Advent, Advent, das Fenster brennt…

2. Dezember 2009

Natürlich nicht das Fenster oder irgendwelche anderen Raumbestandteile und natürlich auch nicht richtig, also so, dass die Jungs von der Feuerwehr anrücken müssen. Aber seit gestern leuchtet mein Fenster im Wohnzimmer weihnachtlich. Das Advents- und Weihnachtsschnickeldibums wurde entstaubt und in der Wohnung aufgebaut, aufgehängt, hingestellt oder hingelegt. Nun ja, geschätzte 70% der Deko hat sich der kleine Herr N. aus P. geschnappt und in seinem Zimmer drapiert, sozusagen als ausgleichende Gerechtigkeit, weil wir in unserer hübschen Dachwohnung nur ein einziges “normales” Fenster haben, in dem man die lustigen Leuchtmittel aufhängen oder hinstellen kann, die man dann von der Straße aus sieht.

Dieses Fenster befindet sich allerdings im Wohnzimmer, also meinem Bereich und dort funkeln jetzt ein Kometenleuchtedingsda, ein ziemlich alter Schwibbogen und ein anderes Holzdingsbums, für das ich allerdings erst mal eine neue Glühlampe brauche, die es nicht überall zu kaufen gibt, weil sie komische Sondermaße hat. Aber es baumelt schon mal mit dort rum und wird auch mit angeleuchtet. Sohnemann fragte natürlich nach dem Schwibbogen und ich erklärte ihm, dass man den Bogen in seinem Fenster gar nicht sehen würde, weil die Dachfenster sehr weihnachtsunfreundlich konstruiert seien. Er zog die Nase ran – offenbar hatte er schon vergessen, dass wir das im letzten Jahr auch so gemacht hatten – und jammerte, dass es dann bei ihm überhaupt nicht weihnachtlich-gemütlich werde.

Doch, doch, sagte ich, aber in seinem unordentlichen Zimmer wäre es auch schwer, Gemütlichkeit hineinzubringen. Ich überließ ihm trotzdem nahezu die ganze restliche Weihnachtsdeko, die sich noch in meiner Weihnachtskiste befand und er fing leise, aber sehr geschäftig an zu räumen und zu rascheln dort drüben. Nach ca. einer Stunde kam er zu mir und forderte mich auf, mal in sein Zimmer zu schauen und was ich dort sah, ließ mein Mutterherz fast überlaufen vor Freude. Er hatte sein gesamtes Zimmer und damit auch die verhassten Schlumperecken aufgeräumt und hübsch sortiert. Es sah toll aus dort drüben und da kam mir eine lustige Idee. Da uns ein klein wenig der Platz für einen Christbaum fehlt, lassen wir den nun schon das zweite Jahr in Folge weg, aber dennoch habe ich ja unter anderem auch die Lichterkette.

Ich schaute eine Weile sein Teleskop an, das da in seinem Zimmer steht und beschloss kurzerhand, die Lichterkette dort zu installieren. Dann fand ich noch einen knallroten Lichtschlauch, von dem leider nur noch die erste Hälfte leuchtet. Auch diesen Schlauch wickelte ich um das wissenschaftliche Beobachtungswerkzeug und siehe da, dort drüben weihnachtelt es jetzt so gewaltig, dass ich beinahe neidisch werden könnte. Alles ist wunderbar aufgeräumt und hübsch dekoriert, der Raum in funkelndes und rotes Licht getaucht und überall steht dieser Adventsnippes rum, den Sohnemann so liebt. Er schnappte sich eine Handvoll Teelichter, dazu ein paar Räucherkerzchen und dann ging’s hier richtig zur Sache. Auch ich wurde reichlich mit Lichtchen und Kerzchen versorgt.

Und dann hab’ ich am Samstag auch ein bisschen gebastelt und endlich mein Kabelchaos rund um die Telekommunikations-einstöpselstation beseitigt. Improvisieren war angesagt, denn mir fehlte ein ordentliches und ansehnliches Brett, aber Not macht erfinderisch. Sieht zwar nicht so wahnsinnig hübsch aus, aber es funktioniert. Und zu guter Letzt habe ich gestern einfach mal so ‘ne Miniaturflasche Jack Daniels geschenkt bekommen. Von einer lieben Mitstreiterin meiner Weiterbildung. Diese Errungenschaften habe ich geknipst und zeige sie Euch. Nichts besonderes, aber über all diese kleinen Dinge habe ich mich so richtig sehr gefreut. Schönen Tag Euch allen!!!

<Samsung NV3, Samsung VLUU NV3><Samsung NV3, Samsung VLUU NV3>


Der stille Rebell…

6. November 2009

Tja, mein Sohnemann und die liebe Pubertät. Meistens versucht er die Kurve zu kriegen, aber manchmal gelingt ihm das nicht so ganz und dann kommt sein Verhalten wie ein Bumerang zurück. Diese Woche hat er doch tatsächlich einen Tadel abgefasst. Das hatten wir auch noch nicht. Hätten wir aber auch nicht unbedingt haben müssen. Irgendwie kommt er ja so ein bisschen nach seiner Mutter. Hausverbot im McDoof gab’s ja im Sommer schon, was seine Mutter erst mit Anfang 20 “schaffte”. Nun dieser Tadel – ein Fleißtadel. Den hatte die Mama erst in der 9. Klasse, hübsch aufm Bewerbungszeugnis – ebenfalls ein Fleißtadel. Machte sich schön beim Vorstellungsgespräch für die Lehrstelle, muss ich schon sagen. Er meistert solche “Kleinigkeiten” immer ein paar Jahre eher. Dabei hab’ ich ihm diese Schandtaten gar nicht erzählt, er schafft’s trotzdem 1:1. Ich muss schon sagen, Herr Sohn, ich bin einigermaßen sprachlos, wenn man von der kleinen Gardinenpredigt absieht.

Mal sehen, was als nächstes kommt. Wenn er weiter in meine Fußstapfen tritt, dann wandert er mit 17 nach Sonstwohin aus und erkundet sorglos die Welt. Hoffentlich liest er das jetzt nicht, denn das habe ich auch gemacht. Einfach alles hingeschmissen und in die weite Welt gezogen. Mehrmals… Au Backe… Aber er ist kein Dummer und das macht mich stolz. Eigentlich ein kleiner Fuchs und auch menschlich gesehen ein prima Kerl, der kleine Mann. Aber meckern muss ich ja trotzdem, sonst denkt er noch, das wär’ ‘ne Glanzleistung gewesen. War’s nicht, mein Söhnchen!!! Ehrlich nicht… Aber noch bist Du jung genug, um aus Deinen Fehlern zu lernen.

 


Leichtsinn und Lehrstunden…

29. August 2009

Gut, ganz so drastisch, wie im letzten Absatz gefordert, würde ich es nun nicht gleich ausdrücken, aber dem Rest stimme ich zu, denn Sohnemann ist derzeit sehr traurig über den selbst verschuldeten Verlust seine geliebten Rades. Leichtsinnigerweise hatte er selbiges über Nacht in der Stadt abgesperrt zurückgelassen, wollte es sogar über das folgende Wochenende dort lassen. Nur durch Zufall bemerkte ich überhaupt erst, dass sein Rad nicht im Keller stand, weil ich etwas runterbringen wollte. Verdutzt suchte ich die Kellergänge nach seinem Gefährt ab, doch nirgendwo stand sein Rad. Als er von der Schule kam, fragte ich nach und war erschüttert über seinen Leichtsinn, das Rad einfach über Nacht mitten in der Stadt zu lassen, egal ob nun abgesperrt oder nicht.

Offenbar reichte mein erster “Anfall” aus, um ihn sogleich loslaufen zu lassen, das Rad sofort zu holen. Eine Stunde später stand er mit hilflos herunterhängenden Armen da und sagte nur kraftlos: “Weg…”. Ich starrte ihn an und tobte los. Wie er so leichtsinnig sein könne, dass das Rad ein teures Geschenk gewesen sei, dass er nicht von seiner eigenen Gutmütigkeit ausgehen könne, dass er gedankenlos sei usw., ich fand kaum noch Worte für meinen Groll. Er ließ es über sich ergehen, war sich seiner Schuld bewusst und dann rollten wortlose Tränen und mein Mutterherz starb tausend Tode, meine Wut richtete sich nun gegen die Fahrraddiebe, die ein kleines Kinderherz brachen.

Mein Sohn, diese Lektion hätte ich Dir so gerne erspart, aber sie scheint vonnöten zu sein, um Dir klarzumachen, wie gut man auf seine Sachen aufpassen muss. Viel zu leichtfertig gehst Du mit Deinem Eigentum um, was wohl nicht zuletzt daran liegt, dass Du dafür nicht hart arbeiten musstest. Lerne daraus und beherzige dies für Deine Zukunft, denn böse Menschen gibt es überall und denen ist es scheißegal, ob Du jetzt traurig bist – leider… Mir ist das nicht egal, auch wenn Du das vielleicht denkst. Geschimpft habe ich genug, aber mein Herz ist groß genug, damit darin auch Platz ist für Deine Enttäuschung und Deine Tränen schmerzen mich sehr.


Saarland im Vogtland…

21. Juli 2009

elefanten

Gestern am frühen Abend trafen meine Saarländer nun im Vogtland ein. Sohnemann hatte sich extra noch in duftendes Badewasser gelegt, Haare hyperhipp frisiert, Nägel mani- und pedikürt, schicke Klamotten angezogen – ich kam aus dem Staunen nicht heraus. Die Ursache dürfte nicht zuletzt darin begründet sein, dass mein Schwesterlein in seinem Alter ist und auch seine Omi und der Opi nur den allerbesten Eindruck haben sollten von ihrem Enkelsohn. Gelungen ist ihm das und in seiner allseits bekannten Coolness fielen wir über unsere Besucher herein. Frau Mama lauerte schon an der Tür und quiekte durchs Haus, als ich die Stufen nach ganz oben hochkletterte. Eine herzhafte mütterliche Umarmung, dann erst wurde Licht im Flur angeknipst.

Sie bewunderte ihren gereiften Enkel und er grinste verschämt vor sich hin. Opa teste gerade die Badeinrichtung und Schwesterlein erforschte ihr Gästezimmer. Dann versammelte sich der Rest doch noch im Wohnzimmer. Meinereiner wurde zuerst an die stiefväterliche Brust gedrückt – so mag ich das ja gerne – und mein Fräulein Schwester guckte etwas verunsichert drein, da wir ja kürzlich ein paar kleine geschwisterliche Reibereien hatten. Ich gab ihr erst die Hand und dann rupfte ich sie ihn meinen Arm, was das Eis schlagartig schmelzen ließ. Von hinten durch die Brust ins Auge. Geschwisterliche Zickereien verboten, jetzt sind wir in Plauen, hier wird gelacht und geschnattert.

Frau Mama hatte wie immer Geschenke im Gepäck und Herr Sohn bekam eine äußert coole Jacke, die er auf dem Heimweg auch sofort anziehen wollte. Sehr cool, sehr dunkelblau, sehr von Nike und sehr sehr geil, muss ich schon sagen. Klamottentechnisch lagen Frau Omi und Herr Opi noch nie daneben, was die Kleiderordnung von Herrn Enkelchen angeht. Er war begeistert und verzog auch ganz geringfügig eine Miene, die man glatt als Lächeln hätte deuten können. Für mich packte mein Mütterchen wie immer Jeans und sowas aus, auch sehr geil und da war noch etwas, was ich schon beinah vergessen hatte.

Herr Stiefpapa war ja über Weihnachten auf seinem jährlichen Trip zuhause in Indien und hatte vor seiner Abreise meine Mutter beauftragt, mich zu fragen, welchen Wunsch ich hätte. Diesmal überließ ich das nicht dem Zufall, da ich normalerweise nicht gerne Wünsche äußere. Es sollten Elefanten sein, meine Lieblingstiere. Egal in welcher Form, egal aus welchem Material, egal woher, ganz egal, Hauptsache Elefanten. Ich liebe diese Tiere, ihren familiären Zusammenhalt, ihre Größe, ihre Anmut, ihr Wesen, alles. Beim Auspacken meiner Klamottagen riet sie mir zur Vorsicht, denn inmitten des Stoffes lauerten sie, meine Elefanten. Drei Stück, offenbar zerbrechlich und ich hatte sie längst vergessen, denn mein Wunsch war ein halbes Jahr alt und in den Tiefen meines lückenhaften Gedächtnisses verschüttet. Seht sie Euch an, ich finde sie traumhaft und sie stehen seit gestern Abend in meinem Wohnzimmerschrank. Frisch aus Indien, etxra für mich, aus schneeweißem Speckstein (denke ich, ich frage nach), offenbar handgearbeitet, denn man sieht deutlich die Bearbeitungsspuren und sie sind wuuunderschöööön. Danke danke danke!!! Genauso habe ich mir das gewünscht und sie fühlen sich so wunderbar geschmeidig in der Hand an. Ich könnt’ platzen vor Stolz und Freude.


Hausverbot…

15. Juli 2009

Gestern Abend gegen 19.00 Uhr klingelt mein Handy.

“Spreche ich mit Frau N.?”

“Worum geht es denn bitte?”

“Hier spricht die Geschäftsleitung der McDonalds Filiale PL. Haben Sie einen Sohn, der S. heißt?”

“Ja, ich bin mir relativ sicher.”

“Ich wollte Sie darüber in Kenntnis setzen, dass Ihr Sohn bei uns vier Wochen Hausverbot hat.”

“Ach ja? Interessant…”

“Er und seine Freunde haben sich in unserem Hause daneben benommen, mit Servietten über die Tische gespuckt, gelärmt und jedes gute Benehmen vermissen lassen.”

“Tatsächlich?”

“Ja, ich wollte Ihnen nur Bescheid sagen.”

“Ich bedanke mich für Ihren Anruf und kann Ihnen versichern, dass das Konsequenzen hat. Für ihn…, versteht sich…”

“Vielen Dank.”

“Keine Ursache…”

“Schönen Abend noch…”

“Danke, ebenfalls…”

Ich wählte anschließend die Nummer meines kleinen Herrn Lässig und hakte nach. “Ich hab’ nicht bei dem Mist mitgemacht. Das waren die anderen.” Ja klar, und ich bin der Kaiser von China, Freundchen… Mein Kind, der Engel – wer’s glaubt wird selig und wer’s nicht glaubt, kommt auch in den Himmel.

Fazit: Neuer Laptop für die gesamte Länge des Hausverbotes konfisziert. Pech gehabt, mein übermütiger Freund…


Ferien…

13. Juli 2009

Vier Wochen Weiterbildung liegen hinter mir und jetzt haben wir erstmal zwei Wochen Ferien. Am Freitag stand schon die erste Prüfung auf dem Plan und die Ergebnisse liegen erst in einigen Tagen vor. Zwar könnte ich in der Schule anrufen und nachfragen, aber ich werde mir wohl kaum die Ferien versauen. Sohnemann hat auch Ferien und so bleibt wenigstens mal etwas Zeit, um etwas zu unternehmen. Fraglich ist nur, ob er seine eigentlichen Interessen dafür ein bisschen zurückstellt, denn Kumpels, Mädels, coole Klamotten zur Schau tragen oder lässiges Durch-die-Stadt-hip-hoppen kann man nicht einfach so mal sein lassen. Naja, so ist das eben mit 13. Ich seh’s gelassen.

Privat gibt es zwar so einiges, was genügend Gesprächsstoff bieten würde, aber der eine Teil ist megauninteressant und der andere Teil ist viel zu schlüpfrig. Also lasse ich Euch weiter im Argen und genieße. Vielleicht funktioniert der vogtländische Buschfunk ja wie in alten Zeiten und es erreicht Euch auf anderen Wegen. Gnihihi…

In einer Woche tanzt dann meine Frau Mama mit meinem Schwesterlein im Gepäck hier an und das wird auch Zeit, denn wir haben uns seit zwei Jahren nicht mehr gesehen. Sie bezieht eine Ferienwohnung und Sohnemann soll dort ein paar Tage verbringen, da die beiden ja im Normalfall nicht besonders viel voneinander haben. Er freut sich drauf und fragt schon gespannt, wann es denn soweit ist. Nun wird der Zeitraum etwas überschaubarer, denn es ist nur noch eine Woche. Die Zeit verging wie im Flug.

Meine Blogfaulheit ist noch immer nicht auskuriert, was auch nicht zuletzt daran liegt, dass mein Terminplaner zur Zeit zwar knallvoll ist, aber das Wenigste davon wäre einen Beitrag wert. Ja und die interessanten Dinge, die das Salz in der täglichen Suppe des Alltags ausmachen, gehören dann doch nicht unbedingt hierhin. Mehr dazu bei einer Tasse Kaffee – aber auch nur vielleicht… ;-) Vielleicht seid Ihr auch einfach nur zu neugierig. Nech…???


Glänzende Augen…

7. Juli 2009

Nun dringen schon wieder die ersten Beschwerden über die vorherrschende Sommerflaute in meine Augen, also poste ich heute mal wieder was. Lust habe ich derzeit nicht unbedingt zum Schreiben, Anlässe gibt es auch kaum, aber man beugt sich dem Willen seiner Leser und tippert artig. Nach wie vor drücke ich die Schulbank und mein Kopf ist abends nahezu leer. Keine hässlichen Kommentare hierzu bitte. Mein Date am Samstag war gut, mehr verrat’ ich Euch nicht. Sohnemann hat seine erste Ferienwoche hinter sich gebracht und ist seit gestern nun offiziell ein Teenager. Zwei gute Freunde machten es möglich, dass er zum Geburtstag endlich ein eigenes Dingelchen bekam, mit dem er nun ins Net vorstoßen kann, ohne mir ständig auf der Pelle zu hocken, wann er denn an meinen Rechner dürfe. Nix neues, nix aufregendes, aber eben sein eigenes Teil und jetzt herrscht endlich Ruhe an meinem Schreibtisch. Gefreut hat er sich auf seine ganz spezielle Art, die wahrscheinlich nur ich als seine Mutter richtig verstehe. Er hat diese subtile Art der Freude in sich, die sich bei den meisten Kindern ganz anderes äußert. Wenn andere Kinder etwas geschenkt bekommen, das ihr Herz höher schlagen lässt, toben, quieken, lachen und jauchzen sie. Nicht so mein Sohn.

Er schaut Dich an, die Augen glänzen zweifellos, aaaber… Er jauchzt nicht, er lächelt nur verschämt, er quiekt auch nicht, er sagt erstmal gar nichts und er tobt erst recht nicht, er sagt nach einer Weile ganz nüchtern, aber innerlich jubelnd: “Cooooooooool…!!!” Das war’s. Mehr kommt da nicht. Und nach einer weiteren halben Stunde bedankt er sich artig und freut sich leise weiter. So war er schon immer und wenn ich ihn nicht kennen würde, könnte ich glatt denken, dass ihm alles am Arsch vorbei geht. Nein, tut es nicht, er freut sich wie verrückt, aber eben seeehr leise. Diese introvertierte Art der Emotionen hat er von mir geerbt. Jetzt stöhnen am Bildschirm sicher viele auf, die mich kennen. Leute, ich rede davon, wie ich selbst als Kind war. Schüchtern, zurückhaltend, schweigsam, beobachtend, auf wenige Personen fixiert, aber hyperneugierig und mit großen Augen die Welt beäugend. Ja, ich weiß, das hat sich geändert, Gott sei Dank. Und Sohnemann darf so sein, die Mädels stehen drauf, hab’ ich gemerkt. Über einen zu kleinen Freundeskreis kann er sich nicht beschweren und er kann ja auch anders, halt nur im Kreise seiner Familie oder nahen Freunde. Ist vollkommen in Ordnung und solange er mir mit seinen Augen zeigt, wie groß die Freude ist, darf er das auch weiterhin so tun. Ich lese in ihm, das weiß er.

Leider fehlte mir zwecks Schule die Zeit, mit ihm richtig zu feiern, denn am Nachmittag fuhr er eine Woche zu Papa. Aber das holen wir bei einem großen Eis nach. Und was ja eigentlich der Hammer war, ist, dass ausgerechnet an seinem Geburtstag morgens das Lied kam, bei welchem er sein Köpfchen zum ersten Mal in die große weite Welt streckte. Hier für Dich, mein kleiner großer Mann. Noch heute bekomme ich Gänsehaut, wenn ich dieses Lied höre und ich habe gestern Morgen ganz laut gedreht, als das kam. An einem verregneten Julitag 1996 abends 20.45 Uhr kam dieser Song und das war bis dato der schönste Moment im meinem Leben, das wird er auch bleiben, denn seit diesem Tag ist alles anders. Besser, wichtiger. Auch hier noch einmal alles Liebe zum Geburtstag, mein Dicker. Du bist auf dem richtigen Weg und ich wünsche mir, dass ich auch noch in Deinen Augen lesen kann, wenn Du Deine ersten grauen Haare bekommst. Du bist das Wichtigste in meinem Leben und das Beste, was mir je passiert ist, denn ich liebe nichts so sehr wie Dich.


Irgendwas ist immer…

25. Mai 2009

Seit Tagen gibt es Sonne satt und wir haben nahezu die gesamte Woche genutzt, um den unseren “Leih”-Garten aufzusuchen. Ein paar Würstchen grillen, ein bisschen Seele baumeln lassen, ein bisschen Schnapsroulette spielen, ein bisschen Sonne tanken und auch ein bisschen Gartenarbeit machen. Gegrillt wurde fast jeden Tag, das erste Gläschen von unserem neuen Lieblingsspiel ging auch schon zu Bruch und die Seele baumelte gestern in alle Richtungen. Herrlich das…

Sohnemann treibt mich zur Zeit an den Rand des Wahnsinns. Offenbar fahren die Hormone jetzt so richtig mächtig Karussell und die Pubertät hämmert ohrenbetäubend an die Tür. Schulisch lässt er die Zügel seit einer kleinen Weile ziemlich schleifen, zuhause immer das letzte Wort und sei es auch noch so sinnfrei, cool bis in die Zehenspitzen, selbst beim Naseputzen – Image ist bekanntlich alles. Ja und an sämtlichen Querschlägern sind die bösen Anderen schuld, klare Sache. Im Moment kann ich sagen, dass mir täglich an die 25 rote Haare und Federn wachsen. Besserung eher unwahrscheinlich, denn Kinder pubertieren ja bekanntlich bis Ende 30. Ich war nie so frech und aufsässig, auch wenn meine Frau Mama das anders sieht.

Ansonsten läuft alles besser als erwartet und so langsam kehrt auch in meinem Inneren wieder mehr Ruhe ein. Die Gedanken ruhen und ich entspanne mich. Sicherheit werde ich nie erlangen, das weiß ich, aber zumindest kann ich ganz langsam wieder perspektivisch sehen. Einig werden wir uns nie immer sein, müssen wir auch nicht, aber wir treffen uns beim nunmehr dritten Anlauf in der goldenen Mitte, was gut tut. Die Zeit arbeitet für uns und wir helfen ihr.


Orgelpfeifen und Duplofinger…

19. April 2009

SNV30915 SNV30911 SNV30912 SNV30914

Meine Amaryllis thront in voller Pracht an ihrem Fensterplatz und aus dem Avocadoexperiment scheint ein wahres Wunderwerk zu werden. Sage und schreibe fünf Sprösslinge schieben sich dem Tageslicht entgegen und ich komme aus dem Staunen nicht heraus. Unter dem alten Senfglas, das als Miniaturgewächshaus fungiert, wächst und gedeiht dieser Kern besser als ich zu hoffen gewagt habe. Ich habe für Euch bewusst das Datum auf den Bildern belassen, damit Ihr sehen könnt, welche Fortschritte dieses Pflänzchen seit der ersten Regung macht. Zwar dauerte es eine kleine Ewigkeit, bis man überhaupt etwas verzeichnen konnte, aber nun wächst mein Sprössling in bemerkenswerter Geschwindigkeit.

Den gestrigen Abend habe ich meinem Sohn zuliebe hier bei ihm verbracht, denn die Tränenströme wollten nicht ohne weiteres versiegen. Stundenlang lag er traurig und deprimiert in seinem Bett. Er ist mit zunehmendem Alter eigentlich recht hart im Nehmen geworden, aber gestern verlor mein Kindchen dann doch die Fassung. Wie gerne hätte er den Samstag noch einmal im Kreise seiner Freunde verbracht, doch das war rein organisatorisch einfach nicht machbar, was ihm schwerer als erwartet zusetzte. Weder leckere Köstlichkeiten aus dem heimischen Vorratsschrank noch die schrägsten Dicht- und Bespaßungskünste seiner alten Frau Mama zeigten Wirkung und wenn ihm dann doch mal ein Kichern entfleuchte, ermahnte er mich, dass er jetzt nicht in der Stimmung zum Lachen sei.

Mir brach das Mutterherz und ich beschloss endgültig, hier bei ihm zuhause zu bleiben. Den ganzen Tag hatte ich schon überlegt, ob ich nun zum “Resteficken” gehe, aber es hätte mir wohl wenig Vergnügen bereitet, meinen Sohn allein und tieftraurig hier in seinem Zimmer zu wissen. Also ließ ich uns ein schönes Schaumbad ein, weil Sohnemann das über alle Maßen liebt und wir führten nach langer Zeit mal wieder unsere intimen Männergespräche unterm Badeschaum. Er liebte diese banale Zeremonie schon als kleiner Steppke und er mag es noch heute. Ihm ging es danach besser und ich fühlte mich angesichts seiner wieder lächelnden Augen auch sehr erleichtert. In unsere Schlafanzüge gekuschelt und schön gemütlich auf dem Sofa sitzend bzw. eher halb liegend, verfolgten wir noch ein bisschen das Abendprogramm und schlichen gegen Mitternacht mit noch immer anhaltenden “Duplofingern”* in unsere Betten.

Es gibt durchaus noch weitere Kuriositäten zu berichten, die Euch ganz sicher in höchstes Erstaunen versetzen würden, aber davon berichte ich Euch an anderer Stelle. Unerwartete Geständnisse bringen mich gewissermaßen etwas aus dem Gleichgewicht und ich brauche sehr viel Zeit, um Klarheit zu erlangen. Eine schlaflose Nacht hat mich das bereits gekostet und ich befürchte, dass noch weitere folgen werden. Fakt ist, dass das alles unvorhergesehen passiert ist und passiert ist im eigentlichen Sinne noch gar nichts. Gebrannte Kinder scheuen das Feuer, vor allem aber, wenn sie dem Pyromanen ein zweites oder gar drittes Mal begegnen. Ich bin auf der Hut, befinde mich in der absoluten Defensive und dort bleibe ich in naher Zukunft auch. Nein, ich möchte mir nicht mehr den Kopf über das Tun und Handeln anderer Menschen zerbrechen. Ich will das nicht mehr. Der Übeltäter steht vor einem fast unlösbaren Problem – meinem Misstrauen und meiner fast unbezwingbaren Skepsis. Ich kann derzeit nicht abschätzen, ob er diesen beiden Gegnern auch nur ansatzweise gewachsen ist.

* “Duplofinger” nennt man die Gliedmaßen der Hand, die nach zu langem Baden ihre Oberflächeneigenschaften verändern. Die schrumpelige Haut der Finger erinnert an die längste Praline der Welt bzw. deren Oberflächenstruktur und das Wort “Duplofinger” wurde vor vielen Jahren von meinem Sohnemann erfunden.


Krokodilstränen und schmutzige Worte…

18. April 2009

Ich bin zur Zeit richtiggehend blogfaul. Zum einen passiert ja allen Orts nicht wirklich viel und zum anderen tragen die Wetterveränderungen nicht gerade zu extravaganten Freizeitaktivitäten bei. Man erledigt eben seine kleinen und großen Alltäglichkeiten, versorgt brav alle kleinen und großen Mitbewohner, geht den üblichen Notwendigkeiten nach und harrt der Dinge, die da kommen. Über mein Auto rede ich schon lieber gar nicht mehr. Heute Nacht hatten wir bzw. Sohnemann Gäste, welche sich vor wenigen Minuten verabschiedet haben. Die Jungs haben ohne das Wissen der dazugehörigen Mütter auch für heute Abend Pläne geschmiedet, welche aber gescheitert sind. Man hatte sich ausgemalt, dass mein Sohnemann doch auch gleich noch eine Nacht in befreundeten Betten schlafen könne, was aber durch anderweitigen Besuch dort nicht möglich ist. Nun liegt der kleine Mann tränenüberströmt in seinem Zimmer und ist böse und enttäuscht über die gaaaaanze Welt. Helfen kann ich ihm da leider nicht, denn ich kann die andere Frau Mama kaum zwingen, mein Kind mitzunehmen. Hach, was ist die Welt schlecht und ungerecht.

Für heute Abend war eigentlich meinerseits schon für Unterhaltung gesorgt, was aber an meinen haushaltstechnischen Sparmaßnahmen zu scheitern droht, weil ja Frau N. aus P. noch immer keinen Nachkömmling der Rockefeller-Dynastie geehelicht hat. In einer hiesigen und überaus großen Lokalität findet dieses Wochenende eine dieser berüchtigten Ü30-Partys statt und es könnte durchaus sein, dass man dort auch mal alte Bekannte meiner eigenen Altersklasse antrifft, die man jahrelang nicht mehr zu Gesicht bekommen hat. Wäre sicher ein lustiges Unterfangen, ganz ohne Zweifel sogar. Die Dame, die mich für diesen Abend “reserviert” hat, fand für diese Veranstaltung ein gar schmutziges aber enorm witziges Wort, das ich an dieser Stelle aus jugendschutztechnischen Gründen nicht wiederhole und ich verweise daher ganz diskret auf die Grafik… ;-)

resteficken


Im Osten nix neues…

15. April 2009

Der Wagen steht immer noch in der Werkstatt und Ende dieser Woche werde ich entscheiden, ob ich weiter auf ein günstigeres, gebrauchtes Teil warte oder tief in die Tasche greifen muss für ein neues Teil. Welche Variante mir lieber ist, steht außer Frage. Eine Wahl habe ich offenbar nicht, denn es macht ebenso wenig Sinn, Steuern, Versicherung etc. für ein Auto zu bezahlen, das nicht fahrbereit ist. Anderes Thema. Das ist ärgerlich genug.

Mein Avocadokern macht mir große Freude. Aus den anfänglichen zwei Keimen wurden in der Zwischenzeit nun ganze vier und das Minipflänzchen wächst und gedeiht prächtig. Mein erster Zuchtversuch ist somit von größerem Erfolg gekrönt, als ich erwartet habe und auch meine Amaryllis blüht inzwischen schon zum zweiten Mal. Knallrot und auch diesmal wieder vier Blüten, wobei ich mich diesmal hüte, den Topf hin- und her zudrehen, damit ich nicht wieder eine der Blüten abbreche. Ich lasse fein die Finger davon, Ehrenwort. Hier nun erst mal eine aktuelle Bestandsaufnahme des Avocadokeimlings:

SNV30908

Ansonsten gibt es wenig neues hier im Viertel. Wetter bombastisch, Stimmung entsprechend sonnig und mein Kindlein verweilt mal wieder bei seinen Freunden auf dem Lande. Wann der kleine Mann wieder nach Hause kommt, weiß niemand, denn da werden mittlerweile schon gar keine konkreten Aussagen mehr getroffen und “man” hat vorsorglich gleich für die ganze Woche Anziehsachen eingepackt. Fräulein Katze sonnt sich am Wohnzimmerfenster und genießt die Wärme. Bilanzierend kann man also sagen, dass alle Bewohner wohlauf sind und alles schön geschmeidig ist. Und Ihr so???


Freitag und andere Nebensächlichkeiten…

3. April 2009

Das Wochenende steht unmittelbar bevor und mein Auto ist immer noch kaputt. Sohnemann geht es soweit wieder ganz gut und er geht heute auch wieder zur Schule. Dank einem Tag Auszeit, etwas Medizin und unzähligen Tassen Tee konnten wir schlimmeres verhindern und gestern Abend war die große Klappe schon wieder funktionstüchtig und weitere Krankentage vom Plan gestrichen. Vorgestern habe ich sämtliche Heizkörper bis zum Herbst in den Ruhestand versetzt und beschränke mich im Falle von noch zu erwartender Schafskälte, Eisheiligen oder kalter Sophie auf Strickjacken, Pullis und Wuschelsocken. Die neuen Fensterbehänge an den Dachfenstern tun ihren Dienst wie geplant und ich bin sehr zufrieden damit. Obendrein ist es im Schlafzimmer jetzt auch lange nach Sonnenaufgang wunderbar dunkel, ganz so wie ich es mag. Auch Herr N. aus P. macht jetzt desöfteren Gebrauch von diesen Verdunklungswerkzeugen, denn bei strahlendem Sonnenschein morgens um 7.00 Uhr ist an erholsamen Schlaf nicht mehr zu denken.

Fürs Wochenende habe ich kleine aber feine Pläne. Herr N. wird ja heute Nachmittag von Papa abgeholt und ich werde den Freitag schön gemütlich ausklingen lassen. Morgen fahre ich dann mit Bus und/oder Bahn zu meiner Freundin und bleibe dort wahrscheinlich auch über Nacht. Abends wollen wir uns irgendwo verlustigen und da ich nicht die geringste Lust verspüre, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause zu fahren, darf ich mit Schlafanzug, Zahnbürste und Hausschuhen bewaffnet bei ihr in den Sonntag starten. Spätestens gegen Mittag werde ich dann wieder den Heimweg antreten und mich auf der heimischen Couch in Entspannung üben. Der Sonntag soll ja laut Wetterbericht nicht sonderlich berauschend werden, also juckt es mich dann auch nicht weiter, dass mein Auto kaputt ist.

Tja, und dann bin ich gestern Abend beim Switchen zwischen den Fernsehkanälen doch glatt bei “Frauentausch” hängengeblieben. Ich weiß ja nicht, ob das gestern jemand von Euch gesehen hat, aber der Begriff “Fremdschämen” erreichte durch die gestrige Episode eine vollkommen neue Dimension. Da ich dieses Format nicht regelmäßig verfolge, war ich im Unklaren darüber, welche Familien sich für diesen Frauentausch bewerben. Um die Quoten nach oben zu katapultieren setzt man wohl mittlerweile auf gesellschaftlich mitunter auffällige Familien und dieses Konzept fruchtet sogar bei mir. Ich kann nur schwer in Worte fassen, was ich da gestern gesehen habe und verweise an dieser Stelle besser hierher (weiterführende Links findet Ihr dann auf der rechten Seite), damit sich interessierte Leser selbst ein Bild verschaffen kann. Heute Morgen forschte ich dann etwas gezielter nach und fand das hier und zu allem Überfluss auch noch das hier. Ihr kennt das – es ist wie ein Autounfall. Man kann nicht richtig hinsehen, aber auch nicht richtig wegsehen. Ich bin angesichts der gesehenen Bilder sprachlos und irgendwie schockiert.

affe_erschrocken


Schon wieder Shitwoch…

1. April 2009

Kindchen liegt kränkelnd im Bett und es sieht ganz so aus, als würde er morgen der Schule fernbleiben, weil er eine Grippe bekommt. Vielleicht schläft er sich bis morgen wieder gesund, aber derzeit ist das eher unwahrscheinlich. Heute morgen habe ich beim hin- und herdrehen meiner Amaryllis eine der gigantischen Blüten abgebrochen – typisch für mich. Da waren es nur noch drei. Vielleicht habe ich Glück und aus der neuen Blüte treiben nochmals vier Stück. Auto ist immer noch in der Werkstatt und natürlich auch immer noch kaputt. Morgen muss ich also auch zu Fuß meine Behördengänge bewältigen und werde damit ganz sicher bis zum Nachmittag beschäftigt sein, während mein Kind krank im Bett liegt. Leider dulden diese Erledigungen keinen Aufschub. Ein toller Mittwoch, so richtig doof. Gott sei Dank hat mich Frau Zaraffel heute früh mit zum Einkaufen genommen und der Kühlschrank ist wieder voll. Das Wochenende darf getrost über uns hereinbrechen. Bleibt abzuwarten, ob Sohnemann überhaupt zu Oma/Papa kann, denn mit eventuell entstehendem Fieber bleibt er besser zuhause.


Samstag und so…

14. März 2009

Bin mit Kopfweh aufgewacht und zum Frühstück gab’s deshalb auch erstmal zwei Aspirin und natüüürlich ‘nen ordentlichen Pott Kaffee. Bin wohl bissle spät ins Bett, weil ich bis tief in die Nacht Besuch hatte, hab’ bissle zu spät noch viel zu viel Kaffee getrunken und wohl auch zu wenig gegessen. Sohnemann ist erkältet und spielt deshalb heute auch nicht beim Fußball mit, aber er verabschiedet sich nachmittags dann zum Opa, weil der ‘ne Geburtstagssause steigen lässt. Ich schleiche mit M. bissi um die Häuser und versuche dem Alkohol zu entsagen, sonst ist der Sonntag komplett im Eimer. Wer will das schon…

Sofern nichts anderes dazwischen kommt, werde ich heute mal meinen Kleiderschrank ein bisschen entkernen und die aussortierten Sachen gleich an dankbare Menschen weiterleiten. Nein, ich entsorge nichts in der Altkleidersammlung oder im Container, ich schenke es Menschen, die ich kenne und wo ich genau weiß, dass dort nur wenig Geld vorhanden ist und man sich über solche Sachen freut. Ein warmes Lächeln ist Dank genug und so kann auch ich mal was Gutes tun. Auch mit Sohnemanns Klamotten mache ich das schon seit Jahren so und es gibt immer irgendwen, der/die sowas noch gebrauchen kann.

Das Wetter scheint heute gnädig zu sein und wenn das so bleibt, spazieren wir vor unserem Um-die-Häuser-Streifzug noch ein bisschen im Wald herum. Fräulein Waldhuhn wird sich freuen und uns wird die frische Luft auch nicht schaden. Drüben im Kinderzimmer niest Herr N. aus P. im Akkord und ich hoffe, dass es bei einer harmlosen Erkältung bleibt. Fräulein Katze schlendert irgendwie erwartungsvoll durch die Räume und meckert jeden und alles voll, also alles wie immer…

Und Ihr so…???


Peace und lange Haare…

10. März 2009

Endlich. Herr N. aus P. möchte lange Haare. Nicht so lang wie in seiner Kleinkindzeit, aber doch weg vom Sommerraspelkurzhaarschnitt. Nix mehr Gel, nix mehr Army-Style. Laut Beschreibung möchte er gerne diesen Haarschnitt und damit bin ich einverstanden. Schaut fesch aus und einige seiner Kumpels tragen diesen Haarschnitt schon seit geraumer Zeit, was mir schon immer sehr gefiel. Herr N. aus P. hatte ja vor geraumer Zeit mal einen waschechten Irokesenschnitt, womit er richtig heiß aussah. Da mein Kind aber ein recht konservativer Mensch ist, trug er diesen “blauen Kamm” nur ein halbes Jahr lang. Gefärbt haben wir das Teil natürlich selbst. Witzig fand er das schon, nur mussten wir sehr oft zum Friseur, um die Optik auch zu gewährleisten. Mein Sohnemann ist mit einem bemerkenswerten Haarwuchs und mit ebenso bemerkenswert dickem Haar gesegnet, was mitunter anstrengend sein kann, da wir alle Naselang beim Kopfgärtner antreten mussten. Nun hat er sich also für eine längere Frisur entschieden und die Wuchsrichtung seiner Borsten dürfte da hilfreich sein. Seinen Kopf zieren diverse Wirbelchen, die dafür sorgen, dass sein Pony immer artig in Richtung Nase will. Sehr praktisch also, denn die neue Frise macht genau das erforderlich und dann kommt er ohne “Hilfsmittel” aus. Ich bin sehr gespannt. Einen Termin haben wir jetzt noch nicht, aber sobald er seine neuen Haare hat, folgen Bilder – versprochen…