Mein Hirn braucht offenbar Urlaub – ganz dringend. Warum? Ist nicht so einfach zu erklären, aber ich versuch’s. Wie die meisten meiner Leser ja längst wissen, absolviere ich zur Zeit eine Weiterbildung in Sachen Webadministration und Design. Anfangs beschränkten sich die Themen hauptsächlich auf Design und im Moment befassen wir uns in erster Linie mit Servertechnologie und –sicherheit. Ziemlich trockener Stoff und nicht immer ganz einfach zu begreifen. Nun ja, gestern bin ich dann endlich ins wohlverdiente Wochenende gestartet und habe für alle meine Lieben zuhause leckeren, wunderbar reichhaltigen Salat mit selbst gemachten Knoblauchbrötchen geklöppelt. Bisschen zu viel genascht davon, anschließend bisschen Bauchweh bekommen, also ab ins Bett und jegliche Fummeleien auf “morgen” verschoben. Ja, ich weiß, Ihr hofft, dass es jetzt schlüpfrig wird. Ihr Schweine…
Also schläft Frau N. aus P. recht schnell ein und träumt sogar was. Dass sie träumt, ist nichts neues, aber was sie da geträumt hat, ist schon etwas schräg. Hat sich jemand schon mal näher mit Servertechnologie und –sicherheit befasst? Wohl eher die Wenigsten hier, also folgt eine klitzekleine Einleitung. Was ein Server ist, spielt jetzt mal keine Rolle, aber so ein Serverdingens “regelt” im Idealfall alles, was der Netz-Client so darf oder verboten bekommt. Also der Administrator konfiguriert alle Rechte von außen nach innen und umgekehrt. Man erstellt unter anderem Firewallregeln. Wie, was, wo, soll jetzt mal egal sein, im Grunde ist erklärt, was ein Server bzw. der Admin kann/macht. So, also ich liege also im Bett, schlafe tief und fest und fange an zu träumen. Wie bereits erwähnt, wurden die Schweinereien wegen Bauchgrummeln “verschoben” und diese “Verschiebung” zusammen mit dem Serverschnickschnack schlich sich in einer lustigen Kombination in mein Unterbewusstsein und brachte folgenden Traum zustande:
Es gibt in meinem Traum einen externen Clienten (den Bettbeifahrer), einen zwischeninstallierten ISA-Server und einen internen Webserver (das bin ich). Der Client startet eine Beischlaf-Anfrage an den Webserver (also mich) und scheitert schon am ISA-Server, da einige Firewallregeln den Zugriff verhindern. Der Client wendet sich an den Administrator (das bin zufälligerweise auch ich) und sagt, er habe “Verbindungsprobleme”. Der Admin quatscht den Clienten in gewohnt arroganter Weise mit Fach-Chinesisch zu, weil er ganz genau weiß, dass der Client nur Bahnhof versteht und er dessen Unwissenheit als Waffe gegen ihn einsetzen kann. Der Client fleht und bettelt um “Zugriff” und der Adminarsch (ich) tut so, als würde er dem Clienten helfen wollen. Da der Admin aber genau weiß, dass einige der Firewallregeln ganz bewusst so definiert wurden, dass der Zugriff scheitert, resigniert der Client irgendwann überfordert und schläft mit einem “steifen Nacken” ein. (Dass der Scheißadmin dem Clienten auch zur Sicherheit noch unzulässige IPs untergejubelt und ihn in einer blockierten Benutzergruppe untergebracht hat, weiß der arme Sack natürlich nicht. Nur so als Absicherung, falls die Firewallregeln versehentlich falsch eingestellt sind. “Zugriff” also unter gaaar keinen Umständen möglich. Harrrharrr…)
Ich wache auf und denke: “Wie geil ist das denn???”, feixe in die morgendliche Dunkelheit und denke: “Das muss ich bloggen!”. Also bin ich extra wegen Euch kurz nach 4.00 Uhr aufgestanden, habe mir einen ordentlich starken Kaffee gemacht und meinen Traum hier gebloggt, weil ich den sicher bis nachher vergessen hätte. Ich muss immer noch lachen, wenn ich das hier lese. Ich bin pöööse…, aber nur wenn ich schlafe. Und als Bonus habe ich extra für Euch Anschauungsmaterial geklöppelt. Bitteschön…!!!
Kennt Ihr das? Ihr seid dabei etwas zu lernen. Ihr habt am Anfang null Checkung, was Ihr da eigentlich lernt. Ihr versucht zu begreifen. Der Horizont wird nach einigen Tagen um 0,5% heller und dann steht die Prüfung an. Ihr habt die Arbeitsschritte so halbwegs im Kopf und dann versaut Ihr trotzdem alles? Es schleicht sich gleich am Anfang ein Denkfehler ein, Ihr werdet ein bisschen nervös und dann klappt einfach nichts mehr – vor allem nicht das Denken. Grrr…, ich ärgere mich schwarz. Ich habe nämlich meine letzte Prüfung vergeigt. Kotzt mich an – tierisch!!! Und das Traurige ist, ich könnte wetten, dass ich die Aufgabe mit etwas mehr Ruhe und Gelassenheit durchaus bewältigt hätte bzw. jetzt in diesem Moment auf die Reihe bekommen würde. Scheißmist…
Bisher liefen die Prüfungen durchaus akzeptabel. Klagen kann ich nicht, aber das hier ärgert mich wirklich sehr. Aber ändern kann ich das nun nicht mehr. Klar, davon geht die Welt nicht unter, aber ich hätte das besser machen können, wenn ich erst am Ende ‘nen Fitz in meinen Hirnwindungen gehabt hätte. Aber nein, da verfitzt sich gleich in den ersten fünf Minuten alles und ich versau’ mir den Notendurchschnitt. Könnte echt mit der Axt durch den Wald laufen. Am Ende dachte ich nur noch: „Leckt mich doch alles mal schön gepflegt am Arsch!!!“
Trotz allem ist jetzt erstmal Wochenende und nachdem ich gestern seit langem mal wieder mit Frau M. zum Verzehr der weltbesten Bockwurst um die Häuser geschlichen bin, steht heute ein kleiner Besuch des alljährlichen Herbstfestes an. Zu viert fallen wir in den späteren Abendstunden über die Stadt herein und schauen mal nach dem Rechten. Ich mag ja solche Stadtfeste genauso wenig wie Sommerfeste, aber da zuhause die meisten Menschen sterben, habe ich mich überreden lassen. Vielleicht wird es ja ganz lustig, so wie beim letzten Mal. Allerdings mache ich diesmal einen riesigen Bogen um die Bowleverkaufsstände und beschränke mich auf Mineralwasser. Sicher ist sicher.
Ja, schon wieder. Sicher denkt denken meine Leser, dass ich Fußfetischist bin. Falsch. Ganz falsch. Ja, ich knipse desöfteren meine Gehwerkzeuge, aber dafür gibt es einen Grund. Jeder Mensch mag an sich selbst einen Teil oder irgendetwas ganz besonders gerne und bei mir sind das meine Füße. Klingt vollkommen idiotisch, ist aber so. Ja und komisch klingt es auch, zugegeben. Nun, aus diesem Grund habe ich so einige Bilder von meinen Füßen – Füße in der Wiese, mit und ohne Gänseblümchen zwischen den Zehen, Füße im Sand der Karibik, Füße mit und ohne Schuhe und und und… Aber der Schnappschuss oben im Kopfbereich entstand diesmal ganz anders. Ja, das ist ein Schnappschuss und ich erzähle Euch, wie es dazu kam.
Das Bild ist etwas mehr als eine Woche alt/jung. Wie Ihr sicher noch in Erinnerung habt, waren meine Saarländer kürzlich zu Besuch im Vogtland. An einem dieser Tage kam ich völlig erledigt aus der Schule, pflanzte mich auf die Couch der Gästewohnung, in der meine Saarländer gastierten und legte meine geplagten Füße auf den Tisch. Auch Frau Mama tut das manchmal, also wusste ich, dass sich niemand daran stören würde. Meine Frau Mama setzte sich neben mich, schaute meine Füße an und fragte: “Was hast Du denn für kleine Füße?” Ich schaute sie etwas empört an und antwortete: “Wieso denn klein? Wir haben doch die gleiche Schuhgröße.” Sie schüttelte verneinend den Kopf und packte ihre Füße daneben. Tatsächlich schien es so, als wären meine Füße in den letzten Jahren kleiner geworden.
Wir schauten und verglichen eine Weile unsere unteren Extremitäten, als Schwesterlein sich ebenfalls dazusetzte und uns eine Weile zusah. Schließlich zog sie ihre Schuhe und Strümpflein aus und vervollständigte die “Tischdekoration” um ein weiteres Paar Füßlein. Als ich das alles so vor mir sah, konnte ich nicht anders und kramte nach meiner Kamera, um diesen Moment festzuhalten. Wann kriegt man schon mal so ein seltsames Motiv vor die Linse?! Nachdem ich zufrieden meine Kamera verstaute und Frau Mama ebenso begeistert von diesem außergewöhnlichen Bild war, versprach ich den beiden Mädels, dass ich genau aus diesem Schnappschuss ein neues Banner für diesen Blog basteln werde und hier ist es nun.
Ein Drei-Generationen-Banner. Links sind meine Füße, mittig die meiner Frau Mama und rechts – die leuchtenden 100-Watt-Füße – sind die, meiner kleinen Schwester. Hübsch, nicht wahr? Mir gefällt’s, sehr sogar. Und nein, ich fasse fremde Füße nicht an, ich mag eigentlich nur meine eigenen, aber hier mache ich eine Ausnahme und ich bin mir sicher, dass Frau Mama und Schwesterherz jetzt total verzückt vor ihrem Bildschirm sitzen und sich freuen. Ick freu’ mir ooch…
So und jetzt pack’ ich langsam die Badehose und das Söhnchen ein und verabschiede mich Richtung Talsperre, denn heute wird phantastisches Wetter und das nutzen wir aus. Während meiner Ferien war es ja weniger schön, aber das bevorstehende Wochenende verheißt wunderbares Wetter. Endlich…
Viel möchte ich zu diesem Bild nicht schreiben, denn ich mochte diesen Schnappschuss auf Anhieb und er drückt alles aus, was man wissen oder fühlen sollte, wenn man an seine Familie denkt…
Tschakka… Es ist vollbracht. Mein Wagen ist innen und außen sauber, wenn man von herkömmlichem Straßendreck absieht, der sich während der Heimfahrt wieder auf den Lack gemogelt hat. Grundsätzlich stufe ich ihn als “gereinigt” ein und zumindest innen ist er jetzt sehr viel ansehnlicher, denn die Lackschäden meines alten Wägelchens kriegt man nunmal nicht mit Wasser weg. Das Wienern im strahlenden Sonnenschein hat richtiggehend Spaß gemacht und bis zum nächsten Mal vergehen hoffentlich nicht wieder zwei Jahre. Ich gelobe Besserung und versuche auch, beim Rauchen künftig in den Aschenbecher zu aschen.
Beim Kieferorthopäden war Familie N. gestern auch fix und soweit verläuft alles plangemäß. Sohnezwerg muss sich nur endlich mit der Tatsache arrangieren, dass er sich keinen Gefallen damit tut, wenn er die Zahnspange nur nach Lust und Laune trägt. Zwar weise ich ihn täglich darauf hin, dass er vorm Schlafengehen bitte das Teil “installiert”, aber das könnte ich dann auch in den Wald rufen. Manchmal kommt es eben vor, dass er alleine schlafen geht und dann “schläft” die Spange eben in ihrem blauen Etui auf dem Schreibtisch. Nööörv…
Nach dem abendlichen Regenguss gestern ist die Luft endlich wieder erträglich und die Hitze treibt mich nicht vor dem Hahnenschrei aus den Federn. Heute morgen lag ich seit langem mal wieder bis zum Weckerklingeln im Bettchen und bin einigermaßen ausgeruht. Für den Rest der Woche herrscht weitestgehend Behördenauszeit, was nach nahezu wöchentlichen Ausflügen von Amt zu Amt eine regelrechte Wohltat ist. Mitte Juni steht dann endlich meine heißersehnte Weiterbildung auf dem Plan und ansonsten läuft im Moment auch alles wunderbar rund. Geht doch!!!
Man nehme ein Schnapsroulette, je eine Flasche Kirsch, Pina Colada, Pfeffi, Blue Curaçao, Eierlikör, Feigling, Kümmerling, Ouzo und Erdbeersekt, befülle die vorhandenen Gläser schön gemischt, setze vier trinklustige Damen und einen lustigen Hahn im Korb an einen Gartentisch und bringe die Kugel zum Rollen. Der Spaßfaktor erhöht sich enorm, wenn man unter die hochprozentigen Getränke hin und wieder Mischungen der besonderen Art bringt, wie z.B. Gurkenwasser von eingelegten sauren Gurken, Ketchup mit Wasser verdünnt, selbiges mit herkömmlichem Senf oder Steakmarinade, Biermix oder Traubensaft, mitunter auch gerne mehrere Schnapssorten in einem Glas gemischt. Auf jeden Fall sollten immer mindestens zwei bis vier übel schmeckende Getränke dabei sein, um die Spannung zu steigern. Man spiele einige Runden vor dem Grillen und ausreichend Runden nach dem Grillen, damit das alte Kinderliedchen “Ein Hut, ein Stock, ein Reee-gen-schirm” besser funktioniert (auf dem Heimweg).
Gestern prophezeite der Wetterfrosch schon morgens nichts Gutes. Gegen Mittags strahlte zwar die Sonne verheißungsvoll, aber am frühen Nachmittag verdunkelte sich der Himmel zusehens. Trotz der schlechten Wetterprognosen wurde im “Leih”-Garten ein kleines Grillgelage anberaumt. Also flitzte ich zum Bäcker, besorgte frische Semmeln, ließ dafür gewohnt gedankenlos mein eigenes Grillgut im Tiefkühlschrank liegen und tippelte Richtung Gartensparte. Dort angekommen fiel mir dann auch fristgerecht ein, dass ich meine Fleischspieße zuhause vergessen hatte, was aber nicht weiter tragisch war, da Frau W. aus P. für reichlich Ersatz gesorgt hatte. Sie hatte wirklich an alles gedacht und gleich nach meinem Eintreffen wurde der Grill angeheizt. Unter einem riesigen Sonnenschirm platziert, landeten neben kleinen Hähnchenflügeln auch diese ultraflachen Hamburger-hackfleischscheiben auf dem Rost. Da wir unsere Hamburger selbst zusammenbauen durften, konnte jeder nun auch selbst bestimmen, wie hoch und wie breit das Teil wird. Wir verwendeten statt der üblichen Hamburgerbrötchen ganz handelsübliche Bäckersemmeln.
Auf meinem Hamburger landeten also eine dieser Hackfleischscheiben, Remoulade, Käse, saure Gürkchen und ordentlich Knoblauchsoße. Das alles hübsch appetitlich in einer Semmel arrangiert, bot nicht nur einen äußerst verlockenden Anblick, sondern schmeckte ganz vorzüglich. Insgesamt drei dieser Bauwerke fanden den Weg in meinen recht leeren Magen und der unverhältnismäßig reichliche Genuss besagter Knoblauchsoße wirkt sich nun seit dem frühen Morgen “begünstigend und entschlackend” auf den internen “Nahrungsmittelver-wertungsapparat” aus, was dafür Sorge trägt, dass ich die Türklinke zum heimischen “Reststoffentsorgungsmodul” heute schon recht häufig in der Hand hatte. Aber was soll’s, mit dieser Soße schmeckte der Hamburger Marke Eigenbau einfach am besten und irgendwas ist ja immer. Photos gibt es von dieser kleinen Grillparty im strömenden Regen auch, aber die Veröffentlichung dieser Schnappschüsse wurde mir unter Androhung empfindlicher und ebenso schwerwiegender Strafen untersagt. Man schämt sich für überraschte Gesichter, faltige Popos und schlecht sitzendes Haar. Jetzt muss ich lachen…
Leute, das Wochenende war einfach nur großartig, phantastisch, toll, gigantisch, vollendet. Das Wetter war grandios und das gesamte Wochenende war vollgepackt mit tollen Sachen. Freitag zogen Frau W. aus P. also los zur Bandprobe und dort wurde es von Stunde zu Stunde lustiger. Der Proberaum füllte sich nach und nach, Getränke gab es zur Genüge und auch für Essen war hinreichend gesorgt. Wir futterten uns die Bäuche voll und auch die Kehlen wurden nie trocken. Je später der Abend, desto lustiger wurden die Gäste und da wir ja am folgenden Tag meinen “Leih”-Garten besichtigen wollten, traten wir gegen Mitternacht überaus belustigt den Heimweg an. Kaum im Bett fielen meine Augen zu und blieben es auch trotz der zahlreichen Runden auf dem Karussell. Der Kopf war am Morgen nicht so schwer wie sonst und nach zwei Aspirin und einer halben Tasse Kaffee verzog sich das Gewitter in meinem Kopf und mir ging es ziemlich gut. Überraschend gut…
Samstagmorgen gegen 9.30 Uhr dann trafen wir uns bei Frau W. und machten uns gemeinsam auf den Weg in den Garten. In meiner Vorstellung hatte ich einen winzigen Schrebergarten mit krummen und schiefen Beeten und Wegen erwartet, ein windschiefes Häuschen darin und jede Menge Ecken und Büsche, wo Spinnweben und allerlei Getier vorzufinden sein würden. Nichts von alldem war der Fall und ich sah vor mir einen wirklich liebevoll gestalteten und gar nicht so kleinen Garten, in dem ein durchaus gerades und hübsch gezimmertes Häuschen steht. Keine buckelige Wiese, keine undurchdringlichen Hecken, keine Gruselecken hinter dem Haus, nichts. Viel schöner als ich zu träumen gewagt hatte und urgemütlich war es dort. Mein Herz hüpfte vor Freude und nachdem wir unzählige Tassen Kaffee getrunken, ein bisschen gearbeitet und ununterbrochen geschnackt und gelacht haben, überließ man mir dieses kleine Reich für den Rest des Tages.
Frau N. aus P. arrangierte sich die nahezu unbenutzte Sonnenliege mitten in der saftigen Wiese, genehmigte sich noch einen frischen Kaffee und entspannte nach allen Regeln der Kunst. Ich bewegte mich nicht wirklich und ließ mir die Sonne ins Gemüt scheinen, den leichten Wind über die sonnenhungrige Haut streichen und genoss die Ruhe und die frische Luft. Traumhaft. Als es langsam frisch wurde, trat ich wunderbar entspannt den kurzen Heimweg an und wurde beim Betreten des Hauses prompt von meinen Nachbarinnen zum Grillen hinterm Haus eingeladen. Ich rannte die Treppen hoch, zog mir etwas Wärmeres an und flitzte die Stufen wieder hinunter. Die Mädels hatten ordentlich aufgetafelt und ich saß noch bis zur vollkommenen Dunkelheit dort unten mit ihnen zusammen. Gegen 22.00 Uhr verabschiedete ich mich und gönnte mir ein schaumiges Vollbad. Bilder vom Garten habe ich für Euch auch geknipst. Bitteschön:
Am Sonntag stand ja nun der fragwürdige Spaziergang auf dem Plan, der aber alles andere als unangenehm war. Zuerst fuhr ich fix in die Wohnung von Frau M. aus P., um dort Blümchen zu gießen und den Briefkasten zu entlasten. Als das erledigt war, ging’s dann planmäßig nach Falkenstein zur Talsperre. Das Wetter war zwar nicht ganz so sonnig und warm wie am Vortag, aber genau richtig zum Laufen und Spazieren. Einmal rund um das Wasser, ein Topf Kaffee und schön gequasselt. Hat mir ausnehmend gut gefallen, denn ich bin sehr gerne dort. Der Nachmittag war noch jung, also beschlossen wir, noch einen kurzen Abstecher zur Talsperre Pöhl zu unternehmen. Dort saßen wir dann noch eine ganze Weile am Wasser und plauderten über dies und das, über alles und jeden und über uns. Auf dem Rückweg kamen wir an der altbekannten Gaststätte in Altensalz vorbei und entschlossen uns kurzerhand, dort noch eine kleine Rast einzulegen. Frau N. aus P. bestellte Kaffee, Herr S. aus P. ein Dunkles und überraschenderweise saßen wir dort ziemlich lange. Mit sage und schreibe acht (!!!) geräucherten Bratwürsten und eine großen Portion Sülze aus der hauseigenen Schlachter- und auch Räucherei traten wir den Heimweg an. Zuhause angekommen genehmigte sich jeder eine Leckerei aus diesem Räucherbeutel, um anschließend satt und zufrieden auf der Couch den Sonntagsfilm zu verfolgen. Nach diesem Wochenende angereichert mit frischer Luft und endlos kulinarischen Gaumenfreuden, fiel ich weit vor Mitternacht in meine Kissen. Herr S. fiel der Müdigkeit schon lange vorher zum Opfer und schnarchte bereits auf dem Sofa. So kennen wir ihn. Er war ganz artig, so wie es sein soll. Er war sehr aufmerksam und ich hatte nicht den geringsten Grund zu Klage. Er lachte mit mir, hörte gut zu und er zeigte die Seite von sich, die so liebenswert ist. Ich hoffe, es bleibt so. Ich hoffe, er bleibt so, denn genauso würde ich mich wohl fühlen. So und nicht anders.
Meine Pläne für das kommende Wochenende sind farbenfroh, abwechslungsreich und mit größter Wahrscheinlichkeit auch sehr unterhaltsam. Sohnemann verbringt sein Wochenende ja bei Papa/Oma und Frau N. aus P. hat sich so einiges vorgenommen. Heute Abend also die erste Unternehmung. Zusammen mit einer Freundin fahre ich an den Stadtrand, wo ein Bandproberaum sein soll. Dort findet wohl allwöchentlich freitags eine Bandprobe statt, die man aber offensichtlich in besonderer Form zelebriert. Während die Band “übt”, verlustigen sich die anwesenden Zuhörer auf ihre Art. Es wird gekocht, man trinkt gemütlich ein paar Gläschen und plauscht entspannt. Das ganze nennt sich dann laut Gastgeber “lust’sche Butz” und wird von Woche zu Woche beliebter. Also gesellen wir uns heute dazu und schauen uns das Ganze mal aus der Nähe an.
Der Samstag ist auch schon verplant. Besagte Freundin bewirtschaftet mit wachsendem Widerwillen den Garten ihrer Mutter und erwähnte gestern, dass morgen dann das Wasser in dieser Gartensparte wieder aufgedreht wird. Ich bemerkte beiläufig, dass in mir seit einigen Monaten der Wunsch nach solch einem winzigen Garten reift, es aber an den Kosten scheitert, die mit dessen Anschaffung und Unterhaltung verbunden wären. Sie schaute mich strahlend an und bot mir ohne Umschweife an, den Garten jederzeit und ganz nach Belieben nutzen zu dürfen, wenn mir das Spaß machen würde. Anfangs staunte ich sie etwas entgeistert und nicht wenig überrascht an, denn solche Angebote sind nun wirklich nicht üblich. Sie untermalte ihre Abneigung gegen diese Pflicht und freute sich vielmehr, dass sie dann wohl eher mal einen Grund hätte, diesen Garten freiwillig aufzusuchen, wenn ich dort ein bisschen im Grünen herumexperimentiere. Ich warnte sie fairerweise, dass ich keineswegs die geborene Gärtnerin sei und es passieren kann, dass das eine oder andere Pflänzchen unter meinen ungeschickten Händen sein Leben aushauchen würde, was sie lächelnd zur Kenntnis nahm.
Solange mir das Freude bereiten würde, dürfe ich dort alles tun, wonach mir der Sinn stünde. Also meldete ich mich für morgen artig an, um beim Wasseraufdrehen dabei zu sein. Ich leihe mir sozusagen auf unbestimmt Zeit einen kleinen Garten und wenn ich irgendwann all das mein Eigen nennen möchte, habe ich Vorkaufsrecht, bekäme ihn im Idealfall vielleicht sogar geschenkt. Ich freue mich, ich freue mich sogar sehr und habe schon furchtbar viele Pläne, was ich dort alles machen möchte. Ich muss mich nicht mehr gelangweilt an die Talsperre legen, wenn ich Sonne tanken will. Ich bin lieber aktiv und das wäre genau das, was ich mir unter einem entspannten Wochenende mit Bombenwetter vorstelle. Ein bisschen werkeln, ein bisschen buddeln und nach getaner Arbeit im Sonnenstuhl dösen, um abends ein paar Würstchen zu grillen. Sohnemann findet die Pläne von Frau Mama natürlich nicht so spannend, freut sich aber, weil ich mich freue. Balkons finde ich schon immer totlangweilig, aber so ein Garten ist schon was. Hab’ ich schon erwähnt, dass ich mich freue???
Am Sonntag steht dann etwas an, von dem ich nicht so recht weiß, was mich erwartet. Vergangenes Wochenende ergaben sich Gespräche, die so nicht vorhersehbar oder gar geplant waren. Was folgte, waren unzählige Nachrichten aus der anderen Richtung und daraus resultierendes Misstrauen meinerseits. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, sagt man so schön. Ganz so blauäugig marschiere ich nun doch nicht auf den Abgrund zu, denn ich stellte erst mal einige Dinge klar, was gesagt werden musste, stellte nichts in Aussicht, was ich nicht halten könne und bat mir Zeit, Geduld und eine angemessene Bewährungszeit aus. Vieles würde diesmal anders laufen, sofern es zu einem Neuanfang käme. Vorsicht und Bedacht bestimmen mein Tun der nächsten Zeit, das steht fest. Zweimal habe ich mir die Finger nun verbrannt und beim dritten Versuch warte ich nicht erst auf Brandmale. All das und sehr vieles mehr wurde in die andere Richtung geschickt und am Sonntag sind wir nun zum ersten Mal wieder verabredet. Auf neutralem Boden in entspannter Atmosphäre – an der Talsperre Falkenstein. Ich will erst mal vorsichtig schauen, welchen Eindruck ich habe. Das alles passierte ja nun eher durch Zufall, wobei ihm laut seiner Aussage der Mut fehlte, nach seinem letzten “Fehlverhalten” auf mich zuzugehen, denn er konnte sich sprichwörtlich vom Arsch abfingern, dass ich denkbar wenig von ihm und seinem Tun hielt. Ja, ich war sauer und seine Worte stießen bei mir anfangs auch auf recht große Ablehnung. Ich kann keinerlei Prognosen abgeben, aber gucken kostet nichts, heißt es so schon. Und Frau N. aus P. guckt erst mal. Kost’ ja nüscht…
Ich bin zur Zeit richtiggehend blogfaul. Zum einen passiert ja allen Orts nicht wirklich viel und zum anderen tragen die Wetterveränderungen nicht gerade zu extravaganten Freizeitaktivitäten bei. Man erledigt eben seine kleinen und großen Alltäglichkeiten, versorgt brav alle kleinen und großen Mitbewohner, geht den üblichen Notwendigkeiten nach und harrt der Dinge, die da kommen. Über mein Auto rede ich schon lieber gar nicht mehr. Heute Nacht hatten wir bzw. Sohnemann Gäste, welche sich vor wenigen Minuten verabschiedet haben. Die Jungs haben ohne das Wissen der dazugehörigen Mütter auch für heute Abend Pläne geschmiedet, welche aber gescheitert sind. Man hatte sich ausgemalt, dass mein Sohnemann doch auch gleich noch eine Nacht in befreundeten Betten schlafen könne, was aber durch anderweitigen Besuch dort nicht möglich ist. Nun liegt der kleine Mann tränenüberströmt in seinem Zimmer und ist böse und enttäuscht über die gaaaaanze Welt. Helfen kann ich ihm da leider nicht, denn ich kann die andere Frau Mama kaum zwingen, mein Kind mitzunehmen. Hach, was ist die Welt schlecht und ungerecht.
Für heute Abend war eigentlich meinerseits schon für Unterhaltung gesorgt, was aber an meinen haushaltstechnischen Sparmaßnahmen zu scheitern droht, weil ja Frau N. aus P. noch immer keinen Nachkömmling der Rockefeller-Dynastie geehelicht hat. In einer hiesigen und überaus großen Lokalität findet dieses Wochenende eine dieser berüchtigten Ü30-Partys statt und es könnte durchaus sein, dass man dort auch mal alte Bekannte meiner eigenen Altersklasse antrifft, die man jahrelang nicht mehr zu Gesicht bekommen hat. Wäre sicher ein lustiges Unterfangen, ganz ohne Zweifel sogar. Die Dame, die mich für diesen Abend “reserviert” hat, fand für diese Veranstaltung ein gar schmutziges aber enorm witziges Wort, das ich an dieser Stelle aus jugendschutztechnischen Gründen nicht wiederhole und ich verweise daher ganz diskret auf die Grafik…
Keine nennenswerten Vorkommnisse und Wetter unverändert schön. Heute Abend steht mal wieder ein zünftiger Mädelsabend an und ich befürchte, dass ich erst beim Hahnenschrei ins Bettchen komme. Letzte Woche schon mal vorgeschwatzt, setzten wir das Ganze heute in fremdem Revier ausgiebig fort. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie diesen Blog und sagen Sie Ihrem Schatz, es wird später…
Der Sonntag hat wunderbar leise und mit Sonnenstrahlen begonnen, die sich aber leider inzwischen verabschiedet haben. Gestern war ich ziemlich lange unterwegs und habe den Nachmittag und auch den Abend inklusive der halben Nacht im Kreise von Freunden verbracht. Nachmittags war ich mit einer guten Freundin in der Stadt unterwegs und nachdem wir die vereinbarten Erledigungen hinter uns gebracht hatten, vergnügten wir uns in einer recht bekannten Lokalität bei einem befreundeten Wirt an dessen “Mensch-ärgere-Dich-nicht”-Tisch. Ich muss wohl nicht großartig erwähnen, dass ich fast immer verlor, aber wir hatten enorm viel Spaß und lachten, bis die Bäuche schmerzten. Gegen 20.00 Uhr und gefühlte 62 Spiele später verabschiedete ich mich und ging zu meiner Abendverabredung.
Dort wartete man schon und zog sich auch gleich an, um eine andere lustige Kneipe auszusuchen. Dort stieß dann auch gleich der “Rest” der Abendgesellschaft zu uns und man amüsierte sich prächtig über meine nicht vorhandenen Dart-Künste. Im Nicht-Treffen bin ich nämlich große klasse und der letzte Platz ist mir fast immer sicher, Ausnahmen sind eher Zufälle. Mir macht das nix, weil ich da mitspiele, um Spaß zu haben. Würde ich nicht immer so hübsch daneben schießen, wäre es bestimmt nicht ganz so lustig. Gegackert wurde auch ordentlich und mein Tischnachbar verlor zusehens die Contenance, was wohl am letzten Bierchen lag, das offenbar schlecht war. Die Wolldecke im Mund wurde immer dicker und der Quirl unter der Zunge erschwerte das Sprechen.
Natürlich wurde der Herr fein säuberlich zuhause abgeliefert, als sich die illustre Gesellschaft dann auflöste und heute Morgen klang der Gute schon wieder ziemlich fit. Training ist eben alles. An dieser Stelle muss ich mal die netten Wirtsleute vom “Moz” loben, denn die Bockwurst dort schmeckt einfach geil. Ich bin kein BoWu-Fan, aber die dort schmeckt guuut!!! Jamm… Und weils so witzig war, haben wir auch ein paar Bilder geschossen (leider nur mit dem Handy), wovon ich Euch eines zeige. Falls der alte Herr auf dem Bild mit der Veröffentlichung seines Blondschopfes nicht einverstanden sein sollte, dann bitte ich um Mitteilung. Ob ich aber das Bild dann entferne, steht in den Sternen…
Bin mit Kopfweh aufgewacht und zum Frühstück gab’s deshalb auch erstmal zwei Aspirin und natüüürlich ‘nen ordentlichen Pott Kaffee. Bin wohl bissle spät ins Bett, weil ich bis tief in die Nacht Besuch hatte, hab’ bissle zu spät noch viel zu viel Kaffee getrunken und wohl auch zu wenig gegessen. Sohnemann ist erkältet und spielt deshalb heute auch nicht beim Fußball mit, aber er verabschiedet sich nachmittags dann zum Opa, weil der ‘ne Geburtstagssause steigen lässt. Ich schleiche mit M. bissi um die Häuser und versuche dem Alkohol zu entsagen, sonst ist der Sonntag komplett im Eimer. Wer will das schon…
Sofern nichts anderes dazwischen kommt, werde ich heute mal meinen Kleiderschrank ein bisschen entkernen und die aussortierten Sachen gleich an dankbare Menschen weiterleiten. Nein, ich entsorge nichts in der Altkleidersammlung oder im Container, ich schenke es Menschen, die ich kenne und wo ich genau weiß, dass dort nur wenig Geld vorhanden ist und man sich über solche Sachen freut. Ein warmes Lächeln ist Dank genug und so kann auch ich mal was Gutes tun. Auch mit Sohnemanns Klamotten mache ich das schon seit Jahren so und es gibt immer irgendwen, der/die sowas noch gebrauchen kann.
Das Wetter scheint heute gnädig zu sein und wenn das so bleibt, spazieren wir vor unserem Um-die-Häuser-Streifzug noch ein bisschen im Wald herum. Fräulein Waldhuhn wird sich freuen und uns wird die frische Luft auch nicht schaden. Drüben im Kinderzimmer niest Herr N. aus P. im Akkord und ich hoffe, dass es bei einer harmlosen Erkältung bleibt. Fräulein Katze schlendert irgendwie erwartungsvoll durch die Räume und meckert jeden und alles voll, also alles wie immer…
Da wachste morgens auf und in Deinem Kopf spucken schon wieder irgendwelche Gesichter von irgendwelchen Menschen herum, die Du schon vor langer Zeit in die ewige Verdammnis verbannt hast. Du wischst diese Gesichter energisch weg und stehst schon leicht gereizt auf, weil Du es hasst, wenn ein Tag mit solchen Fratzen beginnt. Dir huscht aber dann doch ein gehässiges Grinsen übers Gesicht, weil diesem Antlitz entscheidende Attribute fehlen, die es unverwechselbar machen. In Deinen Gedanken gibt es diese Attribute nicht. Gut so, denn dieser Mensch ist für Dich schon sehr lange nichts besonderes mehr. Dann öffnest Du die Schlafzimmertür und kämpfst mit Fräulein Katze, die den Weg zur Küche nicht freigibt, weil sie sofort jetzt gleich auf der Stelle ihre Streicheleinheiten einfordert, ohne warten zu wollen, dass Du wenigstens mal das Licht angeknipst hast. Leise fluchst Du und verscheuchst das drängelnde Tierchen erstmal schimpfend.
Du aktivierst die 4×60-Watt-Beleuchtung Deiner Küche und erblindest just in diesem Augenblick. Du schlägst die Hände vors Gesicht und läufst instinktiv weiter bis zur Kaffeemaschine, denn Du kennst den Weg genau. Langsam musst Du die Finger spreizen, damit sich Deine verschlafenen Augen an die Helligkeit gewöhnen und dann füllst Du eilig die Kaffeemaschine, denn Tage wie dieser dürfen nicht ohne einen ordentlichen Schluck Koffein beginnen, sonst enden sie so, wie sie begonnen haben – mit Groll im Bauch. Nein, nicht weil heute Freitag der 13. ist, denn die 13 ist meine Zahl, meine ganz persönliche Glückzahl. Viele guten Dinge aus meinem Leben und so manche schicksalhafte Begebenheit stehen mit der 13 in Verbindung und ich habe schon vor Jahren meinen Frieden mit dieser Zahl gemacht, denn sie suchte mich immer wieder heim. Wir sind Freunde geworden und inzwischen gehört sie zu meinem Leben, also macht mir der 13. – ganz egal, ob nun Freitag oder Mittwoch oder sonstwas für’n Tag – keinerlei Angst mehr. Nein, im Gegenteil…
Es ist nun auch schon wieder eine ganze Woche her, dass er nicht mehr bei uns ist. Manchmal drängt sich der Verlust in den Vordergrund, manchmal bekommt man wieder diese Wut über das Verhalten des Menschen, der das alles verschuldet hat und manchmal wünscht man sich einfach, dass man die Zeit zurückdrehen könnte, denn dann hätte keiner von uns zugelassen, dass so etwas jemals passiert. Leider sind wir alle dagegen machtlos und können nur akzeptieren, was geschehen ist. Es fällt mir schwer, immer noch. Jeden Tag. Es gelingt mir noch nicht so recht, zu realisieren, dass er nicht mehr zur Tür rein getobt kommt und einen mit seiner unwiderstehlichen Art begrüßt. Masochistisch, wie man in solchen Momenten veranlagt ist, habe ich mir einige der damaligen Beiträge durchgelesen, als der kleine Herr L. aus P. hier eine Woche alles im Chaos versinken ließ und ich gäbe ein Königreich dafür, wenn ich etwas an seinem Schicksal hätte ändern können. Ach was, ein Königreich… Die Welt würde ich geben…
Es gibt viel zu tun heute, ich muss mich aufraffen. Ich wünsche allen Lesern ein schönes Wochenende und Entspannung. Ich werde morgen ein bisschen unter Menschen gehen und mich mal wieder amüsieren. Habe ich gestern schon und es tat gut. Ein bisschen Ablenkung von alldem und das Lachen nicht verlernen. Verlernt haben wir es nicht, aber es fällt ein bisschen schwer im Moment, zumindest manchmal. Morgen lassen wir das alles mal ein paar Stunden hinter uns und ich bin gespannt, was ich Euch (spätestens) am Montag zu berichten habe. Unverhofft kommt ja oft…
So, heute gibt’s nur ‘nen klitzekleinen Beitrag, weil ich gleich ausgiebig frühstücke. Klönen, schnattern, lästern inklusive – logisch. Frische Brötchen gibt’s obendrauf und Kaffee sowieso. Wurde spontan entschieden und macht richtig Laune, denn unverhofft kommt oft. Also Mädels (und die paar Jungs), wir lesen uns heute Abend oder morgen. Ich bin erstmal wech, Kaffee kochen und Tisch decken…
Gestern ging’s nach Annaberg, wo der Winter mit voller Wucht nochmal Einzug gehalten hatte. Schneemassen und eisiger Wind warteten dort auf uns und selbst der neue Hund von Frau F. aus S. zwischen P. und S. huschte von Haustür zu Haustür. Eigentlich wollte ich jetzt hier ein paar Belanglosigkeiten über unseren kleinen Ausflug schreiben, aber auf Frau F. wartete zuhause eine kleine Sensation, die sie mir umgehend mitteilte. In der Nacht vor unserem kleinen Erzgebirgsabstecher träumte sie nämlich wirres Zeug. Neben einigen anderen kleinen und größeren Mitbewohnern besitzt die junge Frau zwei wunderschöne und bezaubernde Main-Coon-Katzen. Herr Kater und Frau Katze hatten sich vor geraumer Zeit wohl einiges zu sagen und so trug es sich zu, dass man irgendwann erfreut feststellte, dass Frau Katze wohl in anderen Umständen sei. Ein Tierarzt wurde zu Rate gezogen, der diese Vermutung bestätigte.
Während unserer Hinfahrt ins verschneite Erzgebirge erzählte mir Frau F. nun, dass sie nachts davon geträumt habe, dass Frau Katze drei Kätzchen zur Welt gebracht habe und als sie gestern nach Hause kam, fiepte es hinter ihrer Couch. Zum Vorschein kamen – richtig – genau drei klitzekleine Main-Coon-Knäulchen und ich habe die Ehre, Euch das erste Bild von den frisch geschlüpften Kätzchen zu präsentieren. Bitteschööön… Sind die nicht Zucker??? Darüber hinaus werde ich mir einen Lottoschein besorgen und Frau F. aus S. zwischen P. und S. befragen, von welchen Zahlen sie geträumt hat. Das kann doch gar nicht schiefgehen.
Hier in Plauen schneit es nun schon den zweiten Tag in Folge, allerdings bisher nur nachts. Gestern und auch heute sah man morgens schneebedeckte Dächer und weiße Straßen. Die steigenden Temperaturen tagsüber ließen die weiße Pracht gestern allerdings recht schnell wieder verschwinden. Heute Morgen hingegen gab’s wieder Schnee und wir werden sehen, ob auch heute alles wieder schmilzt. Anderswo soll ja der Winter nochmal ordentlich zugeschlagen haben und das nehmen wir heute in Augenschein. Fräulein F. aus S. zwischen P. und S. und meine Wenigkeit werden heute einen kleinen Abstecher ins Erzgebirge unternehmen und nach Annaberg-Buchholz fahren. Ich bin sehr gespannt. Frau Bergzwerg wird uns dort hoffentlich mit warmem Kaffee und einer gut funktionierenden Heizung in Empfang nehmen.
Herr N. aus P.verweilt unterdessen im Plauener Umland bei seinen Freunden und amüsiert sich offenbar in vollem Umfang, denn man hört und sieht seit Montag nichts von ihm, was immer ein gutes Zeichen für sein Wohlbefinden ist. Wann er wieder nach Hause kommt, steht in den Sternen, denn er verlängert seine Besuche dort mit aller Regelmäßigkeit und aus einer geplanten Übernachtung werden dort fast immer sehr viele mehr. Ich warte einfach auf jenen Anruf, wenn er seine alte Mutter dorthin beordert, um ihn nach Hause zu holen. Solange die dortige Hausherrin nichts gegen ausgedehnten Aufenthalt einzuwenden hat, lasse ich ihm seinen Spaß, denn schließlich hat er Ferien. Das Zeugnis ist auch recht gut ausgefallen und ich kann zufrieden mit seinen Noten sein. Er bemüht sich und hat sich in einigen Fächern verbessert, wobei ich die Verschlechterung in den beiden anderen Fächern großzügig übersehe. Passt scho…
Herr S. aus P. geht seinen beruflichen Pflichten nach und beträgt sich nach seinem Fauxpas am vergangenen Wochenende vorbildlich. In alter Manier singt er schön schief sämtliche Hit-Giganten hoch und runter, macht und tut fleißig hier im Haushalt mit, schnippelt artig Gemüse und dergleichen, wenn Bedarf ist und ist auch sonst ganz lieb. Wenn’s so bleibt, kann und will ich ihm nichts nachtragen und werde ihn gewohnheitsgemäß am Singen hindern, denn manchmal singt er so schief, dass es weh tut. Aber der Spaßfaktor ist enorm hoch und entlockt mir immer wieder ein Lachen. Passt auch…
So Leute, meinereiner wird sich so langsam unter die Dusche begeben, damit Fräulein F. nicht warten muss, wenn sie mich dann gegen 8.00 Uhr hier abholt. Draußen schneit es noch und obwohl ich den Winter mit all seinen Eigenschaften liebe, mag ich endlich wieder Sonne und warme Luft draußen haben. Meine Winterliebe findet alljährlich im Februar ihr Ende und erwacht erst im November oder Dezember jeden Jahres wieder. Der Winter dauert mir zu lange. Passt überhaupt nicht…
Angenommen, man könnte irgendwo anrufen und all die Dinge bestellen, die man im Laden nicht kaufen kann – zum Nulltarif versteht sich. Da mich im Augenblick der Winter bzw. das vorherrschende Klima extrem nervt und man in den Monaten der kalten Jahreszeit fast nur im Dunklen oder bei trübem Wetter dahinvegetiert, spinne ich gerade herum, was ich dort alles bestellen würde.
Sommer (wer hätte das jetzt vermutet)
fleißige, kleine Zwerge, die nachts den Geschirrspüler gaaanz leise ausräumen
noch mehr fleißige, kleine Zwerge, die immer brav die saubere Wäsche zusammenlegen und in den Schrank räumen
ohne dick zu werden Negerküssen essen können (für alle anderen Leckereien bitte auch)
Abschaffung der Mülltrennung (knüppelt ruhig auf mich ein, ich hasse dieses Mülltrennungstheater)
kostenlosen DSL-Zugang in Lichtgeschwindigkeit
Pflanzen, die sich selbst versorgen (im Idealfall auch für pubertierende Kinder)
selbstreinigendes Katzenklo (macht nicht nur die Katze froh)
schon wieder so kleine, fleißige Zwerge, die jede Woche mein Auto innen und außen putzen
Wohnungsputzzwerge (so kleine, fleißige)
Kinderausschimpfzwerge (ganz große), damit Sohnemann sich die große Klappe abgewöhnt
jeden Tag drei Wünsche frei haben
Zopfflechtzwerg (da reicht einer)
Zwerg für alles andere
Reicht für’s erste, denke ich. Langweilig ist mir irgendwie immer noch, obwohl ich schon den halben Tag am rumrödeln bin. Scheiß Winter… Geht mir echt auf’n Lollo langsam. Ich will mal wieder ohne Jacke und mit nackten Füßen raus. Ja, ich weiß, kann ich auch jetzt, aber ich will dabei nicht frieren.
Habe schlecht geschlafen, bin nicht zuletzt deswegen auch schon enorm übellaunig aufgestanden und gehe entsprechend geladen in den Dienstag. Was weiß ich, welche Laus mir heute Nacht über die Leber gelaufen ist, aber heute ist einer dieser Tage, an denen ich hochexplosiv dem Alltag entgegensteuere und froh bin, wenn der Tag vorbei ist. Richtig fest schlafen konnte ich irgendwie nicht und so ist es kein Wunder, dass ich nicht wirklich ausgeruht bin. Gegen 4.30 Uhr gab ich mich geschlagen und kroch aus dem Bett. Herr S. aus P. bewältigte gestern seinen ersten Arbeitstag nach der Krankschreibung und war folgerichtig komplett gebügelt, als ich gestern Abend nach Hause kam. Mit knallroten und klitzekleinen Augen lag der Herr nahezu regungslos auf der Couch und blinzelte mühevoll in den Fernseher. Gegen 21.30 Uhr schickte ich ihn mitleidig schlafen und als ich knappe 20 Minuten später folgte, schlief man schon tief und fest.
Das Wochenende war durchschnittlich ruhig, aber meinen Film habe ich mal wieder nicht zu sehen bekommen. Entweder fehlte mir die Lust, mich auf die Handlung zu konzentrieren, dann wieder keine Zeit oder aber im TV lief gerade etwas, was ich nicht verpassen wollte. So staubt mein “Parfum” im Regal vor sich hin, aber aufgeschoben ist noch lange nicht aufgehoben. Nach knappen 14 Tagen kulinarischen Streifzügen durch die nyírische Speiselandschaft, kneifen nun mittlerweile schon die Hosen und ich enthalte mich seit gestern wieder etwas mehr. Die Krankschreibung von Herrn S. hatte zur Folge, dass wir hier fast täglich kochten, vereinzelt sogar Kuchen gebacken haben und nach Lust und Laune futterten. Nicht nur, dass die bösen, kleinen Kalorienmännlein nachts meine Hosen dann von Tag zu Tag enger nähten, nein, als ob das nicht reicht, füllte sich der Kühlschrank mehr und mehr mit Überbleibseln der Fressorgien, deren Verzehr ebenfalls notwendig wurde, denn wer wirft schon gerne Essen weg.
Ich weigere mich beharrlich, auf die Waage zu steigen, denn das Miststück lügt ohnehin. Bauch einziehen nützt da auch nix und ich werde essenstechnisch vorerst kürzer treten. So geht das ja nun nicht. Es ist nun wirklich nicht so, dass der Kühlschrankinhalt nicht enorm verlockend lächelt, wenn ich nach der darin befindlichen Milch greife und es fällt mir äußerst schwer, die Tür des selbigen ohne einen beherzten Griff hinein zu schließen. Es nützt aber nix, die temporären Speckröllchen müssen sofort wieder runter, denn wenn die sich erstmal festgefressen haben, wird es schwer, sie wieder loszuwerden. Mein erster “Reduktions”-Tag gestern zeigt bereits Wirkung und ich fühle mich sehr viel weniger gestopft als gestern noch. Es ist aber auch leidvoll, wenn man gerne isst und zur Zunahme neigt. Vor Sohnemanns Geburt hatte ich damit nie Probleme und konnte nach Herzenslust essen, was ich wollte, wieviel ich wollte und wann ich es wollte. Nun heften sich aber schon 15 Pfund einfach mal so an die Hüften, wenn ich an einem herzhaften Braten vorbeilaufe. Scheißdreck…
Jammern nützt nix, Enthaltsamkeit und Disziplin sind angesagt, wenn ich mich im kommenden Sommer mit leichterer Bekleidung nicht komplett blamieren will. Frau hat schließlich ihren Stolz und einen zweifelhaften Ruf zu verlieren . Wer macht mit???
Seit gestern bin ich nun wieder ein Jahr älter und da ich schon seit Jahrzehnten meinen Geburtstag nicht mehr feiere, unterschied sich der gestrige Tag nur unwesentlich vom Rest des Jahres, wenn man von den Glückwünschen absieht, die tagsüber per Handy, Email oder auf anderen Wegen via Internet ins Haus flatterten. Danke erstmal an alle, die mir ihre Glühstrümpfe an den Kopf geworfen haben. Ist nicht ganz einfach, da ich mein Geburtsdatum meist nicht preisgebe. Es ist dennoch erstaunlich, wieviele Menschen es trotzdem spitzkriegen. Der Tag begann also ziemlich ruhig, wie sonst auch. Eigentlich wollte ich ja bis Mitternacht ausharren und war gespannt, was Herr S. aus P. sich einfallen lassen hat, denn er behauptete, dass er kein guter Geschenkemacher sei. Also glotzte ich bis ca. 23.20 Uhr am Vorabend ein bisschen in der Gegend rum, kicherte mit dem Herrn ein bisschen in die Kissen und… Ja und…? Ich schlief ein…!!!
Mist verdammter…!!! Irgendwann lange vor dem Weckruf öffnete ich die Augen und Herr S. aus P. stellte folgerichtig und irgendwie leicht amüsiert fest: „Na? Bist wohl doch eingeschlafen?“ Ja, die alte Frau hat erfolglos mit dem Schlaf gekämpft und nun lag sie wie eine Eule mit riesigen Augen im Bett und glotzte erwartungsvoll in die Dunkelheit. Der Bettbeifahrer säuselte zuckersüße Geburtstagswünsche in sein Kissen und herzte mich. Geschenketechnisch vertröstete er mich etwas, da die Müdigkeit ihn bewegungsunfähig machte. Weiß der Geier, wo er die Präsente vor meinen neugierigen Augen versteckt hatte. Also schlüpfte ich aus dem Bett und tastete mich Richtung Küche. Die erste SMS war auch schon reingeflattert und Herr H. aus M. war in diesem Jahr der erste, der seine Glühstrümpfe weggeschnipst hatte. Herr S. aus P. hatte mich allerdings angewiesen, wieder ins Schlafzimmer zu kommen, wenn Sohnemann auf dem Weg zur Schule sei.
Artig erledigte ich meine morgendlichen Aufgaben und hopste immer noch neugierig zurück ins Schlafzimmer. Der alte Mann lag noch gemütlich im Nest, die alte Frau hüpfte glöcklewach in der Tür herum. Ein Grinsen und ein „Bin gleich da, ich brauch’ noch zwei Minuten…“ und ich tänzelte zurück ins Wohnzimmer zu meinem Milchkaffee. Wenige Augenblicke später blinzelte der alte Mann mit gewohnt sonniger Laune in die 60-Watt-Glühlampen der Küche und schaffte seine Stange Wasser weg, um sich danach mit einem Beutel bewaffnet auf der Couch niederzulassen. „Komm’ mal her…“ ordnete er an und ich folgte artig. Ich war gespannt wie ein Regenschirm, ich geb’s zu. Als erstes zauberte er eine Zahnbürste aus dem Beutel. Ich fing an zu lachen, wirklich. Wir hatten kürzlich eine Unterhaltung, in deren Verlauf ich erwähnte, dass ich ein Ich-habe-nur-eine-Zahnbürste-Mensch bin und diese Zahnbürste schleppte ich dann überall mit hin, wenn ich verreise oder außer Haus übernachte.
Also sorgte Herr S. aus P. dafür, dass ich endlich eine zweite Bürste habe. Welche Farbe hat er ausgesucht? Richtig – LILA… Ja, diese Bürste war von Dr. Best, sie vibriert – genau wie meine bisherige BLAUE – und sie war quietsche-lila. Leute, die mich gut kennen, wissen, dass ich lila hasse wie die Pest. Gut, dann mache ich in Zukunft beim Zähneputzen die Augen zu. Weiter… Was ist noch in dem Beutel? Hab’ ich schon erwähnt, dass mein linker Hausschuh ein Loch hat? Seit Monaten schaue ich mir deshalb Hausschuhe an und bisher genügte kein Pantoffel meinen Ansprüchen. Nun zauberte der alte Mann einen neuen linken Hausschuh aus der Tüte. Snoopy-Pantoffeln, richtig süße und…??? Welche Farbe??? Rüschdüsch…!!! LILA…!!! Sehr hell, aber dennoch lila… Ich starrte etwas irritiert auf den Schuh und er sagte: „Links war das Loch, gelle? Deshalb hab’ ich auch nur einen linken Hausschuh.“ Ich grinste und schaute auf meinen alten Schuh. Natürlich gab es auch noch den passenden rechten Schuh und Herr S. aus P. stülpte mir die neuen Zuhause-Treter über die dicken Flauschisocken.
Ich konnte nicht umhin, die Farbe zu erwähnen und er behauptete sogar, das wäre die gleiche Farbe, wie meine alten Schuhe. Nein, das stimmt überhaupt nicht, denn die sind hellblau. Farbenblind??? Ja, isser…!!! Naja, egal… Ich fand’s irgendwie trotzdem total lustig und dann zog der alte Mann noch eine rote, längliche Schmuckschachtel mit goldener Schleife aus dem Beutel. Meine Augen wurden groß und fingen an zu glänzen. Gierig nahm ich die Schachtel an mich und wendete meinem Gönner den Rücken zu, denn ich wollte ganz alleine reinschauen. Dort drin lag ein Armband, silbern, mit mächtigen und wunderbar schlichten Gliedern, genau wie ich es mag. Ich strahlte, denn ich liiieeebe Armbänder und trage so einige davon, die ich niemals ablege, nichtmal zum Duschen oder sonstwann. Treffer und versenkt…!!! Danke danke danke…!!! Zwei Glieder mussten entfernt werden, denn mein Ärmchen war zu dünn für das gute Stück. Deshalb beschlossen wir, uns ausgehfertig zu machen und das gleich zu erledigen.
Armband zum Kürzen abgegeben und erstmal bissle in der Stadtgalerie schlendern. Wir liefen unter anderem an einem Klamottenladen namens „Boombastic“ vorbei, als Herr S. aus P. wieder anfing zu singen: „Mister Pullover-lover…“ und Frau N. aus P. weinte vor Lachen… Natüüürlich sang er wieder mit vogtländischem Slang, ganz klare Sache. Shaggy wäre vor Scham im Boden versunken, aber ich kicherte und gackerte bis zur Rolltreppe weiter und Herr S. lief grinsend voraus. Wir stöberten ein bisschen hier und ein bisschen da und aßen etwas und dann holte ich mein neues Armband wieder ab. Nach einer weiteren „Wir-gucken-ein-bisschen-rum“-Runde in einem anderen Geschäft beschlossen wir kurzerhand zu ihr zu fahren, weil sie jetzt eine nagelneue Wii besitzt und das müssen wir ausprobieren. Käffchen gibt’s dort auch und Spaß bestimmt sowieso. Also nix wie hin und Bowling spielen. Hat Spaß gemacht und das wiederholen wir ganz sicher bei Gelegenheit.
Mein Tag war lustig… Mir hat’s gefallen und trotzdem ich mich geweigert habe, meinen Geburtstag zu zelebrieren, war der Tag schön. So mag ich’s – schlicht aber schön. Und Ihr so?
„Hab’ ich Dir schon erzählt, dass mal ein Reh ganz dicht vor mir stand? So in freier Wildbahn, ganz nah dran, war nur ein Meter zwischen mir und dem Reh.“
„Nee…“
„Das war, als ich mit meinem Opa Hagebutten sammeln war. Ringsrum freies Feld, nur diese Hecke und ein Schotterweg. Und plötzlich stand dieses Reh vor mir und Opa flüsterte, dass ich mich nicht bewegen soll.“
„Echt? Ich weiß, woran das lag, dass es nicht weggelaufen ist.“
„Ja, der Wind stand ungünstig, es konnte mich nicht wittern, hat Opa damals gesagt.“
Kurzfristig hatten Herr S. aus P. und die werte Frau N. aus P. einen Abend und die dazugehörige Nacht bei Fräulein F. aus S. zwischen P. und S. verbracht und dort gab es mal wieder Kirsch in rauen Mengen, was bei meinem Füchslein wieder zu physischen Entgleisungen führte, die ich photographisch festhalten musste. Herr H. aus M. wachte sorgsam darüber, dass Frau F. den Halt nicht gänzlich verliert, was ihm zu 99% auch gelang, jedoch stürzte das angeheiterte Füchslein während ihrer letzten artistischen Meisterleistung ganz ordinär von ihrer Couch, was ich ebenfalls eingefangen habe. Herr H. aus M. konnte sich nicht mehr halten, wir auch nicht und das Füchslein schämte sich (siehe letztes Bild). Aber seht selbst, was meine Kleene mal wieder verzapft hat. Ja, betrunken ist sie immer wieder ein kleines Highlight…
Da ich nun schon die ersten Beschwerden über die derzeitige Schreibpause erhalten habe, möchte ich Euch wenigstens wissen lassen, dass Frau N. aus P. Weihnachten und auch Silvester im Kreise sehr netter Menschen verbracht und über alle Maßen genossen habe. Sogar der eine oder andere kleine und größere Wunsch wurde mir erfüllt und am ersten Weihnachtsfeiertag fand ich dann noch ein verspätetes und vollkommen unerwartetes Geschenk, von dem Ihr vielleicht im Laufe diesen Jahres noch das eine oder andere hören bzw. lesen werdet.
So, mit ein bisschen Verspätung folgt nun der Bericht vom vergangenen Wochenende und dem gestrigen Montag. Am Freitag Abend tuckerte ich nun in Richtung S. zwischen P. und S., um dort gemeinsam mit Frau F. das gigantöse Weihnachtsgeschenk für deren Liebsten aufzubauen. Der Laptop von F. brauchte auch dringend eine Wurmkur, was ich gleich am Freitag in Angriff nahm. Also raffte ich nahezu meine komplette Technik hier zusammen und stopfte alles in meinen Mädchenchrysler. Da ich mir zum Fahren nur ein paar Gucklöcher in den Schnee geschaufelt hatte und guten Mutes war, dass der Rest der endlich eingetroffenen Schneemassen sich während der Fahrt verabschieden würde, war meine Sicht anfangs stark eingeschränkt. Nun war ich auch nicht gerade in salonfähiger Kleidung – also eher in Gemütlichhosen, Wuschelpulli und Zauselhaaren – und beeilte mich zugegebenermaßen, schleunigst in mein Auto zu kommen.
Es hatte herrlich geschneit, wurde ja auch Zeit. Mit eigenem Laptop, externer Festplatte, gefühlten 482.000 CDs und 15 km Kabelsalat im Gepäck verließ ich die Ost und schielte mehr schlecht als recht über den Schneeberg auf meiner Motorhaube. Wie Frauen nunmal so sind, spekulierte ich darauf, dass genau dieser Schneeberg sich durch den Fahrtwind und auch die entstehende Wärme unter der Motorhaube früher oder später verflüchtigen würde. Dass dies reine Spekulation war, bestätigte sich spätestens in Mehlteuer, denn dort stieg Frau N. aus P. dann entnervt aus ihrem Mädchenchrysler und wollte in der Parktasche einer Bushaltestelle im Dunkeln dann die restlichen Schneemassen entfernen. Natüüürlich kam ausgerecnet in diesem Moment der Bus und ich musste fluchtartig die Parktasche verlassen. Meckernd und keifend suchte ich die nächstbeste Einmündung, was aber im Dunkeln und mit geschwächten Linsen meist in letzter Sekunde erfolgt und bei verschneiten Straßen nicht ganz ungefährlich ist.
Irgendwo bei Drochaus schlenkerte ich dann nochmal zu den Parkflächen vor ein paar Glascontainern und vollendete meinen Versuch, die Sicht nach vorn durch die endgültige Entfernung der nunmehr wirklich störenden Schneehügel zu verbessern. Meine Theorie war nicht ganz aufgegangen, typisch Weiber. Abgekämpft und trotzdem schon wieder kichernd kam ich bei Frau F. an und schleppte meinen ganzen Plunder in deren Hütte. Ein bisschen schnattern, ein bisschen Kaffee, ein bisschen zuviele Zigaretten und ein paar Stunden später war die grobe Arbeit am fremden Laptop erledigt und den Feinschliff hob ich mir für Samstag/Sonntag auf. Mit der sprichwörtlichen Kehrschaufel am Arsch kroch ich auf die niegelnagelneue Couch und sah mit den beiden Dorfheinis noch ein bisschen fern. So ziemlich gegen Mitternacht übermannte Frau F. dann doch noch ein Hüngerchen und so gab es mitten in der Nacht noch Farfalle mit dieser amerikanischen Tomatentunke und fein gekrümeltem Käse. Nein, kein Parmesankäse, sollte das unklar sein.
Geschlafen war dann fix und nach einer angenehmen Dusche machte ich mich morgens dann über die Feinheiten der Neuinstallation. Die seltsame Kaffeemaschine der Frau F. verweigerte mir den morgens unabdingbaren Kaffee, aber da besagte Frau F. mich in der Küche rumoren hörte, war selbige schnell zur Stelle und löste mein fundamentales Problemchen und kurz danach plätscherte mein geliebter Morgenkaffee durch sämtliche Herzkammern. Am frühen Nachmittag ordnete ich für das verliebte Pärchen einen kulinarischen Abstecher ins naheliegende Umland an und verordnete angesichts der dortigen Schneepracht auch noch den Bau eines ansehnlichen Schneemannes. Die Beiden leisteten artig Folge und Frau N. aus P. verabschiedete sich für einige Stunden ins benachbarte Ausland, um dort feinste Tabakwaren zu erstehen. Auf dem Hinweg organisierte ich noch schnell die Festplatte für den Laptop von Frau Mama, der hier auf seine Reparatur wartete und gönnte mir ein kleines Akustikschmankerl von den „Korn“-Jungens, welches ich auch gleich in den Player meines Gefährts stopfte, wo den Lautstärkeknopf unaufhörlich drückte.
Fröhlich gröhlend und beschwingt setzte ich meine kleine Reise fort und kurz vor Einbruch der Dunkelheit traf ich wieder in der ländlichen Idylle des Plauener Umlandes ein. Herr H. aus M. brach am frühen Abend zu seiner anstehenden Weihnachtsfeier auf und wir Mädels konnten nun endlich mit dem Aufbau seines Geschenkes beginnen. Es versteht sich von selbst, dass Frau F. mich nicht informierte, welches Werkzeug ich eventuell noch mitbringen könnte, weil sie vergessen hatte, den Akku ihres Schraubers zu laden und nur einen ausgeleierten Bit besaß. Also packten wir erstmal die 248 Kartons mit den darin befindlichen 7329 Beutelchen voller Schrauben und Unterlegscheiben aus. Mir kamen beim Anblick dieser Einzelteile fast die Tränen, ich schwör’s Euch. Die folgenden 4-5 Stunden verbrachten wir nun mit Lesen der Montageanleitung und dem Aufbau. Irgendwie blieben natürlich jede Menge Schrauben übrig, aber das Teil stand wie eine deutsche Eiche und wir vergnügten und mit der ersten Inbetriebnahme. Genaueres darf ich an dieser Stelle leider nicht verraten, da Herr H. aus M. ja auch gerne hier stöbert.
Am Sonntag Mittag dann trat ich die Heimreise an und stürzte mich auch gleich auf dem Mama-Laptop, der inzwischen wieder schnurrt wie ein Kätzchen. Fix ist er, funktioniert einwandfrei und Mama, Schwesterlein und Gatte/Papa freuen sich sicher, wenn der gute Klapperkasten endlich wieder im Saarland eintrifft. Endlich konnte ich meinen Saarländern auch mal was gutes tun, was mir sonst nicht so einfach mal möglich ist, da uns ja einige hundert Kilometer trennen.
Zu guter Letzt war ich nun gestern an einem ganz ungewöhnlichen Ort zum Kaffee eingeladen und möchte meine Bewunderung ausdrücken. In den letzten Jahren herrschte zwischen ihr und mir eigentlich fast komplette Funkstille. Zwar verbinden uns enorm viele Kindheits- und Jugenderinnerungen, aber persönliche Entwicklungen und Meinungsverschiedenheiten führten vor einigen Jahren dazu, dass sich unsere Wege konsequent trennten. Böse Worte und ebenso böse Blicke waren die Folge und so war keiner wirklich traurig darüber, dass der Kontakt abbrach. Vor einiger Zeit entstand nun wieder vorsichtiger Umgang, nicht zuletzt durch das Internet und gemeinsam besuchte Plattformen. Einer Bemerkung meinerseits bezüglich Silvester folgte ihrerseits eine völlig unerwartete Einladung und ich wiederum schlug einen Kaffeeplausch vor, der so vollkommen unerwartet angenehm verlief. Nach Jahren des Schweigens saßen die beiden Frauen an einem Tisch, die sich in den vergangenen (fast) acht Jahren (!!!) mit dem sprichwörtlichen Arsch nicht ansahen. Ich bin ein äußerst nachtragender Mensch und bin einigermaßen beschämt, dass die Gegenseite das nicht zu sein scheint.
Gestern nun tratschten und lachten wir erstaunlich entspannt und tranken ordentlich viel Kaffee. Ich durfte einen Blick in die heiligen Hallen werfen und den heimischen Hund wurschteln. Ich danke Dir sehr für diese Einladung und spreche Dir hier an dieser Stelle offen meine Hochachtung vor Deiner Gutmütigkeit aus, denn Du bist weniger nachtragend als ich und kannst offenbar sehr viel schneller über Deinen Schatten springen. Es war schön, über Erinnerungen sprechen zu können und mir gefällt das dunkle Laminat in Deinem Wohnzimmer über alle Maßen. Gnihihi… Ich sehe, dass Du Dich in den letzten Jahren sichtbar weiterentwickelt hast und bin in hohem Maße erstaunt, dass das gestern so passiert ist. Wir unterscheiden uns nach wie vor enorm und trotzdem fand ich es wirklich toll, wie leicht Dir dieser Schritt zu fallen schien. Ich fuhr mit gemischten Gefühlen in Deine Richtung und habe rein gar nichts erwartet. Wer nichts erwartet, kann bekanntermaßen nicht enttäuscht werden. Ich als alter Skeptiker betrat nun recht zaghaft Dein Heim und wurde herzlich empfangen und meine anfängliche Scheu legte sich nach einigem Zögern. Danke nochmal, ich bin immer noch ziemlich überrascht, denn ich hatte mit allem gerechnet, nur nicht damit…
Liebe Mädels, in einigen Stunden werde ich mich in Richtung von Frau F. verabschieden und dort den Großteil meines Wochenendes verbringen. Wir werden Weihnachtsgeschenke zusammenbauen, Laptops wieder in Ordnung bringen und wir werden wie immer sehr viel lachen und sehr viel reden. Ich wünsche allen Lesern ein schönes und wunderbar verschneites Wochenende und tauche am Montag in alter Frische wieder auf – versprochen…
Ich bin ja eigentlich ein Wenig-Telefonierer. Ich bin bekennender SMS-Schreiber und rufe höchst selten mal jemanden an, wenn man von den üblichen Behördentelefonaten absieht. Das heißt jedoch keineswegs, dass ich auch keine Anrufe entgegen nehme. Klar gehe ich ans Handy, wenn jemand anklingelt, zumindest meistens. Gestern wurde mein Akku nun zum zweiten Mal in dieser Woche an einem einzigen Tag mehrfach leertelefoniert. Ihr habt richtig gelesen, nicht einmal sondern mehrfach. Nun fragt Ihr Euch sicher, welche Quasselstrippe da am anderen Ende saß. Tja, dort saß eine junge Dame, die sich eigentlich im Prüfungsstress befindet, aber eine gesunde Zwangspause einlegen musste, da in den rauchenden Kopf keinerlei Information mehr gelangen wollte. Also empfahl ich ihr vorgestern eine Ruhepause und Ablenkung. Und wer lenkte sie ab? Richtig, Frau N. aus P..
Als mein Akku das erste mal nach einiger Zeit zu kapitulieren drohte, wies mich Frau F. aus S. zwischen P. und S. unnachgiebig an, mich gefälligst mit Kabelsalat Ladegerät auszustatten und gefälligst an der Strippe zu bleiben. Als rechtschaffender und folgsamer Bürger kam ich diesem Befehl Anliegen natürlich nach und schon offenbarte sich das nächste kleine Problemchen. Ich war aufgrund der notwendigen Verbindung zur Stromquelle bewegungstechnisch stark eingeschränkt. Zuerst hatte ich die energische Order erhalten, unter den Tisch zu kriechen und eine Steckdose freizuräumen, nun war ich auch noch beschränkt handlungsfähig, da ich eine Hand immer für den Hörer brauchte. Also kramte ich meine Ohrstöpsel hervor und alle Steckplätze am Handy und an meinem Kopf waren belegt. So saß Frau N. aus P. nun da, mit ladendem Handy im Dauerbetrieb und wie James Bond mit Ohrstöpseln versehen.
Wer jetzt denkt, wir hätten ununterbrochen gequasselt, irrt gewaltig. Nein, wir verbrachten gewissermaßen den Tag per Telefon zusammen. Jeder erledigte seine Dingelchen und Sächelchen im Haushalt, am Laptop, sprach mit anderen Menschen nebenbei oder summte einfach nur in den Hörer. Warum wir telefonierten, ohne etwas zu sagen zu haben? Nun ja, das ist eine gute Frage. Zum einen lenkte diese Art von – wie soll man es nennen – Konversation die junge Dame am anderen Ende wunderbar ab und die Zeit verging wie im Flug. Sicher interessiert Euch jetzt, wie lange wir uns „unterhielten“. Das erste Mal schaute ich gegen 15.30 Uhr an die Uhr. Unser Telefonat dauerte zu diesem Zeitpunkt allerdings schon eine Weile an. Unser „Gespräch“ beendeten wir gegen 21.00 Uhr. Ich sehe in diesem Moment förmlich Eure Augen hervorquellen, denn auch ich staunte nicht schlecht, wie lange man nichts sagen kann und trotzdem telefoniert.
Aber Frau F. aus S. zwischen P. und S. war erfolgreich und abgelenkt durch den Tag gekommen und kann heute vielleicht wieder etwas entspannter für ihre Prüfung lernen. Lustig wars auf jeden Fall, denn ich musste hin und wieder unvermittelt lachen, weil ich im Geiste neben mir stand und diese seltsame Situationskomik beobachtete. Weiber…
Weiß der Geier, ob die Mondphasen schuld sind oder ob ich mein Kissen falsch zurecht geknautscht hatte – ich hab’ grottenschlecht geschlafen und neuerdings sinke ich immer erst in den frühen Morgenstunden in wirklich tiefen Schlaf. Morgens steht man bzw. frau dann halbtot auf und die Laune befindet sich bereits im Liegen in einem unterirdischen Level. Solche Arschlochtage haben sicher auch mit dem tristen Wetter dort draußen zu tun. Keine Sonne, kein gescheites Klima, kein Schnee, einfach gar nix. Nicht mal Wetter ist dort draußen zu sehen. Der November ist mein Hassmonat, denn er ist einfach nur scheißgrau und scheißtrübe und scheißnass und scheißlangweilig. Man bekommt nur eine minimale Dosis Tageslicht, die Gemütslage passt sich den Farben vor der Haustür an und dabei kommen dann solche Blogeinträge raus. Verflucht noch eins…
Amy Winehouse versucht derweil krampfhaft „Valerie“ vom Winterschlaf abzuhalten, Sohnemann schläft wie immer tief und fest, worum ich ihn beneide und das Katzentier flitzt wie angestochen durch die Wohnung. Wie kann man am frühen Morgen so unverschämt fit sein? Und so ein bisschen doof ist die schwarze Arschlocke ja extra noch. Ich schlurfte gerade missmutig in die Küche, um mir noch einen Becher frischen Kaffee zu holen und Fräulein Katze „fängt“ mich mit Vorliebe, wenn ich abwesend vorbeilaufe. Sie springt dann immer aus irgendeiner Ecke vor oder neben meine Füße und breitet regelrecht die „Arme“ aus, so á la „Hasch mich, ich bin der Frühling!!!“. Nicht selten komme ich dabei fast zu Fall und fluche wie ein Droschkenkutscher, weil ihr das riesigen Spaß macht und ich schon mehrfach dabei Kaffee verschüttet habe. Seltsamerweise macht sie das in dieser Intensität auch nur mit mir. Vielleicht weil ich mich besonders wortreich darüber ärgern kann.
So auch vor wenigen Minuten, nur diesmal klappt es – wie so oft – nicht so recht mit dem „Erschrecken“ und Fräulein Miezekatz’ wollte die Richtung ändern und steuerte Richtung Küche. Dabei konzentrierte sie sich offenbar noch zu sehr auf meine Füße und „rammelte“ sich am Türpfosten – laut hörbar. Mein Laune-Level schnalzte für einige Sekunden in schwindelerregende Höhen und ich konnte mir ein gehässiges Kichern nicht verkneifen. Da wir uns ja schon etwas länger kennen, laufe ich schon betont langsam an ihr vorbei, wenn ich sie auf der Lauer entdecke, was ihre „Fangversuche“ meist schon im Vorfeld zum Scheitern verurteilt, aber ab und an gleingt es ihr ja doch, mich zum Stolpern zu bringen, was offenbar genug Motivation für sie ist, das auch in Zukunft nicht zu unterlassen. Sie tut das auch vornehmlich, wenn man noch nicht so ganz anwesend ist, was die Erfolgsquote prozentual enorm steigert.
Aber manchmal stellt sie sich eben auch selbst ein Bein dabei und dann lacht Frau N. aus P., weil sie mit ungesund viel Schadensfrohsinn ausgestattet wurde. Solche Kleinigkeiten heben die Laune einen Moment lang und Frau Arschlocke unterlässt für einige Minuten ihre Hasch-mich-Spielchen, was mir genug Zeit verschafft, meinen Kaffee ohne Verluste zum Schreibtisch zu balancieren. Diese Pausen sind aber meist nicht von langer Dauer und sie hockt jetzt schon wieder in der dunklen Küche und lauert. Als ob sie weiß, dass ich Sohnemann gleich wecken muss. Nein, sie trägt weder eine Uhr, noch kann sie die Uhr lesen. Aber sie „weiß“ es trotzdem und wartet geduldig, bis Frau N. vorbeischlurft. Leider ist es mir bisher nicht gelungen, einen ihrer „Überfälle“ zu filmen, aber wer Katzen hat, weiß, wieviel Blödsinn sich diese Plüschpopos ausdenken, um ihre Mitbewohner in den Wahnsinn zu treiben.
So, es ist soweit. Vorgestern war ich bei Frau F. aus S. zwischen P. und S.. Geplant waren ein ruhiger Abend mit leckerem Essen und vielleicht einem guten Film. Auf dem Hinweg organisierte ich noch ein bisschen was Süffiges und düste in die ländliche Einöde. Dort angekommen begann Frau F. auch recht bald mit der Zubereitung des geplanten Essens und Herr H. aus M. und ich amüsierten uns einstweilen prächtig über Frau F.s Bastelleidenschaft, die sie gekonnt in die Zubereitung einfließen ließ. Das Mahl mundete hervorragend und wir lobten die Köchin über den grünen Klee. Da ich für Frau F. obendrein auch einen DVD-Player im Gepäck hatte, suchten wir uns einen guten Streifen aus und machten es uns mit vollgefutterten Bäuchen vor der Glotze gemütlich.
Der Film war irgendwann auch vorbei und Frau N. aus P. hatte die Hälfte verschlafen – was sonst. Nun trug es sich zu, dass Herr H. aus M. zu später Stunde noch einmal das Haus verließ und Frau F. übermütig zur Flasche griff. Drei Flaschen Saure Kirsche warteten auf ihren Verzehr, doch Frau N. verspürte keinerlei Gelüste nach hochprozentigen Getränken und nippte lustlos an ihrem Gläschen. Frau F. allerdings beschloss kurzerhand, die ganze Flasche allein zu trinken. Nein, was sage ich, einzuatmen… In respektabler Geschwindigkeit leerte sie die ganze Flasche und man konnte zusehen, wie ihre Zunge schwerer, die Augen glasiger und die Muttersprache unverständlicher wurden. Irgendwann suchte sie im Stechschritt das Bad auf und von ihrem dritten (!!!) Besuch dort kehrte sie nicht zurück. Als ich vorsichtig nachschaute, was dort drinnen wohl treibe, bot sich folgender Anblick.
Videos folgen… Für besorgte Mitleser darf ich anmerken, dass Frau F. ihr Einverständnis zur Veröffentlichung sämtlichen Bildmaterials erteilt hat. Die Bilder können nur einen minimalen Eindruck des Spaßfaktors wiedergeben, der den verbliebenen Zaungäste an diesem Abend zuteil wurde…
Nachtrag: Auch wenn Frau F. der Veröffentlichung zugestimmt hat und sogar die Videos zur allgemeinen Belustigung hier stehen lassen wollte, habe ich mich jetzt entschlossen, das gesamte Bildmaterial unter Verschluss zu halten. Die Bilder habe ich in einem gesonderten und geschützten Artikel für sie zugänglich gelassen, die Videos habe ich komplett entfernt. Irgendwie hatte ich etwas Magendrücken dabei und habe das jetzt ohne Rücksprache so entschieden.
Nachdem ich den gestrigen Abend in S. zwischen P. und S. bei Frau F. verbracht habe und gelinde gesagt Tränen gelacht habe, entschied ich mich heute kurzerhand für einen sehr entspannten und absolut femininen Abend. Eigentlich bevorzuge ich ja die Sorte Filme, bei denen angemessen viel Gänsehaut entsteht, aber heute wollte ich endlich den Film des vergangenen Sommers sehen, der mir glatt durch die Lappen gegangen war – „Sex and the City“. Wer diese Kultserie kennt und liebt, muss diesen Film auch sehen, nicht wahr? Also machte ich auf dem Rückweg von Frau F. einen Zwischenstop beim nahegelegenen DVD-Dealer meines Vertrauens und besorgte mir das Frauen-Must-Have des Jahres. Noch eine große Tüte Cashewkerne dazu und fix nach Hause…
Mädels, der Film entspricht ganz den Erwartungen, spart nicht an den altbekannten Storys, nur eben hübsch in Spielfilmlänge verpackt und auch diesmal nicht ohne Happy End. Ich verrate nichts, schaut Euch den Film an und legt ein paar Tempos bereit – nur für den Notfall. Wer sich kürzlich getrennt hat, wird vielleicht den einen oder anderen Seitenhieb kassieren müssen und wem seine beste Freundin abhanden gekommen ist, der wird sicher jene Drehbuchautoren verfluchen, die das Thema Frauenfreundschaft so wunderbar aufbereitet haben. Alles in allem ein wirklich schöner Film, der meinetwegen noch weitere vier Stunden hätte dauern dürfen. Der perfekte Streifen für einen schönen Weiberabend mit Prosecco und Plüschpantoffeln – einfach wunderbar. Und wer schon mal testen will, welcher SATC-Typ er/sie ist, kann das hier tun.
Und für meine treuen Mädels, die über die kurzweilige Schließung meines Blogs so enttäuscht waren, gibt es morgen ganz außergewöhnliche Bilder von einem eigentlich gar nicht so außergewöhnlichen Abend – zumindest begann er ganz harmlos. Lasst Euch überraschen, es wird lustig…
Guten Morgen Mädels, Frau N. aus P. ist heute wunderbar ausgeschlafen und die kleine Fellfratze hier links schläft genauso tief und fest wie ich wohl heute Nacht. Bin gestern recht früh ins Bett gegangen, weil ich irgendwie besonders müde war und bin erst heute Morgen nach sage und schreibe sieben (7!!!) Stunden ununterbrochenen Schlafes wieder aufgewacht. Offenbar lag ich sogar noch in der Haltung da, in der ich gestern Abend eingeschlafen bin, denn irgendwie fühlte sich alles eingerostet an. Die Gelenke knarrten regelrecht und ich verbitte mir jetzt jeglichen Kommentar, der auf mein Alter anspielt, meine Damen. Man reizt eine Frau des reiferen Semesters nicht unnötig, das kann lebensgefährlich sein. Ganz besonders spreche ich hier die Dame mit der eigenartigen Frisur an. Ihr rutschen hin und wieder leichtsinnige Bemerkungen über die Lippen, was meinerseits kleine Nadelstiche in Richtung Haarpracht zur Folge hat… Grüßle in die Annaberge…
Heute steht nicht ganz so viel an. Als erstes muss ich mal ins benachbarte Ausland, feinste Tabakwaren erwerben. Anschließend versuche ich meine Aufgaben bezüglich des studioeigenen Laptops zum Abschluss zu bringen, aber ich vermute, dass die Kopierzeremonie, die mir dort bevorsteht, einige Stunden in Anspruch nehmen wird. Nach erfolgreichem Formatieren und sämtlichen Neuinstallationen schnurrt das Gerät zwar wieder wie ein Kätzchen, aber es müssen natürlich wieder alle Vorlagen und Photos auf den Rechner, damit die Kundschaft auch auf den Conventions die Werke der Plauener Tattookunst bewundern kann. Da das nicht nur fünf Bilder sind, dauert das mit großer Wahrscheinlichkeit sehr lange. Egal, eine Frau muss tun, was eine Frau tun muss.
Gestern Abend ergab sich eine merkwürdige Unterhaltung mit Sohnemann. Kurz vor dem Schlafengehen lag er so gemütlich auf dem Teppich herum und reckte sich in seinem Schlafanzug genüsslich, als Nina Hagen über den Bildschirm flimmerte. Ich weiß noch genau, wie diese Frau auf mich wirkte, als ich noch in Sohnemanns Alter war. Ihr Äußeres und ihr recht eigenartiges Auftreten verursachten bei mir diese Mischung aus Neugier und Gruseln. Im Laufe der Jahre veränderte sie sich zwar stiltechnisch, aber ihre Ausstrahlung ist unverändert. Sie ist so anders, so einzigartig und so unvergleichbar. Sohnemann schaute mit genau dieser Mischung auf den Bildschirm und ich sah in seinem Gesicht, dass Nina Hagen auch bei ihm für Ratlosigkeit sorgte.
Ich sah ihn an und erzählte ihm davon, was ich früher über diese Ausnahmeerscheinung dachte. Inzwischen sehe ich Frau Hagen mit ganz anderen Augen und ich darf beiläufig auf den Spruch hier rechts verweisen, der die Andersartigkeit von Menschen besonders schön beschreibt. Früher war ich von Nina genervt, fast schon angewidert und konnte nicht nachvollziehen, womit diese Frau so erfolgreich sein könnte. Besonders hübsch war sie nicht, ihre Lieder kapierte ich schlichtweg nicht – wenn man vom schusseligen Michael absieht, der den verdammten Farbfilm vergessen hat – und auch sonst war diese Frau irgendwie komisch und einfach nur schräg. Was ein Punk ist, wusste ich zwar, aber Punks hatten in meiner Vorstellung doch grüne Irokesenschnitte, zerlumpte Klamotten und Sicherheitsnadeln im Ohr und sonstwo.
Nina Hagen war ein Punk und hob sich auch unter ihresgleichen mehr und mehr ab und je älter ich wurde, umso sympatischer wurde mir dieses Unikat. Ja, sie ist noch immer abgefahren drauf und sie trägt mit ihren 53 Jahren Klamotten, die nichtmal die Teenager anziehen, aber sie hat derart viel Ausstrahlung und Charisma, dass es schon fast weh tut. Und ich sagte einen ganz besonderen Satz zu meinem Sohn: „Nina Hagen kleidet sich bunt und schrill, sie denkt laut und schert sich ‘nen Dreck darum, was die ganze Welt über sie denkt. Und soll ich Dir was sagen? Diese Frau hat eine bunte Seele…“ Minutenlang dachte ich über den allerletzten Satz nach und kam zu der Überzeugung, dass ich meines Erachtens den Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Ja, sie hat eine kunterbunte Seele.
Sie wurde nicht erst so schrill, als sie erfolgreich wurde, nein, sie war schon immer so und ich mag diese Art. Vor einigen Monaten kam ein Bericht über sie, der ihre Suche nach einem neuen Zuhause dokumentierte. Ihr Sohn Otis war ebenfalls zu sehen und ich erwischte mich immer wieder dabei, wie ich lächelnd diese Frau betrachtete. Ihre Art zu sprechen, ihren Kauderwelsch aus Hochdeutsch, Englisch und Sächsisch finde ich zum Schießen und die Frau diskutiert ohne Wenn und Aber an der Kasse im Supermarkt mitten in den USA mit ihrem Sohn darüber, dass das Waschmittel, das er ausgesucht hat, um Gottes Willen nicht umweltfreundlich sei und dass sie das nicht dulden könne. Der Hammer… Irgendwie ist diese Frau so bodenständig und sobald ihre Gedanken Wind unter die Flügel bekommen, träumt sie laut drauflos. Einfach bezaubernd, wie diese Frau mit Menschen umgeht und sich dabei immer treu bleibt.
Sie kann nicht Autofahren und lässt sich vom Kumpel ihres Sohnes Fahrstunden geben, quasselt ununterbrochen, zeigt ihre Nervosität und plappert: „I have a bedenklich hohe Herzfrequenz.“ und ich muss laut loslachen, weil sie so komisch sein kann und dann wieder todernst, alles innerhalb weniger Sekunden. Und ich schäme mich ein bisschen dafür, dass ich diese Frau früher so abartig fand. Heute mag ich sie über alle Maßen und bin ein heimlicher Fan von ihr. Nein, nicht von ihrer Musik, aber von ihr als Mensch. Sie ist genauso alt wie meine Frau Mama und passt in absolut keine Schublade. Sie ist bunt, lebt bunt und verbreitet mit ihrer Art so viel Farbenfreude, dass es kracht. Herrlich sowas und solche Menschen braucht das Land. Nein, ich möchte nicht so sein wie sie, weil sie viel authentischer ist, als ich es je sein könnte, aber solche Freunde hätte man gerne in seinem Umfeld.
Nina, Du bereicherst mein Denken und meine kleine kaputte Welt, wenn ich Dich im Fernsehen erwische und bei Dir bleib’ ich immer wieder und mit stetig wachsender Begeisterung gerne hängen. Tolle Frau, tolles Wesen und die sympatischste Verrückte, die mir bisher untergekommen ist. Nina, Du bist und bleibst die Mutter aller Punks und das ist gut so. Diesen Song hier mag ich und den hab’ ich während der ersten Zeit nach meiner letzten Trennung sehr oft angehört, auch wenn die Knef mir eigentlich nie so lag, aber Nina bringt das genauso gut rüber. Spätestens jetzt kennt Ihr eine meiner berühmten Leichen, die wir alle im Keller verstecken. Die Beatles liegen dort unten, die Musik der 50/60-er Jahre aus den Staaten (deshalb mag ich den Film „Good Morning Vietnam“) und auch dieser Knef-Song. Die anderen Leichen zeige ich Euch bei passender Gelegenheit, meine Damen. Das gibt noch Stoff für tausende von Artikeln her, verlasst Euch drauf. Und als ich diesen Song jetzt nach so einigen Monaten zum ersten Mal wieder angehört habe, musste ich ein paar Tränchen opfern, denn zum einen ist das eine Art Trennungsmelodie für mich und zum anderen ist dieser Text – wie noch einige andere – wie für mich geschrieben.
Für mich soll’s rote Rosen regnen
Hildegard Knef
Mit sechzehn sagte ich still, ich will,
will groß sein, will siegen, will froh sein, nie lügen,
mit sechzehn sagte ich still, ich will,
will alles, oder nichts.
Für mich, soll’s rote Rosen regnen,
mir sollten sämtliche Wunder begegnen.
Die Welt sollte sich umgestalten
und ihre Sorgen für sich behalten.
Und später sagte ich noch, ich möcht’
verstehen, viel sehen, erfahren, bewahren
und später, sagte ich noch, ich möcht’
nicht allein sein und doch frei sein.
Für mich soll’s rote Rosen regnen,
mir sollten sämtliche Wunder begegnen.
Das Glück sollte sich sanft entfalten,
es sollte mein Schicksal mit Liebe verwalten.
Und heute sage ich still, ich sollt’
mich fügen, begnügen, ich kann mich nicht fügen,
will mich nicht begnügen, will immer noch siegen,
will alles, oder nichts.
Für mich soll’s rote Rosen regnen,
mir sollten sämtliche Wunder begegnen.
Das Glück sollte sich sanft entfalten,
und ich von dem was erwartet, das meiste halten.
Ich will…, Ich will…!
Da wachste morgens auf, schaust verschlafen im Liegen aus dem Dachfenster und erblickst einen Urlaubsflieger, der blitzend am noch dunklen Himmel ganz sicher in südliche Gefilde blinkert. Is’ doch immer so, wenn Du denkst, es könnte grad nicht besser sein. Dann wird Dir was vor die Nase gehalten, das Dich daran erinnert, dass es durchaus noch besser sein könnte. Alter, wenn ich einfach nur einen Stern oder eine Wolke gesehen hätte, wäre ich schon zufrieden gewesen, aber man muss Frau N. aus P. halt mal wieder fett unter die Nase reiben, dass mit Urlaub erstmal Essig ist. Wer und was daran alles Schuld trägt, lasse ich hier weg. Bringt nix…
Geträumt habe ich auch, allerdings derart verkorksten Mist, dass man morgens schon kopfschüttelnd aufsteht. Habe heute ‘nen Termin bei der Behörde und muss vorher nochmal zur Steuertante. Prompt kam die gute Frau in meinem Traum auch vor. Ich laufe in meinem Traum die Straße entlang, begegne ihr auch und erkenne sie nicht, weil Frau N. aus P. auch im Wachzustand enorm kurzsichtig ist und desöfteren ihre Probleme hat, Gesichter von Menschen zu erkennen. Also übersehe ich sie beinahe, entschuldige mich aufrichtig dafür und da geteiltes Leid ja halbes Leid ist, humpelt sie hinter mir her zu ihrem Büro. Ja, in meinem Traum hatte die arme Frau einen ausgeprägten Gehfehler, den sie nachweislich im realen Leben nicht hat. Wenn ich keinen Dachschaden habe, wer dann…?!
Sohnemann ist vorhin artig zur Schule gelaufen und ‘ne knappe Viertelstunde später stand er wieder in der Tür. Erste Stunde fällt aus, Englischlehrerin krank… Auch sein Tag fängt irgendwie verquer an. Draußen ist es ziemlich windig und das heißt, man darf keine weiten Klamotten tragen, da die bei diesen starken Windböen unbeabsichtigt als Paraglider fungieren könnten,was mir heute echt noch fehlen würde. Obwohl ich so bestimmt Benzin sparen könnte, allerdings macht mir die Steuerung so hoch oben in der Luft etwas Sorgen, also werde ich vorsorglich doch lieber den Wagen nehmen. Der Kaffee schmeckt heute irgendwie grässlich, obwohl ich alles so gemacht habe wie immer.
Was ist das nur für ein beschissener Morgen? Der Tag wird sicher auch nicht besser und Frau N. aus P. hat manchmal eben auch fürchterliche Laune, wenn sie aufsteht. Ob ich Morgenmuffel bin? Ganz klar JEIN…!!! Ich habe morgens überhaupt keine Laune. Soll heißen, dass ich morgens als stimmungstechnisches Neutrum aufstehe und erstmal die Ruhe auf mich wirken lasse. Solange mir keiner Fragen stellt und meine Notstrom-Hirnaktivität unnötig strapaziert, bevor alle Synapsen ihre Funktion aufgenommen haben, passiert auch niemandem etwas. Ich erledige mit stoischer Ruhe alle meine Aufgaben, laufe mechanisch von A nach B und zurück und alles geht seinen geregelten Gang.
Wenn da allerdings jemand ist, der mich gleich morgens mit Fragen überschüttet, mich mit seiner übertrieben guten Laune nervt und mir zu allem Überfluss noch ein überschwengliches „Guten Morgäään…“ entgegenflötet, dann raste ich meistens aus. Ist man dann ein Morgenmuffel? Nee, oder…?! Ich brauche morgens einfach reizarmes Klima und möglichst keinerlei Konversation. Dumm ist natürlich, wenn Sohnemann dann merkt, dass er vergessen hat, mir zu sagen, dass ich noch eine Buchhülle besorgen sollte, er seine Zahnspange verlegt hat und mir zwischen Tür und Angel mitteilt, dass der Schulphotograph da war und die bereits gelieferten Bilder nur lächerliche 4635,99 Euro kosten, die ich selbstverständlich aus der Trinkgeldkasse bezahlen könnte.
Ist natürlich übertrieben, aber solche Vorkommnisse sind lebensgefährlich, wenn sie mir morgens passieren und daher ist es gesünder, mit derlei Dingen zu warten, bis ich geladen nach Hause komme und der Wäschekorb voller schlammiger Klamotten meines Sohnes ist, der Flur samt zugehöriger Wände von schmutzigen Kinderhänden verschönert wurde und die Katze voller Enthusiasmus beim Scharren im Katzenklo gleich den ganzen wohlriechenden Inhalt mit vor besagtes Katzenklo befördert hat, obwohl die Hütte einen Deckel hat, damit genau das nicht passiert. Jetzt ist die Frage, was ist gefährlicher? Der Morgen oder der Abend? Heute würde ich sagen, der ganze Tag. Also Achtung Leute, geht mir aus dem Weg, ich bin heute eine tickende Zeitbombe. Für heute Abend nehme ich mir daher schon jetzt vor, dass ich mir ein Schöffi gönne und mich vom anspruchslosen Abendprogramm der privaten Sender schläfrig machen lasse.
Ich hoffe, Euer Tag beginnt besser und für mich hoffe ich, dass der Tag einigermaßen glücklich an mir vorbei geht. Alles andere würde in einer Katastrophe enden und wir wollen doch nicht, dass ich morgen in der Bild-Zeitung stehe, nech…!?
Wenn frau heimlich am Laptop Oblaten-Lebkuchen futtert, die mit knackiger Bitterschokolade umhüllt sind, blättert manchmal diese Schokolade ab. Und wenn diese Schokolade dann in den Ausschnitt vom Wuschelbademantel fällt, schmilzt sie dort in aller Ruhe. Und wenn man dann mal beiläufig an sich runterschaut, sieht man dort natürlich einen Fleck, der aussieht wie eingetrocknetes Blut. Und wenn man sich dann panisch seine gesamte Nachtbekleidung vom Leibe reißt und seinen ganzen Oberkörper dann nach frischen Wunden untersucht, die diese „Blutflecken“ verursacht haben könnten, wird man nicht fündig und hat unglaublich viele Fragezeichen über dem Kopf. Und wenn man dann so halbnackt da steht und grübelt, fällt der Blick manchmal sogar nochmal zum Schreibtisch und man erblickt die leergefutterte Lebkuchenpackung und braucht einige Sekunden, um zu begreifen: „Ich habe mich mit Schokolade bekleckert!!!“
Das habe ich hier gefunden und kam nicht dran vorbei:
DEINE WEIBLICHE SEITE:
[ ] Du gehst hin und wieder gerne shoppen.
[ ] Du trägst Eyeliner.
[ ] Du hältst Cheerleading für einen Sport.
[ ] Du hasst es, die Farbe schwarz zu tragen.
[ ] Dir gefällt es, ins Einkaufszentrum zu gehen.
[ ] Du magst es, eine Maniküre/ Pediküre zu bekommen.
[x] Du trägst gerne Schmuck (Ketten, Ohrringe, Armbänder).
[ ] Du hast geweint, als du dir Titanic angesehen hast.
[ ] Röcke nehmen einen großen Teil deines Kleiderschranks ein.
[ ] Shopping ist eines deiner Liebsten Hobbies.
[x] Du magst den Film Star Wars nicht.
[ ] Du machst Leichtathletik oder hast es mal gemacht.
[ ] Du brauchst eine Stunde oder länger, um dich fertig zu machen.
[x] Du lächelst/lachst viel mehr als du solltest.
[ ] Du hast 10 oder mehr Paar Schuhe.
[x] Dir ist es wichtig, gut auszusehen.
[ ] Du magst es, Kleider zu tragen.
[x] Du benutzt Deo/Parfum.
[ ] Du benutzt sehr oft das Wort “süß”.
[ ] Du magst High Heels.
[ ] Du hast als Kind mit Puppen gespielt.
[ ] Du magst es, andere zu schminken.
[ ] Du magst es, im Mittelpunkt zu stehen.
[ ] Pink ist eine deiner Lieblingsfarben.
TOTAL= 5
DEINE MÄNNLICHE SEITE:
[x] Du trägst Kapuzenjacken.
[x] Du trägst Jeans.
[ ] Hunde sind besser als Katzen.
[x] Du findest es lustig, wenn sich jemand wehtut.
[x] Du spielst mit Jungs in einem Team oder hast es mal.
[x] Shoppen ist Folter.
[x] Traurige Filme stinken.
[x] Du hast eine XBOX/PS2/PS3.
[x] Du hast als Kind mit Autos gespielt.
[x] Du wolltest schon mal Feuerwehrmann werden.
[x] Du hast/hattest einen GB/DS oder SEGA.
[ ] Du hast dir die Ninja Turtles angeschaut oder tust es immer noch.
[x] Du schaust dir Sport im Fernsehen an.
[ ] Dir gefallen Kriegsfilme.
[ ] Du fragst deinen Vater um Rat.
[ ] Du hast ungefähr eine Trillionen von Caps.
[ ] Du sammelst Sammelkarten oder hast es mal.
[x] Du trägst Boxershorts (ja, im Sommer fürs Bettchen).
[ ] Du findest es komisch/ blöd, eine Pyjamaparty mit anderen Leuten zu schmeißen.
[x] Grün, schwarz, blau oder silber ist eine deiner Lieblingsfarben.
[x] Du liebst es, Spaß zu haben und dabei ist dir egal, was andere über dich denken.
[x] Du machst Sport.
[x] Du redest auch mit vollem Mund.
TOTAL= 16
Mädels, die Wissenschaft hat einen Test entwickelt, mit dem man schnell und unkompliziert herausfinden kann, ob man ein Mädchen oder ein Junge ist. Jahrzehnte lebte ich in dem Irrglauben, ich wäre todsicher ein Mädchen. Wie falsch ich damit lag, zeigt dieser Test. Böse Zungen behaupten ja schon seit längerem, ich sei kein Mädchen. Nun, ich mag durchaus viele Dinge, die wohl offenbar nur Männer mögen und ich verabscheue auch vieles, was Frauen eigentlich lieben, aber dieser Test hier bringt es auf den Punkt – ich bin ein Junge. Einige Dinge kann ich tatsächlich nicht leugnen:
Ich hasse Shopping jeder Art.
Ich rufe sehr selten jemanden an.
Ich besitze kein einziges Paar Pumps/High Heels.
Ich habe noch nie ein Kosmetikstudio/Nagelstudio von innen gesehen.
Meine Lieblingsfarbe war schon immer Blau.
Ich hasse die Farbe Lila (Rosa, Pink & Co. kommen gleich danach).
Ich besitze nicht einen einzigen Lippenstift.
Ich habe kurze Nägel, ich meine so richtig kurz.
Ich liebe große, amerikanische Jeeps/Pickups, am liebsten sowas.
Ich rauche Kette und kann saufen wie ein ausgewachsener Mann.
Ich hasse Plüschtiere und vor allem Diddl-Mäuse.
Ich wische und sauge nicht täglich meine Wohnung.
Ich gehe ungeschminkt und im Schlabberlook zum/zur Briefkasten/Mülltonne.
Meine Wetteinsätze sind fast immer Geld/Alkohol/Kippen o.ä..
Ich liebe feinste Heim-Elektronik für meine Wohnung, auch wenn ich sie mir nicht immer leisten kann.
Ich liebe Horrorfilme über alles.
Ich hasse „Lindenstraße“, „Marienhof“, „Verbotene Liebe“ und solche Serien.
Ich hasse auch „Nur die Liebe zählt“, „Bauer sucht Frau“ und solchen Schnulli.
Ich habe mehr Spaß auf der Cart-Bahn als in jeder Boutique.
Ich trage niemals Strumpfhosen, egal wieviel Grad unter Null sind.
Im Schwimmbad mache ich mir immer die Haare nass.
Mein Bügeleisen ist seit Jahren arbeitslos.
Ich hasse den Duft von Lavendel wie nichts anderes auf dieser Welt. (Übrigens ist mir mal aufgefallen, dass Lavendel von der Industrie schon vor Ewigkeiten mit der Farbe Lila vermarktet wird.)
Auf meinem Handy gibt es als Hintergrundbild keine niedlichen Kätzchen oder Schnuffelchen, sondern dort bedroht Dich Robert de Niro mit einer Knarre.
Ich könnte diese Liste noch endlos fortsetzen, aber selbst mir wird die Sache jetzt langsam unheimlich. Natürlich gibt es die eine oder andere Sache, die ich gemäß meinem biologischen Geschlecht auch ganz geschlechtsspezifisch tue. So liebe ich zum Beispiel Salate, habe es auch gerne ordentlich zuhause, wechsle täglich meine Klamotten und hasse leere Milchtüten im Kühlschrank. Ich finde Schneestürme im Winter klasse, kriege Ekelblasen beim Anblick von Spinnen und hasse es, Möbel aufzubauen. Ja und ich zerfließe beim Anblick junger Hunde und Kätzchen, finde ungepflegte Hände ganz furchtbar und werde hysterisch, wenn sich im Sommer ein Nachtfalter in meine Wohnung verirrt. Aber irgendwie schwabbert durch meinen Körper schon enorm wenig Östrogen, wenn ich meinen Blick so über diese Liste schweifen lasse. Na wenigstens sieht man an meinen Haaren, dass ich ein Mädchen bin. Immerhin…
Frau F. aus S. zwischen P. und S. rief mich Ende letzter Woche an und unterrichtete mich, sie habe für mich „Saw IV“ ergattert, was mich überaus erfreute. Wir verabredeten einen DVD-Abend für den gestrigen Samstag und nun war es soweit. Vorsorglich hatte Frau F. noch einen weiteren Film im Gepäck und die Pressestimmen auf dem Cover prophezeiten uns ein grausames Spektakel ungeahnter Dimensionen. Als nunmehr kritische Gore- und Splatter-Liebhaber verspürten wir so etwas wie Vorfreude und meine Besucherin zauberte das perfekte Equipment für einen gepflegten Horrorabend aus ihrer Tasche. Da tauchten Chips auf, Popcorn zum selber machen, Laugengebäck und nicht zuletzt gigantische Negerküsse, für die sogar ich handgreiflich werde. Schnell noch mit dem Wochenendhund eine Runde Gassi und dann sollte es losgehen.
Als erstes Stand „Saw IV“ auf dem Plan und mich plagte schon fast eine gewisse Sehnsucht nach der Fortsetzung der bereits drei gesehenen Streifen. Die Handlung glich selbstredend den vorangegangenen Filmen und variierte lediglich in der Methodik der Grausamkeiten, die sich Jigsaw für seine Gespielen ausgedacht hatte. Erwartungsgemäß fügte sich ein recht ansehnliches Horrorpuzzle zusammen, dessen Ablauf jedoch vorhersehbar war. Meines Erachtens wurde keine der bisherigen Fortsetzungen durch den Effekt des ersten Teils übertroffen. Alles in Allem jedoch darf auch dieser vierte Teil nicht in meiner Sammlung fehlen. Aber uns erwartete ja noch jener Film, der mir gänzlich unbekannt war. Titel und Cover sagten mir überhaupt nichts und so legte ich neugierig die DVD ein. Anfangs saßen wir noch gespannt auf der Couch und warteten auf die angekündigten Sequenzen, die uns das Blut in den Adern gefrieren lassen sollten. Es folgten leere Monologe, langatmige Dialoge und es passierte rein gar nichts.
Nach der Hälfte des Filmes sahen wir uns ein bisschen irritiert an und hofften, dass sich all die Grausamkeiten auf das letzte Drittel des Filmes verlagert hatten. Ich wage kaum zu beschreiben, was ich dachte, als der Abspann lief. Eingefleischten Horrorfans kann ich nur empfehlen, einen großen Bogen um diesen Streifen zu machen, denn er taugt allenfalls für einen gemütlichen Familiennachmittag. Merkt Euch das Cover, damit Ihr wisst, welchen Film Ihr auf keinen Fall ansehen solltet. Wir glaubten sogar für einen Moment lang, dass die falsche DVD im Cover verkauft wurde. Verstört und enorm unbefriedigt suchte ich im Internet nach Kritiken zum Film und wurde fündig. Aber lest selbst. Übrigens wurden sämtliche Szenen raus geschnitten, die dem Film die Genre-Berechtigung „Horrorfilm“ verliehen hätten. Was auf den lächerlichen fünf Bildern zu sehen ist, fehlte im Film gänzlich.
Also warten wir weiter gespannt auf den fünften Teil der „Saw“-Reihe und dürfen gespannt sein, wie es John Kramer alias Jigsaw schafft, seine Spiele trotz seines Ablebens im dritten Teil fortsetzt. Auch diese DVD werde ich mir beschaffen und freue mich schon jetzt unbeschreiblich auf diese anderthalb Stunden. Ansonsten verläuft das Wochenende ganz nach Plan. Das Hundekind hält mich/uns auf Trab und schleicht sich trotz seines kindlich-ungestümen Temperaments in aller Leute Herzen. Niemand kann so herzerweichend gucken wie er. Am Dienstag aber kehrt hier wieder Ruhe ein und ich muss zugeben, dass mir diese Ruhe ein klein wenig fehlt. Nein, sie fehlt mir gewaltig, wenn ich ehrlich bin, auch wenn der kleine Racker wirklich süß ist. Die Harmonie, die ich mit meiner schwarzen Flauschi-Pupse hier sonst lebe, ist durch nichts und niemanden zu ersetzen. Also dann, einen schönen Sonntag Euch allen…
Jeder von Euch hatte schon Erlebnisse solcher Art. Erlebnisse, bei denen Ihr am Ende resignierend mit den Schultern zuckt und Euch nicht mal mehr aufregen und ereifern könnt, weil sie sowieso immer dann passieren, wenn man nicht damit rechnet und weil das eigentlich Unmögliche passiert ist und Ihr dann dennoch sagt: „Sowas kann auch nur mir passieren…“
Gestern Abend also kam ich nach Hause, begrüßte alle Mitbewohner/innen und schlüpfte sehnsüchtig in meinen Schlafanzug und meinen watteweichen Bademantel. Das tue ich nahezu immer, wenn ich nach Einbruch der Dunkelheit zuhause ankomme. Ich fragte Sohnemann, was er gerne essen möchte und bereitete ihm frische Brötchen mit seiner geliebten Zwiebelmettwurst zu, arrangierte selbige mit ein paar kleinen Cherrytomaten, dazu noch einen Joghurtdrink – fertig. Ich wollte mir etwas vom verbliebenen Mittagessen aufwärmen, was ich auch tat. Die Mikrowelle schnurrte und ich suchte mir Löffel, Worchestersoße und Parmesankäse zusammen. Sicher fragt Ihr Euch, welch absonderliche Speisen ich da zu mir nehme, aber Frau N. aus P. liebt Worchester über alle Maßen und sie „verfeinert“ die verschiedensten Gerichte mit dieser dunkelbraunen Soße. Sie liebt diesen Geschmack wirklich sehr. Ja und manchmal streue ich mir dann auch noch geriebenen Parmesankäse obendrauf. So auch gestern Abend, zumindest war das der Plan. Hunger hatte ich nicht schlecht und als es „Pling“ machte, war ich gerade dabei, den Parmesan zu schütteln. Warum??? Ja, das ist so: Ich kaufe ja meist diese großen Dosen, wo fertig geriebener Parmesankäse drin ist. Da ich mit sparsamen Augen durch die Supermärkte laufe, greife ich gerne auf große Mengen für wenig Geld zurück.
Ich hatte also eine recht große Dose besagten Parmesankäses ergattert und dieser lauerte gerieben und einsatzbereit im Kühlschrank. Da nun aber pulverisierte Substanzen gerne Klumpen bilden, wenn die Luftfeuchtigkeit mit ihnen in Berührung kommt, muss man jene Klumpen dann meist durch mechanische Fremdeinwirkung zwingen, ihren Urzustand wiederherzustellen. So auch bei diesem verflixten Käse. Durch die etwas höhere Luftfeuchtigkeit im Kühlschrank war der Käse innerhalb der Kunststoffdose zu großen Klumpen vereint und ich nahm die Dose unter leichtem „Testen der Konsistenz ihres Inhalts“ aus dem Kühlgerät. Es klapperte… Aha, wir haben also Klumpen gebildet. Frau N. aus P. gedachte nun, dass durch kräftiges und beherztes Schütteln und Schlagen diese dämlichen Klumpen zerfallen und den Käse zerkloppen würden, damit die Krümelchen wieder durch die dafür vorgesehenen Löcher im Deckel bröseln können. Also schüttelte sie nach Leibeskräften und lief währenddessen geschäftig durch die Küche. Frau ist ja bekanntermaßen multitaskingfähig und kann mit gefühlten 26 Armen 112 Dinge gleichzeitig verrichten. Sie schüttelte und schüttelte.
Plötzlich geschah das Unfassbare, das Unaussprechliche… Der Deckel der prall gefüllten Dose öffnete sich ohne Vorwarnung und durch erwähntes und mehr als beherztes Schütteln verselbständigte sich der geruchsintensive Käse in Sekundenschnelle. Wie beabsichtigt hatte das Schütteln seinen Zweck erfüllt, sonnenklar… Die Luft, der Großteil des Bodens, ich und mein Bademantel, mein Küchentisch, meine gerade essende Katze und der Tellerrand meines Abendmahls füllten sich schlagartig mit Parmesan, der selbstredend feinstens zerkrümelt war. Kennt einer Murphys Gesetz??? Es hatte gewirkt… Ich erstarrte, murmelte ein „Nee…, oder…?!“ und blieb sekundenlang regungslos mit der offenen Dose mit immer noch hochgestreckten Arm stehen und schaute an mir runter. In Windeseile breitete sich ein sonderbarer Duft in der Küche aus. Erinnerte mich stark an getragene Männersocken. Meine Katze vergaß just in diesem Moment ihr frisches Futter und leckte eifrig das Laminat ab und ich zwang mich zur Besonnenheit, denn man/frau soll nicht fluchen. Betont langsam suchte ich den Deckel der Dose und schloss den Behälter. Ich sah aus, als wäre ich in einen bösartigen Schneesturm geraten und klopfte mir resignierend Käsekrümel vom Bademantel.
Natürlich waren diese Krümel auch in den Ausschnitt meines Mantel gefallen und mein schwarzes Haar durfte auch an diesem Desaster teilhaben. Die schwer erschüttelten Krümel waren natürlich nun nicht mehr in der Dose, also schlurfte ich kopfschüttelnd zum Besteckkasten und erarbeitete mir mit einer Gabel neue Krümel. Wortlos stellte ich mein Abendessen auf den Wohnzimmertisch neben Sohnemann und er fragte vorsichtig: „Hast wohl gekleckert?“ Ich sah ihn gar nicht an und untertrieb maßlos: „Nee, die Dose is’ beim Schütteln aufgegangen. Die Küche is’ voll Käse und Mietzo freut sich gerade tierisch.“ Ich setzte mich einfach hin und streute mir den Hass-Käse über mein Essen. Betont langsam aß ich meinen Teller artig leer und dann zeigte ich Sohnemann, was wirklich passiert war. Er verkniff sich ein Lachen und fragte ernsthaft: „Ist soviel Käse für Katzen eigentlich schädlich?“ Ich schüttelte mit dem Kopf, was noch einige Krümel zum Vorschein brachte und holte einen Besen, um die Spuren meiner mittleren Katastrophe zu beseitigen.
Meine Katze war satt und in meiner Küche roch es widerlich nach ungewaschenen Füßen. Mein Bademantel roch genauso und in Zukunft werde ich Parmesan anders zerkleinern – ganz ganz ganz sicher!!! Schönen Tag noch…
Nachtrag (8.41 Uhr):Ich habe gerade festgestellt, dass ich sogar im rechten Ohr Parmesankäse hatte. Unfassbar… Nein, das ist kein Scherz, wirklich nicht. Ich werde nachher beim Duschen alle Körperhöhlen und -öffnungen untersuchen. Das kann alles nur ein schlechter Traum sein…
Ich habe Kopfweh und bin etwas müde, was wohl in erster Linie an den Kopfschmerzen liegt. Zum Frühstück gab’s also einen frischen Kaffee mit viel Milch und zwei ebenso frische Aspirin. Langsam wird der große Hammer im Kopf etwas kleiner und ich blogge heute mit ein klein wenig Verspätung. Zwar bin ich an diesen Beschwerden selbst schuld, aber ein bisschen wird frau ja wohl jammern dürfen. Der Wohnzimmertisch ist von den Spuren der gestrigen Nasch- und Nikotinorgie befreit und ich schwöre Euch, dass ich mich sofort wieder in die Waagerechte begebe, wenn ich hier fertig bin.
Gestern habe ich mich als aktiver Aufbauhelfer versucht, denn Frau F. aus S. zwischen P. und S. leidet im Moment die gleichen Höllenqualen, die ich erst kürzlich erleiden musste. Wie ich damals auch kann sie im Augenblich nicht gut alleine sein. Muss sie auch nicht, denn wozu hat man denn Freunde. Zwar sitzt man ob der besten Vorsätze jedes einzelne Mal total machtlos daneben, aber allein zu sein, wäre wohl noch schlimmer für sie. Mit Unterstützung von Gummibärchen, Lebkuchen, Minischokolade und viel zu vielen Zigaretten versuchte ich, den Schmerz etwas zu lindern, was natürlich nicht immer gelingen will, da dieser altbekannte Schmerz so übermachtig ist, dass man/frau so manches Mal glaubt, daran zugrunde zu gehen.
Am Nachmittag also meldete sich besagte Frau F. nun an, nachdem sie mir eine neue Bekanntschaft vorgestellt hat. Nach einem schnellen Kaffee und einem kurzen Weiberklatsch beschlossen wir, den Abend bei jenem Film zu verbringen, den ich bereits am Vortag auf die Programmliste gesetzt habe. Den ganzen Tag war ich schon in freudiger Erwartung, endlich diesen Film ansehen zu können. Am frühen Abend dann war es soweit. Nachdem wir fix Sohnemanns Fernseher auf das neue Regal bugsiert hatten, legte ich die DVD ein und war gespannt. Frau F. war emotional stark angeschlagen und saß wie ein Häufchen Elend auf meinem Sofa. Der Film lief an und nach einem recht langweiligen Start floss dann auch endlich Theaterblut und dann passierte etwas, was auch nur mir passieren kann – der Film brach ab und war nur zur Hälfte gebrannt. Ich saß fassungslos da und glaubte das alles nicht. Den gesamten Tag hatte ich mich gefreut und nun das. Ich gebe jetzt auch nicht all die Schimpfworte wieder, die mir in diesem Moment rausrutschten.
Nach einigen herzhaften Flüchen beschloss ich, zu später Stunde nochmal in den nahegelegenen Supermarkt zu fahren und dort „Saw IV“ zu organisieren, den ich dort vor einer Woche bereits horrorverliebt durch meine Hände gleiten ließ, aber zu geizig war, mir diesen Film zu gönnen. Ich nahm noch fix die Bestellung von Frau F. auf und raste los. Ich wusste noch genau, wo der Film im Supermarkt zu finden war und rannte regelrecht zum Regal. Dort angekommen suchte ich schon fast panisch nach der DVD und stellte schockiert fest, dass mir andere Menschen zuvorgekommen waren. Lediglich Teil I und II waren noch zu finden. Und nu…??? Ah ja, da wäre ja noch dieser halbe Film, den ich eigentlich gerne vollständig sehen würde. Also wühlte ich weiter und wurde auch fündig. Im Vorbeigehen schnappte ich noch eine Dosis Schokolade für Frau F., eine Portion Waschmittel, ein paar Lebkuchen, Trockenfutter für die Mietzekatz’, etwas schnelles für den Backofen und den leeren Magen von Frau F. und ihre orangefarbenen Zigaretten – an dieser Stelle grüße ich Herrn H., der die Farbe Orange nicht klar definieren kann…
Mit überhöhter Geschwindigkeit fuhr ich zurück nach Hause und hastete die Stufen nach oben. Etwas außer Atem verfluchte ich noch einmal meine Unentschlossenheit von letzter Woche und hielt mit schwachem Triumph meinen Ersatzfilm in die Höhe. Schnell die beiden Pizzen in den Ofen geschoben und alle Einkäufe ausgeräumt, warteten wir mittlerweile doch recht hungrig auf das Klingeln der Eieruhr. Besagte Eieruhr hatte sich aber offenbar längst ins Wochenende verabschiedet und klingelte einfach mal nicht. „Ich glaub’, die Pizza verbrennt grad…“ bemerkte Frau F. irgendwann und ich rannte in die Küche. Glück gehabt, die Pizza sah noch essbar aus und ich nahm sie vorsorglich aus dem Ofen. Geschnippelt und auf einem Brettchen reichte ich Frau F. ihr Abendmahl und kaum hatte ich ihr den Rücken gekehrt, passierte das Unglaubliche – meine Frau Mama hatte meine Nummer gewählt und mein schlechtes Tochtergewissen regte sich, denn ich rufe sie viel zu selten an. Also zog ich mehr oder minder freiwillig das schwere Los, die nächsten 56 Mintuen (!!!) mit ihr zu telefonieren. Der aktuell laufende Film – Full Metal Jacket – lief nebenher und da ich den Film schon unzählige Male gesehen hatte, war es nicht weiter tragisch, dass auch bei diesem Film die zweite Hälfte auf Mutterns Konto ging. Ich hatte ein Déjà-vu und aus Verzweiflung fing auch Frau F. irgendwann an zu telefonieren.
Als wir die Handys von den Ohren kriegten, legte ich endlich wieder „Hostel“ ein – die vollständige Kaufversion. Viel Blut, viel Geräusche, viel Geschrei und brechreizverdächtige Sequenzen erfreuten mein Herzelein. Insgesamt eine zwar platte Handlung und nicht besonders anspruchsvoll, aber durchaus empfehlenswert, wenn man ohnehin einen Besuch zur Toilettenkeramik plant. Ob man nun drauf sitzt oder davor kniet, spielt dann keine Rolle mehr. Der Film endete relativ unspektakulär und wir setzten unsere trennungsspezifische Konversation unter kontinuierlichem Nikotingenuss fort. Geholfen hat es gegen den Schmerz sicherlich nicht wirklich, aber alleine sein, wäre noch unerträglicher für F.-chen gewesen. Nach Mitternacht dann verabschiedete sie sich bedrückt, aber satt… Ich hingegen legte mich auf mein Sofa und wollte noch ein bisschen seichte Fersehunterhaltung genießen. Wie gesagt, wollte…
Beim Wollen ist es geblieben und heute Morgen wachte ich mit sauer verdienten Kopfschmerzen auf, denn zuviel Nikotin gepaart mit Liebeskummer – wenn auch nicht der eigene – hinterlässt innen und außen Spuren. Aber wir sind ja nicht aus Zucker und halten uns für weitere unzählige Nächte dieser Art bereit, mein liebes F.-chen. Versprochen…!!!
Ihr kennt das sicher, wenn man sich etwas neues kauft und es sooofort zum Einsatz bringen will, nein… Man muss… Frau N. aus P. fuhr gestern vor der Arbeit ins Bauhaus und besorgte sich eine Gardinenstange. Der großen Auswahl wegen unentschlossen schlich sie nun eine gute halbe Stunde zwischen den Regalen umher und verglich Preise. Kaufe ich mir ein Komplettset oder stelle ich die Teile einzeln zusammen und spare somit ein paar Euro? Frau hatte ja auch gewisse Vorstellungen, was das Aussehen ihrer neuen Gardinenstange angeht und so fielen schon mal 50% des Angebotes durch das interne Zickenraster. Paradoxerweise stellte sich dann auch noch heraus, dass eine Zusammenstellung aller benötigten bzw. gewünschten Komponenten teurer geworden wäre, als die vorhandenen Komplettsysteme. Also fiel die Wahl letztendlich nicht ganz so schwer und ich entschied mich für eine wunderbar schlichte aber nicht weniger schöne Stange aus naturfarbenem Holz mit Applikationen aus gebürstetem Edelstahl inklusive aller Dübel, Schrauben, Inbusschlüssel (laut Duden mit „N“ geschrieben), Gardinenringe und -häkchen.
Zufrieden stellte ich das auserwählte Stück mit der imposanten Länge von 2,40m in den Einkaufswagen und steuerte die Glühlampenabteilung an, um Nachschub zu besorgen. Das war eine Sache von wenigen Minuten und dann kam ich an der Weihnachtsdeko-Abteilung vorbei. Was ich dort sah, ließ mein Herz lächeln. Da stand eine mittelgroße einfache Kugel aus Dingsbums und die hatte überall so klitzekleine blaue Dioden dran und die sah sooo schick aus. Aaaber sie kostete für meinen Geschmack natürlich viel zu viel. Ich schmachtete die Kugel einige Minuten an und ging schnippisch weiter, denn der Preis schreckte mich dann doch ab. Den Wagen unfallfrei bis zur Kasse zu jonglieren gestaltete sich nicht ganz einfach, denn mit 2,40m Länge stocherte die Gardinenstange wild in der Luft herum und bog sich zudem in alle Himmelrichtungen.
An der Kasse erwarb ich dann auch noch zwei Türkeile, da meine Wohnzimmertür sich immer verselbständigt, wenn ich sie anlehnen möchte. Damit Sohnemann auch was davon hat, packte ich zwei dieser lustigen Teile ein, denn die fand er beim letzten Baumarktbesuch schon klasse. Äußerst zufrieden verließ ich den Baumarkt mit meinen neuen Errungenschaften und stand vor dem nächsten Problem. Ist mein Mädchenchrysler überhaupt lang genug, um die Stange heil und mit geschlossenem Kofferraum durch die Stadt zu transportieren? Kleine Schweißperlen bildeten sich auf meiner Stirn und ganz ladylike hielt ich die Stange einfach an die Seite meines Wagens und ermittelte per Augenmaß den verfügbaren Stauraum. Wenn ich die Rücksitze umklappe und den Motor etwas zur Seite rücke, müsste das schon passen.
Ich klappte alles um und zusammen, was um- und zusammenklappbar war und siehe da, die Stange schwang zwar unkontrolliert im Wageninnern umher, aber alle Türen und Kofferraumklappen ließen sich schließen und ich konnte den Weg zur Arbeit ohne größere Zwischenfälle antreten. Ich bin es weiß Gott nicht gewöhnt, ohne kleine oder größere Probleme meine Pläne in die Tat umsetzen zu können, also freute ich mich über den Umstand, dass augenscheinlich alles reibungslos zu klappen schien. Pünktlich traf ich im Studio ein und nahm mir vor, die Stange auch gleich nach Feierabend zu montieren. Im Geiste räumte ich alle benötigten Werkzeuge zusammen und konnte den Ladenschluss kaum erwarten. Wie lang doch lächerliche vier Stunden sein können…
Punkt 19.00 Uhr sperrte ich dann ab und düste mit meinem Sperrgut nach Hause. Den Packen Mineralwasser wollte ich auch gleich mit unters Dach schleppen und so tippelte ich im Dunkeln mit Glühlampen, Türstoppern, Mineralwasserflaschen und meiner gigantischen Gardinenstange durch den Vorabend Richtung Haustür. Entgegenkommende Passanten, die ihre Hunde Gassi führten, hielten Sicherheitsabstand, denn was hinter mir der Stange zum Opfer fiel, berücksichtigte ich einfach mal nicht. Fix den Briefkasten noch kontrolliert und dann schnell die Treppen hoch. Oben angekommen kicherte ich beim Versuch, die Stange ohne Knick in meine Wohnung zu befördern, denn vor meiner Tür geht es etwas eng zu. Ich drehte und jonglierte das Teil in alle Richtungen und mit einigen Schimpfworten und herzhaftem Gekicher fand ich die einzig mögliche Stellage, die es überhaupt ermöglichte, dieses Ungetüm in mein neues Reich zu stecken.
Ich rumpelte und polterte meine kleine Treppe hoch und Sohnemann saß still und erwartungsvoll im Wohnzimmer. Gespannt und mit fragenden Augen äugte er mir entgegen und ich strahlte ihn an. „Juhuuu, ich hab’ uns ‘ne Gardinenstange gekauft. Es stört Dich doch nicht, wenn ich die jetzt noch fix anbaue, oder? Macht auch nich’ laut und schau mal, ich hab’ Dir so ‘nen lustigen Türstopper mitgebracht. Die haben Dir doch so gefallen. Brauchst zwar keinen, aber kriegst trotzdem einen, nech?“ Er freute sich wie Bolle und schleppte das Ding auch gleich in seine heiligen Hallen, damit ich es ihm nicht mehr nehmen kann. Ich meinerseits plagte mich inzwischen damit ab, die Stange aus ihrer Verpackung zu schälen, was nicht so einfach war wie erwartet. Zum einen hatte man die Ein- und Ausgänge dieser Verpackung penibel und doppelt zugetackert und die Stange ließ sich auch nur kerzengerade herausschieben.
Mein Wohnzimmer war eindeutig zu klein für diese nun 4,80m lange Konstruktion und ich sah mich schon die Säge holen. Glücklicherweise habe ich ja diese Treppe in der Wohnung, also fand ich eine Möglichkeit, ohne Säge an das Objekt der Begierde zu gelangen. Ich entwirrte alle Kleinteile und suchte mir Bohrmaschine, Akkuschrauber und sonstige Utensilien zusammen und legte los. Erstmal abmessen, Sofa hin- und herschieben, anzeichnen und nun geht’s los. Ich bohrte die benötigten neun Löcher und klopfte anschließend die neun dazugehörigen Dübel in die Wand. Mir doch egal, wie spät das grad ist. Wandhalterungen rangeakkuschraubert und Stange drauf – fertig. Nein, natürlich dauerte das nicht nur fünf Minuten, aber es herrschte für mindestens eine Stunde ordentlich Chaos hier.
Die Leiter krachte mehrfach laut hörbar an die Heizung, ich zwang den einen oder anderen Dübel mittels Hammer gewaltsam in die Wand und auch beim Rauf- und Runtersteigen von der Leiter hopste ich ordentlich geräuschvoll umher. Die Nachbarn sollen ja auch was davon haben. Schließlich leben wir nicht auf dem Freidhof sondern in der Ost. Stange hing und nun fädelte ich die Gardinen auf und fragte meinen mittlerweile etwas angenervten Sohn, wie er die neue Raumgestaltung so findet. Mit männlicher Gleichgültigkeit kommentierte er die unzählige Male gestellte Frage mit der immer gleichen Antwort: „Muss mich erst dran gewöhnen…“ Pühhh, mir gefällt’s… Ich schob und zupfte noch ein bisschen und begutachtete mein Werk von allen Seiten. Testphase der verschiedenen Varianten wurde also gestern gegen 21.30 Uhr eingeläutet und im Laufe der kommenden Tage und Wochen entscheide ich, wie es schlussendlich aussehen soll.
In diesem Sinne, einen schönen und entspannten Mittwoch…!!!
Beim Anblick der lustigen Grafik da oben kann sich der Leser sicher denken, was gestern so bei Frau N. aus P. los war. Der Tag hatte relativ ruhig begonnen und es gab bis zum frühen Nachmittag auch keine besonderen Vorkommnisse. Ja und dann stieg ich frisch geduscht und einigermaßen erholt in meinen Mädchenchrysler. Wie gewohnt ließ ich den Wagen an und ich legte nach dem Anlassen auch wie gewohnt den Leerlauf ein, um mich anzuschnallen. Frau N. aus P. macht das immer so, denn mein Mädchenchrysler springt eh nicht an, wenn ich die Kupplung nicht trete, was mir diverse schlaue Männer schon vor der ersten Fahrt mit auf den Weg gaben, da das halt bei Amerikanern so ist.
Wie auch immer, die Olle will den Leerlauf einlegen und das fühlte sich schon irgendwie komisch an. Klasse Beschreibung für den Umstand, dass ich von Sekund an keinen Gang mehr einlegen konnte und mein Schaltpinorkel irgendwie „lose“ im Innenraum meines Wagens „rumschlackerte“. Frauen beschreiben kaputte Autos nunmal so, also beruhigt Euch. Watt, wie, wo, huch…??? Scheiße, mein Auto is’ kaputt. Die ganzen unflätigen Worte, die nun fielen, lasse ich lieber weg, das schickt sich nämlich nicht. Voller Panik rief ich erstmal im Studio an, dass ich mich voraussichtlich verspäte, weil mein Wagen „irgendwie nimmer geht“. Was ich dabei völlig vergessen hatte, war, dass meine Kollegin ja vor ihrer Zeit bei uns in einer Autowerkstatt gearbeitet hatte und gleich mit Rat und Tat aktiv wurde – die Gute.
In Gedanken sah ich mich bereits hungern und dursten, um die Werkstattrechnung begleichen zu können, denn nach dem dritten Umzug innerhalb von anderthalb Jahren bin ich dann doch etwas klamm in der Geldbörse und nach nunmehr so vielen Jahren mit Führerschein wusste ich nichtmal mehr, wann welche Straßenbahn in welche Richtung fährt. Tja und Schuhe trägt Madame ja nun auch nur, damit sie keine kalten Füße bekommt, aber doch um Gottes Willen nicht zum laufen. Herrgott, was mach’ ich denn jetzt? Irgendwie komplett von der Rolle wartete ich auf den „alarmierten“ KFZ-Retter, der auch keine zehn Minuten später grinsend um die Ecke bog. Nach einem geschulten Blick unter die Motorhaube erzählte er etwas von „Ja, da fehlt einer. Müss’ mer mal guck’n.“ Ich verstand wie immer nur Bahnhof und sah die Euronen aus meinem Geldbeutel schwinden.
Der nette Herr M. aus P. fuhr mich dann freundlicherweise auch noch auf Arbeit und ich dankte ihm nach Überreichung meiner Zulassung auf Knien und rückwärts gehend für die schnelle und unkomplizierte Hilfe. Niedergeschlagen und komplett satt betrat ich nun das Studio und hätte vor Wut heulen können, weil solcherlei Dinge ja grundsätzlich dann passieren, wenn man sie am allerwenigsten brauchen kann. Erstmal umärmelte ich meine Kollegin, die gleich alles organisiert hatte, damit der Schaden schnell behoben wird. Widerwillig befasste ich mich nun mit meiner täglichen Aufgabe, in Gedanken allerdings sah ich mich schon am Hungertuch nagen. Doch der Tag sollte relativ angenehm enden. Am frühen Abend rief meine unersetzliche Kollegin nochmal in der Werkstatt an und den Gesprächsfetzen zufolge war mein Auto bereits wieder fahrbereit. Waaaaas…?
Und der Knaller war, dass die Rechnung auch bezahlbar war. Mein Herz frohlockte und ich wurde prompt zur Werkstatt gefahren, um meinen geliebten Mädchenchrysler abzuholen. Freudestrahlend beglich ich sofort die klitzekleine Rechnung, spendierte noch etwas für die Kaffeekasse und ließ mir sinnloserweise nochmal genau erklären, was da kaputt gegangen war. Leute, ich hatte das Wort für das kaputte Teil schon wieder vergessen, als ich vom Hof fuhr – logisch. Dabei hatte ich mir ganz fest vorgenommen, mir das zu merken, denn wenn das mal wieder passiert, kann ich am Telefon schon sagen, wo mein Chrysler krankt. Darüber hinaus denke ich derzeit über ein Notfallfahrzeug nach. Es sollte sparsam in der Unterhaltung sein, platzsparend, weitensgehend wartungsfrei und idealerweise einen gewissen Unterhaltungsfaktor haben, damit es vielleicht im Sommer auch ohne Notfall hin und wieder zum Einsatz kommen kann. Ich dachte dabei an etwas in dieser Art:
Der Sonntag begann ruhig und in aller Gemütlichkeit. Ich genoss meinen Kaffee, hatte bewusst keine Pläne für diesen Tag gemacht und gedachte, das Wochenende schön gemächlich ausklingen zu lassen. Aber wie das mit Plänen so ist, kam wieder alles anders als geplant. Am frühen Nachmittag hatte ich kurz Besuch und freute mich auch sehr über diese spontane Begegnung. Ein Stündchen Plauderei und eine Tasse Kaffee brachten dann doch etwas Abwechslung in den Sonntag. Danach wollte ich nur kurz meinen Emaileingang überprüfen und sah, dass C. online war. Ich tippte eine kurze Begrüßung und prompt klingelte mein Telefon. Natürlich nahm ich das Gespräch an und nach wenigen Minuten wurde beschlossen, dass man den Rest des Nachmittages gemeinsam verbringen sollte. Also machte ich nicht viel Aufhebens und tauschte meine Schlafanzughose gegen eine bequeme Knautschehose, stieg in mein Auto und gondelte Richtung Schleiz.
Dort angekommen durfte ich frisch gezapfte Kuhmilch kosten und nach dem ersten Kaffee folgte ein überaus schmackhafter Cappuccino. Etwas später gesellte sich ein sehr guter Kumpel von C. zu uns und es war entspannt. Ich weiß nicht, ob es klug ist, nun das aufzuschreiben, was dann folgte, aber zumindest bleibt uns dieser Abend wohl noch eine kleine Weile in Erinnerung. Da C. in diesen Tagen und Wochen in etwa das Gleiche durchlebt wie ich während der letzten Monate, gährte in ihr im Laufe des Abends der Wunsch, die Klamotten und Habseligkeiten ihres Ex’ aus ihrer Wohnung zu verfrachten. Was dazu führte, bleibt hier aus privaten Gründen unter Verschluss, aber als Freunde packten wir mit an und versuchten, ihr zu helfen. Natürlich kam der Delinquent zu früh nach Hause und so kam es, dass wir just in dieser Sekunde alles fallenließen, was wir gerade in den Händen hatten und flohen zurück ins Wohnzimmer.
Zugegebenermaßen plagte mich mein Gewissen etwas, denn der junge Mann hatte mir erst kürzlich beim Umzug geholfen und hatte sich als wirklich große Hilfe erwiesen. Aber wie das im Leben manchmal so ist, musste ich klar Stellung beziehen und beteiligte mich schweren Herzens an der „Aufräumaktion“. Da die Gründe hierfür äußerst schmerzhaft für C. waren, brauchte sie jetzt Unterstützung. Diskret blieben Kumpel H. und meine Wenigkeit im Wohnzimmer sitzen und hielten uns verbal komplett raus. Es folgte ein kurzes Wortgefecht im Treppenaufgang und dann war Stille. Mit trauriger Miene kam C. zurück und setzte sich irgendwie erschöpft zu uns. Müde und enttäuscht lehnte sie sich an mich und meine Kehle schnürte sich langsam zu, da ich selbst erst kürzlich eine Trennung hinter mich gebracht habe. Gottlob habe ich die schlimmsten Tage bereits hinter mir und war dennoch irgendwie starr, da dieser Schmerz so überwältigend ist, dass nichts und niemand einen trösten kann.
Ein paar Tränen flossen und bald folgten Rachegedanken. Wir lachten wieder und schmiedeten – vermeintlich hypothetische – Pläne. Tja und einige davon wurden dann an diesem Abend noch in die Tat umgesetzt, denn jedes Kind weiß, dass es nun wirklich keinen schlimmeren Feind geben kann, als eine gekränkte und verletzte Frau. Nun fragt sich der eine oder andere Leser sicher, was sie/wir getan hat/haben, aber das bleibt unser Geheimnis. Es sei nur soviel gesagt, dass niemandem körperlich oder materiell geschadet wird. Ob es richtig oder falsch ist, bleibt offen. Es ist jedoch unbestritten, dass er ihr Vertrauen und ihre Liebe gewissenlos ausgenutzt hat, wenn sich die Verdachtsmomente bewahrheiten sollten. Zwar ist mir derartiges nicht geschehen, aber ich kann die Wut und Enttäuschung durchaus nachvollziehen. Absolut…
Kleines, ich wünsche Dir für die kommende Zeit ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen. Es wird nicht leicht und so manches Mal wirst Du denken, dass Du daran zerbrichst, aber Du bist nicht allein und weißt, wo Du uns findest, wenn Du Halt und eine Schulter zum Weinen brauchst. Halt durch und sieh nach vorne, auch wenn die Sommersprossen des Lebens im Moment eher aussehen wie Durchfallspritzer… Wir sind für Dich da und machen jeden Quatsch mit, der Dir dabei hilft, dass es Dir bald besser geht…
Heute gibt es keine nennenswerten Vorkommnisse zu berichten, außer dass ich gestern die ersten Lebkuchen in diesem Jahr gekauft habe. Gegessen habe ich allerdings schon letzte Woche die Ersten. Es ist mit diesen Lebkuchen wie mit der Grillsaison. Die erste Grillwurst und das erste Steak vom Holzkohlengrill schmecken so unbeschreiblich gut, dass man aus dem Schwärmen nicht herauskommt. Wenn sich der Sommer dann dem Ende entgegen neigt, kämpft man schon beim Gedanken an Grillwurst & Co. mit einem mehr oder minder stark ausgeprägten Brechreiz.
So, jetzt gibt es doch eine Kleinigkeit, die Euch wahrscheinlich zum Lachen bringen könnte. Was Ihr hier nicht seht, ist die Atmosphäre in der ich zumeist schreibe. Kurz vor diesem zweiten Absatz hier schlich Frau N. aus P. zum Vorratsschrank und stibitzte drei kleine gefüllte Lebkuchen, die sie mit zum Laptop nahm. Schmatzend und genießend knabberte sie neben der Schreiberei besagte Lebkuchen und trank hin und wieder einen Schluck Kaffee dazu. An sich nichts besonderes. Aaaaaber…
Hier steht neben dieser Kaffeetasse auch ein etwas sonderbar geformter Aschenbecher, weil ja Frau N. aus P. gerne ein Zigarettchen beim Bloggen raucht. Auch nichts besonderes. Bisher kam es maximal vor, dass Frau N. aus P. ab und an versehentlich in ihre Kaffeetasse aschte. Kopfschüttelnd brachte sie dann ihre Tasse in der Regel zum Geschirrspüler und nahm sich eine frische Tasse aus dem Schrank. Soweit so gut. Gerade eben jedoch, kurz bevor ich den eigentlich kurzen Artikel von heute veröffentlichen wollte, gedachte sie, einen letzten kleinen Schluck Kaffee zu trinken, da diese Lebkuchen zuckersüß und klebrig im Mund sind. Und was führt sie zum Mund???
Richtig…, den (bereits benutzten) Aschenbecher…
Wäre mir nicht gleich der „Duft“ kalter Kippen in die Nase gestiegen, hätte ich vermutlich auch versucht, daraus zu trinken. Igitt… Mir ist nichtmal aufgefallen, dass der Ascher keinen Henkel hat (wie üblicherweise Tassen). Mich schüttelt’s immer noch. Um die Sache abzurunden, musste ich ja beim Ansetzen gleich lachen und schnaubte die Luft im ersten Augenblick durch die Nase. Mehr muss ich jetzt nicht sagen, denn jeder Leser kann sich vorstellen, was passiert, wenn man in einen benutzten Ascher schnaubt, wenn auch nur leicht…
Frau N. aus P., Sie sollten an eine Kur denken oder zumindest an erholsamen Urlaub. Wie dämlich kann frau denn bitte sein?
Gestern Abend war eine alte Schulfreundin zu Besuch. Sie hatte ihren Besuch bereits vor Tagen angekündigt und saß nun letzte Nacht auf meiner Couch. Letztes Jahr Weihnachten hatten wir nicht wirklich viel Zeit, die Ereignisse der letzten Jahre auszutauschen, doch gestern nahmen wir uns bis weit nach Mitternacht genau diese Zeit. Optisch zur Frau gereift und geistig immer noch genauso wach und besonders wie einst saß sie nun neben mir und wir werteten erstmal die Jahre seit der Geburt unserer Söhne aus. Irgendwann kramte ich dann grinsend meine Bilderkiste hervor und wir kicherten wie damals als Teenager. Da wurde sich über alte Frisuren amüsiert, über seinerzeit schreckliche Modeerscheinungen, man taxierte einstige Jugendfreunde und wischte sich immer wieder verstohlen eine Lachträne aus dem Augenwinkel.
Zu vorgerückter Stunde wurden die Themen intimer, anspruchsvoller und tiefgründiger. Wir stellten fest, dass wir uns im Grunde genommen kaum verändert hatten, die selben Gedanken uns beschäftigen, eine ähnliche Lebensschule genossen hatten. Wir beide waren viel unterwegs, hatten viel gutes und genauso viel schlechtes erlebt, waren daran gewachsen, auch wenn wir nicht immer nur stolz auf alles waren, was wir so getan haben. Und doch hat es uns zu dem gemacht, was wir sind, wer wir sind und das fanden wir beide gleichermaßen befriedigend, auch wenn unsere Mitmenschen das mitunter anders sehen.
Alles in allem war das ein wunderbarer Abend und gegen 1.30 Uhr nachts verabschiedeten wir uns mit dem Vorsatz, zum diesjährigen Weihnachtsfest gemeinsam um die Häuser zu ziehen und diesen Kontakt sorgsamst zu pflegen, denn er bereitet uns große Freude. Wir verstehen uns noch immer ausgezeichnet und freuten uns, dass weder sie noch ich zu einem dieser hausbackenen Muttertiere geworden sind, die man in seinem Umfeld zu Hunderten findet. Ja, und in meinem Glückskeks, den sie mir neben einem kleinen Büchlein und einer Schachtel Fluppen als kleine Aufmerksamkeit mitbrachte, wie sie das immer tut, stand, ich sei ein guter Diplomat. Und das schöne ist, dass ich gegenüber ihr nicht diplomatisch sein muss. Einfach wunderbar…
In sporadischen Abständen checke ich nun derzeit meine Mails und durchstöbere im Geschwindschritt sämtliche Seiten, auf denen ich im Normalfall täglich zugegen bin und entdeckte heute Morgen, dass ich mich auf Besuch aus der benachbarten Schweiz freuen darf. Eine alte Schulfreundin besucht spontan ihre Eltern in der Stadt und hat ihren Besuch bei mir angekündigt. Da wir in Kindertagen eng befreundet waren und uns für einige Jahre aus den Augen verloren hatten, freuten wir uns umso mehr, als ihre kleine Schwester mich im Internet fand und sich an meinen Namen erinnerte. Sie leitete ihren „Fund“ damals sofort an ihre große Schwester weiter und seither pflegen wir diesen Kontakt sorgsam. Seit vielen Jahren lebt sie nun im Käse-Schokoladen-Uhren-Land und hält unserem Vogtland nach wie vor die Treue. In den kommenden Tagen nun (vielleicht auch gleich heute oder morgen) beehrt sie mich mit ihrer Anwesenheit und ich freue mich drauf. Letztes Jahr zwischen Weihnachten und dem Jahreswechsel sahen wir uns zuletzt und ich finde es toll, dass sie mich bei ihren Besuchen hier nie vergisst. Klasse…
Mein Blocksatzbutton ist immer noch weg, Leute… Ich werd’ wahnsinnig…
Gestern war ich fix im Baumarkt und habe mir eine kleine Lampe für das neue WC gekauft. Die Auswahl dort war zwar riesig, aber mindestens genauso teuer. Unglaublich, was man für Lampen ausgeben kann. Ich konnte und wollte natürlich nicht, denn zum Verrichten der Notdurft halte ich anspruchsvolle Lampen für überflüssig. Ich entschied mich für ein recht schlichtes Modell und erwarb auch gleich die passende Glühbirne dazu. Dann flitzte ich in die Eisenwarenabteilung und stolperte zwischen diversen Schraubengrößen und -arten hin und her. Davon beförderte ich dann drei Stück (100er) in eine Tüte, wie man sie vom Obst- und Gemüsestand kennt, wog sie ab – ja, genau wie in der Gemüseabteilung – und tippelte Richtung Kasse. Schwups, war ich das Trinkgeld los, welches ich mir am Tage zuvor mit meiner Kollegin freudestrahlend geteilt hatte. Vergleichsweise wenig gekauft, aber zumindest sagte der Kassenbeleg aus, ich hätte den Baumarkt komplett leer gekauft. Frau N. schwingt sich sogleich in ihren Mädchen-Chrysler und düst Richtung Studio, als sie auf eine unerwartete Vollsperrung stößt. Stau wohin das Auge blickt und so ist man gezwungen, eine Umleitung zu fahren, die einen Abstecher in die Dolomiten ermöglicht hätte. Zeit hatte ich dafür jedoch keine und fuhr die komplette Kirche ums Dorf, bevor ich dann endlich mal im Studio ankam. Heute dann des Rätsels Lösung: Es wurde mal wieder bei Bauarbeiten eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden und das ganze Areal für Stunden weiträumig abgesperrt. Photostrecke gefällig???
Gearbeitet war dann fix und anschließend gondelte ich noch schnell zur neuen Wohnung, um die erworbenen Holzschrauben am Bett von Sohnemann anzubringen. Die waren nämlich nötig, weil der kleine Mann sich seit zehn Jahren beharrlich weigert, sein Hochbett gegen ein neues Bett einzutauschen. Die immer wiederkehrenden Auf- und Abbauten dieses Möbelstückes fordern nun langsam ihren Tribut und die ursprünglichen Schrauben versagen ihren Dienst. Um aber dem kleinen Mann gerecht zu werden, müssen nun Holzschrauben das Bett stabilisieren und diese gigantischen Schrauben habe ich dann gestern nach Feierabend noch geschwind ins Holz getrieben. Es hält und ich bin stolz, dass die Dinger gerade im Holz sitzen, aber zur Sicherheit hole ich heute noch schnell zwei weitere, denn so ein klein wenig wackelt das Bett doch noch und es quietscht, weil es eben wackelt. Das muss aufhören, also schleiche ich heute erneut in die Schraubenobst- und Gemüseabteilung, nehme mir ca. 38 Gramm Holzschrauben, wiege alles artig ab und verschönere das Hochbett mit einer weiteren Prise Schraubensalat.
Heute liegt auch so einiges an. Ich muss also in den Baumarkt, in aller Herrgottsfrühe zum Tschech und mittags habe ich einen recht sinnfreien Termin beim Amt, den ich als brave Bürgerin aber dennoch wahrnehmen muss. Anschließend gehe ich meinem täglichen Broterwerb im Studio nach und fahre gleich nach Feierabend zum x-ten Male in die neue Wohnung, um die letzten Gemüseschrauben ins Holz zu treiben. Ich hoffe, die Quietscherei hat damit ein Ende und das Bett steht wie eine deutsche Eiche. Hoffen darf man ja. Vorsichtshalber werde ich mich heute gleich bei meinen Handwerkern erkundigen, ob sie Dübel und dergleichen benötigen und werde das dann auch gleich mit kaufen. Auf dem Weg werde ich dann auch gleich neue Patronen für meinen Drucker kaufen, denn mir gehen langsam die Geldscheine aus. So wird der heutige Tag auf die gleiche Art enden wie der Dienstag, denn ich werde im fahlen Licht einer kleinen Stehlampe 38 Gramm Holzschrauben in ein überaltertes Hochbett akkuschraubern und danach stolz wie Oskar am Bett rütteln und feststellen, dass es wahrscheinlich immer noch quietscht. Weiber und Handwerkskünste…
Ich möchte an dieser Stelle dann doch noch mal an meinen gestrigen Artikel erinnern, denn meine Neugier wurde nur im Ansatz gestillt. Ich bitte daher noch mal um rege Teilnahme und danke Euch schon jetzt für Euer Feedback. Ich meinerseits schlürfe jetzt noch ein paar Schluck Milchkaffee und werde dann den kleinen Mann wecken. Dann heißt es Schulbrötchen machen und im Klamottenberg wühlen. Er braucht ja Söckchen, T-Shirt, Pulli und Unterbuxen. Wird Zeit, dass alles wieder in geregelten Bahnen verläuft. Ach ja, ich habe übrigens gestern in der neuen Küche eine weitere Steckdose entdeckt. Jetzt muss ich den Elektriker nur noch fragen, ob ich diese Steckdose für das geplante Gerät per Verlängerungskabel nutzbar machen darf oder ob ich dann einen Kabelbrand riskiere. Wie man sich doch über eine lächerliche Steckdose freuen kann…
So, Kleiderschrank, Sohnemanns Bett und mein Bett sind fachgerecht zerlegt und stehen zur Abholung bereit. Nach einer Ganztagsschicht und diversen Behördenärgernissen vor dieser Schicht haben das fleißige Bienchen C. und meine Wenigkeit meine Schlafzimmermöbel und Sohnemanns Schlafmobiliar noch auseinander gebaut und bringen diese Sachen dann planmäßig morgen in unsere neue Wohnung, um sie dort im besten Falle auch gleich morgen wieder aufzubauen. Sohni verbringt sein Wochenende bei Papa bzw. Oma und kriegt von dem häuslichen Chaos hier nur das Nötigste mit.
Lieben Dank auch an meine Familie im Saarland, die mir heute nicht zum ersten Mal bewiesen hat, dass sie immer für mich da sind.
Liebe Mama, lieber Harry und liebes Schwesterlein… Ich bin dankbar und froh, Euch an meiner Seite zu wissen und schicke Euch tausend Küsse. Ich darf mich glücklich schätzen, auch auf meine Familie zählen zu können, wenn sie hunderte von Kilometern weit weg sind.
Unglaublich… Ich habe seit vielen Monaten mal wieder durch geschlafen. Es ist gut ein halbes Jahr oder noch länger her, dass ich eine ganze Nacht bis zum Morgen komplett durch geschlafen habe. Tolle Sache an sich, aber kann das nicht mal passieren, wenn morgens der Wecker nicht klingelt? Völlig entgeistert habe ich vorhin auf den Wecker gestarrt und angestrengt überlegt, ob ich nachts wach war. Nein, war ich definitiv nicht. Sonst ja immer, mehrmals, fast stündlich und man gewöhnt sich leider daran. Nicht so diese Nacht. Wie ein Stein muss ich da gelegen haben. Ich gebe Euch dann Bescheid, wenn ich das nächste Mal irgendwann im Spätfrühling mal wieder so schön ruhig geschlafen habe. Aber dann kann ich während meiner unruhigen Nächte wenigstens in den Himmel glotzen und Sterne zählen, weil ich über meinem Bett dann zwei schicke Dachfenster habe. Ist doch auch was…
Heute nochmal eine komplette Schicht, weil Chef mit Kind und Kegel in Reutlingen auf Convention ist. Ich hoffe, dass sich wenigstens 25 Leute zum Piercen einfinden, damit sich der Tag lohnt. Danach heißt es nach Hause düsen, Handwerkerklamotten über den Arsch ziehen und Möbel abbauen. Morgen dann alles in die neue Wohnung fahren und dort gleich wieder aufbauen. Mal sehen wieviel wir schaffen. Wollen den Aufwand in 14 Tagen etwas minimieren, denn mit der Küche werden wir dann genug Arbeit haben. Geplant sind für dieses Wochenende die Betten von Sohnemann und mir, der Kleiderschrank und eventuell noch ein paar Kleinteile. Ob wir meinen Wohnzimmerschrank noch transportabel zerlegt kriegen bzw. in die neue Wohnung schleifen, weiß ich nicht, aber hoffen darf man ja. Und lustig wird’s allemal, denn wenn zwei Weiber mit Akkuschrauber und Handwerkszeug hantieren, gibt’s immer Verletzte, Schrammen im Holz oder aber jede Menge zu lachen.
Manchmal passieren im Leben Dinge, die uns fast um den Verstand bringen und dennoch verbirgt sich in jenen Augenblicken etwas, das wir längst verloren glaubten. Sie können uns einander wieder so nahe bringen, wie man lange Zeit nicht mehr war. Man vergisst, was einen kränkte, schiebt seinen verletzten Stolz und seine Enttäuschung beiseite und ist einfach nur füreinander da. Es ist nicht fair, dass erst solche Dinge geschehen müssen, um sich auf das zu besinnen, was wirklich wichtig ist. Gestern stellte das Schicksal Dich auf eine dieser harten Proben und eigentlich sollte dieser Tag sicherlich anders verlaufen. Schon als ich Dich morgens sah, erkannte ich, dass es Dir sehr sehr schlecht geht. Ich hörte diskret weg, als Du mit A. kurz ein paar Worte gewechselt hast und in diesem Moment verfluchte ich nicht zum ersten Mal die Stille zwischen uns, der ich bereits mit meinem letzten Eintrag hier ohne Dein Wissen ein Ende setzen wollte, weil ich durchaus sehen konnte, wie sehr Dich das belastet. Allerdings wusste ich auch, dass Du meine Zeilen erst heute lesen können würdest, denn der Donnerstag ist Euer freier Tag. Ich wusste genau, Du würdest die Gelegenheit nicht versäumen, das heute nachzuholen. Irgendwann gegen Nachmittag bist Du leise durchs Studio geschlichen, bist am Tresen stehen geblieben, aber dennoch so, dass ich Dich nicht direkt sehen konnte. Es muss Dir unendlich schwer gefallen sein, nicht genauso schweigend wie ich in all den Tagen einfach weiterzugehen, denn ich habe Dir durch meinen Rückzug eigentlich nie die Chance auf eine vorsichtige Annäherung gelassen. Ich wollte allein sein mit meinem Schmerz und ich wollte nicht reden.
Als Du da so gestanden hast, regte sich erneut in mir das ungute Gefühl, dass es Dir schlecht geht und dass der Grund ein anderer als Tage zuvor war. Ich hab’s gespürt, gesehen, gerochen und als Du leise etwas gesagt hast, was ich kaum verstand, fragte ich Dich ohne hochzusehen, was mit Dir los sei. Du warst blass und in all Deinen Gesten und Worten lag eine Niedergeschlagenheit, die man schon fast körperlich wahrnehmen konnte. Hemmungslos hast Du losgeschluchzt und mir den Grund für Deine Verfassung preisgegeben. In diesem Moment wischte ich all meine Gedanken an die letzten Tage weg und kam um den Tresen auf Dich zu. Du hattest die Arme auf dem Tresen verschränkt und Dein Gesicht darin verborgen. Sanft aber bestimmt nahm ich Deinen Arm und zog Dich an mein Herz. Ganz ganz fest hast Du mich gedrückt, so fest wie man sich nur drücken kann, wenn eine unglaubliche Last von einem abfällt, wenn man froh über die Nähe des anderen ist und wenn man genau diese Nähe jetzt so dringend braucht. Deine Tränen taten mir furchtbar weh und es dauerte nur wenige Augenblicke, bis auch bei mir die Tränen rollten. Alles brach heraus, all der Schmerz und der Kummer und es tat so unendlich gut. Minutenlang standen wir so da und Du hast Dich so an mich geklammert, dass ich auch ohne Worte verstand, wie wichtig Dir das war.
Du kannst nicht ermessen, was das in mir geweckt hat. Zum ersten Mal seit vielen Wochen fühlte ich mich wieder zuhause, ich fühlte mich wieder unendlich wohl und ich merkte, wie sehr ich dieses Gefühl vermisst habe. Zum ersten Mal geriet ich ins Wanken, was meine Entscheidung anging. Zum ersten Mal fuhr ich lächelnd nach Hause und ich werde heute zum ersten Mal wieder mit einem wohligen Gefühl zur Arbeit fahren. An den Ort, der so oft Zuflucht war, an den Ort, der ein Zuhause für mich ist. Wer kann das schon von sich sagen? Und mir wurde klar, wie wichtig Du mir trotz allem bist, S…. Aus den Augenwinkeln habe ich Dich beim Lesen meiner Zeilen verstohlen beobachtet, denn ich weiß, meine Worte gehen nicht an Dir vorbei. Sie treffen Dich dort, wo ich meinen eigenen Schmerz sitzen habe und sie bewegen Dich. Das wusste ich immer und ich wusste, dass ein geschriebenes Wort für Dich genauso viel Gewicht hat, wie für mich auch. Ich kenne nur wenige Menschen, die so viel Gespür dafür besitzen und in den meisten Menschen lebt der Zwiespalt zwischen einem gesprochenen und einem geschriebenen Wort. In Dir jedoch nicht. Du siehst und fühlst, dass es manchen Menschen leichter fällt, über Gefühle und Gedanken zu schreiben, weil sie die Ruhe und Einsamkeit brauchen, um sich offenbaren zu können. Ich bin ein solcher Mensch und ich denke, das hast Du schon vor langer Zeit erkannt. Und gerade weil ich das wusste, habe ich meinen Gedanken jeden Tag auf’s Neue hier an dieser Stelle Worte verliehen. Zum Reden war ich nicht imstande, also schrieb ich mir die Finger wund und ich wusste mir alles vernichtender Gewissheit, dass Du das Wort für Wort lesen würdest, dass Du die Lieder anhören wirst und dass Du auch die Texte in Dich aufnimmst.
Diese stille Anteilnahme war mir immer gewiss, auch wenn wir manches Mal kein Wort darüber verloren. Und ich sah auch, wann Du gelesen hast, Kleines. Sicher erschrickst Du jetzt ein bisschen, aber ich kann Dir sogar die Uhrzeiten sagen. Ich will, dass Du weißt, dass ich das immer zu schätzen wusste und ich will auch, dass Du weißt, dass ich froh bin, Dich kennengelernt zu haben. Menschen wie Dich trifft man nur sehr selten und nicht oft im Leben war mir jemand nach so kurzer Zeit so wichtig. Du hast Dich mit Deiner sanften und überaus sensiblen Art in einer Geschwindigkeit in meinem Gemüt breit gemacht, dass ich selbst erstaunt bin. Ich bin Fremden gegenüber ein äußert misstrauischer Mensch, aber bei Dir hatte ich dieses Misstrauen nie. Du bist alles, was ich nicht bin. Du bist warm, feinfühlig und trägst das alles nach außen. Du bist rein und pur, so unverfälscht und Deine sanfte Art lässt nicht einmal mich kalt. Du bist ehrlich und aufrichtig und Dir kann man nie mit dem Herzen böse sein. Sicher war das Leben auch zu Dir nicht immer gerecht und auch Du musstest viel Leid erfahren, aber vielleicht bist Du genau deshalb so authentisch. Ich weiß nicht, wieviele Menschen das in Dir sehen, aber ich vermute, die wenigsten Leute in Deinem nahen Umfeld empfinden das, was ich in Dir sehe. Du bist eine der Wenigen, die ich als Freundin bezeichne. Nein, Du bist nicht nur eine Kollegin, Du bist viel viel mehr und ich bewundere Deine Geduld, die Du mit A. und auch mir immer wieder unter Beweis stellst. Du bist kein nörgelnder Mensch, Du strahlst selbst unter großem Stress eine Wärme aus, die gut tut. Und Du hast Dich nie geschämt, Gefühle zu zeigen. Niemals…
Wie Du an meinen Schmerzen so oft teilgehabt hast, verschlägt mir die Sprache. Obwohl es Dich nie betraf, liefen bei Dir Tränen, wie ich sie selbst geweint habe. Sie waren so herzlich und mit Dir konnte ich wirklich mein Leid teilen. Du hattest die unglaubliche Fähigkeit, mir einen Teil dieser Qualen abzunehmen und vor allem hast Du alles selbst gefühlt. Die meisten Menschen sitzen hilflos daneben und ihr Trost kann einem nicht annähernd das geben, was Du mit Deinem Wesen geben kannst. Ich kann nur hoffen, dass es in Deinem Umfeld wenigstens eine Handvoll Menschen gibt, die genau das sehen und festhalten, denn eine Freundin wie Dich findet man nur mit viel viel Glück und mit genügend Weitsicht und Gespür erkennt man, was Du geben kannst und wie heilsam Du sein kannst. Mir fehlen die Worte für das, was ich eigentlich sagen will. Und ich habe auch nicht die geringste Ahnung, wieviele Menschen außer A. Dir wirkliche nahe sind, aber ich hoffe, dass Du immer so bleibst, egal was Dir im Leben noch widerfährt, denn das was Du gibst, ist unendlich wertvoll und unbezahlbar…
Sag mal, hast du das gesehen,
wie sie lachen, wie sie gehen?
Manche Wesen sind so schön.
Innen wie aussen. Sie verwöhnen
deine Sinne und gewöhnen
dich wieder an Liebe, die du kennst,
zu der du immer wieder rennst.
Diese Liebe ist real,
so real wie Höllenqualen.
Doch Höllenqualen sind egal,
wenn sich die Liebe dir entfacht.
Doch es ist gut, wie es ist.
Der Mensch lernt nur, wenn er Scheiße frisst,
sonst reift er nicht.
Er weiß doch nichts.
Ich weiß noch nicht,
wann verstreicht die Frist?
Das hat die Welt noch nicht gesehen.
Trotzdem ist Liebe wunderschön,
ist unsichtbar und trotzdem da.
Freude und Leid das ganze Jahr,
man nimmt das Leben sonst nicht wahr.
Denn mit dem Herz sind wir meist blind.
Wer von uns ist schon wie ein Kind?
Offen für alles wie der Wind,
der doch dem Meer den Regen bringt
Er ist so frei und doch gewillt.
Gib mir einen Koffer für mein Herz,
der ist unendlich viel mehr wert,
wenn du ihn mitnimmst, wenn du gehst,
ihn bei dir trägst von früh bis spät,
ihn dann zurück bringst unversehrt.
Ich lauf des öfteren Gefahr,
zu vergessen wie schön das Leben bisher war.
Mit dir von Anfang an verflochten bis ans Ende meiner Zeit.
Wir lieben das Leben und sind dafür bereit.
Denn wir alle werfen Schatten auf des Nächsten Licht.
Lass dich nicht zerbrechen und fürchte dich nicht
vor dem, was da kommt,
vor dem, was du fühlst,
vor dem, was du liebst.
Das hat die Welt noch nicht gesehen.
Trotzdem ist Liebe wunderschön,
ist unsichtbar und trotzdem da.
Freude und Leid das Ganze, ja,
man nimmt das Leben sonst nicht wahr.
Denn mit dem Herz sind wir meist blind.
Wer von uns ist schon wie ein Kind?
Offen für alles wie der Wind,
der doch dem Meer den Regen bringt
Er ist so frei und doch gewillt.
Das hat die Welt noch nicht gesehen.
Trotzdem ist Liebe wunderschön,
ist unsichtbar und trotzdem da.
Freude und Leid das Ganze, ja,
man nimmt das Leben sonst nicht wahr.
Denn mit dem Herz sind wir meist blind.
Wer von uns ist schon wie ein Kind?
Offen für alles wie der Wind,
der doch dem Meer den Regen bringt
Er ist so frei und doch gewillt.
love is unseen
love is your dream
but love is no dream
love is so real
even though its unseen
love is unseen
love is your dream
but love is no dream
love is so real
even though its unseen
love is unseen
love is your dream
but love is no dream
love is so real
even though its unseen
love is the best feeling i ever had
you and me have the cherished love
love keep me warm
love keeps you warm
love is something you have to cherish
Das hat die Welt noch nicht gesehen.
Trotzdem ist Liebe wunderschön,
ist unsichtbar und trotzdem da.
Freude und Leid das Ganze, ja,
man nimmt das Leben sonst nicht wahr.
Denn mit dem Herz sind wir meist blind.
Wer von uns ist schon wie ein Kind?
Offen für alles wie der Wind,
der doch dem Meer den Regen bringt
Er ist so frei und doch gewillt.
Das hat die Welt noch nicht gesehen.
Trotzdem ist Liebe wunderschön,
ist unsichtbar und trotzdem da.
Freude und Leid das Ganze, ja,
man nimmt das Leben sonst nicht wahr.
Denn mit dem Herz sind wir meist blind.
Wer von uns ist schon wie ein Kind?
Offen für alles wie der Wind,
der doch dem Meer den Regen bringt
Er ist so frei und doch gewillt.
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