26. November 2009

Heute haben wir so ganz nebenbei erfahren, dass wir morgen Prüfung haben. Und das Projekt, welches wir im Laufe des Moduls erarbeiten mussten, fließt mit in die Wertung ein. Das haben wir auch erst heute erfahren. Die gesamte Klasse ist geschockt, denn davon war bis heute keine Rede.
Leck mich am Arsch, das kann was werden…
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Verfasst von Frau N. aus P.
19. November 2009

Ich kann mich manchmal echt nicht besonders gut leiden. Kennt Ihr sicher auch, wenn Ihr Dinge tut, von denen Ihr genau wisst, dass sie falsch sind und trotzdem tut Ihr sie. Sind oft nur Kleinigkeiten, aber Ihr ärgert Euch dann über die eigene Dummheit, nicht wahr? Geht mir heute auch mal wieder so. Grrr…
Ich will vor ca. zwei Stunden die Kaffeemaschine für morgen früh vorbereiten, damit ich morgens nur aufs Knöpfli drücken muss. Also Wasser in die Kanne füllen, Wasser in den Tank schütten, Filtertüte rausnehmen und Kaffeepulverlöffelschnickeldi abzählen und in die Tüte machen. Filter zuklappen, Wassertank zuklappen und… Und…???
Einschalten…!!!
Nein, eben nicht. Nicht einschalten!!! Ich wollte erst morgen früh Kaffee trinken, nicht jetzt. Ja richtig, ich sitze jetzt mit Kaffee hier, weil ich den frischen Kaffee nicht einfach wegkippen möchte. Wie oft ist mir das jetzt schon passiert? Unzählige Male, aber nun schon eine ganze Weile nicht mehr. Und selten so spät am Abend. Ooooorrr…, ich hasse sowas. Vor allem hab’ ich das Malheur dann auch erst ‘ne Stunde später bemerkt, als ich beiläufig auf die Wasserstandsanzeige der Kaffeemaschine geschielt habe, weil ich mich ja kenne. Und tatsächlich – sie zeigte 0,0 Liter Wasser an. Hass…!!!

Update 00:29 Uhr / 20.11.2009:
Kaffeemaschine erneut befüllt. Knöpfli diesmal nicht gedrückt! Jedoch bin ich nach dem nächtlichen Hochgenuss von meiner ursprünglichen Morgendosis Koffein jetzt knallwach…!!! Tschackaaa…!!!
Update 02:32 Uhr (<—!!!) / 20.11.2009:
Verdammte Axt…!!! Ich bin immer noch glöcklewach und habe beschlossen, mich jetzt ins Schlafzimmer zu verdrücken, um dort im Dunkeln die Noppen meiner Tapete zu zählen. Ich habe soviel Koffein in sämtlichen Herzkammern, dass ich momentan glatt die ganze Ost neu pflastern könnte. Die riesigen Bäume hier im Viertel bräuchten auch mal ‘ne neue Frisur und wieviele Schlaufen hat eigentlich mein Teppich im Wohnzimmer? Meine Katze ist müde und genervt von mir, Sohnemann schläft rücksichtlos seit Stuuunden und ich teste gerade, wie oft man pro Sekunde zwinkern kann. Schlaf wird vollkommen überbewertet. Ehrlich…!!! Morgen Nachmittag werd’ ich bestimmt so ungefähr gegen 16.00 Uhr spätestens einfach umfallen und einschlafen. Irgendwo in Plauen, einfach so, von jetzt auf gleich, mit einem lauten Rumpeln. Ich werde vorher nicht mal mehr dazu kommen, irgendwen zu warnen. Am besten lege ich mich vorsichtshalber schon mal flach auf den Boden. Ich muss vollkommen verblödet sein, zu glauben, dass mir Kaffee zur Nacht nichts anhaben könne. Die Zeiten sind vorbei, dass weiß ich seit heute. Frau N. aus P. hat ‘nen schlimmen Koffeinschock und ich wette um 1000,- Euro, dass ich punkt 5.14 Uhr einschlafe, denn um genau 5.15 Uhr klingelt mein gottverdammter Wecker und im Augenblick is’ mir wie Staubsaugen, aber ich darf nicht, weil ich sonst wütende Nachbarn vor der Tür stehen habe, die ich in meinem derzeitigen Zustand wahrscheinlich sogar ins Koma plappern würde. Leute, ich geh’ jetzt Noppen zählen. Im Dunkeln (falls ich’s noch nicht erwähnt habe). Im Schlafzimmer. Jetzt…!!! (Ich bin nichtmal ein klitzekleines bisschen müde.) Ähäää…
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Verfasst von Frau N. aus P.
10. Oktober 2009
Mein Hirn braucht offenbar Urlaub – ganz dringend. Warum? Ist nicht so einfach zu erklären, aber ich versuch’s. Wie die meisten meiner Leser ja längst wissen, absolviere ich zur Zeit eine Weiterbildung in Sachen Webadministration und Design. Anfangs beschränkten sich die Themen hauptsächlich auf Design und im Moment befassen wir uns in erster Linie mit Servertechnologie und –sicherheit. Ziemlich trockener Stoff und nicht immer ganz einfach zu begreifen. Nun ja, gestern bin ich dann endlich ins wohlverdiente Wochenende gestartet und habe für alle meine Lieben zuhause leckeren, wunderbar reichhaltigen Salat mit selbst gemachten Knoblauchbrötchen geklöppelt. Bisschen zu viel genascht davon, anschließend bisschen Bauchweh bekommen, also ab ins Bett und jegliche Fummeleien auf “morgen” verschoben. Ja, ich weiß, Ihr hofft, dass es jetzt schlüpfrig wird. Ihr Schweine…
Also schläft Frau N. aus P. recht schnell ein und träumt sogar was. Dass sie träumt, ist nichts neues, aber was sie da geträumt hat, ist schon etwas schräg. Hat sich jemand schon mal näher mit Servertechnologie und –sicherheit befasst? Wohl eher die Wenigsten hier, also folgt eine klitzekleine Einleitung. Was ein Server ist, spielt jetzt mal keine Rolle, aber so ein Serverdingens “regelt” im Idealfall alles, was der Netz-Client so darf oder verboten bekommt. Also der Administrator konfiguriert alle Rechte von außen nach innen und umgekehrt. Man erstellt unter anderem Firewallregeln. Wie, was, wo, soll jetzt mal egal sein, im Grunde ist erklärt, was ein Server bzw. der Admin kann/macht. So, also ich liege also im Bett, schlafe tief und fest und fange an zu träumen. Wie bereits erwähnt, wurden die Schweinereien wegen Bauchgrummeln “verschoben” und diese “Verschiebung” zusammen mit dem Serverschnickschnack schlich sich in einer lustigen Kombination in mein Unterbewusstsein und brachte folgenden Traum zustande:
Es gibt in meinem Traum einen externen Clienten (den Bettbeifahrer), einen zwischeninstallierten ISA-Server und einen internen Webserver (das bin ich). Der Client startet eine Beischlaf-Anfrage an den Webserver (also mich) und scheitert schon am ISA-Server, da einige Firewallregeln den Zugriff verhindern. Der Client wendet sich an den Administrator (das bin zufälligerweise auch ich) und sagt, er habe “Verbindungsprobleme”. Der Admin quatscht den Clienten in gewohnt arroganter Weise mit Fach-Chinesisch zu, weil er ganz genau weiß, dass der Client nur Bahnhof versteht und er dessen Unwissenheit als Waffe gegen ihn einsetzen kann. Der Client fleht und bettelt um “Zugriff” und der Adminarsch (ich) tut so, als würde er dem Clienten helfen wollen. Da der Admin aber genau weiß, dass einige der Firewallregeln ganz bewusst so definiert wurden, dass der Zugriff scheitert, resigniert der Client irgendwann überfordert und schläft mit einem “steifen Nacken” ein. (Dass der Scheißadmin dem Clienten auch zur Sicherheit noch unzulässige IPs untergejubelt und ihn in einer blockierten Benutzergruppe untergebracht hat, weiß der arme Sack natürlich nicht. Nur so als Absicherung, falls die Firewallregeln versehentlich falsch eingestellt sind. “Zugriff” also unter gaaar keinen Umständen möglich. Harrrharrr…)
Ich wache auf und denke: “Wie geil ist das denn???”, feixe in die morgendliche Dunkelheit und denke: “Das muss ich bloggen!”. Also bin ich extra wegen Euch kurz nach 4.00 Uhr aufgestanden, habe mir einen ordentlich starken Kaffee gemacht und meinen Traum hier gebloggt, weil ich den sicher bis nachher vergessen hätte. Ich muss immer noch lachen, wenn ich das hier lese. Ich bin pöööse…, aber nur wenn ich schlafe. Und als Bonus habe ich extra für Euch Anschauungsmaterial geklöppelt. Bitteschön…!!!

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Verfasst von Frau N. aus P.
8. August 2009
Ja, schon wieder. Sicher denkt denken meine Leser, dass ich Fußfetischist bin. Falsch. Ganz falsch. Ja, ich knipse desöfteren meine Gehwerkzeuge, aber dafür gibt es einen Grund. Jeder Mensch mag an sich selbst einen Teil oder irgendetwas ganz besonders gerne und bei mir sind das meine Füße. Klingt vollkommen idiotisch, ist aber so. Ja und komisch klingt es auch, zugegeben. Nun, aus diesem Grund habe ich so einige Bilder von meinen Füßen – Füße in der Wiese, mit und ohne Gänseblümchen zwischen den Zehen, Füße im Sand der Karibik, Füße mit und ohne Schuhe und und und… Aber der Schnappschuss oben im Kopfbereich entstand diesmal ganz anders. Ja, das ist ein Schnappschuss und ich erzähle Euch, wie es dazu kam.
Das Bild ist etwas mehr als eine Woche alt/jung. Wie Ihr sicher noch in Erinnerung habt, waren meine Saarländer kürzlich zu Besuch im Vogtland. An einem dieser Tage kam ich völlig erledigt aus der Schule, pflanzte mich auf die Couch der Gästewohnung, in der meine Saarländer gastierten und legte meine geplagten Füße auf den Tisch. Auch Frau Mama tut das manchmal, also wusste ich, dass sich niemand daran stören würde. Meine Frau Mama setzte sich neben mich, schaute meine Füße an und fragte: “Was hast Du denn für kleine Füße?” Ich schaute sie etwas empört an und antwortete: “Wieso denn klein? Wir haben doch die gleiche Schuhgröße.” Sie schüttelte verneinend den Kopf und packte ihre Füße daneben. Tatsächlich schien es so, als wären meine Füße in den letzten Jahren kleiner geworden.
Wir schauten und verglichen eine Weile unsere unteren Extremitäten, als Schwesterlein sich ebenfalls dazusetzte und uns eine Weile zusah. Schließlich zog sie ihre Schuhe und Strümpflein aus und vervollständigte die “Tischdekoration” um ein weiteres Paar Füßlein. Als ich das alles so vor mir sah, konnte ich nicht anders und kramte nach meiner Kamera, um diesen Moment festzuhalten. Wann kriegt man schon mal so ein seltsames Motiv vor die Linse?! Nachdem ich zufrieden meine Kamera verstaute und Frau Mama ebenso begeistert von diesem außergewöhnlichen Bild war, versprach ich den beiden Mädels, dass ich genau aus diesem Schnappschuss ein neues Banner für diesen Blog basteln werde und hier ist es nun.
Ein Drei-Generationen-Banner. Links sind meine Füße, mittig die meiner Frau Mama und rechts – die leuchtenden 100-Watt-Füße – sind die, meiner kleinen Schwester. Hübsch, nicht wahr? Mir gefällt’s, sehr sogar. Und nein, ich fasse fremde Füße nicht an, ich mag eigentlich nur meine eigenen, aber hier mache ich eine Ausnahme und ich bin mir sicher, dass Frau Mama und Schwesterherz jetzt total verzückt vor ihrem Bildschirm sitzen und sich freuen. Ick freu’ mir ooch…
So und jetzt pack’ ich langsam die Badehose und das Söhnchen ein und verabschiede mich Richtung Talsperre, denn heute wird phantastisches Wetter und das nutzen wir aus. Während meiner Ferien war es ja weniger schön, aber das bevorstehende Wochenende verheißt wunderbares Wetter. Endlich…
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Verfasst von Frau N. aus P.
15. Juli 2009
Gestern Abend gegen 19.00 Uhr klingelt mein Handy.
“Spreche ich mit Frau N.?”
“Worum geht es denn bitte?”
“Hier spricht die Geschäftsleitung der McDonalds Filiale PL. Haben Sie einen Sohn, der S. heißt?”
“Ja, ich bin mir relativ sicher.”
“Ich wollte Sie darüber in Kenntnis setzen, dass Ihr Sohn bei uns vier Wochen Hausverbot hat.”
“Ach ja? Interessant…”
“Er und seine Freunde haben sich in unserem Hause daneben benommen, mit Servietten über die Tische gespuckt, gelärmt und jedes gute Benehmen vermissen lassen.”
“Tatsächlich?”
“Ja, ich wollte Ihnen nur Bescheid sagen.”
“Ich bedanke mich für Ihren Anruf und kann Ihnen versichern, dass das Konsequenzen hat. Für ihn…, versteht sich…”
“Vielen Dank.”
“Keine Ursache…”
“Schönen Abend noch…”
“Danke, ebenfalls…”
Ich wählte anschließend die Nummer meines kleinen Herrn Lässig und hakte nach. “Ich hab’ nicht bei dem Mist mitgemacht. Das waren die anderen.” Ja klar, und ich bin der Kaiser von China, Freundchen… Mein Kind, der Engel – wer’s glaubt wird selig und wer’s nicht glaubt, kommt auch in den Himmel.
Fazit: Neuer Laptop für die gesamte Länge des Hausverbotes konfisziert. Pech gehabt, mein übermütiger Freund…
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Verfasst von Frau N. aus P.
8. Juni 2009
Was ein Säbel ist, weiß jedes Kind.
Zähne sind uns ebenfalls bekannt.
Und dass Füße das Fortbewegungsmittel zahlreicher Tierarten sind, wissen wir eigentlich auch.
Und was ein Huhn ist, dürfte nahezu jedem Menschen bekannt sein, der über eine durchschnittliche Allgemeinbildung verfügt.
Was aber nun ist ein Säbelzahnfußhuhn? Welche Tierart verbirgt sich hinter jenem furchteinflößenden Namen? Nun denn, gehen wir der Sache auf den Grund. Beim gestrigen Spaziergang durch den hiesigen Stadtpark liefen wir am Freiluftgehege vorbei, in dem sich schon seit Jahren Wellensittiche, Hühner verschiedener Arten, mitunter auch Tauben oder andere Geflügelspezies befinden. Gerne bleiben dort Spaziergänger stehen, füttern oder beobachten die Tiere und haben die Möglichkeit diese Tiere etwas genauer in Augenschein zu nehmen. An sich nichts Spektakuläres.
Unter all den Federviechern stolzierte ein wahrhaft stattlicher Hahn umher und als dieser dicht am Gitter an uns hochäugte, kniete sich ein namentlich nicht erwähnter Herr (ja, genau der) hin und studierte eingehend die Anatomie dieses Tieres. Nicht nur das er versuchte, diesen Hahn zum Gackern zu bringen, nein, er entdeckte an dessen Füßen etwas, was ihn staunen ließ. Die männlichen Vertreter vieler Geflügelarten tragen an der Rückseite ihrer Beine eine mehr oder weniger große “Kralle”, die man tatsächlich aber “Sporn” nennt. Bei Kampfhähnen beispielsweise werden diese Sporne mitunter zu messerartigen Gebilden zurechtgefeilt, um die Verletzungsgefahr des gegnerischen Hahnes zu maximieren.
Das vor uns stehende Exemplar hatte tatsächlich einen äußerst imposanten und sehr stark ausgeprägten Sporn aufzuweisen und das war der eigentliche Stein des Anstoßes. Wir spekulierten, ob dieser Sporn nun ungesund groß sei oder ob dies eine Laune der Natur oder aber eben vollkommen natürlich sei. Wir kamen zu keinem einleuchtenden Ergebnis und der namentlich nicht erwähnte Herr glaubte, des Rätsels Lösung gefunden zu haben. Bei diesem stattlichen Hahn mit seinen unübersehbaren “Waffen” konnte es sich nur um ein “Säbelzahnfußhuhn” handeln.
Dass ich mich kurz lachend entfernen musste, bedarf keiner weiteren Erläuterungen, denke ich. Später am Abend korrigierte der Herr seine Artenbezeichnung zwar in “Säbelzahnfußhahn”, aber erstere Bezeichnung gefiel mir auf Anhieb besser, keine Ahnung, warum… Also gebt acht, liebe Leute. Selbst gewöhnlich anmutende Haushühner bzw. –hähne tragen Waffen bei sich und sie können Euch Furcht und Angst einflößen, Euch bedrohen, Euch verwunden und bieten genau deshalb unendlich viel Stoff für abenteuerliche Lagerfeuergeschichten…
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Verfasst von Frau N. aus P.
20. Mai 2009
Man nehme ein Schnapsroulette, je eine Flasche Kirsch, Pina Colada, Pfeffi, Blue Curaçao, Eierlikör, Feigling, Kümmerling, Ouzo und Erdbeersekt, befülle die vorhandenen Gläser schön gemischt, setze vier trinklustige Damen und einen lustigen Hahn im Korb an einen Gartentisch und bringe die Kugel zum Rollen. Der Spaßfaktor erhöht sich enorm, wenn man unter die hochprozentigen Getränke hin und wieder Mischungen der besonderen Art bringt, wie z.B. Gurkenwasser von eingelegten sauren Gurken, Ketchup mit Wasser verdünnt, selbiges mit herkömmlichem Senf oder Steakmarinade, Biermix oder Traubensaft, mitunter auch gerne mehrere Schnapssorten in einem Glas gemischt. Auf jeden Fall sollten immer mindestens zwei bis vier übel schmeckende Getränke dabei sein, um die Spannung zu steigern. Man spiele einige Runden vor dem Grillen und ausreichend Runden nach dem Grillen, damit das alte Kinderliedchen “Ein Hut, ein Stock, ein Reee-gen-schirm” besser funktioniert (auf dem Heimweg).
Wer sowas macht? Na wir…!!!
Schee war’s…
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Verfasst von Frau N. aus P.
18. Mai 2009
Das Wetter war am vergangenen Wochenende einigermaßen gnädig und nachdem sich Sohnemann mal wieder spontan Richtung Dorf verabschiedet hatte, wagten wir einen Abstecher zum Plauener Frühlingsfest. Die Stadt war erwartungsgemäß übervölkert und nach einem ausgedehnten Rundgang bissen wir uns auf dem Altmarkt an einem Bowlestand fest. Nach und nach gesellten sich ein paar Bekannte dazu und wir Mädels kosteten uns fröhlich durch die Bowlesorten. Angefangen wurde mit Lycheemischmasch, über Erdbeer- und Kirschbowle, bis hin zur tropischen Mixtur, bei der wir dann zwecks hohem Zuckergehalt auch hängenblieben. Die beschwipsten Früchtchen schmecken ganz vorzüglich und mit jedem Becher wurde es lustiger, klare Sache. Die grausamen Details unserer kleinen Bowleverkostung erspare ich Euch.
Zu vorgerückter Stunde dann stieg ein berühmt-berüchtigter Plauener auf die Bühne und machte seiner berühmt-berüchtigten Plauenerin einen Heiratsantrag. Gejohle und Geklatsche folgten und der Plauener untermauerte seine festen Absichten mit einer Kiste Feiglinge, die in Windeseile den Weg in unsere durstigen Kehlen fand. Was die Stimmung anging, gab es also nichts zu meckern und nachdem ich mir mitten in der Nacht noch eine Bratwurst gönnte, traten wir den Heimweg an. Frau N. aus P. läuft nicht gerne zu Fuß, noch viel weniger gerne tut sie das, wenn sie “angelustigt” ist und so nörgelte sie den ganzen Heimweg über die Beschwerlichkeiten des nächtlichen Fußmarsches. Ihr werter Begleiter ertrug all das mit einer bewundernswerten Engelsgeduld und war sicher mehr als froh, als die Nörgeltante im heimischen Bett ohne weitere Zwischenfälle die Augen schloss und ganz fix einschlief.
Was allerdings unsere heranwachsende Jugend bei solchen Stadtfesten so treibt, könnt Ihr hier sehen. Mit Erlaubnis der Frau Mama darf ich hier die abschreckenden Beweise veröffentlichen, was alles passieren kann, wenn man seinen Nachwuchs auch nur einen winzigen Moment lang aus den Augen lässt. Da wird heimlich Bowle getrunken, es wird geraucht und dann schläft man inmitten von Menschenmassen ein, den gehässigen Paparazzi hilflos ausgeliefert. Liebe Mädchen und Jungs, macht das bloß nicht nach!!!


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Verfasst von Frau N. aus P.
3. April 2009
Das Wochenende steht unmittelbar bevor und mein Auto ist immer noch kaputt. Sohnemann geht es soweit wieder ganz gut und er geht heute auch wieder zur Schule. Dank einem Tag Auszeit, etwas Medizin und unzähligen Tassen Tee konnten wir schlimmeres verhindern und gestern Abend war die große Klappe schon wieder funktionstüchtig und weitere Krankentage vom Plan gestrichen. Vorgestern habe ich sämtliche Heizkörper bis zum Herbst in den Ruhestand versetzt und beschränke mich im Falle von noch zu erwartender Schafskälte, Eisheiligen oder kalter Sophie auf Strickjacken, Pullis und Wuschelsocken. Die neuen Fensterbehänge an den Dachfenstern tun ihren Dienst wie geplant und ich bin sehr zufrieden damit. Obendrein ist es im Schlafzimmer jetzt auch lange nach Sonnenaufgang wunderbar dunkel, ganz so wie ich es mag. Auch Herr N. aus P. macht jetzt desöfteren Gebrauch von diesen Verdunklungswerkzeugen, denn bei strahlendem Sonnenschein morgens um 7.00 Uhr ist an erholsamen Schlaf nicht mehr zu denken.
Fürs Wochenende habe ich kleine aber feine Pläne. Herr N. wird ja heute Nachmittag von Papa abgeholt und ich werde den Freitag schön gemütlich ausklingen lassen. Morgen fahre ich dann mit Bus und/oder Bahn zu meiner Freundin und bleibe dort wahrscheinlich auch über Nacht. Abends wollen wir uns irgendwo verlustigen und da ich nicht die geringste Lust verspüre, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause zu fahren, darf ich mit Schlafanzug, Zahnbürste und Hausschuhen bewaffnet bei ihr in den Sonntag starten. Spätestens gegen Mittag werde ich dann wieder den Heimweg antreten und mich auf der heimischen Couch in Entspannung üben. Der Sonntag soll ja laut Wetterbericht nicht sonderlich berauschend werden, also juckt es mich dann auch nicht weiter, dass mein Auto kaputt ist.
Tja, und dann bin ich gestern Abend beim Switchen zwischen den Fernsehkanälen doch glatt bei “Frauentausch” hängengeblieben. Ich weiß ja nicht, ob das gestern jemand von Euch gesehen hat, aber der Begriff “Fremdschämen” erreichte durch die gestrige Episode eine vollkommen neue Dimension. Da ich dieses Format nicht regelmäßig verfolge, war ich im Unklaren darüber, welche Familien sich für diesen Frauentausch bewerben. Um die Quoten nach oben zu katapultieren setzt man wohl mittlerweile auf gesellschaftlich mitunter auffällige Familien und dieses Konzept fruchtet sogar bei mir. Ich kann nur schwer in Worte fassen, was ich da gestern gesehen habe und verweise an dieser Stelle besser hierher (weiterführende Links findet Ihr dann auf der rechten Seite), damit sich interessierte Leser selbst ein Bild verschaffen kann. Heute Morgen forschte ich dann etwas gezielter nach und fand das hier und zu allem Überfluss auch noch das hier. Ihr kennt das – es ist wie ein Autounfall. Man kann nicht richtig hinsehen, aber auch nicht richtig wegsehen. Ich bin angesichts der gesehenen Bilder sprachlos und irgendwie schockiert.

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Verfasst von Frau N. aus P.
30. März 2009
Jetzt haut’s Euch bestimmt die Fragezeichen raus, nicht wahr? Einfach zu erklären ist das in der Tat nicht, aber ich versuche es. Meine auswärtigen Leser werden auch mit der besten Erklärung nichts anfangen können, aber die Neideitler(1) sitzen vielleicht schon jetzt schmunzelnd vor den Bildschirmen. Dazu müssen wir allerdings im Kalender einige Jahrzehnte zurückgehen. Gegenstand der damit verbundenen Geschichte waren die Leuchtwaren an damaligen Geschäften und die mitunter recht unmodischen Bekleidungsstücke von Bewohnern der sowjetischen Besatzungszone. Nach nunmehr zwei Jahrzehnten können eben jene Menschen über die politischen Missstände milde lächeln und über das mangelhafte Angebot an Waren in den meist leeren Regalen lachen, wenn auch nicht über alles.
Es ergab sich also eine Unterhaltung über einen Imbiss in unser aller Heimatstadt und wir diskutierten, wie diese Lokalität wohl damals hieß. Zwar kennen wir die meisten Namen und mehr oder weniger genauen Standpunkte einstiger Begegnungsstätten noch, aber die eine oder andere Kleinigkeit wurde nun doch schon Opfer unserer Vergesslichkeit. Nun denn, wir überlegten hin und her, kramten alte Bilder hervor und irgendwer entdeckte dann auf einem der Bilder Teile der alten Leuchtreklame, die – Achtung jetzt kommt das erste geniale Wort – wohl im hiesigen VEB Neonröhrenbiegetechnikkombinat gefertigt worden sein musste. Nein, es gab derlei Firmennamen natürlich auch im Osten nicht, aber fakt ist, dass viele Betriebe recht merkwürdige und übertrieben wichtige Namen trugen, auch wenn dort ganz gewöhnliche Dinge hergestellt wurden. So kam es eben, dass mitunter überlange und wunderbar technisierte Bezeichnungen dafür kreiert wurden, um eine banale Werkstatt furchtbar wichtig klingen zu lassen.
Genau dieser Umstand sorgte nun für die scherzhafte Namensschöpfung und sorgte meinerseits für einen nur schwer kontrollierbaren Lachanfall. Damit nicht genug. Man unterhielt sich am Rande auch über die manchmal wirklich hässlichen Kreationen der ostdeutschen Modemacher und erinnerte sich an die eigene Jugendweihe. Und schon war das zweite Wort geboren. Ein Rundstrickkleid und der dazugehörige Schaumgummimantel verursachten lebensbedrohliche Atemnot bei mir und auch andernorts kicherte man herzhaft über die Kleiderordnung der betreffenden Dame bzw. deren Bezeichnung dafür. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es tatsächlich Schaumgummimäntel gab, aber manche Kleidungsstücke sahen in der Tat sehr befremdlich und alles andere als schön aus. Die Bewohner der alten Bundesländer sitzen jetzt sicherlich verständnislos vor den Monitoren und runzeln die Stirn. Wie bereits eingangs erwähnt, verstehen diese Art von Humor sicher nur diejenigen unter Euch, die jene Zeiten miterlebt haben.
Es ist der einzigartige Humor über all diese Dinge von damals, der uns Ostkinder verbindet. Ohne Frage war das damals gegenwärtige Zeitgeschehen manchmal so gar nicht lustig, wir musste viel entbehren und lernten vieles erst nach der Wende kennen, aber heute können wir darüber lachen und scherzen. Ja wir lachen darüber, wenn Kleinkinder in gelbe Luftballons bissen, weil sie wie eine Banane aussahen. Wir lachen auch darüber, dass wir beim ersten Besuch in den alten Bundesländern ratlos vor elektrischen Schiebetüren standen und verzweifelt den Türgriff suchten. Wir schmunzeln keineswegs beschämt, wenn wir uns erinnern, wie kreativ wir unsere Kleider oder andere Dinge des täglichen Lebens aufpimpten, um uns vom Einheitsbrei der sozialistischen Warensortimente abzuheben, denn wenn es schon mal ein schickes Shirt gab, dann trugen dass 85% unserer Freunde auch und wir sahen alle gleich aus. Wir hatten nicht viel, aber wir alle hatten eines – Humor. Den haben wir bis heute und manchmal ist er derbe, aber er kommt aus tiefstem Herzen und er erhält uns am Leben. Er lässt uns heute über Dinge lachen, die wir damals nur schwer ertragen konnten.
(1) Mitglieder eines Forums für Vogtländer (neideitel.de)
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Verfasst von Frau N. aus P.
28. März 2009
Es ist wieder soweit – die Sommerzeit drängt sich uns auf. Wo genau der Sinn hinter dieser halbjährlichen Zeitumstellung steckt, habe ich bis heute nicht erfasst. Danach geforscht habe ich allerdings auch nicht. Angeblich wurde sie ursprünglich aus energiepolitischen Gründen eingeführt, was eine nur schwierig greifbare Aussage für mich darstellt. Nach wie vor nehme ich sie als notwendiges Übel und als äußerst überflüssig wahr. Bringt sie tatsächlich einen echten Nutzen mit sich? Spart sie denn wirklich Energie, weil das Tageslicht länger “nutzbar” bleibt? Ist das so? Sie tritt insbesondere durch ihren verwirrenden Charakter in Erscheinung und stiehlt uns in erster Linie ganze 60 Minuten unserer Zeit, die unser Biorhythmus erst nach einigen Tagen wieder ausgleichen kann. Selbst die innere Uhr weigert sich, den Zeiger auch nur um Haaresbreite zu bewegen. Es ist ein Phänomen, dass durchaus bemerkenswert ist. Wie oft gelingt es uns, die Zeit ohne einen Blick zur Uhr meist erschreckend genau zu bestimmen? Sobald aber Winter-/Sommerzeit in Kraft treten, gehen unsere inneren Uhren trotzdem oft auf die Viertelstunde genau in der Zeit, die gerade aktuell ist, sofern nicht gerade die Zeit mal wieder umgestellt wurde, denn dann variiert diese innere Zeit um genau diese Stunde. Am Ende nervt mich diese Zeitumstellung mit aller Verlässlichkeit aufs Neue, aber man zwingt sie uns auf – leider…

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Verfasst von Frau N. aus P.
22. März 2009
Der Sonntag hat wunderbar leise und mit Sonnenstrahlen begonnen, die sich aber leider inzwischen verabschiedet haben. Gestern war ich ziemlich lange unterwegs und habe den Nachmittag und auch den Abend inklusive der halben Nacht im Kreise von Freunden verbracht. Nachmittags war ich mit einer guten Freundin in der Stadt unterwegs und nachdem wir die vereinbarten Erledigungen hinter uns gebracht hatten, vergnügten wir uns in einer recht bekannten Lokalität bei einem befreundeten Wirt an dessen “Mensch-ärgere-Dich-nicht”-Tisch. Ich muss wohl nicht großartig erwähnen, dass ich fast immer verlor, aber wir hatten enorm viel Spaß und lachten, bis die Bäuche schmerzten. Gegen 20.00 Uhr und gefühlte 62 Spiele später verabschiedete ich mich und ging zu meiner Abendverabredung.
Dort wartete man schon und zog sich auch gleich an, um eine andere lustige Kneipe auszusuchen. Dort stieß dann auch gleich der “Rest” der Abendgesellschaft zu uns und man amüsierte sich prächtig über meine nicht vorhandenen Dart-Künste. Im Nicht-Treffen bin ich nämlich große klasse und der letzte Platz ist mir fast immer sicher, Ausnahmen sind eher Zufälle. Mir macht das nix, weil ich da mitspiele, um Spaß zu haben. Würde ich nicht immer so hübsch daneben schießen, wäre es bestimmt nicht ganz so lustig. Gegackert wurde auch ordentlich und mein Tischnachbar verlor zusehens die Contenance, was wohl am letzten Bierchen lag, das offenbar schlecht war. Die Wolldecke im Mund wurde immer dicker und der Quirl unter der Zunge erschwerte das Sprechen.
Natürlich wurde der Herr fein säuberlich zuhause abgeliefert, als sich die illustre Gesellschaft dann auflöste und heute Morgen klang der Gute schon wieder ziemlich fit. Training ist eben alles. An dieser Stelle muss ich mal die netten Wirtsleute vom “Moz” loben, denn die Bockwurst dort schmeckt einfach geil. Ich bin kein BoWu-Fan, aber die dort schmeckt guuut!!! Jamm… Und weils so witzig war, haben wir auch ein paar Bilder geschossen (leider nur mit dem Handy), wovon ich Euch eines zeige. Falls der alte Herr auf dem Bild mit der Veröffentlichung seines Blondschopfes nicht einverstanden sein sollte, dann bitte ich um Mitteilung. Ob ich aber das Bild dann entferne, steht in den Sternen…

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Verfasst von Frau N. aus P.
21. März 2009
Mal angenommen, man müsste mich mit einem einzigen Wort beschreiben. Welches Wort stünde für Frau N. aus P.? Kam mir grad beim Stöbern im Netz so in den Sinn und ich reiche diese Frage an meine Leser weiter. Ich bin sehr gespannt auf Eure (hoffentlich zahlreichen) Kommentare. Ich bin auf sämtliche Gemeinheiten, schonungslose Wahrheiten oder auch Bauchpinseleien vorbereitet, aber ich warne jeden Kommentator: Ich weiß, wo Euer Haus wohnt!

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Verfasst von Frau N. aus P.
19. März 2009
Gegen Morgen bin ich hochgeschreckt, weil ich einem etwas wirren Traum auf den Leim gegangen bin. Nicht dass ich sonst geordnet träume, aber diesmal saß am Ende eine ausgewachsene und mächtig behaarte Vogelspinne an meinem Hals und trotz des guten Vorsatzes, nicht auszuflippen, fuchtelte ich dann doch irgendwann hysterisch an meinem Hals herum. Ich weiß nicht mal mehr, was genau ich da vorher zusammengeträumt habe, aber das Ende dieses Traums fand ich wenig entzückend. Das Weckerklingeln war laut Anzeige auch nicht mehr weit entfernt, also lag ich nur noch im Halbschlaf rum und dachte darüber nach, wie es wäre, ein Buch zu schreiben. So dachte ich also im Dunkeln über die Art des Buches nach. Kinderbuch? Hm, ich als die typische Mutter? Irgendwie skurril, paradox, unwahrscheinlich. Ein Lebensroman in Anlehnung an meine eigene Geschichte mit tausend lustigen Synonymen für all die Kandidaten, die meinen Weg gekreuzt haben? Manche von ihnen waren ja einigermaßen normal, andere wieder haben sich durch mehr oder minder schräge Verhaltensweisen früher oder später als Partner disqualifiziert. Die dazugehörigen Geschichten könnten für einige Lacher garantieren, aber wie interessant mag so eine Lektüre sein?
Wobei ich feststellen muss, dass all diese Komischkeiten (ich mag dieses Wort langsam) viel zu komisch wären, um sie zu erfinden und damit sind sie schon wieder lesenswert. Zwar wurde mir nun schon mehrfach ans Herz gelegt, doch endlich mal ein Buch zu schreiben, aber wer wäre denn meine Zielgruppe? Reicht meine Schreibe für ein Buch aus? Kann ich Leser über mehrere hundert Seiten fesseln, ohne zu langweilen? Sehr unwahrscheinlich. Wenn man aber bedenkt, womit eine Charlotte Roche einen Bestseller landete, möchte man meinen, dass nahezu jede/r zu derlei Kritzeleien imstande ist. Wenn man mit solchem Dünnschiss Geld verdienen kann, dann sollte jeder Mensch mindestens ein Buch im Leben schreiben. Nein, es würde kein Harry Potter Verschnitt werden, kein Rosamunde Pilcher Abklatsch, kein Liebesroman, kein Krimi, kein Phantasiegebilde. Es würde vermutlich einfach nur die Aufzählung all meiner persönlichen Katastrophen werden. Manche lustig, manche tragisch, aber mitunter sehr unterhaltsam. Wie bringt man sein chaotisches Leben in verbale Ordnung? Geht das denn überhaupt, wenn man so dermaßen unchronologisch lebt oder bisher gelebt hat? Fragen über Fragen…
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Verfasst von Frau N. aus P.
3. März 2009
Im Bäuchlein rumpelt es zwar noch ordentlich, aber ansonsten normalisiert sich alles wieder. Schauen wir mal, ob diese Besserung anhält und weiter fortschreitet oder ob es herbe Rückfälle geben wird – man bzw. frau hofft es nicht. Die Stadt ist heute in dicken Nebel eingehüllt und erschwert den gewohnten Panoramablick aus dem Küchenfenster. Irgendwie schaut das witzig aus und dieser Anblick untermauert die Theorie, dass die Erde doch eine Scheibe ist und “der Rand” genau in der Ost liegt. Hinter der gegenüberliegenden Häuserzeile hört die Stadt einfach auf, dort ist sie “zuende”.

Man könnte auch davon ausgehen, dass die Ostvorstadt der Bauchnabel dieser Scheibe sei, denn rund um unser Haus bietet sich der gleiche Anblick. Der Rest der Bevölkerung befindet sich also auf der “Unterseite” der Scheibe und schläft noch friedlich, denn dort müsste noch tiefste Nacht herrschen. Ist nun auf der Unterseite die Süd oder ein anderer Stadtteil der Vogtlandmetropole? Folgerichtig ist auch der Mond eine Scheibe, der sich seitlich dieser “Ostscheibe” befindet und seine Rückseite ist die Sonne, die momentan in der Ost für Tageslicht sorgt. Nein, der Mond ist also kein Schnapprollo, wie böse Zungen immer wieder behaupten.
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Verfasst von Frau N. aus P.
25. Februar 2009
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Verfasst von Frau N. aus P.
14. Februar 2009
…erhöht sich die Zahl derer, die mich am Arsch lecken können. Ausweinen will man sich, eine ehrliche Meinung ist jedoch nicht erwünscht. Man verlangt, es solle trotz allem Widersinn beigepflichtet werden. Nein, das kann ich nicht und das will ich nicht. Augenwischerei war noch nie mein Ding und wird es niemals sein. Ewiges Genörgel macht jeden irgendwann mürbe, so auch mich. Ich mag nicht mehr… Nein, es geht nicht um Männer…
Und es nervt mich zunehmend, wenn jemand immer mit Gewalt “anders als die anderen” sein muss, nur weil das dringende Bedürfnis besteht, sich zu unterscheiden. Wozu? Selbst um den Preis, sich lächerlich zu machen?! Nein, ich muss nicht für alles Verständnis haben und eines sei gesagt: Es nervt nicht nur mich langsam, sondern ausgesprochen hat das vor nicht allzu langer Zeit jemand, von dem es nicht erwartet wurde. Peng… Danke für alles, aber hier ist Schluss. Ich brauche endlich Ruhe und wenn man jemandem sehr oft und gerne Gehör geschenkt hat und dann selbst mal ein Ohr braucht, kommt etwas, was all dem ferner als sonst was liegt. Das hatte mit Ehrlichkeit nix zu tun, absolut gar nix. Und sowas nehme ich übel.
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Verfasst von Frau N. aus P.
4. Februar 2009
Angenommen, man könnte irgendwo anrufen und all die Dinge bestellen, die man im Laden nicht kaufen kann – zum Nulltarif versteht sich. Da mich im Augenblick der Winter bzw. das vorherrschende Klima extrem nervt und man in den Monaten der kalten Jahreszeit fast nur im Dunklen oder bei trübem Wetter dahinvegetiert, spinne ich gerade herum, was ich dort alles bestellen würde.
- Sommer (wer hätte das jetzt vermutet)
- fleißige, kleine Zwerge, die nachts den Geschirrspüler gaaanz leise ausräumen
- noch mehr fleißige, kleine Zwerge, die immer brav die saubere Wäsche zusammenlegen und in den Schrank räumen
- ohne dick zu werden Negerküssen essen können (für alle anderen Leckereien bitte auch)
- Abschaffung der Mülltrennung (knüppelt ruhig auf mich ein, ich hasse dieses Mülltrennungstheater)
- kostenlosen DSL-Zugang in Lichtgeschwindigkeit
- Pflanzen, die sich selbst versorgen (im Idealfall auch für pubertierende Kinder)
- selbstreinigendes Katzenklo (macht nicht nur die Katze froh)
- schon wieder so kleine, fleißige Zwerge, die jede Woche mein Auto innen und außen putzen
- Wohnungsputzzwerge (so kleine, fleißige)
- Kinderausschimpfzwerge (ganz große), damit Sohnemann sich die große Klappe abgewöhnt
- jeden Tag drei Wünsche frei haben
- Zopfflechtzwerg (da reicht einer)
- Zwerg für alles andere
Reicht für’s erste, denke ich. Langweilig ist mir irgendwie immer noch, obwohl ich schon den halben Tag am rumrödeln bin. Scheiß Winter… Geht mir echt auf’n Lollo langsam. Ich will mal wieder ohne Jacke und mit nackten Füßen raus. Ja, ich weiß, kann ich auch jetzt, aber ich will dabei nicht frieren.

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Verfasst von Frau N. aus P.
3. Februar 2009
Habe schlecht geschlafen, bin nicht zuletzt deswegen auch schon enorm übellaunig aufgestanden und gehe entsprechend geladen in den Dienstag. Was weiß ich, welche Laus mir heute Nacht über die Leber gelaufen ist, aber heute ist einer dieser Tage, an denen ich hochexplosiv dem Alltag entgegensteuere und froh bin, wenn der Tag vorbei ist. Richtig fest schlafen konnte ich irgendwie nicht und so ist es kein Wunder, dass ich nicht wirklich ausgeruht bin. Gegen 4.30 Uhr gab ich mich geschlagen und kroch aus dem Bett. Herr S. aus P. bewältigte gestern seinen ersten Arbeitstag nach der Krankschreibung und war folgerichtig komplett gebügelt, als ich gestern Abend nach Hause kam. Mit knallroten und klitzekleinen Augen lag der Herr nahezu regungslos auf der Couch und blinzelte mühevoll in den Fernseher. Gegen 21.30 Uhr schickte ich ihn mitleidig schlafen und als ich knappe 20 Minuten später folgte, schlief man schon tief und fest.
Das Wochenende war durchschnittlich ruhig, aber meinen Film habe ich mal wieder nicht zu sehen bekommen. Entweder fehlte mir die Lust, mich auf die Handlung zu konzentrieren, dann wieder keine Zeit oder aber im TV lief gerade etwas, was ich nicht verpassen wollte. So staubt mein “Parfum” im Regal vor sich hin, aber aufgeschoben ist noch lange nicht aufgehoben. Nach knappen 14 Tagen kulinarischen Streifzügen durch die nyírische Speiselandschaft, kneifen nun mittlerweile schon die Hosen und ich enthalte mich seit gestern wieder etwas mehr. Die Krankschreibung von Herrn S. hatte zur Folge, dass wir hier fast täglich kochten, vereinzelt sogar Kuchen gebacken haben und nach Lust und Laune futterten. Nicht nur, dass die bösen, kleinen Kalorienmännlein nachts meine Hosen dann von Tag zu Tag enger nähten, nein, als ob das nicht reicht, füllte sich der Kühlschrank mehr und mehr mit Überbleibseln der Fressorgien, deren Verzehr ebenfalls notwendig wurde, denn wer wirft schon gerne Essen weg.
Ich weigere mich beharrlich, auf die Waage zu steigen, denn das Miststück lügt ohnehin. Bauch einziehen nützt da auch nix und ich werde essenstechnisch vorerst kürzer treten. So geht das ja nun nicht. Es ist nun wirklich nicht so, dass der Kühlschrankinhalt nicht enorm verlockend lächelt, wenn ich nach der darin befindlichen Milch greife und es fällt mir äußerst schwer, die Tür des selbigen ohne einen beherzten Griff hinein zu schließen. Es nützt aber nix, die temporären Speckröllchen müssen sofort wieder runter, denn wenn die sich erstmal festgefressen haben, wird es schwer, sie wieder loszuwerden. Mein erster “Reduktions”-Tag gestern zeigt bereits Wirkung und ich fühle mich sehr viel weniger gestopft als gestern noch. Es ist aber auch leidvoll, wenn man gerne isst und zur Zunahme neigt. Vor Sohnemanns Geburt hatte ich damit nie Probleme und konnte nach Herzenslust essen, was ich wollte, wieviel ich wollte und wann ich es wollte. Nun heften sich aber schon 15 Pfund einfach mal so an die Hüften, wenn ich an einem herzhaften Braten vorbeilaufe. Scheißdreck…
Jammern nützt nix, Enthaltsamkeit und Disziplin sind angesagt, wenn ich mich im kommenden Sommer mit leichterer Bekleidung nicht komplett blamieren will. Frau hat schließlich ihren Stolz und einen zweifelhaften Ruf zu verlieren
. Wer macht mit???
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Verfasst von Frau N. aus P.
28. Januar 2009
Herr S. und Frau N. aus P. saßen gestern gemeinsam im Wohnzimmer zum Abendessen – es gab gebratenen Leberkäse mit Kartoffelsalat und Spiegelei – und schauten dabei gemütlich fern. Der kleine Herr N. aus P. wollte gerne in seinem Zimmer speisen und so wurde ihm wunschgemäß das Mahl in seinen Gemächern kredenzt. Während die alten Leutchen auf ihren Tellern schnippelten und dem Leberkäse zu Leibe rückten, huschte der kleine Herr N. durch die Küche und seine Erziehungsberechtigte fragte nach, was er suche. Er gab willig Auskunft und die beiden älteren Herrschaften aßen weiter. Unvermittelt hob Herr S. den Kopf und hakte nun bei seiner Tischdame nach, was der kleine Mann denn da tue und so kam folgende kurze Unterhaltung zustande:
„Was is’n?“
„Nix weiter, ihm ist da zu wenig Platz auf’m Teller und er holt sich noch einen kleinen Teller, wo er seine Eier drauf tun kann.“
Kurze Denkpause… Dann flüstert er gespielt empört:
„Beim Essen?????“
Wieder kurze Denkpause…
Frau N.aus P. wiehert los und verschluckt sich fast…
Männer sind Ferkel… Und Ferkel sind bekanntlich auch Schweine…
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Verfasst von Frau N. aus P.
21. Januar 2009
Guten Morgen, Mädels…
Seit gestern bin ich nun wieder ein Jahr älter und da ich schon seit Jahrzehnten meinen Geburtstag nicht mehr feiere, unterschied sich der gestrige Tag nur unwesentlich vom Rest des Jahres, wenn man von den Glückwünschen absieht, die tagsüber per Handy, Email oder auf anderen Wegen via Internet ins Haus flatterten. Danke erstmal an alle, die mir ihre Glühstrümpfe an den Kopf geworfen haben. Ist nicht ganz einfach, da ich mein Geburtsdatum meist nicht preisgebe. Es ist dennoch erstaunlich, wieviele Menschen es trotzdem spitzkriegen. Der Tag begann also ziemlich ruhig, wie sonst auch. Eigentlich wollte ich ja bis Mitternacht ausharren und war gespannt, was Herr S. aus P. sich einfallen lassen hat, denn er behauptete, dass er kein guter Geschenkemacher sei. Also glotzte ich bis ca. 23.20 Uhr am Vorabend ein bisschen in der Gegend rum, kicherte mit dem Herrn ein bisschen in die Kissen und… Ja und…? Ich schlief ein…!!!
Mist verdammter…!!! Irgendwann lange vor dem Weckruf öffnete ich die Augen und Herr S. aus P. stellte folgerichtig und irgendwie leicht amüsiert fest: „Na? Bist wohl doch eingeschlafen?“ Ja, die alte Frau hat erfolglos mit dem Schlaf gekämpft und nun lag sie wie eine Eule mit riesigen Augen im Bett und glotzte erwartungsvoll in die Dunkelheit. Der Bettbeifahrer säuselte zuckersüße Geburtstagswünsche in sein Kissen und herzte mich. Geschenketechnisch vertröstete er mich etwas, da die Müdigkeit ihn bewegungsunfähig machte. Weiß der Geier, wo er die Präsente vor meinen neugierigen Augen versteckt hatte. Also schlüpfte ich aus dem Bett und tastete mich Richtung Küche. Die erste SMS war auch schon reingeflattert und Herr H. aus M. war in diesem Jahr der erste, der seine Glühstrümpfe weggeschnipst hatte. Herr S. aus P. hatte mich allerdings angewiesen, wieder ins Schlafzimmer zu kommen, wenn Sohnemann auf dem Weg zur Schule sei.
Artig erledigte ich meine morgendlichen Aufgaben und hopste immer noch neugierig zurück ins Schlafzimmer. Der alte Mann lag noch gemütlich im Nest, die alte Frau hüpfte glöcklewach in der Tür herum. Ein Grinsen und ein „Bin gleich da, ich brauch’ noch zwei Minuten…“ und ich tänzelte zurück ins Wohnzimmer zu meinem Milchkaffee. Wenige Augenblicke später blinzelte der alte Mann mit gewohnt sonniger Laune in die 60-Watt-Glühlampen der Küche und schaffte seine Stange Wasser weg, um sich danach mit einem Beutel bewaffnet auf der Couch niederzulassen. „Komm’ mal her…“ ordnete er an und ich folgte artig. Ich war gespannt wie ein Regenschirm, ich geb’s zu. Als erstes zauberte er eine Zahnbürste aus dem Beutel. Ich fing an zu lachen, wirklich. Wir hatten kürzlich eine Unterhaltung, in deren Verlauf ich erwähnte, dass ich ein Ich-habe-nur-eine-Zahnbürste-Mensch bin und diese Zahnbürste schleppte ich dann überall mit hin, wenn ich verreise oder außer Haus übernachte.
Also sorgte Herr S. aus P. dafür, dass ich endlich eine zweite Bürste habe. Welche Farbe hat er ausgesucht? Richtig – LILA… Ja, diese Bürste war von Dr. Best, sie vibriert – genau wie meine bisherige BLAUE – und sie war quietsche-lila. Leute, die mich gut kennen, wissen, dass ich lila hasse wie die Pest. Gut, dann mache ich in Zukunft beim Zähneputzen die Augen zu. Weiter… Was ist noch in dem Beutel? Hab’ ich schon erwähnt, dass mein linker Hausschuh ein Loch hat? Seit Monaten schaue ich mir deshalb Hausschuhe an und bisher genügte kein Pantoffel meinen Ansprüchen. Nun zauberte der alte Mann einen neuen linken Hausschuh aus der Tüte. Snoopy-Pantoffeln, richtig süße und…??? Welche Farbe??? Rüschdüsch…!!! LILA…!!! Sehr hell, aber dennoch lila… Ich starrte etwas irritiert auf den Schuh und er sagte: „Links war das Loch, gelle? Deshalb hab’ ich auch nur einen linken Hausschuh.“ Ich grinste und schaute auf meinen alten Schuh. Natürlich gab es auch noch den passenden rechten Schuh und Herr S. aus P. stülpte mir die neuen Zuhause-Treter über die dicken Flauschisocken.
Ich konnte nicht umhin, die Farbe zu erwähnen und er behauptete sogar, das wäre die gleiche Farbe, wie meine alten Schuhe. Nein, das stimmt überhaupt nicht, denn die sind hellblau. Farbenblind??? Ja, isser…!!! Naja, egal… Ich fand’s irgendwie trotzdem total lustig und dann zog der alte Mann noch eine rote, längliche Schmuckschachtel mit goldener Schleife aus dem Beutel. Meine Augen wurden groß und fingen an zu glänzen. Gierig nahm ich die Schachtel an mich und wendete meinem Gönner den Rücken zu, denn ich wollte ganz alleine reinschauen. Dort drin lag ein Armband, silbern, mit mächtigen und wunderbar schlichten Gliedern, genau wie ich es mag. Ich strahlte, denn ich liiieeebe Armbänder und trage so einige davon, die ich niemals ablege, nichtmal zum Duschen oder sonstwann. Treffer und versenkt…!!! Danke danke danke…!!! Zwei Glieder mussten entfernt werden, denn mein Ärmchen war zu dünn für das gute Stück. Deshalb beschlossen wir, uns ausgehfertig zu machen und das gleich zu erledigen.
Armband zum Kürzen abgegeben und erstmal bissle in der Stadtgalerie schlendern. Wir liefen unter anderem an einem Klamottenladen namens „Boombastic“ vorbei, als Herr S. aus P. wieder anfing zu singen: „Mister Pullover-lover…“ und Frau N. aus P. weinte vor Lachen… Natüüürlich sang er wieder mit vogtländischem Slang, ganz klare Sache. Shaggy wäre vor Scham im Boden versunken, aber ich kicherte und gackerte bis zur Rolltreppe weiter und Herr S. lief grinsend voraus. Wir stöberten ein bisschen hier und ein bisschen da und aßen etwas und dann holte ich mein neues Armband wieder ab. Nach einer weiteren „Wir-gucken-ein-bisschen-rum“-Runde in einem anderen Geschäft beschlossen wir kurzerhand zu ihr zu fahren, weil sie jetzt eine nagelneue Wii besitzt und das müssen wir ausprobieren. Käffchen gibt’s dort auch und Spaß bestimmt sowieso. Also nix wie hin und Bowling spielen. Hat Spaß gemacht und das wiederholen wir ganz sicher bei Gelegenheit.
Mein Tag war lustig… Mir hat’s gefallen und trotzdem ich mich geweigert habe, meinen Geburtstag zu zelebrieren, war der Tag schön. So mag ich’s – schlicht aber schön. Und Ihr so?
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19. Januar 2009
Er: „Soll ich Dir ein Lied vorsingen?“
Sie: „Nein, bitte nicht schon wieder!“
Er: „Ach komm’, ich kann das wirklich.“
Sie: „Es gibt einen Grund dafür, dass andere Leute damit Geld verdienen. Die können nämlich singen.“
Er: „Ich kann auch schön singen.“
Sie: „Na dann los, bringen wir es hinter uns!“
Er beginnt schön schief und mit wunderbarem vogtländischen Akzent zu trällern: „Vordammd üsch liiieeeb Düsch…“
Sie: „Hochdeutsch, bitte hochdeutsch…“
Er: „Das ist hochdeutsch…“
Sie: „Nee, das is’ vogtländisch.“
Er setzt ein zweites Mal an und piepst gefühlte zehn Oktaven höher (aber immer noch vogtländisch): „Vordammd üsch liiieeeb Düsch…“
Sie: „Das ist auch nicht hochdeutsch, aber ist einen Blogeintrag wert…“
Er kichert… Sie auch…
Matthias Reim kann nicht schön singen und Herr S. aus P. kann weder schön noch hochdeutsch singen, aber er kann über sich selbst so wunderbar herzerfrischend lachen. Das und noch vieles mehr liebe ich so an diesem Kerl…
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14. Januar 2009
„Hab’ ich Dir schon erzählt, dass mal ein Reh ganz dicht vor mir stand? So in freier Wildbahn, ganz nah dran, war nur ein Meter zwischen mir und dem Reh.“
„Nee…“
„Das war, als ich mit meinem Opa Hagebutten sammeln war. Ringsrum freies Feld, nur diese Hecke und ein Schotterweg. Und plötzlich stand dieses Reh vor mir und Opa flüsterte, dass ich mich nicht bewegen soll.“
„Echt? Ich weiß, woran das lag, dass es nicht weggelaufen ist.“
„Ja, der Wind stand ungünstig, es konnte mich nicht wittern, hat Opa damals gesagt.“
„Ja, das auch, aber nicht nur deswegen…“
„Woran noch?“
„Blind…“
Schweigen………….
„Das Reh…“
„Es war überflüssig, das jetzt noch zu sagen…“
Zwei alte Leute kichern in ihre Kissen…
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13. Januar 2009
Dienstag – der Tag beginnt erwartungsgemäß ruhig. Um 4.00 Uhr klingelt der Wecker zum ersten Mal. Der Radiowecker plärrt irgendwelche Musik ins Dunkel und irgendjemand sagt: „Kannst den Wecker ganz ausmachen, mein Handy weckt mich gleich nochmal.“ Ich führe den Befehl aus und schlafe weiter. Minuten später leuchtet etwas auf und klassische Musik dudelt durch den Raum. Ich öffne die Augen und schaue den Herrn auf der Beifahrerseite des Bettes irritiert an. Er grinst und sagt nichts. Kopfschüttelnd ziehe ich die Decke bis hoch zur Nase und werde ausgeschimpft, weil mein rechter Arm eiskalt ist. Leise steht der Schimpfer auf und erledigt in bemerkenswert rücksichtsvoller Stille all die Kleinigkeiten, die morgens so anliegen. Kaffeekochen, Zähneputzen, Anziehen, Katze nicht treten, lautloses durch die Wohnung laufen. Die Schlafzimmertür öffnet sich ein letztes Mal, jemand kriecht vorsichtig durch die Berge von warmen Decken und tastet das Bett nach mir ab. Man verabschiedet sich superleise und schließt geräuschlos die Wohnungstür. Ich bin es nicht gewohnt, dass jemand so leise sein kann und bin plötzlich hellwach.
Ich stehe auf, halte mir das ganze Gesicht zu, weil diese verdammten vier 60-Watt-Glüharschlöcher mir fast die Haut vom Gesicht brennen und mein Augenlicht bedrohen. Intuitiv tapse ich zur Kaffeemaschine und kneife die Augen zusammen, denn meine Hände brauche ich jetzt zum Kaffeekochen. Mietzo schleicht leise um meine Beine und maunzt. Schnell das arme Tier füttern und die Heizung noch ein klitzekleines Bisschen hochschrauben, weil Frau N. aus P. fröstelt. Schnell hole ich mir aus dem Bad meinen Flauschibademantel und registriere lächelnd die Zahnpastatube auf dem Waschbeckenrand. Der Herr hat also doch kleine Macken, denn so langsam komme ich mir blöd vor, weil ich jede Menge davon habe. Ich lasse den benutzten Kaffeefilter in der Maschine, bis ich die Maschine neu befülle – er nicht. Ich spüle die Kanne nicht gleich aus, wenn sie leer ist – er schon. Ich werfe meine Klamotten vorm Schlafen auch gerne mal vor’s Bett – er nicht. Ja, ich räume das morgens immer gleich weg, aber er verursacht gar nicht erst dieses Chaos. Aber wenigstens lässt er morgens immer die Zahncréme am Waschbeckenrand liegen – ich nicht. Aber ich bin erleichtert, denn ein Mensch ohne Ticks wäre mir unheimlich.
Sohnemann und ich haben den Tag dann sehr viel geräuschvoller begonnen. So sind wir eben und das wird nächste Woche lustig, denn dann schläft Herr S. aus P. noch und wird garantiert wach. Vorbereitet ist er, denn ich habe ihn eindringlich gewarnt. Er will’s nicht anders, also kriegt er die volle Packung. Bei uns wird morgens erst leise, dann ziemlich energisch geweckt, dann wird über die Kleiderwünsche von Sohnemann gestritten, diskutiert und nebenbei werden Brötchen aufgebacken, geschmiert, Kühlschranktür auf zu auf zu auf zu, Wasserhahn & Co. auf zu auf zu auf zu, Besteckgeklapper, Antreiben vom Nachwuchs mit vorwurfsvollem Blick auf die Uhr, noch ein kleiner Zank und dann ab in die Schule. Mal sehen, wie lange Herr S. seine Ruhe behält. Nur eines dürfen wir nicht vergessen: Wir müssen für Herrn N. aus P. schon am Vorabend die gewünschten Anziehsachen zusammensuchen, denn sonst erstrahlen morgens gegen 6.00 Uhr zwei unmenschlich helle Halogenstrahler im Schlafzimmer und das dürfte Herrn S. überhaupt nicht gefallen. Vermute ich jetzt mal so…
Schönen Tach Euch allen da draußen…
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12. Januar 2009
Das Wochenende war sowas von zu kurz, aber ich möchte behaupten, dass wir jeden Moment optimal ausgenutzt haben. Der Freitag begann ruhig und Sohnemann verabschiedete sich in seinen Wochenendurlaub zu Oma/Papa. Frau N. aus P. lag längst in den Federn, als der Spätschichtler sich unter die Decke mogelte. Man tauschte sich noch kurz aus, wie das kommende Wochenende aussehen könnte und irgendwann schlief man artig in den Samstag hinein. Die Sonne strahlte längst, als die zwei alten Leutchen ihre Augen öffneten und nach etlichen Dehn- und Streckübungen schälte man sich aus dem Bett, um den Tag mit einem gemeinschaftlichen Frühstück zu beginnen. Plangemäß sprang man danach zuerst unter die Dusche und danach in warme Wintersachen. Schnell noch den Hörnerschlitten von Sohnemann in den Kofferraum gepackt und auf nach Schöneck. Auch dort strahlte die Sonne aus Leibeskräften und der Skihang war mehr als gut besucht. Alles, was Beine hatte, war von Nah und Fern angereist, um sich mit Gejauchze in irgendeiner Form den Hang hinunterzustürzen.
Die erste Fahrt war äußerst vergnüglich, denn die zwei alten Leutchen saßen zwar auf ihrem Hörnerschlitten, der aber wiederum blieb alle paar Meter auf offener Fahrt liegen. Kichernd und gackernd mutmaßte Frau N. aus P., dass die zwei Piloten zu dick seien, was Herr S.aus P. energisch bestritt. Nur mit Zutun der unteren Extremitäten setzte sich das Gefährt wieder in Bewegung und so dauerte die erste Talfahrt länger als der anschließende Wiederaufstieg. Oben angekommen änderten die zwei Rennfahrer ihre Strategie und so nahm Frau N. aus P. fortan an der Spitze Platz, was nach zahlreichen weiteren Fahrten dann auch endlich zum Erfolg führte. Man/frau hatte sich nämlich zum Ziel gesetzt, den unten befindlichen kleinen „Berg“ mit dem Schlitten zu erklimmen und auf dem „Gipfel“ oder sogar nach dessen Überquerung zum Stehen zu kommen. Nach einer Handvoll Tempos zwecks tropfender Nase, zwei leckeren Aufwärmgetränken und einer Portion Wiener mit Senf gelang das sogar und man trat nach einigen Stunden wunderbar durchgefroren und zufrieden lächelnd die Heimreise an, wo die beiden Schlittenfahrer mit Fingerfood und DVD ihren Samstag ausklingen ließen.
In der Zwischenzeit plagte Sohnemann ein Fieberschub und so kam es, dass ich den jungen Mann vorzeitig nach Hause holte, da er den Wunsch äußerte, in sein eigenes Bett zu wollen. Da der Spössling keinerlei Nahrung zu sich nehmen wollte, rief ich kurzerhand die nahrungstechnische Narrenfreiheit aus, was sich als äußerst effizient herausstellte, denn so füllte sich der Magen des kleinen Patienten rasch mit den verschiedensten Speisen, um wenigstens dafür Sorge zu tragen, dass die verabreichten Medikamente nicht im nüchternen Magen landen. Zwischen Kuchen, Keksen, Tee und Nudelauflauf schlief Herr N. aus P. irgendwann versehentlich ein und schläft sich seither gesund. Nachhher werden wir zum Arzt fahren, denn in der kleinen Hühnerbrust kündigt sich ein bellender Husten an, der behandelt werden sollte. Das Fieber haben wir im Griff und die aufkeimende Tropfnase stellen wir mit handelsüblichen Tempos ruhig. Die beiden verbliebenen Couchkartoffeln ließen sich mit Schöffi und Pomelo gemütlich auf dem Sofa nieder und schauten sich zuerst „Sieben Leben“ und danach noch fix „Transporter 3“ an. Der erste Film ist recht langatmig, anfangs eher verwirrend und die Geduld des Zuschauers wird auch eine wirklich harte Probe gestellt. Insgesamt hatte ich mehr erwartet, aber ich habe durchaus schon schlechtere Filme gesehen. Der zweite Film war selbstredend actiongeladen, voller hinrissiger Stunts, gespickt mit jeder Menge Pseudocoolness und Frau N. aus P. griff beherzt in die „Ja, nee is’ klar“-Kiste, denn wer parkt sein Auto schon auf einem Zug und dann überflüssigerweise auch noch im Zug. Brauchen wir gar nicht drüber reden, wie glaubwürdig all diese Aktionen rüberkamen, aber warum nicht auch mal einen typischen Männerfilm anschauen…
Alles in allem war das Wochenende lustig, ruhig, ausgeglichen, bewegungsreich und trotzdem auch sehr entspannend. Ich hab’s genossen und lasse meine Leser weiterhin im Unklaren, was wir noch so alles getan und nicht getan haben, denn das bleibt unser schmutziges Geheimnis… Aber ich verrate Euch, dass es großen Spaß gemacht hat und ich werd’s immer und immer und immer wieder tun. Ätsch…!!!
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5. Januar 2009
Kurzfristig hatten Herr S. aus P. und die werte Frau N. aus P. einen Abend und die dazugehörige Nacht bei Fräulein F. aus S. zwischen P. und S. verbracht und dort gab es mal wieder Kirsch in rauen Mengen, was bei meinem Füchslein wieder zu physischen Entgleisungen führte, die ich photographisch festhalten musste. Herr H. aus M. wachte sorgsam darüber, dass Frau F. den Halt nicht gänzlich verliert, was ihm zu 99% auch gelang, jedoch stürzte das angeheiterte Füchslein während ihrer letzten artistischen Meisterleistung ganz ordinär von ihrer Couch, was ich ebenfalls eingefangen habe. Herr H. aus M. konnte sich nicht mehr halten, wir auch nicht und das Füchslein schämte sich (siehe letztes Bild). Aber seht selbst, was meine Kleene mal wieder verzapft hat. Ja, betrunken ist sie immer wieder ein kleines Highlight…


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25. Dezember 2008
Der Heiligabend ist vorbei und nun will die Tante Nyiri gerne wissen, wie Ihr Euren Heiligabend verbracht habt und was der alte Rotrock für Euch im Sack hatte…
Ich habe hier sehr nette Gäste gehabt, zum Teil überraschend, denn eigentlich hatte ich nur eine Freundin eingeladen, am Ende saßen jedoch fünf Personen an meinem Tisch und es wurde ein überaus lustiger Abend. Als erstes ging ein Teller mit Kartoffelsalat, Würstchen, Eiersalat und ordentlich Senf zu Boden. Dem Gast war’s furchtbar peinlich, der Rest der Gemeinde lachte sich natürlich kaputt. Dann hat Frau Nyiri ein vollkommen neues Spiel erfunden und das geht so:
Spielanleitung:
Man kaufe sich eine große Schachtel „Edle Tropfen“ oder lasse sich diese schenken. Dann biete man den Gästen selbige an. Diese Pralinenschachtel beinhaltet feinstes Konfekt mit vier verschiedenen Sorten Hochprozentigem (Whiskey, Calvados, Cognac und Grappa). Alle Pralinen müssen in etwa gleich aussehen und sind innerhalb der Schachtel nach Inhalt beschriftet. Dann nehme man die Schachtel aus dem Schrank, werfe sie mit einer gekonnten Drehung auf den Teppich, wobei sie sich vollständig entleeren sollte. Dann sortiert man die umherliegenden Pralinen wieder in die Schachtel und ignoriere dabei, dass die Reihenfolge eingehalten werden sollte. Nun stelle man die frisch sortierte Schachtel mit einem gespielt entschuldigendem Lächeln auf den Tisch und ermuntere die Gäste, beherzt zuzugreifen. Ziel des Spieles ist, den Inhalt der einzelnen Pralinen zu erraten. Gewonnen hat der-/diejenige, der/die die meisten Pralinen essen musste, weil er/sie immer falsch geraten hat und demzufolge nach dem vollständigen Verzehr der Schachtel zwei Klingeln am Spazierstock hat.
Die Damen hielten sich gepflegt im Hintergrund und stellten sich milde lächelnd zwei Flaschen Asti Cinzano in den Hals. Gegen 1.00 Uhr verabschiedete sich die illustre Gesellschaft dann kichernd und gackern in die Nacht und Frau N. aus P. fiel todmüde in ihr Bett und widmete sich einem ihrer Geschenke vom liebsten Füchslein auf Erden: „Feuchtgebiete“ von Charlotte Roche. Um meinen Hals baumelt das Geschenk meines Sohnes, welches er mit viel Sorgfalt und Liebe in einem Schmuckgeschäft seines Vertrauens erworben hat. Alles in Allem war das ein wunderbarer Heiligabend und vom Unterhaltungswert einer der schönsten, die ich bisher erleben durfte.
Und Ihr so???
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Verfasst von Frau N. aus P.
6. Dezember 2008

Ich bin ja eigentlich ein Wenig-Telefonierer. Ich bin bekennender SMS-Schreiber und rufe höchst selten mal jemanden an, wenn man von den üblichen Behördentelefonaten absieht. Das heißt jedoch keineswegs, dass ich auch keine Anrufe entgegen nehme. Klar gehe ich ans Handy, wenn jemand anklingelt, zumindest meistens. Gestern wurde mein Akku nun zum zweiten Mal in dieser Woche an einem einzigen Tag mehrfach leertelefoniert. Ihr habt richtig gelesen, nicht einmal sondern mehrfach. Nun fragt Ihr Euch sicher, welche Quasselstrippe da am anderen Ende saß. Tja, dort saß eine junge Dame, die sich eigentlich im Prüfungsstress befindet, aber eine gesunde Zwangspause einlegen musste, da in den rauchenden Kopf keinerlei Information mehr gelangen wollte. Also empfahl ich ihr vorgestern eine Ruhepause und Ablenkung. Und wer lenkte sie ab? Richtig, Frau N. aus P..
Als mein Akku das erste mal nach einiger Zeit zu kapitulieren drohte, wies mich Frau F. aus S. zwischen P. und S. unnachgiebig an, mich gefälligst mit Kabelsalat Ladegerät auszustatten und gefälligst an der Strippe zu bleiben. Als rechtschaffender und folgsamer Bürger kam ich diesem Befehl Anliegen natürlich nach und schon offenbarte sich das nächste kleine Problemchen. Ich war aufgrund der notwendigen Verbindung zur Stromquelle bewegungstechnisch stark eingeschränkt. Zuerst hatte ich die energische Order erhalten, unter den Tisch zu kriechen und eine Steckdose freizuräumen, nun war ich auch noch beschränkt handlungsfähig, da ich eine Hand immer für den Hörer brauchte. Also kramte ich meine Ohrstöpsel hervor und alle Steckplätze am Handy und an meinem Kopf waren belegt. So saß Frau N. aus P. nun da, mit ladendem Handy im Dauerbetrieb und wie James Bond mit Ohrstöpseln versehen.
Wer jetzt denkt, wir hätten ununterbrochen gequasselt, irrt gewaltig. Nein, wir verbrachten gewissermaßen den Tag per Telefon zusammen. Jeder erledigte seine Dingelchen und Sächelchen im Haushalt, am Laptop, sprach mit anderen Menschen nebenbei oder summte einfach nur in den Hörer. Warum wir telefonierten, ohne etwas zu sagen zu haben? Nun ja, das ist eine gute Frage. Zum einen lenkte diese Art von – wie soll man es nennen – Konversation die junge Dame am anderen Ende wunderbar ab und die Zeit verging wie im Flug. Sicher interessiert Euch jetzt, wie lange wir uns „unterhielten“. Das erste Mal schaute ich gegen 15.30 Uhr an die Uhr. Unser Telefonat dauerte zu diesem Zeitpunkt allerdings schon eine Weile an. Unser „Gespräch“ beendeten wir gegen 21.00 Uhr. Ich sehe in diesem Moment förmlich Eure Augen hervorquellen, denn auch ich staunte nicht schlecht, wie lange man nichts sagen kann und trotzdem telefoniert.
Aber Frau F. aus S. zwischen P. und S. war erfolgreich und abgelenkt durch den Tag gekommen und kann heute vielleicht wieder etwas entspannter für ihre Prüfung lernen. Lustig wars auf jeden Fall, denn ich musste hin und wieder unvermittelt lachen, weil ich im Geiste neben mir stand und diese seltsame Situationskomik beobachtete. Weiber…

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Verfasst von Frau N. aus P.
21. November 2008

Auch wenn sicher viele Menschen lieber den Sommer mögen, war ich schon immer ein Winterkind. Nicht zuletzt, weil ich im Winter geboren wurde, sondern weil ich mich so richtig wohl fühle, wenn draußen Schneegestöber herrscht und alles unter einer dicken Schicht Puderzucker verschwindet. Die Stimmen der Menschen sind plötzlich viel lauter, aber der Schnee schluckt alle anderen Geräusche. Der Schnee knirscht wunderbar unter den Schuhen, jeder hat Handschuhe und Mütze aus dem Schrank gekramt, die Kinder laufen jauchzend mit Schlitten und Bommelmütze bewaffnet durch die Gegend und Hunde schlabbern schmatzend die weiße Pracht von jedem Stöckchen und jedem Stein. Wenn man durchgefroren nach Hause kommt, empfindet man wohlige Wärme und freut sich auf warme Puschen und heißen Tee. Die ersten Flocken im November oder Dezember entlocken mir jedes Jahr wieder ein Lächeln, wie bei einem kleinen Mädchen, das auf dem Jahrmarkt Zuckerwatte bekommt. Und genau das alles wurde für heute Abend vorausgesagt. Der Winter soll mit aller Macht über Deutschland hereinbrechen und die Flocken sollen bis ins Flachland tanzen.
Zwar befinden wir uns hier nicht mehr im Flachland, aber hier im Vorerzgebirge sind wir doch handfeste und schneereiche Winter gewöhnt und uns Vogtländern wurde nicht nur in die Wiege gelegt, wie man ohne Handbremse am Berg anfährt, sondern auch, wie man bei geschlossener Schneedecke einigermaßen sicher durch die verschneiten Straßen fährt. Andernorts sorgt der Wintereinbruch regelmäßig für chaotische Zustände auf den Straßen, doch hier nimmt man derlei Wetterkapriolen gelassen hin und bis auf wenige Ausnahmen beeindruckt der Winter die Menschen hier nur bedingt, denn man ist viel Schnee gewöhnt und ist auf alles vorbereitet. Hier gibt es kein Kind, das keine Thermohose besitzt, keinen Schlitten hat, noch nie einen Schneemann gebaut hat. Ich mag das sooo gerne…
Noch regnet es ohne Unterlass, aber das soll sich im Laufe des Tages ändern und ich freu’ mich auf diesen angekündigten Wintereinbruch schon die ganze verdammte Woche. Ich habe Tee, Kakao und dicke Puschen und Decken in der Waffenkammer und werde mit alljährlicher und ebenso kindlicher Verzückung aus dem Fenster sehen und den Anblick genießen, wenn alles zu glitzern beginnt. Ja ich bin ein Winterkind, ein ganz begeistertes sogar. Klar liebe ich den Sommer, aber der kommt schleichend und hat keinen dieser „ersten Augenblicke“ zu bieten. Er kommt langsam und merklich, aber da fällt nix besonderes vom Himmel, die Gegend verwandelt sich nicht so plötzlich, es wird nur ganz langsam wärmer und die Pflanzen recken und strecken sich ebenso langsam. Aber der Winter kommt mit „Peng“ und „Boing“ und ruckilecki ist alles weiß und sieht so wunderbar weich und harmonisch aus.
Nein, meine Winterliebe hat nichts mit Weihnachten zu tun, ich mag nur einfach Schnee, vor allem den Allerersten, wenn das Jahr zuende geht. Als ich eben in der Küche meine Tasse nachfüllte, habe ich auf den Dachfenstern die ersten matschigen Flocken erblickt und meine Mundwinkel hoben sich etwas. Noch ist alles grau und trist vor der Tür. Räucherkerzchen liegen ja schon seit letzter Woche auf dem Wohnzimmertisch und jeden Abend verbrauche ich davon bereits mindestens 2-3 Stück. Ich mag diesen Geruch, aber ich benutze nur die Schwarzen. Jammjamm… Wie haltet Ihr das so? Benutzt Ihr auch die anderen Kerzchen? Ich boykottiere sämtliche anderen Sorten und habe in meiner Schublade sechs Päckchen, aber eben nur schwarze. Wenn der Totensonntag vorbei ist, werde ich all mein Weihnachtsgebammsel aus der Abstellkammer holen und in der Wohnung verteilen. Auch das tue ich nicht wegen dem Weihnachtsfest, sondern weil ich einfach nur die glitzernde und leise leuchtende Atmosphäre mag. Ihr auch???

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Verfasst von Frau N. aus P.
20. November 2008
Ich habe keine Lust. Wieso? Weiß nicht. Wann schreibe ich wieder so wie sonst? Weiß ich auch nicht. Bin ich müde? Ein bisschen. Warum lege ich mich nicht einfach wieder ins Bett? Wenn mich einer hin trägt und zudeckt, gerne…
Trotzdem allen Leserinnen (und den zwei Kerls hier) einen schönen und einigermaßen entspannten Tag!!!

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Verfasst von Frau N. aus P.
11. November 2008
Da wachste morgens auf, schaust verschlafen im Liegen aus dem Dachfenster und erblickst einen Urlaubsflieger, der blitzend am noch dunklen Himmel ganz sicher in südliche Gefilde blinkert. Is’ doch immer so, wenn Du denkst, es könnte grad nicht besser sein. Dann wird Dir was vor die Nase gehalten, das Dich daran erinnert, dass es durchaus noch besser sein könnte. Alter, wenn ich einfach nur einen Stern oder eine Wolke gesehen hätte, wäre ich schon zufrieden gewesen, aber man muss Frau N. aus P. halt mal wieder fett unter die Nase reiben, dass mit Urlaub erstmal Essig ist. Wer und was daran alles Schuld trägt, lasse ich hier weg. Bringt nix…
Geträumt habe ich auch, allerdings derart verkorksten Mist, dass man morgens schon kopfschüttelnd aufsteht. Habe heute ‘nen Termin bei der Behörde und muss vorher nochmal zur Steuertante. Prompt kam die gute Frau in meinem Traum auch vor. Ich laufe in meinem Traum die Straße entlang, begegne ihr auch und erkenne sie nicht, weil Frau N. aus P. auch im Wachzustand enorm kurzsichtig ist und desöfteren ihre Probleme hat, Gesichter von Menschen zu erkennen. Also übersehe ich sie beinahe, entschuldige mich aufrichtig dafür und da geteiltes Leid ja halbes Leid ist, humpelt sie hinter mir her zu ihrem Büro. Ja, in meinem Traum hatte die arme Frau einen ausgeprägten Gehfehler, den sie nachweislich im realen Leben nicht hat. Wenn ich keinen Dachschaden habe, wer dann…?!
Sohnemann ist vorhin artig zur Schule gelaufen und ‘ne knappe Viertelstunde später stand er wieder in der Tür. Erste Stunde fällt aus, Englischlehrerin krank… Auch sein Tag fängt irgendwie verquer an. Draußen ist es ziemlich windig und das heißt, man darf keine weiten Klamotten tragen, da die bei diesen starken Windböen unbeabsichtigt als Paraglider fungieren könnten,was mir heute echt noch fehlen würde. Obwohl ich so bestimmt Benzin sparen könnte, allerdings macht mir die Steuerung so hoch oben in der Luft etwas Sorgen, also werde ich vorsorglich doch lieber den Wagen nehmen. Der Kaffee schmeckt heute irgendwie grässlich, obwohl ich alles so gemacht habe wie immer.
Was ist das nur für ein beschissener Morgen? Der Tag wird sicher auch nicht besser und Frau N. aus P. hat manchmal eben auch fürchterliche Laune, wenn sie aufsteht. Ob ich Morgenmuffel bin? Ganz klar JEIN…!!! Ich habe morgens überhaupt keine Laune. Soll heißen, dass ich morgens als stimmungstechnisches Neutrum aufstehe und erstmal die Ruhe auf mich wirken lasse. Solange mir keiner Fragen stellt und meine Notstrom-Hirnaktivität unnötig strapaziert, bevor alle Synapsen ihre Funktion aufgenommen haben, passiert auch niemandem etwas. Ich erledige mit stoischer Ruhe alle meine Aufgaben, laufe mechanisch von A nach B und zurück und alles geht seinen geregelten Gang.
Wenn da allerdings jemand ist, der mich gleich morgens mit Fragen überschüttet, mich mit seiner übertrieben guten Laune nervt und mir zu allem Überfluss noch ein überschwengliches „Guten Morgäään…“ entgegenflötet, dann raste ich meistens aus. Ist man dann ein Morgenmuffel? Nee, oder…?! Ich brauche morgens einfach reizarmes Klima und möglichst keinerlei Konversation. Dumm ist natürlich, wenn Sohnemann dann merkt, dass er vergessen hat, mir zu sagen, dass ich noch eine Buchhülle besorgen sollte, er seine Zahnspange verlegt hat und mir zwischen Tür und Angel mitteilt, dass der Schulphotograph da war und die bereits gelieferten Bilder nur lächerliche 4635,99 Euro kosten, die ich selbstverständlich aus der Trinkgeldkasse bezahlen könnte.
Ist natürlich übertrieben, aber solche Vorkommnisse sind lebensgefährlich, wenn sie mir morgens passieren und daher ist es gesünder, mit derlei Dingen zu warten, bis ich geladen nach Hause komme und der Wäschekorb voller schlammiger Klamotten meines Sohnes ist, der Flur samt zugehöriger Wände von schmutzigen Kinderhänden verschönert wurde und die Katze voller Enthusiasmus beim Scharren im Katzenklo gleich den ganzen wohlriechenden Inhalt mit vor besagtes Katzenklo befördert hat, obwohl die Hütte einen Deckel hat, damit genau das nicht passiert. Jetzt ist die Frage, was ist gefährlicher? Der Morgen oder der Abend? Heute würde ich sagen, der ganze Tag. Also Achtung Leute, geht mir aus dem Weg, ich bin heute eine tickende Zeitbombe. Für heute Abend nehme ich mir daher schon jetzt vor, dass ich mir ein Schöffi gönne und mich vom anspruchslosen Abendprogramm der privaten Sender schläfrig machen lasse.
Ich hoffe, Euer Tag beginnt besser und für mich hoffe ich, dass der Tag einigermaßen glücklich an mir vorbei geht. Alles andere würde in einer Katastrophe enden und wir wollen doch nicht, dass ich morgen in der Bild-Zeitung stehe, nech…!?
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Verfasst von Frau N. aus P.
10. November 2008
Wenn frau heimlich am Laptop Oblaten-Lebkuchen futtert, die mit knackiger Bitterschokolade umhüllt sind, blättert manchmal diese Schokolade ab. Und wenn diese Schokolade dann in den Ausschnitt vom Wuschelbademantel fällt, schmilzt sie dort in aller Ruhe. Und wenn man dann mal beiläufig an sich runterschaut, sieht man dort natürlich einen Fleck, der aussieht wie eingetrocknetes Blut. Und wenn man sich dann panisch seine gesamte Nachtbekleidung vom Leibe reißt und seinen ganzen Oberkörper dann nach frischen Wunden untersucht, die diese „Blutflecken“ verursacht haben könnten, wird man nicht fündig und hat unglaublich viele Fragezeichen über dem Kopf. Und wenn man dann so halbnackt da steht und grübelt, fällt der Blick manchmal sogar nochmal zum Schreibtisch und man erblickt die leergefutterte Lebkuchenpackung und braucht einige Sekunden, um zu begreifen: „Ich habe mich mit Schokolade bekleckert!!!“
Weiber… Also neeee…
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Alle, Die is' nich' ganz dicht!!!, Horror, Nyiri, Verletzung, Weiber, bekloppt, krank, verfressen, wir Mädels |
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Verfasst von Frau N. aus P.