Wir haben den Kampf verloren…

7. März 2009

Frosch


Ich brauch’ ein bisschen Zeit…

22. Februar 2009

pause


Geschützt: Ohne ein Wort…

22. Februar 2009

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Geschützt: Manchmal weint man nicht…

21. Februar 2009

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Alles wie gewohnt…

16. Januar 2009

piktogramm kat aSohnemann ist bereits in der Schule und der Halbinvalide liegt nach dem gestrigen Ärztemarathon noch schlafend im Nest. Am Wochenende stand eigentlich nochmal Schlittenfahren in Schöneck auf dem Plan, aber für den hinkenden Beifahrer dürfte das eher eine Zumutung werden. Diagnose gestern war: Gelenk gedehnt (nein, nicht die Bänder) und offenbar einige Blutgefäße abgerissen. Ich weiß zwar nicht, wie zum Geier man das Gelenk dehnen kann und die Bänder davon unberührt bleiben, aber da ich kein Mediziner bin, muss ich das auch nicht wissen. Hinken tut der alte Mann natürlich immer noch und ist die ganze nächste Woche krank geschrieben. Oberschwester Nyiri wird währenddessen Tabletten und Extrem-Couching verordnen. Die Mittelschicht für nächste Woche fällt somit aus und die Bloggerei kommt zwecks Sonderschicht im Pflegedienst wahrscheinlich auch zu kurz. Bedankt Euch bei dem Herrn mit dem temporären Gehfehler.


Willkommen auf der Wachstation…

15. Januar 2009

umgeknickt

Nachdem ich gestern den Tag ruhig begonnen habe und tagsüber bei Frau M. einen gepflegten Kaffee geschlürft und ein bisschen gehutzt hatte, trudelten derweil die Männer des Hauses ein. Der kleine Mann hüstelte vor sich hin, was ja abzusehen war, aber er befindet sich dennoch auf dem Wege der Besserung. Frau N. aus P. vergnügte sich noch unter der heimischen Dusche, als auch Herr S. aus P. von der Arbeit kam. Es klopfte an der Badtür, was meinerseits mit einem „Jahaaa…“ quittiert wurde. Herr S. aus P. jedoch konnte sich ein weiteres Klopfen nicht verkneifen und so stieg Frau N. patschnass aus der Wanne, schlang sich ein Handtuch um den Astralkörper (Klappe jetzt hier!!!) und steckte ihren triefnassen Kopf neugierig durch die Tür in die Küche. Dort saß ein grinsender Herr S. und nach einem kleinen begrüßenden Wortwechsel verabschiedete sie sich zum Anziehen zurück ins Bad.

Mit Handtuchturban und nackten Füßen huschte sie an den Küchentisch und Herr S. plapperte irgendwas von „…wenn’s morgen nicht besser ist, muss ich wohl zum Arzt…“, was mich dann doch aufhorchen ließ: „Was…, wieso…, was’n passiert?“ Herr S. humpelte zur Kaffeemaschine und schenkte uns vom frischen Heißgetränk nach. Nachdem er wieder Platz genommen hatte, streckte er seine Füße nach vorne und ließ mich raten, um welchen Fuß es sich handelt. Das linke Gehwerkzeug hatte am Außenknöchel eine sichtbare Schwellung und das Auftreten auf Selbigem war schon nicht mehr ohne Schmerzen möglich. So wollte Herr S. nun abwarten, wie sich dieser Zustand bis zum nächsten Morgen verändert – ob nun zum Positiven oder zum Negativen. Ich ordnete erstmal eine Mütze Schlaf auf der Couch an und Herr S. leistete artig Folge. Nachdem hier dann jede Menge Sägespäne umherflogen, schloss ich nach gut zwei Stunden leise die Wohnzimmertür, um mit dem Abendessen bzw. dessen Zubereitung zu beginnen.

Prompt öffnete sich die eben geschlossene Tür und Herr S. hinkte mir nach. Ich registrierte eine Verschlechterung und ordnete Kühlkissen an. Wieder folgte Herr S. dem Befehl artig und ich verbannte ihn zurück auf die Couch. Der Zustand verschlechterte sich von Stunde zu Stunde und als die zwei alten Leutchen dann ins Schlafzimmer wechselten, konnte Herr S. schon nicht mehr ohne Schmerzen diesen Fuß auflegen. Also entschloss er bereits vor dem Schlafen, dass kein Wecker gestellt werden müsse, da ich ihn am nächsten Morgen – also heute – zum Arzt fahren müsse. Sohnemann war mit gefülltem Magen und müden Augen freiwillig und ohne jegliche Aufforderung im Schlafgewand in sein Bett gekrochen und eingeschlafen, so dass mir nicht mehr blieb, als den Fernseher auszumachen und leise die Kinderzimmertür zu schließen. Herr S. stöhnte vor Schmerzen, als er die Bettdecke über die Füße ziehen wollte und angesichts dieser Entwicklung ist der heutige Tag ziemlich straff durchgeplant.

  1. Herrn N. aus P. wecken und zur Schule entlassen.
  2. Herrn S. aus P. wecken und mit frischem Kaffee versorgen.
  3. Frau N. aus P. duschen und salonfähig restaurieren.
  4. Auto freischaufeln und Herrn S. zum Arzt fahren.
  5. Herrn S. aus P. im Wartezimmer ein bisschen mit seinen Altersgebrechen konfrontieren und necken.
  6. Krankenkasse abklappern.
  7. Krankenschein zur Firma bringen.
  8. Herrn S. aus P. kurz zuhause absetzen.
  9. Herrn N. aus P. ins Auto stopfen und zum Kieferorthopäden bugsieren, zwecks neuer Zahnspange.
  10. Zutaten für’s Abendessen einkaufen.
  11. Die kränkelnde Mannschaft mit kulinarischen Schmankerln versorgen und danach Hustensäfte, komische Salben und dergleichen verabreichen.

Und bei Euch so…???


Geschützt: Sag’ es laut…

7. Januar 2009

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Fat lip…

10. Dezember 2008

kuehlkissenFrau N. aus P. verabschiedet gerade ihren Besuch, da klingelt Sohnemann unten an der Haustür, obwohl er einen Schlüssel hat. Muttern drückt auf den Türöffner und da wir unterm Dach wohnen, dauert es eine Weile, bis Besucher an der Wohnungstür stehen. Mein Füchslein verlässt gerade meine Wohnung und ich stehe oben an der Treppe, als ich sie meinen Sohn fragen höre: „Was hast denn Du gemacht?“ Ich kann diese Frage nicht so recht einordnen und warte geduldig oben an der Küche, bis Sohnemann die Stufen in der Wohnung erklommen und die Küche erreicht hat. Was ich dann sah, übertraf meine Erwartungen mal wieder. Herr Sohn hatte einen blutverschmierten Mund und eine dicke Lippe riskiert. Ich staunte nicht schlecht und fragte nach, was denn geschehen sei. Er berichtete, er hätte mit seinen Kumpels Fangen gespielt und dabei sei er mit einem seiner Kumpels unglücklich zusammengestoßen. Hinterkopf vs. Lippe sozusagen…

Das sah natürlich im ersten Moment viel schlimmer aus, als es letztendlich war. Erstmal wies ich ihn an, seinen Mund und das blutverschmierte Gesicht vorsichtig ein bisschen abzutupfen und dann verabreichte ich ihm ein feuchtes Handtuch mit Kühlkissen innen drin. Tat ihm offensichtlich auch gut und er saß für die nächsten zwei Stunden erstmal ganz ruhig im wohnzimmerlichen Sessel. Nun ja, was lässt sich mit einer solch negriden Lippe eigentlich essen? Ich erinnerte mich an meine dicke Lippe in der Kindheit, gegen die das geschwollene Dingens meines Sprösslings allerdings ein lächerlicher Kindergeburtstag war und beschloss, kleine Nüdelchen zu kochen, die sich ohne Abbeißen und ohne brennenden Salzgeschmack in den Mund befördern lassen. Süppchen läge zwar näher, aber da die Miniplatzwunde relativ dicht an der Mundschleimhaut lag, hätte die Suppe bzw. das darin enthaltene Salz sicherlich unangenehm gebrannt.

Zwar bin ich ein äußerst schadenfroher Mensch, aber das wäre fies gewesen. Also bereitete ich die seltenste aller Speisen zu, die unsere Augen jemals gesehen haben – Nudeln. Sohnemann freute sich natürlich diebisch und ich konnte am Ende des Tages zufrieden feststellen, dass ich als Krankenschwester zumindest Puls messen dürfte, denn die Lippe war fast nicht mehr dick und man sah kaum noch, was passiert war. Eine kleine Schwellung hat er natürlich noch, aber in einer Woche ist das vergessen. Wenn ich da an meine Glanzleistung in der 4. Klasse denke, wird mir heute noch schlecht. Nicht nur dass ich mir beinahe alle Zähne rausgekloppt hätte, nein, man konnte wunderbar bei geschlossenem Mund meine Zähne sehen und an essen war für glatte vier Wochen nicht mehr zu denken. Und ich hatte auch gleich ganze Arbeit geleistet. Ober- und Unterlippe waren außer Gefecht, denn nur oben oder nur unten kann ja Jeder.

Außer einer völlig verknorpelten Unterlippe und einer vernarbten Oberlippe blieb davon nichts zurück. Die Narben befinden sind im Mund und die kleine Narbe der unteren Außenseite saß nicht nur dicht am Lippenrand, sondern verwuchs sich im Laufe der Jahre so hübsch, dass man davon nichts mehr sieht. Nur innen sieht es aus wie ein geflickter Fahrradreifen, aber rauchen, saufen und Fressattacken lassen sich damit bestens bewältigen. Bei Sohnemann dürfte man schon in wenigen Tagen/Wochen nichtmal mehr eine Narbe sehen. Er bevorzugt bei seinen Verletzungen bisher immer die Standardvariante. Seine Mutter nahm immer die Deluxe-Ausführung. Loch im Kopf? Sohnemann hatte eins in der 1. Klasse, Mutter „besorgte“ sich gleich zwei im Kindergarten. Ich sah dermaßen abgeschlachtet aus, dass meine Mutter auf dem Weg zum Arzt erstmal zuhause zwischenstoppte und dem Töchterlein die Haare wusch. Lasst sie ruhig verbluten, Hauptsache sie hat frisch gewaschenes und duftendes Haar… Kein hässlicher Kommentar über Folgeschäden, liebe Mädels, ja?

signatur-kraftig8


Totensonntag…

23. November 2008

3 marmor engel mit blumen grabstein

Heute ist einer jener zwiespältigen Tage für mich, denn er vereint Trauer und Vorfreude. Ab morgen dürfen die Weihnachtssachen aufgestellt werden, aber im Laufe des Nachmittages werde ich aller Voraussicht nach mit einer schlichten weißen Rose in der Hand zum Grabe meiner Großmutter gehen und diese Rose auf ihrem Grab hinterlassen. Das tue ich immer an all jenen Tagen, die ich für richtig erachte. Dazu zählt ihr Geburtstag, der Todestag, Weihnachten und natürlich der Totensonntag. Ich bin nicht so geübt im Besuchen von Gräbern, aber ich komme niemals mit leeren Händen. Ich bringe ihr jedes einzelne Mal diese weiße Rose mit und verharre einige Minuten im stillen Zwiegespräch mit ihr. Uns verbanden nicht nur gute Zeiten und ich trage noch immer so manchen Konflikt in mir, aber mein innerer Konflikt ist schon klein genug, um ihr während des gesamten Jahres mehrmals eine Rose zu bringen, denn sie liebte Blumen wirklich sehr. Und ich wähle immer die Farbe weiß, denn diese Farbe verkörpert für mich Reinheit, Neubeginn und Verletzlichkeit. Rot erscheint mir zu präsent, gelb zu fröhlich, rosa zu kitschig, orange zu knallig und lila hasse ich ganz einfach. Weiß ist gut, weiß ist dennoch aussagekräftig und weiß ist auch eine Farbe der Ruhe für mich.

Immer nur eine Blume, eine Rose, ein bisschen was Grünes drumrum und sonst nichts. Auch die Farben und Blumen für das Grabgesteck bei ihrer Beerdingung habe ich ausgesucht. Meine Mutter war damals mit mir im Blumengeschäft und stand neben mir. Wortlos und über den Tod ihrer Mutter betrübt habe ich sie unter meine Obhut genommen und gesagt: „Wir suchen Blumen für Oma aus, komm…“ Sie lächelte müde und ließ es geschehen. Ich stellte ein Arrangement aus weißen Blüten zusammen. Schlicht, edel, zart und weiß, einfach nur weiß. Ich ordnete den genauen Wortlaut der Inschrift auf den Trauerbändern an und bestimmte auch deren Farbe – dunkelgrün mit goldener Schrift. Meine Mutter bestand darauf, alles zu bezahlen und sagte mit einem dankbaren Lächeln: „Das sieht schön aus, danke, mein Kind…“ Ich hakte mich unter und wir verließen den Laden. Der Trauerfeier blieb ich fern. Ich wollte und konnte nicht in die heucherlischen Gesichter derer sehen, die nun plötzlich aus der Versenkung auftauchten.

Und ich wusste, diese Trauerfeier würde wieder in einem Skandal enden, was auch geschah, denn meine Mutter berichtete mir davon. Persönliche Gründe verboten mir, dieser Feier beizuwohnen und ich hatte mich längst auf meine Art verabschiedet. Als sie starb, war ich gerade auf Arbeit. Mein Handy klingelte und am anderen Ende sagte meine Frau Mama in mütterlichem Befehlston: „Komm sofort nach Hause! Oma ist gestorben.“ Ich empfand diesen Ton weniger befehlend, sondern verstand das viel mehr als Warnschuss, dass die elende Schlammschlacht der Heuechelei nun beginnen würde. So war es auch. Ich fuhr ohne Umwege zum Pflegeheim, wohin sie von meinem Großvater abgeschoben worden war, „weil das komische Krankenhausbett in der Wohnung doch unmöglich aussähe“ und sah mich mit einem betrunkenen Großvater, einer ebenfalls betrunkenen Tante und den zwei verbliebenen Schwestern meiner Großmutter konfrontiert. Meine Mutter lehnte an der Wand und verbarg das Gesicht an jeder Wand in ihren Händen.

Mein Großvater stammelte wirres Zeug, was angesichts seines Alkoholpegels kein Wunder war. Ich schämte mich für die Tatsache, dass meine werte Tante und mein ehrenwerter Großvater 100 m entfernt im Garten gesessen und sich betrunken hatten, während meine Großmutter ihren letzten Atemzug tat. Auch die unmittelbare Nähe zum Pflegeheim hatte nur für einen einzigen täglichen Besuch gereicht. Meine Mutter hingegen war aus Saarbrücken angereist und hatte angekündigt, so lange zu bleiben, bis Oma gestorben sei, denn wir beide wussten, dass es zuende geht. Schon vor Monaten hatte ich zu meiner Mutter gesagt: „Das lange Sterben von Oma hat begonnen.“ Ich sollte recht behalten. Nach und nach verließen alle Angehörigen den Raum, in dem meine tote Großmutter lag und mein betrunkener Großvater forderte mich schwankend auf, mitzukommen. Ich weigerte mich, ohne ihn anzusehen. Ich war angewidert und distanzierte mich von allen. Meine Mutter wusste, warum.

Als alle gegangen waren, betrat ich schweigend den Raum, nahm mir einen Stuhl und setzte mich an ihr Bett. Ich wies die Pflegeschwestern an, mich bis zum Eintreffen des Bestattungsunternehmens mit ihr allein zu lassen. Freundlich nickend wurde meine Bitte erfüllt und man reichte mir wortlos anteilnehmend ein Päckchen Tempos. Ich schloss die Tür zum Zimmer und setze mich noch näher ans Bett. Ich starrte meine tote Großmutter an und erst jetzt konnte ich weinen. Eine ganze Stunde war ich allein mit ihr und ich weinte, sprach sie immer wieder leise an und fand kein Wort außer „Oma“… Ich versuchte zu begreifen, dass sie vor mir lag und mich trotzdem nicht mehr hören konnte. Ich wollte ihre Hand berühren, aber jedesmal hielt ich wenige Millimeter vor ihrer Hand inne. Das konnte ich nicht, das ging mir zu weit. Ich starrte sie eine Stunde lang an und sah nichts anderes an, denn ich wollte keine Sekunde damit verschwenden, meine Aufmerksamkeit anderen Dingen zu schenken, als diesem letzten Moment, diesem letzten Beisammensein, nur sie und ich.

Irgendwann öffnete sich die Tür und zwei schwarz gekleidete Herren betraten den Raum, wünschten mir anstandsvoll Beileid und warteten in gebührendem Abstand, bis ich mich erhob und den Raum verließ, ohne mich ein letztes Mal umzudrehen. Ich lief wortlos zum Treppenhaus und sah kein einziges Mal zurück. In diesem Augenblick beschloss ich auch, nicht zur Trauerfeier zu erscheinen, denn die Szenerie mit zwei betrunkenen Angehörigen hatte mir gereicht. Nein, ich hatte mich verabschiedet, auf meine Weise, in aller Stille und in Zweisamkeit, so wie ich es wollte. Meine Mutter verstand das und was der Rest dachte, ging mir am Arsch vorbei. Ich setzte mich in mein Auto und stand noch lange auf dem Parkplatz. Der schlichte Sarg mit dem Leichnam meiner Großmutter wurde vor meinen Augen in den Wagen gehoben, einer der Bestatter trat an meinen Wagen und reichte mir eine Visitenkarte. Er notierte einige Hinweise, was für die Beisetzung notwendig sei und verabschiedete sich respektvoll. Ich hatte den Eindruck, dass jeder Mensch, der mir in diesen Stunden begegnete, mich als Verantwortliche für alle Belange rund um den Tod meiner Großmutter betrachtete. Niemand sprach meine Verwandten an.

Als ich endlich nach Hause fuhr, kam dieses Lied aus dem CD-Player meines Radios und es erinnert mich seither an den Tod meiner Großmutter:

I hope you’re feeling happy now
I see you feel no pain at all it seems
I wonder what you’re doin’ now
I wonder if you think of me at all
Do you still play the same moves now
Or are those special moods
For someone else
I hope you’re feeling happy now.

Just because you feel good
Doesn’t make you right (oh no)
Just because you feel good
Still want you here tonight

Does laughter still discover you
I see through all those smiles
That look so right
Do you still have the same friends now
To smoke away your
Problems and your life
Oh how do you remember
Me the one that made
You laugh until you cried
I hope you’re feeling happy now

Just because you feel good
Doesn’t make you right (oh no)
Just because you feel good
Still want you here tonight

Just because you feel good
Doesn’t make you right (oh no)
Just because you feel good
Still want you here tonight

I wonder what you’re doing now
I hope you’re feeling happy now
I wonder what you’re doing now
I hope you’re feeling happy now

signatur-kraftig11


Ich verblute…

10. November 2008

Wenn frau heimlich am Laptop Oblaten-Lebkuchen futtert, die mit knackiger Bitterschokolade umhüllt sind, blättert manchmal diese Schokolade ab. Und wenn diese Schokolade dann in den Ausschnitt vom Wuschelbademantel fällt, schmilzt sie dort in aller Ruhe. Und wenn man dann mal beiläufig an sich runterschaut, sieht man dort natürlich einen Fleck, der aussieht wie eingetrocknetes Blut. Und wenn man sich dann panisch seine gesamte Nachtbekleidung vom Leibe reißt und seinen ganzen Oberkörper dann nach frischen Wunden untersucht, die diese „Blutflecken“ verursacht haben könnten, wird man nicht fündig und hat unglaublich viele Fragezeichen über dem Kopf. Und wenn man dann so halbnackt da steht und grübelt, fällt der Blick manchmal sogar nochmal zum Schreibtisch und man erblickt die leergefutterte Lebkuchenpackung und braucht einige Sekunden, um zu begreifen: „Ich habe mich mit Schokolade bekleckert!!!“

Weiber… Also neeee…


Ekelerregend…

6. November 2008

ngkl 400Mit Interesse verfolge ich täglich, woher meine Besucher kommen und beobachte genauso interessiert, welche Suchbegriffe beim Auffinden meines Blogs eingegeben werden. Bei den Referrer-Links gibt es keine nennenswerten Abnormitäten, bei den Suchbegriffen allerdings schon, wie ich finde. Seit längerem tauchen dort Suchbegriffe auf, die mich nicht nur mit dem Kopf schütteln lassen, sondern sie verursachen Abscheu und Ekel. Was an Deutschlands Schreibtischen und Computern als Suchbegriffe eingetippt wird, rollt mir die Fußnägel auf. Ich bin weiß Gott keine militante Emanze, die prinzipiell gegen Pornographie ist, was jedoch Kinder angeht, vertrete ich eine erbarmungslose Haltung. Zwar fahre ich nicht mit jenen Heckscheibenaufklebern herum, auf denen die Todesstrafe für Kinderschänder gefordert wird, aber ich bin heimliche Sympatisantin dieser Autofahrer. Nein, wir diskutieren hier nicht über die Todesstrafe an sich, denn daraus ergäbe sich eine weitere Kontroverse, da nachweislich Menschen hingerichtet wurden, deren Unschuld nach ihrem Tode bewiesen wurde.

Nein, mir geht es um Kinderpornographie und deren Opfer – die Kinder. Entschuldigt bitte einstweilige verbale Entgleisungen, aber welche kranke Sau sucht bitte mit aller Regelmäßigkeit mit einschlägigen und unmissverständlichen Worten genau nach solchen Bildern? Es mag wohl sein, dass ich in meinem Blog all jene Worte aufweisen kann, jedoch nie in einer Phrase, sondern völlig zusammenhangslos. Da steht beispielsweise in meiner „Philosophie“ rechts an der Seite das böse F-Wort. Dann schwirren hier unzählige Male die Worte „Mutter“ und „Sohn“ umher. Sucht nun jemand nach jenen Worten, wenn er damit einen genauso ekelerregenden Satz bildet – was leider auch möglich ist – landet er auf meinem Blog. Fakt ist jedoch auch, dass diese Suchbegriffe schon vorher zu meinem Blog führten, auch ohne das F-Wort, welches ich im Zusammenhang mit meiner Lebensphilosophie durchaus legitim finde. Es mag so manches Gemüt erregen, dass ich so harte Worte für das tägliche Leben finde, aber ich finde meine Wortwahl nicht im Mindesten so verwerflich, wie die Suchphrasen, die an deutschen Rechnern getippt werden.

Nur die tägliche Blogstatistik erinnert an derlei Abscheulichkeiten, die man/frau solange erfolgreich verdrängt, bis sie wieder ganz nah an einen selbst rücken. Gottlob blieb mir bisher der Kontakt mit Betroffenen erspart, denn die Wunden solchen Missbrauchs sind für uns „Nicht-Betroffene“ mit aller Wahrscheinlichkeit nicht in Worte zu fassen und als Außenstehende/r säße man vermutlich sprachlos, wütend und handlungsunfähig zugleich vor jenen Opfern. Keine Umarmung, kein Wort und kein Blick dieser Welt könnte die Wunden heilen, den Schmerz lindern und die Qualen vergessen machen, die solche Erlebnisse hinterlassen. Die Wut steigt in mir auf, wenn ich mir ausmale, dass all jene Pädophile und Päderasten nicht einen Gedanken daran verschwenden, was den Kindern auf solchen Bildern an Schmerzen, Seelenleid und körperlichen Qualen zugefügt wird, nur um den widerlichen Markt der Pädophilie zu bedienen und jenen Schweinen Befriedigung zu verschaffen. Jeden Tag habe ich diese Wut im Bauch, wenn ich diese verdammten Suchbegriffe sehe. Mit aller Verlässlichkeit tauchen sie mindestens 1x pro Woche auf und ich wünschte, man könnte diese „Suchenden“ zurück verfolgen. Oh, wenn ich nur könnte…

Wir dürfen nie vergessen, dass es da draußen Kinder gibt, denen es nicht ansatzweise so gut geht, wie unseren kleinen Quälgeistern. Niemals…!!! Wegschauen heißt mitmachen, das sollte jedem klar sein.


Meistens kommt es anders…

20. Oktober 2008

Der Sonntag begann ruhig und in aller Gemütlichkeit. Ich genoss meinen Kaffee, hatte bewusst keine Pläne für diesen Tag gemacht und gedachte, das Wochenende schön gemächlich ausklingen zu lassen. Aber wie das mit Plänen so ist, kam wieder alles anders als geplant. Am frühen Nachmittag hatte ich kurz Besuch und freute mich auch sehr über diese spontane Begegnung. Ein Stündchen Plauderei und eine Tasse Kaffee brachten dann doch etwas Abwechslung in den Sonntag. Danach wollte ich nur kurz meinen Emaileingang überprüfen und sah, dass C. online war. Ich tippte eine kurze Begrüßung und prompt klingelte mein Telefon. Natürlich nahm ich das Gespräch an und nach wenigen Minuten wurde beschlossen, dass man den Rest des Nachmittages gemeinsam verbringen sollte. Also machte ich nicht viel Aufhebens und tauschte meine Schlafanzughose gegen eine bequeme Knautschehose, stieg in mein Auto und gondelte Richtung Schleiz.

Dort angekommen durfte ich frisch gezapfte Kuhmilch kosten und nach dem ersten Kaffee folgte ein überaus schmackhafter Cappuccino. Etwas später gesellte sich ein sehr guter Kumpel von C. zu uns und es war entspannt. Ich weiß nicht, ob es klug ist, nun das aufzuschreiben, was dann folgte, aber zumindest bleibt uns dieser Abend wohl noch eine kleine Weile in Erinnerung. Da C. in diesen Tagen und Wochen in etwa das Gleiche durchlebt wie ich während der letzten Monate, gährte in ihr im Laufe des Abends der Wunsch, die Klamotten und Habseligkeiten ihres Ex’ aus ihrer Wohnung zu verfrachten. Was dazu führte, bleibt hier aus privaten Gründen unter Verschluss, aber als Freunde packten wir mit an und versuchten, ihr zu helfen. Natürlich kam der Delinquent zu früh nach Hause und so kam es, dass wir just in dieser Sekunde alles fallenließen, was wir gerade in den Händen hatten und flohen zurück ins Wohnzimmer.

Zugegebenermaßen plagte mich mein Gewissen etwas, denn der junge Mann hatte mir erst kürzlich beim Umzug geholfen und hatte sich als wirklich große Hilfe erwiesen. Aber wie das im Leben manchmal so ist, musste ich klar Stellung beziehen und beteiligte mich schweren Herzens an der „Aufräumaktion“. Da die Gründe hierfür äußerst schmerzhaft für C. waren, brauchte sie jetzt Unterstützung. Diskret blieben Kumpel H. und meine Wenigkeit im Wohnzimmer sitzen und hielten uns verbal komplett raus. Es folgte ein kurzes Wortgefecht im Treppenaufgang und dann war Stille. Mit trauriger Miene kam C. zurück und setzte sich irgendwie erschöpft zu uns. Müde und enttäuscht lehnte sie sich an mich und meine Kehle schnürte sich langsam zu, da ich selbst erst kürzlich eine Trennung hinter mich gebracht habe. Gottlob habe ich die schlimmsten Tage bereits hinter mir und war dennoch irgendwie starr, da dieser Schmerz so überwältigend ist, dass nichts und niemand einen trösten kann.

Ein paar Tränen flossen und bald folgten Rachegedanken. Wir lachten wieder und schmiedeten – vermeintlich hypothetische – Pläne. Tja und einige davon wurden dann an diesem Abend noch in die Tat umgesetzt, denn jedes Kind weiß, dass es nun wirklich keinen schlimmeren Feind geben kann, als eine gekränkte und verletzte Frau. Nun fragt sich der eine oder andere Leser sicher, was sie/wir getan hat/haben, aber das bleibt unser Geheimnis. Es sei nur soviel gesagt, dass niemandem körperlich oder materiell geschadet wird. Ob es richtig oder falsch ist, bleibt offen. Es ist jedoch unbestritten, dass er ihr Vertrauen und ihre Liebe gewissenlos ausgenutzt hat, wenn sich die Verdachtsmomente bewahrheiten sollten. Zwar ist mir derartiges nicht geschehen, aber ich kann die Wut und Enttäuschung durchaus nachvollziehen. Absolut…

Kleines, ich wünsche Dir für die kommende Zeit ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen. Es wird nicht leicht und so manches Mal wirst Du denken, dass Du daran zerbrichst, aber Du bist nicht allein und weißt, wo Du uns findest, wenn Du Halt und eine Schulter zum Weinen brauchst. Halt durch und sieh nach vorne, auch wenn die Sommersprossen des Lebens im Moment eher aussehen wie Durchfallspritzer… Wir sind für Dich da und machen jeden Quatsch mit, der Dir dabei hilft, dass es Dir bald besser geht…

510 freundschaft


Das wilde, harte Kerlchen…

26. August 2008

Bin gestern früh ins Bett, da ich nun durch den Neubeginn der Schule morgens wieder in aller Herrgottsfrühe hoch muss. Der Wecker klingelte also um 5.00 Uhr und ich quälte heute auch nicht erst die Schlummertaste, sondern sprang verhältnismäßig ausgeruht aus dem Bettchen, kuschelte mich in meinen flauschigen Bademantel und befüllte eifrig die Kaffeemaschine, denn ohne meinen morgendlichen Milchkaffee geht üüüberhaupt nix. Sohni schläft noch, aber damit ist es in spätestens einer viertel Stunde auch vorbei. Er zog sich gestern eine größere Verletzung zu, was erstmal für ‘nen Riesenschreck meinerseits sorgte, denn ich erfuhr folgendermaßen davon:

(klingelndes Telefon auf Arbeit)

„Tattoostudio Plauen, Hallo…?!“

„Guten Tag, ich würde gerne Frau N. sprechen.“

„Die ist am Apparat…“

„Guten Tag, hier spricht Frau X. vom Kinderschutzbund.“ (mein Herz blieb ein paar Sekunden stehen)

„Ja bitte…?“

„Ihr Sohn  hat sich beim Spielen eine Verletzung am Knie zugezogen. Es ist nicht sooo schlimm, aber ich habe ihn verbunden und wollte fragen, ob er jetzt nach Hause gehen soll. Allerdings klappt es nicht mehr so ganz mit dem Radfahren. Aber er könnte laufen.“ (die Dame war ehrenamtliche Mitarbeiterin im „Kindercafé Mücke“, wo sich der kleine Unfall ereignete / meine Schweißperlen trockneten langsam)

„Herrje… Könnte ich bitte mit meinem Sohn sprechen? Ich möchte ihn lieber selbst fragen.“

„Natürlich, gerne…“

(der kleine Stuntman geht ans Telefon)

„Wie ist das denn passiert, Knollo…?“

„Wir haben Fangen gespielt und da bin ich über die Beine von jemandem gestolpert und hingefallen.“

„Ist es schlimm?“

„Geht so, hab’ ‘nen Verband am Knie.“ (er ist kein Mann großer Worte)

„Kannst Du laufen?“

„Ja, kann ich…“ (Wozu hab’ ich ihm eigentlich das Sprechen mit vielen Worten beigebracht?)

„Traust Du Dir zu, nach Hause zu laufen? Frau X. sagte mir, das ginge noch.“

„Ja.“

„Wirklich? Oder soll ich Dich fahren, dauert aber ‘nen Moment, müsste erst Bescheid sagen.“

„Nee, ich trau’ mir das zu.“

„Wirklich, echt?“ (man wird ja heutzutage schnell mal als Rabenmutter bezeichnet)

„Jahaaa…“ (is’ ja gut, ich wollt’ wenigstens gefragt haben)

„Ok, dann lauf schön vorsichtig heim und ich komm’ dann gleich nach Hause.“

„Ok.“

„Bis dann.“

„Ja, bis dann.“

Etwas verwirrt legte ich auf und verwarf die Gedanken, dass er seine lose Kniescheibe in einer Tupperdose nach Hause jongliert. Zuhause angekommen erkundigte ich mich natürlich sofort nach seiner Verletzung und stand vor einem komplett bandagierten Knie. Der kleine Mann schien das alles mit Fassung zu tragen und sagte beiläufig, dass das Fahrrad auch schon im Keller stünde. Ich glotzte ihn ungläubig an und bemerkte, dass die gute Frau am Telefon doch vorhin gesagt hätte, mit dem Fahren ginge das nicht so gut. Sohnemann winkte ab und stellte die Sachlage richtig. T.s Mutter hätte ihn nach Hause gefahren und das Fahrrad mit ins Auto gepackt. Großartig, jetzt bin ich doch ‘ne Rabenmutter. Gesagt hat’s keiner, aber ich ahne es. Gerade als er loslaufen wollte, klinkte sich T.s Mama ein und sagte, Scott könne so nicht nach Hause laufen, sie würde ihn fahren. An sich ein wirklich netter Zug von ihr, gar keine Frage. In mir jedoch regte sich lautstark das schlechte Gewissen einer Mutter. Was mag die Frau jetzt von mir denken? Ich will’s lieber gar nicht wissen, es kann nix gutes sein…

Sohnemann zumindest saß ziemlich lässig in seinem Chefsessel und spielte seine Verletzung herunter. Er hatte sich inzwischen sogar selbst Abendessen gemacht und schmauste seine geliebte Zwiebelmettwurst auf ofenfrischen Brötchen mit Tomatensalat. Die Nudeln vom Vorabend seien ihm zu scharf gewesen und ihm hätte davon nicht nur der Mund, sondern die Nase, der Rücken und sein verwundetes Knie gebrannt. Ich lächelte und war schon ein bisschen stolz auf meinen Jungen, denn er ist so wunderbar selbständig, was nicht zuletzt ein Ergebnis meiner Erziehung ist. Mir war nicht klar, dass die Geschmacksknospen meiner Zunge so abgehärtet sind, denn ich hatte mir am Vorabend lecker Kolbász unter die Nudeln geschnippelt. Sohnemanns Zunge ist zwar durch meine Kochweise so einiges gewöhnt, aber das war selbst ihm zuviel. Offenbar sind meine Geschmacksknospen aufgrund des geliebten scharfen Essens schon zu Schmeckeknubbeln verkümmert. Keine Ahnung…

Ja und entsprechend meiner Gemütslage heute wieder ein Video samt Musik und natürlich auch den Text dazu – wie gehabt in englischer Sprache, weil Krebsgeschwüre keine Fremdsprachen beherrschen… ;-)

Hey
I'm your life
I'm the one who takes you there

Hey
I'm your life
I'm the one who cares

They
They betray
I'm your only true friend now

They
They'll betray
I'm forever there

I'm your dream, make you real
I'm your eyes when you must steal
I'm your pain when you can't feel

Sad but true

I'm your dream, mind astray
I'm your eyes while you're away
I'm your pain while you repay

You know it's sad but true

You
You're my mask
You're my cover, my shelter

You
You're my mask
You're the one who's blamed

Do
Do my work
Do my dirty work, scapegoat

Do
Do my deeds
For you're the one who's shamed

I'm your dream, make you real
I'm your eyes when you must steal
I'm your pain when you can't feel

Sad but true

I'm your dream, mind astray
I'm your eyes while you're away
I'm your pain while you repay

You know it's sad but true

Hate
I'm your hate
I'm your hate when you want love

Pay
Pay the price
Pay, for nothing's fair

Hey
I'm your life
I'm the one who took you here

Hey
I'm your life
And I no longer care

I'm your dream, make you real
I'm your eyes when you must steal
I'm your pain when you can't feel

Sad but true

I'm your truth, telling lies
I'm your reasoned alibis
I'm inside open your eyes
I'm you