mitunter auch von den Menschen gelesen, um die es hier ab und an geht. Da ich Euch aber an nahezu allem teilhaben lassen möchte, ist es notwendig, dass ich hin und wieder etwas zurückhaltender schreibe. Ich möchte hier niemanden durch ein Passwort aussperren müssen, also schreibe ich um manche Themen etwas aufwendig herum. Näheres kann man bei einer Tasse Kaffee erfahren und vielleicht auch irgendwann hier, aber jetzt muss ich das Ganze erstmal überdenken und sortieren. Nur soviel sei gesagt, es ist nichts schlimmes oder dramatisches. Es sind mal wieder alte Geister, die offenbar an mich denken, aber die ich schon vor geraumer Zeit schlafen gelegt habe. Mit einer Überdosis Valium sozusagen…


Wochenende…

25. September 2009

„Jibt Dir dit Leben mal een Buff, denn weene keene Träne.
Lach Dir’n Ast und setz’ Dir druff und boomle mit de Beene.“

Hier gefunden und einfach mal “geborgt”, weil auf Abhieb gefallen.


Ein Wochenende voller Ruhe…

19. September 2009

Ja, auch das muss sein. Nachdem das letzte Wochenende recht unruhig war, freue ich mich auch zwei Tage voller Gelassenheit. Ich werde nämlich nicht viel tun während der folgenden zwei Tage. Ich werde im Höchstfall ein bisschen Hausarbeit erledigen, aber maßvoll. Ich werde mich abends wunderbar gemütlich in Decken wickeln und in die Flimmerkiste schauen, Leibnitzprodukte mit hohem Knusperfaktor zerkrümeln und ich werde einfach die Seele baumeln lassen. Die Woche war anstrengend, Mitdenken war in höchstem Maße erforderlich und das Lernen strengt an manchen Tagen mehr an als sonst, aber diese Woche ging mir dennoch leichter von der Hand als erwartet.

Gestern war Geburtstag bei lieben Menschen angesagt und ich schlug mir standesgemäß den Bauch mit Erdbeertörtchen, Nudelsalat und Beefsteak voll. Angenehm vollgestopft saß ich dann noch bis zum Abend mit einer Tasse Kaffee vor Ort und verabschiedete mich lange nach Einbruch der Dunkelheit Richtung Wohnzimmer zu Sohnemann. Der wusste Bescheid, wo ich bin und mit Nudelsalat bewaffnet hechelte ich die Stufen hoch und fand meinen Nachkömmling mit seinem besten Freund auf der Treppe sitzend und grinsend wie eine Fettbemme vor. Man sah den Beiden deutlich an, dass sie meine Ankunft schon sehnsüchtig erwartet hatten, denn dieser Freund war überraschend im Vogtland aufgetaucht und hatte umgehend seinen Herrn N. aus P. angewiesen, Schlafutensilien, Zahnbürste und In-den-Dreck-schmeiß-Klamotten einzupacken und mitzukommen.

Der andere junge Mann wohnt nun seit einigen Monaten nicht mehr in unserer Nähe und trotzdem halten die beiden Jungs guten Kontakt und ich finde das großartig, weil diese Freundschaft über das normale Maß hinaus innig ist, was bei Kindern diesen Alters eher die Ausnahme ist. Also strahlte mich Söhnchen an und fragte der Form halber nochmal um Erlaubnis, ob er das Wochenende dort verbringen dürfe. Aber klar doch, habt Spaß und versucht trotzdem ein bisschen, Euch zu benehmen. Schwupps, weg waren sie und Frau N. aus P. sah sich vor einem seeehr ruhigen Wochenende. Der Essensplan war somit hinfällig und das Einkaufen nahezu überflüssig, denn alleine versorgt sich Frau N. aus P. eher spärlich. Das nötigste an Nahrungsmitteln habe ich immer im Haus, also werde ich das Wochenende mit Relaxen, Chillen und all den denglischen Entspannungssynonymen verbringen, denn mein Geist verlangt nach etwas Ruhe.

Quasi recht langweilig, aber nicht für mich. Ich liebe solche Wochenenden hin und wieder und freue mich sonntags dann umso mehr, wenn der kleine Mann wieder nach Hause kommt. So, ich bin dann mal weg – Wochenende auskosten…


Ich bin ein Chaot…

12. September 2009

Kennt Ihr das? Ihr seid dabei etwas zu lernen. Ihr habt am Anfang null Checkung, was Ihr da eigentlich lernt. Ihr versucht zu begreifen. Der Horizont wird nach einigen Tagen um 0,5% heller und dann steht die Prüfung an. Ihr habt die Arbeitsschritte so halbwegs im Kopf und dann versaut Ihr trotzdem alles? Es schleicht sich gleich am Anfang ein Denkfehler ein, Ihr werdet ein bisschen nervös und dann klappt einfach nichts mehr – vor allem nicht das Denken. Grrr…, ich ärgere mich schwarz. Ich habe nämlich meine letzte Prüfung vergeigt. Kotzt mich an – tierisch!!! Und das Traurige ist, ich könnte wetten, dass ich die Aufgabe mit etwas mehr Ruhe und Gelassenheit durchaus bewältigt hätte bzw. jetzt in diesem Moment auf die Reihe bekommen würde. Scheißmist…

Bisher liefen die Prüfungen durchaus akzeptabel. Klagen kann ich nicht, aber das hier ärgert mich wirklich sehr. Aber ändern kann ich das nun nicht mehr. Klar, davon geht die Welt nicht unter, aber ich hätte das besser machen können, wenn ich erst am Ende ‘nen Fitz in meinen Hirnwindungen gehabt hätte. Aber nein, da verfitzt sich gleich in den ersten fünf Minuten alles und ich versau’ mir den Notendurchschnitt. Könnte echt mit der Axt durch den Wald laufen. Am Ende dachte ich nur noch: „Leckt mich doch alles mal schön gepflegt am Arsch!!!“

Trotz allem ist jetzt erstmal Wochenende und nachdem ich gestern seit langem mal wieder mit Frau M. zum Verzehr der weltbesten Bockwurst um die Häuser geschlichen bin, steht heute ein kleiner Besuch des alljährlichen Herbstfestes an. Zu viert fallen wir in den späteren Abendstunden über die Stadt herein und schauen mal nach dem Rechten. Ich mag ja solche Stadtfeste genauso wenig wie Sommerfeste, aber da zuhause die meisten Menschen sterben, habe ich mich überreden lassen. Vielleicht wird es ja ganz lustig, so wie beim letzten Mal. Allerdings mache ich diesmal einen riesigen Bogen um die Bowleverkaufsstände und beschränke mich auf Mineralwasser. Sicher ist sicher.


Schee war’s…

17. August 2009

Eigentlich hatte ich genug Posten auf meinem Arbeitsplan fürs Wochenende stehen, aber ich habe am Samstagvormittag einfach alle Fünfe gerade sein lassen und habe mich aus der Ost Richtung nahes Umland verabschiedet und mir ordentlich die Sonne auf den Pelz brennen lassen. Fellnase war ausreichend versorgt, Sohnemann hatte sich schon am Freitag überraschend zu seinen ausgewanderten Freunden abgesetzt und mich lockte das herrliche Sommerwetter auch vor die Tür. Auf Pöhl hatte ich keine rechte Lust, aber mir fiel prompt eine verlockende Alternative ein, die ich nach einem kurzen Telefonat auch in die Tat umsetzte. Herrlich entspannend, unterhaltsam³ und mal wieder so richtig nach meinem Geschmack.

Gestern Abend trudelte ich dann einige Oktaven dunkler und wunderbar ausgeruht und entspannt wieder zuhause ein. Für die kommende Woche habe ich deshalb auch einen straff gefüllten Terminkalender, aber diese kleine Auszeit war gut und hat schon im Vorhinein für alles entschädigt. Der Sommer dürfte sich ja in wenigen Wochen dann auch verabschieden und wenn ich wettertechnisch am Wochenende schon so gesegnet bin, dann nutze ich das auch aus und lasse hier gerne alles liegen und stehen. Der Herbst/Winter wird sicher wieder lang und trübe, also habe ich auch dann noch für alle “Wichtigkeiten” noch genug Zeit. Scheiß drauf…

Und wie war Euer Wochenende? Alles senkrecht?


In Eile…

4. Juli 2009

Mein Blog schläft langsam ein. Das mag an der warmen Jahreszeit liegen, in der man ja auch nicht so oft zuhause ist und es liegt wohl auch daran, dass ich unabhängig davon viel auf Achse bin. Die Weiterbildung nimmt einen Großteil meiner Zeit in Anspruch und ich bemerke zunehmend, dass die Entscheidung zu dieser Schulung richtig und gut war. Darüber hinaus gibt es hier und da ständig Anlass mit Freunden zu plauschen und Käffchen zu trinken, der Garten sieht mich schon nur noch alle paar Wochen, was eigentlich schade ist. Nun gut, das Wetter ist ja erst seit einigen Tagen wieder akzeptabel. Am Vormittag lässt sich Sohnemann kurz blicken, der die letzten Tage bei seinen Freunden auf dem Lande verbracht hat, um sich gleich wieder zu Oma ins Wochenende zu verabschieden. Ich werde dann heute für eine Weile das ruhige Fleckchen im Grünen auszusuchen. Dort erwarte ich dann aber auch den Startschuss zu einer nachmittäglichen Verabredung, wo meine Hilfe benötigt wird.

Wenn das dann erledigt ist, flitze ich nach Hause, um mich für ein Date heute Abend zu restaurieren rüsten. Schwierig in Worte zu fassen, aber es sei gesagt, dass der Erfinder des Säbelzahnfußhuhns und meinereiner nun doch vernünftigerweise getrennte Wege gehen, da uns doch sehr vieles unterscheidet. Zwar sah es anfangs danach aus, dass es diesmal funktionieren könnte, aber eine kleine Meinungsverschiedenheit öffnete mir dann schlussendlich doch noch die Augen. Ob der überraschenden Wende war ich nicht ansatzweise so traurig, wie einst, aber sowas ist immer erst mal einen Moment lang “komisch”. Damit gerechnet hatte ich ja irgendwie, es ist dann aber trotzdem irgendwie auch immer wieder neu. Egal, Trauer kann ich darüber nun auch nicht wirklich empfinden, da ich dergleichen ja nicht zum ersten Mal erlebt habe, also Schwamm drüber. Hätte es mich belastet, hättet Ihr hier nicht erst heute davon erfahren, denn Bewegendes dieser Art blogge ich ja gerne.

Natürlich stellt man sich dann auch die Frage, wie es um meine Gefühle bestellt war, wenn mir das leicht fällt und ich mich eine knappe Woche später schon mit jemand anderem treffe. Gute Frage, denn das ist mir selbst auch schon aufgefallen. Was soll ich sagen?! Grundsätzlich ein guter Mensch, der mir auch sehr am Herzen lag, aber eben nicht die Sorte von Mensch, mit der ich auf lange Sicht gesehen harmonisch leben kann. Also ziehe ich weiter und werde sehen, was der heutige Abend so bringt. Bleibt nur zu hoffen, dass mir nicht irgendwas Unvorhergesehenes dazwischen kommt und meine Pläne über den Haufen wirft. Neugierig bin ich durchaus und interessiert auch. Was schlussendlich dabei rausspringt, kann ich nicht im Mindesten einschätzen, das kann man ja nie. Also lassen wir uns mal überraschen und gehen ohne Erwartungen und Vorbehalte hin. Wird nett werden, da bin ich mir sicher.


Sommeranfang…

23. Juni 2009

Gestern Abend bin ich wirklich mit den Hühnern ins Bett gekrochen. Es muss wohl kurz vor 21.00 Uhr gewesen sein und ich bin wohl auch sofort eingeschlafen. Ob nun im TV irgendetwas Sehenswertes lief, kann ich nicht mehr sagen, denn die Flimmerkiste wurde fix auf zwei Stunden Laufzeit eingestellt und ich könnte Euch nicht mal mehr genau sagen, welche Farbe meine Bettwäsche hat, wenn ich nicht ausschließlich dunkelblaue Bettwäsche besitzen würde. Ins Bett und sofort Augen zu. Man war ich müde. Das Lernen strengt zwar nicht unbedingt an, aber ich bin abends derart müde, dass ich eigentlich kein Radio, keinen Fernseher oder dergleichen mehr bräuchte. Nun ja, das Wetter entspricht ja eher dem Herbst und  bei schönem Wetter würde ich wohl wirklich eher im Garten meinen Feierabend ausklingen lassen. Zuhause flitzt man ja doch nur von einer Ecke in die nächste und erfüllt seine häuslichen Pflichten. Muss ja, keine Frage, aber im Garten ließe es sich schöner müde sein.

Schulisch gesehen bewegen wir uns derzeit in den Tiefen von CSS und es macht noch immer großen Spaß. In knapp drei Wochen sind erst mal Ferien und bis dahin wurschteln wir noch weiter und tiefer in HTML und CSS – vermute ich zumindest. Soll mir recht sein. So einiges an Kenntnissen war mächtig eingerostet und es schadet auf keinen Fall, wenn das alles mal wieder ans Tageslicht befördert wird. Editoren sind zwar nützlich, aber man verlernt auch so manches. Wir programmieren artig von Hand und längst Vergessenes kommt wieder zum Vorschein. Gut so. Schaden wird mir das auf keinen Fall.

Ansonsten gibt es wie so oft keine nennenswerten Zwischenfälle, wenn man vom pubertierenden Sohnemann und kleinen Alltäglichkeiten absieht. Alles im grünen Bereich. Das Wochenende war ruhig und leider verregnet, also blieben wir zuhause und bewegten uns nur notwendigerweise. Der kalendarische Sommer ist zwar schon zwei Tage alt, lässt aber meteorologisch auf sich warten. Es regnet immer wieder, es ist ziemlich frisch am Zisch und ohne Jacke ist es mir dann doch noch zu kalt. Laut Wetterfrosch soll der diesjährige Sommer ja ohnehin nicht berauschend werden, aber ich bin da mal optimistisch und erwarte für meine Ferien Strahlewetter und Sonne satt. Wehe nicht…


Säbelzahnfußhuhn…

8. Juni 2009

Was ein Säbel ist, weiß jedes Kind.

Zähne sind uns ebenfalls bekannt.

Und dass Füße das Fortbewegungsmittel zahlreicher Tierarten sind, wissen wir eigentlich auch.

  

Und was ein Huhn ist, dürfte nahezu jedem Menschen bekannt sein, der über eine durchschnittliche Allgemeinbildung verfügt.

Was aber nun ist ein Säbelzahnfußhuhn? Welche Tierart verbirgt sich hinter jenem furchteinflößenden Namen? Nun denn, gehen wir der Sache auf den Grund. Beim gestrigen Spaziergang durch den hiesigen Stadtpark liefen wir am Freiluftgehege vorbei, in dem sich schon seit Jahren Wellensittiche, Hühner verschiedener Arten, mitunter auch Tauben oder andere Geflügelspezies befinden. Gerne bleiben dort Spaziergänger stehen, füttern oder beobachten die Tiere und haben die Möglichkeit diese Tiere etwas genauer in Augenschein zu nehmen. An sich nichts Spektakuläres.

Unter all den Federviechern stolzierte ein wahrhaft stattlicher Hahn umher und als dieser dicht am Gitter an uns hochäugte, kniete sich ein namentlich nicht erwähnter Herr (ja, genau der) hin und studierte eingehend die Anatomie dieses Tieres. Nicht nur das er versuchte, diesen Hahn zum Gackern zu bringen, nein, er entdeckte an dessen Füßen etwas, was ihn staunen ließ. Die männlichen Vertreter vieler Geflügelarten tragen an der Rückseite ihrer Beine eine mehr oder weniger große “Kralle”, die man tatsächlich aber “Sporn” nennt. Bei Kampfhähnen beispielsweise werden diese Sporne mitunter zu messerartigen Gebilden zurechtgefeilt, um die Verletzungsgefahr des gegnerischen Hahnes zu maximieren.

Das vor uns stehende Exemplar hatte tatsächlich einen äußerst imposanten und sehr stark ausgeprägten Sporn aufzuweisen und das war der eigentliche Stein des Anstoßes. Wir spekulierten, ob dieser Sporn nun ungesund groß sei oder ob dies eine Laune der Natur oder aber eben vollkommen natürlich sei. Wir kamen zu keinem einleuchtenden Ergebnis und der namentlich nicht erwähnte Herr glaubte, des Rätsels Lösung gefunden zu haben. Bei diesem stattlichen Hahn mit seinen unübersehbaren “Waffen” konnte es sich nur um ein “Säbelzahnfußhuhn” handeln.

Dass ich mich kurz lachend entfernen musste, bedarf keiner weiteren Erläuterungen, denke ich. Später am Abend korrigierte der Herr seine Artenbezeichnung zwar in “Säbelzahnfußhahn”, aber erstere Bezeichnung gefiel mir auf Anhieb besser, keine Ahnung, warum… Also gebt acht, liebe Leute. Selbst gewöhnlich anmutende Haushühner bzw. –hähne tragen Waffen bei sich und sie können Euch Furcht und Angst einflößen, Euch bedrohen, Euch verwunden und bieten genau deshalb unendlich viel Stoff für abenteuerliche Lagerfeuergeschichten…


Irgendwas ist immer…

25. Mai 2009

Seit Tagen gibt es Sonne satt und wir haben nahezu die gesamte Woche genutzt, um den unseren “Leih”-Garten aufzusuchen. Ein paar Würstchen grillen, ein bisschen Seele baumeln lassen, ein bisschen Schnapsroulette spielen, ein bisschen Sonne tanken und auch ein bisschen Gartenarbeit machen. Gegrillt wurde fast jeden Tag, das erste Gläschen von unserem neuen Lieblingsspiel ging auch schon zu Bruch und die Seele baumelte gestern in alle Richtungen. Herrlich das…

Sohnemann treibt mich zur Zeit an den Rand des Wahnsinns. Offenbar fahren die Hormone jetzt so richtig mächtig Karussell und die Pubertät hämmert ohrenbetäubend an die Tür. Schulisch lässt er die Zügel seit einer kleinen Weile ziemlich schleifen, zuhause immer das letzte Wort und sei es auch noch so sinnfrei, cool bis in die Zehenspitzen, selbst beim Naseputzen – Image ist bekanntlich alles. Ja und an sämtlichen Querschlägern sind die bösen Anderen schuld, klare Sache. Im Moment kann ich sagen, dass mir täglich an die 25 rote Haare und Federn wachsen. Besserung eher unwahrscheinlich, denn Kinder pubertieren ja bekanntlich bis Ende 30. Ich war nie so frech und aufsässig, auch wenn meine Frau Mama das anders sieht.

Ansonsten läuft alles besser als erwartet und so langsam kehrt auch in meinem Inneren wieder mehr Ruhe ein. Die Gedanken ruhen und ich entspanne mich. Sicherheit werde ich nie erlangen, das weiß ich, aber zumindest kann ich ganz langsam wieder perspektivisch sehen. Einig werden wir uns nie immer sein, müssen wir auch nicht, aber wir treffen uns beim nunmehr dritten Anlauf in der goldenen Mitte, was gut tut. Die Zeit arbeitet für uns und wir helfen ihr.


Die Plauener im Frühling…

18. Mai 2009

Das Wetter war am vergangenen Wochenende einigermaßen gnädig und nachdem sich Sohnemann mal wieder spontan Richtung Dorf verabschiedet hatte, wagten wir einen Abstecher zum Plauener Frühlingsfest. Die Stadt war erwartungsgemäß übervölkert und nach einem ausgedehnten Rundgang bissen wir uns auf dem Altmarkt an einem Bowlestand fest. Nach und nach gesellten sich ein paar Bekannte dazu und wir Mädels kosteten uns fröhlich durch die Bowlesorten. Angefangen wurde mit Lycheemischmasch, über Erdbeer- und Kirschbowle, bis hin zur tropischen Mixtur, bei der wir dann zwecks hohem Zuckergehalt auch hängenblieben. Die beschwipsten Früchtchen schmecken ganz vorzüglich und mit jedem Becher wurde es lustiger, klare Sache. Die grausamen Details unserer kleinen Bowleverkostung erspare ich Euch.

Zu vorgerückter Stunde dann stieg ein berühmt-berüchtigter Plauener auf die Bühne und machte seiner berühmt-berüchtigten Plauenerin einen Heiratsantrag. Gejohle und Geklatsche folgten und der Plauener untermauerte seine festen Absichten mit einer Kiste Feiglinge, die in Windeseile den Weg in unsere durstigen Kehlen fand. Was die Stimmung anging, gab es also nichts zu meckern und nachdem ich mir mitten in der Nacht noch eine Bratwurst gönnte, traten wir den Heimweg an. Frau N. aus P. läuft nicht gerne zu Fuß, noch viel weniger gerne tut sie das, wenn sie “angelustigt” ist und so nörgelte sie den ganzen Heimweg über die Beschwerlichkeiten des nächtlichen Fußmarsches. Ihr werter Begleiter ertrug all das mit einer bewundernswerten Engelsgeduld und war sicher mehr als froh, als die Nörgeltante im heimischen Bett ohne weitere Zwischenfälle die Augen schloss und ganz fix einschlief.

Was allerdings unsere heranwachsende Jugend bei solchen Stadtfesten so treibt, könnt Ihr hier sehen. Mit Erlaubnis der Frau Mama darf ich hier die abschreckenden Beweise veröffentlichen, was alles passieren kann, wenn man seinen Nachwuchs auch nur einen winzigen Moment lang aus den Augen lässt. Da wird heimlich Bowle getrunken, es wird geraucht und dann schläft man inmitten von Menschenmassen ein, den gehässigen Paparazzi hilflos ausgeliefert. Liebe Mädchen und Jungs, macht das bloß nicht nach!!!

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Aufwärts…

11. Mai 2009

Die Bloggingfaulheit erreicht so langsam ihren Höhepunkt und da schon erste Beschwerden eingegangen sind, gibt’s heute endlich mal wieder etwas zum Lesen. Meine Woche verlief im Großen und Ganzen wirklich gut. Auto ist endlich in Behandlung und wird aller Wahrscheinlichkeit nach im Laufe der Woche wieder fahrbereit sein. Wenn ich großes Pech habe, erwartet mich allerdings schon die nächste Reparatur – Ölwanne. Aber daran möchte ich jetzt noch nicht denken. Beruflich habe ich nun erst mal andere Pläne geschmiedet und auch schon fleißig in diese Richtung agiert. Ab kommenden Monat packe ich auf meine bisherigen Kenntnisse noch einiges an Wissen drauf und mache eine fachspezifische Weiterbildung*, die dann bis Ende Januar andauert. Schaden wird’s mir nicht, da ja Lernen nie falsch ist und ob sich das erneute Drücken der Schulbank auszahlt, werden wir danach sehen. Selbst wenn nicht, dann habe ich zumindest meine Möglichkeiten ausgeschöpft.

Das Wochenende begann ja bei uns schon am Mittwochabend, was am Schicht- und Urlaubsplan anderer Leute lag. Der Donnerstag verlief dann im Grund recht gewöhnlich. Auto in eine andere Werkstatt bringen, bisschen dumm in der Gegend rumgucken und sonst nix Aufregendes. Freitag war eigentlich Grillen geplant, aber der Wetterbericht versprach nicht das entsprechende Wetter dazu, also planten wir um und erledigten Banalitäten, die nun mal notwendig sind. Am Samstag waren wir zum Geburtstag eingeladen. Die Tante eines nicht namentlich erwähnten Herrn feierte ganz groß ihren 50. Jahrestag und alles was laufen kann, war eingeladen. Aufgetafelt wurde im Handelshaus und ich war überrascht, wie schön es dort ist. Bis nachts wurde dort gefeiert und schön vollgefuttert liefen wir dann gemütlich nach Hause. Nein, nicht volltrunken, aber trotzdem gut gelaunt.

Gestern dann ließen wir das Wochenende auf dem Trödelmarkt im Stadtpark ausklingen und beendeten den Abend seit langem mal wieder mit einer Pizza, auf der extrem viel Knoblauch lauerte. Grinsend über den fürchterlichen “Duft” ließen wir uns das Schmankerl schmecken und verfolgten “Das Streben nach Glück”. Guter Film, bedrückend, aufrüttelnd, nachdenklich stimmend und beispielhaft. Nicht unbedingt nachahmenswert, denn existenziell bedrohliche Lebensumstände hatte ich bereits mehrfach, wenn auch nicht in diesem Maße, aber so manches Mal knapp davor. Schöner Film, der zwingend ein Happy End hatte, sonst wäre jeder Zuschauer deprimiert und absolut demotiviert. Macht Mut und spornt an, denn Ehrgeiz und Zielstrebigkeit sind die Motive für diesen Film. Eine hauchdünne Scheibe von all dem könnte man sich dann doch hin und wieder abschneiden, Bildung schadet nicht. Hab’ ich sowas heute nicht schon mal geschrieben?

* Sofern Euch das entsprechende PDF-Plugin für den Browser fehlt, könnt Ihr das Dokument auch per Rechtsklick + “Ziel speichern unter…” abspeichern und dann ganz normal mit Adobe Acrobat Reader anschauen. Bei Fragen oder Problemen könnt Ihr Euch gerne bei mir melden.


Gänseblümchenfüße…

4. Mai 2009

Ein traumhaftes Wochenende liegt hinter mir. Der Freitag war normal, alltäglich, notwendig, wie nahezu alle Werktage. Am Samstag vergnügte sich Sohnemann mit seinen Freunden vom Lande und übernachtete auch gleich dort. Die beiden verbliebenen alten Leutchen fuhren dann halt ohne ihn ins benachbarte Umland, um dort eine Freundin zu besuchen. Angedacht waren eigentlich nur 1-2 Stunden, geblieben sind wir dann bis weit nach Einbruch der Dunkelheit und hatten somit völlig unerwartet den ganzen Tag dort verbracht. Gegrillt wurde dann auch noch und so fuhren wir satt und durchgefroren wieder nach Hause.

Sonntagmorgen strahlte trotz anders lautenden Wetterprognosen die Sonne mit aller Kraft und so wurde ohne Zögern beschlossen, den Tag im “Leih”-Garten zu verbringen. Fix ein paar leckere Steaks, ein bisschen Nudelsalat, ein paar Getränke und Notwendigkeiten ins Körbchen gepackt und auf geht’s. Dort angekommen wurde dann fix ein bisschen gearbeitet und für den Rest des Tages ließen wir auf den Sonnenstühlen die Seele im Windhauch baumeln. Die Haut freute sich und ‘s Gemüt auch. Am späten Nachmittag wurde dann noch schön gegrillt, der Garten wieder aufgeräumt, Sohnemann aus dem Kurzurlaub abgeholt  und dann ließen wir das Wochenende genauso friedvoll ausklingen, wie es begonnen hatte.

Nee, Leute, eigentlich passierte nix Aufregendes, nix Spektakuläres, nicht mal was halbwegs Außergewöhnliches. Nein, es war schön ruhig, entspannend, trotzdem lustig und wunderbar erholsam. Ich hab’s genossen, fand es traumhaft und sah Dinge, die ich mir nicht anders ausmalen würde, wenn man mir einen kunterbunten Stift geben würde, um ein Wochenende zu zeichnen. Alles war genauso, wie ich es brauche, damit ich mich wohlfühle und absolut nichts vermisse. Danke für das wunderschöne Wochenende und Danke für alles andere. War schee und soll so bleiben!!!

Gänseblümchenfüße


Bombastisch…

27. April 2009

Leute, das Wochenende war einfach nur großartig, phantastisch, toll, gigantisch, vollendet. Das Wetter war grandios und das gesamte Wochenende war vollgepackt mit tollen Sachen. Freitag zogen Frau W. aus P. also los zur Bandprobe und dort wurde es von Stunde zu Stunde lustiger. Der Proberaum füllte sich nach und nach, Getränke gab es zur Genüge und auch für Essen war hinreichend gesorgt. Wir futterten uns die Bäuche voll und auch die Kehlen wurden nie trocken. Je später der Abend, desto lustiger wurden die Gäste und da wir ja am folgenden Tag meinen “Leih”-Garten besichtigen wollten, traten wir gegen Mitternacht überaus belustigt den Heimweg an. Kaum im Bett fielen meine Augen zu und blieben es auch trotz der zahlreichen Runden auf dem Karussell. Der Kopf war am Morgen nicht so schwer wie sonst und nach zwei Aspirin und einer halben Tasse Kaffee verzog sich das Gewitter in meinem Kopf und mir ging es ziemlich gut. Überraschend gut…

Samstagmorgen gegen 9.30 Uhr dann trafen wir uns bei Frau W. und machten uns gemeinsam auf den Weg in den Garten. In meiner Vorstellung hatte ich einen winzigen Schrebergarten mit krummen und schiefen Beeten und Wegen erwartet, ein windschiefes Häuschen darin und jede Menge Ecken und Büsche, wo Spinnweben und allerlei Getier vorzufinden sein würden. Nichts von alldem war der Fall und ich sah vor mir einen wirklich liebevoll gestalteten und gar nicht so kleinen Garten, in dem ein durchaus gerades und hübsch gezimmertes Häuschen steht. Keine buckelige Wiese, keine undurchdringlichen Hecken, keine Gruselecken hinter dem Haus, nichts. Viel schöner als ich zu träumen gewagt hatte und urgemütlich war es dort. Mein Herz hüpfte vor Freude und nachdem wir unzählige Tassen Kaffee getrunken, ein bisschen gearbeitet und ununterbrochen geschnackt und gelacht haben, überließ man mir dieses kleine Reich für den Rest des Tages.

Frau N. aus P. arrangierte sich die nahezu unbenutzte Sonnenliege mitten in der saftigen Wiese, genehmigte sich noch einen frischen Kaffee und entspannte nach allen Regeln der Kunst. Ich bewegte mich nicht wirklich und ließ mir die Sonne ins Gemüt scheinen, den leichten Wind über die sonnenhungrige Haut streichen und genoss die Ruhe und die frische Luft. Traumhaft. Als es langsam frisch wurde, trat ich wunderbar entspannt den kurzen Heimweg an und wurde beim Betreten des Hauses prompt von meinen Nachbarinnen zum Grillen hinterm Haus eingeladen. Ich rannte die Treppen hoch, zog mir etwas Wärmeres an und flitzte die Stufen wieder hinunter. Die Mädels hatten ordentlich aufgetafelt und ich saß noch bis zur vollkommenen Dunkelheit dort unten mit ihnen zusammen. Gegen 22.00 Uhr verabschiedete ich mich und gönnte mir ein schaumiges Vollbad. Bilder vom Garten habe ich für Euch auch geknipst. Bitteschön:

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Am Sonntag stand ja nun der fragwürdige Spaziergang auf dem Plan, der aber alles andere als unangenehm war. Zuerst fuhr ich fix in die Wohnung von Frau M. aus P., um dort Blümchen zu gießen und den Briefkasten zu entlasten. Als das erledigt war, ging’s dann planmäßig nach Falkenstein zur Talsperre. Das Wetter war zwar nicht ganz so sonnig und warm wie am Vortag, aber genau richtig zum Laufen und Spazieren. Einmal rund um das Wasser, ein Topf Kaffee und schön gequasselt. Hat mir ausnehmend gut gefallen, denn ich bin sehr gerne dort. Der Nachmittag war noch jung, also beschlossen wir, noch einen kurzen Abstecher zur Talsperre Pöhl zu unternehmen. Dort saßen wir dann noch eine ganze Weile am Wasser und plauderten über dies und das, über alles und jeden und über uns. Auf dem Rückweg kamen wir an der altbekannten Gaststätte in Altensalz vorbei und entschlossen uns kurzerhand, dort noch eine kleine Rast einzulegen. Frau N. aus P. bestellte Kaffee, Herr S. aus P. ein Dunkles und überraschenderweise saßen wir dort ziemlich lange. Mit sage und schreibe acht (!!!) geräucherten Bratwürsten und eine großen Portion Sülze aus der hauseigenen Schlachter- und auch Räucherei traten wir den Heimweg an. Zuhause angekommen genehmigte sich jeder eine Leckerei aus diesem Räucherbeutel, um anschließend satt und zufrieden auf der Couch den Sonntagsfilm zu verfolgen. Nach diesem Wochenende angereichert mit frischer Luft und endlos kulinarischen Gaumenfreuden, fiel ich weit vor Mitternacht in meine Kissen. Herr S. fiel der Müdigkeit schon lange vorher zum Opfer und schnarchte bereits auf dem Sofa. So kennen wir ihn. Er war ganz artig, so wie es sein soll. Er war sehr aufmerksam und ich hatte nicht den geringsten Grund zu Klage. Er lachte mit mir, hörte gut zu und er zeigte die Seite von sich, die so liebenswert ist. Ich hoffe, es bleibt so. Ich hoffe, er bleibt so, denn genauso würde ich mich wohl fühlen. So und nicht anders.


Ein vollgepacktes Wochenende…

24. April 2009

Meine Pläne für das kommende Wochenende sind farbenfroh, abwechslungsreich und mit größter Wahrscheinlichkeit auch sehr unterhaltsam. Sohnemann verbringt sein Wochenende ja bei Papa/Oma und Frau N. aus P. hat sich so einiges vorgenommen. Heute Abend also die erste Unternehmung. Zusammen mit einer Freundin fahre ich an den Stadtrand, wo ein Bandproberaum sein soll. Dort findet wohl allwöchentlich freitags eine Bandprobe statt, die man aber offensichtlich in besonderer Form zelebriert. Während die Band “übt”, verlustigen sich die anwesenden Zuhörer auf ihre Art. Es wird gekocht, man trinkt gemütlich ein paar Gläschen und plauscht entspannt. Das ganze nennt sich dann laut Gastgeber “lust’sche Butz” und wird von Woche zu Woche beliebter. Also gesellen wir uns heute dazu und schauen uns das Ganze mal aus der Nähe an.

Der Samstag ist auch schon verplant. Besagte Freundin bewirtschaftet mit wachsendem Widerwillen den Garten ihrer Mutter und erwähnte gestern, dass morgen dann das Wasser in dieser Gartensparte wieder aufgedreht wird. Ich bemerkte beiläufig, dass in mir seit einigen Monaten der Wunsch nach solch einem winzigen Garten reift, es aber an den Kosten scheitert, die mit dessen Anschaffung und Unterhaltung verbunden wären. Sie schaute mich strahlend an und bot mir ohne Umschweife an, den Garten jederzeit und ganz nach Belieben nutzen zu dürfen, wenn mir das Spaß machen würde. Anfangs staunte ich sie etwas entgeistert und nicht wenig überrascht an, denn solche Angebote sind nun wirklich nicht üblich. Sie untermalte ihre Abneigung gegen diese Pflicht und freute sich vielmehr, dass sie dann wohl eher mal einen Grund hätte, diesen Garten freiwillig aufzusuchen, wenn ich dort ein bisschen im Grünen herumexperimentiere. Ich warnte sie fairerweise, dass ich keineswegs die geborene Gärtnerin sei und es passieren kann, dass das eine oder andere Pflänzchen unter meinen ungeschickten Händen sein Leben aushauchen würde, was sie lächelnd zur Kenntnis nahm.

Solange mir das Freude bereiten würde, dürfe ich dort alles tun, wonach mir der Sinn stünde. Also meldete ich mich für morgen artig an, um beim Wasseraufdrehen dabei zu sein. Ich leihe mir sozusagen auf unbestimmt Zeit einen kleinen Garten und wenn ich irgendwann all das mein Eigen nennen möchte, habe ich Vorkaufsrecht, bekäme ihn im Idealfall vielleicht sogar geschenkt. Ich freue mich, ich freue mich sogar sehr und habe schon furchtbar viele Pläne, was ich dort alles machen möchte. Ich muss mich nicht mehr gelangweilt an die Talsperre legen, wenn ich Sonne tanken will. Ich bin lieber aktiv und das wäre genau das, was ich mir unter einem entspannten Wochenende mit Bombenwetter vorstelle. Ein bisschen werkeln, ein bisschen buddeln und nach getaner Arbeit im Sonnenstuhl dösen, um abends ein paar Würstchen zu grillen. Sohnemann findet die Pläne von Frau Mama natürlich nicht so spannend, freut sich aber, weil ich mich freue. Balkons finde ich schon immer totlangweilig, aber so ein Garten ist schon was. Hab’ ich schon erwähnt, dass ich mich freue???

Am Sonntag steht dann etwas an, von dem ich nicht so recht weiß, was mich erwartet. Vergangenes Wochenende ergaben sich Gespräche, die so nicht vorhersehbar oder gar geplant waren. Was folgte, waren unzählige Nachrichten aus der anderen Richtung und daraus resultierendes Misstrauen meinerseits. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, sagt man so schön. Ganz so blauäugig marschiere ich nun doch nicht auf den Abgrund zu, denn ich stellte erst mal einige Dinge klar, was gesagt werden musste, stellte nichts in Aussicht, was ich nicht halten könne und bat mir Zeit, Geduld und eine angemessene Bewährungszeit aus. Vieles würde diesmal anders laufen, sofern es zu einem Neuanfang käme. Vorsicht und Bedacht bestimmen mein Tun der nächsten Zeit, das steht fest. Zweimal habe ich mir die Finger nun verbrannt und beim dritten Versuch warte ich nicht erst auf Brandmale. All das und sehr vieles mehr wurde in die andere Richtung geschickt und am Sonntag sind wir nun zum ersten Mal wieder verabredet. Auf neutralem Boden in entspannter Atmosphäre – an der Talsperre Falkenstein. Ich will erst mal vorsichtig schauen, welchen Eindruck ich habe. Das alles passierte ja nun eher durch Zufall, wobei ihm laut seiner Aussage der Mut fehlte, nach seinem letzten “Fehlverhalten” auf mich zuzugehen, denn er konnte sich sprichwörtlich vom Arsch abfingern, dass ich denkbar wenig von ihm und seinem Tun hielt. Ja, ich war sauer und seine Worte stießen bei mir anfangs auch auf recht große Ablehnung. Ich kann keinerlei Prognosen abgeben, aber gucken kostet nichts, heißt es so schon. Und Frau N. aus P. guckt erst mal. Kost’ ja nüscht…


Orgelpfeifen und Duplofinger…

19. April 2009

SNV30915 SNV30911 SNV30912 SNV30914

Meine Amaryllis thront in voller Pracht an ihrem Fensterplatz und aus dem Avocadoexperiment scheint ein wahres Wunderwerk zu werden. Sage und schreibe fünf Sprösslinge schieben sich dem Tageslicht entgegen und ich komme aus dem Staunen nicht heraus. Unter dem alten Senfglas, das als Miniaturgewächshaus fungiert, wächst und gedeiht dieser Kern besser als ich zu hoffen gewagt habe. Ich habe für Euch bewusst das Datum auf den Bildern belassen, damit Ihr sehen könnt, welche Fortschritte dieses Pflänzchen seit der ersten Regung macht. Zwar dauerte es eine kleine Ewigkeit, bis man überhaupt etwas verzeichnen konnte, aber nun wächst mein Sprössling in bemerkenswerter Geschwindigkeit.

Den gestrigen Abend habe ich meinem Sohn zuliebe hier bei ihm verbracht, denn die Tränenströme wollten nicht ohne weiteres versiegen. Stundenlang lag er traurig und deprimiert in seinem Bett. Er ist mit zunehmendem Alter eigentlich recht hart im Nehmen geworden, aber gestern verlor mein Kindchen dann doch die Fassung. Wie gerne hätte er den Samstag noch einmal im Kreise seiner Freunde verbracht, doch das war rein organisatorisch einfach nicht machbar, was ihm schwerer als erwartet zusetzte. Weder leckere Köstlichkeiten aus dem heimischen Vorratsschrank noch die schrägsten Dicht- und Bespaßungskünste seiner alten Frau Mama zeigten Wirkung und wenn ihm dann doch mal ein Kichern entfleuchte, ermahnte er mich, dass er jetzt nicht in der Stimmung zum Lachen sei.

Mir brach das Mutterherz und ich beschloss endgültig, hier bei ihm zuhause zu bleiben. Den ganzen Tag hatte ich schon überlegt, ob ich nun zum “Resteficken” gehe, aber es hätte mir wohl wenig Vergnügen bereitet, meinen Sohn allein und tieftraurig hier in seinem Zimmer zu wissen. Also ließ ich uns ein schönes Schaumbad ein, weil Sohnemann das über alle Maßen liebt und wir führten nach langer Zeit mal wieder unsere intimen Männergespräche unterm Badeschaum. Er liebte diese banale Zeremonie schon als kleiner Steppke und er mag es noch heute. Ihm ging es danach besser und ich fühlte mich angesichts seiner wieder lächelnden Augen auch sehr erleichtert. In unsere Schlafanzüge gekuschelt und schön gemütlich auf dem Sofa sitzend bzw. eher halb liegend, verfolgten wir noch ein bisschen das Abendprogramm und schlichen gegen Mitternacht mit noch immer anhaltenden “Duplofingern”* in unsere Betten.

Es gibt durchaus noch weitere Kuriositäten zu berichten, die Euch ganz sicher in höchstes Erstaunen versetzen würden, aber davon berichte ich Euch an anderer Stelle. Unerwartete Geständnisse bringen mich gewissermaßen etwas aus dem Gleichgewicht und ich brauche sehr viel Zeit, um Klarheit zu erlangen. Eine schlaflose Nacht hat mich das bereits gekostet und ich befürchte, dass noch weitere folgen werden. Fakt ist, dass das alles unvorhergesehen passiert ist und passiert ist im eigentlichen Sinne noch gar nichts. Gebrannte Kinder scheuen das Feuer, vor allem aber, wenn sie dem Pyromanen ein zweites oder gar drittes Mal begegnen. Ich bin auf der Hut, befinde mich in der absoluten Defensive und dort bleibe ich in naher Zukunft auch. Nein, ich möchte mir nicht mehr den Kopf über das Tun und Handeln anderer Menschen zerbrechen. Ich will das nicht mehr. Der Übeltäter steht vor einem fast unlösbaren Problem – meinem Misstrauen und meiner fast unbezwingbaren Skepsis. Ich kann derzeit nicht abschätzen, ob er diesen beiden Gegnern auch nur ansatzweise gewachsen ist.

* “Duplofinger” nennt man die Gliedmaßen der Hand, die nach zu langem Baden ihre Oberflächeneigenschaften verändern. Die schrumpelige Haut der Finger erinnert an die längste Praline der Welt bzw. deren Oberflächenstruktur und das Wort “Duplofinger” wurde vor vielen Jahren von meinem Sohnemann erfunden.


Krokodilstränen und schmutzige Worte…

18. April 2009

Ich bin zur Zeit richtiggehend blogfaul. Zum einen passiert ja allen Orts nicht wirklich viel und zum anderen tragen die Wetterveränderungen nicht gerade zu extravaganten Freizeitaktivitäten bei. Man erledigt eben seine kleinen und großen Alltäglichkeiten, versorgt brav alle kleinen und großen Mitbewohner, geht den üblichen Notwendigkeiten nach und harrt der Dinge, die da kommen. Über mein Auto rede ich schon lieber gar nicht mehr. Heute Nacht hatten wir bzw. Sohnemann Gäste, welche sich vor wenigen Minuten verabschiedet haben. Die Jungs haben ohne das Wissen der dazugehörigen Mütter auch für heute Abend Pläne geschmiedet, welche aber gescheitert sind. Man hatte sich ausgemalt, dass mein Sohnemann doch auch gleich noch eine Nacht in befreundeten Betten schlafen könne, was aber durch anderweitigen Besuch dort nicht möglich ist. Nun liegt der kleine Mann tränenüberströmt in seinem Zimmer und ist böse und enttäuscht über die gaaaaanze Welt. Helfen kann ich ihm da leider nicht, denn ich kann die andere Frau Mama kaum zwingen, mein Kind mitzunehmen. Hach, was ist die Welt schlecht und ungerecht.

Für heute Abend war eigentlich meinerseits schon für Unterhaltung gesorgt, was aber an meinen haushaltstechnischen Sparmaßnahmen zu scheitern droht, weil ja Frau N. aus P. noch immer keinen Nachkömmling der Rockefeller-Dynastie geehelicht hat. In einer hiesigen und überaus großen Lokalität findet dieses Wochenende eine dieser berüchtigten Ü30-Partys statt und es könnte durchaus sein, dass man dort auch mal alte Bekannte meiner eigenen Altersklasse antrifft, die man jahrelang nicht mehr zu Gesicht bekommen hat. Wäre sicher ein lustiges Unterfangen, ganz ohne Zweifel sogar. Die Dame, die mich für diesen Abend “reserviert” hat, fand für diese Veranstaltung ein gar schmutziges aber enorm witziges Wort, das ich an dieser Stelle aus jugendschutztechnischen Gründen nicht wiederhole und ich verweise daher ganz diskret auf die Grafik… ;-)

resteficken


Boah, hab’ ich gelacht…

12. April 2009

Gestern war Grillen angesagt und ich möchte mich erstmal ganz herzlich bei den Gastgebern bedanken. Essen und Getränke waren ausgezeichnet und ich bin tief in der Nacht wunderbar vollgefuttert und müde in mein Bett gefallen. Das Wetter ließ keine Wünsche offen und stimmungstechnisch kam ich voll auf meine Kosten. Die kulinarischen Köstlichkeiten schalteten jegliche Vernunft aus, die einem gebietet, etwas maßvoll zu essen. Von Würstchen über Steaks mit leckerer Marinade bis zu Schaschlikspießen mit Lamm- und Schweinefleisch inklusive buntem Gemüse dran wurde zusätzlich mit Nudelsalat, herrlich frischem Tomatensalat mit Mozarella und vielem mehr aufgetrumpft, was den Hosenbund nach und nach enger werden ließ. Phantastisch. Auch die Getränkekarte war enorm lang und trockene Kehlen gab es schlichtweg nicht. Da fehlte fast nichts im Sortiment und ich arme Sau wurde zum Trinken von Bärwurz und Wilthener Kräuterlikör genötigt. Mein geliebtes Schöffi gab es auch, natürlich auch mal in der neuen Geschmacksrichtung “Kaktusfeige” und die berühmte “grüne Wiese” wurde ebenfalls kredenzt.

Leute, ich kann Euch sagen, das war ein wahres Fest. Bis weit nach Einbruch der Dunkelheit saßen wir zusammen und lachten. Ein absolutes Highlight lieferte dann die Dame des Hauses, als sie mitsamt dem gemütlichen Korbstuhl einfach umkippte und aufgrund der mühevoll um den Körper gewickelten Decke einfach nur der Länge nach ausgestreckt auf dem Bauch zu liegen kam und den Stuhl noch immer am Gesäß “kleben” hatte. Leider hatte niemand das Unglück kommen sehen und daher auch keine Kamera im Anschlag. Das kurze “Huch!!!” entfleuchte der Guten erst beim Fallen und als die versammelte Gemeinde sah, warum sie “huchte”, lag sie bereits bäuchlings in der nächtlichen Wiese und kicherte ins Gras. Ein verspäteter Schnappschuss hielt zumindest ihren Aufstehversuch fest, der leider nicht die Situationskomik einfangen konnte, die der erste Augenblick hergab. Frau N. aus P. hatte wahrhaftig Bauchschmerzen vom Lachen und natürlich war ich nicht die Glückliche mit der fix herbeigeholten Kamera. Mist verdammter. Ich habe dennoch ein paar schöne Schnappschüsse ergattert, wobei die Bilder mit Personen vorerst unter Verschluss bleiben. Aus daten- und personenschutztechnischen Gründen versteht sich.

Knospen Abschleppdienst Schöffi

Sommerfüße Gänseblümchen Glotzfrosch


Freitag und andere Nebensächlichkeiten…

3. April 2009

Das Wochenende steht unmittelbar bevor und mein Auto ist immer noch kaputt. Sohnemann geht es soweit wieder ganz gut und er geht heute auch wieder zur Schule. Dank einem Tag Auszeit, etwas Medizin und unzähligen Tassen Tee konnten wir schlimmeres verhindern und gestern Abend war die große Klappe schon wieder funktionstüchtig und weitere Krankentage vom Plan gestrichen. Vorgestern habe ich sämtliche Heizkörper bis zum Herbst in den Ruhestand versetzt und beschränke mich im Falle von noch zu erwartender Schafskälte, Eisheiligen oder kalter Sophie auf Strickjacken, Pullis und Wuschelsocken. Die neuen Fensterbehänge an den Dachfenstern tun ihren Dienst wie geplant und ich bin sehr zufrieden damit. Obendrein ist es im Schlafzimmer jetzt auch lange nach Sonnenaufgang wunderbar dunkel, ganz so wie ich es mag. Auch Herr N. aus P. macht jetzt desöfteren Gebrauch von diesen Verdunklungswerkzeugen, denn bei strahlendem Sonnenschein morgens um 7.00 Uhr ist an erholsamen Schlaf nicht mehr zu denken.

Fürs Wochenende habe ich kleine aber feine Pläne. Herr N. wird ja heute Nachmittag von Papa abgeholt und ich werde den Freitag schön gemütlich ausklingen lassen. Morgen fahre ich dann mit Bus und/oder Bahn zu meiner Freundin und bleibe dort wahrscheinlich auch über Nacht. Abends wollen wir uns irgendwo verlustigen und da ich nicht die geringste Lust verspüre, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause zu fahren, darf ich mit Schlafanzug, Zahnbürste und Hausschuhen bewaffnet bei ihr in den Sonntag starten. Spätestens gegen Mittag werde ich dann wieder den Heimweg antreten und mich auf der heimischen Couch in Entspannung üben. Der Sonntag soll ja laut Wetterbericht nicht sonderlich berauschend werden, also juckt es mich dann auch nicht weiter, dass mein Auto kaputt ist.

Tja, und dann bin ich gestern Abend beim Switchen zwischen den Fernsehkanälen doch glatt bei “Frauentausch” hängengeblieben. Ich weiß ja nicht, ob das gestern jemand von Euch gesehen hat, aber der Begriff “Fremdschämen” erreichte durch die gestrige Episode eine vollkommen neue Dimension. Da ich dieses Format nicht regelmäßig verfolge, war ich im Unklaren darüber, welche Familien sich für diesen Frauentausch bewerben. Um die Quoten nach oben zu katapultieren setzt man wohl mittlerweile auf gesellschaftlich mitunter auffällige Familien und dieses Konzept fruchtet sogar bei mir. Ich kann nur schwer in Worte fassen, was ich da gestern gesehen habe und verweise an dieser Stelle besser hierher (weiterführende Links findet Ihr dann auf der rechten Seite), damit sich interessierte Leser selbst ein Bild verschaffen kann. Heute Morgen forschte ich dann etwas gezielter nach und fand das hier und zu allem Überfluss auch noch das hier. Ihr kennt das – es ist wie ein Autounfall. Man kann nicht richtig hinsehen, aber auch nicht richtig wegsehen. Ich bin angesichts der gesehenen Bilder sprachlos und irgendwie schockiert.

affe_erschrocken


Sonntag ohne Sonne…

22. März 2009

Der Sonntag hat wunderbar leise und mit Sonnenstrahlen begonnen, die sich aber leider inzwischen verabschiedet haben. Gestern war ich ziemlich lange unterwegs und habe den Nachmittag und auch den Abend inklusive der halben Nacht im Kreise von Freunden verbracht. Nachmittags war ich mit einer guten Freundin in der Stadt unterwegs und nachdem wir die vereinbarten Erledigungen hinter uns gebracht hatten, vergnügten wir uns in einer recht bekannten Lokalität bei einem befreundeten Wirt an dessen “Mensch-ärgere-Dich-nicht”-Tisch. Ich muss wohl nicht großartig erwähnen, dass ich fast immer verlor, aber wir hatten enorm viel Spaß und lachten, bis die Bäuche schmerzten. Gegen 20.00 Uhr und gefühlte 62 Spiele später verabschiedete ich mich und ging zu meiner Abendverabredung.

Dort wartete man schon und zog sich auch gleich an, um eine andere lustige Kneipe auszusuchen. Dort stieß dann auch gleich der “Rest” der Abendgesellschaft zu uns und man amüsierte sich prächtig über meine nicht vorhandenen Dart-Künste. Im Nicht-Treffen bin ich nämlich große klasse und der letzte Platz ist mir fast immer sicher, Ausnahmen sind eher Zufälle. Mir macht das nix, weil ich da mitspiele, um Spaß zu haben. Würde ich nicht immer so hübsch daneben schießen, wäre es bestimmt nicht ganz so lustig. Gegackert wurde auch ordentlich und mein Tischnachbar verlor zusehens die Contenance, was wohl am letzten Bierchen lag, das offenbar schlecht war. Die Wolldecke im Mund wurde immer dicker und der Quirl unter der Zunge erschwerte das Sprechen.

Natürlich wurde der Herr fein säuberlich zuhause abgeliefert, als sich die illustre Gesellschaft dann auflöste und heute Morgen klang der Gute schon wieder ziemlich fit. Training ist eben alles. An dieser Stelle muss ich mal die netten Wirtsleute vom “Moz” loben, denn die Bockwurst dort schmeckt einfach geil. Ich bin kein BoWu-Fan, aber die dort schmeckt guuut!!! Jamm… Und weils so witzig war, haben wir auch ein paar Bilder geschossen (leider nur mit dem Handy), wovon ich Euch eines zeige. Falls der alte Herr auf dem Bild mit der Veröffentlichung seines Blondschopfes nicht einverstanden sein sollte, dann bitte ich um Mitteilung. Ob ich aber das Bild dann entferne, steht in den Sternen… ;-)

Brösel Nyiri


Schlumpftag…

15. März 2009

So, Frau N. aus P. ist wach und hat auch mal wieder ordentlich Zeit zum Bloggen. Ich habe heute mal richtig lange geschlafen, nicht zuletzt weil ich auch spät ins Bett kam. Seit Stunden regnet es und der März zeigt sich nicht von seiner besten Seite. Zwar sind die Temperaturen einigermaßen erträglich, aber das Einheitsgrau verlockt nicht gerade zum Rausgehen. Also bleibe ich heute schön gemütlich zuhause und werde weiter meinen Kleiderschrank entrümpeln. Die ersten Kleidermitbringsel wurden gestern schon freudig in Empfang genommen. Der Sonntag wird also wunderbar ruhig und potentielle Stressfaktoren gibt es heute schlichtweg nicht. Handys aus, Fernseher an und Füße hoch – so muss das zum Sonntag sein. Gestern Abend war’s schön lustig und nach einer Überdosis frischer Luft bin ich wunderbar müde ins Bett geplumpst und denke heute nicht im Traum daran, irgendwas zu tun, was schweißtreibend sein könnte. Gegessen habe ich auch schon und wenn ich so nachdenke, kann der Kleiderschrank auch noch bis kommende Woche warten. Am siebten Tage sollst Du ruhen, hat mal einer gesagt und das mach’ ich heute – basta… Tschüssikowski… :-D

sonntag


Samstag und so…

14. März 2009

Bin mit Kopfweh aufgewacht und zum Frühstück gab’s deshalb auch erstmal zwei Aspirin und natüüürlich ‘nen ordentlichen Pott Kaffee. Bin wohl bissle spät ins Bett, weil ich bis tief in die Nacht Besuch hatte, hab’ bissle zu spät noch viel zu viel Kaffee getrunken und wohl auch zu wenig gegessen. Sohnemann ist erkältet und spielt deshalb heute auch nicht beim Fußball mit, aber er verabschiedet sich nachmittags dann zum Opa, weil der ‘ne Geburtstagssause steigen lässt. Ich schleiche mit M. bissi um die Häuser und versuche dem Alkohol zu entsagen, sonst ist der Sonntag komplett im Eimer. Wer will das schon…

Sofern nichts anderes dazwischen kommt, werde ich heute mal meinen Kleiderschrank ein bisschen entkernen und die aussortierten Sachen gleich an dankbare Menschen weiterleiten. Nein, ich entsorge nichts in der Altkleidersammlung oder im Container, ich schenke es Menschen, die ich kenne und wo ich genau weiß, dass dort nur wenig Geld vorhanden ist und man sich über solche Sachen freut. Ein warmes Lächeln ist Dank genug und so kann auch ich mal was Gutes tun. Auch mit Sohnemanns Klamotten mache ich das schon seit Jahren so und es gibt immer irgendwen, der/die sowas noch gebrauchen kann.

Das Wetter scheint heute gnädig zu sein und wenn das so bleibt, spazieren wir vor unserem Um-die-Häuser-Streifzug noch ein bisschen im Wald herum. Fräulein Waldhuhn wird sich freuen und uns wird die frische Luft auch nicht schaden. Drüben im Kinderzimmer niest Herr N. aus P. im Akkord und ich hoffe, dass es bei einer harmlosen Erkältung bleibt. Fräulein Katze schlendert irgendwie erwartungsvoll durch die Räume und meckert jeden und alles voll, also alles wie immer…

Und Ihr so…???


Freitag, der 13. …

13. März 2009

Da wachste morgens auf und in Deinem Kopf spucken schon wieder irgendwelche Gesichter von irgendwelchen Menschen herum, die Du schon vor langer Zeit in die ewige Verdammnis verbannt hast. Du wischst diese Gesichter energisch weg und stehst schon leicht gereizt auf, weil Du es hasst, wenn ein Tag mit solchen Fratzen beginnt. Dir huscht aber dann doch ein gehässiges Grinsen übers Gesicht, weil diesem Antlitz  entscheidende Attribute fehlen, die es unverwechselbar machen. In Deinen Gedanken gibt es diese Attribute nicht. Gut so, denn dieser Mensch ist für Dich schon sehr lange nichts besonderes mehr. Dann öffnest Du die Schlafzimmertür und kämpfst mit Fräulein Katze, die den Weg zur Küche nicht freigibt, weil sie sofort jetzt gleich auf der Stelle ihre Streicheleinheiten einfordert, ohne warten zu wollen, dass Du wenigstens mal das Licht angeknipst hast. Leise fluchst Du und verscheuchst das drängelnde Tierchen erstmal schimpfend.

Du aktivierst die 4×60-Watt-Beleuchtung Deiner Küche und erblindest just in diesem Augenblick. Du schlägst die Hände vors Gesicht und läufst instinktiv weiter bis zur Kaffeemaschine, denn Du kennst den Weg genau. Langsam musst Du die Finger spreizen, damit sich Deine verschlafenen Augen an die Helligkeit gewöhnen und dann füllst Du eilig die Kaffeemaschine, denn Tage wie dieser dürfen nicht ohne einen ordentlichen Schluck Koffein beginnen, sonst enden sie so, wie sie begonnen haben – mit Groll im Bauch. Nein, nicht weil heute Freitag der 13. ist, denn die 13 ist meine Zahl, meine ganz persönliche Glückzahl. Viele guten Dinge aus meinem Leben und so manche schicksalhafte Begebenheit stehen mit der 13 in Verbindung und ich habe schon vor Jahren meinen Frieden mit dieser Zahl gemacht, denn sie suchte mich immer wieder heim. Wir sind Freunde geworden und inzwischen gehört sie zu meinem Leben, also macht mir der 13. – ganz egal, ob nun Freitag oder Mittwoch oder sonstwas für’n Tag – keinerlei Angst mehr. Nein, im Gegenteil…

Es ist nun auch schon wieder eine ganze Woche her, dass er nicht mehr bei uns ist. Manchmal drängt sich der Verlust in den Vordergrund, manchmal bekommt man wieder diese Wut über das Verhalten des Menschen, der das alles verschuldet hat und manchmal wünscht man sich einfach, dass man die Zeit zurückdrehen könnte, denn dann hätte keiner von uns zugelassen, dass so etwas jemals passiert. Leider sind wir alle dagegen machtlos und können nur akzeptieren, was geschehen ist. Es fällt mir schwer, immer noch. Jeden Tag. Es gelingt mir noch nicht so recht, zu realisieren, dass er nicht mehr zur Tür rein getobt kommt und einen mit seiner unwiderstehlichen Art begrüßt. Masochistisch, wie man in solchen Momenten veranlagt ist, habe ich mir einige der damaligen Beiträge durchgelesen, als der kleine Herr L. aus P. hier eine Woche alles im Chaos versinken ließ und ich gäbe ein Königreich dafür, wenn ich etwas an seinem Schicksal hätte ändern können. Ach was, ein Königreich… Die Welt würde ich geben…

Es gibt viel zu tun heute, ich muss mich aufraffen. Ich wünsche allen Lesern ein schönes Wochenende und Entspannung. Ich werde morgen ein bisschen unter Menschen gehen und mich mal wieder amüsieren. Habe ich gestern schon und es tat gut. Ein bisschen Ablenkung von alldem und das Lachen nicht verlernen. Verlernt haben wir es nicht, aber es fällt ein bisschen schwer im Moment, zumindest manchmal. Morgen lassen wir das alles mal ein paar Stunden hinter uns und ich bin gespannt, was ich Euch (spätestens) am Montag zu berichten habe. Unverhofft kommt ja oft…


Geschützt: Sonntag und so…

1. März 2009

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Geschützt: Kleine und große Komischkeiten…

20. Februar 2009

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Hähnchenkeule meets Maulwurfkuchen… *örgs*

3. Februar 2009

lazy

Habe schlecht geschlafen, bin nicht zuletzt deswegen auch schon enorm übellaunig aufgestanden und gehe entsprechend geladen in den Dienstag. Was weiß ich, welche Laus mir heute Nacht über die Leber gelaufen ist, aber heute ist einer dieser Tage, an denen ich hochexplosiv dem Alltag entgegensteuere und froh bin, wenn der Tag vorbei ist. Richtig fest schlafen konnte ich irgendwie nicht und so ist es kein Wunder, dass ich nicht wirklich ausgeruht bin. Gegen 4.30 Uhr gab ich mich geschlagen und kroch aus dem Bett. Herr S. aus P. bewältigte gestern seinen ersten Arbeitstag nach der Krankschreibung und war folgerichtig komplett gebügelt, als ich gestern Abend nach Hause kam. Mit knallroten und klitzekleinen Augen lag der Herr nahezu regungslos auf der Couch und blinzelte mühevoll in den Fernseher. Gegen 21.30 Uhr schickte ich ihn mitleidig schlafen und als ich knappe 20 Minuten später folgte, schlief man schon tief und fest.

Das Wochenende war durchschnittlich ruhig, aber meinen Film habe ich mal wieder nicht zu sehen bekommen. Entweder fehlte mir die Lust, mich auf die Handlung zu konzentrieren, dann wieder keine Zeit oder aber im TV lief gerade etwas, was ich nicht verpassen wollte. So staubt mein “Parfum” im Regal vor sich hin, aber aufgeschoben ist noch lange nicht aufgehoben. Nach knappen 14 Tagen kulinarischen Streifzügen durch die nyírische Speiselandschaft, kneifen nun mittlerweile schon die Hosen und ich enthalte mich seit gestern wieder etwas mehr. Die Krankschreibung von Herrn S. hatte zur Folge, dass wir hier fast täglich kochten, vereinzelt sogar Kuchen gebacken haben und nach Lust und Laune futterten. Nicht nur, dass die bösen, kleinen Kalorienmännlein nachts meine Hosen dann von Tag zu Tag enger nähten, nein, als ob das nicht reicht, füllte sich der Kühlschrank mehr und mehr mit Überbleibseln der Fressorgien, deren Verzehr ebenfalls notwendig wurde, denn wer wirft schon gerne Essen weg.

Ich weigere mich beharrlich, auf die Waage zu steigen, denn das Miststück lügt ohnehin. Bauch einziehen nützt da auch nix und ich werde essenstechnisch vorerst kürzer treten. So geht das ja nun nicht. Es ist nun wirklich nicht so, dass der Kühlschrankinhalt nicht enorm verlockend lächelt, wenn ich nach der darin befindlichen Milch greife und es fällt mir äußerst schwer, die Tür des selbigen ohne einen beherzten Griff hinein zu schließen. Es nützt aber nix, die temporären Speckröllchen müssen sofort wieder runter, denn wenn die sich erstmal festgefressen haben, wird es schwer, sie wieder loszuwerden. Mein erster “Reduktions”-Tag gestern zeigt bereits Wirkung und ich fühle mich sehr viel weniger gestopft als gestern noch. Es ist aber auch leidvoll, wenn man gerne isst und zur Zunahme neigt. Vor Sohnemanns Geburt hatte ich damit nie Probleme und konnte nach Herzenslust essen, was ich wollte, wieviel ich wollte und wann ich es wollte. Nun heften sich aber schon 15 Pfund einfach mal so an die Hüften, wenn ich an einem herzhaften Braten vorbeilaufe. Scheißdreck…

Jammern nützt nix, Enthaltsamkeit und Disziplin sind angesagt, wenn ich mich im kommenden Sommer mit leichterer Bekleidung nicht komplett blamieren will. Frau hat schließlich ihren Stolz und einen zweifelhaften Ruf zu verlieren ;-) . Wer macht mit???


Keine besonderen Vorkommnisse…

30. Januar 2009

Im Moment passiert hier in der Ost nichts wirklich aufregendes, was einen Blogeintrag wert wäre. Alles läuft in geregelten Bahnen und auch sonst gibt es keinerlei nennenswerte Ereignisse. Der Wagen von Herrn S. aus P. will gewerkstättelt werden, Drosselklappe oder so’n Teil trotzt rum. Behördenmarathon von Frau N. aus P. ging auch wider allen Erwartungen glatt, auch wenn ich heute zum dritten Mal dort hin muss, weil unerwartet noch ein wichtiges Schreiben ins Haus flatterte, dass dem laufenden Antrag zuträglich ist. Also reiche ich das heute noch schnell nach. Mittlerweile darf ich die Dame im Amt sicher duzen, wir sehen uns ja fast täglich.

parfuem

Für’s kommende Wochenende habe ich mir schon vor Tagen einen jener Filme aufgehoben, die ich schon seit längerem sehen wollte. “Das Parfum” von Patrick Süskind… Als Buch wurde mir das Werk bereits mehrfach angepriesen und ich mag es sehr gerne, wenn ich zuerst den Film sehe und danach das Buch lesen darf. Man hat zu allen Darstellern ein Gesicht vor Augen und kann sich Orte und Geschehnisse wunderbar im Geiste vorstellen. Meist ist es aber so, dass die Bücher ihren Verfilmungen in Sachen Anspruch weit voraus sind. Ich habe nun schon mehrfach Buch und Film zu verschiedenen Werken verschlungen und bisher konnte kein Film dem geschriebenem Wort auch nur im Ansatz gerecht werden. Wir werden also sehen, wie sich das beim Parfum verhält.

Herr S. aus P. geht ab Montag wieder arbeiten und somit kehrt hier wieder der geregelte Alltag ein. Der kleine Herr N. aus P. ist bereits auf dem Weg zur Schule und auch bei ihm gibt es keine bemerkenswerten Auffälligkeiten, außer der großen Klappe und der pubertären Besserwisserei. Also alles im grünen Bereich…Und Ihr so???


Verabschiedung…

23. Januar 2009

Nee, keine Panik, wir verabschieden uns erstmal nur ins bevorstehende Wochenende. Das haben wir uns verdient. Herr S. aus P. ist noch krank geschrieben und muss heute erneut beim Arzt antreten. Der kleine Herr N. aus P. verbringt sein Wochenende bei Papa/Oma und somit haben die zwei alten Leute sturmfreie Bude. Was besonderes ist nicht geplant, aber uns wird schon was einfallen. Die letzten beiden Tage hat Frau N. aus P. damit verbracht, ihren Laptop zu formatieren, da dieses Scheißgerät plötzlich alle USB-Ports lahmgelegt hatte. Geplant war das Formatieren zwar schon seit einer halben Ewigkeit, aber ich lasse mich nur ungern dazu zwingen. Sichern konnte ich demzufolge auch nichts mehr, da ich nicht mehr auf irgendwelche Sticks oder die externe Festplatte zugreifen konnte. Also blieb mal wieder nur die Ex-und-Hopp-Variante und jetzt wuppt alles wieder. Mal sehen, wie lange. Zum Glück sichere ich seit geraumer Zeit nahezu nichts mehr auf dem Laptop, weil’s nicht das erste Mal ist, dass die Krücke ihren Dienst von jetzt auf gleich verweigert. Also gingen nur sämtliche Installationen flöten, was aber kein Beinbruch ist, da ich alle Programme und obendrein meine sensiblen oder wertvollen Daten extern sichere.

Wettertechnisch herrschen heute draußen stürmische Zeiten und von Schnee ist fast nichts mehr zu sehen. Kalt isses trotzdem und so langsam sehne ich mich nach dem Frühling und ein paar wohltuenden Sonnenstrahlen auf der Haut. Bisschen Radfahren oder mal in der Sonne sitzen und Kaffeetrinken wäre toll. Die dicken Jacken nerven auch allmählich und endlich mal wieder mit nackten Füßen in Flipflops herumlaufen fänd’ ich jetzt echt klasse. Wird wohl noch ein Weilchen dauern und wenn hier nicht bald was aufregendes passiert, werden meine Einträge immer langweiliger. Gähn…


Hochdeutsch neu definiert…

19. Januar 2009

Er: „Soll ich Dir ein Lied vorsingen?“

Sie: „Nein, bitte nicht schon wieder!“

Er: „Ach komm’, ich kann das wirklich.“

Sie: „Es gibt einen Grund dafür, dass andere Leute damit Geld verdienen. Die können nämlich singen.“

Er: „Ich kann auch schön singen.“

Sie: „Na dann los, bringen wir es hinter uns!“

Er beginnt schön schief und mit wunderbarem vogtländischen Akzent zu trällern: „Vordammd üsch liiieeeb Düsch…“

Sie: „Hochdeutsch, bitte hochdeutsch…“

Er: „Das ist hochdeutsch…“

Sie: „Nee, das is’ vogtländisch.“

Er setzt ein zweites Mal an und piepst gefühlte zehn Oktaven höher (aber immer noch vogtländisch): „Vordammd üsch liiieeeb Düsch…“

Sie: „Das ist auch nicht hochdeutsch, aber ist einen Blogeintrag wert…“

Er kichert… Sie auch…

Matthias Reim kann nicht schön singen und Herr S. aus P. kann weder schön noch hochdeutsch singen, aber er kann über sich selbst so wunderbar herzerfrischend lachen. Das und noch vieles mehr liebe ich so an diesem Kerl…


Langer Samstag…

18. Januar 2009

Aufgestanden sind wir ziemlich zeitig, dann wurde erstmal ordentlich gefrühstückt, danach flitzte Frau N. aus P. nochmal schnell in den Supermarkt, weil wir kurzerhand beschlossen hatten, dass wir einen Maulwurfkuchen und einen Marmorkuchen backen wollten. Zwischenzeitlich meldete sich das Füchslein mit Anhang zum Mittagessen an und somit brauchten wir noch mehr Zutaten für’s Mittagessen. Zuhause wieder angekommen, war’s Füchslein schon angereist und Herr H. aus M. spielte mit Sohnemann schon fleißig Playstation. Meinereiner kochte fix ein Käffchen und schlürfte eine Tasse mit. Nach und nach verdünnisierten sich alle Anwesenden ins Kinderzimmer und ich begann mit der Zubereitung des Mittagessens. Auf dem Speiseplan standen „Beffsteggs“ mit Kartoffelpürree und gebratenen Zwiebeln. Also losmatschen und die Teile ausbraten. Wuppte alles bestens und nach kürzester Zeit roch man in allen Zimmern, was heute auf den Teller kommt.

‘S Füchslein fühlte sich nicht so, also verließen Herr H. aus M. und seine Frau F. aus S. zwischen P.und S. schon kurz nach dem Mittagessen meine Wohnung, damit das Füchslein zuhause auf dem Sofa gesunden kann. Schon bei ihrer Ankunft sah sie nicht besonders gut aus und ihr Zustand verschlechterte sich zusehens. Nachdem die Beiden gegangen waren, begann ich mit dem Marmorkuchen. Scheiße, die Margarine is’ alle und Eier haben wir nach dem Backen dann auch keine mehr. Also huschte Herr S. aus P. nochmal fix zum Supermarkt um die Ecke und sorgte für Nachschub. Plangemäß landete dann der erste Kuchen im Ofen und Herr S. meldete sich zur Zubereitung des Maulwurfkuchens an. Ich überließ ihm die Küche und wollte eigentlich im Bad verschwinden, aber es kam mal wieder ganz anders. Erst klingelte mein Telefon, dann klingelte gleich nochmal das Telefon und dann klingelte mein Nachbar und dann klingelte noch ein später Besucher. Ratzfatz war es 22.00 Uhr und der Tag war rum.

Also minimierte ich meine Badezimmerpläne auf das Nötigste und beschränkte mich auf die übliche Reinigungsprozedur. Die ausgiebige Variante werde ich dann eben heute praktizieren. Küchendienst am Herd hat heute Herr S. aus P. und das lasse ich mir gerne gefallen, denn sonst koche ja ich immer. Kuchen haben wir nun in rauen Mengen, „Beffsteggs“ gibt’s auch noch zum Zwischendurchessen und wenn jetzt hier noch einer hungert, dann ist er/sie selbst schuld, denn der Kühlschrank platzt aus allen Nähten und unter’m Bett lauert der Maulwurfkuchen, allerdings wird der bewacht. Das Korrekturlesen fällt heute aus, denn es kann sich nur noch um Minuten handeln, bis die Männer wach werden und mich wieder in Beschlag nehmen. Wer also Rechtschreibe- oder Grammatikfehler findet, darf sie behalten… ;-)


Zwei Schneehasen und ein armes, schwarzes, furchtbar krankes Katerchen…

12. Januar 2009

schneeflockeDas Wochenende war sowas von zu kurz, aber ich möchte behaupten, dass wir jeden Moment optimal ausgenutzt haben. Der Freitag begann ruhig und Sohnemann verabschiedete sich in seinen Wochenendurlaub zu Oma/Papa. Frau N. aus P. lag längst in den Federn, als der Spätschichtler sich unter die Decke mogelte. Man tauschte sich noch kurz aus, wie das kommende Wochenende aussehen könnte und irgendwann schlief man artig in den Samstag hinein. Die Sonne strahlte längst, als die zwei alten Leutchen ihre Augen öffneten und nach etlichen Dehn- und Streckübungen schälte man sich aus dem Bett, um den Tag mit einem gemeinschaftlichen Frühstück zu beginnen. Plangemäß sprang man danach zuerst unter die Dusche und danach in warme Wintersachen. Schnell noch den Hörnerschlitten von Sohnemann in den Kofferraum gepackt und auf nach Schöneck. Auch dort strahlte die Sonne aus Leibeskräften und der Skihang war mehr als gut besucht. Alles, was Beine hatte, war von Nah und Fern angereist, um sich mit Gejauchze in irgendeiner Form den Hang hinunterzustürzen.

Die erste Fahrt war äußerst vergnüglich, denn die zwei alten Leutchen saßen zwar auf ihrem Hörnerschlitten, der aber wiederum blieb alle paar Meter auf offener Fahrt liegen. Kichernd und gackernd mutmaßte Frau N. aus P., dass die zwei Piloten zu dick seien, was Herr S.aus P. energisch bestritt. Nur mit Zutun der unteren Extremitäten setzte sich das Gefährt wieder in Bewegung und so dauerte die erste Talfahrt länger als der anschließende Wiederaufstieg. Oben angekommen änderten die zwei Rennfahrer ihre Strategie und so nahm Frau N. aus P. fortan an der Spitze Platz, was nach zahlreichen weiteren Fahrten dann auch endlich zum Erfolg führte. Man/frau hatte sich nämlich zum Ziel gesetzt, den unten befindlichen kleinen „Berg“ mit dem Schlitten zu erklimmen und auf dem „Gipfel“ oder sogar nach dessen Überquerung zum Stehen zu kommen. Nach einer Handvoll Tempos zwecks tropfender Nase, zwei leckeren Aufwärmgetränken und einer Portion Wiener mit Senf gelang das sogar und man trat nach einigen Stunden wunderbar durchgefroren und zufrieden lächelnd die Heimreise an, wo die beiden Schlittenfahrer mit Fingerfood und DVD ihren Samstag ausklingen ließen.

In der Zwischenzeit plagte Sohnemann ein Fieberschub und so kam es, dass ich den jungen Mann vorzeitig nach Hause holte, da er den Wunsch äußerte, in sein eigenes Bett zu wollen. Da der Spössling keinerlei Nahrung zu sich nehmen wollte, rief ich kurzerhand die nahrungstechnische Narrenfreiheit aus, was sich als äußerst effizient herausstellte, denn so füllte sich der Magen des kleinen Patienten rasch mit den verschiedensten Speisen, um wenigstens dafür Sorge zu tragen, dass die verabreichten Medikamente nicht im nüchternen Magen landen. Zwischen Kuchen, Keksen, Tee und Nudelauflauf schlief Herr N. aus P. irgendwann versehentlich ein und schläft sich seither gesund. Nachhher werden wir zum Arzt fahren, denn in der kleinen Hühnerbrust kündigt sich ein bellender Husten an, der behandelt werden sollte. Das Fieber haben wir im Griff und die aufkeimende Tropfnase stellen wir mit handelsüblichen Tempos ruhig. Die beiden verbliebenen Couchkartoffeln ließen sich mit Schöffi und Pomelo gemütlich auf dem Sofa nieder und schauten sich zuerst „Sieben Leben“ und danach noch fix „Transporter 3“ an. Der erste Film ist recht langatmig, anfangs eher verwirrend und die Geduld des Zuschauers wird auch eine wirklich harte Probe gestellt. Insgesamt hatte ich mehr erwartet, aber ich habe durchaus schon schlechtere Filme gesehen. Der zweite Film war selbstredend actiongeladen, voller hinrissiger Stunts, gespickt mit jeder Menge Pseudocoolness und Frau N. aus P. griff beherzt in die „Ja, nee is’ klar“-Kiste, denn wer parkt sein Auto schon auf einem Zug und dann überflüssigerweise auch noch im Zug. Brauchen wir gar nicht drüber reden, wie glaubwürdig all diese Aktionen rüberkamen, aber warum nicht auch mal einen typischen Männerfilm anschauen…

Alles in allem war das Wochenende lustig, ruhig, ausgeglichen, bewegungsreich und trotzdem auch sehr entspannend. Ich hab’s genossen und lasse meine Leser weiterhin im Unklaren, was wir noch so alles getan und nicht getan haben, denn das bleibt unser schmutziges Geheimnis… Aber ich verrate Euch, dass es großen Spaß gemacht hat und ich werd’s immer und immer und immer wieder tun. Ätsch…!!!


Auf nach Schöneck…

10. Januar 2009

Schlittenfaaahn… :-D


Endlich Freitag…

8. Januar 2009

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Im Moment bin ich etwas schreibfaul, ich geb’s ja zu. Zwar gäbe es durchaus Stoff zum Schreiben, aber irgendwie wuppt es zur Zeit nicht so recht mit der Schreiberei. Morgens komm’ ich nur schwer aus den Federn, was wohl am Schlafmangel liegt, der wiederum mit dem Schichtbetrieb anderer Leute in Zusammenhang steht. Vor nachts 2.00-3.00 Uhr kam ich die ganze Woche nicht ins Bett und gestern wurde es sogar 3.30 Uhr und Frau N. aus P. schaffte es mit letzter Kraft zur Couch, wo sie dann die verbleibenden zwei Stunden bis zum Weckerklingeln gegen den Schlaf ankämpfte. Das Wochenende ist nun endlich greifbar und sofern uns nicht unvorhergesehenes Tauwetter überrascht, werden wir eventuell mit Schlitten im Gepäck nach Schöneck zum Rodeln fahren. Sohnemann verbringt sein Wochenende bei Oma/Papa und der „Rest“ wird sich die Zeit im Schnee vertreiben.

Rodeln, Ausschlafen und Genießen, mehr habe ich nicht vor, aber das wiederum bis zur Perfektion. Die Woche war recht hektisch und ich war ziemlich viel unterwegs. Behördengänge erledigen, Freunde besuchen, mit Sohnemann erneut zum Kieferorthopäden, Friseurbesuch mit Zwergzwerg und Abend für Abend mit dem Schlaf kämpfen, denn um Mitternacht war andernorts die Spätschicht vorbei und man unterhielt sich noch bis tief in die Nacht via Internet, weil für mehr keine Möglichkeit blieb. So verging die Woche schnell und doch irgendwie schleppend. Morgen Abend werde ich mich dann endlich zu normalen Zeiten in mein Bett legen können und sicher werde ich schon längst schlafen, wenn sich jener Spätschichtler hereinschleicht. Mein Fazit für diese Woche: Mittelschicht ist doof, zahnspangentechnisch großes Glück gehabt, Freunde sind was Großartiges und es herzelt und flattert nach wie vor und das ist gut so.

Liebe und Logik sind wie Sonne und Mond;
wenn das eine Gestirn aufgeht, geht das andere unter.


Mein Wochenende…

16. Dezember 2008

So, mit ein bisschen Verspätung folgt nun der Bericht vom vergangenen Wochenende und dem gestrigen Montag. Am Freitag Abend tuckerte ich nun in Richtung S. zwischen P. und S., um dort gemeinsam mit Frau F. das gigantöse Weihnachtsgeschenk für deren Liebsten aufzubauen. Der Laptop von F. brauchte auch dringend eine Wurmkur, was ich gleich am Freitag in Angriff nahm. Also raffte ich nahezu meine komplette Technik hier zusammen und stopfte alles in meinen Mädchenchrysler. Da ich mir zum Fahren nur ein paar Gucklöcher in den Schnee geschaufelt hatte und guten Mutes war, dass der Rest der endlich eingetroffenen Schneemassen sich während der Fahrt verabschieden würde, war meine Sicht anfangs stark eingeschränkt. Nun war ich auch nicht gerade in salonfähiger Kleidung – also eher in Gemütlichhosen, Wuschelpulli und Zauselhaaren – und beeilte mich zugegebenermaßen, schleunigst in mein Auto zu kommen.

Es hatte herrlich geschneit, wurde ja auch Zeit. Mit eigenem Laptop, externer Festplatte, gefühlten 482.000 CDs und 15 km Kabelsalat im Gepäck verließ ich die Ost und schielte mehr schlecht als recht über den Schneeberg auf meiner Motorhaube. Wie Frauen nunmal so sind, spekulierte ich darauf, dass genau dieser Schneeberg sich durch den Fahrtwind und auch die entstehende Wärme unter der Motorhaube früher oder später verflüchtigen würde. Dass dies reine Spekulation war, bestätigte sich spätestens in Mehlteuer, denn dort stieg Frau N. aus P. dann entnervt aus ihrem Mädchenchrysler und wollte in der Parktasche einer Bushaltestelle im Dunkeln dann die restlichen Schneemassen entfernen. Natüüürlich kam ausgerecnet in diesem Moment der Bus und ich musste fluchtartig die Parktasche verlassen. Meckernd und keifend suchte ich die nächstbeste Einmündung, was aber im Dunkeln und mit geschwächten Linsen meist in letzter Sekunde erfolgt und bei verschneiten Straßen nicht ganz ungefährlich ist.

Irgendwo bei Drochaus schlenkerte ich dann nochmal zu den Parkflächen vor ein paar Glascontainern und vollendete meinen Versuch, die Sicht nach vorn durch die endgültige Entfernung der nunmehr wirklich störenden Schneehügel zu verbessern. Meine Theorie war nicht ganz aufgegangen, typisch Weiber. Abgekämpft und trotzdem schon wieder kichernd kam ich bei Frau F. an und schleppte meinen ganzen Plunder in deren Hütte. Ein bisschen schnattern, ein bisschen Kaffee, ein bisschen zuviele Zigaretten und ein paar Stunden später war die grobe Arbeit am fremden Laptop erledigt und den Feinschliff hob ich mir für Samstag/Sonntag auf. Mit der sprichwörtlichen Kehrschaufel am Arsch kroch ich auf die niegelnagelneue Couch und sah mit den beiden Dorfheinis noch ein bisschen fern. So ziemlich gegen Mitternacht übermannte Frau F. dann doch noch ein Hüngerchen und so gab es mitten in der Nacht noch Farfalle mit dieser amerikanischen Tomatentunke und fein gekrümeltem Käse. Nein, kein Parmesankäse, sollte das unklar sein.

Geschlafen war dann fix und nach einer angenehmen Dusche machte ich mich morgens dann über die Feinheiten der Neuinstallation. Die seltsame Kaffeemaschine der Frau F. verweigerte mir den morgens unabdingbaren Kaffee, aber da besagte Frau F. mich in der Küche rumoren hörte, war selbige schnell zur Stelle und löste mein fundamentales Problemchen und kurz danach plätscherte mein geliebter Morgenkaffee durch sämtliche Herzkammern. Am frühen Nachmittag ordnete ich für das verliebte Pärchen einen kulinarischen Abstecher ins naheliegende Umland an und verordnete angesichts der dortigen Schneepracht auch noch den Bau eines ansehnlichen Schneemannes. Die Beiden leisteten artig Folge und Frau N. aus P. verabschiedete sich für einige Stunden ins benachbarte Ausland, um dort feinste Tabakwaren zu erstehen. Auf dem Hinweg organisierte ich noch schnell die Festplatte für den Laptop von Frau Mama, der hier auf seine Reparatur wartete und gönnte mir ein kleines Akustikschmankerl von den „Korn“-Jungens, welches ich auch gleich in den Player meines Gefährts stopfte, wo den Lautstärkeknopf unaufhörlich drückte.

Fröhlich gröhlend und beschwingt setzte ich meine kleine Reise fort und kurz vor Einbruch der Dunkelheit traf ich wieder in der ländlichen Idylle des Plauener Umlandes ein. Herr H. aus M. brach am frühen Abend zu seiner anstehenden Weihnachtsfeier auf und wir Mädels konnten nun endlich mit dem Aufbau seines Geschenkes beginnen. Es versteht sich von selbst, dass Frau F. mich nicht informierte, welches Werkzeug ich eventuell noch mitbringen könnte, weil sie vergessen hatte, den Akku ihres Schraubers zu laden und nur einen ausgeleierten Bit besaß. Also packten wir erstmal die 248 Kartons mit den darin befindlichen 7329 Beutelchen voller Schrauben und Unterlegscheiben aus. Mir kamen beim Anblick dieser Einzelteile fast die Tränen, ich schwör’s Euch. Die folgenden 4-5 Stunden verbrachten wir nun mit Lesen der Montageanleitung und dem Aufbau. Irgendwie blieben natürlich jede Menge Schrauben übrig, aber das Teil stand wie eine deutsche Eiche und wir vergnügten und mit der ersten Inbetriebnahme. Genaueres darf ich an dieser Stelle leider nicht verraten, da Herr H. aus M. ja auch gerne hier stöbert.

Am Sonntag Mittag dann trat ich die Heimreise an und stürzte mich auch gleich auf dem Mama-Laptop, der inzwischen wieder schnurrt wie ein Kätzchen. Fix ist er, funktioniert einwandfrei und Mama, Schwesterlein und Gatte/Papa freuen sich sicher, wenn der gute Klapperkasten endlich wieder im Saarland eintrifft. Endlich konnte ich meinen Saarländern auch mal was gutes tun, was mir sonst nicht so einfach mal möglich ist, da uns ja einige hundert Kilometer trennen.

Zu guter Letzt war ich nun gestern an einem ganz ungewöhnlichen Ort zum Kaffee eingeladen und möchte meine Bewunderung ausdrücken. In den letzten Jahren herrschte zwischen ihr und mir eigentlich fast komplette Funkstille. Zwar verbinden uns enorm viele Kindheits- und Jugenderinnerungen, aber persönliche Entwicklungen und Meinungsverschiedenheiten führten vor einigen Jahren dazu, dass sich unsere Wege konsequent trennten. Böse Worte und ebenso böse Blicke waren die Folge und so war keiner wirklich traurig darüber, dass der Kontakt abbrach. Vor einiger Zeit entstand nun wieder vorsichtiger Umgang, nicht zuletzt durch das Internet und gemeinsam besuchte Plattformen. Einer Bemerkung meinerseits bezüglich Silvester folgte ihrerseits eine völlig unerwartete Einladung und ich wiederum schlug einen Kaffeeplausch vor, der so vollkommen unerwartet angenehm verlief. Nach Jahren des Schweigens saßen die beiden Frauen an einem Tisch, die sich in den vergangenen (fast) acht Jahren (!!!) mit dem sprichwörtlichen Arsch nicht ansahen. Ich bin ein äußerst nachtragender Mensch und bin einigermaßen beschämt, dass die Gegenseite das nicht zu sein scheint.

Gestern nun tratschten und lachten wir erstaunlich entspannt und tranken ordentlich viel Kaffee. Ich durfte einen Blick in die heiligen Hallen werfen und den heimischen Hund wurschteln. Ich danke Dir sehr für diese Einladung und spreche Dir hier an dieser Stelle offen meine Hochachtung vor Deiner Gutmütigkeit aus, denn Du bist weniger nachtragend als ich und kannst offenbar sehr viel schneller über Deinen Schatten springen. Es war schön, über Erinnerungen sprechen zu können und mir gefällt das dunkle Laminat in Deinem Wohnzimmer über alle Maßen. Gnihihi… Ich sehe, dass Du Dich in den letzten Jahren sichtbar weiterentwickelt hast und bin in hohem Maße erstaunt, dass das gestern so passiert ist. Wir unterscheiden uns nach wie vor enorm und trotzdem fand ich es wirklich toll, wie leicht Dir dieser Schritt zu fallen schien. Ich fuhr mit gemischten Gefühlen in Deine Richtung und habe rein gar nichts erwartet. Wer nichts erwartet, kann bekanntermaßen nicht enttäuscht werden. Ich als alter Skeptiker betrat nun recht zaghaft Dein Heim und wurde herzlich empfangen und meine anfängliche Scheu legte sich nach einigem Zögern. Danke nochmal, ich bin immer noch ziemlich überrascht, denn ich hatte mit allem gerechnet, nur nicht damit…


Wochenende in S. zwischen P. und S. …

12. Dezember 2008

Liebe Mädels, in einigen Stunden werde ich mich in Richtung von Frau F. verabschieden und dort den Großteil meines Wochenendes verbringen. Wir werden Weihnachtsgeschenke zusammenbauen, Laptops wieder in Ordnung bringen und wir werden wie immer sehr viel lachen und sehr viel reden. Ich wünsche allen Lesern ein schönes und wunderbar verschneites Wochenende und tauche am Montag in alter Frische wieder auf – versprochen…


Und jede Woche mit dem gleichen Fleiße immer an die gleiche Scheiße…

24. November 2008

Es war, wie so oft, viel zu kurz und ging wie im Flug vorbei – das Wochenende. Auf dem Friedhof war ich gestern, aber sämtliche Blumengeschäfte der Umgebung waren bereits geschlossen, obwohl zum Totensonntag enorm großer Besucheransturm auf dem Friedhof herrschte. Da ich aber noch nie mit leeren Händen bei meiner Oma war, werde ich in den nächsten Tagen noch einmal zum Grab gehen und meine weiße Rose dort hinterlassen. Es ärgert mich ungemein, dass ich gestern das Gefühl hatte, unverrichteter Dinge wieder gehen zu müssen. Das hole ich nach, sonst fühlt es sich so unvollkommen an. Die Menschenmassen zwischen all den Gräbern störten mich etwas, das muss ich zugeben. Normalerweise ist es wunderbar still dort oben, aber gestern war diese Ruhestätte komplett übervölkert. Die Parkplatzsuche gestaltete sich schwieriger als sonst und auf den sonst so ruhigen Wegen hörte man lautes Geplapper, Stimmengewirr und hektisches Treiben.

Um mich von all den trüben Gedanken der vergangenen Tage etwas abzulenken, werde ich heute damit beginnen, meine Weihnachtssachen hervorzukramen, mein Bett frisch zu beziehen und hier überall etwas vorweihnachtliche Atmosphäre zu schaffen, denn Sohnemann mag das sehr sehr gerne. Es wurden für die kommenden beiden Tage erneut Schneefälle angekündigt, allerdings werde ich diesmal weniger euphorisch darauf warten. Bisher schlägt der Winter einen weiträumigen Bogen um unsere Region, was mich wirklich sehr enttäuscht. Ja, ich weiß, noch ist kalendarisch gesehen kein Winter, aber wenn Wintereinbrüche angekündigt werden, dann doch bitte ordentlich. In der heutigen Onlineausgabe der Bild-Zeitung wurden die Prognosen für eine weiße Weihnacht angekündigt, welche für unsere Gegend äußerst ernüchternd aussieht. Für Plauen wurden lächerliche 15% Wahrscheinlichkeit vorausgesagt.

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Saufen wie die Großen…

16. November 2008

So, es ist soweit. Vorgestern war ich bei Frau F. aus S. zwischen P. und S.. Geplant waren ein ruhiger Abend mit leckerem Essen und vielleicht einem guten Film. Auf dem Hinweg organisierte ich noch ein bisschen was Süffiges und düste in die ländliche Einöde. Dort angekommen begann Frau F. auch recht bald mit der Zubereitung des geplanten Essens und Herr H. aus M. und ich amüsierten uns einstweilen prächtig über Frau F.s Bastelleidenschaft, die sie gekonnt in die Zubereitung einfließen ließ. Das Mahl mundete hervorragend und wir lobten die Köchin über den grünen Klee. Da ich für Frau F. obendrein auch einen DVD-Player im Gepäck hatte, suchten wir uns einen guten Streifen aus und machten es uns mit vollgefutterten Bäuchen vor der Glotze gemütlich.

Der Film war irgendwann auch vorbei und Frau N. aus P. hatte die Hälfte verschlafen – was sonst. Nun trug es sich zu, dass Herr H. aus M. zu später Stunde noch einmal das Haus verließ und Frau F. übermütig zur Flasche griff. Drei Flaschen Saure Kirsche warteten auf ihren Verzehr, doch Frau N. verspürte keinerlei Gelüste nach hochprozentigen Getränken und nippte lustlos an ihrem Gläschen. Frau F. allerdings beschloss kurzerhand, die ganze Flasche allein zu trinken. Nein, was sage ich, einzuatmen… In respektabler Geschwindigkeit leerte sie die ganze Flasche und man konnte zusehen, wie ihre Zunge schwerer, die Augen glasiger und die Muttersprache unverständlicher wurden. Irgendwann suchte sie im Stechschritt das Bad auf und von ihrem dritten (!!!) Besuch dort kehrte sie nicht zurück. Als ich vorsichtig nachschaute, was dort drinnen wohl treibe, bot sich folgender Anblick.

Videos folgen… Für besorgte Mitleser darf ich anmerken, dass Frau F. ihr Einverständnis zur Veröffentlichung sämtlichen Bildmaterials erteilt hat. Die Bilder können nur einen minimalen Eindruck des Spaßfaktors wiedergeben, der den verbliebenen Zaungäste an diesem Abend zuteil wurde… :-D

Nachtrag: Auch wenn Frau F. der Veröffentlichung zugestimmt hat und sogar die Videos zur allgemeinen Belustigung hier stehen lassen wollte, habe ich mich jetzt entschlossen, das gesamte Bildmaterial unter Verschluss zu halten. Die Bilder habe ich in einem gesonderten und geschützten Artikel für sie zugänglich gelassen, die Videos habe ich komplett entfernt. Irgendwie hatte ich etwas Magendrücken dabei und habe das jetzt ohne Rücksprache so entschieden.

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Samstag in der Ost…

15. November 2008

satc

Nachdem ich den gestrigen Abend in S. zwischen P. und S. bei Frau F. verbracht habe und gelinde gesagt Tränen gelacht habe, entschied ich mich heute kurzerhand für einen sehr entspannten und absolut femininen Abend. Eigentlich bevorzuge ich ja die Sorte Filme, bei denen angemessen viel Gänsehaut entsteht, aber heute wollte ich endlich den Film des vergangenen Sommers sehen, der mir glatt durch die Lappen gegangen war – „Sex and the City“. Wer diese Kultserie kennt und liebt, muss diesen Film auch sehen, nicht wahr? Also machte ich auf dem Rückweg von Frau F. einen Zwischenstop beim nahegelegenen DVD-Dealer meines Vertrauens und besorgte mir das Frauen-Must-Have des Jahres. Noch eine große Tüte Cashewkerne dazu und fix nach Hause…

Mädels, der Film entspricht ganz den Erwartungen, spart nicht an den altbekannten Storys, nur eben hübsch in Spielfilmlänge verpackt und auch diesmal nicht ohne Happy End. Ich verrate nichts, schaut Euch den Film an und legt ein paar Tempos bereit – nur für den Notfall. Wer sich kürzlich getrennt hat, wird vielleicht den einen oder anderen Seitenhieb kassieren müssen und wem seine beste Freundin abhanden gekommen ist, der wird sicher jene Drehbuchautoren verfluchen, die das Thema Frauenfreundschaft so wunderbar aufbereitet haben. Alles in allem ein wirklich schöner Film, der meinetwegen noch weitere vier Stunden hätte dauern dürfen. Der perfekte Streifen für einen schönen Weiberabend mit Prosecco und Plüschpantoffeln – einfach wunderbar. Und wer schon mal testen will, welcher SATC-Typ er/sie ist, kann das hier tun.

Und für meine treuen Mädels, die über die kurzweilige Schließung meines Blogs so enttäuscht waren, gibt es morgen ganz außergewöhnliche Bilder von einem eigentlich gar nicht so außergewöhnlichen Abend – zumindest begann er ganz harmlos. Lasst Euch überraschen, es wird lustig…

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Geschützt: Leerlauf…

9. November 2008

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Geschützt: Extra für Frau F. aus S. zwischen P.und S.

8. November 2008

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Schockt total…

2. November 2008

 

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Frau F. aus S. zwischen P. und S. rief mich Ende letzter Woche an und unterrichtete mich, sie habe für mich „Saw IV“ ergattert, was mich überaus erfreute. Wir verabredeten einen DVD-Abend für den gestrigen Samstag und nun war es soweit. Vorsorglich hatte Frau F. noch einen weiteren Film im Gepäck und die Pressestimmen auf dem Cover prophezeiten uns ein grausames Spektakel ungeahnter Dimensionen. Als nunmehr kritische Gore- und Splatter-Liebhaber verspürten wir so etwas wie Vorfreude und meine Besucherin zauberte das perfekte Equipment für einen gepflegten Horrorabend aus ihrer Tasche. Da tauchten Chips auf, Popcorn zum selber machen, Laugengebäck und nicht zuletzt gigantische Negerküsse, für die sogar ich handgreiflich werde. Schnell noch mit dem Wochenendhund eine Runde Gassi und dann sollte es losgehen.

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Als erstes Stand „Saw IV“ auf dem Plan und mich plagte schon fast eine gewisse Sehnsucht nach der Fortsetzung der bereits drei gesehenen Streifen. Die Handlung glich selbstredend den vorangegangenen Filmen und variierte lediglich in der Methodik der Grausamkeiten, die sich Jigsaw für seine Gespielen ausgedacht hatte. Erwartungsgemäß fügte sich ein recht ansehnliches Horrorpuzzle zusammen, dessen Ablauf jedoch vorhersehbar war. Meines Erachtens wurde keine der bisherigen Fortsetzungen durch den Effekt des ersten Teils übertroffen. Alles in Allem jedoch darf auch dieser vierte Teil nicht in meiner Sammlung fehlen. Aber uns erwartete ja noch jener Film, der mir gänzlich unbekannt war. Titel und Cover sagten mir überhaupt nichts und so legte ich neugierig die DVD ein. Anfangs saßen wir noch gespannt auf der Couch und warteten auf die angekündigten Sequenzen, die uns das Blut in den Adern gefrieren lassen sollten. Es folgten leere Monologe, langatmige Dialoge und es passierte rein gar nichts.

Nach der Hälfte des Filmes sahen wir uns ein bisschen irritiert an und hofften, dass sich all die Grausamkeiten auf das letzte Drittel des Filmes verlagert hatten. Ich wage kaum zu beschreiben, was ich dachte, als der Abspann lief. Eingefleischten Horrorfans kann ich nur empfehlen, einen großen Bogen um diesen Streifen zu machen, denn er taugt allenfalls für einen gemütlichen Familiennachmittag. Merkt Euch das Cover, damit Ihr wisst, welchen Film Ihr auf keinen Fall ansehen solltet. Wir glaubten sogar für einen Moment lang, dass die falsche DVD im Cover verkauft wurde. Verstört und enorm unbefriedigt suchte ich im Internet nach Kritiken zum Film und wurde fündig. Aber lest selbst. Übrigens wurden sämtliche Szenen raus geschnitten, die dem Film die Genre-Berechtigung „Horrorfilm“ verliehen hätten. Was auf den lächerlichen fünf Bildern zu sehen ist, fehlte im Film gänzlich.

Also warten wir weiter gespannt auf den fünften Teil der „Saw“-Reihe und dürfen gespannt sein, wie es John Kramer alias Jigsaw schafft, seine Spiele trotz seines Ablebens im dritten Teil fortsetzt. Auch diese DVD werde ich mir beschaffen und freue mich schon jetzt unbeschreiblich auf diese anderthalb Stunden. Ansonsten verläuft das Wochenende ganz nach Plan. Das Hundekind hält mich/uns auf Trab und schleicht sich trotz seines kindlich-ungestümen Temperaments in aller Leute Herzen. Niemand kann so herzerweichend gucken wie er. Am Dienstag aber kehrt hier wieder Ruhe ein und ich muss zugeben, dass mir diese Ruhe ein klein wenig fehlt. Nein, sie fehlt mir gewaltig, wenn ich ehrlich bin, auch wenn der kleine Racker wirklich süß ist. Die Harmonie, die ich mit meiner schwarzen Flauschi-Pupse hier sonst lebe, ist durch nichts und niemanden zu ersetzen. Also dann, einen schönen Sonntag Euch allen…


Heimweh…

31. Oktober 2008

Nach etlichen Spaziergängen und zahlreichen Streicheleinheiten gewinne ich den Eindruck, dass mein Wochenendpflegehund schlimmes Heimweh plagt. Er möchte nicht wirklich spazieren gehen, mag lieber zuhause sein und fühlt sich draußen nicht wirklich wohl. Aber hier in der Wohnung scheint der kleine Knotenfurz glücklich und zufrieden zu sein. Wenigstens etwas…

Wir halten Euch auf dem Laufenden…


Ein Sack voller Flöhe…

31. Oktober 2008

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Der kleine schwarze Herzensbrecher nimmt unsere ganze Zeit in Anspruch (deshalb der Vergleich mit den Flöhen, die er natürlich nicht hat). Die Beiträge werden bis Dienstag also immer recht kurz. Ich fasse schnell zusammen:

  • gestern den Knollo abgeholt
  • große Runde Auto gefahren (war echt lustig)
  • Besuch im Studio
  • kleine Runde Gassi
  • Übergangszuhause beschnuppern
  • große Runde Gassi (is’ ja wohl wie Zeitunglesen)
  • Schlafanzug anziehen und schlafen gehen
  • sich nachts vom Fußende bis hoch zum Kissen schummeln
  • morgens mit Pflegemuttern das Kissen teilen (unerlaubt)
  • Morgenzeitung lesen (Gassi gehen)

Männerbesuch…

29. Oktober 2008

Gestern ergab es sich überraschend, dass ich mein kinderfreies Wochenende aller Wahrscheinlichkeit nach nicht allein verbringe. Tue ich ja sonst auch nie, da zumindest immer der schwarze Katzenpups hier bei mir ist. Hin und wieder habe ich Besuch, nette Gäste, ja, aber am kommenden Wochenende habe ich ganz besonderen Männerbesuch. Und ich muss gestehen, er ist äußerst attraktiv. Er hat rabenschwarzes Haar, betörende Moccaaugen, ist von kräftiger Statur, ein bisschen verspielt und ein Charmeur, der seinesgleichen sucht. Er ist treu und seine Augen lassen jede Frau in der Unendlichkeit versinken. Er ist kein Mann großer Worte und er liebt lange Spaziergänge in den Sonnenuntergang. Er ist zärtlich und wild, er beherrscht die leisen und die kraftvollen Tonlagen und er folgt mir auf Schritt und Tritt, geht jeden noch so steinigen Weg mit mir.

Wer jetzt vor Neid erblasst, hat allen Grund dazu denn, dieser Mann wird von Donnerstag bis Dienstag nicht von meiner Seite weichen – ein verlängertes Wochenende in absoluter Zweisamkeit. Wir werden die Tage und Nächte zusammen verbringen, werden zusammen essen und trinken, wir werden jede freie Minute beieinander sein und wir werden die Hände nicht voneinander lassen können. Er ist ein Exot, Rasse und Klasse perfekt vereint. Er ist noch nicht ganz erwachsen, aber eines Tages ist er ein großer und sehr starker Mann, ohne Zweifel. Noch sitzt ihm der Schalk im Nacken, aber wir Frauen mögen ja wilde Kerle und ein bisschen verspielt sind wir Frauen doch auch immer, nicht wahr? Ihr seid schon ganz gelb vor Neid? Zu Recht…!!! Ich zeig’ Euch diesen Mann. Aber nur gucken, nicht anfassen…!!!

Lucky


Aufbauhilfe…

26. Oktober 2008

Ich habe Kopfweh und bin etwas müde, was wohl in erster Linie an den Kopfschmerzen liegt. Zum Frühstück gab’s also einen frischen Kaffee mit viel Milch und zwei ebenso frische Aspirin. Langsam wird der große Hammer im Kopf etwas kleiner und ich blogge heute mit ein klein wenig Verspätung. Zwar bin ich an diesen Beschwerden selbst schuld, aber ein bisschen wird frau ja wohl jammern dürfen. Der Wohnzimmertisch ist von den Spuren der gestrigen Nasch- und Nikotinorgie befreit und ich schwöre Euch, dass ich mich sofort wieder in die Waagerechte begebe, wenn ich hier fertig bin.

Gestern habe ich mich als aktiver Aufbauhelfer versucht, denn Frau F. aus S. zwischen P. und S. leidet im Moment die gleichen Höllenqualen, die ich erst kürzlich erleiden musste. Wie ich damals auch kann sie im Augenblich nicht gut alleine sein. Muss sie auch nicht, denn wozu hat man denn Freunde. Zwar sitzt man ob der besten Vorsätze jedes einzelne Mal total machtlos daneben, aber allein zu sein, wäre wohl noch schlimmer für sie. Mit Unterstützung von Gummibärchen, Lebkuchen, Minischokolade und viel zu vielen Zigaretten versuchte ich, den Schmerz etwas zu lindern, was natürlich nicht immer gelingen will, da dieser altbekannte Schmerz so übermachtig ist, dass man/frau so manches Mal glaubt, daran zugrunde zu gehen.

Am Nachmittag also meldete sich besagte Frau F. nun an, nachdem sie mir eine neue Bekanntschaft vorgestellt hat. Nach einem schnellen Kaffee und einem kurzen Weiberklatsch beschlossen wir, den Abend bei jenem Film zu verbringen, den ich bereits am Vortag auf die Programmliste gesetzt habe. Den ganzen Tag war ich schon in freudiger Erwartung, endlich diesen Film ansehen zu können. Am frühen Abend dann war es soweit. Nachdem wir fix Sohnemanns Fernseher auf das neue Regal bugsiert hatten, legte ich die DVD ein und war gespannt. Frau F. war emotional stark angeschlagen und saß wie ein Häufchen Elend auf meinem Sofa. Der Film lief an und nach einem recht langweiligen Start floss dann auch endlich Theaterblut und dann passierte etwas, was auch nur mir passieren kann – der Film brach ab und war nur zur Hälfte gebrannt. Ich saß fassungslos da und glaubte das alles nicht. Den gesamten Tag hatte ich mich gefreut und nun das. Ich gebe jetzt auch nicht all die Schimpfworte wieder, die mir in diesem Moment rausrutschten.

Nach einigen herzhaften Flüchen beschloss ich, zu später Stunde nochmal in den nahegelegenen Supermarkt zu fahren und dort „Saw IV“ zu organisieren, den ich dort vor einer Woche bereits horrorverliebt durch meine Hände gleiten ließ, aber zu geizig war, mir diesen Film zu gönnen. Ich nahm noch fix die Bestellung von Frau F. auf und raste los. Ich wusste noch genau, wo der Film im Supermarkt zu finden war und rannte regelrecht zum Regal. Dort angekommen suchte ich schon fast panisch nach der DVD und stellte schockiert fest, dass mir andere Menschen zuvorgekommen waren. Lediglich Teil I und II waren noch zu finden. Und nu…??? Ah ja, da wäre ja noch dieser halbe Film, den ich eigentlich gerne vollständig sehen würde. Also wühlte ich weiter und wurde auch fündig. Im Vorbeigehen schnappte ich noch eine Dosis Schokolade für Frau F., eine Portion Waschmittel, ein paar Lebkuchen, Trockenfutter für die Mietzekatz’, etwas schnelles für den Backofen und den leeren Magen von Frau F. und ihre orangefarbenen Zigaretten – an dieser Stelle grüße ich Herrn H., der die Farbe Orange nicht klar definieren kann… ;-)

Mit überhöhter Geschwindigkeit fuhr ich zurück nach Hause und hastete die Stufen nach oben. Etwas außer Atem verfluchte ich noch einmal meine Unentschlossenheit von letzter Woche und hielt mit schwachem Triumph meinen Ersatzfilm in die Höhe. Schnell die beiden Pizzen in den Ofen geschoben und alle Einkäufe ausgeräumt, warteten wir mittlerweile doch recht hungrig auf das Klingeln der Eieruhr. Besagte Eieruhr hatte sich aber offenbar längst ins Wochenende verabschiedet und klingelte einfach mal nicht. „Ich glaub’, die Pizza verbrennt grad…“ bemerkte Frau F. irgendwann und ich rannte in die Küche. Glück gehabt, die Pizza sah noch essbar aus und ich nahm sie vorsorglich aus dem Ofen. Geschnippelt und auf einem Brettchen reichte ich Frau F. ihr Abendmahl und kaum hatte ich ihr den Rücken gekehrt, passierte das Unglaubliche – meine Frau Mama hatte meine Nummer gewählt und mein schlechtes Tochtergewissen regte sich, denn ich rufe sie viel zu selten an. Also zog ich mehr oder minder freiwillig das schwere Los, die nächsten 56 Mintuen (!!!) mit ihr zu telefonieren. Der aktuell laufende Film – Full Metal Jacket – lief nebenher und da ich den Film schon unzählige Male gesehen hatte, war es nicht weiter tragisch, dass auch bei diesem Film die zweite Hälfte auf Mutterns Konto ging. Ich hatte ein Déjà-vu und aus Verzweiflung fing auch Frau F. irgendwann an zu telefonieren.

Als wir die Handys von den Ohren kriegten, legte ich endlich wieder „Hostel“ ein – die vollständige Kaufversion. Viel Blut, viel Geräusche, viel Geschrei und brechreizverdächtige Sequenzen erfreuten mein Herzelein. Insgesamt eine zwar platte Handlung und nicht besonders anspruchsvoll, aber durchaus empfehlenswert, wenn man ohnehin einen Besuch zur Toilettenkeramik plant. Ob man nun drauf sitzt oder davor kniet, spielt dann keine Rolle mehr. Der Film endete relativ unspektakulär und wir setzten unsere trennungsspezifische Konversation unter kontinuierlichem Nikotingenuss fort. Geholfen hat es gegen den Schmerz sicherlich nicht wirklich, aber alleine sein, wäre noch unerträglicher für F.-chen gewesen. Nach Mitternacht dann verabschiedete sie sich bedrückt, aber satt… Ich hingegen legte mich auf mein Sofa und wollte noch ein bisschen seichte Fersehunterhaltung genießen. Wie gesagt, wollte…

Beim Wollen ist es geblieben und heute Morgen wachte ich mit sauer verdienten Kopfschmerzen auf, denn zuviel Nikotin gepaart mit Liebeskummer – wenn auch nicht der eigene – hinterlässt innen und außen Spuren. Aber wir sind ja nicht aus Zucker und halten uns für weitere unzählige Nächte dieser Art bereit, mein liebes F.-chen. Versprochen…!!!


Kinosaal 1, erste Reihe bitte und eine große Tüte Popcorn!!!

25. Oktober 2008

Final Destination 3 - FSK 16Mein Filmabend gestern verlief wider Erwartens ungestört, was bei ausgeschaltetem Handy erfolgversprechend war. Gestern auf der hauseigenen Filmliste standen „Final Destination III“ und „Hostel“. Ersteren Film schob ich schon gegen 20.00 Uhr in den DVD-Player und ließ die Heimkinoanlage in ohrenbetäubender Lautstärke die Soundeffekte durchs Wohnzimmer surrounden. Wie auch schon in den ersten beiden Teilen gab es viele schreckliche Unfälle, jede Menge Theaterblut, ordentliche Matsch- und Quetschgeräusche und natürlich schreiende und entsetzte Darsteller. Es wurde jede der sechs Boxen im Raum beansprucht und mein Filmherz war äußerst befriedigt. Die Story des Film glich erwartungsgemäß den vorangegangenen Teilen und wurde insgesamt durch Heftigkeit und die Extreme der vorauszusehenden Unglücksfälle aufgefrischt. Wer die ersten beiden Teile kennt, wird bei diesem Dritten nicht sonderlich überrascht sein, es wurden lediglich die Effekte verschärft. Nichts desto trotz gefiel mir der Film recht gut, schafft es aber dennoch nicht in meine persönliche Top Ten der richtig guten Schocker. Alles in Allem ein unterhaltsamer Film und durchaus für einen DVD-Abend geeignet.

Frau N. aus P. hatte ja vorsorglich schon sehr früh ihren Filmabend begonnen, schaffte aber den zweiten geplanten Film dann doch nicht, weil die einsetzende Müdigkeit ihren Tribut forderte. Nachdem sie sich prophylaktisch durchs laufende Abendprogramm zappte, ausgiebig gähnte und reckte, beschloss sie, den zweiten Film auf den heutigen Samstagabend zu verlegen und ist schon sehr gespannt, was dieser Streifen zu bieten hat. Die beiden erwähnten Filme dümpeln nun schon mehrere Jahre ungesehen in meiner Filmbibliothek herum, da mir immer die Zeit oder die Muse fehlte, sie anzusehen. Gestern nun fiel mir beim Stöbern nach einer halben Ewigkeit diese Doppel-DVD in die Hände und ich freute mich diebisch, dass ich nun doch etwas schauen kann, was mir bisher unbekannt ist. Das erhöhte den Spaßfaktor um ein Vielfaches und ich werde mir für heute Abend ordentlich Popcorn o.ä. beschaffen.

Hostel PosterHeute Abend steht dann also „Hostel“ auf dem Programm und ich bin sehr neugierig, inwiefern dieser Film meinen Ansprüchen genügt. Von Freunden und Bekannten als „schrecklich und grausam“ angepriesen, erwarte ich leider zumeist mehr, als der Großteil der auserwählten Streifen zu bieten hat. Bereits beim letzten Streifzug durch die Filmabteilung fasste ich die DVD-Version von „Saw IV“ ins Auge und werde mir genau diesen Film aus sammlertechnischen Gründen dann wahrscheinlich auch heute gönnen, da bereits die anderen drei Teile in meiner Sammlung zu finden sind. Also muss dort auch noch der Vierte hin, egal ob er nun gut oder schlecht sein möge. Manches muss frau einfach haben und nicht alle Frauen sammeln Schuhe. Sollte mir „Hostel“ also wirklich zu dämlich sein, gibt es ab heute Abend voraussichtlich noch eine weitere Alternative für popcornfutternde Dachgeschossbewohner. Ich hoffe sehr, dass „Hostel“ sich nicht doch als trashiger B-Movie entpuppt und werde Euch selbstverständlich berichten, welchen Score er erreicht hat. Bei Nichtgefallen muss Jigsaw eben herhalten, denn diese Horrorreihe bereitet mir mit absoluter Verlässlichkeit immer wieder höchste Genüsse… ;-)

Sohnemann hatte sicher eine lustige und pädagogisch bedenklich lange Nacht, die ich ihm aber dennoch von Herzen gönne, da ich es wirklich großartig finde, dass er nach unserem Wegzug aus Mechel den Kontakt zu seinen beiden Kumpels hält und in regelmäßigen Abständen dort zu Gast sein darf. Normalerweise reißen Kontakte ja aufgrund von Entfernungen und geänderten Lebensumständen gerade in der Kindheit und Jugend gerne ab, doch diese Freundschaft ist ungebrochen und er fährt wirklich gerne zu den beiden Jungs aufs Land. Ich finde es zudem ausgesprochen putzig, wie sich die Jungs immer per Gangsta-Handschlag begrüßen, wenn er dort ankommt. Der alten Frau im Auto winken sie immer schüchtern zu und ich beneide die Mutter der beiden anderen Bengel kein Stück, wenn die Meute dann im Dreierpack bis zum Morgengrauen für Unruhe sorgt. Ich kenne den Ablauf jener Abende nur aus Sohnemanns Erzählungen, aber da ich schon von Haus aus kein typisches Muttertier bin, würde ich mir wohl auch nie im Leben freiwillig drei Jungen antun, die schwerstens mit dem Pubertätsvirus infiziert sind, wenn es nicht wirklich wirklich wirklich sein muss.

Heute Vormittag werde ich dann also einige Erledigungen und Einkäufe hinter mich bringen, mein kleines aber umso feineres Domizil putzen und aufpolieren und eventuell auch noch ein bisschen schlendern gehen. Putzen und einkaufen steht aber in jedem Fall auf dem Plan. Eventuell will Sohnemann auch aus Mechel abgeholt werden, also werde ich mich nachher vorsorglich schonmal salonfähig restaurieren und meinen Aufgabenzettel abarbeiten. Meiner Frau Kollegin wünsche ich einen einigermaßen ruhigen Arbeitstag und ein hoffentlich entspanntes Wochenende. Wir sehen uns am Dienstag, meine Gute… :-) Auch an Frau F. aus S. zwischen P. und S. gehen herzliche Grüße und ich erbitte ausführliche Berichterstattung über den gestrigen Abend – hauptsächlich die schmutzigen Details wecken meine typisch weibliche Neugier. Also lass mich bitte nicht über das normale Maß hinaus warten, ja? ;-)


An jedem verdammten Sonntag…

19. Oktober 2008

Seit mehr als einer Stunde bin ich schon wach. Gestern habe ich mir Ruhe gegönnt, viel Ruhe. Ich habe erst am späten Nachmittag das Haus verlassen und mit einer Freundin das nahegelegene Ausland unsicher gemacht. Bei einem Tässchen Kaffee haben wir geplaudert und herzlichst gelacht. Als ich sie am frühen Abend wieder zuhause absetzte, verspürte ich wieder einen dieser Arbeitsanfälle und wollte diesem auch ein Ventil verschaffen, also flitzte ich nochmal Richtung Baumarkt und war festen Willens, noch diverse Kleinigkeiten zu besorgen, damit ich hier noch etwas werkeln kann. Leider traf ich erst kurz nach Ladenschluss ein und stand dort vor verschlossenen Pforten. Enttäuscht und vollkommen demotiviert machte ich mich auf den Heimweg und stampfte missmutig die Stufen nach oben.

Der Abend war noch jung und ich beschloss, mir einen urgemütlichen Samstagabend zu bereiten. Freudig schlüpfte ich ganz unorthodox in meine bequeme Schlafanzughose, warf den Trockner nochmal an, damit mein watteweicher Bademantel wieder gebrauchsfertig wird und entschied kurzerhand, jede Menge leckeren Tee zu trinken. Ich suchte mir eine schöne große Tasse aus, stellte mir die duftende Teemischung bereit, setzte den Wasserkocher in Gang und fand mein verflixtes Tee-Ei nicht. Ich durchwühlte alle Schubladen und kam zu dem Schluss, dass ich besagtes (und einst so teures) Tee-Ei wohl offenbar beim Auspacken übersehen und mit den Kartons und dem Zeitungspapier entsorgt hatte.

Mist verfluchter… Ein paar Sekunden überlegte ich, wie ich nun meine Teemischung genießen solle und entschied mich dann kurzerhand für herkömmlichen Pfefferminztee. Trinke ich auch sehr gerne, so ganz ohne Zucker und Schnickschnack. Teetasse wurde auf dem Wohnzimmertisch plaziert und dann suchte ich mir einen richtig billigen Horrorfilm aus meinen Filmen aus, den ich so richtig schön im Dolbydigitalsound anlaufen ließ. Da saß ich nun, in Nachtbekleidung, mit Tee bewaffnet und einem mittelmäßigen aber wunderbar ekligen Horrorstreifen und freute mir ein zweites Loch in den Arsch. Ich fand es richtig gemütlich und genoss das über alle Maßen. Aus den Boxen kreischten entsetzte Darsteller, Blut spritzte, eklige Sequenzen noch und nöcher. Herrlich… So mag ich das.

Ja und dann klingelte fast genau nach der Hälfte des Filmes mein Telefon – meine Frau Mama. Wer sie kennt, weiß, dass man unter einer halben Stunde nicht mehr aus der Sache rauskommt. Anfangs versuchte ich noch, der Handlung meines Splattermovies zu folgen, aber Frau Mama wechselte die Themen derart schnellzüngig, dass ich keine andere Möglichkeit hatte, als mich auf all diese Themen im vorgegebenen Tempo einzulassen, wenn ich nicht den Eindruck erwecken wollte, dass ich desinteressiert sei. Zwar hatte ich auf ihre anfängliche Frage, was ich gerade schönes tue, wahrheitsgemäß geantwortet, aber das beeindruckte meine Frau Mama nicht im Geringsten.

Nach ca. 15 Minuten hatte ich bereits den Faden zur ohnehin anspruchslosen Handlung verloren, aber ich bedauerte zugegebenermaßen, dass mir die Schlüsselszenen durch die Lappen gingen. Irgendwann war der Film vorbei, irgendwann aktivierte sich der Bildschirmschoner des DVD-Players, weil ich keinerlei Knöpfe mehr drückte und meine Frau Mama schnatterte immer noch. Mein Gähnen zeigte keine Wirkung, obwohl ich das nicht mal spielen musste, denn mich überkam angesichts der Stille im Wohnzimmer etwas Müdigkeit. Mit Telefon am Ohr brühte ich mir noch einen Tee auf und schlurfte zurück zu meiner Couch. Frau Mama behandelte einstweilen hochgradig angeregt das Wetter im Saarland, die Ernte ihres Gartens, die Insolvenz vieler Geschäfte in der saarländischen Landeshauptstadt, den Kleiderbestand ihres Schrankes, diverse Zipperlein diverser Familienmitglieder, ihre neue Frisur und nicht zuletzt unzählige andere kleine Begebenheiten, die jede allein für sich Gesprächsstoff für mindestens 16 Telefonate hergegeben hätten.

Als sie mich dann in den Samstagabend entließ, schaute ich neugierig auf die Gesprächsdaueranzeige und war nicht unbedingt erstaunt, denn dort stand in erbarmungslos ehrlichen Zahlen, dass wir bzw. eigentlich nur sie 1:46 Stunden telefoniert hatten. Mein lieber Schieber, Respekt… Nun ja, der Film war alle und ich war inzwischen so müde, dass ich meine Stellung auf der Couch wechselte und im Liegen dem samstäglichen Fernsehprogramm folgte. Es dauerte natüüürlich auch nicht lange, bis mir in unmöglicher Haltung die Augen zufielen. Mist verdammter… Aber ich liebe meine Frau Mama trotzdem wie verrückt, ehrlich…

Und die Moral von der Geschicht’?

Geh’ während einem Horrorfilm ans Telefon nicht!!!

In diesem Sinne – einen wunderschönen Sonntag Euch allen…


Geschafft…

11. Oktober 2008

ortsschildTrotzdem ich gestern Abend äußerst früh schlafen gegangen bin, plagt mich immer noch die Müdigkeit. Auch der Kaffee neben mir scheint seine Wirkung heute zu verfehlen. Gegen 21.00 Uhr schon begab ich mich in die Waagerechte und schlief in Etappen bis kurz vor 7.00 Uhr. Ergo müsste ich eigentlich ausgeruht und fit sein, nicht wahr? Aber Fehlanzeige, ich bin einfach nur müde. Vielleicht werde ich auch krank, keine Ahnung. Fällig wäre zumindest mal wieder was, denn ich war schon auffallend lange gesund und in regelmäßigen Abständen werden wir alle von Viren und Infekten heimgesucht. Ach Mensch, kein Schimmer, ich will schlafen. Jetzt, ganz lange und richtig tief und fest…

Sohnemann ist beim Fußball und sein Vereinsleben erfordert leider auch von mir, samstags in aller Herrgottsfrüh aufzustehen, da er sein samstägliches Spiel absolvieren muss. Ich bin mir sicher, dass ihn das genauso nervt, aber eine Beschwerde seinerseits wäre ja paradox, da er freiwillig in diesem Verein spielt. Ich hingegen darf meckern, tue es aber nicht, denn ich stehe ja auch freiwillig auf. Er könnte sich durchaus selbst versorgen, aber das würde mein mütterliches Gewissen auf den Plan rufen und damit kann ich nur schlecht leben. Also schleichen wir alle beide missmutig und unausgeschlafen Samstag für Samstag durch die Wohnung und versuchen möglichst ausgeschlafen zu wirken. Ich bezweifle allerdings, dass speziell mir das wirklich gelingt. Wer steht schon gerne am Samstag zwischen 6.00-7.00 Uhr auf, wenn er nicht wirklich wirklich wirklich muss?!

Nachher muss ich noch den Wochenendeinkauf erledigen, was alles andere als motivierend auf mich einwirkt, denn ich hasse Einkäufe jeglicher Art. Nein, ich bin keine Shopping-Queen, ich kaufe Klamotten im Vorbeigehen, wenn mir der Preis attraktiv erscheint. Ich probiere auch nur widerwillig Sachen an, weil ich dieses An- und Aufziehen nervig finde. Und nein, ich flippe auch nicht vorm Kosmetikregal oder in Schuhgeschäften aus, denn zum einen schminke ich mich nie und zum anderen besitze ich weniger Schuhe als die Durchschnittsfrau, wobei ich auch über lediglich ein Paar eleganter Schuhe verfüge, die für Schulanfänge, Hochzeiten oder andere festliche Anlässe auf ihren Einsatz warten und zu diesem Zwecke dann auch fast nie geputzt sondern entstaubt werden müssen.

So Mädels, nun wird Frau N. aus P. mal ihren kuscheligen Bademantel gegen ein T-Shirt und ein Paar Jeans tauschen und Richtung Supermarkt starten, denn je länger ich den Einkauf hinauszögere, desto weniger Lust verspüre ich. Besonders heute beneide ich meine Kollegin kein bisschen um den Samstagsdienst, denn ich würde wahrscheinlich im Stehen beim Piercen einschlafen oder es den Faultieren im Gehege gleichtun und mich schlichtweg danebenhängen. Allerdings sähe das sicherlich nicht so drollig aus, wenn ich dann beim Hinübergleiten ins Reich der Träume vom Ast falle. Seltsamerweise passiert das diesen Tieren nie, was mich gerade zum Nachdenken anregt. Warum fallen die zwei Faulpelze nie runter? Schlafen sie denn nicht richtig?


Fertig für heute…

14. September 2008
  • Wäsche gewaschen
  • Katzenhütte gesäubert
  • Trockner geleert
  • Sohnemanns Bett aufgebaut
  • Toilettenpapierhalter angebracht
  • Nachtschränkchen ins neue Schlafzimmer gestellt
  • Verteiler endlich angeschlossen
  • drei Badschränkchen geschenkt bekommen (Danke M.)
  • Badmöbel gleich zur Wohnung gefahren und aufgestellt
  • Trockner nochmal befüllt und in Gang gesetzt
  • Elektrikerkumpel alarmiert, weil ich noch eine Steckdose in der Küche brauche

Das reicht für den eigentlich arbeitsfreien Sonntag. Zwischendurch Kaffeekränzchen mit S. und M., Couch und Küchentisch unvorhergesehen abgestaubt und auf dem Rückweg gleich nochmal überprüft, ob wir das auch stellen können – klappt. Alles in allem war der Tag etwas ruhiger als die vorangegangenen Tage, aber das ist nur die Ruhe vor dem Sturm, denn die vor uns liegende Woche wird nochmal richtig stressig. Zu erledigen wäre noch:

  • Kleiderschrank aufbauen
  • Küche abbauen
  • Kabelanschluss in Kinderzimmer und Schlafzimmer installieren
  • Steckdose in Küche installieren
  • Kieferorthopäde am Donnerstag
  • Termin bei Behörde am Mittwoch
  • verbliebene Sachen verpacken und eintüten
  • Samstag Umzug :-)

Es werden aber darüber hinaus noch jede Menge andere Dinge anfallen, die mir den letzten Nerv rauben, da bin ich mir gaaanz sicher…


Der letzte Sonntag…

14. September 2008

Sehnsüchtig habe ich ihn erwartet und nun ist er da – der letzte Sonntagmorgen hier in dieser Wohnung. Müde aber nicht weniger motiviert als gestern bin ich gegen 6.30 Uhr aufgestanden und habe mir für heute zum Ziel gesetzt, zusammen mit Sohnemann in die neue Wohnung zu fahren und dort sein Hochbett aufzustellen. Die Einzelteile befinden sich schon drüben, nur zusammengebaut ist es noch nicht. Letzten Sonntag habe ich dort bereits ganz allein mein Bett montiert, also kriegen wir das heute auch alleine hin, denke ich. Ich habe während der letzten Tage bewusst niemanden um Hilfe gebeten, da der kommende Samstag meinen Helfern wahrscheinlich alles an Kraft und Energie abverlangt, was menschenmöglich ist, denn immerhin ziehen wir ins Dachgeschoss. Die Schlepperei unters Dach kostet jede Menge Schweiß und macht ganz sicher Muskelkater bis zum umfallen, also bewältigen wir weitestgehend alles im Alleingang. Noch immer habe ich offenbar Reserven und die nutze ich aus, Tag für Tag. Die Jalousien nehme ich heute ab, nur bei Sohni bleiben sie bis Freitag dran. Ich möchte auch so einiges an Kleinkram schon mit rüber nehmen.

Auf jeden Fall muss meine blau leuchtende Nachtlampe mit und einige Verteiler, damit es am und unterm Bett endlich wieder blau leuchtet. Installiert habe ich alles, aber das Kabel ist zu kurz. Am liebsten würde ich auch gleich mit Bohrmaschine und Leiter bewaffnet meine hübschen Holzjalousien drüben am Logia-Fenster montieren, aber sonntags darf man ja nicht bohren und ich will’s mir nicht schon vor dem Einzug mit den neuen Nachbarn verscherzen. Ich bin ja schon froh, dass im neuen Haus überwiegend junge Menschen wohnen, denn hier im alten Haus gibt es nur komische Leute, bei denen das höfliche Lächeln schon schwer fällt. Überhaupt ist das Leben in der guten alten Gartenstadt nicht mehr das, was es einmal war. In Kindertagen kannte ich hier jedes Gesicht und man lebte hier wie in einer kleinen eigenständigen Stadt. Es war einfach schöner als anderswo und man lächelte sich zu, wenn man sich begegnete. Man kannte sich halt und Nachbarschaft war etwas tolles hier. Diese Zeiten scheinen vorbei zu sein. Jeder schließt griesgrämig seine Tür hinter sich, keine nette Plauderei, kein unnötiges Lächeln, kein Leben mehr vor den Haustüren. Alles ist anders geworden, seit die Alteingesessenen hier kurz nach der Wende wegzogen. Schade…

Als ich vor 1½ Jahren hierher zurück zog, freute ich mich auf die guten alten Zeiten. Vereinzelt sieht man zwar noch einige der alten Bewohner, aber größtenteils sind hier nur noch zugezogene Leute und die verstehen nichts von den alten Gepflogenheiten in diesem Wohngebiet. Erst gestern erfuhr ich wieder etwas Neues über „mein“ Wohngebiet. Das Wohnen hier war in den Dreißiger Jahren nur Angehörigen der Wehrmacht vorbehalten, da diese Häuser damals neu und überaus modern ausgestattet waren. Zwar ist dies kein rühmlicher Gesichtspunkt, aber ich bin der Geschichte der Gartenstadt gegenüber sehr wissbegierig und lauschte mit Interesse den Ausführungen des Erzählers. Hier ist nun mal die Wiege meiner schönsten Kinderjahre, da meine Großeltern hier über 40 Jahre lebten. Meine erste Wohnung befand sich hier und im Laufe der Jahre schleppte ich meine Habseligkeiten in vier verschiedene Wohnungen innerhalb dieser Siedlung. Nun verlasse ich sie – wahrscheinlich ein letztes Mal, denn hier leben möchte ich nach all den Geschehnissen nicht mehr. Dass das Sackpimmelarschloch das geschafft hat, ist eigentlich das Schlimmste, denn ich war immer gerne hier. Jetzt leider nicht mehr. Ich möchte hier nicht mehr leben, nicht mehr aus dem Fenster sehen und nicht mal mehr tot überm Zaun hängen. Aus und vorbei…

Aber die Septembersonne lacht heute mal wieder und wir beginnen morgen die allerletzte Woche hier, denn heute ist der letzte Sonntag, an dem wir hier die Augen geöffnet haben. Und weil’s so schön schräg ist, gibt’s heute einen uralten Schlager, der zur Zeit mein Klingelton ist. Lustig, absolut unpassend für mich, aber irgendwie schon wieder so doof, dass es schön ist… Nein, das müsst Ihr nicht verstehen… ;-)


Subotnik²

13. September 2008

Wie heute morgen angekündigt, präsentiere ich nun fix mein Tagwerk hier. Sohnemann war furchtbar fleißig und hat seine Spielsachen akribisch ausgemistet und ich habe mich in allen Räumen gleichzeitig betätigt und wirklich viel bewerkstelligt. Aber seht selbst, das Umzugszimmer war – bis auf drei vorhandene Kartons – seit letztem Wochenende nahezu schon leer, da wir ja letzten Samstag schon eine Fuhre in die neue Wohnung transportiert haben. Ich bitte um Nachsicht, denn ich habe die Bilder nur mit dem Handy geknipst. War zu stinkig, extra die Digitalkamera herauszukramen.