Ausgeknockt²…

27. Oktober 2009

Ich bin davon ausgegangen, dass ich diese Woche wieder gesund geschrieben werde, aber das war nur eine Annahme. Gestern tippelte ich artig zur Nachuntersuchung und mein Herr Doktor verordnete mir eine weitere Woche Genesungszeit und viel frische Luft, nachdem ich das vergangene Wochenende nun schon brav in Decken gewickelt auf dem Sofa verbracht habe. Das “Brummen” in meiner Lunge sei noch nicht vollständig beseitigt und müsse noch eine weitere Woche auskuriert werden. Nun gut, dann tue ich das. Heute früh dann wieder Halsweh, danke auch. Gestern Abend hat’s dann noch meine gute, alte Fritteuse entschärft. Ich hasse solche Tage.

Zwar sind Fritteusen heutzutage nicht mehr allzu teuer, aber sowas passiert immer genau dann, wenn man das Teil benutzen will und für solche Neuanschaffungen irgendwie grad nix übrig ist, weil in knapp zwei Monaten auch Weihnachten vor der Tür lauert. Obendrein wurde das gute Stück erst vor dem letzten Einsatz aufwendig und gründlichst  gereinigt, was keine schöne Arbeit ist. Aber ich werde einen Teufel tun und auf meinen Wunschzettel für den Rotrock mit dem dicken Bauch und dem Rauschebart eine Fritteuse schreiben. Niemals… Wer will zu Weihnachten schon ein Bügeleisen, einen Schnellkochtopf oder ein Salatbesteck? Ich nicht, sowas find’ ich doof.

So, ich melde mich nun auch schon wieder Richtung Sofa ab, zum gesund werden…


Träum’ was schräges ähhh schönes…

10. Oktober 2009

Mein Hirn braucht offenbar Urlaub – ganz dringend. Warum? Ist nicht so einfach zu erklären, aber ich versuch’s. Wie die meisten meiner Leser ja längst wissen, absolviere ich zur Zeit eine Weiterbildung in Sachen Webadministration und Design. Anfangs beschränkten sich die Themen hauptsächlich auf Design und im Moment befassen wir uns in erster Linie mit Servertechnologie und –sicherheit. Ziemlich trockener Stoff und nicht immer ganz einfach zu begreifen. Nun ja, gestern bin ich dann endlich ins wohlverdiente Wochenende gestartet und habe für alle meine Lieben zuhause leckeren, wunderbar reichhaltigen Salat mit selbst gemachten Knoblauchbrötchen geklöppelt. Bisschen zu viel genascht davon, anschließend bisschen Bauchweh bekommen, also ab ins Bett und jegliche Fummeleien auf “morgen” verschoben. Ja, ich weiß, Ihr hofft, dass es jetzt schlüpfrig wird. Ihr Schweine…

Also schläft Frau N. aus P. recht schnell ein und träumt sogar was. Dass sie träumt, ist nichts neues, aber was sie da geträumt hat, ist schon etwas schräg. Hat sich jemand schon mal näher mit Servertechnologie und –sicherheit befasst? Wohl eher die Wenigsten hier, also folgt eine klitzekleine Einleitung. Was ein Server ist, spielt jetzt mal keine Rolle, aber so ein Serverdingens “regelt” im Idealfall alles, was der Netz-Client so darf oder verboten bekommt. Also der Administrator konfiguriert alle Rechte von außen nach innen und umgekehrt. Man erstellt unter anderem Firewallregeln. Wie, was, wo, soll jetzt mal egal sein, im Grunde ist erklärt, was ein Server bzw. der Admin kann/macht. So, also ich liege also im Bett, schlafe tief und fest und fange an zu träumen. Wie bereits erwähnt, wurden die Schweinereien wegen Bauchgrummeln “verschoben” und diese “Verschiebung” zusammen mit dem Serverschnickschnack schlich sich in einer lustigen Kombination in mein Unterbewusstsein und brachte folgenden Traum zustande:

Es gibt in meinem Traum einen externen Clienten (den Bettbeifahrer), einen zwischeninstallierten ISA-Server und einen internen Webserver (das bin ich). Der Client startet eine Beischlaf-Anfrage an den Webserver (also mich) und scheitert schon am ISA-Server, da einige Firewallregeln den Zugriff verhindern. Der Client wendet sich an den Administrator (das bin zufälligerweise auch ich) und sagt, er habe “Verbindungsprobleme”. Der Admin quatscht den Clienten in gewohnt arroganter Weise mit Fach-Chinesisch zu, weil er ganz genau weiß, dass der Client nur Bahnhof versteht und er dessen Unwissenheit als Waffe gegen ihn einsetzen kann. Der Client fleht und bettelt um “Zugriff” und der Adminarsch (ich) tut so, als würde er dem Clienten helfen wollen. Da der Admin aber genau weiß, dass einige der Firewallregeln ganz bewusst so definiert wurden, dass der Zugriff scheitert, resigniert der Client irgendwann überfordert und schläft mit einem “steifen Nacken” ein. (Dass der Scheißadmin dem Clienten auch zur Sicherheit noch unzulässige IPs untergejubelt und ihn in einer blockierten Benutzergruppe untergebracht hat, weiß der arme Sack natürlich nicht. Nur so als Absicherung, falls die Firewallregeln versehentlich falsch eingestellt sind. “Zugriff” also unter gaaar keinen Umständen möglich. Harrrharrr…)

Ich wache auf und denke: “Wie geil ist das denn???”, feixe in die morgendliche Dunkelheit und denke: “Das muss ich bloggen!”. Also bin ich extra wegen Euch kurz nach 4.00 Uhr aufgestanden, habe mir einen ordentlich starken Kaffee gemacht und meinen Traum hier gebloggt, weil ich den sicher bis nachher vergessen hätte. Ich muss immer noch lachen, wenn ich das hier lese. Ich bin pöööse…, aber nur wenn ich schlafe. Und als Bonus habe ich extra für Euch Anschauungsmaterial geklöppelt. Bitteschön…!!!

zugriff verweigert


Schon wieder Füße???

8. August 2009

Ja, schon wieder. Sicher denkt denken meine Leser, dass ich Fußfetischist bin. Falsch. Ganz falsch. Ja, ich knipse desöfteren meine Gehwerkzeuge, aber dafür gibt es einen Grund. Jeder Mensch mag an sich selbst einen Teil oder irgendetwas ganz besonders gerne und bei mir sind das meine Füße. Klingt vollkommen idiotisch, ist aber so. Ja und komisch klingt es auch, zugegeben. Nun, aus diesem Grund habe ich so einige Bilder von meinen Füßen – Füße in der Wiese, mit und ohne Gänseblümchen zwischen den Zehen, Füße im Sand der Karibik, Füße mit und ohne Schuhe und und und… Aber der Schnappschuss oben im Kopfbereich entstand diesmal ganz anders. Ja, das ist ein Schnappschuss und ich erzähle Euch, wie es dazu kam.

Das Bild ist etwas mehr als eine Woche alt/jung. Wie Ihr sicher noch in Erinnerung habt, waren meine Saarländer kürzlich zu Besuch im Vogtland. An einem dieser Tage kam ich völlig erledigt aus der Schule, pflanzte mich auf die Couch der Gästewohnung, in der meine Saarländer gastierten und legte meine geplagten Füße auf den Tisch. Auch Frau Mama tut das manchmal, also wusste ich, dass sich niemand daran stören würde. Meine Frau Mama setzte sich neben mich, schaute meine Füße an und fragte: “Was hast Du denn für kleine Füße?” Ich schaute sie etwas empört an und antwortete: “Wieso denn klein? Wir haben doch die gleiche Schuhgröße.” Sie schüttelte verneinend den Kopf und packte ihre Füße daneben. Tatsächlich schien es so, als wären meine Füße in den letzten Jahren kleiner geworden.

Wir schauten und verglichen eine Weile unsere unteren Extremitäten, als Schwesterlein sich ebenfalls dazusetzte und uns eine Weile zusah. Schließlich zog sie ihre Schuhe und Strümpflein aus und vervollständigte die “Tischdekoration” um ein weiteres Paar Füßlein. Als ich das alles so vor mir sah, konnte ich nicht anders und kramte nach meiner Kamera, um diesen Moment festzuhalten. Wann kriegt man schon mal so ein seltsames Motiv vor die Linse?! Nachdem ich zufrieden meine Kamera verstaute und Frau Mama ebenso begeistert von diesem außergewöhnlichen Bild war, versprach ich den beiden Mädels, dass ich genau aus diesem Schnappschuss ein neues Banner für diesen Blog basteln werde und hier ist es nun.

Ein Drei-Generationen-Banner. Links sind meine Füße, mittig die meiner Frau Mama und rechts – die leuchtenden 100-Watt-Füße – sind die, meiner kleinen Schwester. Hübsch, nicht wahr? Mir gefällt’s, sehr sogar. Und nein, ich fasse fremde Füße nicht an, ich mag eigentlich nur meine eigenen, aber hier mache ich eine Ausnahme und ich bin mir sicher, dass Frau Mama und Schwesterherz jetzt total verzückt vor ihrem Bildschirm sitzen und sich freuen. Ick freu’ mir ooch…

So und jetzt pack’ ich langsam die Badehose und das Söhnchen ein und verabschiede mich Richtung Talsperre, denn heute wird phantastisches Wetter und das nutzen wir aus. Während meiner Ferien war es ja weniger schön, aber das bevorstehende Wochenende verheißt wunderbares Wetter. Endlich…


Wir Mädels…

5. August 2009

Viel möchte ich zu diesem Bild nicht schreiben, denn ich mochte diesen Schnappschuss auf Anhieb und er drückt alles aus, was man wissen oder fühlen sollte, wenn man an seine Familie denkt…

Bild 009 Kopie2

Bild 009 Kopie


So und nicht anders…

2. August 2009

So, meine Saarländer sind wieder zuhause und es war schön, alle meine Lieben mal wieder in der Nähe zu haben. Das Wetter war nicht besonders gnädig, aber wir haben die Zeit größtenteils zu nutzen gewusst. Manchmal schon schade, dass sie nicht gleich um die Ecke wohnen, aber anders kenne ich es schon fast nicht mehr. Der Abschied war auch diesmal nicht unbedingt leicht und meine Tränchen verbarg ich, bis sich Mama außer Sichtweite befand, sonst wäre es noch schwerer geworden. Mama ließ hingegen die Tränchen kullern, das tut sie immer und das tut immer wieder genauso weh. Da ist man den Vierzigern schon so nahe und doch trennt man sich nur ungern von den Menschen, die man im Herzen trägt. Schnüff…

Meine Ferien sind nun auch schon seit einer Woche vorbei und hinter mir liegt eine Woche Fachenglisch. An meinen Kenntnissen hat sich zwar nicht nennenswert viel geändert, aber diese kleine Auffrischung war nicht unbedingt vergebens. Sprechen in Zeitlupe, aber Verstehen doch recht gut, trotzdem ich in grauen DDR-Zeiten das Wahlfach Englisch gegen eine Freistunde eingetauscht hatte. Dank MTV – was nach der Wende noch in englischer Sprache ausgestrahlt wurde – sind meine Englischkenntnisse doch recht gut. Zum Verstehen reicht es über das normale Maß hinaus und gesprochen wird in meinen Kreisen ohnehin vogtländisch.

Das Wochenende war unterhaltsam, entspannend und trotzdem spannend, also so, wie ich das gerne habe. Viel frische Luft, viel Geplauder, viel von all den anderen Sachen, die das Leben lebenswert und prickelnd machen können. So hab’ ich’s gerne, so mag ich das, so soll’s sein. Einige nervraubende Angelegenheiten habe ich entsorgt, dafür an anderer Stelle für Wohlbefinden gesorgt und das war gut so. Manches muss ich einfach nicht haben und meine Zeit ist mir dann doch zu kostbar, um mich mit derlei Langweiligkeiten länger zu befassen. Shut the fuck up…!!!

In diesem Sinne starte ich frisch gestärkt in die neue Woche und denke nicht im Traum daran, an den derzeitigen Gegebenheiten so schnell etwas zu ändern, denn ich fühl’ mich wohl so. So richtig wohl…

elender Langweiler


Saarland im Vogtland…

21. Juli 2009

elefanten

Gestern am frühen Abend trafen meine Saarländer nun im Vogtland ein. Sohnemann hatte sich extra noch in duftendes Badewasser gelegt, Haare hyperhipp frisiert, Nägel mani- und pedikürt, schicke Klamotten angezogen – ich kam aus dem Staunen nicht heraus. Die Ursache dürfte nicht zuletzt darin begründet sein, dass mein Schwesterlein in seinem Alter ist und auch seine Omi und der Opi nur den allerbesten Eindruck haben sollten von ihrem Enkelsohn. Gelungen ist ihm das und in seiner allseits bekannten Coolness fielen wir über unsere Besucher herein. Frau Mama lauerte schon an der Tür und quiekte durchs Haus, als ich die Stufen nach ganz oben hochkletterte. Eine herzhafte mütterliche Umarmung, dann erst wurde Licht im Flur angeknipst.

Sie bewunderte ihren gereiften Enkel und er grinste verschämt vor sich hin. Opa teste gerade die Badeinrichtung und Schwesterlein erforschte ihr Gästezimmer. Dann versammelte sich der Rest doch noch im Wohnzimmer. Meinereiner wurde zuerst an die stiefväterliche Brust gedrückt – so mag ich das ja gerne – und mein Fräulein Schwester guckte etwas verunsichert drein, da wir ja kürzlich ein paar kleine geschwisterliche Reibereien hatten. Ich gab ihr erst die Hand und dann rupfte ich sie ihn meinen Arm, was das Eis schlagartig schmelzen ließ. Von hinten durch die Brust ins Auge. Geschwisterliche Zickereien verboten, jetzt sind wir in Plauen, hier wird gelacht und geschnattert.

Frau Mama hatte wie immer Geschenke im Gepäck und Herr Sohn bekam eine äußert coole Jacke, die er auf dem Heimweg auch sofort anziehen wollte. Sehr cool, sehr dunkelblau, sehr von Nike und sehr sehr geil, muss ich schon sagen. Klamottentechnisch lagen Frau Omi und Herr Opi noch nie daneben, was die Kleiderordnung von Herrn Enkelchen angeht. Er war begeistert und verzog auch ganz geringfügig eine Miene, die man glatt als Lächeln hätte deuten können. Für mich packte mein Mütterchen wie immer Jeans und sowas aus, auch sehr geil und da war noch etwas, was ich schon beinah vergessen hatte.

Herr Stiefpapa war ja über Weihnachten auf seinem jährlichen Trip zuhause in Indien und hatte vor seiner Abreise meine Mutter beauftragt, mich zu fragen, welchen Wunsch ich hätte. Diesmal überließ ich das nicht dem Zufall, da ich normalerweise nicht gerne Wünsche äußere. Es sollten Elefanten sein, meine Lieblingstiere. Egal in welcher Form, egal aus welchem Material, egal woher, ganz egal, Hauptsache Elefanten. Ich liebe diese Tiere, ihren familiären Zusammenhalt, ihre Größe, ihre Anmut, ihr Wesen, alles. Beim Auspacken meiner Klamottagen riet sie mir zur Vorsicht, denn inmitten des Stoffes lauerten sie, meine Elefanten. Drei Stück, offenbar zerbrechlich und ich hatte sie längst vergessen, denn mein Wunsch war ein halbes Jahr alt und in den Tiefen meines lückenhaften Gedächtnisses verschüttet. Seht sie Euch an, ich finde sie traumhaft und sie stehen seit gestern Abend in meinem Wohnzimmerschrank. Frisch aus Indien, etxra für mich, aus schneeweißem Speckstein (denke ich, ich frage nach), offenbar handgearbeitet, denn man sieht deutlich die Bearbeitungsspuren und sie sind wuuunderschöööön. Danke danke danke!!! Genauso habe ich mir das gewünscht und sie fühlen sich so wunderbar geschmeidig in der Hand an. Ich könnt’ platzen vor Stolz und Freude.


Ferien…

13. Juli 2009

Vier Wochen Weiterbildung liegen hinter mir und jetzt haben wir erstmal zwei Wochen Ferien. Am Freitag stand schon die erste Prüfung auf dem Plan und die Ergebnisse liegen erst in einigen Tagen vor. Zwar könnte ich in der Schule anrufen und nachfragen, aber ich werde mir wohl kaum die Ferien versauen. Sohnemann hat auch Ferien und so bleibt wenigstens mal etwas Zeit, um etwas zu unternehmen. Fraglich ist nur, ob er seine eigentlichen Interessen dafür ein bisschen zurückstellt, denn Kumpels, Mädels, coole Klamotten zur Schau tragen oder lässiges Durch-die-Stadt-hip-hoppen kann man nicht einfach so mal sein lassen. Naja, so ist das eben mit 13. Ich seh’s gelassen.

Privat gibt es zwar so einiges, was genügend Gesprächsstoff bieten würde, aber der eine Teil ist megauninteressant und der andere Teil ist viel zu schlüpfrig. Also lasse ich Euch weiter im Argen und genieße. Vielleicht funktioniert der vogtländische Buschfunk ja wie in alten Zeiten und es erreicht Euch auf anderen Wegen. Gnihihi…

In einer Woche tanzt dann meine Frau Mama mit meinem Schwesterlein im Gepäck hier an und das wird auch Zeit, denn wir haben uns seit zwei Jahren nicht mehr gesehen. Sie bezieht eine Ferienwohnung und Sohnemann soll dort ein paar Tage verbringen, da die beiden ja im Normalfall nicht besonders viel voneinander haben. Er freut sich drauf und fragt schon gespannt, wann es denn soweit ist. Nun wird der Zeitraum etwas überschaubarer, denn es ist nur noch eine Woche. Die Zeit verging wie im Flug.

Meine Blogfaulheit ist noch immer nicht auskuriert, was auch nicht zuletzt daran liegt, dass mein Terminplaner zur Zeit zwar knallvoll ist, aber das Wenigste davon wäre einen Beitrag wert. Ja und die interessanten Dinge, die das Salz in der täglichen Suppe des Alltags ausmachen, gehören dann doch nicht unbedingt hierhin. Mehr dazu bei einer Tasse Kaffee – aber auch nur vielleicht… ;-) Vielleicht seid Ihr auch einfach nur zu neugierig. Nech…???


In Eile…

4. Juli 2009

Mein Blog schläft langsam ein. Das mag an der warmen Jahreszeit liegen, in der man ja auch nicht so oft zuhause ist und es liegt wohl auch daran, dass ich unabhängig davon viel auf Achse bin. Die Weiterbildung nimmt einen Großteil meiner Zeit in Anspruch und ich bemerke zunehmend, dass die Entscheidung zu dieser Schulung richtig und gut war. Darüber hinaus gibt es hier und da ständig Anlass mit Freunden zu plauschen und Käffchen zu trinken, der Garten sieht mich schon nur noch alle paar Wochen, was eigentlich schade ist. Nun gut, das Wetter ist ja erst seit einigen Tagen wieder akzeptabel. Am Vormittag lässt sich Sohnemann kurz blicken, der die letzten Tage bei seinen Freunden auf dem Lande verbracht hat, um sich gleich wieder zu Oma ins Wochenende zu verabschieden. Ich werde dann heute für eine Weile das ruhige Fleckchen im Grünen auszusuchen. Dort erwarte ich dann aber auch den Startschuss zu einer nachmittäglichen Verabredung, wo meine Hilfe benötigt wird.

Wenn das dann erledigt ist, flitze ich nach Hause, um mich für ein Date heute Abend zu restaurieren rüsten. Schwierig in Worte zu fassen, aber es sei gesagt, dass der Erfinder des Säbelzahnfußhuhns und meinereiner nun doch vernünftigerweise getrennte Wege gehen, da uns doch sehr vieles unterscheidet. Zwar sah es anfangs danach aus, dass es diesmal funktionieren könnte, aber eine kleine Meinungsverschiedenheit öffnete mir dann schlussendlich doch noch die Augen. Ob der überraschenden Wende war ich nicht ansatzweise so traurig, wie einst, aber sowas ist immer erst mal einen Moment lang “komisch”. Damit gerechnet hatte ich ja irgendwie, es ist dann aber trotzdem irgendwie auch immer wieder neu. Egal, Trauer kann ich darüber nun auch nicht wirklich empfinden, da ich dergleichen ja nicht zum ersten Mal erlebt habe, also Schwamm drüber. Hätte es mich belastet, hättet Ihr hier nicht erst heute davon erfahren, denn Bewegendes dieser Art blogge ich ja gerne.

Natürlich stellt man sich dann auch die Frage, wie es um meine Gefühle bestellt war, wenn mir das leicht fällt und ich mich eine knappe Woche später schon mit jemand anderem treffe. Gute Frage, denn das ist mir selbst auch schon aufgefallen. Was soll ich sagen?! Grundsätzlich ein guter Mensch, der mir auch sehr am Herzen lag, aber eben nicht die Sorte von Mensch, mit der ich auf lange Sicht gesehen harmonisch leben kann. Also ziehe ich weiter und werde sehen, was der heutige Abend so bringt. Bleibt nur zu hoffen, dass mir nicht irgendwas Unvorhergesehenes dazwischen kommt und meine Pläne über den Haufen wirft. Neugierig bin ich durchaus und interessiert auch. Was schlussendlich dabei rausspringt, kann ich nicht im Mindesten einschätzen, das kann man ja nie. Also lassen wir uns mal überraschen und gehen ohne Erwartungen und Vorbehalte hin. Wird nett werden, da bin ich mir sicher.


Geschafft…

20. Juni 2009

 

Na gut, nicht alles, aber zumindest schon mal die erste Woche. Viel Bekanntes und auch so einiges Neues stand auf dem Plan. Ganz wie in grauen Anfangszeiten von Hand programmieren, ohne Editoren, ohne Schummelei also und die letzten beiden Themen mochte ich schon damals nicht allzu gerne, aber mir leuchtet ein, dass auch das sein muss. Ich wollte es so und ein Zurück wird es nicht geben. Sieht alles schlimmer aus, als es wirklich ist und manchmal fehlt es einfach nur an der nötigen Konzentration. Wirklich schwer ist es bisher nicht. Es macht Spaß, das ist mein Ding und der Ehrgeiz fehlt keineswegs, auch wenn mir nicht jedes Thema gefällt.

Tabellen und Frames, wobei ich Tabellen dann doch noch lieber mag als Frames. Wirklich unlösbar ist es nun wahrlich nicht, aber man kommt halt fix durcheinander, wenn man schon gefühlte fünf Kilometer Code getippert hat und dann wird’s schwierig, wenn sich ein klitzekleiner Fehler eingeschlichen hat. Bisher klappt’s, aber ich bin mir seeehr sicher, dass ich irgendwann mit glasigen Augen vor dem Bildschirm sitze und den Fehler nicht entdecke. Aber ich bin frohen Mutes, dass ich auch das schaffe. Wir sind doch nicht blöd, gelle? Zur Not wird dann zuhause ein bisschen geübt und gepaukt, kein Problem, solange es Spaß macht und das tut es. Wirklich…!!!

Alltagstechnisch waren die Tage dann auch vollgestopft, so dass ich abends hundemüde in die Kissen plumpste. Gut so. Nebenbei einem Kumpel helfen und dem Kindchen eine halbe Stunde Aufmerksamkeit widmen, da der kleine Mann nun inzwischen selbst nur noch auf Achse ist. Die Mädels verdrehen ihm das kleine Köpfchen, die Hormone tun ihr Übriges und zwischen Abendessen und Bettgehzeit bleibt oft nicht viel Raum für ein Mutter-Sohn-Gespräch, aber wir nehmen uns jeden Tag ein bisschen Zeit, damit mein Sohn nicht alleine vor sich hinlebt. Nach wie vor interessiert es mich sehr, was er wo mit wem tut und was ihn beschäftigt. Wie gesagt, zur Zeit ist es nicht selten die holde Damenwelt und ich find’s putzig.

Der Wetterbericht für das angebrochene Wochenende verheißt mal wieder nichts Gutes, wobei im Moment ja noch die Sonne scheint. Alle Wetterstationen melden mittelmäßiges Wochenendwetter, also dürfte die derzeitige Wetterlage inklusive der schönen Morgensonne nur ein Täuschungsmanöver sein und es folgt leider kein Gartenwetter. Scheiß drauf, mein Wochenende wird sicher trotzdem schön. Notfalls bleibe ich im Bett und schaue mir alle DVDs nacheinander an, die in meiner Filmbibliothek rumstehen. Ein bisschen Einkauf und ein Reinigungseinsatz in den eigenen vier Wänden stehen auch noch an, also wird kaum Langeweile aufkommen.

Und wie war’s bei Euch so???


Ticktack…

14. Juni 2009

In genau 24 Stunden mach’ ich mich auf den Weg zur Schule und ich freu’ mich drauf. Ein halbes Jahr büffeln, dazulernen, weiterbilden. Muss sein, brauch’ ich. Für mich, für meinen Geist, für mein Ego und natürlich für meinen Beruf. Ob mich das weiterbringt, weiß ich nicht, aber lernen schadet nie und hält den Geist frisch. Herausforderungen beleben und straffen. So seh’ ich das. Ick freu’ mir druff…!!!

Also werde ich nachher den letzten freien Tag standesgemäß genießen und den ganzen Tag im Garten verbringen. Sonne tanken, relaxen, Seele baumeln lassen. Grillen fällt heute aus, da ich mich gestern ziemlich überfressen habe. Steaks lagen auf dem Teller und die badeten in unmenschlich scharfer Tunke, die ich mir selbst zusammengemixt hatte. Ich liebe das. Wenn der Mund brennt wie Feuer und wenn die Steaks schon fast schwarz sind. Nix saftig, nix würzig. Scharf wie Sau und schwarz wie die Nacht. So mag ich Grillzeuch… Krebserregend? Mir doch egal, was Krebse geil macht!!!

Schön’ Tach noch…!!!


Irgendwas ist immer…

25. Mai 2009

Seit Tagen gibt es Sonne satt und wir haben nahezu die gesamte Woche genutzt, um den unseren “Leih”-Garten aufzusuchen. Ein paar Würstchen grillen, ein bisschen Seele baumeln lassen, ein bisschen Schnapsroulette spielen, ein bisschen Sonne tanken und auch ein bisschen Gartenarbeit machen. Gegrillt wurde fast jeden Tag, das erste Gläschen von unserem neuen Lieblingsspiel ging auch schon zu Bruch und die Seele baumelte gestern in alle Richtungen. Herrlich das…

Sohnemann treibt mich zur Zeit an den Rand des Wahnsinns. Offenbar fahren die Hormone jetzt so richtig mächtig Karussell und die Pubertät hämmert ohrenbetäubend an die Tür. Schulisch lässt er die Zügel seit einer kleinen Weile ziemlich schleifen, zuhause immer das letzte Wort und sei es auch noch so sinnfrei, cool bis in die Zehenspitzen, selbst beim Naseputzen – Image ist bekanntlich alles. Ja und an sämtlichen Querschlägern sind die bösen Anderen schuld, klare Sache. Im Moment kann ich sagen, dass mir täglich an die 25 rote Haare und Federn wachsen. Besserung eher unwahrscheinlich, denn Kinder pubertieren ja bekanntlich bis Ende 30. Ich war nie so frech und aufsässig, auch wenn meine Frau Mama das anders sieht.

Ansonsten läuft alles besser als erwartet und so langsam kehrt auch in meinem Inneren wieder mehr Ruhe ein. Die Gedanken ruhen und ich entspanne mich. Sicherheit werde ich nie erlangen, das weiß ich, aber zumindest kann ich ganz langsam wieder perspektivisch sehen. Einig werden wir uns nie immer sein, müssen wir auch nicht, aber wir treffen uns beim nunmehr dritten Anlauf in der goldenen Mitte, was gut tut. Die Zeit arbeitet für uns und wir helfen ihr.


Die Plauener im Frühling…

18. Mai 2009

Das Wetter war am vergangenen Wochenende einigermaßen gnädig und nachdem sich Sohnemann mal wieder spontan Richtung Dorf verabschiedet hatte, wagten wir einen Abstecher zum Plauener Frühlingsfest. Die Stadt war erwartungsgemäß übervölkert und nach einem ausgedehnten Rundgang bissen wir uns auf dem Altmarkt an einem Bowlestand fest. Nach und nach gesellten sich ein paar Bekannte dazu und wir Mädels kosteten uns fröhlich durch die Bowlesorten. Angefangen wurde mit Lycheemischmasch, über Erdbeer- und Kirschbowle, bis hin zur tropischen Mixtur, bei der wir dann zwecks hohem Zuckergehalt auch hängenblieben. Die beschwipsten Früchtchen schmecken ganz vorzüglich und mit jedem Becher wurde es lustiger, klare Sache. Die grausamen Details unserer kleinen Bowleverkostung erspare ich Euch.

Zu vorgerückter Stunde dann stieg ein berühmt-berüchtigter Plauener auf die Bühne und machte seiner berühmt-berüchtigten Plauenerin einen Heiratsantrag. Gejohle und Geklatsche folgten und der Plauener untermauerte seine festen Absichten mit einer Kiste Feiglinge, die in Windeseile den Weg in unsere durstigen Kehlen fand. Was die Stimmung anging, gab es also nichts zu meckern und nachdem ich mir mitten in der Nacht noch eine Bratwurst gönnte, traten wir den Heimweg an. Frau N. aus P. läuft nicht gerne zu Fuß, noch viel weniger gerne tut sie das, wenn sie “angelustigt” ist und so nörgelte sie den ganzen Heimweg über die Beschwerlichkeiten des nächtlichen Fußmarsches. Ihr werter Begleiter ertrug all das mit einer bewundernswerten Engelsgeduld und war sicher mehr als froh, als die Nörgeltante im heimischen Bett ohne weitere Zwischenfälle die Augen schloss und ganz fix einschlief.

Was allerdings unsere heranwachsende Jugend bei solchen Stadtfesten so treibt, könnt Ihr hier sehen. Mit Erlaubnis der Frau Mama darf ich hier die abschreckenden Beweise veröffentlichen, was alles passieren kann, wenn man seinen Nachwuchs auch nur einen winzigen Moment lang aus den Augen lässt. Da wird heimlich Bowle getrunken, es wird geraucht und dann schläft man inmitten von Menschenmassen ein, den gehässigen Paparazzi hilflos ausgeliefert. Liebe Mädchen und Jungs, macht das bloß nicht nach!!!

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Aufwärts…

11. Mai 2009

Die Bloggingfaulheit erreicht so langsam ihren Höhepunkt und da schon erste Beschwerden eingegangen sind, gibt’s heute endlich mal wieder etwas zum Lesen. Meine Woche verlief im Großen und Ganzen wirklich gut. Auto ist endlich in Behandlung und wird aller Wahrscheinlichkeit nach im Laufe der Woche wieder fahrbereit sein. Wenn ich großes Pech habe, erwartet mich allerdings schon die nächste Reparatur – Ölwanne. Aber daran möchte ich jetzt noch nicht denken. Beruflich habe ich nun erst mal andere Pläne geschmiedet und auch schon fleißig in diese Richtung agiert. Ab kommenden Monat packe ich auf meine bisherigen Kenntnisse noch einiges an Wissen drauf und mache eine fachspezifische Weiterbildung*, die dann bis Ende Januar andauert. Schaden wird’s mir nicht, da ja Lernen nie falsch ist und ob sich das erneute Drücken der Schulbank auszahlt, werden wir danach sehen. Selbst wenn nicht, dann habe ich zumindest meine Möglichkeiten ausgeschöpft.

Das Wochenende begann ja bei uns schon am Mittwochabend, was am Schicht- und Urlaubsplan anderer Leute lag. Der Donnerstag verlief dann im Grund recht gewöhnlich. Auto in eine andere Werkstatt bringen, bisschen dumm in der Gegend rumgucken und sonst nix Aufregendes. Freitag war eigentlich Grillen geplant, aber der Wetterbericht versprach nicht das entsprechende Wetter dazu, also planten wir um und erledigten Banalitäten, die nun mal notwendig sind. Am Samstag waren wir zum Geburtstag eingeladen. Die Tante eines nicht namentlich erwähnten Herrn feierte ganz groß ihren 50. Jahrestag und alles was laufen kann, war eingeladen. Aufgetafelt wurde im Handelshaus und ich war überrascht, wie schön es dort ist. Bis nachts wurde dort gefeiert und schön vollgefuttert liefen wir dann gemütlich nach Hause. Nein, nicht volltrunken, aber trotzdem gut gelaunt.

Gestern dann ließen wir das Wochenende auf dem Trödelmarkt im Stadtpark ausklingen und beendeten den Abend seit langem mal wieder mit einer Pizza, auf der extrem viel Knoblauch lauerte. Grinsend über den fürchterlichen “Duft” ließen wir uns das Schmankerl schmecken und verfolgten “Das Streben nach Glück”. Guter Film, bedrückend, aufrüttelnd, nachdenklich stimmend und beispielhaft. Nicht unbedingt nachahmenswert, denn existenziell bedrohliche Lebensumstände hatte ich bereits mehrfach, wenn auch nicht in diesem Maße, aber so manches Mal knapp davor. Schöner Film, der zwingend ein Happy End hatte, sonst wäre jeder Zuschauer deprimiert und absolut demotiviert. Macht Mut und spornt an, denn Ehrgeiz und Zielstrebigkeit sind die Motive für diesen Film. Eine hauchdünne Scheibe von all dem könnte man sich dann doch hin und wieder abschneiden, Bildung schadet nicht. Hab’ ich sowas heute nicht schon mal geschrieben?

* Sofern Euch das entsprechende PDF-Plugin für den Browser fehlt, könnt Ihr das Dokument auch per Rechtsklick + “Ziel speichern unter…” abspeichern und dann ganz normal mit Adobe Acrobat Reader anschauen. Bei Fragen oder Problemen könnt Ihr Euch gerne bei mir melden.


Selfmade-Hamburger

29. April 2009

Moin, Mädels…

Gestern prophezeite der Wetterfrosch schon morgens nichts Gutes. Gegen Mittags strahlte zwar die Sonne verheißungsvoll, aber am frühen Nachmittag verdunkelte sich der Himmel zusehens. Trotz der schlechten Wetterprognosen wurde im “Leih”-Garten ein kleines Grillgelage anberaumt. Also flitzte ich zum Bäcker, besorgte frische Semmeln, ließ dafür gewohnt gedankenlos mein eigenes Grillgut im Tiefkühlschrank liegen und tippelte Richtung Gartensparte. Dort angekommen fiel mir dann auch fristgerecht ein, dass ich meine Fleischspieße zuhause vergessen hatte, was aber nicht weiter tragisch war, da Frau W. aus P. für reichlich Ersatz gesorgt hatte. Sie hatte wirklich an alles gedacht und gleich nach meinem Eintreffen wurde der Grill angeheizt. Unter einem riesigen Sonnenschirm platziert, landeten neben kleinen Hähnchenflügeln auch diese ultraflachen Hamburger-hackfleischscheiben auf dem Rost. Da wir unsere Hamburger selbst zusammenbauen durften, konnte jeder nun auch selbst bestimmen, wie hoch und wie breit das Teil wird. Wir verwendeten statt der üblichen Hamburgerbrötchen ganz handelsübliche Bäckersemmeln.

Auf meinem Hamburger landeten also eine dieser Hackfleischscheiben, Remoulade, Käse, saure Gürkchen und ordentlich Knoblauchsoße. Das alles hübsch appetitlich in einer Semmel arrangiert, bot nicht nur einen äußerst verlockenden Anblick, sondern schmeckte ganz vorzüglich. Insgesamt drei dieser Bauwerke fanden den Weg in meinen recht leeren Magen und der unverhältnismäßig reichliche Genuss besagter Knoblauchsoße wirkt sich nun seit dem frühen Morgen “begünstigend und entschlackend” auf den internen “Nahrungsmittelver-wertungsapparat” aus, was dafür Sorge trägt, dass ich die Türklinke zum heimischen “Reststoffentsorgungsmodul” heute schon recht häufig in der Hand hatte. Aber was soll’s, mit dieser Soße schmeckte der Hamburger Marke Eigenbau einfach am besten und irgendwas ist ja immer. Photos gibt es von dieser kleinen Grillparty im strömenden Regen auch, aber die Veröffentlichung dieser Schnappschüsse wurde mir unter Androhung empfindlicher und ebenso schwerwiegender Strafen untersagt. Man schämt sich für überraschte Gesichter, faltige Popos und schlecht sitzendes Haar. Jetzt muss ich lachen…


Bombastisch…

27. April 2009

Leute, das Wochenende war einfach nur großartig, phantastisch, toll, gigantisch, vollendet. Das Wetter war grandios und das gesamte Wochenende war vollgepackt mit tollen Sachen. Freitag zogen Frau W. aus P. also los zur Bandprobe und dort wurde es von Stunde zu Stunde lustiger. Der Proberaum füllte sich nach und nach, Getränke gab es zur Genüge und auch für Essen war hinreichend gesorgt. Wir futterten uns die Bäuche voll und auch die Kehlen wurden nie trocken. Je später der Abend, desto lustiger wurden die Gäste und da wir ja am folgenden Tag meinen “Leih”-Garten besichtigen wollten, traten wir gegen Mitternacht überaus belustigt den Heimweg an. Kaum im Bett fielen meine Augen zu und blieben es auch trotz der zahlreichen Runden auf dem Karussell. Der Kopf war am Morgen nicht so schwer wie sonst und nach zwei Aspirin und einer halben Tasse Kaffee verzog sich das Gewitter in meinem Kopf und mir ging es ziemlich gut. Überraschend gut…

Samstagmorgen gegen 9.30 Uhr dann trafen wir uns bei Frau W. und machten uns gemeinsam auf den Weg in den Garten. In meiner Vorstellung hatte ich einen winzigen Schrebergarten mit krummen und schiefen Beeten und Wegen erwartet, ein windschiefes Häuschen darin und jede Menge Ecken und Büsche, wo Spinnweben und allerlei Getier vorzufinden sein würden. Nichts von alldem war der Fall und ich sah vor mir einen wirklich liebevoll gestalteten und gar nicht so kleinen Garten, in dem ein durchaus gerades und hübsch gezimmertes Häuschen steht. Keine buckelige Wiese, keine undurchdringlichen Hecken, keine Gruselecken hinter dem Haus, nichts. Viel schöner als ich zu träumen gewagt hatte und urgemütlich war es dort. Mein Herz hüpfte vor Freude und nachdem wir unzählige Tassen Kaffee getrunken, ein bisschen gearbeitet und ununterbrochen geschnackt und gelacht haben, überließ man mir dieses kleine Reich für den Rest des Tages.

Frau N. aus P. arrangierte sich die nahezu unbenutzte Sonnenliege mitten in der saftigen Wiese, genehmigte sich noch einen frischen Kaffee und entspannte nach allen Regeln der Kunst. Ich bewegte mich nicht wirklich und ließ mir die Sonne ins Gemüt scheinen, den leichten Wind über die sonnenhungrige Haut streichen und genoss die Ruhe und die frische Luft. Traumhaft. Als es langsam frisch wurde, trat ich wunderbar entspannt den kurzen Heimweg an und wurde beim Betreten des Hauses prompt von meinen Nachbarinnen zum Grillen hinterm Haus eingeladen. Ich rannte die Treppen hoch, zog mir etwas Wärmeres an und flitzte die Stufen wieder hinunter. Die Mädels hatten ordentlich aufgetafelt und ich saß noch bis zur vollkommenen Dunkelheit dort unten mit ihnen zusammen. Gegen 22.00 Uhr verabschiedete ich mich und gönnte mir ein schaumiges Vollbad. Bilder vom Garten habe ich für Euch auch geknipst. Bitteschön:

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Am Sonntag stand ja nun der fragwürdige Spaziergang auf dem Plan, der aber alles andere als unangenehm war. Zuerst fuhr ich fix in die Wohnung von Frau M. aus P., um dort Blümchen zu gießen und den Briefkasten zu entlasten. Als das erledigt war, ging’s dann planmäßig nach Falkenstein zur Talsperre. Das Wetter war zwar nicht ganz so sonnig und warm wie am Vortag, aber genau richtig zum Laufen und Spazieren. Einmal rund um das Wasser, ein Topf Kaffee und schön gequasselt. Hat mir ausnehmend gut gefallen, denn ich bin sehr gerne dort. Der Nachmittag war noch jung, also beschlossen wir, noch einen kurzen Abstecher zur Talsperre Pöhl zu unternehmen. Dort saßen wir dann noch eine ganze Weile am Wasser und plauderten über dies und das, über alles und jeden und über uns. Auf dem Rückweg kamen wir an der altbekannten Gaststätte in Altensalz vorbei und entschlossen uns kurzerhand, dort noch eine kleine Rast einzulegen. Frau N. aus P. bestellte Kaffee, Herr S. aus P. ein Dunkles und überraschenderweise saßen wir dort ziemlich lange. Mit sage und schreibe acht (!!!) geräucherten Bratwürsten und eine großen Portion Sülze aus der hauseigenen Schlachter- und auch Räucherei traten wir den Heimweg an. Zuhause angekommen genehmigte sich jeder eine Leckerei aus diesem Räucherbeutel, um anschließend satt und zufrieden auf der Couch den Sonntagsfilm zu verfolgen. Nach diesem Wochenende angereichert mit frischer Luft und endlos kulinarischen Gaumenfreuden, fiel ich weit vor Mitternacht in meine Kissen. Herr S. fiel der Müdigkeit schon lange vorher zum Opfer und schnarchte bereits auf dem Sofa. So kennen wir ihn. Er war ganz artig, so wie es sein soll. Er war sehr aufmerksam und ich hatte nicht den geringsten Grund zu Klage. Er lachte mit mir, hörte gut zu und er zeigte die Seite von sich, die so liebenswert ist. Ich hoffe, es bleibt so. Ich hoffe, er bleibt so, denn genauso würde ich mich wohl fühlen. So und nicht anders.


Ein vollgepacktes Wochenende…

24. April 2009

Meine Pläne für das kommende Wochenende sind farbenfroh, abwechslungsreich und mit größter Wahrscheinlichkeit auch sehr unterhaltsam. Sohnemann verbringt sein Wochenende ja bei Papa/Oma und Frau N. aus P. hat sich so einiges vorgenommen. Heute Abend also die erste Unternehmung. Zusammen mit einer Freundin fahre ich an den Stadtrand, wo ein Bandproberaum sein soll. Dort findet wohl allwöchentlich freitags eine Bandprobe statt, die man aber offensichtlich in besonderer Form zelebriert. Während die Band “übt”, verlustigen sich die anwesenden Zuhörer auf ihre Art. Es wird gekocht, man trinkt gemütlich ein paar Gläschen und plauscht entspannt. Das ganze nennt sich dann laut Gastgeber “lust’sche Butz” und wird von Woche zu Woche beliebter. Also gesellen wir uns heute dazu und schauen uns das Ganze mal aus der Nähe an.

Der Samstag ist auch schon verplant. Besagte Freundin bewirtschaftet mit wachsendem Widerwillen den Garten ihrer Mutter und erwähnte gestern, dass morgen dann das Wasser in dieser Gartensparte wieder aufgedreht wird. Ich bemerkte beiläufig, dass in mir seit einigen Monaten der Wunsch nach solch einem winzigen Garten reift, es aber an den Kosten scheitert, die mit dessen Anschaffung und Unterhaltung verbunden wären. Sie schaute mich strahlend an und bot mir ohne Umschweife an, den Garten jederzeit und ganz nach Belieben nutzen zu dürfen, wenn mir das Spaß machen würde. Anfangs staunte ich sie etwas entgeistert und nicht wenig überrascht an, denn solche Angebote sind nun wirklich nicht üblich. Sie untermalte ihre Abneigung gegen diese Pflicht und freute sich vielmehr, dass sie dann wohl eher mal einen Grund hätte, diesen Garten freiwillig aufzusuchen, wenn ich dort ein bisschen im Grünen herumexperimentiere. Ich warnte sie fairerweise, dass ich keineswegs die geborene Gärtnerin sei und es passieren kann, dass das eine oder andere Pflänzchen unter meinen ungeschickten Händen sein Leben aushauchen würde, was sie lächelnd zur Kenntnis nahm.

Solange mir das Freude bereiten würde, dürfe ich dort alles tun, wonach mir der Sinn stünde. Also meldete ich mich für morgen artig an, um beim Wasseraufdrehen dabei zu sein. Ich leihe mir sozusagen auf unbestimmt Zeit einen kleinen Garten und wenn ich irgendwann all das mein Eigen nennen möchte, habe ich Vorkaufsrecht, bekäme ihn im Idealfall vielleicht sogar geschenkt. Ich freue mich, ich freue mich sogar sehr und habe schon furchtbar viele Pläne, was ich dort alles machen möchte. Ich muss mich nicht mehr gelangweilt an die Talsperre legen, wenn ich Sonne tanken will. Ich bin lieber aktiv und das wäre genau das, was ich mir unter einem entspannten Wochenende mit Bombenwetter vorstelle. Ein bisschen werkeln, ein bisschen buddeln und nach getaner Arbeit im Sonnenstuhl dösen, um abends ein paar Würstchen zu grillen. Sohnemann findet die Pläne von Frau Mama natürlich nicht so spannend, freut sich aber, weil ich mich freue. Balkons finde ich schon immer totlangweilig, aber so ein Garten ist schon was. Hab’ ich schon erwähnt, dass ich mich freue???

Am Sonntag steht dann etwas an, von dem ich nicht so recht weiß, was mich erwartet. Vergangenes Wochenende ergaben sich Gespräche, die so nicht vorhersehbar oder gar geplant waren. Was folgte, waren unzählige Nachrichten aus der anderen Richtung und daraus resultierendes Misstrauen meinerseits. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, sagt man so schön. Ganz so blauäugig marschiere ich nun doch nicht auf den Abgrund zu, denn ich stellte erst mal einige Dinge klar, was gesagt werden musste, stellte nichts in Aussicht, was ich nicht halten könne und bat mir Zeit, Geduld und eine angemessene Bewährungszeit aus. Vieles würde diesmal anders laufen, sofern es zu einem Neuanfang käme. Vorsicht und Bedacht bestimmen mein Tun der nächsten Zeit, das steht fest. Zweimal habe ich mir die Finger nun verbrannt und beim dritten Versuch warte ich nicht erst auf Brandmale. All das und sehr vieles mehr wurde in die andere Richtung geschickt und am Sonntag sind wir nun zum ersten Mal wieder verabredet. Auf neutralem Boden in entspannter Atmosphäre – an der Talsperre Falkenstein. Ich will erst mal vorsichtig schauen, welchen Eindruck ich habe. Das alles passierte ja nun eher durch Zufall, wobei ihm laut seiner Aussage der Mut fehlte, nach seinem letzten “Fehlverhalten” auf mich zuzugehen, denn er konnte sich sprichwörtlich vom Arsch abfingern, dass ich denkbar wenig von ihm und seinem Tun hielt. Ja, ich war sauer und seine Worte stießen bei mir anfangs auch auf recht große Ablehnung. Ich kann keinerlei Prognosen abgeben, aber gucken kostet nichts, heißt es so schon. Und Frau N. aus P. guckt erst mal. Kost’ ja nüscht…


Orgelpfeifen und Duplofinger…

19. April 2009

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Meine Amaryllis thront in voller Pracht an ihrem Fensterplatz und aus dem Avocadoexperiment scheint ein wahres Wunderwerk zu werden. Sage und schreibe fünf Sprösslinge schieben sich dem Tageslicht entgegen und ich komme aus dem Staunen nicht heraus. Unter dem alten Senfglas, das als Miniaturgewächshaus fungiert, wächst und gedeiht dieser Kern besser als ich zu hoffen gewagt habe. Ich habe für Euch bewusst das Datum auf den Bildern belassen, damit Ihr sehen könnt, welche Fortschritte dieses Pflänzchen seit der ersten Regung macht. Zwar dauerte es eine kleine Ewigkeit, bis man überhaupt etwas verzeichnen konnte, aber nun wächst mein Sprössling in bemerkenswerter Geschwindigkeit.

Den gestrigen Abend habe ich meinem Sohn zuliebe hier bei ihm verbracht, denn die Tränenströme wollten nicht ohne weiteres versiegen. Stundenlang lag er traurig und deprimiert in seinem Bett. Er ist mit zunehmendem Alter eigentlich recht hart im Nehmen geworden, aber gestern verlor mein Kindchen dann doch die Fassung. Wie gerne hätte er den Samstag noch einmal im Kreise seiner Freunde verbracht, doch das war rein organisatorisch einfach nicht machbar, was ihm schwerer als erwartet zusetzte. Weder leckere Köstlichkeiten aus dem heimischen Vorratsschrank noch die schrägsten Dicht- und Bespaßungskünste seiner alten Frau Mama zeigten Wirkung und wenn ihm dann doch mal ein Kichern entfleuchte, ermahnte er mich, dass er jetzt nicht in der Stimmung zum Lachen sei.

Mir brach das Mutterherz und ich beschloss endgültig, hier bei ihm zuhause zu bleiben. Den ganzen Tag hatte ich schon überlegt, ob ich nun zum “Resteficken” gehe, aber es hätte mir wohl wenig Vergnügen bereitet, meinen Sohn allein und tieftraurig hier in seinem Zimmer zu wissen. Also ließ ich uns ein schönes Schaumbad ein, weil Sohnemann das über alle Maßen liebt und wir führten nach langer Zeit mal wieder unsere intimen Männergespräche unterm Badeschaum. Er liebte diese banale Zeremonie schon als kleiner Steppke und er mag es noch heute. Ihm ging es danach besser und ich fühlte mich angesichts seiner wieder lächelnden Augen auch sehr erleichtert. In unsere Schlafanzüge gekuschelt und schön gemütlich auf dem Sofa sitzend bzw. eher halb liegend, verfolgten wir noch ein bisschen das Abendprogramm und schlichen gegen Mitternacht mit noch immer anhaltenden “Duplofingern”* in unsere Betten.

Es gibt durchaus noch weitere Kuriositäten zu berichten, die Euch ganz sicher in höchstes Erstaunen versetzen würden, aber davon berichte ich Euch an anderer Stelle. Unerwartete Geständnisse bringen mich gewissermaßen etwas aus dem Gleichgewicht und ich brauche sehr viel Zeit, um Klarheit zu erlangen. Eine schlaflose Nacht hat mich das bereits gekostet und ich befürchte, dass noch weitere folgen werden. Fakt ist, dass das alles unvorhergesehen passiert ist und passiert ist im eigentlichen Sinne noch gar nichts. Gebrannte Kinder scheuen das Feuer, vor allem aber, wenn sie dem Pyromanen ein zweites oder gar drittes Mal begegnen. Ich bin auf der Hut, befinde mich in der absoluten Defensive und dort bleibe ich in naher Zukunft auch. Nein, ich möchte mir nicht mehr den Kopf über das Tun und Handeln anderer Menschen zerbrechen. Ich will das nicht mehr. Der Übeltäter steht vor einem fast unlösbaren Problem – meinem Misstrauen und meiner fast unbezwingbaren Skepsis. Ich kann derzeit nicht abschätzen, ob er diesen beiden Gegnern auch nur ansatzweise gewachsen ist.

* “Duplofinger” nennt man die Gliedmaßen der Hand, die nach zu langem Baden ihre Oberflächeneigenschaften verändern. Die schrumpelige Haut der Finger erinnert an die längste Praline der Welt bzw. deren Oberflächenstruktur und das Wort “Duplofinger” wurde vor vielen Jahren von meinem Sohnemann erfunden.


Krokodilstränen und schmutzige Worte…

18. April 2009

Ich bin zur Zeit richtiggehend blogfaul. Zum einen passiert ja allen Orts nicht wirklich viel und zum anderen tragen die Wetterveränderungen nicht gerade zu extravaganten Freizeitaktivitäten bei. Man erledigt eben seine kleinen und großen Alltäglichkeiten, versorgt brav alle kleinen und großen Mitbewohner, geht den üblichen Notwendigkeiten nach und harrt der Dinge, die da kommen. Über mein Auto rede ich schon lieber gar nicht mehr. Heute Nacht hatten wir bzw. Sohnemann Gäste, welche sich vor wenigen Minuten verabschiedet haben. Die Jungs haben ohne das Wissen der dazugehörigen Mütter auch für heute Abend Pläne geschmiedet, welche aber gescheitert sind. Man hatte sich ausgemalt, dass mein Sohnemann doch auch gleich noch eine Nacht in befreundeten Betten schlafen könne, was aber durch anderweitigen Besuch dort nicht möglich ist. Nun liegt der kleine Mann tränenüberströmt in seinem Zimmer und ist böse und enttäuscht über die gaaaaanze Welt. Helfen kann ich ihm da leider nicht, denn ich kann die andere Frau Mama kaum zwingen, mein Kind mitzunehmen. Hach, was ist die Welt schlecht und ungerecht.

Für heute Abend war eigentlich meinerseits schon für Unterhaltung gesorgt, was aber an meinen haushaltstechnischen Sparmaßnahmen zu scheitern droht, weil ja Frau N. aus P. noch immer keinen Nachkömmling der Rockefeller-Dynastie geehelicht hat. In einer hiesigen und überaus großen Lokalität findet dieses Wochenende eine dieser berüchtigten Ü30-Partys statt und es könnte durchaus sein, dass man dort auch mal alte Bekannte meiner eigenen Altersklasse antrifft, die man jahrelang nicht mehr zu Gesicht bekommen hat. Wäre sicher ein lustiges Unterfangen, ganz ohne Zweifel sogar. Die Dame, die mich für diesen Abend “reserviert” hat, fand für diese Veranstaltung ein gar schmutziges aber enorm witziges Wort, das ich an dieser Stelle aus jugendschutztechnischen Gründen nicht wiederhole und ich verweise daher ganz diskret auf die Grafik… ;-)

resteficken


Mädels unter sich…

16. April 2009

Keine nennenswerten Vorkommnisse und Wetter unverändert schön. Heute Abend steht mal wieder ein zünftiger Mädelsabend an und ich befürchte, dass ich erst beim Hahnenschrei ins Bettchen komme. Letzte Woche schon mal vorgeschwatzt, setzten wir das Ganze heute in fremdem Revier ausgiebig fort. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie diesen Blog und sagen Sie Ihrem Schatz, es wird später… ;-)


Im Osten nix neues…

15. April 2009

Der Wagen steht immer noch in der Werkstatt und Ende dieser Woche werde ich entscheiden, ob ich weiter auf ein günstigeres, gebrauchtes Teil warte oder tief in die Tasche greifen muss für ein neues Teil. Welche Variante mir lieber ist, steht außer Frage. Eine Wahl habe ich offenbar nicht, denn es macht ebenso wenig Sinn, Steuern, Versicherung etc. für ein Auto zu bezahlen, das nicht fahrbereit ist. Anderes Thema. Das ist ärgerlich genug.

Mein Avocadokern macht mir große Freude. Aus den anfänglichen zwei Keimen wurden in der Zwischenzeit nun ganze vier und das Minipflänzchen wächst und gedeiht prächtig. Mein erster Zuchtversuch ist somit von größerem Erfolg gekrönt, als ich erwartet habe und auch meine Amaryllis blüht inzwischen schon zum zweiten Mal. Knallrot und auch diesmal wieder vier Blüten, wobei ich mich diesmal hüte, den Topf hin- und her zudrehen, damit ich nicht wieder eine der Blüten abbreche. Ich lasse fein die Finger davon, Ehrenwort. Hier nun erst mal eine aktuelle Bestandsaufnahme des Avocadokeimlings:

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Ansonsten gibt es wenig neues hier im Viertel. Wetter bombastisch, Stimmung entsprechend sonnig und mein Kindlein verweilt mal wieder bei seinen Freunden auf dem Lande. Wann der kleine Mann wieder nach Hause kommt, weiß niemand, denn da werden mittlerweile schon gar keine konkreten Aussagen mehr getroffen und “man” hat vorsorglich gleich für die ganze Woche Anziehsachen eingepackt. Fräulein Katze sonnt sich am Wohnzimmerfenster und genießt die Wärme. Bilanzierend kann man also sagen, dass alle Bewohner wohlauf sind und alles schön geschmeidig ist. Und Ihr so???


Grillen rockt…

11. April 2009

Grillparty

Gestern wurde ich spontan zum Grillen eingeladen und da freu’ ich mich ganz sehr drauf. Also krame ich heute meine Flipflops raus, springe in wunderbar leichte Sommerkleidung und pflanze mich schön in den Garten. Das Wetter ist ja derzeit phänomenal und lädt lautstark zu derlei Aktivitäten ein. Sohnemann lässt es sich bei Papa/Oma gut gehen und Muttern lebt auch nicht wie ein Hund. Vielleicht erhaschen wir dabei auch eine Portion gesunde Gesichtsfarbe und die frische Luft tut nach den unfreundlichen und kalten Monaten sicher mehr als gut. Auf jeden Fall wird das bestimmt schön lustig.

Gestern war ich zum Kaffee verabredet und auch da ging’s witzig zu. Schön in der Sonne sitzen, Kaffee schlürfen, quatschen und entspannen. War gut und auch nötig. Müsste man eigentlich viel öfter tun. Abends schaute ich bis in die Puppen TV und meine Augen fielen erst gegen 2.30 Uhr zu. Da ich heute Morgen ein bisschen was zu erledigen habe, schaute ich dann vorhin ganz schön zerknittert aus der Wäsche. Macht aber auch nix, die Sonne und der anstehende Grillabend entschädigen für alles. Schlafen kann ich, wenn ich tot bin.

Ich wünsche Euch einen schönen Samstag und genießt die Sonne!!! Ich bau’ mir heute Abend einen Wurstblinker, einfach mal so…


Kaffeeschock und Gärtnerglück…

9. April 2009

Mein Plan für gestern geriet aufgrund des mittwöchlichen (<— wat’n Wort!!!) Besucheransturmes komplett ins Wanken und so einige Teile meiner geplanten Vorhaben kamen schlichtweg nicht zur Vollendung. Unvorhergesehen standen am Ende dann vier Besucher in meiner Küche und eine Besucherin davon kam vollkommen überraschend. Nach einem halben Päckchen Kaffee bekam ich dann endlich auch Kammerflimmern. Ich fand’s aber richtig lustig und es hebt mich auch nicht sonderlich an, dass ich irgendwie zu nix kam. Kann ich alles heute oder sonst wann erledigen, weil nix wirklich wichtiges dabei war. Kindchen fand es auch klasse, da er bis tief in die Nacht ungestört im Internet rumstolpern konnte und irgendwann hundemüde freiwillig ins Bettchen schlich. Vor sage und schreibe zwei Minuten ist er aus den Federn gekrochen (Anm. d. Red.: Es ist jetzt 10.54 Uhr). So und damit der gestrige Tag so richtig schön abgerundet ist, entdeckte ich dann auch noch, dass mein Avocado-Experiment von Erfolg gekrönt ist. Der Kern ist an einer anderen Stelle regelrecht aufgeplatzt und in diesem Spalt verstecken sich zwei kleine Keime. Photobeweise? Na klar, hier bitteschön!!!

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Zackzack…

8. April 2009

Der Tagesplan für heute ist ziemlich eng gestrickt:

  • Behördentermine wahrnehmen (zu Fuß)
  • auf dem Rückweg Kleinigkeiten einkaufen
  • gewaschenen Wäscheberg von gestern in Schränken verstauen
  • Fußleisten meiner Küche anbringen, wenn “geliefert”
  • erste Ladung Kaffeegäste bewirten (Wutzi + Nachbar)
  • fix alles wieder schick machen
  • Kindchen kurz begrüßen, dann zum Training entlassen
  • Abendessen kochen
  • zweite Ladung Gäste bewirten (Weiberabend)
  • Bewerbung fertigtippen und in Druck geben ;-)

Klingt erstmal nicht viel, zieht sich aber im Detail bestimmt wie Kaugummi, vor allem der erste Punkt auf der Liste, da mein geliebter Mädchenchrysler nach wie vor “krank” in der Werkstatt steht. Es gestaltet sich äußerst schwierig, ein gebrauchtes und damit auch günstigeres Teil zu ergattern, da mein Wagen auf deutschen Straßen mittlerweile ein echter Exot ist. Das heißt, ich muss sehr geduldig sein, wenn ich Geld sparen will, denn ein neues Teil sprengt mein Budget um ein vielfaches. Weiß der Geier, wie lange ich deswegen noch laufen muss, aber eine Wahl hat man angesichts der gepfefferten Ersatzteilpreise bei Chrysler nur, wenn man mit Nachnamen Rockefeller heißt und das ist bei mir leider nicht der Fall. Hab’ mich eindeutig in den falschen Genpool eingeloggt.


Frau N. aus P.s Bastelstunde…

7. April 2009

Dienstage haben sowas von ‘nem Marathon. Man ist gerade erst losgelaufen und weiß genau, dass man noch nicht mal die Hälfte der Strecke geschafft hat. Und für Leute, die nicht gerne Ausdauerlauf machen, ist das extrem deprimierend. Da hilft oft nur, ignorant auf die Füße zu starren und ohne nach rechts oder links zu schauen weiterzulaufen. Nützt ja nix. Ich bin ja eher so der Kurzstreckenläufer, meinetwegen auch jeden Tag aufs Neue, aber bis Mittwoch schleppe ich mich meist mehr schlecht als recht durch die Woche. Etwas produktiv war ich dann doch gestern. Ich hatte da noch ein paar Bilderrahmen rumliegen, in denen allerdings schon fabrikationstechnisch Bilder steckten, die mir aber so gar nicht gefielen. Ich gebe ja zu, dass Anne Geddes mitunter ganz putzige Bilder von kleinen Menschlein knipst, aber derlei Motive passen nicht zu mir und somit auch nicht in meine Wohnung. Ich habe diese Rahmen vor einiger Zeit mal geschenkt bekommen und die Schenkerin ahnte wohl schon damals, dass ich es eher auf die Rahmen abgesehen hatte.

Also kramte ich gestern in allen Schubladen und Ecken nach geeigneten Motiven. Familienphotos wollte ich nicht reinmachen, da diese Rahmen für den Treppenaufgang bestimmt waren, also mussten neutrale Bilder her. Eins hatte ich, aber beim zweiten tat ich mich schwer. Ich benötigte ja auch eines, dass im Hochformat vorliegt, da die Aufhängung an der Rückseite des Rahmens nur für Hochformat vorgesehen war. Man, ich fluchte hier und nötigte sogar Sohnemann, in seinem Zimmer nach geeigneten Bildern zu suchen. Ohne Erfolg. Und als ich schon ca. 2 Stunden am Wühlen und Suchen war, fiel mir dann doch noch ein Bild in die Hände, dass mir adäquat erschien. Ich popelte also mühevoll den Rahmen auseinander, entfernte die übertrieben drolligen Babys und stopfte meine auserkorenen Motive hinein. Schön neutral, aber dennoch kleidsam. Und weil ich grad so schön dabei war, baumelte ich gleich noch zwei kleine Bilderrahmen auf die andere Seite. Hierfür schnappte ich mir einfach ein paar hübsche Postkarten von meiner Pinnwand, die ich letztes Jahr mal geschickt bekam. Fertig. Tatttaaaaa…

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Schon wieder Shitwoch…

1. April 2009

Kindchen liegt kränkelnd im Bett und es sieht ganz so aus, als würde er morgen der Schule fernbleiben, weil er eine Grippe bekommt. Vielleicht schläft er sich bis morgen wieder gesund, aber derzeit ist das eher unwahrscheinlich. Heute morgen habe ich beim hin- und herdrehen meiner Amaryllis eine der gigantischen Blüten abgebrochen – typisch für mich. Da waren es nur noch drei. Vielleicht habe ich Glück und aus der neuen Blüte treiben nochmals vier Stück. Auto ist immer noch in der Werkstatt und natürlich auch immer noch kaputt. Morgen muss ich also auch zu Fuß meine Behördengänge bewältigen und werde damit ganz sicher bis zum Nachmittag beschäftigt sein, während mein Kind krank im Bett liegt. Leider dulden diese Erledigungen keinen Aufschub. Ein toller Mittwoch, so richtig doof. Gott sei Dank hat mich Frau Zaraffel heute früh mit zum Einkaufen genommen und der Kühlschrank ist wieder voll. Das Wochenende darf getrost über uns hereinbrechen. Bleibt abzuwarten, ob Sohnemann überhaupt zu Oma/Papa kann, denn mit eventuell entstehendem Fieber bleibt er besser zuhause.


Sonntag ohne Sonne…

22. März 2009

Der Sonntag hat wunderbar leise und mit Sonnenstrahlen begonnen, die sich aber leider inzwischen verabschiedet haben. Gestern war ich ziemlich lange unterwegs und habe den Nachmittag und auch den Abend inklusive der halben Nacht im Kreise von Freunden verbracht. Nachmittags war ich mit einer guten Freundin in der Stadt unterwegs und nachdem wir die vereinbarten Erledigungen hinter uns gebracht hatten, vergnügten wir uns in einer recht bekannten Lokalität bei einem befreundeten Wirt an dessen “Mensch-ärgere-Dich-nicht”-Tisch. Ich muss wohl nicht großartig erwähnen, dass ich fast immer verlor, aber wir hatten enorm viel Spaß und lachten, bis die Bäuche schmerzten. Gegen 20.00 Uhr und gefühlte 62 Spiele später verabschiedete ich mich und ging zu meiner Abendverabredung.

Dort wartete man schon und zog sich auch gleich an, um eine andere lustige Kneipe auszusuchen. Dort stieß dann auch gleich der “Rest” der Abendgesellschaft zu uns und man amüsierte sich prächtig über meine nicht vorhandenen Dart-Künste. Im Nicht-Treffen bin ich nämlich große klasse und der letzte Platz ist mir fast immer sicher, Ausnahmen sind eher Zufälle. Mir macht das nix, weil ich da mitspiele, um Spaß zu haben. Würde ich nicht immer so hübsch daneben schießen, wäre es bestimmt nicht ganz so lustig. Gegackert wurde auch ordentlich und mein Tischnachbar verlor zusehens die Contenance, was wohl am letzten Bierchen lag, das offenbar schlecht war. Die Wolldecke im Mund wurde immer dicker und der Quirl unter der Zunge erschwerte das Sprechen.

Natürlich wurde der Herr fein säuberlich zuhause abgeliefert, als sich die illustre Gesellschaft dann auflöste und heute Morgen klang der Gute schon wieder ziemlich fit. Training ist eben alles. An dieser Stelle muss ich mal die netten Wirtsleute vom “Moz” loben, denn die Bockwurst dort schmeckt einfach geil. Ich bin kein BoWu-Fan, aber die dort schmeckt guuut!!! Jamm… Und weils so witzig war, haben wir auch ein paar Bilder geschossen (leider nur mit dem Handy), wovon ich Euch eines zeige. Falls der alte Herr auf dem Bild mit der Veröffentlichung seines Blondschopfes nicht einverstanden sein sollte, dann bitte ich um Mitteilung. Ob ich aber das Bild dann entferne, steht in den Sternen… ;-)

Brösel Nyiri


Schau’n wir mal…

21. März 2009

Mal angenommen, man müsste mich mit einem einzigen Wort beschreiben. Welches Wort stünde für Frau N. aus P.? Kam mir grad beim Stöbern im Netz so in den Sinn und ich reiche diese Frage an meine Leser weiter. Ich bin sehr gespannt auf Eure (hoffentlich zahlreichen) Kommentare. Ich bin auf sämtliche Gemeinheiten, schonungslose Wahrheiten oder auch Bauchpinseleien vorbereitet, aber ich warne jeden Kommentator: Ich weiß, wo Euer Haus wohnt!

charakter


Roberta De Nyíri oder andere Künstlernamen…

19. März 2009

autor

Gegen Morgen bin ich hochgeschreckt, weil ich einem etwas wirren Traum auf den Leim gegangen bin. Nicht dass ich sonst geordnet träume, aber diesmal saß am Ende eine ausgewachsene und mächtig behaarte Vogelspinne an meinem Hals und trotz des guten Vorsatzes, nicht auszuflippen, fuchtelte ich dann doch irgendwann hysterisch an meinem Hals herum. Ich weiß nicht mal mehr, was genau ich da vorher zusammengeträumt habe, aber das Ende dieses Traums fand ich wenig entzückend. Das Weckerklingeln war laut Anzeige auch nicht mehr weit entfernt, also lag ich nur noch im Halbschlaf rum und dachte darüber nach, wie es wäre, ein Buch zu schreiben. So dachte ich also im Dunkeln über die Art des Buches nach. Kinderbuch? Hm, ich als die typische Mutter? Irgendwie skurril, paradox, unwahrscheinlich. Ein Lebensroman in Anlehnung an meine eigene Geschichte mit tausend lustigen Synonymen für all die Kandidaten, die meinen Weg gekreuzt haben? Manche von ihnen waren ja einigermaßen normal, andere wieder haben sich durch mehr oder minder schräge Verhaltensweisen früher oder später als Partner disqualifiziert. Die dazugehörigen Geschichten könnten für einige Lacher garantieren, aber wie interessant mag so eine Lektüre sein?

Wobei ich feststellen muss, dass all diese Komischkeiten (ich mag dieses Wort langsam) viel zu komisch wären, um sie zu erfinden und damit sind sie schon wieder lesenswert. Zwar wurde mir nun schon mehrfach ans Herz gelegt, doch endlich mal ein Buch zu schreiben, aber wer wäre denn meine Zielgruppe? Reicht meine Schreibe für ein Buch aus? Kann ich Leser über mehrere hundert Seiten fesseln, ohne zu langweilen? Sehr unwahrscheinlich. Wenn man aber bedenkt, womit eine Charlotte Roche einen Bestseller landete, möchte man meinen, dass nahezu jede/r zu derlei Kritzeleien imstande ist. Wenn man mit solchem Dünnschiss Geld verdienen kann, dann sollte jeder Mensch mindestens ein Buch im Leben schreiben. Nein, es würde kein Harry Potter Verschnitt werden, kein Rosamunde Pilcher Abklatsch, kein Liebesroman, kein Krimi, kein Phantasiegebilde. Es würde vermutlich einfach nur die Aufzählung all meiner persönlichen Katastrophen werden. Manche lustig, manche tragisch, aber mitunter sehr unterhaltsam. Wie bringt man sein chaotisches Leben in verbale Ordnung? Geht das denn überhaupt, wenn man so dermaßen unchronologisch lebt oder bisher gelebt hat? Fragen über Fragen…


Hatschüüü²…

18. März 2009

Schnupfen

Im Abstand von gefühlten drei Minuten niese ich nun schon seit zwei Tagen und mein Riechorgan gleicht einer zerfledderten, roten Rudi-Nase. Der Verbrauch an Taschentüchern ist sprunghaft angestiegen und der heimische Mülleimer füllt sich in Windeseile. Um mich herum türmen sich Taschentuchberge und Fräulein Katze ist es in meiner Nähe nun mittlerweile auch zu laut und unruhig, denn es vergeht keine Viertelstunde ohne Niesanfall. Die Temperaturen vor der Tür sind mal wieder im Keller und so langsam geht mir diese Kälte ganz gewaltig auf den nicht vorhandenen Sack. Alles Bums hier…


Jammerlappen…

17. März 2009

Essen war lecker, aber ich fühl’ mich so richtig krank und werde heute wohl schon vor den Hühnern in mein Bett kriechen. Vorher muss ich Sohnemann vom Training abholen, aber dann sofort wieder auf die Couch krabbeln. Meine Zunge ist trocken wie ein Lederfußball und ich ertrinke in Tempotaschentüchern. Pfui Deifl…

Sick Teddy Bear


Die Katz’ im Sack…

17. März 2009

So, der Schnupfen hat sich wunderbar entfaltet und ich atme artig durch den Mund. Das hasse ich. Man hat dann irgendwie einen dämlichen Gesichtsausdruck. Keine Kommentare bitte… ;-) Heute bin ich zum Essen eingeladen und weiß nicht so recht, was mich erwartet. Könnte beruflich angehaucht sein, bin mir aber irgendwie nicht ganz sicher. Spätestens in ein paar Stunden weiß ich das. Sozusagen die Katze im Sack. Mit der Sprache rausrücken wollte der Einlader nicht, also bleibt mir nur das berühmte Abwarten und Tee trinken. Die Essenseinladung stand schon monatelang im Raum, nur habe ich mich immer irgendwie gedrückt und dann kam ja dieser andere Herr dazwischen, der sich dann so formvollendet lächerlich gemacht hat, indem er bei jedem Pups einschnappte und dessen letzter Abgang dann kaum noch Bauchschmerzen bereitet hat. Man gewöhnt sich ja ziemlich schnell an derlei Komischkeiten.

Nun zieh’ ich mir mal fix den Anzug straff und bügele mein Haarkleid. Die Nase bleibt heute ungepudert, denn die lustigen Fransen würden ohnehin rausschauen, also trage ich sie offen. Kleidertechnisch verhalte ich mich neutral, denn erstens essen wir zu Mittag und zweitens vermute ich, dass es um Geschäftliches gehen könnte. Also ziehe ich brav meinen Dienstagsschlüpper an und schaue mir die Sache mal von der Seite an. Natürlich werden wir auch über Privates schnacken, weil man sich schon sehr viele Jahre kennt, aber mehr interpretiere ich da nicht rein, weil man sich schon fast zu lange kennt. Macht aber auch nix, denn der Typ ist ein ganz lustiger Kerl und das wird bestimmt spaßig. Zu lachen gibt es also auf jeden Fall was. Bis später dann….


Hatschiii….

16. März 2009

Bin vor dem Weckerklingeln aufgestanden, in die Küche getippelt, Kaffeemaschine angeworfen, Taschentuch vollgeschnöddert und rumgehustet. Da macht sich ‘ne Erkältung breit. Die hab’ ich ganz frisch und brühwarm von Sohnemann bekommen und die hat nicht mal was gekostet. Ich seh’ meine Nase jetzt schon fusseln, denn die zerfällt dann immer in ihre einzelnen Bestandteile und löst sich vollständig auf. Sie wächst zwar jedes Mal wieder nach, aber der Zersetzungsprozess sieht immer sehr garstig aus. Hustentechnisch hinke ich immer etwas hinterher, weil der Schnupfen wohl zu viel Platz braucht, da muss die Husterei warten, aber die kommt auch noch, ganz sicher. Aber alles schön der Reihe nach. Jetzt ist erstmal durch den Mund atmen angesagt. Gehustet wird später.

Draußen ist es – Ihr werdet es kaum glauben – grau und trüb. Geregnet hat’s schon, als ich aufgestanden bin. Eklig. Besserung nicht in Sicht. Dann muss ich heute auch noch den Amtsschimmel bemühen, wie so oft. Mit Taschentuch vorm Gesicht, obwohl ich die Damen vom Amt doch eigentlich auch mal mit HuSchnuHei* infizieren könnte, einfach so, gratis, unverbindlich. So als Dankeschön, dass ich seit nunmehr fast drei Monaten meinem Geld nachlaufen muss – bisher erfolglos. Ich gehe den Damen dort so lange auf den Sender, bis die mich schon am Schritt erkennen und bis der eingeforderte Betrag endlich auf meinem Konto gutgeschrieben wurde. Und als kleinen “Vorschuss” niese ich heute mal gepflegt Richtung Sachbearbeiterinnenschreibtisch.

*Husten Schnupfen Heiserkeit

erkaeltung


Schlumpftag…

15. März 2009

So, Frau N. aus P. ist wach und hat auch mal wieder ordentlich Zeit zum Bloggen. Ich habe heute mal richtig lange geschlafen, nicht zuletzt weil ich auch spät ins Bett kam. Seit Stunden regnet es und der März zeigt sich nicht von seiner besten Seite. Zwar sind die Temperaturen einigermaßen erträglich, aber das Einheitsgrau verlockt nicht gerade zum Rausgehen. Also bleibe ich heute schön gemütlich zuhause und werde weiter meinen Kleiderschrank entrümpeln. Die ersten Kleidermitbringsel wurden gestern schon freudig in Empfang genommen. Der Sonntag wird also wunderbar ruhig und potentielle Stressfaktoren gibt es heute schlichtweg nicht. Handys aus, Fernseher an und Füße hoch – so muss das zum Sonntag sein. Gestern Abend war’s schön lustig und nach einer Überdosis frischer Luft bin ich wunderbar müde ins Bett geplumpst und denke heute nicht im Traum daran, irgendwas zu tun, was schweißtreibend sein könnte. Gegessen habe ich auch schon und wenn ich so nachdenke, kann der Kleiderschrank auch noch bis kommende Woche warten. Am siebten Tage sollst Du ruhen, hat mal einer gesagt und das mach’ ich heute – basta… Tschüssikowski… :-D

sonntag


Samstag und so…

14. März 2009

Bin mit Kopfweh aufgewacht und zum Frühstück gab’s deshalb auch erstmal zwei Aspirin und natüüürlich ‘nen ordentlichen Pott Kaffee. Bin wohl bissle spät ins Bett, weil ich bis tief in die Nacht Besuch hatte, hab’ bissle zu spät noch viel zu viel Kaffee getrunken und wohl auch zu wenig gegessen. Sohnemann ist erkältet und spielt deshalb heute auch nicht beim Fußball mit, aber er verabschiedet sich nachmittags dann zum Opa, weil der ‘ne Geburtstagssause steigen lässt. Ich schleiche mit M. bissi um die Häuser und versuche dem Alkohol zu entsagen, sonst ist der Sonntag komplett im Eimer. Wer will das schon…

Sofern nichts anderes dazwischen kommt, werde ich heute mal meinen Kleiderschrank ein bisschen entkernen und die aussortierten Sachen gleich an dankbare Menschen weiterleiten. Nein, ich entsorge nichts in der Altkleidersammlung oder im Container, ich schenke es Menschen, die ich kenne und wo ich genau weiß, dass dort nur wenig Geld vorhanden ist und man sich über solche Sachen freut. Ein warmes Lächeln ist Dank genug und so kann auch ich mal was Gutes tun. Auch mit Sohnemanns Klamotten mache ich das schon seit Jahren so und es gibt immer irgendwen, der/die sowas noch gebrauchen kann.

Das Wetter scheint heute gnädig zu sein und wenn das so bleibt, spazieren wir vor unserem Um-die-Häuser-Streifzug noch ein bisschen im Wald herum. Fräulein Waldhuhn wird sich freuen und uns wird die frische Luft auch nicht schaden. Drüben im Kinderzimmer niest Herr N. aus P. im Akkord und ich hoffe, dass es bei einer harmlosen Erkältung bleibt. Fräulein Katze schlendert irgendwie erwartungsvoll durch die Räume und meckert jeden und alles voll, also alles wie immer…

Und Ihr so…???


Freitag, der 13. …

13. März 2009

Da wachste morgens auf und in Deinem Kopf spucken schon wieder irgendwelche Gesichter von irgendwelchen Menschen herum, die Du schon vor langer Zeit in die ewige Verdammnis verbannt hast. Du wischst diese Gesichter energisch weg und stehst schon leicht gereizt auf, weil Du es hasst, wenn ein Tag mit solchen Fratzen beginnt. Dir huscht aber dann doch ein gehässiges Grinsen übers Gesicht, weil diesem Antlitz  entscheidende Attribute fehlen, die es unverwechselbar machen. In Deinen Gedanken gibt es diese Attribute nicht. Gut so, denn dieser Mensch ist für Dich schon sehr lange nichts besonderes mehr. Dann öffnest Du die Schlafzimmertür und kämpfst mit Fräulein Katze, die den Weg zur Küche nicht freigibt, weil sie sofort jetzt gleich auf der Stelle ihre Streicheleinheiten einfordert, ohne warten zu wollen, dass Du wenigstens mal das Licht angeknipst hast. Leise fluchst Du und verscheuchst das drängelnde Tierchen erstmal schimpfend.

Du aktivierst die 4×60-Watt-Beleuchtung Deiner Küche und erblindest just in diesem Augenblick. Du schlägst die Hände vors Gesicht und läufst instinktiv weiter bis zur Kaffeemaschine, denn Du kennst den Weg genau. Langsam musst Du die Finger spreizen, damit sich Deine verschlafenen Augen an die Helligkeit gewöhnen und dann füllst Du eilig die Kaffeemaschine, denn Tage wie dieser dürfen nicht ohne einen ordentlichen Schluck Koffein beginnen, sonst enden sie so, wie sie begonnen haben – mit Groll im Bauch. Nein, nicht weil heute Freitag der 13. ist, denn die 13 ist meine Zahl, meine ganz persönliche Glückzahl. Viele guten Dinge aus meinem Leben und so manche schicksalhafte Begebenheit stehen mit der 13 in Verbindung und ich habe schon vor Jahren meinen Frieden mit dieser Zahl gemacht, denn sie suchte mich immer wieder heim. Wir sind Freunde geworden und inzwischen gehört sie zu meinem Leben, also macht mir der 13. – ganz egal, ob nun Freitag oder Mittwoch oder sonstwas für’n Tag – keinerlei Angst mehr. Nein, im Gegenteil…

Es ist nun auch schon wieder eine ganze Woche her, dass er nicht mehr bei uns ist. Manchmal drängt sich der Verlust in den Vordergrund, manchmal bekommt man wieder diese Wut über das Verhalten des Menschen, der das alles verschuldet hat und manchmal wünscht man sich einfach, dass man die Zeit zurückdrehen könnte, denn dann hätte keiner von uns zugelassen, dass so etwas jemals passiert. Leider sind wir alle dagegen machtlos und können nur akzeptieren, was geschehen ist. Es fällt mir schwer, immer noch. Jeden Tag. Es gelingt mir noch nicht so recht, zu realisieren, dass er nicht mehr zur Tür rein getobt kommt und einen mit seiner unwiderstehlichen Art begrüßt. Masochistisch, wie man in solchen Momenten veranlagt ist, habe ich mir einige der damaligen Beiträge durchgelesen, als der kleine Herr L. aus P. hier eine Woche alles im Chaos versinken ließ und ich gäbe ein Königreich dafür, wenn ich etwas an seinem Schicksal hätte ändern können. Ach was, ein Königreich… Die Welt würde ich geben…

Es gibt viel zu tun heute, ich muss mich aufraffen. Ich wünsche allen Lesern ein schönes Wochenende und Entspannung. Ich werde morgen ein bisschen unter Menschen gehen und mich mal wieder amüsieren. Habe ich gestern schon und es tat gut. Ein bisschen Ablenkung von alldem und das Lachen nicht verlernen. Verlernt haben wir es nicht, aber es fällt ein bisschen schwer im Moment, zumindest manchmal. Morgen lassen wir das alles mal ein paar Stunden hinter uns und ich bin gespannt, was ich Euch (spätestens) am Montag zu berichten habe. Unverhofft kommt ja oft…


Frühstücksgäste…

4. März 2009

fruehstueck

So, heute gibt’s nur ‘nen klitzekleinen Beitrag, weil ich gleich ausgiebig frühstücke. Klönen, schnattern, lästern inklusive – logisch. Frische Brötchen gibt’s obendrauf und Kaffee sowieso. Wurde spontan entschieden und macht richtig Laune, denn unverhofft kommt oft. Also Mädels (und die paar Jungs), wir lesen uns heute Abend oder morgen. Ich bin erstmal wech, Kaffee kochen und Tisch decken… :-P


Autsch…

2. März 2009

magendarm

Als Erwachsener vergisst man ja leicht, wie unangenehm Bauchweh sein kann. Gestern erwischte es dann Frau N. aus P. und sie verkroch sich ab dem frühen Nachmittag auf die Couch unter mehreren warmen Decken. Gegen Abend umarmte sie dann auch noch herzlichst die Toilettenkeramik und hatte das Leben so richtig satt. Man kann nur hoffen, dass sie da nichts größeres ausbrütet. Derzeit ist es aber leider so, dass die Türklinke zum stillen Örtchen meist noch nicht richtig kalt ist, bis die Patientin wieder um Einlass bittet. Zum Kotzen…!!!


Geschützt: Sonntag und so…

1. März 2009

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Geschützt: Kleine und große Komischkeiten…

20. Februar 2009

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Ähm, nur mal so…

18. Februar 2009

nutella

Gut, geklaut hab’ ich es nicht, aber ich habe gerade eins gegessen und wusste gar nicht mehr, wie gut das schmeckt. Heute bin mal zuhause geblieben, weil ich gestern erst spät ins Bett kriechen konnte. Gute Gespräche bei Frau M., Kurzweil mit Frau W. und zu vorgerückter Stunde sogar noch lecker Pizza bei einem guten Freund waren daran “schuld”. Herr S. aus P. lag längst im Bett als ich endlich nach Hause kam. Plauen und Umgebung sind dick eingeschneit und ich habe mir heute Zeit genommen und mal nur an mich gedacht. Habe über die eine oder andere Sache mehr oder minder intensiv nachgedacht und für mich festgestellt, dass nichts ohne Grund passiert. Manches ist lehrreich, manches unnötig und manches muss ganz einfach geschehen, damit man darüber nachdenkt und daraus lernt.

Eines dieser Dinge erregte die Sorge meiner Leser vor ein paar Tagen und hierzu kann ich bilanzierend nur noch sagen, dass manche Menschen besser großen Abstand voneinander nehmen. Was im Anschluss vergleichsweise banaler Dinge an Äußerungen folgte – die einem zwangsläufig zu Ohren kommen – grenzt an Unverschämtheit und entspricht einfach nicht den Tatsachen, denn hier wurden wesentliche Details einfach weggelassen oder irrwitzige Behauptungen aufgestellt, die ich so im Raum stehen lassen werde, da es unter meinem Niveau ist, auf derlei “Furz” noch weiter einzugehen. Gute Besserung!!! Sie sollten den Arzt wechseln!!! Ich werde nicht ins gleiche Horn stoßen und Rechnungen aufstellen, denn das ist unter meiner Würde. Dass das den Gepflogenheiten dieser Person entspricht, ist mir nicht neu, denn es ist nicht das erste Mal und ganz sicher auch nicht das letzte Mal, aber was mich betrifft, wird es kein nächstes Mal geben, denn entweder bin ich gerne für jemanden da oder ich lasse es. Ich werde mich auf keinen Fall mehr mit den Problemchen befassen, die für Menschen meines Alters einfach nur unnötig sind.

Der Schnee draußen sieht wunderbar weich aus und ich werde mich nachher mit einer guten CD ins Badezimmer verdrücken und mir ein wohltuendes Bad gönnen. Heute Abend lese ich endlich mein Buch weiter, dass seit Tagen unberührt auf dem Nachtschrank liegt und hoffe, dass ich diese Lektüre heute beenden kann. Herr S. aus P. hat Spätschicht und wird nachts sicher eiskalt unter die Decke kriechen und mit seinen eisigen Fingern Frostbeulen verursachen. Derzeit gestaltet es sich etwas schwierig, bei offenem Fenster zu schlafen, denn da mein Bett genau drunter steht, weht immer wieder Schnee durch die geöffneten Dachfenster und ladet in unseren Gesichtern und auf den Kissen. Man hört die Flocken sogar leise auf den Stoff der Bettwäsche rascheln – unglaublich. Der angenehme Nebeneffekt ist, dass der Schnee die Fenster so abdeckt, dass die aufgehende Sonne bzw. das Tageslicht gedämpft im Zimmer ankommt, was ich im Schlafzimmer als angenehm empfinde.

Morgen dann stehen wieder ein paar Erledigungen an und anschließend lasse ich meine Haare etwas gesundschnippeln, was mal wieder nötig ist. Die Gute will mir dann auch zeigen, wie man mit vier (!!!) Strähnen einen Zopf flechten kann, denn das ist mir vollkommen neu gewesen. Ich habe einen solchen Zopf auch noch nie gesehen und bin sehr gespannt. Probiert habe ich noch nie, ob das Flechten mit mehr als drei Strähnen möglich ist und ich werde mich morgen überraschen lassen. Nach eventuellen Schnappschüssen muss nicht erst gefragt werden. Ich seh’ von vorne schon dämlich aus und von hinten erst recht. Sohnemann ist nach wie vor in Mechel und scheint sich dort pudelwohl zu fühlen, was kein Wunder ist, da ich hier in der Ost nicht mit zwei Kumpels aufwarten kann, die Tag und Nacht bei uns sein dürfen können. Ich wäre nach kürzester Zeit reif für die Jacke, wo der Reißverschluss hinten ist. Dafür bewundere ich die Mutter der beiden Rabauken und für ihre scheinbar unendliche Geduld. Respekt…!!!


Wochenendbericht…

16. Februar 2009

Ein entspanntes Wochenende liegt hinter uns und wir haben es endlich mal geschafft, die DVD anzuschauen, die ich schon vor Wochen gekauft hatte – “Das Parfum”. Ich gebe zu, dieser Film beginnt vielversprechend und besticht eher durch einigermaßen charismatische Darsteller als durch schockierende Bilder. Die mittelalterliche Szenerie gefiel mir ausnehmend gut, doch das Ende dieses Streifens verursachte bei uns dann doch eher befremdliches Stirnrunzeln. Vielleicht ist das Buch ja doch besser, wir werden sehen.

Kulinarisch betrachtet, haben wir es uns auch dieses Wochenende wieder ausgesprochen gut gehen lassen. Herr S. aus P. machte sich in der Küche wieder unentbehrlich und irgendwann muss ich dort nur noch meinen leergegessenen Teller abstellen, denn er lernt sehr schnell und macht seine Sache wirklich gut. Es ist ungewohnt, beim Kochen so unterstützt zu werden, aber es bringt eigentlich nur Vorteile mit sich, wenn man so ein fleißiges Helferlein an seiner Seite hat.

Organisatorisch gesehen waren wir recht faul und keiner fand es schlimm. Mir ist es ohnehin zu kalt draußen und wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen funkeln, werden wir auch wieder vor die Türe gehen. Zuhause auf dem Sofa ist es auch schön und dort draußen gibt es derzeit nichts, was mich hinterm Ofen hervorlocken könnte. Alles in allem nix neues hier, wie anderswo auch. Ruhig ja, langweilig überhaupt nicht. Zwischenzeitlich habe ich meine uralte Spielkonsole mal rausgekramt und versucht, Herrn S. aus P.in die Welt von Donkey Kong eintauchen zu lassen, aber das ist nicht sein Ding. Macht aber nix, man muss ja nicht alles mögen oder können. Dafür spielt er gerne mal so Ballerspiele, die mich nun wieder gar nicht interessieren.

Meine alte Stereoanlage steht jetzt auch endlich im Schlafzimmer hoch oben auf dem Schrank. Das wollte ich ja schon seit Wochen mal erledigen, aber entweder fehlte die Zeit, der Nerv oder einfach nur die Lust. Herr S. übernahm diese Aufgabe gerne und jetzt können wir auch dort drüben lecker Musik hören. Sohnemann verweilt nach wie vor in Mechel und am Sonntag habe ich dort auch mal angerufen, denn die Stille hier ist zwar schön, aber trotzdem fehlt einem ab und an dieses “Mama, was gibt’s ‘n heut zu essen???” Ihm geht’s gut, uns auch und wahrscheinlich wird die Woche genauso ruhig wie das Wochenende, also schön locker durch die Hose atmen…


Besuch auf der Säuglingsstation…

13. Februar 2009

Unerwartet ergab es sich gestern, dass Herr S. aus P. und ich nach S. zwischen P. und S. zur Frau F. und Herrn H. fuhren und den klitzekleinen Nachwuchs in Augenschein nehmen durften. Gespannt wie ein Regenschirm näherte ich mich dem Körbchen, wo drei superkleine Minikätzchen lagen und sich aneinander kuschelten. Mit Erlaubnis der Hausherrin durfte ich eines der Wattebällchen in die Hand nehmen und bestaunte die mikroskopisch kleine Nase, die unglaublich kleinen Ohren und stellte fest, dass ich hier kaum mehr als eine halbe Hand voll Katze in den Händen hielt. Zwar hatte ich schon oft junge Kätzchen geherzt, aber so kleine und frische Wesen waren selbst mir neu und mir ging wirklich das Herz auf.

Frau Katzenmama schlenderte entspannt um alle Besucher und Herr Hund schaute regelmäßig nach, ob auch alles seine Ordnung habe. Es war wunderbar, diese kleinen Wesen anzuschauen. Frau F. bereitete uns anschließend noch ein leckeres Abendmahl und gegen 21.00 Uhr traten wir dann die Heimreise an. Bewaffnet mit zwei unscharfen Bildern auf dem Handy saß ich gedankenverloren im Auto und bekam diese lustigen und überaus süßen Wollknäulchen nicht mehr aus dem Kopf. Leider lässt die Qualität des Photos sehr zu wünschen übrig, da die Kätzchen nicht stillhalten wollten und die Dämmerung ihr übriges tat. Ich hoffe, ich kann Euch demnächst noch bessere Bilder präsentieren. Auf dem Photo sieht man nur zwei der kleinen Fellnasen, da Frau Katzenmama eines ihrer Kinderchen hinter die Couch getragen hatte. Macht nix, auch der verbliebene “Rest” lässt mein Herz zerfließen.

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Nachwuchs der besonderen Art…

12. Februar 2009

Gestern ging’s nach Annaberg, wo der Winter mit voller Wucht nochmal Einzug gehalten hatte. Schneemassen und eisiger Wind warteten dort auf uns und selbst der neue Hund von Frau F. aus S. zwischen P. und S. huschte von Haustür zu Haustür. Eigentlich wollte ich jetzt hier ein paar Belanglosigkeiten über unseren kleinen Ausflug schreiben, aber auf Frau F. wartete zuhause eine kleine Sensation, die sie mir umgehend mitteilte. In der Nacht vor unserem kleinen Erzgebirgsabstecher träumte sie nämlich wirres Zeug. Neben einigen anderen kleinen und größeren Mitbewohnern besitzt die junge Frau zwei wunderschöne und bezaubernde Main-Coon-Katzen. Herr Kater und Frau Katze hatten sich vor geraumer Zeit wohl einiges zu sagen und so trug es sich zu, dass man irgendwann erfreut feststellte, dass Frau Katze wohl in anderen Umständen sei. Ein Tierarzt wurde zu Rate gezogen, der diese Vermutung bestätigte.

Während unserer Hinfahrt ins verschneite Erzgebirge erzählte mir Frau F. nun, dass sie nachts davon geträumt habe, dass Frau Katze drei Kätzchen zur Welt gebracht habe und als sie gestern nach Hause kam, fiepte es hinter ihrer Couch. Zum Vorschein kamen – richtig – genau drei klitzekleine Main-Coon-Knäulchen und ich habe die Ehre, Euch das erste Bild von den frisch geschlüpften Kätzchen zu präsentieren. Bitteschööön… Sind die nicht Zucker??? Darüber hinaus werde ich mir einen Lottoschein besorgen und Frau F. aus S. zwischen P. und S. befragen, von welchen Zahlen sie geträumt hat. Das kann doch gar nicht schiefgehen.

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Auf ins Ärzgebärsch…

11. Februar 2009

Ortsschild_AB

Hier in Plauen schneit es nun schon den zweiten Tag in Folge, allerdings bisher nur nachts. Gestern und auch heute sah man morgens schneebedeckte Dächer und weiße Straßen. Die steigenden Temperaturen tagsüber ließen die weiße Pracht gestern allerdings recht schnell wieder verschwinden. Heute Morgen hingegen gab’s wieder Schnee und wir werden sehen, ob auch heute alles wieder schmilzt. Anderswo soll ja der Winter nochmal ordentlich zugeschlagen haben und das nehmen wir heute in Augenschein. Fräulein F. aus S. zwischen P. und S. und meine Wenigkeit werden heute einen kleinen Abstecher ins Erzgebirge unternehmen und nach Annaberg-Buchholz fahren. Ich bin sehr gespannt. Frau Bergzwerg wird uns dort hoffentlich mit warmem Kaffee und einer gut funktionierenden Heizung in Empfang nehmen.

Herr N. aus P.verweilt unterdessen im Plauener Umland bei seinen Freunden und amüsiert sich offenbar in vollem Umfang, denn man hört und sieht seit Montag nichts von ihm, was immer ein gutes Zeichen für sein Wohlbefinden ist. Wann er wieder nach Hause kommt, steht in den Sternen, denn er verlängert seine Besuche dort mit aller Regelmäßigkeit und aus einer geplanten Übernachtung werden dort fast immer sehr viele mehr. Ich warte einfach auf jenen Anruf, wenn er seine alte Mutter dorthin beordert, um ihn nach Hause zu holen. Solange die dortige Hausherrin nichts gegen ausgedehnten Aufenthalt einzuwenden hat, lasse ich ihm seinen Spaß, denn schließlich hat er Ferien. Das Zeugnis ist auch recht gut ausgefallen und ich kann zufrieden mit seinen Noten sein. Er bemüht sich und hat sich in einigen Fächern verbessert, wobei ich die Verschlechterung in den beiden anderen Fächern großzügig übersehe. Passt scho…

Herr S. aus P. geht seinen beruflichen Pflichten nach und beträgt sich nach seinem Fauxpas am vergangenen Wochenende vorbildlich. In alter Manier singt er schön schief sämtliche Hit-Giganten hoch und runter, macht und tut fleißig hier im Haushalt mit, schnippelt artig Gemüse und dergleichen, wenn Bedarf ist und ist auch sonst ganz lieb. Wenn’s so bleibt, kann und will ich ihm nichts nachtragen und werde ihn gewohnheitsgemäß am Singen hindern, denn manchmal singt er so schief, dass es weh tut. Aber der Spaßfaktor ist enorm hoch und entlockt mir immer wieder ein Lachen. Passt auch…

So Leute, meinereiner wird sich so langsam unter die Dusche begeben, damit Fräulein F. nicht warten muss, wenn sie mich dann gegen 8.00 Uhr hier abholt. Draußen schneit es noch und obwohl ich den Winter mit all seinen Eigenschaften liebe, mag ich endlich wieder Sonne und warme Luft draußen haben. Meine Winterliebe findet alljährlich im Februar ihr Ende und erwacht erst im November oder Dezember jeden Jahres wieder. Der Winter dauert mir zu lange. Passt überhaupt nicht…


Bestellhotline…

4. Februar 2009

Angenommen, man könnte irgendwo anrufen und all die Dinge bestellen, die man im Laden nicht kaufen kann – zum Nulltarif versteht sich. Da mich im Augenblick der Winter bzw. das vorherrschende Klima extrem nervt und man in den Monaten der kalten Jahreszeit fast nur im Dunklen oder bei trübem Wetter dahinvegetiert, spinne ich gerade herum, was ich dort alles bestellen würde.

  • Sommer (wer hätte das jetzt vermutet)
  • fleißige, kleine Zwerge, die nachts den Geschirrspüler gaaanz leise ausräumen
  • noch mehr fleißige, kleine Zwerge, die immer brav die saubere Wäsche zusammenlegen und in den Schrank räumen
  • ohne dick zu werden Negerküssen essen können (für alle anderen Leckereien bitte auch)
  • Abschaffung der Mülltrennung (knüppelt ruhig auf mich ein, ich hasse dieses Mülltrennungstheater)
  • kostenlosen DSL-Zugang in Lichtgeschwindigkeit
  • Pflanzen, die sich selbst versorgen (im Idealfall auch für pubertierende Kinder)
  • selbstreinigendes Katzenklo (macht nicht nur die Katze froh)
  • schon wieder so kleine, fleißige Zwerge, die jede Woche mein Auto innen und außen putzen
  • Wohnungsputzzwerge (so kleine, fleißige)
  • Kinderausschimpfzwerge (ganz große), damit Sohnemann sich die große Klappe abgewöhnt
  • jeden Tag drei Wünsche frei haben
  • Zopfflechtzwerg (da reicht einer)
  • Zwerg für alles andere :-D

Reicht für’s erste, denke ich. Langweilig ist mir irgendwie immer noch, obwohl ich schon den halben Tag am rumrödeln bin. Scheiß Winter… Geht mir echt auf’n Lollo langsam. Ich will mal wieder ohne Jacke und mit nackten Füßen raus. Ja, ich weiß, kann ich auch jetzt, aber ich will dabei nicht frieren.

baum tod


Hähnchenkeule meets Maulwurfkuchen… *örgs*

3. Februar 2009

lazy

Habe schlecht geschlafen, bin nicht zuletzt deswegen auch schon enorm übellaunig aufgestanden und gehe entsprechend geladen in den Dienstag. Was weiß ich, welche Laus mir heute Nacht über die Leber gelaufen ist, aber heute ist einer dieser Tage, an denen ich hochexplosiv dem Alltag entgegensteuere und froh bin, wenn der Tag vorbei ist. Richtig fest schlafen konnte ich irgendwie nicht und so ist es kein Wunder, dass ich nicht wirklich ausgeruht bin. Gegen 4.30 Uhr gab ich mich geschlagen und kroch aus dem Bett. Herr S. aus P. bewältigte gestern seinen ersten Arbeitstag nach der Krankschreibung und war folgerichtig komplett gebügelt, als ich gestern Abend nach Hause kam. Mit knallroten und klitzekleinen Augen lag der Herr nahezu regungslos auf der Couch und blinzelte mühevoll in den Fernseher. Gegen 21.30 Uhr schickte ich ihn mitleidig schlafen und als ich knappe 20 Minuten später folgte, schlief man schon tief und fest.

Das Wochenende war durchschnittlich ruhig, aber meinen Film habe ich mal wieder nicht zu sehen bekommen. Entweder fehlte mir die Lust, mich auf die Handlung zu konzentrieren, dann wieder keine Zeit oder aber im TV lief gerade etwas, was ich nicht verpassen wollte. So staubt mein “Parfum” im Regal vor sich hin, aber aufgeschoben ist noch lange nicht aufgehoben. Nach knappen 14 Tagen kulinarischen Streifzügen durch die nyírische Speiselandschaft, kneifen nun mittlerweile schon die Hosen und ich enthalte mich seit gestern wieder etwas mehr. Die Krankschreibung von Herrn S. hatte zur Folge, dass wir hier fast täglich kochten, vereinzelt sogar Kuchen gebacken haben und nach Lust und Laune futterten. Nicht nur, dass die bösen, kleinen Kalorienmännlein nachts meine Hosen dann von Tag zu Tag enger nähten, nein, als ob das nicht reicht, füllte sich der Kühlschrank mehr und mehr mit Überbleibseln der Fressorgien, deren Verzehr ebenfalls notwendig wurde, denn wer wirft schon gerne Essen weg.

Ich weigere mich beharrlich, auf die Waage zu steigen, denn das Miststück lügt ohnehin. Bauch einziehen nützt da auch nix und ich werde essenstechnisch vorerst kürzer treten. So geht das ja nun nicht. Es ist nun wirklich nicht so, dass der Kühlschrankinhalt nicht enorm verlockend lächelt, wenn ich nach der darin befindlichen Milch greife und es fällt mir äußerst schwer, die Tür des selbigen ohne einen beherzten Griff hinein zu schließen. Es nützt aber nix, die temporären Speckröllchen müssen sofort wieder runter, denn wenn die sich erstmal festgefressen haben, wird es schwer, sie wieder loszuwerden. Mein erster “Reduktions”-Tag gestern zeigt bereits Wirkung und ich fühle mich sehr viel weniger gestopft als gestern noch. Es ist aber auch leidvoll, wenn man gerne isst und zur Zunahme neigt. Vor Sohnemanns Geburt hatte ich damit nie Probleme und konnte nach Herzenslust essen, was ich wollte, wieviel ich wollte und wann ich es wollte. Nun heften sich aber schon 15 Pfund einfach mal so an die Hüften, wenn ich an einem herzhaften Braten vorbeilaufe. Scheißdreck…

Jammern nützt nix, Enthaltsamkeit und Disziplin sind angesagt, wenn ich mich im kommenden Sommer mit leichterer Bekleidung nicht komplett blamieren will. Frau hat schließlich ihren Stolz und einen zweifelhaften Ruf zu verlieren ;-) . Wer macht mit???


Gääähn…

31. Januar 2009

garfield-coffee

Samstagmorgen in der Ost… Dunkel ist es, kalt ist es, schneien soll’s auch und der Winter nebst Eiseskälte geht mir langsam gehörig auf den Sender. Bin seit langem mal wieder auf der Couch eingenickt und nun seit 6.00 Uhr wach. Kaffee schmeckt ganz gut und alle schlafen noch. Heute werde ich hier mal einen Großeinsatz starten. Wäsche waschen, trockene Wäsche zusammenlegen, Staub saugen und wischen, aufräumen, Betten frisch beziehen und und und… Seit Wochen will ich meine alte Stereoanlage ins Schlafzimmer räumen und dort funktionsfähig machen und das werde ich heute mit auf die Aufgabenliste setzen. Einen Laptop zum verarzten habe ich auch mal wieder hier und Herr S. aus P. wird heute mal alleine einkaufen gehen müssen, damit hier was wird. Während er zwischen den Regalen schlendert, werde ich hier durchsaugen und anschließend die Ecken wieder eckig wischen.

Der kleine Herr N. wird sich nach dem ausgedehnten Aufwachritual sicherlich zu irgendeinem Kumpel verabschieden. Fräulein Katze liegt faul auf einem Sofakissen und hält ihren 18-stündigen Schönheitsschlaf. Ich schlürfe bereits die zweite Tasse Kaffee und im Moment kann ich leider nicht mit spannenden Beiträgen dienen, da das Wetter irgendwie so bescheiden ist, dass man nicht sonderlich viel unternehmen kann. Schnee liegt keiner zum rodeln, warm genug zum flanieren ist es auch nicht und der eisige Wind lockt mich nicht wirklich nach draußen. Abgesehen von den Lachern, für die Herr S. aus P. mit aller Regelmäßigkeit sorgt, läuft hier alles ganz geschmeidig in geregelten Bahnen. Bei Euch sieht’s sicher nicht anders aus, aber bevor ich mir wieder Beschwerden über meine Blog-Faulheit einhandle, schreibe ich dann doch lieber, wie ereignislos es derzeit zugeht. Eigentlich sollte das ja Anlass zur Zufriedenheit geben, aber so ein ganz klein wenig Aufregung wär’ schon nicht schlecht. In Maßen halt… Kommt noch, ganz sicher… Das ist nur die Ruhe vor dem Sturm…


Keine besonderen Vorkommnisse…

30. Januar 2009

Im Moment passiert hier in der Ost nichts wirklich aufregendes, was einen Blogeintrag wert wäre. Alles läuft in geregelten Bahnen und auch sonst gibt es keinerlei nennenswerte Ereignisse. Der Wagen von Herrn S. aus P. will gewerkstättelt werden, Drosselklappe oder so’n Teil trotzt rum. Behördenmarathon von Frau N. aus P. ging auch wider allen Erwartungen glatt, auch wenn ich heute zum dritten Mal dort hin muss, weil unerwartet noch ein wichtiges Schreiben ins Haus flatterte, dass dem laufenden Antrag zuträglich ist. Also reiche ich das heute noch schnell nach. Mittlerweile darf ich die Dame im Amt sicher duzen, wir sehen uns ja fast täglich.

parfuem

Für’s kommende Wochenende habe ich mir schon vor Tagen einen jener Filme aufgehoben, die ich schon seit längerem sehen wollte. “Das Parfum” von Patrick Süskind… Als Buch wurde mir das Werk bereits mehrfach angepriesen und ich mag es sehr gerne, wenn ich zuerst den Film sehe und danach das Buch lesen darf. Man hat zu allen Darstellern ein Gesicht vor Augen und kann sich Orte und Geschehnisse wunderbar im Geiste vorstellen. Meist ist es aber so, dass die Bücher ihren Verfilmungen in Sachen Anspruch weit voraus sind. Ich habe nun schon mehrfach Buch und Film zu verschiedenen Werken verschlungen und bisher konnte kein Film dem geschriebenem Wort auch nur im Ansatz gerecht werden. Wir werden also sehen, wie sich das beim Parfum verhält.

Herr S. aus P. geht ab Montag wieder arbeiten und somit kehrt hier wieder der geregelte Alltag ein. Der kleine Herr N. aus P. ist bereits auf dem Weg zur Schule und auch bei ihm gibt es keine bemerkenswerten Auffälligkeiten, außer der großen Klappe und der pubertären Besserwisserei. Also alles im grünen Bereich…Und Ihr so???


Männermund zur Abendstund’…

28. Januar 2009

Herr S. und Frau N. aus P. saßen gestern gemeinsam im Wohnzimmer zum Abendessen – es gab gebratenen Leberkäse mit Kartoffelsalat und Spiegelei – und schauten dabei gemütlich fern. Der kleine Herr N. aus P. wollte gerne in seinem Zimmer speisen und so wurde ihm wunschgemäß das Mahl in seinen Gemächern kredenzt. Während die alten Leutchen auf ihren Tellern schnippelten und dem Leberkäse zu Leibe rückten, huschte der kleine Herr N. durch die Küche und seine Erziehungsberechtigte fragte nach, was er suche. Er gab willig Auskunft und die beiden älteren Herrschaften aßen weiter. Unvermittelt hob Herr S. den Kopf und hakte nun bei seiner Tischdame nach, was der kleine Mann denn da tue und so kam folgende kurze Unterhaltung zustande:

„Was is’n?“

„Nix weiter, ihm ist da zu wenig Platz auf’m Teller und er holt sich noch einen kleinen Teller, wo er seine Eier drauf tun kann.“

Kurze Denkpause… Dann flüstert er gespielt empört:

„Beim Essen?????“

Wieder kurze Denkpause…

Frau N.aus P. wiehert los und verschluckt sich fast…

Männer sind Ferkel… Und Ferkel sind bekanntlich auch Schweine…


Morgen kracht’s…

25. Januar 2009

Allenorts schläft man noch, so auch im Hause Nyiri. Das Wochenende war insgesamt sehr schön ruhig und entspannend. Trotz kinderfrei genossen die alten Leutchen die Zeit zuhause und fröhnten kulinarischen Genüssen. Unternehmungstechnisch klinkten wir uns diese Woche aus, denn das Wetter draußen schreckt mich ab. Mal stürmt es, mal schneit, regnet oder graupelt es. Das nervt und als bekennender Winter-Fan sehne auch ich mich nun langsam nach Sonne und etwas wärmerer Luft. Herr S. aus P. ist auch in der kommenden Woche noch zuhause und der kleine Herr N. aus P. kommt heute Abend von seiner Oma zurück. Kaffee schmeckt hervorragend, sonst auch alles wie immer, was soll ich also schreiben.

Besondere Vorkommnisse gibt’s bisher keine und wenn ich so aus dem Fenster sehe, bleibt das auch so. Ab morgen steht dann mal wieder ein mittelschwerer Behördenmarathon auf dem Plan, was mich jetzt schon abnervt. Ich werde sämtliche Unterlagen von A nach B über C schleppen, um dann bei Behörde D zu erfahren, dass ich Fitzelchen 5.93 Abschnitt F noch nachreichen muss, wofür ich höchstwahrscheinlich wieder einen neuen Termin brauche. Was mich am meisten aufregt, ist, dass Änderungen in irgendwelchen Ämtern meistens erst dann bekannt werden, wenn die jeweilige Behörde dann darauf besteht, dass man dieses und jenes doch bitte hier oder dort beantragen solle. Vorher kursieren solche Änderungen immer nur als Gerücht und keiner weiß was genaues. Und genau aus diesem Grund turne ich morgen von Amt zu Amt, damit hier nix ins Stocken kommt.

Ich bin allerdings frohen Mutes, dass genau das passieren wird und koste schonmal, wie das Hungertuch schmeckt. Darin sind wir mittlerweile ja geübt. Danke Deutschland, Danke Frau Merkel und Danke an Frau Merkels Lakaien, die offenbar schreckliche Langeweile haben, denn aus welchem Grund sonst wird unentwegt an bestehenden Reglungen herumgedoktert, bis keiner mehr ‘nen Durchblick hat. Auch die Damen und Herren vom Amt schauen einen mittlerweile oftmals nur noch schulterzuckend an und sprechen von „nicht zuständig“ oder „die Kollegin hat grad Kaffeepause, da kann ich Ihnen jetzt auch nicht helfen“. Mir schwillt schon jetzt der Kamm, obwohl ich erst morgen all das hören werde…