Freitag, der 13. …

13. März 2009

Da wachste morgens auf und in Deinem Kopf spucken schon wieder irgendwelche Gesichter von irgendwelchen Menschen herum, die Du schon vor langer Zeit in die ewige Verdammnis verbannt hast. Du wischst diese Gesichter energisch weg und stehst schon leicht gereizt auf, weil Du es hasst, wenn ein Tag mit solchen Fratzen beginnt. Dir huscht aber dann doch ein gehässiges Grinsen übers Gesicht, weil diesem Antlitz  entscheidende Attribute fehlen, die es unverwechselbar machen. In Deinen Gedanken gibt es diese Attribute nicht. Gut so, denn dieser Mensch ist für Dich schon sehr lange nichts besonderes mehr. Dann öffnest Du die Schlafzimmertür und kämpfst mit Fräulein Katze, die den Weg zur Küche nicht freigibt, weil sie sofort jetzt gleich auf der Stelle ihre Streicheleinheiten einfordert, ohne warten zu wollen, dass Du wenigstens mal das Licht angeknipst hast. Leise fluchst Du und verscheuchst das drängelnde Tierchen erstmal schimpfend.

Du aktivierst die 4×60-Watt-Beleuchtung Deiner Küche und erblindest just in diesem Augenblick. Du schlägst die Hände vors Gesicht und läufst instinktiv weiter bis zur Kaffeemaschine, denn Du kennst den Weg genau. Langsam musst Du die Finger spreizen, damit sich Deine verschlafenen Augen an die Helligkeit gewöhnen und dann füllst Du eilig die Kaffeemaschine, denn Tage wie dieser dürfen nicht ohne einen ordentlichen Schluck Koffein beginnen, sonst enden sie so, wie sie begonnen haben – mit Groll im Bauch. Nein, nicht weil heute Freitag der 13. ist, denn die 13 ist meine Zahl, meine ganz persönliche Glückzahl. Viele guten Dinge aus meinem Leben und so manche schicksalhafte Begebenheit stehen mit der 13 in Verbindung und ich habe schon vor Jahren meinen Frieden mit dieser Zahl gemacht, denn sie suchte mich immer wieder heim. Wir sind Freunde geworden und inzwischen gehört sie zu meinem Leben, also macht mir der 13. – ganz egal, ob nun Freitag oder Mittwoch oder sonstwas für’n Tag – keinerlei Angst mehr. Nein, im Gegenteil…

Es ist nun auch schon wieder eine ganze Woche her, dass er nicht mehr bei uns ist. Manchmal drängt sich der Verlust in den Vordergrund, manchmal bekommt man wieder diese Wut über das Verhalten des Menschen, der das alles verschuldet hat und manchmal wünscht man sich einfach, dass man die Zeit zurückdrehen könnte, denn dann hätte keiner von uns zugelassen, dass so etwas jemals passiert. Leider sind wir alle dagegen machtlos und können nur akzeptieren, was geschehen ist. Es fällt mir schwer, immer noch. Jeden Tag. Es gelingt mir noch nicht so recht, zu realisieren, dass er nicht mehr zur Tür rein getobt kommt und einen mit seiner unwiderstehlichen Art begrüßt. Masochistisch, wie man in solchen Momenten veranlagt ist, habe ich mir einige der damaligen Beiträge durchgelesen, als der kleine Herr L. aus P. hier eine Woche alles im Chaos versinken ließ und ich gäbe ein Königreich dafür, wenn ich etwas an seinem Schicksal hätte ändern können. Ach was, ein Königreich… Die Welt würde ich geben…

Es gibt viel zu tun heute, ich muss mich aufraffen. Ich wünsche allen Lesern ein schönes Wochenende und Entspannung. Ich werde morgen ein bisschen unter Menschen gehen und mich mal wieder amüsieren. Habe ich gestern schon und es tat gut. Ein bisschen Ablenkung von alldem und das Lachen nicht verlernen. Verlernt haben wir es nicht, aber es fällt ein bisschen schwer im Moment, zumindest manchmal. Morgen lassen wir das alles mal ein paar Stunden hinter uns und ich bin gespannt, was ich Euch (spätestens) am Montag zu berichten habe. Unverhofft kommt ja oft…


Besuch auf der Säuglingsstation…

13. Februar 2009

Unerwartet ergab es sich gestern, dass Herr S. aus P. und ich nach S. zwischen P. und S. zur Frau F. und Herrn H. fuhren und den klitzekleinen Nachwuchs in Augenschein nehmen durften. Gespannt wie ein Regenschirm näherte ich mich dem Körbchen, wo drei superkleine Minikätzchen lagen und sich aneinander kuschelten. Mit Erlaubnis der Hausherrin durfte ich eines der Wattebällchen in die Hand nehmen und bestaunte die mikroskopisch kleine Nase, die unglaublich kleinen Ohren und stellte fest, dass ich hier kaum mehr als eine halbe Hand voll Katze in den Händen hielt. Zwar hatte ich schon oft junge Kätzchen geherzt, aber so kleine und frische Wesen waren selbst mir neu und mir ging wirklich das Herz auf.

Frau Katzenmama schlenderte entspannt um alle Besucher und Herr Hund schaute regelmäßig nach, ob auch alles seine Ordnung habe. Es war wunderbar, diese kleinen Wesen anzuschauen. Frau F. bereitete uns anschließend noch ein leckeres Abendmahl und gegen 21.00 Uhr traten wir dann die Heimreise an. Bewaffnet mit zwei unscharfen Bildern auf dem Handy saß ich gedankenverloren im Auto und bekam diese lustigen und überaus süßen Wollknäulchen nicht mehr aus dem Kopf. Leider lässt die Qualität des Photos sehr zu wünschen übrig, da die Kätzchen nicht stillhalten wollten und die Dämmerung ihr übriges tat. Ich hoffe, ich kann Euch demnächst noch bessere Bilder präsentieren. Auf dem Photo sieht man nur zwei der kleinen Fellnasen, da Frau Katzenmama eines ihrer Kinderchen hinter die Couch getragen hatte. Macht nix, auch der verbliebene “Rest” lässt mein Herz zerfließen.

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Nachwuchs der besonderen Art…

12. Februar 2009

Gestern ging’s nach Annaberg, wo der Winter mit voller Wucht nochmal Einzug gehalten hatte. Schneemassen und eisiger Wind warteten dort auf uns und selbst der neue Hund von Frau F. aus S. zwischen P. und S. huschte von Haustür zu Haustür. Eigentlich wollte ich jetzt hier ein paar Belanglosigkeiten über unseren kleinen Ausflug schreiben, aber auf Frau F. wartete zuhause eine kleine Sensation, die sie mir umgehend mitteilte. In der Nacht vor unserem kleinen Erzgebirgsabstecher träumte sie nämlich wirres Zeug. Neben einigen anderen kleinen und größeren Mitbewohnern besitzt die junge Frau zwei wunderschöne und bezaubernde Main-Coon-Katzen. Herr Kater und Frau Katze hatten sich vor geraumer Zeit wohl einiges zu sagen und so trug es sich zu, dass man irgendwann erfreut feststellte, dass Frau Katze wohl in anderen Umständen sei. Ein Tierarzt wurde zu Rate gezogen, der diese Vermutung bestätigte.

Während unserer Hinfahrt ins verschneite Erzgebirge erzählte mir Frau F. nun, dass sie nachts davon geträumt habe, dass Frau Katze drei Kätzchen zur Welt gebracht habe und als sie gestern nach Hause kam, fiepte es hinter ihrer Couch. Zum Vorschein kamen – richtig – genau drei klitzekleine Main-Coon-Knäulchen und ich habe die Ehre, Euch das erste Bild von den frisch geschlüpften Kätzchen zu präsentieren. Bitteschööön… Sind die nicht Zucker??? Darüber hinaus werde ich mir einen Lottoschein besorgen und Frau F. aus S. zwischen P. und S. befragen, von welchen Zahlen sie geträumt hat. Das kann doch gar nicht schiefgehen.

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Scheiß Montag…

17. November 2008

stinkefingerWeiß der Geier, ob die Mondphasen schuld sind oder ob ich mein Kissen falsch zurecht geknautscht hatte – ich hab’ grottenschlecht geschlafen und neuerdings sinke ich immer erst in den frühen Morgenstunden in wirklich tiefen Schlaf. Morgens steht man bzw. frau dann halbtot auf und die Laune befindet sich bereits im Liegen in einem unterirdischen Level. Solche Arschlochtage haben sicher auch mit dem tristen Wetter dort draußen zu tun. Keine Sonne, kein gescheites Klima, kein Schnee, einfach gar nix. Nicht mal Wetter ist dort draußen zu sehen. Der November ist mein Hassmonat, denn er ist einfach nur scheißgrau und scheißtrübe und scheißnass und scheißlangweilig. Man bekommt nur eine minimale Dosis Tageslicht, die Gemütslage passt sich den Farben vor der Haustür an und dabei kommen dann solche Blogeinträge raus. Verflucht noch eins…

Amy Winehouse versucht derweil krampfhaft „Valerie“ vom Winterschlaf abzuhalten, Sohnemann schläft wie immer tief und fest, worum ich ihn beneide und das Katzentier flitzt wie angestochen durch die Wohnung. Wie kann man am frühen Morgen so unverschämt fit sein? Und so ein bisschen doof ist die schwarze Arschlocke ja extra noch. Ich schlurfte gerade missmutig in die Küche, um mir noch einen Becher frischen Kaffee zu holen und Fräulein Katze „fängt“ mich mit Vorliebe, wenn ich abwesend vorbeilaufe. Sie springt dann immer aus irgendeiner Ecke vor oder neben meine Füße und breitet regelrecht die „Arme“ aus, so á la „Hasch mich, ich bin der Frühling!!!“. Nicht selten komme ich dabei fast zu Fall und fluche wie ein Droschkenkutscher, weil ihr das riesigen Spaß macht und ich schon mehrfach dabei Kaffee verschüttet habe. Seltsamerweise macht sie das in dieser Intensität auch nur mit mir. Vielleicht weil ich mich besonders wortreich darüber ärgern kann.

So auch vor wenigen Minuten, nur diesmal klappt es – wie so oft – nicht so recht mit dem „Erschrecken“ und Fräulein Miezekatz’ wollte die Richtung ändern und steuerte Richtung Küche. Dabei konzentrierte sie sich offenbar noch zu sehr auf meine Füße und „rammelte“ sich am Türpfosten – laut hörbar. Mein Laune-Level schnalzte für einige Sekunden in schwindelerregende Höhen und ich konnte mir ein gehässiges Kichern nicht verkneifen. Da wir uns ja schon etwas länger kennen, laufe ich schon betont langsam an ihr vorbei, wenn ich sie auf der Lauer entdecke, was ihre „Fangversuche“ meist schon im Vorfeld zum Scheitern verurteilt, aber ab und an gleingt es ihr ja doch, mich zum Stolpern zu bringen, was offenbar genug Motivation für sie ist, das auch in Zukunft nicht zu unterlassen. Sie tut das auch vornehmlich, wenn man noch nicht so ganz anwesend ist, was die Erfolgsquote prozentual enorm steigert.

Aber manchmal stellt sie sich eben auch selbst ein Bein dabei und dann lacht Frau N. aus P., weil sie mit ungesund viel Schadensfrohsinn ausgestattet wurde. Solche Kleinigkeiten heben die Laune einen Moment lang und Frau Arschlocke unterlässt für einige Minuten ihre Hasch-mich-Spielchen, was mir genug Zeit verschafft, meinen Kaffee ohne Verluste zum Schreibtisch zu balancieren. Diese Pausen sind aber meist nicht von langer Dauer und sie hockt jetzt schon wieder in der dunklen Küche und lauert. Als ob sie weiß, dass ich Sohnemann gleich wecken muss. Nein, sie trägt weder eine Uhr, noch kann sie die Uhr lesen. Aber sie „weiß“ es trotzdem und wartet geduldig, bis Frau N. vorbeischlurft. Leider ist es mir bisher nicht gelungen, einen ihrer „Überfälle“ zu filmen, aber wer Katzen hat, weiß, wieviel Blödsinn sich diese Plüschpopos ausdenken, um ihre Mitbewohner in den Wahnsinn zu treiben.

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Ein ganz normaler Morgen…

13. November 2008

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Guten Morgen, liebe Blogger-Gemeinde, heute weiß ich wirklich nicht, was ich Euch hier hinterlassen könnte, also bin ich vorhin durch meine Wohnung geschlichen und habe versucht, ein paar Momente einzufangen, wobei hier noch nicht wirklich viel los ist. Alle schlafen noch und die Stille, die ich morgens so genieße, ist überall zu „hören“. Oben seht Ihr meinen Arbeitsplatz, von dem aus ich Euch jeden Morgen mit meinen Erlebnissen oder Gedanken quäle. Zwingend erforderliches Arbeitszeug habe ich rot gekennzeichnet, denn ohne diese drei Dinge kriege ich keinen Artikel zustande. Ja, ich bin leidenschaftlicher Kaffeetrinker, exzessiver Raucher und ohne Laptop nix Blog. Ja, vom Rauchen kriegt man schwarze Brustwarzen, ich weiß, aber die schwarzen Pinorkel passen ganz gut zu meinen ebenfalls schwarzen Haaren und sehen gar nicht so schlimm aus, wie man meinen möchte.

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Auf dem zweiten Bild habe ich versucht, wirklich nur versucht, den derzeit vollen Mond einzufangen. Ich habe sehr zaghaft geknipst, denn ich hatte echt meine Bedenken, dass mir meine Kamera aus den Händen flutscht, über die Dachziegel poltert und dann vernichtend in den Hinterhof kracht, um dort ihr Dasein geräuschvoll und absolut endgültig zu beenden. Ich bin da echt ‘ne Zimperliese und Ihr müsst genau deswegen mit diesem halbherzigen Versuch leben. Draußen ist es – wie Ihr unschwer erkennen könnt – stockfinster und der Vollmond steht hoch am Himmel. Die Stadt ist nur notdürftig beleuchtet und allenorts schläft man noch. Nur eine Bewohnerin schlurft schon geschäftig durch die Räume und das scheine ich zu sein. Von draußen dringt noch kein Alltagslärm herein, die Fenster sind überall noch finster und in spätestens einer Stunde hört man die Nachbarschaft, die sich zur täglichen Arbeit mit oder ohne Fahrzeug von dannen macht.

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Da sonst keiner bereit für ein Guten-Morgen-Photo war, musste meine schwarze Arschlocke herhalten, was ihr offenbar nicht wirklich gefiel. Ich blitzte sie mehrmals mit der Kamera voll und meist schaut sie auf Bildern dann genauso missmutig, wie hier oben. Ein Phänomen, dass ich seit längerem beobachte, denn obwohl auch Katzen eine recht ausgeprägte Mimik beherrschen, schaut sie immer irgendwie „genervt“ in die Kamera. Da aber ich hier im Hause die Miete bezahle, hat sie diese Späße über sich ergehen zu lassen und Ihr stellt Euch jetzt einfach vor, sie würde lächeln, wie sie das sonst eigentlich immer tut. Ich schwör’s… Ich habe gerade beschlossen, meine Cam in Zukunft auch wieder in der Handtasche mit mir zu führen, denn da draußen gibt es doch hin und wieder Leute, Sachen oder Geschehnisse, die ein Bild wert wären. Mir kommt in diesem Moment der Gedanke, dass ich Herrn N. aus P. beim Schlafen knipsen könnte. Ihr kennt das, wenn man solche Schnapsideen hat, kann man nicht anders und setzt sie um. Also bis gleich…

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Da liegt er nun selig schlummernd und kann noch eine volle Stunde schlafen. Wer sich über diese Wasserflasche am unteren Bildrand wundert, muss wissen, dass Sohnemann diese Angewohnheit einst entwickelt hat, als er in jüngeren Jahren unter einem Schnupfen litt. Angefangen hat das alles mit einer Packung Tempos, die er dort für die Nacht deponierte, um nicht dauernd aufstehen zu müssen. Er weigert sich ja seit Jahren beharrlich, sein geliebtes Hochbett einzumotten, was die Anschaffung eines herkömmlichen Nachtschränkchens erschwert, denn die sind in der Regel nicht besonders hoch. Ein Brett an der Seite würde dieses Problem zwar lösen, stellt aber eine potentielle Beulenverursachungsmaschinerie dar und würde unschön in die Luft ragen.

So begann Sohnemann, die Dinge, die er nachts gebrauchen könnte, kurzerhand an die Seite zu stapeln und neben der lebensnotwendigen Trinkflasche liegen oftmals Taschentücher, neue Spielzeuge, Fernbedienungen oder sonstiges Geraffel, was nachts notwendig sein könnte, um sich so wenig wie möglich bewegen zu müssen. Nur die Toilette passt nicht an die Seite, aber ich bin mir sicher, auch die würde er nachts mit ins Bett nehmen, wenn das ginge. Wenn das allerdings möglich wäre, stellt sich gleich die nächste Frage: Wie würde Sohnemann reagieren, wenn Muttern dann nachts neben ihm im Bett auf der Schüssel hockt? Interessante Theorie…

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Typisch ich oder Murphys Gesetz…

30. Oktober 2008

Jeder von Euch hatte schon Erlebnisse solcher Art. Erlebnisse, bei denen Ihr am Ende resignierend mit den Schultern zuckt und Euch nicht mal mehr aufregen und ereifern könnt, weil sie sowieso immer dann passieren, wenn man nicht damit rechnet und weil das eigentlich Unmögliche passiert ist und Ihr dann dennoch sagt: „Sowas kann auch nur mir passieren…“

Gestern Abend also kam ich nach Hause, begrüßte alle Mitbewohner/innen und schlüpfte sehnsüchtig in meinen Schlafanzug und meinen watteweichen Bademantel. Das tue ich nahezu immer, wenn ich nach Einbruch der Dunkelheit zuhause ankomme. Ich fragte Sohnemann, was er gerne essen möchte und bereitete ihm frische Brötchen mit seiner geliebten Zwiebelmettwurst zu, arrangierte selbige mit ein paar kleinen Cherrytomaten, dazu noch einen Joghurtdrink – fertig. Ich wollte mir etwas vom verbliebenen Mittagessen aufwärmen, was ich auch tat. Die Mikrowelle schnurrte und ich suchte mir Löffel, Worchestersoße und Parmesankäse zusammen. Sicher fragt Ihr Euch, welch absonderliche Speisen ich da zu mir nehme, aber Frau N. aus P. liebt Worchester über alle Maßen und sie „verfeinert“ die verschiedensten Gerichte mit dieser dunkelbraunen Soße. Sie liebt diesen Geschmack wirklich sehr. Ja und manchmal streue ich mir dann auch noch geriebenen Parmesankäse obendrauf. So auch gestern Abend, zumindest war das der Plan. Hunger hatte ich nicht schlecht und als es „Pling“ machte, war ich gerade dabei, den Parmesan zu schütteln. Warum??? Ja, das ist so: Ich kaufe ja meist diese großen Dosen, wo fertig geriebener Parmesankäse drin ist. Da ich mit sparsamen Augen durch die Supermärkte laufe, greife ich gerne auf große Mengen für wenig Geld zurück.

Ich hatte also eine recht große Dose besagten Parmesankäses ergattert und dieser lauerte gerieben und einsatzbereit im Kühlschrank. Da nun aber pulverisierte Substanzen gerne Klumpen bilden, wenn die Luftfeuchtigkeit mit ihnen in Berührung kommt, muss man jene Klumpen dann meist durch mechanische Fremdeinwirkung zwingen, ihren Urzustand wiederherzustellen. So auch bei diesem verflixten Käse. Durch die etwas höhere Luftfeuchtigkeit im Kühlschrank war der Käse innerhalb der Kunststoffdose zu großen Klumpen vereint und ich nahm die Dose unter leichtem „Testen der Konsistenz ihres Inhalts“ aus dem Kühlgerät. Es klapperte… Aha, wir haben also Klumpen gebildet. Frau N. aus P. gedachte nun, dass durch kräftiges und beherztes Schütteln und Schlagen diese dämlichen Klumpen zerfallen und den Käse zerkloppen würden, damit die Krümelchen wieder durch die dafür vorgesehenen Löcher im Deckel bröseln können. Also schüttelte sie nach Leibeskräften und lief währenddessen geschäftig durch die Küche. Frau ist ja bekanntermaßen multitaskingfähig und kann mit gefühlten 26 Armen 112 Dinge gleichzeitig verrichten. Sie schüttelte und schüttelte.

Plötzlich geschah das Unfassbare, das Unaussprechliche… Der Deckel der prall gefüllten Dose öffnete sich ohne Vorwarnung und durch erwähntes und mehr als beherztes Schütteln verselbständigte sich der geruchsintensive Käse in Sekundenschnelle. Wie beabsichtigt hatte das Schütteln seinen Zweck erfüllt, sonnenklar… Die Luft, der Großteil des Bodens, ich und mein Bademantel, mein Küchentisch, meine gerade essende Katze und der Tellerrand meines Abendmahls füllten sich schlagartig mit Parmesan, der selbstredend feinstens zerkrümelt war. Kennt einer Murphys Gesetz??? Es hatte gewirkt… Ich erstarrte, murmelte ein „Nee…, oder…?!“ und blieb sekundenlang regungslos mit der offenen Dose mit immer noch hochgestreckten Arm stehen und schaute an mir runter. In Windeseile breitete sich ein sonderbarer Duft in der Küche aus. Erinnerte mich stark an getragene Männersocken. Meine Katze vergaß just in diesem Moment ihr frisches Futter und leckte eifrig das Laminat ab und ich zwang mich zur Besonnenheit, denn man/frau soll nicht fluchen. Betont langsam suchte ich den Deckel der Dose und schloss den Behälter. Ich sah aus, als wäre ich in einen bösartigen Schneesturm geraten und klopfte mir resignierend Käsekrümel vom Bademantel.

Natürlich waren diese Krümel auch in den Ausschnitt meines Mantel gefallen und mein schwarzes Haar durfte auch an diesem Desaster teilhaben. Die schwer erschüttelten Krümel waren natürlich nun nicht mehr in der Dose, also schlurfte ich kopfschüttelnd zum Besteckkasten und erarbeitete mir mit einer Gabel neue Krümel. Wortlos stellte ich mein Abendessen auf den Wohnzimmertisch neben Sohnemann und er fragte vorsichtig: „Hast wohl gekleckert?“ Ich sah ihn gar nicht an und untertrieb maßlos: „Nee, die Dose is’ beim Schütteln aufgegangen. Die Küche is’ voll Käse und Mietzo freut sich gerade tierisch.“ Ich setzte mich einfach hin und streute mir den Hass-Käse über mein Essen. Betont langsam aß ich meinen Teller artig leer und dann zeigte ich Sohnemann, was wirklich passiert war. Er verkniff sich ein Lachen und fragte ernsthaft: „Ist soviel Käse für Katzen eigentlich schädlich?“ Ich schüttelte mit dem Kopf, was noch einige Krümel zum Vorschein brachte und holte einen Besen, um die Spuren meiner mittleren Katastrophe zu beseitigen.

Meine Katze war satt und in meiner Küche roch es widerlich nach ungewaschenen Füßen. Mein Bademantel roch genauso und in Zukunft werde ich Parmesan anders zerkleinern – ganz ganz ganz sicher!!! Schönen Tag noch…

Nachtrag (8.41 Uhr): Ich habe gerade festgestellt, dass ich sogar im rechten Ohr Parmesankäse hatte. Unfassbar… Nein, das ist kein Scherz, wirklich nicht. Ich werde nachher beim Duschen alle Körperhöhlen und -öffnungen untersuchen. Das kann alles nur ein schlechter Traum sein…


Kindermund…

8. September 2008

„Mama, hast Du Mietzo heute schon gefüttert?“

„Nein, das darfst Du machen, das machst Du doch so gerne.“

„Ja, mache ich, die hat mich nämlich vorhin schon so angemiezt…“

„Angemiezt…??? Ja nee is’ klaa…“  *wegschmeiß*


Mietzo-Sorgen…

26. April 2008

Seit dem Umzug in die gute alte Gartenstadt macht mir Mietzo nun Sorgen. Im Großen und Ganzen ist sie sanftmütig und zärtlich wie immer, aber ihre Toilettengewohnheiten bringen uns alle hier um den Verstand. Zwar erledigt sie ihr großes Geschäft brav in ihrer bisherigen Hütte, doch das kleine Geschäftchen „passiert“ seit geraumer Zeit in Ecken oder an Stellen, die dafür nicht vorgesehen sind. Der Leser weiß, was ich meine. Nachdem wir nun mit viel Geduld und Liebe keine Erfolge erzielen konnten, habe ich gestern ein weiteres Hüttchen angeschafft und ärgere mich über mich selbst. Die Erkenntnis, dass Katzen ihre Geschäfte niemals an einer Stelle verrichten, war mir keineswegs neu, nur habe ich bei der ganzen Sache nicht bedacht, dass meine kleine Püppi ja nun kein Freigänger mehr ist und nun hier zuhause ihre zwei Örtchen benötigt. Ja, richtig… Ein Örtchen für die großen „Dinge“ und ein weiteres Örtchen für die kleineren „Angelegenheiten“, eben genauso wie draußen.

Mein Sensibelchen beschnuppert nun seit gestern die neue „Ortschaft“ und schaut völlig verwirrt. Tja, Mietzi… Was wir nicht alles für Dich tun, wo ja nicht mal wir Zweibeiner getrennte Toiletten haben… o_O
Und falls es den Leser interessiert – wir haben vor einigen Tagen unter großen Anstrengungen sämtliche Bestandteile unserer geliebten Ledercouch gewaschen und aufbereitet. Also bitte Mietzo, geh’ auf Dein neues Örtchen und lass unsere Couch in Ruhe. Bittäääää…!!!


April, April²… ;-)

1. April 2008
„Mietzo hat auf Deinen Ranzen gepullert!!!“

Schweigen und oben bebilderter Blick von Scott in meine Richtung (er stand grad am Waschbecken und putzte sich die Zähne artig).

„Oooooorrrr neeeeeee…“ (kam von Scott)

„April, April…“ (kichernd schloss ich die Badezimmertür)


Spaß muss sein!!!


Frühling, Winter, ääähhh… Was’n nu…?

19. März 2008
Der allmorgendliche Blick aus dem Fenster ließ mir sprichwörtlich das Blut in den Adern gefrieren. Trotzdem es natürlich nicht die Schneemassen waren, die wir hier im Vogtland sonst gewohnt sind, schockierte mich der Anblick da draußen nicht minder. Lächerliche zwei Tage vor dem kalendarischen Frühlingsanfang entscheiden sich die Wetterfrösche nun, dem Winter ein verspätetes Gastspiel zu gewähren oder was?! Das finde ich wirklich nicht witzig, zumal ich persönlich bereits sehnsüchtig darauf lauere, endlich meinen neuen Helm Anfang April einzuweihen.

Auch der Blick aus den straßenseitigen Fenstern bot keine ermutigendere Ansicht. Grrrrr…


Katzendame „Mietzo“ machte sich angesichts der Flocken erstmal lang und schnurrte versöhnlich.

Da hilft nur eins: Ab in die Küche und koffeinhaltiges Heißgetränk nachladen.

Ich find’s schlichtweg zum Kotzen, diesen Wetterkapriolen ausgeliefert zu sein und tagtäglich zwischen Sommer und Winterklamotten hin- und herzuräumen. Das nervt!!! Selbst Scott weiß morgens mittlerweile nicht mehr so richtig, welches Schuhwerk er nun anziehen soll und steckt die Mütze im Akkord in die Jackentasche. Da soll man nicht meschugge werden…



Frühling, Winter, ääähhh… Was’n nu…?

19. März 2008
Der allmorgendliche Blick aus dem Fenster ließ mir sprichwörtlich das Blut in den Adern gefrieren. Trotzdem es natürlich nicht die Schneemassen waren, die wir hier im Vogtland sonst gewohnt sind, schockierte mich der Anblick da draußen nicht minder. Lächerliche zwei Tage vor dem kalendarischen Frühlingsanfang entscheiden sich die Wetterfrösche nun, dem Winter ein verspätetes Gastspiel zu gewähren oder was?! Das finde ich wirklich nicht witzig, zumal ich persönlich bereits sehnsüchtig darauf lauere, endlich meinen neuen Helm Anfang April einzuweihen.

Auch der Blick aus den straßenseitigen Fenstern bot keine ermutigendere Ansicht. Grrrrr…


Katzendame „Mietzo“ machte sich angesichts der Flocken erstmal lang und schnurrte versöhnlich.

Da hilft nur eins: Ab in die Küche und koffeinhaltiges Heißgetränk nachladen.

Ich find’s schlichtweg zum Kotzen, diesen Wetterkapriolen ausgeliefert zu sein und tagtäglich zwischen Sommer und Winterklamotten hin- und herzuräumen. Das nervt!!! Selbst Scott weiß morgens mittlerweile nicht mehr so richtig, welches Schuhwerk er nun anziehen soll und steckt die Mütze im Akkord in die Jackentasche. Da soll man nicht meschugge werden…



Mephisto…

15. Januar 2008


Es tut gleichmäßig weh und wir werden diesen raubeinigen Gesellen vermissen. Schlaf gut, Mephisto…