10. Oktober 2009
Mein Hirn braucht offenbar Urlaub – ganz dringend. Warum? Ist nicht so einfach zu erklären, aber ich versuch’s. Wie die meisten meiner Leser ja längst wissen, absolviere ich zur Zeit eine Weiterbildung in Sachen Webadministration und Design. Anfangs beschränkten sich die Themen hauptsächlich auf Design und im Moment befassen wir uns in erster Linie mit Servertechnologie und –sicherheit. Ziemlich trockener Stoff und nicht immer ganz einfach zu begreifen. Nun ja, gestern bin ich dann endlich ins wohlverdiente Wochenende gestartet und habe für alle meine Lieben zuhause leckeren, wunderbar reichhaltigen Salat mit selbst gemachten Knoblauchbrötchen geklöppelt. Bisschen zu viel genascht davon, anschließend bisschen Bauchweh bekommen, also ab ins Bett und jegliche Fummeleien auf “morgen” verschoben. Ja, ich weiß, Ihr hofft, dass es jetzt schlüpfrig wird. Ihr Schweine…
Also schläft Frau N. aus P. recht schnell ein und träumt sogar was. Dass sie träumt, ist nichts neues, aber was sie da geträumt hat, ist schon etwas schräg. Hat sich jemand schon mal näher mit Servertechnologie und –sicherheit befasst? Wohl eher die Wenigsten hier, also folgt eine klitzekleine Einleitung. Was ein Server ist, spielt jetzt mal keine Rolle, aber so ein Serverdingens “regelt” im Idealfall alles, was der Netz-Client so darf oder verboten bekommt. Also der Administrator konfiguriert alle Rechte von außen nach innen und umgekehrt. Man erstellt unter anderem Firewallregeln. Wie, was, wo, soll jetzt mal egal sein, im Grunde ist erklärt, was ein Server bzw. der Admin kann/macht. So, also ich liege also im Bett, schlafe tief und fest und fange an zu träumen. Wie bereits erwähnt, wurden die Schweinereien wegen Bauchgrummeln “verschoben” und diese “Verschiebung” zusammen mit dem Serverschnickschnack schlich sich in einer lustigen Kombination in mein Unterbewusstsein und brachte folgenden Traum zustande:
Es gibt in meinem Traum einen externen Clienten (den Bettbeifahrer), einen zwischeninstallierten ISA-Server und einen internen Webserver (das bin ich). Der Client startet eine Beischlaf-Anfrage an den Webserver (also mich) und scheitert schon am ISA-Server, da einige Firewallregeln den Zugriff verhindern. Der Client wendet sich an den Administrator (das bin zufälligerweise auch ich) und sagt, er habe “Verbindungsprobleme”. Der Admin quatscht den Clienten in gewohnt arroganter Weise mit Fach-Chinesisch zu, weil er ganz genau weiß, dass der Client nur Bahnhof versteht und er dessen Unwissenheit als Waffe gegen ihn einsetzen kann. Der Client fleht und bettelt um “Zugriff” und der Adminarsch (ich) tut so, als würde er dem Clienten helfen wollen. Da der Admin aber genau weiß, dass einige der Firewallregeln ganz bewusst so definiert wurden, dass der Zugriff scheitert, resigniert der Client irgendwann überfordert und schläft mit einem “steifen Nacken” ein. (Dass der Scheißadmin dem Clienten auch zur Sicherheit noch unzulässige IPs untergejubelt und ihn in einer blockierten Benutzergruppe untergebracht hat, weiß der arme Sack natürlich nicht. Nur so als Absicherung, falls die Firewallregeln versehentlich falsch eingestellt sind. “Zugriff” also unter gaaar keinen Umständen möglich. Harrrharrr…)
Ich wache auf und denke: “Wie geil ist das denn???”, feixe in die morgendliche Dunkelheit und denke: “Das muss ich bloggen!”. Also bin ich extra wegen Euch kurz nach 4.00 Uhr aufgestanden, habe mir einen ordentlich starken Kaffee gemacht und meinen Traum hier gebloggt, weil ich den sicher bis nachher vergessen hätte. Ich muss immer noch lachen, wenn ich das hier lese. Ich bin pöööse…, aber nur wenn ich schlafe. Und als Bonus habe ich extra für Euch Anschauungsmaterial geklöppelt. Bitteschön…!!!

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Verfasst von Frau N. aus P.
30. September 2009
Jeder kennt diese Kaustreifen, nicht wahr? Man hat fünf zuckersüße “Abschnitte”, durch die man diese Kaustreifen wunderbar portionieren kann. Richtig? Nun eine hochkomplizierte Rechenaufgabe ausschließlich für Erwachsene: Drei Erwachsene, ein Kind und nur ein solcher Kaustreifen. Fünf Abschnitte und vier Personen also. Wie würdet Ihr diese Leckerei gerecht aufteilen? Den Grund für diese Rechenaufgabe erfahrt Ihr nach Euren hoffentlich zahlreichen Antworten. Natürlich werde ich Euch auch meine zwei Lösungsvorschläge unterbreiten, denn ich habe zwei Möglichkeiten, die ich so auch ohne nachzudenken umsetzen würde. Also los, Rechnen!!!
Auflösung:
Ihr habt es meiner Schwester zu verdanken, dass ich diese kleine Aufgabe vorzeitig auflöse. Nun gut, ich bin bin da eher unkompliziert, vor allem, wenn Kinder dabei eine Rolle spielen, obwohl ich nun wirklich nicht Mutter Beimer bin. Zaraffel und Frau Bergzwerg dürfen gerne aufhören zu lachen…
Ich persönlich sehe da zwei Möglichkeiten, diese Leckerei aufzuteilen. Das Kind würde von mir zwei Abschnitte und die Erwachsenen jeweils einen bekommen. Oder aber alle Erwachsenen verzichten großzügig dem anwesenden Kind zuliebe und überlassen den gesamten Streifen dem Kinde. Es geschah in der Realität leider ganz anders und das betroffene Kind war mein Sohn. Es trug sich folgendermaßen zu:
Der Kindesvater, seine neue Freundin, deren Freundin und mein Sohn waren im Kino, weil ja Papa-Wochenende war. Die neue Freundin hatte einen solchen Kaustreifen und teilte ihn folgendermaßen: Zwei Streifen für Herrn Papa, zwei Streifen für ihre Freundin, ein Streifen für sich selbst, kein Streifen für Scott, mein Sohn ging komplett leer aus. Nein, nein, er war nicht gerade für kleine Jungs oder vor der Tür, nein, er stand daneben. Sorry Leute, aber darüber kann ich nicht mehr lachen und mein Sohn ist weiß Gott kein Pedant, aber ihm fallen derlei Kleinigkeiten auf und er “verwertet” sie genauso wie ein Erwachsener das tun würde. Ich halte allen Mathematikern hier eines grundlegend zugute: Jeder war bemüht, dieses Kaubonbon gerecht unter den vier Personen aufzuteilen, keiner wäre auf die Idee gekommen, eine Person oder gar das Kind zu übergehen. Richtig?
Wie man sieht, ist das aber leider nicht unter allen Erwachsenen der Fall und ich finde sowas wirklich arm. Meinen Sohn hat auch das wieder einmal gekränkt und sein Vater registrierte diesen “Vorfall” noch nicht einmal und aß seinen Streifen natürlich artig auf. Mein Sohn stand daneben und kam sich nicht zum ersten Mal so richtig fehl am Platz vor. Man könnte auch darüber streiten, ob es richtig war, die 24 Stunden mit fremden Leuten zu verbringen, denn Vater und Sohn sehen sich nur alle 14 Tage einen Tag lang. Diese knapp bemessene Zeit musste Sohnemann dann überdies noch mit solchen Menschen verbringen, was mir als Mutter Bauchschmerzen bereitet. Und wenn diese andere Freundin meinem Sohn nicht anständig die Hand gegeben hätte, wäre er von Papas neuer Freundin komplett ignoriert worden. Denn er hat nicht erst seit gestern das Gefühl, dass diese Dame ihn nicht mag. Ich nenne es Eifersucht. Allerdings hegt Sohnemann genau wegen diesem Verhalten in etwa die gleichen “Gefühle” für diese holde Dämlichkeit und ich muss ihm damit recht geben. Freunde gewinnt man so nicht und sie legt diesbezüglich einen extrem schlechten Start hin. Muss aber nicht mein Problem sein, denn andere Leute kauften dem kleinen Herrn N. aus P. eben wegen diesem Vorfall zwei ganze Packungen voller Kaustreifen. Die darf er nun ganz alleine naschen und die wurden ihm einfach so gekauft, nur weil dieser Jemand sowas verachtenswert findet und für Gerechtigkeit sorgen wollte und das finde ich spitze…
Ihr seht also, so lustig wie diese Mathematikaufgabe anfangs rüberkam, war sie nicht. Das konntet Ihr natürlich nicht wissen. Aber stellt Euch vor, Ihr erfahrt derlei Dinge von Eurem Kind. Jedes Mutter- bzw. Vaterherz würde zerspringen, auch wenn es keine fundamentalen Wichtigkeiten sind. Ein Kind so zu demütigen oder zu ignorieren ist mehr als arm und schäbig. Und alle drei Erwachsenen haben sich schuldig gemacht, denn wenn eine meiner Freundinnen so gehandelt hätte, hätte ich meinen Streifen nicht mehr essen wollen und hätte ihn dem Kind gegeben. Wir Erwachsenen haben längst gelernt, dass man auch mal auf etwas verzichten kann oder sogar sollte. Auch wenn es eine Kleinigkeit war, das beschäftigt mich und ich kann es nicht verstehen. Selbst Sohnemann nannte es eine Kleinigkeit, doch die Moral hinter dieser Geschichte bemerkte auch er und konnte nicht anders, als mir davon zu berichten. Ja, es ist eine Kleinigkeit, aber es zeigt deutlich, was für eine Freundin sein Vater da hat. So ziemlich jede/r Bekannte oder Freund/in ist netter zu meinem Sohn, als diese Dame. Schlimm…
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Verfasst von Frau N. aus P.
8. Juni 2009
Was ein Säbel ist, weiß jedes Kind.
Zähne sind uns ebenfalls bekannt.
Und dass Füße das Fortbewegungsmittel zahlreicher Tierarten sind, wissen wir eigentlich auch.
Und was ein Huhn ist, dürfte nahezu jedem Menschen bekannt sein, der über eine durchschnittliche Allgemeinbildung verfügt.
Was aber nun ist ein Säbelzahnfußhuhn? Welche Tierart verbirgt sich hinter jenem furchteinflößenden Namen? Nun denn, gehen wir der Sache auf den Grund. Beim gestrigen Spaziergang durch den hiesigen Stadtpark liefen wir am Freiluftgehege vorbei, in dem sich schon seit Jahren Wellensittiche, Hühner verschiedener Arten, mitunter auch Tauben oder andere Geflügelspezies befinden. Gerne bleiben dort Spaziergänger stehen, füttern oder beobachten die Tiere und haben die Möglichkeit diese Tiere etwas genauer in Augenschein zu nehmen. An sich nichts Spektakuläres.
Unter all den Federviechern stolzierte ein wahrhaft stattlicher Hahn umher und als dieser dicht am Gitter an uns hochäugte, kniete sich ein namentlich nicht erwähnter Herr (ja, genau der) hin und studierte eingehend die Anatomie dieses Tieres. Nicht nur das er versuchte, diesen Hahn zum Gackern zu bringen, nein, er entdeckte an dessen Füßen etwas, was ihn staunen ließ. Die männlichen Vertreter vieler Geflügelarten tragen an der Rückseite ihrer Beine eine mehr oder weniger große “Kralle”, die man tatsächlich aber “Sporn” nennt. Bei Kampfhähnen beispielsweise werden diese Sporne mitunter zu messerartigen Gebilden zurechtgefeilt, um die Verletzungsgefahr des gegnerischen Hahnes zu maximieren.
Das vor uns stehende Exemplar hatte tatsächlich einen äußerst imposanten und sehr stark ausgeprägten Sporn aufzuweisen und das war der eigentliche Stein des Anstoßes. Wir spekulierten, ob dieser Sporn nun ungesund groß sei oder ob dies eine Laune der Natur oder aber eben vollkommen natürlich sei. Wir kamen zu keinem einleuchtenden Ergebnis und der namentlich nicht erwähnte Herr glaubte, des Rätsels Lösung gefunden zu haben. Bei diesem stattlichen Hahn mit seinen unübersehbaren “Waffen” konnte es sich nur um ein “Säbelzahnfußhuhn” handeln.
Dass ich mich kurz lachend entfernen musste, bedarf keiner weiteren Erläuterungen, denke ich. Später am Abend korrigierte der Herr seine Artenbezeichnung zwar in “Säbelzahnfußhahn”, aber erstere Bezeichnung gefiel mir auf Anhieb besser, keine Ahnung, warum… Also gebt acht, liebe Leute. Selbst gewöhnlich anmutende Haushühner bzw. –hähne tragen Waffen bei sich und sie können Euch Furcht und Angst einflößen, Euch bedrohen, Euch verwunden und bieten genau deshalb unendlich viel Stoff für abenteuerliche Lagerfeuergeschichten…
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24. März 2009
Nach fünf (!!!) Jahren und schier endloser Geduld schiebt meine Amaryllis doch klammheimlich und bis heute vollkommen incognito endlich ihre erste Blüte raus. Ich wollte vorhin artig gießen und da prangte der Blütenkelch bereits in stattlicher Größe. Ich staunte nicht schlecht, denn sie ist schon ca. 30 cm hoch und ich hab’s die ganze Zeit nicht gesehen beim Gießen. Das is’ ja mal krass. Ich habe diese Pflanze als klitzekleinen Zögling vor fünf Jahren geschenkt gekommen und schon mehrfach gejammert, dass das Teil noch nie geblüht hat. Nicht mal die Farbe weiß ich, denn ich habe damals nur unscheinbare Knollen geschenkt bekommen. Sie vermehrte ihre Knollen unter der Erde bis heute zwar unaufhörlich, aber eine dieser gigantischen Blüten blieb mir bisher leider verwehrt. Und jetzt das. Ich freu’ mir grad ein zweites Loch in den Arsch.

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Verfasst von Frau N. aus P.
21. März 2009
Mal angenommen, man müsste mich mit einem einzigen Wort beschreiben. Welches Wort stünde für Frau N. aus P.? Kam mir grad beim Stöbern im Netz so in den Sinn und ich reiche diese Frage an meine Leser weiter. Ich bin sehr gespannt auf Eure (hoffentlich zahlreichen) Kommentare. Ich bin auf sämtliche Gemeinheiten, schonungslose Wahrheiten oder auch Bauchpinseleien vorbereitet, aber ich warne jeden Kommentator: Ich weiß, wo Euer Haus wohnt!

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Verfasst von Frau N. aus P.
3. März 2009
Im Bäuchlein rumpelt es zwar noch ordentlich, aber ansonsten normalisiert sich alles wieder. Schauen wir mal, ob diese Besserung anhält und weiter fortschreitet oder ob es herbe Rückfälle geben wird – man bzw. frau hofft es nicht. Die Stadt ist heute in dicken Nebel eingehüllt und erschwert den gewohnten Panoramablick aus dem Küchenfenster. Irgendwie schaut das witzig aus und dieser Anblick untermauert die Theorie, dass die Erde doch eine Scheibe ist und “der Rand” genau in der Ost liegt. Hinter der gegenüberliegenden Häuserzeile hört die Stadt einfach auf, dort ist sie “zuende”.

Man könnte auch davon ausgehen, dass die Ostvorstadt der Bauchnabel dieser Scheibe sei, denn rund um unser Haus bietet sich der gleiche Anblick. Der Rest der Bevölkerung befindet sich also auf der “Unterseite” der Scheibe und schläft noch friedlich, denn dort müsste noch tiefste Nacht herrschen. Ist nun auf der Unterseite die Süd oder ein anderer Stadtteil der Vogtlandmetropole? Folgerichtig ist auch der Mond eine Scheibe, der sich seitlich dieser “Ostscheibe” befindet und seine Rückseite ist die Sonne, die momentan in der Ost für Tageslicht sorgt. Nein, der Mond ist also kein Schnapprollo, wie böse Zungen immer wieder behaupten.
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25. Februar 2009
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Verfasst von Frau N. aus P.
14. Februar 2009
…erhöht sich die Zahl derer, die mich am Arsch lecken können. Ausweinen will man sich, eine ehrliche Meinung ist jedoch nicht erwünscht. Man verlangt, es solle trotz allem Widersinn beigepflichtet werden. Nein, das kann ich nicht und das will ich nicht. Augenwischerei war noch nie mein Ding und wird es niemals sein. Ewiges Genörgel macht jeden irgendwann mürbe, so auch mich. Ich mag nicht mehr… Nein, es geht nicht um Männer…
Und es nervt mich zunehmend, wenn jemand immer mit Gewalt “anders als die anderen” sein muss, nur weil das dringende Bedürfnis besteht, sich zu unterscheiden. Wozu? Selbst um den Preis, sich lächerlich zu machen?! Nein, ich muss nicht für alles Verständnis haben und eines sei gesagt: Es nervt nicht nur mich langsam, sondern ausgesprochen hat das vor nicht allzu langer Zeit jemand, von dem es nicht erwartet wurde. Peng… Danke für alles, aber hier ist Schluss. Ich brauche endlich Ruhe und wenn man jemandem sehr oft und gerne Gehör geschenkt hat und dann selbst mal ein Ohr braucht, kommt etwas, was all dem ferner als sonst was liegt. Das hatte mit Ehrlichkeit nix zu tun, absolut gar nix. Und sowas nehme ich übel.
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Verfasst von Frau N. aus P.
4. Februar 2009
Angenommen, man könnte irgendwo anrufen und all die Dinge bestellen, die man im Laden nicht kaufen kann – zum Nulltarif versteht sich. Da mich im Augenblick der Winter bzw. das vorherrschende Klima extrem nervt und man in den Monaten der kalten Jahreszeit fast nur im Dunklen oder bei trübem Wetter dahinvegetiert, spinne ich gerade herum, was ich dort alles bestellen würde.
- Sommer (wer hätte das jetzt vermutet)
- fleißige, kleine Zwerge, die nachts den Geschirrspüler gaaanz leise ausräumen
- noch mehr fleißige, kleine Zwerge, die immer brav die saubere Wäsche zusammenlegen und in den Schrank räumen
- ohne dick zu werden Negerküssen essen können (für alle anderen Leckereien bitte auch)
- Abschaffung der Mülltrennung (knüppelt ruhig auf mich ein, ich hasse dieses Mülltrennungstheater)
- kostenlosen DSL-Zugang in Lichtgeschwindigkeit
- Pflanzen, die sich selbst versorgen (im Idealfall auch für pubertierende Kinder)
- selbstreinigendes Katzenklo (macht nicht nur die Katze froh)
- schon wieder so kleine, fleißige Zwerge, die jede Woche mein Auto innen und außen putzen
- Wohnungsputzzwerge (so kleine, fleißige)
- Kinderausschimpfzwerge (ganz große), damit Sohnemann sich die große Klappe abgewöhnt
- jeden Tag drei Wünsche frei haben
- Zopfflechtzwerg (da reicht einer)
- Zwerg für alles andere
Reicht für’s erste, denke ich. Langweilig ist mir irgendwie immer noch, obwohl ich schon den halben Tag am rumrödeln bin. Scheiß Winter… Geht mir echt auf’n Lollo langsam. Ich will mal wieder ohne Jacke und mit nackten Füßen raus. Ja, ich weiß, kann ich auch jetzt, aber ich will dabei nicht frieren.

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28. Januar 2009
Herr S. und Frau N. aus P. saßen gestern gemeinsam im Wohnzimmer zum Abendessen – es gab gebratenen Leberkäse mit Kartoffelsalat und Spiegelei – und schauten dabei gemütlich fern. Der kleine Herr N. aus P. wollte gerne in seinem Zimmer speisen und so wurde ihm wunschgemäß das Mahl in seinen Gemächern kredenzt. Während die alten Leutchen auf ihren Tellern schnippelten und dem Leberkäse zu Leibe rückten, huschte der kleine Herr N. durch die Küche und seine Erziehungsberechtigte fragte nach, was er suche. Er gab willig Auskunft und die beiden älteren Herrschaften aßen weiter. Unvermittelt hob Herr S. den Kopf und hakte nun bei seiner Tischdame nach, was der kleine Mann denn da tue und so kam folgende kurze Unterhaltung zustande:
„Was is’n?“
„Nix weiter, ihm ist da zu wenig Platz auf’m Teller und er holt sich noch einen kleinen Teller, wo er seine Eier drauf tun kann.“
Kurze Denkpause… Dann flüstert er gespielt empört:
„Beim Essen?????“
Wieder kurze Denkpause…
Frau N.aus P. wiehert los und verschluckt sich fast…
Männer sind Ferkel… Und Ferkel sind bekanntlich auch Schweine…
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Verfasst von Frau N. aus P.
25. Januar 2009
Allenorts schläft man noch, so auch im Hause Nyiri. Das Wochenende war insgesamt sehr schön ruhig und entspannend. Trotz kinderfrei genossen die alten Leutchen die Zeit zuhause und fröhnten kulinarischen Genüssen. Unternehmungstechnisch klinkten wir uns diese Woche aus, denn das Wetter draußen schreckt mich ab. Mal stürmt es, mal schneit, regnet oder graupelt es. Das nervt und als bekennender Winter-Fan sehne auch ich mich nun langsam nach Sonne und etwas wärmerer Luft. Herr S. aus P. ist auch in der kommenden Woche noch zuhause und der kleine Herr N. aus P. kommt heute Abend von seiner Oma zurück. Kaffee schmeckt hervorragend, sonst auch alles wie immer, was soll ich also schreiben.
Besondere Vorkommnisse gibt’s bisher keine und wenn ich so aus dem Fenster sehe, bleibt das auch so. Ab morgen steht dann mal wieder ein mittelschwerer Behördenmarathon auf dem Plan, was mich jetzt schon abnervt. Ich werde sämtliche Unterlagen von A nach B über C schleppen, um dann bei Behörde D zu erfahren, dass ich Fitzelchen 5.93 Abschnitt F noch nachreichen muss, wofür ich höchstwahrscheinlich wieder einen neuen Termin brauche. Was mich am meisten aufregt, ist, dass Änderungen in irgendwelchen Ämtern meistens erst dann bekannt werden, wenn die jeweilige Behörde dann darauf besteht, dass man dieses und jenes doch bitte hier oder dort beantragen solle. Vorher kursieren solche Änderungen immer nur als Gerücht und keiner weiß was genaues. Und genau aus diesem Grund turne ich morgen von Amt zu Amt, damit hier nix ins Stocken kommt.
Ich bin allerdings frohen Mutes, dass genau das passieren wird und koste schonmal, wie das Hungertuch schmeckt. Darin sind wir mittlerweile ja geübt. Danke Deutschland, Danke Frau Merkel und Danke an Frau Merkels Lakaien, die offenbar schreckliche Langeweile haben, denn aus welchem Grund sonst wird unentwegt an bestehenden Reglungen herumgedoktert, bis keiner mehr ‘nen Durchblick hat. Auch die Damen und Herren vom Amt schauen einen mittlerweile oftmals nur noch schulterzuckend an und sprechen von „nicht zuständig“ oder „die Kollegin hat grad Kaffeepause, da kann ich Ihnen jetzt auch nicht helfen“. Mir schwillt schon jetzt der Kamm, obwohl ich erst morgen all das hören werde…
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Verfasst von Frau N. aus P.
21. Januar 2009
Guten Morgen, Mädels…
Seit gestern bin ich nun wieder ein Jahr älter und da ich schon seit Jahrzehnten meinen Geburtstag nicht mehr feiere, unterschied sich der gestrige Tag nur unwesentlich vom Rest des Jahres, wenn man von den Glückwünschen absieht, die tagsüber per Handy, Email oder auf anderen Wegen via Internet ins Haus flatterten. Danke erstmal an alle, die mir ihre Glühstrümpfe an den Kopf geworfen haben. Ist nicht ganz einfach, da ich mein Geburtsdatum meist nicht preisgebe. Es ist dennoch erstaunlich, wieviele Menschen es trotzdem spitzkriegen. Der Tag begann also ziemlich ruhig, wie sonst auch. Eigentlich wollte ich ja bis Mitternacht ausharren und war gespannt, was Herr S. aus P. sich einfallen lassen hat, denn er behauptete, dass er kein guter Geschenkemacher sei. Also glotzte ich bis ca. 23.20 Uhr am Vorabend ein bisschen in der Gegend rum, kicherte mit dem Herrn ein bisschen in die Kissen und… Ja und…? Ich schlief ein…!!!
Mist verdammter…!!! Irgendwann lange vor dem Weckruf öffnete ich die Augen und Herr S. aus P. stellte folgerichtig und irgendwie leicht amüsiert fest: „Na? Bist wohl doch eingeschlafen?“ Ja, die alte Frau hat erfolglos mit dem Schlaf gekämpft und nun lag sie wie eine Eule mit riesigen Augen im Bett und glotzte erwartungsvoll in die Dunkelheit. Der Bettbeifahrer säuselte zuckersüße Geburtstagswünsche in sein Kissen und herzte mich. Geschenketechnisch vertröstete er mich etwas, da die Müdigkeit ihn bewegungsunfähig machte. Weiß der Geier, wo er die Präsente vor meinen neugierigen Augen versteckt hatte. Also schlüpfte ich aus dem Bett und tastete mich Richtung Küche. Die erste SMS war auch schon reingeflattert und Herr H. aus M. war in diesem Jahr der erste, der seine Glühstrümpfe weggeschnipst hatte. Herr S. aus P. hatte mich allerdings angewiesen, wieder ins Schlafzimmer zu kommen, wenn Sohnemann auf dem Weg zur Schule sei.
Artig erledigte ich meine morgendlichen Aufgaben und hopste immer noch neugierig zurück ins Schlafzimmer. Der alte Mann lag noch gemütlich im Nest, die alte Frau hüpfte glöcklewach in der Tür herum. Ein Grinsen und ein „Bin gleich da, ich brauch’ noch zwei Minuten…“ und ich tänzelte zurück ins Wohnzimmer zu meinem Milchkaffee. Wenige Augenblicke später blinzelte der alte Mann mit gewohnt sonniger Laune in die 60-Watt-Glühlampen der Küche und schaffte seine Stange Wasser weg, um sich danach mit einem Beutel bewaffnet auf der Couch niederzulassen. „Komm’ mal her…“ ordnete er an und ich folgte artig. Ich war gespannt wie ein Regenschirm, ich geb’s zu. Als erstes zauberte er eine Zahnbürste aus dem Beutel. Ich fing an zu lachen, wirklich. Wir hatten kürzlich eine Unterhaltung, in deren Verlauf ich erwähnte, dass ich ein Ich-habe-nur-eine-Zahnbürste-Mensch bin und diese Zahnbürste schleppte ich dann überall mit hin, wenn ich verreise oder außer Haus übernachte.
Also sorgte Herr S. aus P. dafür, dass ich endlich eine zweite Bürste habe. Welche Farbe hat er ausgesucht? Richtig – LILA… Ja, diese Bürste war von Dr. Best, sie vibriert – genau wie meine bisherige BLAUE – und sie war quietsche-lila. Leute, die mich gut kennen, wissen, dass ich lila hasse wie die Pest. Gut, dann mache ich in Zukunft beim Zähneputzen die Augen zu. Weiter… Was ist noch in dem Beutel? Hab’ ich schon erwähnt, dass mein linker Hausschuh ein Loch hat? Seit Monaten schaue ich mir deshalb Hausschuhe an und bisher genügte kein Pantoffel meinen Ansprüchen. Nun zauberte der alte Mann einen neuen linken Hausschuh aus der Tüte. Snoopy-Pantoffeln, richtig süße und…??? Welche Farbe??? Rüschdüsch…!!! LILA…!!! Sehr hell, aber dennoch lila… Ich starrte etwas irritiert auf den Schuh und er sagte: „Links war das Loch, gelle? Deshalb hab’ ich auch nur einen linken Hausschuh.“ Ich grinste und schaute auf meinen alten Schuh. Natürlich gab es auch noch den passenden rechten Schuh und Herr S. aus P. stülpte mir die neuen Zuhause-Treter über die dicken Flauschisocken.
Ich konnte nicht umhin, die Farbe zu erwähnen und er behauptete sogar, das wäre die gleiche Farbe, wie meine alten Schuhe. Nein, das stimmt überhaupt nicht, denn die sind hellblau. Farbenblind??? Ja, isser…!!! Naja, egal… Ich fand’s irgendwie trotzdem total lustig und dann zog der alte Mann noch eine rote, längliche Schmuckschachtel mit goldener Schleife aus dem Beutel. Meine Augen wurden groß und fingen an zu glänzen. Gierig nahm ich die Schachtel an mich und wendete meinem Gönner den Rücken zu, denn ich wollte ganz alleine reinschauen. Dort drin lag ein Armband, silbern, mit mächtigen und wunderbar schlichten Gliedern, genau wie ich es mag. Ich strahlte, denn ich liiieeebe Armbänder und trage so einige davon, die ich niemals ablege, nichtmal zum Duschen oder sonstwann. Treffer und versenkt…!!! Danke danke danke…!!! Zwei Glieder mussten entfernt werden, denn mein Ärmchen war zu dünn für das gute Stück. Deshalb beschlossen wir, uns ausgehfertig zu machen und das gleich zu erledigen.
Armband zum Kürzen abgegeben und erstmal bissle in der Stadtgalerie schlendern. Wir liefen unter anderem an einem Klamottenladen namens „Boombastic“ vorbei, als Herr S. aus P. wieder anfing zu singen: „Mister Pullover-lover…“ und Frau N. aus P. weinte vor Lachen… Natüüürlich sang er wieder mit vogtländischem Slang, ganz klare Sache. Shaggy wäre vor Scham im Boden versunken, aber ich kicherte und gackerte bis zur Rolltreppe weiter und Herr S. lief grinsend voraus. Wir stöberten ein bisschen hier und ein bisschen da und aßen etwas und dann holte ich mein neues Armband wieder ab. Nach einer weiteren „Wir-gucken-ein-bisschen-rum“-Runde in einem anderen Geschäft beschlossen wir kurzerhand zu ihr zu fahren, weil sie jetzt eine nagelneue Wii besitzt und das müssen wir ausprobieren. Käffchen gibt’s dort auch und Spaß bestimmt sowieso. Also nix wie hin und Bowling spielen. Hat Spaß gemacht und das wiederholen wir ganz sicher bei Gelegenheit.
Mein Tag war lustig… Mir hat’s gefallen und trotzdem ich mich geweigert habe, meinen Geburtstag zu zelebrieren, war der Tag schön. So mag ich’s – schlicht aber schön. Und Ihr so?
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19. Januar 2009
Er: „Soll ich Dir ein Lied vorsingen?“
Sie: „Nein, bitte nicht schon wieder!“
Er: „Ach komm’, ich kann das wirklich.“
Sie: „Es gibt einen Grund dafür, dass andere Leute damit Geld verdienen. Die können nämlich singen.“
Er: „Ich kann auch schön singen.“
Sie: „Na dann los, bringen wir es hinter uns!“
Er beginnt schön schief und mit wunderbarem vogtländischen Akzent zu trällern: „Vordammd üsch liiieeeb Düsch…“
Sie: „Hochdeutsch, bitte hochdeutsch…“
Er: „Das ist hochdeutsch…“
Sie: „Nee, das is’ vogtländisch.“
Er setzt ein zweites Mal an und piepst gefühlte zehn Oktaven höher (aber immer noch vogtländisch): „Vordammd üsch liiieeeb Düsch…“
Sie: „Das ist auch nicht hochdeutsch, aber ist einen Blogeintrag wert…“
Er kichert… Sie auch…
Matthias Reim kann nicht schön singen und Herr S. aus P. kann weder schön noch hochdeutsch singen, aber er kann über sich selbst so wunderbar herzerfrischend lachen. Das und noch vieles mehr liebe ich so an diesem Kerl…
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14. Januar 2009
„Hab’ ich Dir schon erzählt, dass mal ein Reh ganz dicht vor mir stand? So in freier Wildbahn, ganz nah dran, war nur ein Meter zwischen mir und dem Reh.“
„Nee…“
„Das war, als ich mit meinem Opa Hagebutten sammeln war. Ringsrum freies Feld, nur diese Hecke und ein Schotterweg. Und plötzlich stand dieses Reh vor mir und Opa flüsterte, dass ich mich nicht bewegen soll.“
„Echt? Ich weiß, woran das lag, dass es nicht weggelaufen ist.“
„Ja, der Wind stand ungünstig, es konnte mich nicht wittern, hat Opa damals gesagt.“
„Ja, das auch, aber nicht nur deswegen…“
„Woran noch?“
„Blind…“
Schweigen………….
„Das Reh…“
„Es war überflüssig, das jetzt noch zu sagen…“
Zwei alte Leute kichern in ihre Kissen…
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5. Januar 2009
Kurzfristig hatten Herr S. aus P. und die werte Frau N. aus P. einen Abend und die dazugehörige Nacht bei Fräulein F. aus S. zwischen P. und S. verbracht und dort gab es mal wieder Kirsch in rauen Mengen, was bei meinem Füchslein wieder zu physischen Entgleisungen führte, die ich photographisch festhalten musste. Herr H. aus M. wachte sorgsam darüber, dass Frau F. den Halt nicht gänzlich verliert, was ihm zu 99% auch gelang, jedoch stürzte das angeheiterte Füchslein während ihrer letzten artistischen Meisterleistung ganz ordinär von ihrer Couch, was ich ebenfalls eingefangen habe. Herr H. aus M. konnte sich nicht mehr halten, wir auch nicht und das Füchslein schämte sich (siehe letztes Bild). Aber seht selbst, was meine Kleene mal wieder verzapft hat. Ja, betrunken ist sie immer wieder ein kleines Highlight…


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Verfasst von Frau N. aus P.
6. Dezember 2008

Ich bin ja eigentlich ein Wenig-Telefonierer. Ich bin bekennender SMS-Schreiber und rufe höchst selten mal jemanden an, wenn man von den üblichen Behördentelefonaten absieht. Das heißt jedoch keineswegs, dass ich auch keine Anrufe entgegen nehme. Klar gehe ich ans Handy, wenn jemand anklingelt, zumindest meistens. Gestern wurde mein Akku nun zum zweiten Mal in dieser Woche an einem einzigen Tag mehrfach leertelefoniert. Ihr habt richtig gelesen, nicht einmal sondern mehrfach. Nun fragt Ihr Euch sicher, welche Quasselstrippe da am anderen Ende saß. Tja, dort saß eine junge Dame, die sich eigentlich im Prüfungsstress befindet, aber eine gesunde Zwangspause einlegen musste, da in den rauchenden Kopf keinerlei Information mehr gelangen wollte. Also empfahl ich ihr vorgestern eine Ruhepause und Ablenkung. Und wer lenkte sie ab? Richtig, Frau N. aus P..
Als mein Akku das erste mal nach einiger Zeit zu kapitulieren drohte, wies mich Frau F. aus S. zwischen P. und S. unnachgiebig an, mich gefälligst mit Kabelsalat Ladegerät auszustatten und gefälligst an der Strippe zu bleiben. Als rechtschaffender und folgsamer Bürger kam ich diesem Befehl Anliegen natürlich nach und schon offenbarte sich das nächste kleine Problemchen. Ich war aufgrund der notwendigen Verbindung zur Stromquelle bewegungstechnisch stark eingeschränkt. Zuerst hatte ich die energische Order erhalten, unter den Tisch zu kriechen und eine Steckdose freizuräumen, nun war ich auch noch beschränkt handlungsfähig, da ich eine Hand immer für den Hörer brauchte. Also kramte ich meine Ohrstöpsel hervor und alle Steckplätze am Handy und an meinem Kopf waren belegt. So saß Frau N. aus P. nun da, mit ladendem Handy im Dauerbetrieb und wie James Bond mit Ohrstöpseln versehen.
Wer jetzt denkt, wir hätten ununterbrochen gequasselt, irrt gewaltig. Nein, wir verbrachten gewissermaßen den Tag per Telefon zusammen. Jeder erledigte seine Dingelchen und Sächelchen im Haushalt, am Laptop, sprach mit anderen Menschen nebenbei oder summte einfach nur in den Hörer. Warum wir telefonierten, ohne etwas zu sagen zu haben? Nun ja, das ist eine gute Frage. Zum einen lenkte diese Art von – wie soll man es nennen – Konversation die junge Dame am anderen Ende wunderbar ab und die Zeit verging wie im Flug. Sicher interessiert Euch jetzt, wie lange wir uns „unterhielten“. Das erste Mal schaute ich gegen 15.30 Uhr an die Uhr. Unser Telefonat dauerte zu diesem Zeitpunkt allerdings schon eine Weile an. Unser „Gespräch“ beendeten wir gegen 21.00 Uhr. Ich sehe in diesem Moment förmlich Eure Augen hervorquellen, denn auch ich staunte nicht schlecht, wie lange man nichts sagen kann und trotzdem telefoniert.
Aber Frau F. aus S. zwischen P. und S. war erfolgreich und abgelenkt durch den Tag gekommen und kann heute vielleicht wieder etwas entspannter für ihre Prüfung lernen. Lustig wars auf jeden Fall, denn ich musste hin und wieder unvermittelt lachen, weil ich im Geiste neben mir stand und diese seltsame Situationskomik beobachtete. Weiber…

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22. November 2008

Was ich dort draußen vor den Fenstern sehe, hat nix mit jenen Wintern zu tun, die ich aus meiner Heimatstadt kenne. Überall in Deutschland hat es geschneit wie verrückt, nur hier wieder nicht. Geschneit hat es schon ein bisschen, aber eben nur ein bisschen. Das dritte Jahr in Folge machen die Schneefälle um unsere Stadt einen großen Bogen. Irgendwie verkehrte Welt, denn eigentlich schneit es hier immer wunderbar viel. Aber was ich heute Morgen sah, enttäuscht mich zutiefst, denn ich bin sehr viel mehr Schnee gewohnt und bestehe auf mindestens 20 cm Schnee, wenn man für unsere Gegend einen Wintereinbruch ankündigt!!!

Das ist definitiv kein Wintereinbruch gewesen und das nenne ich im Höchstfall „Zuckerguss“, aber Schnee ist was anderes. Kotzen könnt’ ich, denn ich habe mich diebisch auf eine wunderschöne weiße Schneepracht gefreut. Winter, Du kannst mich mal…

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23. Oktober 2008
Du kommst abends nach Hause, machst für Deinen Nachwuchs und Dich noch schnell etwas zu essen und wenn der Nachwuchs dann ins Bett verschwindet, schleichst Du noch einige Minuten im Internet umher, rufst Deine Mails ab, schaust ein bisschen in den Foren und liest ein paar Blogs anderer Leute. An sich nicht unbedingt ein ungewöhnlicher Abend und doch sitze ich so manches Mal kopfschüttelnd vor dem Laptop. Frau ist ja in zahlreichen Foren und Communitys Mitglied, stöbert gerne und auch überall und denkt sich nichts dabei. Warum auch? Man vertreibt sich die Zeit und tut dies ohne Hintergedanken. Hin und wieder wird man von wildfremden Leuten angetextet, was ich meinerseits recht schnell im Keim ersticke. Frau will nur schauen und sonst nix. Mittlerweile kann man ja in jenen Foren auch angeben, warum man hier oder dort Mitglied ist und dort wird auch die Option geboten, man sei nur zum Spaß hier.
Ich wähle immer diese Option, weil sie schlichtweg der Wahrheit entspricht. Und mit immer wiederkehrender Gewissheit wird genau das mit aller Konsequenz ignoriert. Die Herren der Schöpfung fallen immer wieder durch konsequentes Nichtlesen und durch mindestens genauso plattes Geschreibe auf, dass sich in aller Regelmäßigkeit meine Fußnägel aufrollen. Zumeist handelt es sich um Herren, die ihr Leben momentan als Single fristen, was ja nicht unangenehm sein muss. Aber offenbar herrscht bei so manchem dieser Herren ein derartiger Notstand, das wirklich alle Register gezogen werden, um ihr Gegenüber möglichst schnell und ohne viel Aufwand zu einem Treffen zu überreden. Ich persönlich lehne solche Treffen kategorisch ab und mache keine Ausnahmen.
Es ist viele Jahre her, dass ich mit einer Freundin einen Ausflug in den Harz zu einem Chattertreffen unternommen habe. Wir hatten unglaublich viel Spaß, keine Frage, aber in Zeiten wie diesen beschränke ich mich mittlerweile nur noch auf das Stöbern und Schauen. Kontakte möchte ich online nicht knüpfen, geschweige denn im Netz auf Partnersuche gehen. Schauen und wieder gehen, mehr möchte ich nicht, denn frau zieht es vor, Menschen lieber vor der Haustür im reellen Leben kennenzulernen. Ich gebe also immer die gleichen Antworten, wenn ich gefragt werde, „was ich hier suche“. Muss frau immer suchen, damit sie dort angemeldet sein darf? Und warum darf ich nicht einfach nur schauen?
Wie dem auch sei, gestern dann schreibt mich ein Herr an, der von Alters wegen eigentlich gefestigt sein sollte, was sich allerdings als großer Irrtum herausstellte. Jener Herr ist seit 20 (!!!) Jahren in einer festen Partnerschaft und sucht trotzdem. Ich frage mich angesichts solcher Profilangaben immer, was dort zuhause abgeht oder besser gesagt nicht abgeht. Die erste Chatanfrage lehnte ich wie immer ab und widmete mich unterdessen der täglichen Lektüre einer bundesweit bekannten Boulevardzeitung. Ich lese nur zu gerne solche Klatschblätter und kann dabei wunderbar entspannen. Der Herr allerdings gab sich mit meiner Ablehnung mittels Klick nicht zufrieden und ich beschloss, diesem Quälgeist auf den Zahn zu fühlen, was denn seine Ehegattin davon hält, wenn sie vom Treiben ihres Mannes erfahren würde.
Die Chatunterhaltung begann und es dauerte nicht lange, bis mein Gegenüber auf ein Treffen spekulierte. Ich fragte sehr direkt, warum in alles in der Welt ich mich mit fremden Menschen zu einem Blind Date verabreden sollte und ich machte auch kein Hehl daraus, was ich von solchen Treffen halte. Das beeindruckte den Herrn nicht im Mindesten und ich saß schon wieder kopfschüttelnd hier. Ich hakte nach und erkundigte mich danach, was seine Frau zu alledem sagt. Was dann kam, endete meinerseits in absoluter Verständnislosigkeit. Seine Frau sei in ihrer Ehe weniger neugierig als ich vermuten würde und sie wisse durchaus, dass ihr Mann keine Gelegenheit ausließe, wenn sich eine solche bieten würde. Ich glotzte nicht schlecht, Mädels.
Wie ignorant muss man denn sein, um mit Gewalt die silberne Hochzeit feiern zu können? Muss man ab einer gewissen Beziehungsphase erblinden, um seine Ehe oder auch Partnerschaft am Leben zu erhalten? Von Toleranz kann hier keine Rede sein, denn auf die Frage, ob er/sie eine sogenannte offene Beziehung/Ehe führen, kam eine Wischiwaschi-Antwort, die dennoch alles offenlegte, was von Interesse war. Sie frage nicht nach und habe es nun schon 20 Jahre mit ihm ausgehalten und ihr reiche das Wissen, dass sie seine unangefochtene Nr.1 sei und auch bliebe. Wie bitte??? Also getreu dem Motto „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.“ Welche Frau mit Hirn und Verstand tut sich eine solche Ehe/Partnerschaft an? Bin ich jetzt blöd oder diese Frau?
Wieder versuchte dieser Herr mich am gleichen Abend auf ein Getränk meiner Wahl zu treffen. Wieder lehnte ich ab, nicht ohne den Hinweis, dass ich keinesfalls seiner Zielgruppe entspräche. Natürlich kam die Frage, woher ich wisse, wer seine Zielgruppe sei. Meine darauf folgende Antwort beseitigte alle Zweifel an meiner Haltung diesbezüglich. Ich wies ihn darauf hin, dass er doch in erster Linie Frauen suche, die sich a) mit wildfremden Männern treffen wollen, b) wissentlich die Nr.2 für jemanden sein wollen und c) keinen Stolz und kein Gewissen haben. Um die letzten Unklarheiten zu beseitigen, stellte ich klar, dass ich weder a) noch b) noch c) sei, sondern d) eine Frau mit klaren Prinzipien, einem funktionierendem Gehirn, Stolz und Selbstbewusstsein. Und eine Frau der Kategorie d) würde sich in 100 Jahren nicht von einem solchen Mann finden lassen wollen, geschweige denn einen solchen Mann treffen wollen.
Peng, das saß und ich wünschte dem Spacken trotzdem viel Glück bei seiner weiteren Suche, auch wenn das diesmal nicht wirklich ehrlich gemeint war, denn ich grübelte, welche Art von Frau sich auf solche Spielchen einlassen würde. Sicher gibt es diese Frauen, aber ich wage zu bezweifeln, dass diese Damen auch nur annähernd soviel Herz und Hirn haben, wie es wünschenswert wäre.
In diesem Sinne wünsche ich vor allem meinen Mädels einen beschwöngten Donnerstag…
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Verfasst von Frau N. aus P.