2. Dezember 2009
Natürlich nicht das Fenster oder irgendwelche anderen Raumbestandteile und natürlich auch nicht richtig, also so, dass die Jungs von der Feuerwehr anrücken müssen. Aber seit gestern leuchtet mein Fenster im Wohnzimmer weihnachtlich. Das Advents- und Weihnachtsschnickeldibums wurde entstaubt und in der Wohnung aufgebaut, aufgehängt, hingestellt oder hingelegt. Nun ja, geschätzte 70% der Deko hat sich der kleine Herr N. aus P. geschnappt und in seinem Zimmer drapiert, sozusagen als ausgleichende Gerechtigkeit, weil wir in unserer hübschen Dachwohnung nur ein einziges “normales” Fenster haben, in dem man die lustigen Leuchtmittel aufhängen oder hinstellen kann, die man dann von der Straße aus sieht.
Dieses Fenster befindet sich allerdings im Wohnzimmer, also meinem Bereich und dort funkeln jetzt ein Kometenleuchtedingsda, ein ziemlich alter Schwibbogen und ein anderes Holzdingsbums, für das ich allerdings erst mal eine neue Glühlampe brauche, die es nicht überall zu kaufen gibt, weil sie komische Sondermaße hat. Aber es baumelt schon mal mit dort rum und wird auch mit angeleuchtet. Sohnemann fragte natürlich nach dem Schwibbogen und ich erklärte ihm, dass man den Bogen in seinem Fenster gar nicht sehen würde, weil die Dachfenster sehr weihnachtsunfreundlich konstruiert seien. Er zog die Nase ran – offenbar hatte er schon vergessen, dass wir das im letzten Jahr auch so gemacht hatten – und jammerte, dass es dann bei ihm überhaupt nicht weihnachtlich-gemütlich werde.
Doch, doch, sagte ich, aber in seinem unordentlichen Zimmer wäre es auch schwer, Gemütlichkeit hineinzubringen. Ich überließ ihm trotzdem nahezu die ganze restliche Weihnachtsdeko, die sich noch in meiner Weihnachtskiste befand und er fing leise, aber sehr geschäftig an zu räumen und zu rascheln dort drüben. Nach ca. einer Stunde kam er zu mir und forderte mich auf, mal in sein Zimmer zu schauen und was ich dort sah, ließ mein Mutterherz fast überlaufen vor Freude. Er hatte sein gesamtes Zimmer und damit auch die verhassten Schlumperecken aufgeräumt und hübsch sortiert. Es sah toll aus dort drüben und da kam mir eine lustige Idee. Da uns ein klein wenig der Platz für einen Christbaum fehlt, lassen wir den nun schon das zweite Jahr in Folge weg, aber dennoch habe ich ja unter anderem auch die Lichterkette.
Ich schaute eine Weile sein Teleskop an, das da in seinem Zimmer steht und beschloss kurzerhand, die Lichterkette dort zu installieren. Dann fand ich noch einen knallroten Lichtschlauch, von dem leider nur noch die erste Hälfte leuchtet. Auch diesen Schlauch wickelte ich um das wissenschaftliche Beobachtungswerkzeug und siehe da, dort drüben weihnachtelt es jetzt so gewaltig, dass ich beinahe neidisch werden könnte. Alles ist wunderbar aufgeräumt und hübsch dekoriert, der Raum in funkelndes und rotes Licht getaucht und überall steht dieser Adventsnippes rum, den Sohnemann so liebt. Er schnappte sich eine Handvoll Teelichter, dazu ein paar Räucherkerzchen und dann ging’s hier richtig zur Sache. Auch ich wurde reichlich mit Lichtchen und Kerzchen versorgt.
Und dann hab’ ich am Samstag auch ein bisschen gebastelt und endlich mein Kabelchaos rund um die Telekommunikations-einstöpselstation beseitigt. Improvisieren war angesagt, denn mir fehlte ein ordentliches und ansehnliches Brett, aber Not macht erfinderisch. Sieht zwar nicht so wahnsinnig hübsch aus, aber es funktioniert. Und zu guter Letzt habe ich gestern einfach mal so ‘ne Miniaturflasche Jack Daniels geschenkt bekommen. Von einer lieben Mitstreiterin meiner Weiterbildung. Diese Errungenschaften habe ich geknipst und zeige sie Euch. Nichts besonderes, aber über all diese kleinen Dinge habe ich mich so richtig sehr gefreut. Schönen Tag Euch allen!!!


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Verfasst von Frau N. aus P.
26. November 2009

Heute haben wir so ganz nebenbei erfahren, dass wir morgen Prüfung haben. Und das Projekt, welches wir im Laufe des Moduls erarbeiten mussten, fließt mit in die Wertung ein. Das haben wir auch erst heute erfahren. Die gesamte Klasse ist geschockt, denn davon war bis heute keine Rede.
Leck mich am Arsch, das kann was werden…
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19. November 2009

Ich kann mich manchmal echt nicht besonders gut leiden. Kennt Ihr sicher auch, wenn Ihr Dinge tut, von denen Ihr genau wisst, dass sie falsch sind und trotzdem tut Ihr sie. Sind oft nur Kleinigkeiten, aber Ihr ärgert Euch dann über die eigene Dummheit, nicht wahr? Geht mir heute auch mal wieder so. Grrr…
Ich will vor ca. zwei Stunden die Kaffeemaschine für morgen früh vorbereiten, damit ich morgens nur aufs Knöpfli drücken muss. Also Wasser in die Kanne füllen, Wasser in den Tank schütten, Filtertüte rausnehmen und Kaffeepulverlöffelschnickeldi abzählen und in die Tüte machen. Filter zuklappen, Wassertank zuklappen und… Und…???
Einschalten…!!!
Nein, eben nicht. Nicht einschalten!!! Ich wollte erst morgen früh Kaffee trinken, nicht jetzt. Ja richtig, ich sitze jetzt mit Kaffee hier, weil ich den frischen Kaffee nicht einfach wegkippen möchte. Wie oft ist mir das jetzt schon passiert? Unzählige Male, aber nun schon eine ganze Weile nicht mehr. Und selten so spät am Abend. Ooooorrr…, ich hasse sowas. Vor allem hab’ ich das Malheur dann auch erst ‘ne Stunde später bemerkt, als ich beiläufig auf die Wasserstandsanzeige der Kaffeemaschine geschielt habe, weil ich mich ja kenne. Und tatsächlich – sie zeigte 0,0 Liter Wasser an. Hass…!!!

Update 00:29 Uhr / 20.11.2009:
Kaffeemaschine erneut befüllt. Knöpfli diesmal nicht gedrückt! Jedoch bin ich nach dem nächtlichen Hochgenuss von meiner ursprünglichen Morgendosis Koffein jetzt knallwach…!!! Tschackaaa…!!!
Update 02:32 Uhr (<—!!!) / 20.11.2009:
Verdammte Axt…!!! Ich bin immer noch glöcklewach und habe beschlossen, mich jetzt ins Schlafzimmer zu verdrücken, um dort im Dunkeln die Noppen meiner Tapete zu zählen. Ich habe soviel Koffein in sämtlichen Herzkammern, dass ich momentan glatt die ganze Ost neu pflastern könnte. Die riesigen Bäume hier im Viertel bräuchten auch mal ‘ne neue Frisur und wieviele Schlaufen hat eigentlich mein Teppich im Wohnzimmer? Meine Katze ist müde und genervt von mir, Sohnemann schläft rücksichtlos seit Stuuunden und ich teste gerade, wie oft man pro Sekunde zwinkern kann. Schlaf wird vollkommen überbewertet. Ehrlich…!!! Morgen Nachmittag werd’ ich bestimmt so ungefähr gegen 16.00 Uhr spätestens einfach umfallen und einschlafen. Irgendwo in Plauen, einfach so, von jetzt auf gleich, mit einem lauten Rumpeln. Ich werde vorher nicht mal mehr dazu kommen, irgendwen zu warnen. Am besten lege ich mich vorsichtshalber schon mal flach auf den Boden. Ich muss vollkommen verblödet sein, zu glauben, dass mir Kaffee zur Nacht nichts anhaben könne. Die Zeiten sind vorbei, dass weiß ich seit heute. Frau N. aus P. hat ‘nen schlimmen Koffeinschock und ich wette um 1000,- Euro, dass ich punkt 5.14 Uhr einschlafe, denn um genau 5.15 Uhr klingelt mein gottverdammter Wecker und im Augenblick is’ mir wie Staubsaugen, aber ich darf nicht, weil ich sonst wütende Nachbarn vor der Tür stehen habe, die ich in meinem derzeitigen Zustand wahrscheinlich sogar ins Koma plappern würde. Leute, ich geh’ jetzt Noppen zählen. Im Dunkeln (falls ich’s noch nicht erwähnt habe). Im Schlafzimmer. Jetzt…!!! (Ich bin nichtmal ein klitzekleines bisschen müde.) Ähäää…
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13. November 2009
Es ist windig, es ist ja auch Herbst. Selten habe ich den Herbst so bewusst beginnen gesehen, wie in diesem Jahr. Durch die Weiterbildung bin ich jeden Tag draußen vor der Türe und da ich Raucher bin, stehen wir in den Pausen gemeinsam vor dem Bildungszentrum und dort stehen riesige Ahornbäume, die merklich kahler werden. Die verbliebenen Blätter sind auffallend gelb und der nasskalte Wind pfeift um die Häuser. Ist mir gestern in der Pause mal so aufgefallen. Sonst habe ich den Herbst und seine Erscheinungen eher beiläufig registriert, obwohl ich als Kind nahezu jede Jahreszeit mochte, auch den Herbst. Man konnte so wunderbar mit den Füßen durch sorgsam angehäufte Laubberge rascheln. Mittlerweile mag ich den Herbst nicht mehr so gerne, es sei denn, ich sitze gemütlich auf meinem Sofa und schlürfe Tee, dann kann dort draußen meinetwegen die Welt untergehen. Ich mag den Herbst nicht mehr besonders. Zu viel Regen, zu grauer Himmel, zu windig, zu kalt. Kalt ist in Ordnung, solange Schnee liegt.
Ansonsten ist hier noch weniger los als sonst. Sohnemann beträgt sich momentan mal wieder besser. Gestern haben wir uns anlässlich einer schulischen Aufklärungskampagne auch zuhause über das Thema Aids unterhalten und wir haben u.a. ein bisschen im Net geschaut, was er alles wissen sollte. Er wusste bereits das meiste und ich hoffe, er trifft ausreichend Vorsorge, wenn er sich entschließt, einem Mädchen so nahe zu kommen. Tja und wenn’s irgendwann dann doch eher Jungs sind, soll er trotzdem vorsichtig sein. Ist ja schließlich überlebenswichtig. Solche Gespräche sind immer eine Wonne, denn ich kann mit meinem Sprössling so schön offen über alles sprechen. Er ist vernünftig – meistens – und versucht der Ernsthaftigkeit solcher Themen den nötigen Respekt zu zollen. Bildmaterial und Informationen aus dem Internet veranschaulichen sowas immer sehr gut und helfen ihm dabei, so abstrakte Dinge zu verstehen. Für Kinder sind solche Themen halt abstrakt.
Außer dem Tadel von letzter Woche und den sonstigen Alltäglichkeiten gibt es derzeit nicht viel zu berichten. Meinen Praktikumsplatz habe ich jetzt sicher und ab 04. Januar geht’s los. Mal sehen, was mich dort erwartet. Noch knapp anderthalb Monate, dann ist der schulische Teil der Weiterbildung abgeschlossen. Nette Leute kennengelernt, ein bisschen Wissen eingepackt und hoffentlich etwas für die Zukunft mitgenommen. So manche/n Mitstreiter/in werde ich sicher vermissen, aber man muss sich ja nicht aus den Augen verlieren, wenn alles vorbei ist. Handynummer haben wir ja schon seit geraumer Zeit ausgetauscht. Schau’ mer mal…
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6. November 2009
Tja, mein Sohnemann und die liebe Pubertät. Meistens versucht er die Kurve zu kriegen, aber manchmal gelingt ihm das nicht so ganz und dann kommt sein Verhalten wie ein Bumerang zurück. Diese Woche hat er doch tatsächlich einen Tadel abgefasst. Das hatten wir auch noch nicht. Hätten wir aber auch nicht unbedingt haben müssen. Irgendwie kommt er ja so ein bisschen nach seiner Mutter. Hausverbot im McDoof gab’s ja im Sommer schon, was seine Mutter erst mit Anfang 20 “schaffte”. Nun dieser Tadel – ein Fleißtadel. Den hatte die Mama erst in der 9. Klasse, hübsch aufm Bewerbungszeugnis – ebenfalls ein Fleißtadel. Machte sich schön beim Vorstellungsgespräch für die Lehrstelle, muss ich schon sagen. Er meistert solche “Kleinigkeiten” immer ein paar Jahre eher. Dabei hab’ ich ihm diese Schandtaten gar nicht erzählt, er schafft’s trotzdem 1:1. Ich muss schon sagen, Herr Sohn, ich bin einigermaßen sprachlos, wenn man von der kleinen Gardinenpredigt absieht.
Mal sehen, was als nächstes kommt. Wenn er weiter in meine Fußstapfen tritt, dann wandert er mit 17 nach Sonstwohin aus und erkundet sorglos die Welt. Hoffentlich liest er das jetzt nicht, denn das habe ich auch gemacht. Einfach alles hingeschmissen und in die weite Welt gezogen. Mehrmals… Au Backe… Aber er ist kein Dummer und das macht mich stolz. Eigentlich ein kleiner Fuchs und auch menschlich gesehen ein prima Kerl, der kleine Mann. Aber meckern muss ich ja trotzdem, sonst denkt er noch, das wär’ ‘ne Glanzleistung gewesen. War’s nicht, mein Söhnchen!!! Ehrlich nicht… Aber noch bist Du jung genug, um aus Deinen Fehlern zu lernen.

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30. Oktober 2009
Kann ich Euch ganz genau sagen. Ursprünglich war dieser Blog mal für meine lieben Saarländer gedacht. Man telefoniert ja nicht unbedingt täglich, vor allem weil ich die wohl telefonfaulste Frau in meinen Breitengraden und insbesondere in meiner Familie bin. Ich hab’s da eher mit dem Schreiben, ob nun per Blog, Email oder SMS. Meine Frau Mama sitzt jetzt bestimmt fürchterlich mit den Augen rollend vor dem Bildschirm und nickt heftig. Das Blogdingens hier war dafür gedacht, dass sie auch ohne tägliche Telefonate immer auf dem Laufenden ist, was ihre Vogtländer so erleben und es dauerte eine Weile, bis sie sich mit dieser Form des Familienlebens auf Distanz angefreundet hatte. Aber laut ihrer Aussage liest sie inzwischen sehr gerne hier und mag meine Schreibe. Die Technik und deren Errungenschaften haben in meiner Mama einen recht bockigen Gegner gefunden, aber so manches gefällt ihr inzwischen ganz gut, denke ich.
Nun ja, ich blogge hier ja auch alltägliche Begebenheiten, oft auch ärgerliche Zwischenfälle wie Fahrradklau, Behördenärger, kaputte Haushaltsgeräte oder einfach nur Dinge, die mich beschäftigen. Und gestern erwies sich diese neumodische Form der seichten Tagebuchführung als äußerst hilfreich, wenn auch ungeplant. Nicht zum ersten Mal ist diese Bloggerei alles andere als sinnlos gewesen. Die meisten Menschen halten das hier sicher für reine Zeitverschwendung, aber das ist und bleibt Ansichtssache. Als ich vor einigen Monaten über das gestohlene Fahrrad meines Sohnes schrieb, stand aber genau wegen dieser “Sinnlosigkeit” hier in kürzester Zeit ein neues Fahrrad für meinen Sohn im Keller. Woher??? Tja, einer meiner treuen Leser und gleichzeitig auch ältesten Freunde hatte “eins übrig” und vermachte es kurzerhand meinem leichtsinnigen Sohnemann. Danke und nochmal ‘nen dicken Schmatz, lieber Brösel…
Und gestern meldete sich eine Bekannte und bot mir für kleines Geld eine nagelneue und unbenutzte Fritteuse an, die seit geraumer Zeit bei ihr im Schrank auf ihren ersten Einsatz wartet. Ich finde genau das großartig, denn damit wäre zum wiederholten Male bewiesen, dass mein Blog alles andere als sinnlos ist. Einige Leser überfliegen meine Ergüsse offenbar nicht nur, sondern sie kommen bei ihnen richtiggehend an. So richtig meine ich. Nicht nur Lesen und weitersurfen, sondern lesen, Gedanken machen und kurzerhand helfen, wenns mal brennt. Klar ginge unser Leben auch ohne eine Fritteuse weiter, aber Ihr kennt das doch sicher selbst, wenn eben die Pommes schon startklar auf ihr Ölbad warten und genau dann stellst Du fest, dass die alte Fritti nimmer funktioniert. Die Pommes schmecken eben nur aus der Fritti richtig lecker und mein Sohn liebt außerdem Chicken Wings mehr als alles andere und die werden im Backofen nie und nimmer so schön kross.
Und deshalb sage ich mal wieder DANKE an die liebe Frau E. aus P. aus der Stadtmitte!!! Unerwartet und trotzdem oder besser gerade deshalb mal wieder ein Grund zu großer Freude. Danke Danke Danke…!!! Als Dankeschön verlinke ich Deinen Laden hier in meinem Bog und hoffe, dass ich damit ein klitzekleines Bisschen das Geschäft unterstützen kann. Bloggen ist also nicht sinnlos, nein nein…!!!
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27. Oktober 2009
Ich bin davon ausgegangen, dass ich diese Woche wieder gesund geschrieben werde, aber das war nur eine Annahme. Gestern tippelte ich artig zur Nachuntersuchung und mein Herr Doktor verordnete mir eine weitere Woche Genesungszeit und viel frische Luft, nachdem ich das vergangene Wochenende nun schon brav in Decken gewickelt auf dem Sofa verbracht habe. Das “Brummen” in meiner Lunge sei noch nicht vollständig beseitigt und müsse noch eine weitere Woche auskuriert werden. Nun gut, dann tue ich das. Heute früh dann wieder Halsweh, danke auch. Gestern Abend hat’s dann noch meine gute, alte Fritteuse entschärft. Ich hasse solche Tage.
Zwar sind Fritteusen heutzutage nicht mehr allzu teuer, aber sowas passiert immer genau dann, wenn man das Teil benutzen will und für solche Neuanschaffungen irgendwie grad nix übrig ist, weil in knapp zwei Monaten auch Weihnachten vor der Tür lauert. Obendrein wurde das gute Stück erst vor dem letzten Einsatz aufwendig und gründlichst gereinigt, was keine schöne Arbeit ist. Aber ich werde einen Teufel tun und auf meinen Wunschzettel für den Rotrock mit dem dicken Bauch und dem Rauschebart eine Fritteuse schreiben. Niemals… Wer will zu Weihnachten schon ein Bügeleisen, einen Schnellkochtopf oder ein Salatbesteck? Ich nicht, sowas find’ ich doof.
So, ich melde mich nun auch schon wieder Richtung Sofa ab, zum gesund werden…

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29. August 2009
Gut, ganz so drastisch, wie im letzten Absatz gefordert, würde ich es nun nicht gleich ausdrücken, aber dem Rest stimme ich zu, denn Sohnemann ist derzeit sehr traurig über den selbst verschuldeten Verlust seine geliebten Rades. Leichtsinnigerweise hatte er selbiges über Nacht in der Stadt abgesperrt zurückgelassen, wollte es sogar über das folgende Wochenende dort lassen. Nur durch Zufall bemerkte ich überhaupt erst, dass sein Rad nicht im Keller stand, weil ich etwas runterbringen wollte. Verdutzt suchte ich die Kellergänge nach seinem Gefährt ab, doch nirgendwo stand sein Rad. Als er von der Schule kam, fragte ich nach und war erschüttert über seinen Leichtsinn, das Rad einfach über Nacht mitten in der Stadt zu lassen, egal ob nun abgesperrt oder nicht.
Offenbar reichte mein erster “Anfall” aus, um ihn sogleich loslaufen zu lassen, das Rad sofort zu holen. Eine Stunde später stand er mit hilflos herunterhängenden Armen da und sagte nur kraftlos: “Weg…”. Ich starrte ihn an und tobte los. Wie er so leichtsinnig sein könne, dass das Rad ein teures Geschenk gewesen sei, dass er nicht von seiner eigenen Gutmütigkeit ausgehen könne, dass er gedankenlos sei usw., ich fand kaum noch Worte für meinen Groll. Er ließ es über sich ergehen, war sich seiner Schuld bewusst und dann rollten wortlose Tränen und mein Mutterherz starb tausend Tode, meine Wut richtete sich nun gegen die Fahrraddiebe, die ein kleines Kinderherz brachen.
Mein Sohn, diese Lektion hätte ich Dir so gerne erspart, aber sie scheint vonnöten zu sein, um Dir klarzumachen, wie gut man auf seine Sachen aufpassen muss. Viel zu leichtfertig gehst Du mit Deinem Eigentum um, was wohl nicht zuletzt daran liegt, dass Du dafür nicht hart arbeiten musstest. Lerne daraus und beherzige dies für Deine Zukunft, denn böse Menschen gibt es überall und denen ist es scheißegal, ob Du jetzt traurig bist – leider… Mir ist das nicht egal, auch wenn Du das vielleicht denkst. Geschimpft habe ich genug, aber mein Herz ist groß genug, damit darin auch Platz ist für Deine Enttäuschung und Deine Tränen schmerzen mich sehr.
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Verfasst von Frau N. aus P.
2. August 2009
So, meine Saarländer sind wieder zuhause und es war schön, alle meine Lieben mal wieder in der Nähe zu haben. Das Wetter war nicht besonders gnädig, aber wir haben die Zeit größtenteils zu nutzen gewusst. Manchmal schon schade, dass sie nicht gleich um die Ecke wohnen, aber anders kenne ich es schon fast nicht mehr. Der Abschied war auch diesmal nicht unbedingt leicht und meine Tränchen verbarg ich, bis sich Mama außer Sichtweite befand, sonst wäre es noch schwerer geworden. Mama ließ hingegen die Tränchen kullern, das tut sie immer und das tut immer wieder genauso weh. Da ist man den Vierzigern schon so nahe und doch trennt man sich nur ungern von den Menschen, die man im Herzen trägt. Schnüff…
Meine Ferien sind nun auch schon seit einer Woche vorbei und hinter mir liegt eine Woche Fachenglisch. An meinen Kenntnissen hat sich zwar nicht nennenswert viel geändert, aber diese kleine Auffrischung war nicht unbedingt vergebens. Sprechen in Zeitlupe, aber Verstehen doch recht gut, trotzdem ich in grauen DDR-Zeiten das Wahlfach Englisch gegen eine Freistunde eingetauscht hatte. Dank MTV – was nach der Wende noch in englischer Sprache ausgestrahlt wurde – sind meine Englischkenntnisse doch recht gut. Zum Verstehen reicht es über das normale Maß hinaus und gesprochen wird in meinen Kreisen ohnehin vogtländisch.
Das Wochenende war unterhaltsam, entspannend und trotzdem spannend, also so, wie ich das gerne habe. Viel frische Luft, viel Geplauder, viel von all den anderen Sachen, die das Leben lebenswert und prickelnd machen können. So hab’ ich’s gerne, so mag ich das, so soll’s sein. Einige nervraubende Angelegenheiten habe ich entsorgt, dafür an anderer Stelle für Wohlbefinden gesorgt und das war gut so. Manches muss ich einfach nicht haben und meine Zeit ist mir dann doch zu kostbar, um mich mit derlei Langweiligkeiten länger zu befassen. Shut the fuck up…!!!
In diesem Sinne starte ich frisch gestärkt in die neue Woche und denke nicht im Traum daran, an den derzeitigen Gegebenheiten so schnell etwas zu ändern, denn ich fühl’ mich wohl so. So richtig wohl…

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Verfasst von Frau N. aus P.
19. Juli 2009
Die erste Urlaubswoche ist vorbei und war trotz der freien Zeit irgendwie doch stressig. Von Kaffeetisch zu Kaffeetisch hopsen, wo sonst immer die Zeit fehlte. Mit Sohnemann – sofern er sich dann doch mal Zeit nahm – ein bisschen Zeit verbringen. Die eine oder andere Erledigung bewerkstelligen und natürlich auch ab und zu mal zuhause sein wollen. Im Endeffekt nicht wirklich erholsam, auch wenn ich sonst nebenbei zur Schule gehe. Am Mittwoch war dann gemäß dem hiesigen Wetterbericht der einzige sonnige Tag, den wir auch prompt nutzten, um einen Tag im Freibad zu verbringen. Gleich morgens ging es also Richtung Pausa, Freundin nebst Tochter waren auch mit von der Partie. Bis abends gegen 20.00 Uhr aalten wir uns in der Sonne, wagten uns sogar ins eiskalte Wasser. Die Kinder hingegen machten es genau umgekehrt. Die kamen nur zum Essen aus dem Eisbecken und sprangen, rutschten oder tauchten bis zur Blaufärbung ihrer Lippen. Ein bisschen Farbe bekamen wir alle auch und nach einem abendlichen Plausch fuhren wir dann auch gegen 21.30 Uhr nach Hause.
Am Montag trifft dann auch meine Frau Mama mit Schwesterlein im Gepäck hier im Vogtland ein und verbringt die folgenden zehn Tage hier. Sohnemann darf in dieser Zeit bei seiner saarländischen Omi verweilen, worauf er sich auch sehr freut. Zwar melden die Wetterfrösche im Radio für kommende Woche den Sommer zurück, aber der Wetterdienst im Internet behauptet wolkentechnisch Gegenteiliges. Ja was denn nun? War ja irgendwie klar, dass ich während meiner Ferien nicht wirklich was vom Sommer zu sehen kriege. Dabei wollte ich mal wieder in den Leihgarten gehen und mich in der Sonne wälzen, Roulette spielen, mit den Mädels dort schön lachen. Aber damit ist wohl Essig. Groooßer Mist!!! Na vielleicht irren sich die Meteorologen ja auch mal und die Prognosen treffen – wie so oft – nicht ein. Hoffen wir also weiter.
Ansonsten war die Woche mitunter auch sehr unterhaltsam, ich kann nicht klagen. Entspannt, spannend, stimulierend und alles andere als eintönig. Also schauen wir, was die kommende Woche noch so bringt und machen da weiter, wo wir aufgehört haben. Brave Mädchen kommen in den Himmel, böse Mädchen kommen mehrmals am Tag…
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Verfasst von Frau N. aus P.
15. Juli 2009
Gestern Abend gegen 19.00 Uhr klingelt mein Handy.
“Spreche ich mit Frau N.?”
“Worum geht es denn bitte?”
“Hier spricht die Geschäftsleitung der McDonalds Filiale PL. Haben Sie einen Sohn, der S. heißt?”
“Ja, ich bin mir relativ sicher.”
“Ich wollte Sie darüber in Kenntnis setzen, dass Ihr Sohn bei uns vier Wochen Hausverbot hat.”
“Ach ja? Interessant…”
“Er und seine Freunde haben sich in unserem Hause daneben benommen, mit Servietten über die Tische gespuckt, gelärmt und jedes gute Benehmen vermissen lassen.”
“Tatsächlich?”
“Ja, ich wollte Ihnen nur Bescheid sagen.”
“Ich bedanke mich für Ihren Anruf und kann Ihnen versichern, dass das Konsequenzen hat. Für ihn…, versteht sich…”
“Vielen Dank.”
“Keine Ursache…”
“Schönen Abend noch…”
“Danke, ebenfalls…”
Ich wählte anschließend die Nummer meines kleinen Herrn Lässig und hakte nach. “Ich hab’ nicht bei dem Mist mitgemacht. Das waren die anderen.” Ja klar, und ich bin der Kaiser von China, Freundchen… Mein Kind, der Engel – wer’s glaubt wird selig und wer’s nicht glaubt, kommt auch in den Himmel.
Fazit: Neuer Laptop für die gesamte Länge des Hausverbotes konfisziert. Pech gehabt, mein übermütiger Freund…
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13. Juli 2009
Vier Wochen Weiterbildung liegen hinter mir und jetzt haben wir erstmal zwei Wochen Ferien. Am Freitag stand schon die erste Prüfung auf dem Plan und die Ergebnisse liegen erst in einigen Tagen vor. Zwar könnte ich in der Schule anrufen und nachfragen, aber ich werde mir wohl kaum die Ferien versauen. Sohnemann hat auch Ferien und so bleibt wenigstens mal etwas Zeit, um etwas zu unternehmen. Fraglich ist nur, ob er seine eigentlichen Interessen dafür ein bisschen zurückstellt, denn Kumpels, Mädels, coole Klamotten zur Schau tragen oder lässiges Durch-die-Stadt-hip-hoppen kann man nicht einfach so mal sein lassen. Naja, so ist das eben mit 13. Ich seh’s gelassen.
Privat gibt es zwar so einiges, was genügend Gesprächsstoff bieten würde, aber der eine Teil ist megauninteressant und der andere Teil ist viel zu schlüpfrig. Also lasse ich Euch weiter im Argen und genieße. Vielleicht funktioniert der vogtländische Buschfunk ja wie in alten Zeiten und es erreicht Euch auf anderen Wegen. Gnihihi…
In einer Woche tanzt dann meine Frau Mama mit meinem Schwesterlein im Gepäck hier an und das wird auch Zeit, denn wir haben uns seit zwei Jahren nicht mehr gesehen. Sie bezieht eine Ferienwohnung und Sohnemann soll dort ein paar Tage verbringen, da die beiden ja im Normalfall nicht besonders viel voneinander haben. Er freut sich drauf und fragt schon gespannt, wann es denn soweit ist. Nun wird der Zeitraum etwas überschaubarer, denn es ist nur noch eine Woche. Die Zeit verging wie im Flug.
Meine Blogfaulheit ist noch immer nicht auskuriert, was auch nicht zuletzt daran liegt, dass mein Terminplaner zur Zeit zwar knallvoll ist, aber das Wenigste davon wäre einen Beitrag wert. Ja und die interessanten Dinge, die das Salz in der täglichen Suppe des Alltags ausmachen, gehören dann doch nicht unbedingt hierhin. Mehr dazu bei einer Tasse Kaffee – aber auch nur vielleicht…
Vielleicht seid Ihr auch einfach nur zu neugierig. Nech…???
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Verfasst von Frau N. aus P.
4. Juli 2009
Mein Blog schläft langsam ein. Das mag an der warmen Jahreszeit liegen, in der man ja auch nicht so oft zuhause ist und es liegt wohl auch daran, dass ich unabhängig davon viel auf Achse bin. Die Weiterbildung nimmt einen Großteil meiner Zeit in Anspruch und ich bemerke zunehmend, dass die Entscheidung zu dieser Schulung richtig und gut war. Darüber hinaus gibt es hier und da ständig Anlass mit Freunden zu plauschen und Käffchen zu trinken, der Garten sieht mich schon nur noch alle paar Wochen, was eigentlich schade ist. Nun gut, das Wetter ist ja erst seit einigen Tagen wieder akzeptabel. Am Vormittag lässt sich Sohnemann kurz blicken, der die letzten Tage bei seinen Freunden auf dem Lande verbracht hat, um sich gleich wieder zu Oma ins Wochenende zu verabschieden. Ich werde dann heute für eine Weile das ruhige Fleckchen im Grünen auszusuchen. Dort erwarte ich dann aber auch den Startschuss zu einer nachmittäglichen Verabredung, wo meine Hilfe benötigt wird.
Wenn das dann erledigt ist, flitze ich nach Hause, um mich für ein Date heute Abend zu restaurieren rüsten. Schwierig in Worte zu fassen, aber es sei gesagt, dass der Erfinder des Säbelzahnfußhuhns und meinereiner nun doch vernünftigerweise getrennte Wege gehen, da uns doch sehr vieles unterscheidet. Zwar sah es anfangs danach aus, dass es diesmal funktionieren könnte, aber eine kleine Meinungsverschiedenheit öffnete mir dann schlussendlich doch noch die Augen. Ob der überraschenden Wende war ich nicht ansatzweise so traurig, wie einst, aber sowas ist immer erst mal einen Moment lang “komisch”. Damit gerechnet hatte ich ja irgendwie, es ist dann aber trotzdem irgendwie auch immer wieder neu. Egal, Trauer kann ich darüber nun auch nicht wirklich empfinden, da ich dergleichen ja nicht zum ersten Mal erlebt habe, also Schwamm drüber. Hätte es mich belastet, hättet Ihr hier nicht erst heute davon erfahren, denn Bewegendes dieser Art blogge ich ja gerne.
Natürlich stellt man sich dann auch die Frage, wie es um meine Gefühle bestellt war, wenn mir das leicht fällt und ich mich eine knappe Woche später schon mit jemand anderem treffe. Gute Frage, denn das ist mir selbst auch schon aufgefallen. Was soll ich sagen?! Grundsätzlich ein guter Mensch, der mir auch sehr am Herzen lag, aber eben nicht die Sorte von Mensch, mit der ich auf lange Sicht gesehen harmonisch leben kann. Also ziehe ich weiter und werde sehen, was der heutige Abend so bringt. Bleibt nur zu hoffen, dass mir nicht irgendwas Unvorhergesehenes dazwischen kommt und meine Pläne über den Haufen wirft. Neugierig bin ich durchaus und interessiert auch. Was schlussendlich dabei rausspringt, kann ich nicht im Mindesten einschätzen, das kann man ja nie. Also lassen wir uns mal überraschen und gehen ohne Erwartungen und Vorbehalte hin. Wird nett werden, da bin ich mir sicher.

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Verfasst von Frau N. aus P.
29. Juni 2009
Nun drücke ich schon seit mehr als zwei Wochen die Schulbank und es macht noch immer Spaß. Das Wetter war während dieser Zeit mehr als bescheiden und somit blieben wir dem Garten fern. Zeugnisse gab’s bei Sohnemann auch und die Kopfnoten riechen ganz heftig nach Pubertät. Zwar sind die restlichen Noten nicht die allerschlechtesten, insgesamt zeigt sich aber aufgrund der Leichtigkeit des Pubertierlebens eher eine Tendenz nach unten, wenn auch nicht wesentlich. Dennoch verlieh ich meinen Ermahnungen etwas mehr Nachdruck, aber jetzt sind ohnehin erstmal Ferien.
Frau Mama bzw.Omi aus dem Saarland hat ihren Besuch nun fest angekündigt und Sohnemann freut sich sehr. Ich freue mich natürlich auch, wobei ich leider während dieses Besuches nur ein paar Tage frei habe. Das zickige Schwesterlein ist auch mit von der Partie und wird sich hoffentlich manierlicher benehmen als in den letzten Wochen. Wenn Du das jetzt liest, liebes Fräuleinchen S., dann sollst Du wissen, dass man so nicht mit Menschen umspringt, schon gar nicht, wenn sie Deine große Schwester sind. Wie gesagt, das ist mein Blog und hier schreibe ich, was ich will, worüber ich will und wann ich will. Und ich lasse mich nicht auf die Dinge reduzieren, die ich hier schreibe, denn manches muss eben nicht jeder wissen. Manches bleibt privat und nur weil ich nicht über jeden und alles schreibe, heißt das nicht, dass ich nicht über diese Menschen oder Dinge nachdenke oder dass diese Menschen oder Dinge mir nichts bedeuten. Ende der Durchsage!!!
Das Wetterlein gelobt ja im Laufe der Woche Besserung und vielleicht reicht es zum Wochenende hin ja endlich mal wieder für den Garten. Während der Woche bleibt dafür im Moment etwas zu wenig Zeit, aber ein verregnetes Wochenende möchte man dann auch nicht haben. Nächste Woche Freitag steht schon die erste Prüfung an und bis dahin werd’ ich artig den Ausführungen des Dozenten lauschen und hoffe, dass ich die Prüfung gut gewuppt kriege.
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Verfasst von Frau N. aus P.
23. Juni 2009
Gestern Abend bin ich wirklich mit den Hühnern ins Bett gekrochen. Es muss wohl kurz vor 21.00 Uhr gewesen sein und ich bin wohl auch sofort eingeschlafen. Ob nun im TV irgendetwas Sehenswertes lief, kann ich nicht mehr sagen, denn die Flimmerkiste wurde fix auf zwei Stunden Laufzeit eingestellt und ich könnte Euch nicht mal mehr genau sagen, welche Farbe meine Bettwäsche hat, wenn ich nicht ausschließlich dunkelblaue Bettwäsche besitzen würde. Ins Bett und sofort Augen zu. Man war ich müde. Das Lernen strengt zwar nicht unbedingt an, aber ich bin abends derart müde, dass ich eigentlich kein Radio, keinen Fernseher oder dergleichen mehr bräuchte. Nun ja, das Wetter entspricht ja eher dem Herbst und bei schönem Wetter würde ich wohl wirklich eher im Garten meinen Feierabend ausklingen lassen. Zuhause flitzt man ja doch nur von einer Ecke in die nächste und erfüllt seine häuslichen Pflichten. Muss ja, keine Frage, aber im Garten ließe es sich schöner müde sein.
Schulisch gesehen bewegen wir uns derzeit in den Tiefen von CSS und es macht noch immer großen Spaß. In knapp drei Wochen sind erst mal Ferien und bis dahin wurschteln wir noch weiter und tiefer in HTML und CSS – vermute ich zumindest. Soll mir recht sein. So einiges an Kenntnissen war mächtig eingerostet und es schadet auf keinen Fall, wenn das alles mal wieder ans Tageslicht befördert wird. Editoren sind zwar nützlich, aber man verlernt auch so manches. Wir programmieren artig von Hand und längst Vergessenes kommt wieder zum Vorschein. Gut so. Schaden wird mir das auf keinen Fall.

Ansonsten gibt es wie so oft keine nennenswerten Zwischenfälle, wenn man vom pubertierenden Sohnemann und kleinen Alltäglichkeiten absieht. Alles im grünen Bereich. Das Wochenende war ruhig und leider verregnet, also blieben wir zuhause und bewegten uns nur notwendigerweise. Der kalendarische Sommer ist zwar schon zwei Tage alt, lässt aber meteorologisch auf sich warten. Es regnet immer wieder, es ist ziemlich frisch am Zisch und ohne Jacke ist es mir dann doch noch zu kalt. Laut Wetterfrosch soll der diesjährige Sommer ja ohnehin nicht berauschend werden, aber ich bin da mal optimistisch und erwarte für meine Ferien Strahlewetter und Sonne satt. Wehe nicht…
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20. Juni 2009
Na gut, nicht alles, aber zumindest schon mal die erste Woche. Viel Bekanntes und auch so einiges Neues stand auf dem Plan. Ganz wie in grauen Anfangszeiten von Hand programmieren, ohne Editoren, ohne Schummelei also und die letzten beiden Themen mochte ich schon damals nicht allzu gerne, aber mir leuchtet ein, dass auch das sein muss. Ich wollte es so und ein Zurück wird es nicht geben. Sieht alles schlimmer aus, als es wirklich ist und manchmal fehlt es einfach nur an der nötigen Konzentration. Wirklich schwer ist es bisher nicht. Es macht Spaß, das ist mein Ding und der Ehrgeiz fehlt keineswegs, auch wenn mir nicht jedes Thema gefällt.
Tabellen und Frames, wobei ich Tabellen dann doch noch lieber mag als Frames. Wirklich unlösbar ist es nun wahrlich nicht, aber man kommt halt fix durcheinander, wenn man schon gefühlte fünf Kilometer Code getippert hat und dann wird’s schwierig, wenn sich ein klitzekleiner Fehler eingeschlichen hat. Bisher klappt’s, aber ich bin mir seeehr sicher, dass ich irgendwann mit glasigen Augen vor dem Bildschirm sitze und den Fehler nicht entdecke. Aber ich bin frohen Mutes, dass ich auch das schaffe. Wir sind doch nicht blöd, gelle? Zur Not wird dann zuhause ein bisschen geübt und gepaukt, kein Problem, solange es Spaß macht und das tut es. Wirklich…!!!
Alltagstechnisch waren die Tage dann auch vollgestopft, so dass ich abends hundemüde in die Kissen plumpste. Gut so. Nebenbei einem Kumpel helfen und dem Kindchen eine halbe Stunde Aufmerksamkeit widmen, da der kleine Mann nun inzwischen selbst nur noch auf Achse ist. Die Mädels verdrehen ihm das kleine Köpfchen, die Hormone tun ihr Übriges und zwischen Abendessen und Bettgehzeit bleibt oft nicht viel Raum für ein Mutter-Sohn-Gespräch, aber wir nehmen uns jeden Tag ein bisschen Zeit, damit mein Sohn nicht alleine vor sich hinlebt. Nach wie vor interessiert es mich sehr, was er wo mit wem tut und was ihn beschäftigt. Wie gesagt, zur Zeit ist es nicht selten die holde Damenwelt und ich find’s putzig.
Der Wetterbericht für das angebrochene Wochenende verheißt mal wieder nichts Gutes, wobei im Moment ja noch die Sonne scheint. Alle Wetterstationen melden mittelmäßiges Wochenendwetter, also dürfte die derzeitige Wetterlage inklusive der schönen Morgensonne nur ein Täuschungsmanöver sein und es folgt leider kein Gartenwetter. Scheiß drauf, mein Wochenende wird sicher trotzdem schön. Notfalls bleibe ich im Bett und schaue mir alle DVDs nacheinander an, die in meiner Filmbibliothek rumstehen. Ein bisschen Einkauf und ein Reinigungseinsatz in den eigenen vier Wänden stehen auch noch an, also wird kaum Langeweile aufkommen.
Und wie war’s bei Euch so???
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11. Juni 2009
Die Woche ging verdammt fix rum und das lag nicht zuletzt daran, dass ich ordentlich zu tun hatte. Da kamen Babys zur Welt, Freunde brauchten ganz fix Hilfe, jemand sehr wichtiges bat um Gehör und ich hab’ mich endlich durchgerungen, überhaupt zu reagieren und das war gut so. War insgesamt bis jetzt eine hastige aber doch sehr gute Woche und ab Montag wird erstmal straff gelernt.
Und Ihr so???
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9. Juni 2009
Nein, die gibt es nicht nur anderswo, sondern auch mitten unter uns. Sohnemann pubertiert mächtig gewaltig, heute kam im Freundeskreis ein kleines Paulchen zur Welt, heute morgen war ich fix mal in Annaberg, nachmittags klinkte ich mich für mehr als eine Stunde aus dem Alltag aus und zog mich auf den Friedhof zum Grabe meiner Oma zurück, die heute 78 Jahre alt geworden wäre. Mit meiner üblichen weißen Rose bewaffnet, setzte ich mich auf die Minibank gleich gegenüber und genoss die Stille und das Zwitschern der Vögel. Morgen leiste ich technische Hilfe beim erstmaligen Bloggen, weil es auch anderswo Themen gibt, denen man an die Öffentlichkeit helfen muss und über die sich Betroffene austauschen können sollten. Der Link dorthin folgt dann zum gegebenen Zeitpunkt. Ja und dann gibt es da noch einen weiteren Menschen aus meiner Vergangenheit, der sich nach meiner Gesellschaft und meiner Person sehnt. Ich grüble und ich zerbreche mir seit Tagen den Kopf darüber. Ich weiß nicht, was richtig oder falsch ist. Ich weiß nicht, ob es ein Zurück gibt. Ich weiß im Moment gar nichts…
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27. Mai 2009

Tschakka… Es ist vollbracht. Mein Wagen ist innen und außen sauber, wenn man von herkömmlichem Straßendreck absieht, der sich während der Heimfahrt wieder auf den Lack gemogelt hat. Grundsätzlich stufe ich ihn als “gereinigt” ein und zumindest innen ist er jetzt sehr viel ansehnlicher, denn die Lackschäden meines alten Wägelchens kriegt man nunmal nicht mit Wasser weg. Das Wienern im strahlenden Sonnenschein hat richtiggehend Spaß gemacht und bis zum nächsten Mal vergehen hoffentlich nicht wieder zwei Jahre. Ich gelobe Besserung und versuche auch, beim Rauchen künftig in den Aschenbecher zu aschen.
Beim Kieferorthopäden war Familie N. gestern auch fix und soweit verläuft alles plangemäß. Sohnezwerg muss sich nur endlich mit der Tatsache arrangieren, dass er sich keinen Gefallen damit tut, wenn er die Zahnspange nur nach Lust und Laune trägt. Zwar weise ich ihn täglich darauf hin, dass er vorm Schlafengehen bitte das Teil “installiert”, aber das könnte ich dann auch in den Wald rufen. Manchmal kommt es eben vor, dass er alleine schlafen geht und dann “schläft” die Spange eben in ihrem blauen Etui auf dem Schreibtisch. Nööörv…
Nach dem abendlichen Regenguss gestern ist die Luft endlich wieder erträglich und die Hitze treibt mich nicht vor dem Hahnenschrei aus den Federn. Heute morgen lag ich seit langem mal wieder bis zum Weckerklingeln im Bettchen und bin einigermaßen ausgeruht. Für den Rest der Woche herrscht weitestgehend Behördenauszeit, was nach nahezu wöchentlichen Ausflügen von Amt zu Amt eine regelrechte Wohltat ist. Mitte Juni steht dann endlich meine heißersehnte Weiterbildung auf dem Plan und ansonsten läuft im Moment auch alles wunderbar rund. Geht doch!!!
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26. Mai 2009
Das muss heute sein. Seit mehr als zwei Jahren “wohnt” der Mädchenchrysler nun bei mir und hat noch nie eine Waschstraße von innen gesehen oder den Klang eines Staubsaugers vernommen. Das einzige Wasser, das er kennt, ist jenes, das vom Himmel fällt, wenn es regnet oder das gefrorene Wasser, wenn es schneit. Heute soll sich das ändern, denn er wird Opfer des Frühjahrsputzes. Waschen, schneiden, föhnen sozusagen. Er bekommt eine allumfassende Staubsaugerbehandlung, ein komplettes Peeling des Innenraumes, ein Vollbad und alles, was dazugehört. Spätestens heute Nachmittag wird er dann in neuem Glanz erstrahlen und duftig-luftig Richtung Sommer fahren. Die zweijährigen Wollmäuse werden sich ein neues Zuhause suchen müssen und das Waldhuhn hat wieder jede Menge saubere Stellen zum “vollatmen und volltropfen”.
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25. Mai 2009
Seit Tagen gibt es Sonne satt und wir haben nahezu die gesamte Woche genutzt, um den unseren “Leih”-Garten aufzusuchen. Ein paar Würstchen grillen, ein bisschen Seele baumeln lassen, ein bisschen Schnapsroulette spielen, ein bisschen Sonne tanken und auch ein bisschen Gartenarbeit machen. Gegrillt wurde fast jeden Tag, das erste Gläschen von unserem neuen Lieblingsspiel ging auch schon zu Bruch und die Seele baumelte gestern in alle Richtungen. Herrlich das…
Sohnemann treibt mich zur Zeit an den Rand des Wahnsinns. Offenbar fahren die Hormone jetzt so richtig mächtig Karussell und die Pubertät hämmert ohrenbetäubend an die Tür. Schulisch lässt er die Zügel seit einer kleinen Weile ziemlich schleifen, zuhause immer das letzte Wort und sei es auch noch so sinnfrei, cool bis in die Zehenspitzen, selbst beim Naseputzen – Image ist bekanntlich alles. Ja und an sämtlichen Querschlägern sind die bösen Anderen schuld, klare Sache. Im Moment kann ich sagen, dass mir täglich an die 25 rote Haare und Federn wachsen. Besserung eher unwahrscheinlich, denn Kinder pubertieren ja bekanntlich bis Ende 30. Ich war nie so frech und aufsässig, auch wenn meine Frau Mama das anders sieht.
Ansonsten läuft alles besser als erwartet und so langsam kehrt auch in meinem Inneren wieder mehr Ruhe ein. Die Gedanken ruhen und ich entspanne mich. Sicherheit werde ich nie erlangen, das weiß ich, aber zumindest kann ich ganz langsam wieder perspektivisch sehen. Einig werden wir uns nie immer sein, müssen wir auch nicht, aber wir treffen uns beim nunmehr dritten Anlauf in der goldenen Mitte, was gut tut. Die Zeit arbeitet für uns und wir helfen ihr.
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19. April 2009
Meine Amaryllis thront in voller Pracht an ihrem Fensterplatz und aus dem Avocadoexperiment scheint ein wahres Wunderwerk zu werden. Sage und schreibe fünf Sprösslinge schieben sich dem Tageslicht entgegen und ich komme aus dem Staunen nicht heraus. Unter dem alten Senfglas, das als Miniaturgewächshaus fungiert, wächst und gedeiht dieser Kern besser als ich zu hoffen gewagt habe. Ich habe für Euch bewusst das Datum auf den Bildern belassen, damit Ihr sehen könnt, welche Fortschritte dieses Pflänzchen seit der ersten Regung macht. Zwar dauerte es eine kleine Ewigkeit, bis man überhaupt etwas verzeichnen konnte, aber nun wächst mein Sprössling in bemerkenswerter Geschwindigkeit.
Den gestrigen Abend habe ich meinem Sohn zuliebe hier bei ihm verbracht, denn die Tränenströme wollten nicht ohne weiteres versiegen. Stundenlang lag er traurig und deprimiert in seinem Bett. Er ist mit zunehmendem Alter eigentlich recht hart im Nehmen geworden, aber gestern verlor mein Kindchen dann doch die Fassung. Wie gerne hätte er den Samstag noch einmal im Kreise seiner Freunde verbracht, doch das war rein organisatorisch einfach nicht machbar, was ihm schwerer als erwartet zusetzte. Weder leckere Köstlichkeiten aus dem heimischen Vorratsschrank noch die schrägsten Dicht- und Bespaßungskünste seiner alten Frau Mama zeigten Wirkung und wenn ihm dann doch mal ein Kichern entfleuchte, ermahnte er mich, dass er jetzt nicht in der Stimmung zum Lachen sei.
Mir brach das Mutterherz und ich beschloss endgültig, hier bei ihm zuhause zu bleiben. Den ganzen Tag hatte ich schon überlegt, ob ich nun zum “Resteficken” gehe, aber es hätte mir wohl wenig Vergnügen bereitet, meinen Sohn allein und tieftraurig hier in seinem Zimmer zu wissen. Also ließ ich uns ein schönes Schaumbad ein, weil Sohnemann das über alle Maßen liebt und wir führten nach langer Zeit mal wieder unsere intimen Männergespräche unterm Badeschaum. Er liebte diese banale Zeremonie schon als kleiner Steppke und er mag es noch heute. Ihm ging es danach besser und ich fühlte mich angesichts seiner wieder lächelnden Augen auch sehr erleichtert. In unsere Schlafanzüge gekuschelt und schön gemütlich auf dem Sofa sitzend bzw. eher halb liegend, verfolgten wir noch ein bisschen das Abendprogramm und schlichen gegen Mitternacht mit noch immer anhaltenden “Duplofingern”* in unsere Betten.
Es gibt durchaus noch weitere Kuriositäten zu berichten, die Euch ganz sicher in höchstes Erstaunen versetzen würden, aber davon berichte ich Euch an anderer Stelle. Unerwartete Geständnisse bringen mich gewissermaßen etwas aus dem Gleichgewicht und ich brauche sehr viel Zeit, um Klarheit zu erlangen. Eine schlaflose Nacht hat mich das bereits gekostet und ich befürchte, dass noch weitere folgen werden. Fakt ist, dass das alles unvorhergesehen passiert ist und passiert ist im eigentlichen Sinne noch gar nichts. Gebrannte Kinder scheuen das Feuer, vor allem aber, wenn sie dem Pyromanen ein zweites oder gar drittes Mal begegnen. Ich bin auf der Hut, befinde mich in der absoluten Defensive und dort bleibe ich in naher Zukunft auch. Nein, ich möchte mir nicht mehr den Kopf über das Tun und Handeln anderer Menschen zerbrechen. Ich will das nicht mehr. Der Übeltäter steht vor einem fast unlösbaren Problem – meinem Misstrauen und meiner fast unbezwingbaren Skepsis. Ich kann derzeit nicht abschätzen, ob er diesen beiden Gegnern auch nur ansatzweise gewachsen ist.
* “Duplofinger” nennt man die Gliedmaßen der Hand, die nach zu langem Baden ihre Oberflächeneigenschaften verändern. Die schrumpelige Haut der Finger erinnert an die längste Praline der Welt bzw. deren Oberflächenstruktur und das Wort “Duplofinger” wurde vor vielen Jahren von meinem Sohnemann erfunden.
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15. April 2009
Der Wagen steht immer noch in der Werkstatt und Ende dieser Woche werde ich entscheiden, ob ich weiter auf ein günstigeres, gebrauchtes Teil warte oder tief in die Tasche greifen muss für ein neues Teil. Welche Variante mir lieber ist, steht außer Frage. Eine Wahl habe ich offenbar nicht, denn es macht ebenso wenig Sinn, Steuern, Versicherung etc. für ein Auto zu bezahlen, das nicht fahrbereit ist. Anderes Thema. Das ist ärgerlich genug.
Mein Avocadokern macht mir große Freude. Aus den anfänglichen zwei Keimen wurden in der Zwischenzeit nun ganze vier und das Minipflänzchen wächst und gedeiht prächtig. Mein erster Zuchtversuch ist somit von größerem Erfolg gekrönt, als ich erwartet habe und auch meine Amaryllis blüht inzwischen schon zum zweiten Mal. Knallrot und auch diesmal wieder vier Blüten, wobei ich mich diesmal hüte, den Topf hin- und her zudrehen, damit ich nicht wieder eine der Blüten abbreche. Ich lasse fein die Finger davon, Ehrenwort. Hier nun erst mal eine aktuelle Bestandsaufnahme des Avocadokeimlings:

Ansonsten gibt es wenig neues hier im Viertel. Wetter bombastisch, Stimmung entsprechend sonnig und mein Kindlein verweilt mal wieder bei seinen Freunden auf dem Lande. Wann der kleine Mann wieder nach Hause kommt, weiß niemand, denn da werden mittlerweile schon gar keine konkreten Aussagen mehr getroffen und “man” hat vorsorglich gleich für die ganze Woche Anziehsachen eingepackt. Fräulein Katze sonnt sich am Wohnzimmerfenster und genießt die Wärme. Bilanzierend kann man also sagen, dass alle Bewohner wohlauf sind und alles schön geschmeidig ist. Und Ihr so???
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10. April 2009
Ostern find’ ich doof, ehrlich. Dieser kunterbunte und kurzlebige Eier- und Osterhasenhype regt mich irgendwie auf und ich boykottiere diesen Mist jedes Jahr. Sohnemann macht das nix aus, weil er das von zuhause gar nicht anders kennt. Wir färben, verstecken und suchen auch keine Eier. Wir kaufen sie, wie sonst auch, in normalen Mengen und braten sie ganz ordinär in der Pfanne oder kochen sie zum Frühstück. Vereinzelt verirren sie sich auch mal auf unsere Teller, wenn wir sie mittags mit Senfsoße zubereiten, mehr aber auch nicht. Ach ja, zum Weihnachtsfest landen die ovalen Teile dann auch mal im Eierschneider und enden in gewürfelter Form in einer Schüssel als Eiersalat. Das war’s dann aber auch schon. Ich kam zwar als Kind in den Genuss, Osternester suchen zu dürfen, aber das einzig witzige war eben diese kurze Sucherei. Ansonsten ließ mich dieses “Fest” schon immer kalt. Schon sehr früh entledigte ich mich diesem Feierzwang und verbannte Ostern aus meinem Alltag.
Hier baumeln keine Plastik- oder Holzimitate an irgendwelchen Zimmerpflanzen, denn die armen Pflänzlein führen bei mir ohnehin einen stetigen Überlebenskampf, den ich ihnen nicht auch noch mit derlei Gebamsel erschweren muss. Auf den Tischen oder Schränkchen stehen auch keine Osterhasen, Küken oder Gipseier herum. Nicht nur, dass ich diese Art von Dekoration mehr als kitschig finde, ich finde sie richtig hässlich und viel zu bunt. Ja und die lustigen Mümmelmänner mit ihren Stummelschwänzchen landen bei mir maximal im Kochtopf. Schön mit Rotkohl und lecker Klößen. Ich ess’ sehr gerne Hasenbraten, ich gestehe. Haltet mich ruhig für gewissenlos, aber solange ich nicht Minuten vor dem Verzehr in diese putzigen Knopfaugen sehen muss, stört mich der Hase auf meinem Teller nicht die Bohne. Solange ich ihm nicht selbst den finalen Karnickelfangschlag verabreichen muss, darf er gerne in Einzelteilen auf meinem Teller in Soße baden. Ostergras ist genauso nervig wie Plastikosterschmuck und wird gleich nach dem Plündern der Nester von Sohnemann im Müll entsorgt.
Das ist wie mit den Nadeln des Weihnachtsbaumes, den man zu spät entsorgt. Der lässt ja dann auch seine Nadeln frech auf den Teppich fallen und dort findet man sie dann auch nach dem 392. Staubsaugen noch, obwohl man immer und immer wieder gründlichst gesaugt hat. Ostergrad versteckt sich genauso penetrant in allen Ritzen einer Wohnung und tritt auch nach Monaten noch unangenehm in Erscheinung. Wenn ich diesen ganzen Quatsch also vermeiden kann, dann tue ich das auch. Die Osterhohlkörper in Form von Hasen, Eiern oder Küken schmecken auch nicht anders als die Weihnachtsmänner, Tannenzapfen und Sternchen aus Schokolade. In Folge all dieser Aversionen verschicke ich auch keine Ostergrüße in Form von Karten, SMS oder Emails. Ostern wird einfach ignoriert, denn diese paar Tage heben mich festlich betrachtet keinen Millimeter an. Ich esse dann auch nicht gezwungenermaßen Hasenbraten, den essen wir, wenn wir gerade Appetit darauf haben und das kann auch mal an einem Dienstagabend mitten im Sommer passieren.
In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern ein schönes verlängertes Wochenende!!!

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9. April 2009
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8. April 2009
Der Tagesplan für heute ist ziemlich eng gestrickt:
- Behördentermine wahrnehmen (zu Fuß)
- auf dem Rückweg Kleinigkeiten einkaufen
- gewaschenen Wäscheberg von gestern in Schränken verstauen
- Fußleisten meiner Küche anbringen, wenn “geliefert”
- erste Ladung Kaffeegäste bewirten (Wutzi + Nachbar)
- fix alles wieder schick machen
- Kindchen kurz begrüßen, dann zum Training entlassen
- Abendessen kochen
- zweite Ladung Gäste bewirten (Weiberabend)
- Bewerbung fertigtippen und in Druck geben
Klingt erstmal nicht viel, zieht sich aber im Detail bestimmt wie Kaugummi, vor allem der erste Punkt auf der Liste, da mein geliebter Mädchenchrysler nach wie vor “krank” in der Werkstatt steht. Es gestaltet sich äußerst schwierig, ein gebrauchtes und damit auch günstigeres Teil zu ergattern, da mein Wagen auf deutschen Straßen mittlerweile ein echter Exot ist. Das heißt, ich muss sehr geduldig sein, wenn ich Geld sparen will, denn ein neues Teil sprengt mein Budget um ein vielfaches. Weiß der Geier, wie lange ich deswegen noch laufen muss, aber eine Wahl hat man angesichts der gepfefferten Ersatzteilpreise bei Chrysler nur, wenn man mit Nachnamen Rockefeller heißt und das ist bei mir leider nicht der Fall. Hab’ mich eindeutig in den falschen Genpool eingeloggt.
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7. April 2009
Dienstage haben sowas von ‘nem Marathon. Man ist gerade erst losgelaufen und weiß genau, dass man noch nicht mal die Hälfte der Strecke geschafft hat. Und für Leute, die nicht gerne Ausdauerlauf machen, ist das extrem deprimierend. Da hilft oft nur, ignorant auf die Füße zu starren und ohne nach rechts oder links zu schauen weiterzulaufen. Nützt ja nix. Ich bin ja eher so der Kurzstreckenläufer, meinetwegen auch jeden Tag aufs Neue, aber bis Mittwoch schleppe ich mich meist mehr schlecht als recht durch die Woche. Etwas produktiv war ich dann doch gestern. Ich hatte da noch ein paar Bilderrahmen rumliegen, in denen allerdings schon fabrikationstechnisch Bilder steckten, die mir aber so gar nicht gefielen. Ich gebe ja zu, dass Anne Geddes mitunter ganz putzige Bilder von kleinen Menschlein knipst, aber derlei Motive passen nicht zu mir und somit auch nicht in meine Wohnung. Ich habe diese Rahmen vor einiger Zeit mal geschenkt bekommen und die Schenkerin ahnte wohl schon damals, dass ich es eher auf die Rahmen abgesehen hatte.
Also kramte ich gestern in allen Schubladen und Ecken nach geeigneten Motiven. Familienphotos wollte ich nicht reinmachen, da diese Rahmen für den Treppenaufgang bestimmt waren, also mussten neutrale Bilder her. Eins hatte ich, aber beim zweiten tat ich mich schwer. Ich benötigte ja auch eines, dass im Hochformat vorliegt, da die Aufhängung an der Rückseite des Rahmens nur für Hochformat vorgesehen war. Man, ich fluchte hier und nötigte sogar Sohnemann, in seinem Zimmer nach geeigneten Bildern zu suchen. Ohne Erfolg. Und als ich schon ca. 2 Stunden am Wühlen und Suchen war, fiel mir dann doch noch ein Bild in die Hände, dass mir adäquat erschien. Ich popelte also mühevoll den Rahmen auseinander, entfernte die übertrieben drolligen Babys und stopfte meine auserkorenen Motive hinein. Schön neutral, aber dennoch kleidsam. Und weil ich grad so schön dabei war, baumelte ich gleich noch zwei kleine Bilderrahmen auf die andere Seite. Hierfür schnappte ich mir einfach ein paar hübsche Postkarten von meiner Pinnwand, die ich letztes Jahr mal geschickt bekam. Fertig. Tatttaaaaa…

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Verfasst von Frau N. aus P.
6. April 2009
Der Montag zeigt sein hässliches Gesicht und hinter mir liegt ein lustiges Wochenende. Die Stadt ist noch dunkel und ich bin einigermaßen ausgeschlafen. Der Samstag war extrem lustig und ich grüße an dieser Stelle Otto, den ich nach langer Zeit mal wieder gesehen habe. Und wenn ich Otto grüße, winke ich auch mal rüber zu Brösel, den ich ausnahmsweise mal nicht gesehen habe, aber das ist nur eine Frage der Zeit. Gelacht wurde in ausreichendem Maße und auch das Wetter gab keinen Grund zur Klage. Leider steht mein Wagen noch immer kaputt in der Werkstatt, sonst hätte ich das liebe Gefährt in diesen Tagen wenigstens einmal komplett gereinigt. Von innen und außen versteht sich. Bitter nötig wäre das allemal, aber der verrottete Einfüllstutzen kam mir mal wieder zuvor. Nichts desto trotz gibt es ja zuhause immer was zu tun, also werde ich mich heute mit all den anderen Kleinigkeiten befassen, die ich mir vorgenommen habe. Da wären Betten, die ich abziehen wollte, der Kleiderschrank, den ich schon lange entkernen möchte oder noch ein paar kleine Verschönerungsarbeiten, die zwar nicht unbedingt nötig wären, aber Spaß machen könnten.
Das Wetter ist im Moment für ausgezeichnete Stimmung verantwortlich und nur ein funktionierendes Auto fehlt, um das Ganze vollkommen zu machen. Mit etwas Geduld wird das aber auch noch. Sohnemann hat bald Osterferien und dann werden wir endlich auch unsere Räder aus dem Winterschlaf holen. Wenn sich keine Luftpumpe für eventuell platte Reifen findet, werden wir sie dann notfalls runter zur Tankstelle schieben, um dort für ordentlich Luftdruck sorgen. Wie praktisch. Wo wir dann hinradeln, entscheidet der Wind – wohin er uns eben weht. Ein bisschen Bewegung schadet uns nicht und Spaß macht das auch. Die erste Tour wird mich zwar wieder fast das Leben kosten, weil Muttern ja im Winter immer mächtig einrostet, aber wir können ja erst mal kleine Brötchen backen. Der Sommer kommt erst noch und wir haben mindestens sechs Monate Zeit, die alte Frau wieder in Form zu bringen. Wat mutt, dat mutt…
Nachher werde ich mich noch fix nach einer Stelle erkundigen, die ich durch Zufall entdeckt habe, auch wenn ich eher vermute, dass man dort einen handwerklich begabten Herren sucht. Fragen kostet nix, also rufe ich trotzdem mal an. Ist auch eher eine Stelle, in deren Profil ich wahrscheinlich nicht mal zu 50% passe, aber zu verlieren habe ich ja nichts. In Anbetracht der Preise, die sich mir offenbaren, wenn ich neue Teile für mein uraltes Auto brauche, werde ich ohnehin nur für die Unterhaltung meines Wagens arbeiten gehen, bis ich irgendwann so viele Euronen gesammelt habe, damit ich mir ein noch älteres Auto leisten kann. Die Abwrackprämie wird so oder so an mir vorüberziehen, denn für 5,39 Euro kriegt man in diesen Tagen maximal einen Handwagen zur Miete, mehr aber auch nicht. Aber es gibt Schlimmeres, uns gehts doch auch so ganz gut, nech?
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Verfasst von Frau N. aus P.
3. April 2009
Das Wochenende steht unmittelbar bevor und mein Auto ist immer noch kaputt. Sohnemann geht es soweit wieder ganz gut und er geht heute auch wieder zur Schule. Dank einem Tag Auszeit, etwas Medizin und unzähligen Tassen Tee konnten wir schlimmeres verhindern und gestern Abend war die große Klappe schon wieder funktionstüchtig und weitere Krankentage vom Plan gestrichen. Vorgestern habe ich sämtliche Heizkörper bis zum Herbst in den Ruhestand versetzt und beschränke mich im Falle von noch zu erwartender Schafskälte, Eisheiligen oder kalter Sophie auf Strickjacken, Pullis und Wuschelsocken. Die neuen Fensterbehänge an den Dachfenstern tun ihren Dienst wie geplant und ich bin sehr zufrieden damit. Obendrein ist es im Schlafzimmer jetzt auch lange nach Sonnenaufgang wunderbar dunkel, ganz so wie ich es mag. Auch Herr N. aus P. macht jetzt desöfteren Gebrauch von diesen Verdunklungswerkzeugen, denn bei strahlendem Sonnenschein morgens um 7.00 Uhr ist an erholsamen Schlaf nicht mehr zu denken.
Fürs Wochenende habe ich kleine aber feine Pläne. Herr N. wird ja heute Nachmittag von Papa abgeholt und ich werde den Freitag schön gemütlich ausklingen lassen. Morgen fahre ich dann mit Bus und/oder Bahn zu meiner Freundin und bleibe dort wahrscheinlich auch über Nacht. Abends wollen wir uns irgendwo verlustigen und da ich nicht die geringste Lust verspüre, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause zu fahren, darf ich mit Schlafanzug, Zahnbürste und Hausschuhen bewaffnet bei ihr in den Sonntag starten. Spätestens gegen Mittag werde ich dann wieder den Heimweg antreten und mich auf der heimischen Couch in Entspannung üben. Der Sonntag soll ja laut Wetterbericht nicht sonderlich berauschend werden, also juckt es mich dann auch nicht weiter, dass mein Auto kaputt ist.
Tja, und dann bin ich gestern Abend beim Switchen zwischen den Fernsehkanälen doch glatt bei “Frauentausch” hängengeblieben. Ich weiß ja nicht, ob das gestern jemand von Euch gesehen hat, aber der Begriff “Fremdschämen” erreichte durch die gestrige Episode eine vollkommen neue Dimension. Da ich dieses Format nicht regelmäßig verfolge, war ich im Unklaren darüber, welche Familien sich für diesen Frauentausch bewerben. Um die Quoten nach oben zu katapultieren setzt man wohl mittlerweile auf gesellschaftlich mitunter auffällige Familien und dieses Konzept fruchtet sogar bei mir. Ich kann nur schwer in Worte fassen, was ich da gestern gesehen habe und verweise an dieser Stelle besser hierher (weiterführende Links findet Ihr dann auf der rechten Seite), damit sich interessierte Leser selbst ein Bild verschaffen kann. Heute Morgen forschte ich dann etwas gezielter nach und fand das hier und zu allem Überfluss auch noch das hier. Ihr kennt das – es ist wie ein Autounfall. Man kann nicht richtig hinsehen, aber auch nicht richtig wegsehen. Ich bin angesichts der gesehenen Bilder sprachlos und irgendwie schockiert.

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1. April 2009
Kindchen liegt kränkelnd im Bett und es sieht ganz so aus, als würde er morgen der Schule fernbleiben, weil er eine Grippe bekommt. Vielleicht schläft er sich bis morgen wieder gesund, aber derzeit ist das eher unwahrscheinlich. Heute morgen habe ich beim hin- und herdrehen meiner Amaryllis eine der gigantischen Blüten abgebrochen – typisch für mich. Da waren es nur noch drei. Vielleicht habe ich Glück und aus der neuen Blüte treiben nochmals vier Stück. Auto ist immer noch in der Werkstatt und natürlich auch immer noch kaputt. Morgen muss ich also auch zu Fuß meine Behördengänge bewältigen und werde damit ganz sicher bis zum Nachmittag beschäftigt sein, während mein Kind krank im Bett liegt. Leider dulden diese Erledigungen keinen Aufschub. Ein toller Mittwoch, so richtig doof. Gott sei Dank hat mich Frau Zaraffel heute früh mit zum Einkaufen genommen und der Kühlschrank ist wieder voll. Das Wochenende darf getrost über uns hereinbrechen. Bleibt abzuwarten, ob Sohnemann überhaupt zu Oma/Papa kann, denn mit eventuell entstehendem Fieber bleibt er besser zuhause.

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31. März 2009

Gestern wollte Frau N. aus P. tanken. Tut jeder Autofahrer hin und wieder. Da der Treibstoff im benachbarten Ausland wesentlich günstiger zu haben ist, fuhr ich extra deswegen auch dorthin. Dort angekommen hieß es erst mal warten, denn vor den Tanksäulen warteten schon jede Menge Sparfüchse, die auch billig tanken wollten. Als ich endlich dran war, stieg ich aus, öffnete den Tankdeckel und sah meinen Radkasten von innen. Etwas irritiert glotzte ich in das ungewöhnlich helle Loch und mein Gehirn arbeitete im ersten Moment nur im Notstrommodus. Seit wann ist es im Tankinneren so unglaublich hell? Und wieso sehe ich dort plötzlich den Radkasten? Als mein Kopf wieder auf allen vier Töpfen lief, realisierte ich, was passiert war. Mir war doch tatsächlich still und leise der komplette Tankeinfüllstutzen weggerostet und das hieß leider auch, dass ich nicht tanken kann. Entnervt schloss ich den Tankdeckel wieder und fuhr erst mal um die Ecke, um den Schaden näher zu begutachten. Ich steckte meinen überhitzten Kopf in den Radkasten und da hatte ich den Salat. Wirklich und wahrhaftig komplett vergammelt und stark reparaturbedürftig. Also fuhr ich schön langsam zurück Richtung Heimat. Die Reservelampe leuchtete nämlich schon bedrohlich und mein einzige Wunsch war, dass ich noch bis zur Werkstatt komme. Dieser Wunsch wurde erhört, aber ich Glückpilz stand vor geschlossenen Türen, da die Belegschaft der Werkstatt auf Messe gefahren war. Also fix ein Telefonat abgesetzt und auf Rückruf warten. Der gute Mann meldete sich auch ziemlich schnell und ich erklärte ihm den Sachverhalt und dass der Wagenschlüssel nebst Zulassung im Werkstattbriefkasten steckt. Nun warte ich auf sein ernüchterndes Urteil und was mich dieser Scheißdreck wieder kostet. Montage sucken!!!
Update: Der alte Tankstutzen ist rettungslos kaputt und ein neuer würde mich satte 165,-€ + Steuer kosten. Der Onkel aus der Werkstatt sucht für mich jetzt erstmal eine günstigere Alternative. Könnte grad schon wieder hinbrechen…
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Verfasst von Frau N. aus P.
28. März 2009
Es ist wieder soweit – die Sommerzeit drängt sich uns auf. Wo genau der Sinn hinter dieser halbjährlichen Zeitumstellung steckt, habe ich bis heute nicht erfasst. Danach geforscht habe ich allerdings auch nicht. Angeblich wurde sie ursprünglich aus energiepolitischen Gründen eingeführt, was eine nur schwierig greifbare Aussage für mich darstellt. Nach wie vor nehme ich sie als notwendiges Übel und als äußerst überflüssig wahr. Bringt sie tatsächlich einen echten Nutzen mit sich? Spart sie denn wirklich Energie, weil das Tageslicht länger “nutzbar” bleibt? Ist das so? Sie tritt insbesondere durch ihren verwirrenden Charakter in Erscheinung und stiehlt uns in erster Linie ganze 60 Minuten unserer Zeit, die unser Biorhythmus erst nach einigen Tagen wieder ausgleichen kann. Selbst die innere Uhr weigert sich, den Zeiger auch nur um Haaresbreite zu bewegen. Es ist ein Phänomen, dass durchaus bemerkenswert ist. Wie oft gelingt es uns, die Zeit ohne einen Blick zur Uhr meist erschreckend genau zu bestimmen? Sobald aber Winter-/Sommerzeit in Kraft treten, gehen unsere inneren Uhren trotzdem oft auf die Viertelstunde genau in der Zeit, die gerade aktuell ist, sofern nicht gerade die Zeit mal wieder umgestellt wurde, denn dann variiert diese innere Zeit um genau diese Stunde. Am Ende nervt mich diese Zeitumstellung mit aller Verlässlichkeit aufs Neue, aber man zwingt sie uns auf – leider…

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26. März 2009
Nachdem ich Anfang der Woche an meiner Amaryllis nun endlich eine Blüte entdeckt habe, folgte dann gestern gleich der Nachschlag. Da wächst tatsächlich noch eine zweite Blüte, die ich aber diesmal frühzeitig entdeckt habe, weil ich mir das Pflänzlein seit der ersten Entdeckung mal genauer angeschaut habe. An einer anderen Knolle schiebt sich auch eine Blüte raus. Woran der plötzliche Wachstumsschub liegt, kann ich nicht sagen, aber irgendwie scheint es meiner Topfpflanze bisher nirgendwo so gut gefallen zu haben, dass sie Blüten treibt. Böse Zungen würden behaupten, dass es an der Ost liegt. Noch immer weiß ich nicht, welche Farbe mich erwartet und ich bin wirklich langsam neugierig. Ich hoffe, dass sich der Kelch bis nächste Woche endlich mal öffnet und sein Geheimnis preisgibt. Photos folgen natürlich sooofooort…

Außer einkaufen und mal bissle putzen steht heute nichts Erwähnenswertes an. Sohnemann ist heute Morgen etwas verwirrt und rennt alle Wege zweimal, weil er offenbar sein Denkwerkzeug noch nicht auf Betriebstemperatur hat. Da wird statt der schmutzigen Hose mal eben der Gürtel in den Wäschekorb geworfen, man zieht die Hose um ein Haar ohne darunter befindliche “Kurzwaren” an, was ja bei Frauen im Sommer nicht unbedingt was Außergewöhnliches sein soll. Bei Knaben von zwölf Jahren allerdings kann das unter Umständen mit bösen Erfrierungserscheinungen an unaussprechlichen Körperteilen enden. Huuu…
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23. März 2009
Wenn ich aus dem Fenster schaue, krieg’ ich das Gruseln. Grau, trüb, nieselig, so gar nicht frühlingshaft. Ich find’s auch schräg, dass es morgens 5.30 Uhr schon sehr hell ist. Hallo, wir haben erst März. Das stört meine morgendliche Ruhe enorm, wobei ich ja den Frühling gerne mag. Am Wochenende hat sich nun endlich auch der kalendarische Frühling angemeldet, aber diese morgendliche Helligkeit mag ich jetzt noch nicht haben. Ja, ich weiß, irgendwas is’ ja immer. Fährt man etwas außerhalb, liegt sogar noch Schnee am Straßenrand und auf den Feldern, pfui aber auch. Da soll der Biorhythmus nicht verrückt spielen. Heute muss ich aber leider vor die Tür, was mir überhaupt nicht gefällt. Wir müssen mal wieder zu Kieferorthopäden, wegen der neu installierten Zahnspange, die Sohnemann nun schon seit einem guten Monat nachts tragen muss. Selbst zum Bloggen fehlt einem da die rechte Lust, also soll’s das für den Moment erst einmal gewesen sein. Ich wünsche allen Lesern einen angenehmen Wochenstart. Lasst Euch nicht unterkriegen!
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16. März 2009
Bin vor dem Weckerklingeln aufgestanden, in die Küche getippelt, Kaffeemaschine angeworfen, Taschentuch vollgeschnöddert und rumgehustet. Da macht sich ‘ne Erkältung breit. Die hab’ ich ganz frisch und brühwarm von Sohnemann bekommen und die hat nicht mal was gekostet. Ich seh’ meine Nase jetzt schon fusseln, denn die zerfällt dann immer in ihre einzelnen Bestandteile und löst sich vollständig auf. Sie wächst zwar jedes Mal wieder nach, aber der Zersetzungsprozess sieht immer sehr garstig aus. Hustentechnisch hinke ich immer etwas hinterher, weil der Schnupfen wohl zu viel Platz braucht, da muss die Husterei warten, aber die kommt auch noch, ganz sicher. Aber alles schön der Reihe nach. Jetzt ist erstmal durch den Mund atmen angesagt. Gehustet wird später.
Draußen ist es – Ihr werdet es kaum glauben – grau und trüb. Geregnet hat’s schon, als ich aufgestanden bin. Eklig. Besserung nicht in Sicht. Dann muss ich heute auch noch den Amtsschimmel bemühen, wie so oft. Mit Taschentuch vorm Gesicht, obwohl ich die Damen vom Amt doch eigentlich auch mal mit HuSchnuHei* infizieren könnte, einfach so, gratis, unverbindlich. So als Dankeschön, dass ich seit nunmehr fast drei Monaten meinem Geld nachlaufen muss – bisher erfolglos. Ich gehe den Damen dort so lange auf den Sender, bis die mich schon am Schritt erkennen und bis der eingeforderte Betrag endlich auf meinem Konto gutgeschrieben wurde. Und als kleinen “Vorschuss” niese ich heute mal gepflegt Richtung Sachbearbeiterinnenschreibtisch.
*Husten Schnupfen Heiserkeit

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1. März 2009
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18. Februar 2009
Gut, geklaut hab’ ich es nicht, aber ich habe gerade eins gegessen und wusste gar nicht mehr, wie gut das schmeckt. Heute bin mal zuhause geblieben, weil ich gestern erst spät ins Bett kriechen konnte. Gute Gespräche bei Frau M., Kurzweil mit Frau W. und zu vorgerückter Stunde sogar noch lecker Pizza bei einem guten Freund waren daran “schuld”. Herr S. aus P. lag längst im Bett als ich endlich nach Hause kam. Plauen und Umgebung sind dick eingeschneit und ich habe mir heute Zeit genommen und mal nur an mich gedacht. Habe über die eine oder andere Sache mehr oder minder intensiv nachgedacht und für mich festgestellt, dass nichts ohne Grund passiert. Manches ist lehrreich, manches unnötig und manches muss ganz einfach geschehen, damit man darüber nachdenkt und daraus lernt.
Eines dieser Dinge erregte die Sorge meiner Leser vor ein paar Tagen und hierzu kann ich bilanzierend nur noch sagen, dass manche Menschen besser großen Abstand voneinander nehmen. Was im Anschluss vergleichsweise banaler Dinge an Äußerungen folgte – die einem zwangsläufig zu Ohren kommen – grenzt an Unverschämtheit und entspricht einfach nicht den Tatsachen, denn hier wurden wesentliche Details einfach weggelassen oder irrwitzige Behauptungen aufgestellt, die ich so im Raum stehen lassen werde, da es unter meinem Niveau ist, auf derlei “Furz” noch weiter einzugehen. Gute Besserung!!! Sie sollten den Arzt wechseln!!! Ich werde nicht ins gleiche Horn stoßen und Rechnungen aufstellen, denn das ist unter meiner Würde. Dass das den Gepflogenheiten dieser Person entspricht, ist mir nicht neu, denn es ist nicht das erste Mal und ganz sicher auch nicht das letzte Mal, aber was mich betrifft, wird es kein nächstes Mal geben, denn entweder bin ich gerne für jemanden da oder ich lasse es. Ich werde mich auf keinen Fall mehr mit den Problemchen befassen, die für Menschen meines Alters einfach nur unnötig sind.
Der Schnee draußen sieht wunderbar weich aus und ich werde mich nachher mit einer guten CD ins Badezimmer verdrücken und mir ein wohltuendes Bad gönnen. Heute Abend lese ich endlich mein Buch weiter, dass seit Tagen unberührt auf dem Nachtschrank liegt und hoffe, dass ich diese Lektüre heute beenden kann. Herr S. aus P. hat Spätschicht und wird nachts sicher eiskalt unter die Decke kriechen und mit seinen eisigen Fingern Frostbeulen verursachen. Derzeit gestaltet es sich etwas schwierig, bei offenem Fenster zu schlafen, denn da mein Bett genau drunter steht, weht immer wieder Schnee durch die geöffneten Dachfenster und ladet in unseren Gesichtern und auf den Kissen. Man hört die Flocken sogar leise auf den Stoff der Bettwäsche rascheln – unglaublich. Der angenehme Nebeneffekt ist, dass der Schnee die Fenster so abdeckt, dass die aufgehende Sonne bzw. das Tageslicht gedämpft im Zimmer ankommt, was ich im Schlafzimmer als angenehm empfinde.
Morgen dann stehen wieder ein paar Erledigungen an und anschließend lasse ich meine Haare etwas gesundschnippeln, was mal wieder nötig ist. Die Gute will mir dann auch zeigen, wie man mit vier (!!!) Strähnen einen Zopf flechten kann, denn das ist mir vollkommen neu gewesen. Ich habe einen solchen Zopf auch noch nie gesehen und bin sehr gespannt. Probiert habe ich noch nie, ob das Flechten mit mehr als drei Strähnen möglich ist und ich werde mich morgen überraschen lassen. Nach eventuellen Schnappschüssen muss nicht erst gefragt werden. Ich seh’ von vorne schon dämlich aus und von hinten erst recht. Sohnemann ist nach wie vor in Mechel und scheint sich dort pudelwohl zu fühlen, was kein Wunder ist, da ich hier in der Ost nicht mit zwei Kumpels aufwarten kann, die Tag und Nacht bei uns sein dürfen können. Ich wäre nach kürzester Zeit reif für die Jacke, wo der Reißverschluss hinten ist. Dafür bewundere ich die Mutter der beiden Rabauken und für ihre scheinbar unendliche Geduld. Respekt…!!!
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17. Februar 2009
An sich kein aufregender Tag, aber gebloggt werden muss trotzdem. Draußen schneit es seit gestern Abend und der Winter kehrt nochmal mit voller Wucht zurück. Nachdem wir nun beinahe zwei Jahre in Folge keinen gescheiten Winter hatten, werden wir in diesem Jahr einigermaßen entschädigt. Herr S. aus P. schläft noch, denn er hatte Mittelschicht und kroch erst spät unter meine Decke, als ich längst schlief. Derweil tapse ich leise durch die Wohnung und habe meinen morgendlichen Streifzug durchs WWW bereits absolviert. Gestern Abend klingelte dann noch mein Telefon und ich plauderte eine ganze Weile mit Frau Annabergzwerg.
Heute Nachmittag dann fahre ich mit einer Freundin ins benachbarte Ausland, um deren Bestand an hochwertigen Tabakwaren aufzufüllen. Ein bisschen hutzen, ein bisschen lachen und ein bisschen lästern inklusive. Gestern Abend habe ich mich auch endlich durchgerungen, meinen Wäscheberg mal zusammenzulegen und im Schrank zu verstauen. Ich hasse dieses Wäschedingens, also das Legen nach dem Trocknen. So stapelt sich dann immer ein beträchtlicher Teil unserer Garderobe auf dem kleinen Ottomanen im Schlafzimmer und es fällt von Waschgang zu Waschgang schwerer, diesen anschwellenden Berg zu ignorieren übersehen.
Zu guter Letzt hier noch ein Video von Peter Fox, dessen Musik mir mehr und mehr gefällt:
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