Säbelzahnfußhuhn…

8. Juni 2009

Was ein Säbel ist, weiß jedes Kind.

Zähne sind uns ebenfalls bekannt.

Und dass Füße das Fortbewegungsmittel zahlreicher Tierarten sind, wissen wir eigentlich auch.

  

Und was ein Huhn ist, dürfte nahezu jedem Menschen bekannt sein, der über eine durchschnittliche Allgemeinbildung verfügt.

Was aber nun ist ein Säbelzahnfußhuhn? Welche Tierart verbirgt sich hinter jenem furchteinflößenden Namen? Nun denn, gehen wir der Sache auf den Grund. Beim gestrigen Spaziergang durch den hiesigen Stadtpark liefen wir am Freiluftgehege vorbei, in dem sich schon seit Jahren Wellensittiche, Hühner verschiedener Arten, mitunter auch Tauben oder andere Geflügelspezies befinden. Gerne bleiben dort Spaziergänger stehen, füttern oder beobachten die Tiere und haben die Möglichkeit diese Tiere etwas genauer in Augenschein zu nehmen. An sich nichts Spektakuläres.

Unter all den Federviechern stolzierte ein wahrhaft stattlicher Hahn umher und als dieser dicht am Gitter an uns hochäugte, kniete sich ein namentlich nicht erwähnter Herr (ja, genau der) hin und studierte eingehend die Anatomie dieses Tieres. Nicht nur das er versuchte, diesen Hahn zum Gackern zu bringen, nein, er entdeckte an dessen Füßen etwas, was ihn staunen ließ. Die männlichen Vertreter vieler Geflügelarten tragen an der Rückseite ihrer Beine eine mehr oder weniger große “Kralle”, die man tatsächlich aber “Sporn” nennt. Bei Kampfhähnen beispielsweise werden diese Sporne mitunter zu messerartigen Gebilden zurechtgefeilt, um die Verletzungsgefahr des gegnerischen Hahnes zu maximieren.

Das vor uns stehende Exemplar hatte tatsächlich einen äußerst imposanten und sehr stark ausgeprägten Sporn aufzuweisen und das war der eigentliche Stein des Anstoßes. Wir spekulierten, ob dieser Sporn nun ungesund groß sei oder ob dies eine Laune der Natur oder aber eben vollkommen natürlich sei. Wir kamen zu keinem einleuchtenden Ergebnis und der namentlich nicht erwähnte Herr glaubte, des Rätsels Lösung gefunden zu haben. Bei diesem stattlichen Hahn mit seinen unübersehbaren “Waffen” konnte es sich nur um ein “Säbelzahnfußhuhn” handeln.

Dass ich mich kurz lachend entfernen musste, bedarf keiner weiteren Erläuterungen, denke ich. Später am Abend korrigierte der Herr seine Artenbezeichnung zwar in “Säbelzahnfußhahn”, aber erstere Bezeichnung gefiel mir auf Anhieb besser, keine Ahnung, warum… Also gebt acht, liebe Leute. Selbst gewöhnlich anmutende Haushühner bzw. –hähne tragen Waffen bei sich und sie können Euch Furcht und Angst einflößen, Euch bedrohen, Euch verwunden und bieten genau deshalb unendlich viel Stoff für abenteuerliche Lagerfeuergeschichten…


Ein Hut, ein Stock, ein Reee-gen-schirm…

20. Mai 2009

Man nehme ein Schnapsroulette, je eine Flasche Kirsch, Pina Colada, Pfeffi, Blue Curaçao, Eierlikör, Feigling, Kümmerling, Ouzo und Erdbeersekt, befülle die vorhandenen Gläser schön gemischt, setze vier trinklustige Damen und einen lustigen Hahn im Korb an einen Gartentisch und bringe die Kugel zum Rollen. Der Spaßfaktor erhöht sich enorm, wenn man unter die hochprozentigen Getränke hin und wieder Mischungen der besonderen Art bringt, wie z.B. Gurkenwasser von eingelegten sauren Gurken, Ketchup mit Wasser verdünnt, selbiges mit herkömmlichem Senf oder Steakmarinade, Biermix oder Traubensaft, mitunter auch gerne mehrere Schnapssorten in einem Glas gemischt. Auf jeden Fall sollten immer mindestens zwei bis vier übel schmeckende Getränke dabei sein, um die Spannung zu steigern. Man spiele einige Runden vor dem Grillen und ausreichend Runden nach dem Grillen, damit das alte Kinderliedchen “Ein Hut, ein Stock, ein Reee-gen-schirm” besser funktioniert (auf dem Heimweg).

Wer sowas macht? Na wir…!!! :-D Schee war’s…


Krokodilstränen und schmutzige Worte…

18. April 2009

Ich bin zur Zeit richtiggehend blogfaul. Zum einen passiert ja allen Orts nicht wirklich viel und zum anderen tragen die Wetterveränderungen nicht gerade zu extravaganten Freizeitaktivitäten bei. Man erledigt eben seine kleinen und großen Alltäglichkeiten, versorgt brav alle kleinen und großen Mitbewohner, geht den üblichen Notwendigkeiten nach und harrt der Dinge, die da kommen. Über mein Auto rede ich schon lieber gar nicht mehr. Heute Nacht hatten wir bzw. Sohnemann Gäste, welche sich vor wenigen Minuten verabschiedet haben. Die Jungs haben ohne das Wissen der dazugehörigen Mütter auch für heute Abend Pläne geschmiedet, welche aber gescheitert sind. Man hatte sich ausgemalt, dass mein Sohnemann doch auch gleich noch eine Nacht in befreundeten Betten schlafen könne, was aber durch anderweitigen Besuch dort nicht möglich ist. Nun liegt der kleine Mann tränenüberströmt in seinem Zimmer und ist böse und enttäuscht über die gaaaaanze Welt. Helfen kann ich ihm da leider nicht, denn ich kann die andere Frau Mama kaum zwingen, mein Kind mitzunehmen. Hach, was ist die Welt schlecht und ungerecht.

Für heute Abend war eigentlich meinerseits schon für Unterhaltung gesorgt, was aber an meinen haushaltstechnischen Sparmaßnahmen zu scheitern droht, weil ja Frau N. aus P. noch immer keinen Nachkömmling der Rockefeller-Dynastie geehelicht hat. In einer hiesigen und überaus großen Lokalität findet dieses Wochenende eine dieser berüchtigten Ü30-Partys statt und es könnte durchaus sein, dass man dort auch mal alte Bekannte meiner eigenen Altersklasse antrifft, die man jahrelang nicht mehr zu Gesicht bekommen hat. Wäre sicher ein lustiges Unterfangen, ganz ohne Zweifel sogar. Die Dame, die mich für diesen Abend “reserviert” hat, fand für diese Veranstaltung ein gar schmutziges aber enorm witziges Wort, das ich an dieser Stelle aus jugendschutztechnischen Gründen nicht wiederhole und ich verweise daher ganz diskret auf die Grafik… ;-)

resteficken


Von Mänteln und Neonröhren…

30. März 2009

Jetzt haut’s Euch bestimmt die Fragezeichen raus, nicht wahr? Einfach zu erklären ist das in der Tat nicht, aber ich versuche es. Meine auswärtigen Leser werden auch mit der besten Erklärung nichts anfangen können, aber die Neideitler(1) sitzen vielleicht schon jetzt schmunzelnd vor den Bildschirmen. Dazu müssen wir allerdings im Kalender einige Jahrzehnte zurückgehen. Gegenstand der damit verbundenen Geschichte waren die Leuchtwaren an damaligen Geschäften und die mitunter recht unmodischen Bekleidungsstücke von Bewohnern der sowjetischen Besatzungszone. Nach nunmehr zwei Jahrzehnten können eben jene Menschen über die politischen Missstände milde lächeln und über das mangelhafte Angebot an Waren in den meist leeren Regalen lachen, wenn auch nicht über alles.

Es ergab sich also eine Unterhaltung über einen Imbiss in unser aller Heimatstadt und wir diskutierten, wie diese Lokalität wohl damals hieß. Zwar kennen wir die meisten Namen und mehr oder weniger genauen Standpunkte einstiger Begegnungsstätten noch, aber die eine oder andere Kleinigkeit wurde nun doch schon Opfer unserer Vergesslichkeit. Nun denn, wir überlegten hin und her, kramten alte Bilder hervor und irgendwer entdeckte dann auf einem der Bilder Teile der alten Leuchtreklame, die – Achtung jetzt kommt das erste geniale Wort – wohl im hiesigen VEB Neonröhrenbiegetechnikkombinat gefertigt worden sein musste. Nein, es gab derlei Firmennamen natürlich auch im Osten nicht, aber fakt ist, dass viele Betriebe recht merkwürdige und übertrieben wichtige Namen trugen, auch wenn dort ganz gewöhnliche Dinge hergestellt wurden. So kam es eben, dass mitunter überlange und wunderbar technisierte Bezeichnungen dafür kreiert wurden, um eine banale Werkstatt furchtbar wichtig klingen zu lassen.

Genau dieser Umstand sorgte nun für die scherzhafte Namensschöpfung und sorgte meinerseits für einen nur schwer kontrollierbaren Lachanfall. Damit nicht genug. Man unterhielt sich am Rande auch über die manchmal wirklich hässlichen Kreationen der ostdeutschen Modemacher und erinnerte sich an die eigene Jugendweihe. Und schon war das zweite Wort geboren. Ein Rundstrickkleid und der dazugehörige Schaumgummimantel verursachten lebensbedrohliche Atemnot bei mir und auch andernorts kicherte man herzhaft über die Kleiderordnung der betreffenden Dame bzw. deren Bezeichnung dafür. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es tatsächlich Schaumgummimäntel gab, aber manche Kleidungsstücke sahen in der Tat sehr befremdlich und alles andere als schön aus. Die Bewohner der alten Bundesländer sitzen jetzt sicherlich verständnislos vor den Monitoren und runzeln die Stirn. Wie bereits eingangs erwähnt, verstehen diese Art von Humor sicher nur diejenigen unter Euch, die jene Zeiten miterlebt haben.

Es ist der einzigartige Humor über all diese Dinge von damals, der uns Ostkinder verbindet. Ohne Frage war das damals gegenwärtige Zeitgeschehen manchmal so gar nicht lustig, wir musste viel entbehren und lernten vieles erst nach der Wende kennen, aber heute können wir darüber lachen und scherzen. Ja wir lachen darüber, wenn Kleinkinder in gelbe Luftballons bissen, weil sie wie eine Banane aussahen. Wir lachen auch darüber, dass wir beim ersten Besuch in den alten Bundesländern ratlos vor elektrischen Schiebetüren standen und verzweifelt den Türgriff suchten. Wir schmunzeln keineswegs beschämt, wenn wir uns erinnern, wie kreativ wir unsere Kleider oder andere Dinge des täglichen Lebens aufpimpten, um uns vom Einheitsbrei der sozialistischen Warensortimente abzuheben, denn wenn es schon mal ein schickes Shirt gab, dann trugen dass 85% unserer Freunde auch und wir sahen alle gleich aus. Wir hatten nicht viel, aber wir alle hatten eines – Humor. Den haben wir bis heute und manchmal ist er derbe, aber er kommt aus tiefstem Herzen und er erhält uns am Leben. Er lässt uns heute über Dinge lachen, die wir damals nur schwer ertragen konnten.

(1) Mitglieder eines Forums für Vogtländer (neideitel.de)

Alle Landkarten sind falsch!!!

3. März 2009

Im Bäuchlein rumpelt es zwar noch ordentlich, aber ansonsten normalisiert sich alles wieder. Schauen wir mal, ob diese Besserung anhält und weiter fortschreitet oder ob es herbe Rückfälle geben wird – man bzw. frau hofft es nicht. Die Stadt ist heute in dicken Nebel eingehüllt und erschwert den gewohnten Panoramablick aus dem Küchenfenster. Irgendwie schaut das witzig aus und dieser Anblick untermauert die Theorie, dass die Erde doch eine Scheibe ist und “der Rand” genau in der Ost liegt. Hinter der gegenüberliegenden Häuserzeile hört die Stadt einfach auf, dort ist sie “zuende”.

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Man könnte auch davon ausgehen, dass die Ostvorstadt der Bauchnabel dieser Scheibe sei, denn rund um unser Haus bietet sich der gleiche Anblick. Der Rest der Bevölkerung befindet sich also auf der “Unterseite” der Scheibe und schläft noch friedlich, denn dort müsste noch tiefste Nacht herrschen. Ist nun auf der Unterseite die Süd oder ein anderer Stadtteil der Vogtlandmetropole? Folgerichtig ist auch der Mond eine Scheibe, der sich seitlich dieser “Ostscheibe” befindet und seine Rückseite ist die Sonne, die momentan in der Ost für Tageslicht sorgt. Nein, der Mond ist also kein Schnapprollo, wie böse Zungen immer wieder behaupten. 


Für Vogtländer…

29. Januar 2009

“Ich bin mit meinem Opel mal in den Wald gefahren. Als ich wieder raus kam, hatte ich ‘nen Ast(d)ra.”


Männermund zur Abendstund’…

28. Januar 2009

Herr S. und Frau N. aus P. saßen gestern gemeinsam im Wohnzimmer zum Abendessen – es gab gebratenen Leberkäse mit Kartoffelsalat und Spiegelei – und schauten dabei gemütlich fern. Der kleine Herr N. aus P. wollte gerne in seinem Zimmer speisen und so wurde ihm wunschgemäß das Mahl in seinen Gemächern kredenzt. Während die alten Leutchen auf ihren Tellern schnippelten und dem Leberkäse zu Leibe rückten, huschte der kleine Herr N. durch die Küche und seine Erziehungsberechtigte fragte nach, was er suche. Er gab willig Auskunft und die beiden älteren Herrschaften aßen weiter. Unvermittelt hob Herr S. den Kopf und hakte nun bei seiner Tischdame nach, was der kleine Mann denn da tue und so kam folgende kurze Unterhaltung zustande:

„Was is’n?“

„Nix weiter, ihm ist da zu wenig Platz auf’m Teller und er holt sich noch einen kleinen Teller, wo er seine Eier drauf tun kann.“

Kurze Denkpause… Dann flüstert er gespielt empört:

„Beim Essen?????“

Wieder kurze Denkpause…

Frau N.aus P. wiehert los und verschluckt sich fast…

Männer sind Ferkel… Und Ferkel sind bekanntlich auch Schweine…


Die Farbe Lila…

21. Januar 2009

Guten Morgen, Mädels…

Seit gestern bin ich nun wieder ein Jahr älter und da ich schon seit Jahrzehnten meinen Geburtstag nicht mehr feiere, unterschied sich der gestrige Tag nur unwesentlich vom Rest des Jahres, wenn man von den Glückwünschen absieht, die tagsüber per Handy, Email oder auf anderen Wegen via Internet ins Haus flatterten. Danke erstmal an alle, die mir ihre Glühstrümpfe an den Kopf geworfen haben. Ist nicht ganz einfach, da ich mein Geburtsdatum meist nicht preisgebe. Es ist dennoch erstaunlich, wieviele Menschen es trotzdem spitzkriegen. Der Tag begann also ziemlich ruhig, wie sonst auch. Eigentlich wollte ich ja bis Mitternacht ausharren und war gespannt, was Herr S. aus P. sich einfallen lassen hat, denn er behauptete, dass er kein guter Geschenkemacher sei. Also glotzte ich bis ca. 23.20 Uhr am Vorabend ein bisschen in der Gegend rum, kicherte mit dem Herrn ein bisschen in die Kissen und… Ja und…? Ich schlief ein…!!!

Mist verdammter…!!! Irgendwann lange vor dem Weckruf öffnete ich die Augen und Herr S. aus P. stellte folgerichtig und irgendwie leicht amüsiert fest: „Na? Bist wohl doch eingeschlafen?“ Ja, die alte Frau hat erfolglos mit dem Schlaf gekämpft und nun lag sie wie eine Eule mit riesigen Augen im Bett und glotzte erwartungsvoll in die Dunkelheit. Der Bettbeifahrer säuselte zuckersüße Geburtstagswünsche in sein Kissen und herzte mich. Geschenketechnisch vertröstete er mich etwas, da die Müdigkeit ihn bewegungsunfähig machte. Weiß der Geier, wo er die Präsente vor meinen neugierigen Augen versteckt hatte. Also schlüpfte ich aus dem Bett und tastete mich Richtung Küche. Die erste SMS war auch schon reingeflattert und Herr H. aus M. war in diesem Jahr der erste, der seine Glühstrümpfe weggeschnipst hatte. Herr S. aus P. hatte mich allerdings angewiesen, wieder ins Schlafzimmer zu kommen, wenn Sohnemann auf dem Weg zur Schule sei.

Artig erledigte ich meine morgendlichen Aufgaben und hopste immer noch neugierig zurück ins Schlafzimmer. Der alte Mann lag noch gemütlich im Nest, die alte Frau hüpfte glöcklewach in der Tür herum. Ein Grinsen und ein „Bin gleich da, ich brauch’ noch zwei Minuten…“ und ich tänzelte zurück ins Wohnzimmer zu meinem Milchkaffee. Wenige Augenblicke später blinzelte der alte Mann mit gewohnt sonniger Laune in die 60-Watt-Glühlampen der Küche und schaffte seine Stange Wasser weg, um sich danach mit einem Beutel bewaffnet auf der Couch niederzulassen. „Komm’ mal her…“ ordnete er an und ich folgte artig. Ich war gespannt wie ein Regenschirm, ich geb’s zu. Als erstes zauberte er eine Zahnbürste aus dem Beutel. Ich fing an zu lachen, wirklich. Wir hatten kürzlich eine Unterhaltung, in deren Verlauf ich erwähnte, dass ich ein Ich-habe-nur-eine-Zahnbürste-Mensch bin und diese Zahnbürste schleppte ich dann überall mit hin, wenn ich verreise oder außer Haus übernachte.

Also sorgte Herr S. aus P. dafür, dass ich endlich eine zweite Bürste habe. Welche Farbe hat er ausgesucht? Richtig – LILA… Ja, diese Bürste war von Dr. Best, sie vibriert – genau wie meine bisherige BLAUE – und sie war quietsche-lila. Leute, die mich gut kennen, wissen, dass ich lila hasse wie die Pest. Gut, dann mache ich in Zukunft beim Zähneputzen die Augen zu. Weiter… Was ist noch in dem Beutel? Hab’ ich schon erwähnt, dass mein linker Hausschuh ein Loch hat? Seit Monaten schaue ich mir deshalb Hausschuhe an und bisher genügte kein Pantoffel meinen Ansprüchen. Nun zauberte der alte Mann einen neuen linken Hausschuh aus der Tüte. Snoopy-Pantoffeln, richtig süße und…??? Welche Farbe??? Rüschdüsch…!!! LILA…!!! Sehr hell, aber dennoch lila… Ich starrte etwas irritiert auf den Schuh und er sagte: „Links war das Loch, gelle? Deshalb hab’ ich auch nur einen linken Hausschuh.“ Ich grinste und schaute auf meinen alten Schuh. Natürlich gab es auch noch den passenden rechten Schuh und Herr S. aus P. stülpte mir die neuen Zuhause-Treter über die dicken Flauschisocken.

Ich konnte nicht umhin, die Farbe zu erwähnen und er behauptete sogar, das wäre die gleiche Farbe, wie meine alten Schuhe. Nein, das stimmt überhaupt nicht, denn die sind hellblau. Farbenblind??? Ja, isser…!!! Naja, egal… Ich fand’s irgendwie trotzdem total lustig und dann zog der alte Mann noch eine rote, längliche Schmuckschachtel mit goldener Schleife aus dem Beutel. Meine Augen wurden groß und fingen an zu glänzen. Gierig nahm ich die Schachtel an mich und wendete meinem Gönner den Rücken zu, denn ich wollte ganz alleine reinschauen. Dort drin lag ein Armband, silbern, mit mächtigen und wunderbar schlichten Gliedern, genau wie ich es mag. Ich strahlte, denn ich liiieeebe Armbänder und trage so einige davon, die ich niemals ablege, nichtmal zum Duschen oder sonstwann. Treffer und versenkt…!!! Danke danke danke…!!! Zwei Glieder mussten entfernt werden, denn mein Ärmchen war zu dünn für das gute Stück. Deshalb beschlossen wir, uns ausgehfertig zu machen und das gleich zu erledigen.

Armband zum Kürzen abgegeben und erstmal bissle in der Stadtgalerie schlendern. Wir liefen unter anderem an einem Klamottenladen namens „Boombastic“ vorbei, als Herr S. aus P. wieder anfing zu singen: „Mister Pullover-lover…“ und Frau N. aus P. weinte vor Lachen… Natüüürlich sang er wieder mit vogtländischem Slang, ganz klare Sache. Shaggy wäre vor Scham im Boden versunken, aber ich kicherte und gackerte bis zur Rolltreppe weiter und Herr S. lief grinsend voraus. Wir stöberten ein bisschen hier und ein bisschen da und aßen etwas und dann holte ich mein neues Armband wieder ab. Nach einer weiteren „Wir-gucken-ein-bisschen-rum“-Runde in einem anderen Geschäft beschlossen wir kurzerhand zu ihr zu fahren, weil sie jetzt eine nagelneue Wii besitzt und das müssen wir ausprobieren. Käffchen gibt’s dort auch und Spaß bestimmt sowieso. Also nix wie hin und Bowling spielen. Hat Spaß gemacht und das wiederholen wir ganz sicher bei Gelegenheit.

Mein Tag war lustig… Mir hat’s gefallen und trotzdem ich mich geweigert habe, meinen Geburtstag zu zelebrieren, war der Tag schön. So mag ich’s – schlicht aber schön. Und Ihr so?


Hochdeutsch neu definiert…

19. Januar 2009

Er: „Soll ich Dir ein Lied vorsingen?“

Sie: „Nein, bitte nicht schon wieder!“

Er: „Ach komm’, ich kann das wirklich.“

Sie: „Es gibt einen Grund dafür, dass andere Leute damit Geld verdienen. Die können nämlich singen.“

Er: „Ich kann auch schön singen.“

Sie: „Na dann los, bringen wir es hinter uns!“

Er beginnt schön schief und mit wunderbarem vogtländischen Akzent zu trällern: „Vordammd üsch liiieeeb Düsch…“

Sie: „Hochdeutsch, bitte hochdeutsch…“

Er: „Das ist hochdeutsch…“

Sie: „Nee, das is’ vogtländisch.“

Er setzt ein zweites Mal an und piepst gefühlte zehn Oktaven höher (aber immer noch vogtländisch): „Vordammd üsch liiieeeb Düsch…“

Sie: „Das ist auch nicht hochdeutsch, aber ist einen Blogeintrag wert…“

Er kichert… Sie auch…

Matthias Reim kann nicht schön singen und Herr S. aus P. kann weder schön noch hochdeutsch singen, aber er kann über sich selbst so wunderbar herzerfrischend lachen. Das und noch vieles mehr liebe ich so an diesem Kerl…


Darüber lacht ‘ne alte Frau…

14. Januar 2009

„Hab’ ich Dir schon erzählt, dass mal ein Reh ganz dicht vor mir stand? So in freier Wildbahn, ganz nah dran, war nur ein Meter zwischen mir und dem Reh.“

„Nee…“

„Das war, als ich mit meinem Opa Hagebutten sammeln war. Ringsrum freies Feld, nur diese Hecke und ein Schotterweg. Und plötzlich stand dieses Reh vor mir und Opa flüsterte, dass ich mich nicht bewegen soll.“

„Echt? Ich weiß, woran das lag, dass es nicht weggelaufen ist.“

„Ja, der Wind stand ungünstig, es konnte mich nicht wittern, hat Opa damals gesagt.“

„Ja, das auch, aber nicht nur deswegen…“

„Woran noch?“

„Blind…“

Schweigen………….

„Das Reh…“

„Es war überflüssig, das jetzt noch zu sagen…“

Zwei alte Leute kichern in ihre Kissen… :-D


Der gemeine Zungenknoten…

17. November 2008

„Soll ich Dir gleich hier „Züsch“ sagen? (Wohnzimmer)

„Züsch…???“

„Ich meinte „Tschüß…“ (geht glucksend die Treppe runter)

(Als „Züschen/Zischen“ bezeichnet man hierzulande gemeinhin das Verrichten der kleinen Notdurft. Ich verstand die verkorkste Verabschiedung also erstmal als Aufforderung, die allerdings schon längst erledigt war.)

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Saufen wie die Großen…

16. November 2008

So, es ist soweit. Vorgestern war ich bei Frau F. aus S. zwischen P. und S.. Geplant waren ein ruhiger Abend mit leckerem Essen und vielleicht einem guten Film. Auf dem Hinweg organisierte ich noch ein bisschen was Süffiges und düste in die ländliche Einöde. Dort angekommen begann Frau F. auch recht bald mit der Zubereitung des geplanten Essens und Herr H. aus M. und ich amüsierten uns einstweilen prächtig über Frau F.s Bastelleidenschaft, die sie gekonnt in die Zubereitung einfließen ließ. Das Mahl mundete hervorragend und wir lobten die Köchin über den grünen Klee. Da ich für Frau F. obendrein auch einen DVD-Player im Gepäck hatte, suchten wir uns einen guten Streifen aus und machten es uns mit vollgefutterten Bäuchen vor der Glotze gemütlich.

Der Film war irgendwann auch vorbei und Frau N. aus P. hatte die Hälfte verschlafen – was sonst. Nun trug es sich zu, dass Herr H. aus M. zu später Stunde noch einmal das Haus verließ und Frau F. übermütig zur Flasche griff. Drei Flaschen Saure Kirsche warteten auf ihren Verzehr, doch Frau N. verspürte keinerlei Gelüste nach hochprozentigen Getränken und nippte lustlos an ihrem Gläschen. Frau F. allerdings beschloss kurzerhand, die ganze Flasche allein zu trinken. Nein, was sage ich, einzuatmen… In respektabler Geschwindigkeit leerte sie die ganze Flasche und man konnte zusehen, wie ihre Zunge schwerer, die Augen glasiger und die Muttersprache unverständlicher wurden. Irgendwann suchte sie im Stechschritt das Bad auf und von ihrem dritten (!!!) Besuch dort kehrte sie nicht zurück. Als ich vorsichtig nachschaute, was dort drinnen wohl treibe, bot sich folgender Anblick.

Videos folgen… Für besorgte Mitleser darf ich anmerken, dass Frau F. ihr Einverständnis zur Veröffentlichung sämtlichen Bildmaterials erteilt hat. Die Bilder können nur einen minimalen Eindruck des Spaßfaktors wiedergeben, der den verbliebenen Zaungäste an diesem Abend zuteil wurde… :-D

Nachtrag: Auch wenn Frau F. der Veröffentlichung zugestimmt hat und sogar die Videos zur allgemeinen Belustigung hier stehen lassen wollte, habe ich mich jetzt entschlossen, das gesamte Bildmaterial unter Verschluss zu halten. Die Bilder habe ich in einem gesonderten und geschützten Artikel für sie zugänglich gelassen, die Videos habe ich komplett entfernt. Irgendwie hatte ich etwas Magendrücken dabei und habe das jetzt ohne Rücksprache so entschieden.

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Typisch ich oder Murphys Gesetz…

30. Oktober 2008

Jeder von Euch hatte schon Erlebnisse solcher Art. Erlebnisse, bei denen Ihr am Ende resignierend mit den Schultern zuckt und Euch nicht mal mehr aufregen und ereifern könnt, weil sie sowieso immer dann passieren, wenn man nicht damit rechnet und weil das eigentlich Unmögliche passiert ist und Ihr dann dennoch sagt: „Sowas kann auch nur mir passieren…“

Gestern Abend also kam ich nach Hause, begrüßte alle Mitbewohner/innen und schlüpfte sehnsüchtig in meinen Schlafanzug und meinen watteweichen Bademantel. Das tue ich nahezu immer, wenn ich nach Einbruch der Dunkelheit zuhause ankomme. Ich fragte Sohnemann, was er gerne essen möchte und bereitete ihm frische Brötchen mit seiner geliebten Zwiebelmettwurst zu, arrangierte selbige mit ein paar kleinen Cherrytomaten, dazu noch einen Joghurtdrink – fertig. Ich wollte mir etwas vom verbliebenen Mittagessen aufwärmen, was ich auch tat. Die Mikrowelle schnurrte und ich suchte mir Löffel, Worchestersoße und Parmesankäse zusammen. Sicher fragt Ihr Euch, welch absonderliche Speisen ich da zu mir nehme, aber Frau N. aus P. liebt Worchester über alle Maßen und sie „verfeinert“ die verschiedensten Gerichte mit dieser dunkelbraunen Soße. Sie liebt diesen Geschmack wirklich sehr. Ja und manchmal streue ich mir dann auch noch geriebenen Parmesankäse obendrauf. So auch gestern Abend, zumindest war das der Plan. Hunger hatte ich nicht schlecht und als es „Pling“ machte, war ich gerade dabei, den Parmesan zu schütteln. Warum??? Ja, das ist so: Ich kaufe ja meist diese großen Dosen, wo fertig geriebener Parmesankäse drin ist. Da ich mit sparsamen Augen durch die Supermärkte laufe, greife ich gerne auf große Mengen für wenig Geld zurück.

Ich hatte also eine recht große Dose besagten Parmesankäses ergattert und dieser lauerte gerieben und einsatzbereit im Kühlschrank. Da nun aber pulverisierte Substanzen gerne Klumpen bilden, wenn die Luftfeuchtigkeit mit ihnen in Berührung kommt, muss man jene Klumpen dann meist durch mechanische Fremdeinwirkung zwingen, ihren Urzustand wiederherzustellen. So auch bei diesem verflixten Käse. Durch die etwas höhere Luftfeuchtigkeit im Kühlschrank war der Käse innerhalb der Kunststoffdose zu großen Klumpen vereint und ich nahm die Dose unter leichtem „Testen der Konsistenz ihres Inhalts“ aus dem Kühlgerät. Es klapperte… Aha, wir haben also Klumpen gebildet. Frau N. aus P. gedachte nun, dass durch kräftiges und beherztes Schütteln und Schlagen diese dämlichen Klumpen zerfallen und den Käse zerkloppen würden, damit die Krümelchen wieder durch die dafür vorgesehenen Löcher im Deckel bröseln können. Also schüttelte sie nach Leibeskräften und lief währenddessen geschäftig durch die Küche. Frau ist ja bekanntermaßen multitaskingfähig und kann mit gefühlten 26 Armen 112 Dinge gleichzeitig verrichten. Sie schüttelte und schüttelte.

Plötzlich geschah das Unfassbare, das Unaussprechliche… Der Deckel der prall gefüllten Dose öffnete sich ohne Vorwarnung und durch erwähntes und mehr als beherztes Schütteln verselbständigte sich der geruchsintensive Käse in Sekundenschnelle. Wie beabsichtigt hatte das Schütteln seinen Zweck erfüllt, sonnenklar… Die Luft, der Großteil des Bodens, ich und mein Bademantel, mein Küchentisch, meine gerade essende Katze und der Tellerrand meines Abendmahls füllten sich schlagartig mit Parmesan, der selbstredend feinstens zerkrümelt war. Kennt einer Murphys Gesetz??? Es hatte gewirkt… Ich erstarrte, murmelte ein „Nee…, oder…?!“ und blieb sekundenlang regungslos mit der offenen Dose mit immer noch hochgestreckten Arm stehen und schaute an mir runter. In Windeseile breitete sich ein sonderbarer Duft in der Küche aus. Erinnerte mich stark an getragene Männersocken. Meine Katze vergaß just in diesem Moment ihr frisches Futter und leckte eifrig das Laminat ab und ich zwang mich zur Besonnenheit, denn man/frau soll nicht fluchen. Betont langsam suchte ich den Deckel der Dose und schloss den Behälter. Ich sah aus, als wäre ich in einen bösartigen Schneesturm geraten und klopfte mir resignierend Käsekrümel vom Bademantel.

Natürlich waren diese Krümel auch in den Ausschnitt meines Mantel gefallen und mein schwarzes Haar durfte auch an diesem Desaster teilhaben. Die schwer erschüttelten Krümel waren natürlich nun nicht mehr in der Dose, also schlurfte ich kopfschüttelnd zum Besteckkasten und erarbeitete mir mit einer Gabel neue Krümel. Wortlos stellte ich mein Abendessen auf den Wohnzimmertisch neben Sohnemann und er fragte vorsichtig: „Hast wohl gekleckert?“ Ich sah ihn gar nicht an und untertrieb maßlos: „Nee, die Dose is’ beim Schütteln aufgegangen. Die Küche is’ voll Käse und Mietzo freut sich gerade tierisch.“ Ich setzte mich einfach hin und streute mir den Hass-Käse über mein Essen. Betont langsam aß ich meinen Teller artig leer und dann zeigte ich Sohnemann, was wirklich passiert war. Er verkniff sich ein Lachen und fragte ernsthaft: „Ist soviel Käse für Katzen eigentlich schädlich?“ Ich schüttelte mit dem Kopf, was noch einige Krümel zum Vorschein brachte und holte einen Besen, um die Spuren meiner mittleren Katastrophe zu beseitigen.

Meine Katze war satt und in meiner Küche roch es widerlich nach ungewaschenen Füßen. Mein Bademantel roch genauso und in Zukunft werde ich Parmesan anders zerkleinern – ganz ganz ganz sicher!!! Schönen Tag noch…

Nachtrag (8.41 Uhr): Ich habe gerade festgestellt, dass ich sogar im rechten Ohr Parmesankäse hatte. Unfassbar… Nein, das ist kein Scherz, wirklich nicht. Ich werde nachher beim Duschen alle Körperhöhlen und -öffnungen untersuchen. Das kann alles nur ein schlechter Traum sein…


In der Ost nichts neues…

15. Oktober 2008

Heute gibt es keine nennenswerten Vorkommnisse zu berichten, außer dass ich gestern die ersten Lebkuchen in diesem Jahr gekauft habe. Gegessen habe ich allerdings schon letzte Woche die Ersten. Es ist mit diesen Lebkuchen wie mit der Grillsaison. Die erste Grillwurst und das erste Steak vom Holzkohlengrill schmecken so unbeschreiblich gut, dass man aus dem Schwärmen nicht herauskommt. Wenn sich der Sommer dann dem Ende entgegen neigt, kämpft man schon beim Gedanken an Grillwurst & Co. mit einem mehr oder minder stark ausgeprägten Brechreiz.

So, jetzt gibt es doch eine Kleinigkeit, die Euch wahrscheinlich zum Lachen bringen könnte. Was Ihr hier nicht seht, ist die Atmosphäre in der ich zumeist schreibe. Kurz vor diesem zweiten Absatz hier schlich Frau N. aus P. zum Vorratsschrank und stibitzte drei kleine gefüllte Lebkuchen, die sie mit zum Laptop nahm. Schmatzend und genießend knabberte sie neben der Schreiberei besagte Lebkuchen und trank hin und wieder einen Schluck Kaffee dazu. An sich nichts besonderes. Aaaaaber…

Hier steht neben dieser Kaffeetasse auch ein etwas sonderbar geformter Aschenbecher, weil ja Frau N. aus P. gerne ein Zigarettchen beim Bloggen raucht. Auch nichts besonderes. Bisher kam es maximal vor, dass Frau N. aus P. ab und an versehentlich in ihre Kaffeetasse aschte. Kopfschüttelnd brachte sie dann ihre Tasse in der Regel zum Geschirrspüler und nahm sich eine frische Tasse aus dem Schrank. Soweit so gut. Gerade eben jedoch, kurz bevor ich den eigentlich kurzen Artikel von heute veröffentlichen wollte, gedachte sie, einen letzten kleinen Schluck Kaffee zu trinken, da diese Lebkuchen zuckersüß und klebrig im Mund sind. Und was führt sie zum Mund???

Richtig…, den (bereits benutzten) Aschenbecher…

Wäre mir nicht gleich der „Duft“ kalter Kippen in die Nase gestiegen, hätte ich vermutlich auch versucht, daraus zu trinken. Igitt… Mir ist nichtmal aufgefallen, dass der Ascher keinen Henkel hat (wie üblicherweise Tassen). Mich schüttelt’s immer noch. Um die Sache abzurunden, musste ich ja beim Ansetzen gleich lachen und schnaubte die Luft im ersten Augenblick durch die Nase. Mehr muss ich jetzt nicht sagen, denn jeder Leser kann sich vorstellen, was passiert, wenn man in einen benutzten Ascher schnaubt, wenn auch nur leicht…

Frau N. aus P., Sie sollten an eine Kur denken oder zumindest an erholsamen Urlaub. Wie dämlich kann frau denn bitte sein?


Herr N. aus P. meckert…

8. Oktober 2008

Nun muss ich doch noch kurz bloggen, bevor ich meinen Rundflug durchs Net starte. Im Treppenaufgang fehlt leider noch immer die Beleuchtung, da wir zur Montage der Lampe eine außergewöhnlich hohe Leiter brauchen. In besagtem Aufgang befinden sich unsere Jacken und Schuhe und wie sicher alle wissen, ist es morgens mittlerweile wieder dunkel. Zwar wird das Lichtproblem dort unten auch bald erledigt, aber folgendes trug sich gerade zu:

„Ich seh’ hier nix…“

„Ja, ich weiß, die Lampe fehlt noch. Wird schon noch…“

„Ooorrr, jetzt hab’ ich auch noch ‘nen Knoten im Schnürsenkel.“

„Kicher…“

„Kackschuh…“ (besagter Schuh flog prompt zu seinen „Kollegen“)

8O

Naja, über einen angemessenen Ton kann man nun streiten, aber wenigstens hat er nicht „Scheißlatsch“ gesagt und der kleine Mann bewies zumindest mehr Geduld als ich in seinem Alter. Beharrlich saß er im Dunkeln da und versuchte den Knoten zu entwirren. Was er dabei nicht bedachte, war, dass man das dann doch besser im Schein einer Lampe tut. Also half Muttern ihm mal geschwind, nachdem sie sich kichernd einige Minuten lang über ihren Sohn amüsiert hat. Ich liebe solche kleinen Episoden am Morgen. Sie erheitern mich ungemein und erinnern daran, dass man auch über kleine Ärgernisse lächeln sollte. Nennt man das vielleicht innere Ruhe? So ein bisschen vielleicht, nur ein ganz kleines bisschen…

knoten


Kindermund…

8. September 2008

„Mama, hast Du Mietzo heute schon gefüttert?“

„Nein, das darfst Du machen, das machst Du doch so gerne.“

„Ja, mache ich, die hat mich nämlich vorhin schon so angemiezt…“

„Angemiezt…??? Ja nee is’ klaa…“  *wegschmeiß*


Großmütter und ihre Enkelkinder

4. Juni 2008
Ich kannte diesen Clip zwar schon, hab ihn aber gerade erst wiederentdeckt. Boxen anmachen!!!

Wieder rausgekramt…

29. April 2008

Gestern Abend schellt mein Handy und Frau Bergzwerg ist dranne, um mal wieder bissle länger zu schnacken. Mitten im Gespräch erinnerten wir uns an jene witzige Anekdote hier und lachten ein weiteres Mal herzlichst über diesen Worterguss der besonderen Art, der seinen Ursprung hier fand.

  • Wann haben Sie das letzte Mal gepupst? vorhin beim Befüllen des Geschirrspülers
  • War es ein Schleicher, ein Knaller oder ein Knarzer? Nachdem hier keine genaue Definition für die verschiedenen Austrittsarten steht, (was zum Geier ist ein Knarzer???) tippe ich auf Schleicher.
  • Hat er gemockert? Ich schätze mal, dass nur Knarzer mockern können. Was zum Geier ist mockern??? Hier möchte ich bitten, vom Gebrauch von Fremdwörtern in diesem Zusammenhang Abstand zu nehmen. der besseren Verständlichkeit wegen!!!
  • Beschreiben Sie den Geruch, falls einer da war. kein Geruch (denke ich)
  • Wie lange war er olfaktorisch zu erfassen, falls überhaupt? siehe oben (hoffe ich)
  • Wurde er durch Bauchgrummeln angekündigt? nein aus heiterem hintern Himmel
  • War jemand in der Nähe? Nein. Alle schliefen noch.
  • Wenn ja, hat er/sie den Pups gerochen? Keiner hat was gemerkt (hoffe ich).
  • Hat er/sie es sich anmerken lassen? Das wäre taktisch unklug gewesen.
  • Was glauben Sie, woher die Blähung kam? Nahrung? Stress? Ich bin ein Entspannungs-Pupser. Je entspannter desto pups oder so ähnlich….
  • Kam Land mit? Nein. Bestimmt nicht. keine Bremsspur gefunden

In diesem Sinne – einen wunderbaren Dienstag Euch allen… :-)


Geschützt: ‘S is’ Wochenend… :-)

18. April 2008

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Geschützt: ‘S is’ Wochenend… :-)

18. April 2008

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April, April²… ;-)

1. April 2008
„Mietzo hat auf Deinen Ranzen gepullert!!!“

Schweigen und oben bebilderter Blick von Scott in meine Richtung (er stand grad am Waschbecken und putzte sich die Zähne artig).

„Oooooorrrr neeeeeee…“ (kam von Scott)

„April, April…“ (kichernd schloss ich die Badezimmertür)


Spaß muss sein!!!


Bock auf Wok

26. März 2008

Stefan Raab neu ausgegraben…

19. Februar 2008