Ich bin ein Chaot…

12. September 2009

Kennt Ihr das? Ihr seid dabei etwas zu lernen. Ihr habt am Anfang null Checkung, was Ihr da eigentlich lernt. Ihr versucht zu begreifen. Der Horizont wird nach einigen Tagen um 0,5% heller und dann steht die Prüfung an. Ihr habt die Arbeitsschritte so halbwegs im Kopf und dann versaut Ihr trotzdem alles? Es schleicht sich gleich am Anfang ein Denkfehler ein, Ihr werdet ein bisschen nervös und dann klappt einfach nichts mehr – vor allem nicht das Denken. Grrr…, ich ärgere mich schwarz. Ich habe nämlich meine letzte Prüfung vergeigt. Kotzt mich an – tierisch!!! Und das Traurige ist, ich könnte wetten, dass ich die Aufgabe mit etwas mehr Ruhe und Gelassenheit durchaus bewältigt hätte bzw. jetzt in diesem Moment auf die Reihe bekommen würde. Scheißmist…

Bisher liefen die Prüfungen durchaus akzeptabel. Klagen kann ich nicht, aber das hier ärgert mich wirklich sehr. Aber ändern kann ich das nun nicht mehr. Klar, davon geht die Welt nicht unter, aber ich hätte das besser machen können, wenn ich erst am Ende ‘nen Fitz in meinen Hirnwindungen gehabt hätte. Aber nein, da verfitzt sich gleich in den ersten fünf Minuten alles und ich versau’ mir den Notendurchschnitt. Könnte echt mit der Axt durch den Wald laufen. Am Ende dachte ich nur noch: „Leckt mich doch alles mal schön gepflegt am Arsch!!!“

Trotz allem ist jetzt erstmal Wochenende und nachdem ich gestern seit langem mal wieder mit Frau M. zum Verzehr der weltbesten Bockwurst um die Häuser geschlichen bin, steht heute ein kleiner Besuch des alljährlichen Herbstfestes an. Zu viert fallen wir in den späteren Abendstunden über die Stadt herein und schauen mal nach dem Rechten. Ich mag ja solche Stadtfeste genauso wenig wie Sommerfeste, aber da zuhause die meisten Menschen sterben, habe ich mich überreden lassen. Vielleicht wird es ja ganz lustig, so wie beim letzten Mal. Allerdings mache ich diesmal einen riesigen Bogen um die Bowleverkaufsstände und beschränke mich auf Mineralwasser. Sicher ist sicher.


Alte Freunde zu Gast im Vogtland…

19. August 2009

Das Internet macht Dinge möglich, die mich immer wieder aufs Neue begeistern. Seit geraumer Zeit gibt es zahlreiche dieser Netzwerke, in denen man alte Freunde und Bekannte finden und über deren Freundeslisten wiederum weitere Leute aufstöbern kann. Tolle Sache das.  So geschah es auch, dass ein gewisser M. mich laut Benachrichtigungsmail gefunden habe. Der Vorname sagte mir nicht viel, da dieser in unseren Breitengraden nicht unbedingt selten ist. Vom Nachnamen stand da nichts, tut es in derlei Mails ja nie. Also klickte ich mich in Richtung dieses Profils und staunte nicht schlecht. Ein guter Kumpel aus uralten Tagen hatte mich gefunden und da er im August in der alten Heimat Urlaub machen wollte, vereinbarten wir vorerst nur, dass wir uns ja dann treffen könnten.

Na klar, ich treffe nur zu gerne Freunde von ganz früher und hinterließ gleich meine Nummer. Dann bekam ich letzte Woche das Signal, dass “es” in den nächsten Tagen soweit wäre. Nochmal fix zur Sicherheit meine Nummer hinterlassen und prompt flatterte am vergangenen Wochenende eine SMS aufs Display. Gestern dann hockten wir nun endlich nach ca. 15 Jahren wieder zusammen und lachten Tränen über alte Zeiten und Schandtaten. Mit von der Partie waren seine Frau und die beiden Kinder. Ich blieb länger als geplant, lachte heftiger als erwartet und freute mich über alle Maßen, den alten Haudegen mal wieder aus der Nähe zu sehen. Ein bisschen älter, ein bisschen gereifter und kein Stück verändert. Schön war’s, wiederholen sollte man das unbedingt und ich hoffe, wir sehen uns noch ganz oft wieder. Danke liebes Internet, ohne Dich wäre das nicht möglich gewesen.

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Schee war’s…

17. August 2009

Eigentlich hatte ich genug Posten auf meinem Arbeitsplan fürs Wochenende stehen, aber ich habe am Samstagvormittag einfach alle Fünfe gerade sein lassen und habe mich aus der Ost Richtung nahes Umland verabschiedet und mir ordentlich die Sonne auf den Pelz brennen lassen. Fellnase war ausreichend versorgt, Sohnemann hatte sich schon am Freitag überraschend zu seinen ausgewanderten Freunden abgesetzt und mich lockte das herrliche Sommerwetter auch vor die Tür. Auf Pöhl hatte ich keine rechte Lust, aber mir fiel prompt eine verlockende Alternative ein, die ich nach einem kurzen Telefonat auch in die Tat umsetzte. Herrlich entspannend, unterhaltsam³ und mal wieder so richtig nach meinem Geschmack.

Gestern Abend trudelte ich dann einige Oktaven dunkler und wunderbar ausgeruht und entspannt wieder zuhause ein. Für die kommende Woche habe ich deshalb auch einen straff gefüllten Terminkalender, aber diese kleine Auszeit war gut und hat schon im Vorhinein für alles entschädigt. Der Sommer dürfte sich ja in wenigen Wochen dann auch verabschieden und wenn ich wettertechnisch am Wochenende schon so gesegnet bin, dann nutze ich das auch aus und lasse hier gerne alles liegen und stehen. Der Herbst/Winter wird sicher wieder lang und trübe, also habe ich auch dann noch für alle “Wichtigkeiten” noch genug Zeit. Scheiß drauf…

Und wie war Euer Wochenende? Alles senkrecht?


In Eile…

4. Juli 2009

Mein Blog schläft langsam ein. Das mag an der warmen Jahreszeit liegen, in der man ja auch nicht so oft zuhause ist und es liegt wohl auch daran, dass ich unabhängig davon viel auf Achse bin. Die Weiterbildung nimmt einen Großteil meiner Zeit in Anspruch und ich bemerke zunehmend, dass die Entscheidung zu dieser Schulung richtig und gut war. Darüber hinaus gibt es hier und da ständig Anlass mit Freunden zu plauschen und Käffchen zu trinken, der Garten sieht mich schon nur noch alle paar Wochen, was eigentlich schade ist. Nun gut, das Wetter ist ja erst seit einigen Tagen wieder akzeptabel. Am Vormittag lässt sich Sohnemann kurz blicken, der die letzten Tage bei seinen Freunden auf dem Lande verbracht hat, um sich gleich wieder zu Oma ins Wochenende zu verabschieden. Ich werde dann heute für eine Weile das ruhige Fleckchen im Grünen auszusuchen. Dort erwarte ich dann aber auch den Startschuss zu einer nachmittäglichen Verabredung, wo meine Hilfe benötigt wird.

Wenn das dann erledigt ist, flitze ich nach Hause, um mich für ein Date heute Abend zu restaurieren rüsten. Schwierig in Worte zu fassen, aber es sei gesagt, dass der Erfinder des Säbelzahnfußhuhns und meinereiner nun doch vernünftigerweise getrennte Wege gehen, da uns doch sehr vieles unterscheidet. Zwar sah es anfangs danach aus, dass es diesmal funktionieren könnte, aber eine kleine Meinungsverschiedenheit öffnete mir dann schlussendlich doch noch die Augen. Ob der überraschenden Wende war ich nicht ansatzweise so traurig, wie einst, aber sowas ist immer erst mal einen Moment lang “komisch”. Damit gerechnet hatte ich ja irgendwie, es ist dann aber trotzdem irgendwie auch immer wieder neu. Egal, Trauer kann ich darüber nun auch nicht wirklich empfinden, da ich dergleichen ja nicht zum ersten Mal erlebt habe, also Schwamm drüber. Hätte es mich belastet, hättet Ihr hier nicht erst heute davon erfahren, denn Bewegendes dieser Art blogge ich ja gerne.

Natürlich stellt man sich dann auch die Frage, wie es um meine Gefühle bestellt war, wenn mir das leicht fällt und ich mich eine knappe Woche später schon mit jemand anderem treffe. Gute Frage, denn das ist mir selbst auch schon aufgefallen. Was soll ich sagen?! Grundsätzlich ein guter Mensch, der mir auch sehr am Herzen lag, aber eben nicht die Sorte von Mensch, mit der ich auf lange Sicht gesehen harmonisch leben kann. Also ziehe ich weiter und werde sehen, was der heutige Abend so bringt. Bleibt nur zu hoffen, dass mir nicht irgendwas Unvorhergesehenes dazwischen kommt und meine Pläne über den Haufen wirft. Neugierig bin ich durchaus und interessiert auch. Was schlussendlich dabei rausspringt, kann ich nicht im Mindesten einschätzen, das kann man ja nie. Also lassen wir uns mal überraschen und gehen ohne Erwartungen und Vorbehalte hin. Wird nett werden, da bin ich mir sicher.


Säbelzahnfußhuhn…

8. Juni 2009

Was ein Säbel ist, weiß jedes Kind.

Zähne sind uns ebenfalls bekannt.

Und dass Füße das Fortbewegungsmittel zahlreicher Tierarten sind, wissen wir eigentlich auch.

  

Und was ein Huhn ist, dürfte nahezu jedem Menschen bekannt sein, der über eine durchschnittliche Allgemeinbildung verfügt.

Was aber nun ist ein Säbelzahnfußhuhn? Welche Tierart verbirgt sich hinter jenem furchteinflößenden Namen? Nun denn, gehen wir der Sache auf den Grund. Beim gestrigen Spaziergang durch den hiesigen Stadtpark liefen wir am Freiluftgehege vorbei, in dem sich schon seit Jahren Wellensittiche, Hühner verschiedener Arten, mitunter auch Tauben oder andere Geflügelspezies befinden. Gerne bleiben dort Spaziergänger stehen, füttern oder beobachten die Tiere und haben die Möglichkeit diese Tiere etwas genauer in Augenschein zu nehmen. An sich nichts Spektakuläres.

Unter all den Federviechern stolzierte ein wahrhaft stattlicher Hahn umher und als dieser dicht am Gitter an uns hochäugte, kniete sich ein namentlich nicht erwähnter Herr (ja, genau der) hin und studierte eingehend die Anatomie dieses Tieres. Nicht nur das er versuchte, diesen Hahn zum Gackern zu bringen, nein, er entdeckte an dessen Füßen etwas, was ihn staunen ließ. Die männlichen Vertreter vieler Geflügelarten tragen an der Rückseite ihrer Beine eine mehr oder weniger große “Kralle”, die man tatsächlich aber “Sporn” nennt. Bei Kampfhähnen beispielsweise werden diese Sporne mitunter zu messerartigen Gebilden zurechtgefeilt, um die Verletzungsgefahr des gegnerischen Hahnes zu maximieren.

Das vor uns stehende Exemplar hatte tatsächlich einen äußerst imposanten und sehr stark ausgeprägten Sporn aufzuweisen und das war der eigentliche Stein des Anstoßes. Wir spekulierten, ob dieser Sporn nun ungesund groß sei oder ob dies eine Laune der Natur oder aber eben vollkommen natürlich sei. Wir kamen zu keinem einleuchtenden Ergebnis und der namentlich nicht erwähnte Herr glaubte, des Rätsels Lösung gefunden zu haben. Bei diesem stattlichen Hahn mit seinen unübersehbaren “Waffen” konnte es sich nur um ein “Säbelzahnfußhuhn” handeln.

Dass ich mich kurz lachend entfernen musste, bedarf keiner weiteren Erläuterungen, denke ich. Später am Abend korrigierte der Herr seine Artenbezeichnung zwar in “Säbelzahnfußhahn”, aber erstere Bezeichnung gefiel mir auf Anhieb besser, keine Ahnung, warum… Also gebt acht, liebe Leute. Selbst gewöhnlich anmutende Haushühner bzw. –hähne tragen Waffen bei sich und sie können Euch Furcht und Angst einflößen, Euch bedrohen, Euch verwunden und bieten genau deshalb unendlich viel Stoff für abenteuerliche Lagerfeuergeschichten…


Bombastisch…

27. April 2009

Leute, das Wochenende war einfach nur großartig, phantastisch, toll, gigantisch, vollendet. Das Wetter war grandios und das gesamte Wochenende war vollgepackt mit tollen Sachen. Freitag zogen Frau W. aus P. also los zur Bandprobe und dort wurde es von Stunde zu Stunde lustiger. Der Proberaum füllte sich nach und nach, Getränke gab es zur Genüge und auch für Essen war hinreichend gesorgt. Wir futterten uns die Bäuche voll und auch die Kehlen wurden nie trocken. Je später der Abend, desto lustiger wurden die Gäste und da wir ja am folgenden Tag meinen “Leih”-Garten besichtigen wollten, traten wir gegen Mitternacht überaus belustigt den Heimweg an. Kaum im Bett fielen meine Augen zu und blieben es auch trotz der zahlreichen Runden auf dem Karussell. Der Kopf war am Morgen nicht so schwer wie sonst und nach zwei Aspirin und einer halben Tasse Kaffee verzog sich das Gewitter in meinem Kopf und mir ging es ziemlich gut. Überraschend gut…

Samstagmorgen gegen 9.30 Uhr dann trafen wir uns bei Frau W. und machten uns gemeinsam auf den Weg in den Garten. In meiner Vorstellung hatte ich einen winzigen Schrebergarten mit krummen und schiefen Beeten und Wegen erwartet, ein windschiefes Häuschen darin und jede Menge Ecken und Büsche, wo Spinnweben und allerlei Getier vorzufinden sein würden. Nichts von alldem war der Fall und ich sah vor mir einen wirklich liebevoll gestalteten und gar nicht so kleinen Garten, in dem ein durchaus gerades und hübsch gezimmertes Häuschen steht. Keine buckelige Wiese, keine undurchdringlichen Hecken, keine Gruselecken hinter dem Haus, nichts. Viel schöner als ich zu träumen gewagt hatte und urgemütlich war es dort. Mein Herz hüpfte vor Freude und nachdem wir unzählige Tassen Kaffee getrunken, ein bisschen gearbeitet und ununterbrochen geschnackt und gelacht haben, überließ man mir dieses kleine Reich für den Rest des Tages.

Frau N. aus P. arrangierte sich die nahezu unbenutzte Sonnenliege mitten in der saftigen Wiese, genehmigte sich noch einen frischen Kaffee und entspannte nach allen Regeln der Kunst. Ich bewegte mich nicht wirklich und ließ mir die Sonne ins Gemüt scheinen, den leichten Wind über die sonnenhungrige Haut streichen und genoss die Ruhe und die frische Luft. Traumhaft. Als es langsam frisch wurde, trat ich wunderbar entspannt den kurzen Heimweg an und wurde beim Betreten des Hauses prompt von meinen Nachbarinnen zum Grillen hinterm Haus eingeladen. Ich rannte die Treppen hoch, zog mir etwas Wärmeres an und flitzte die Stufen wieder hinunter. Die Mädels hatten ordentlich aufgetafelt und ich saß noch bis zur vollkommenen Dunkelheit dort unten mit ihnen zusammen. Gegen 22.00 Uhr verabschiedete ich mich und gönnte mir ein schaumiges Vollbad. Bilder vom Garten habe ich für Euch auch geknipst. Bitteschön:

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Am Sonntag stand ja nun der fragwürdige Spaziergang auf dem Plan, der aber alles andere als unangenehm war. Zuerst fuhr ich fix in die Wohnung von Frau M. aus P., um dort Blümchen zu gießen und den Briefkasten zu entlasten. Als das erledigt war, ging’s dann planmäßig nach Falkenstein zur Talsperre. Das Wetter war zwar nicht ganz so sonnig und warm wie am Vortag, aber genau richtig zum Laufen und Spazieren. Einmal rund um das Wasser, ein Topf Kaffee und schön gequasselt. Hat mir ausnehmend gut gefallen, denn ich bin sehr gerne dort. Der Nachmittag war noch jung, also beschlossen wir, noch einen kurzen Abstecher zur Talsperre Pöhl zu unternehmen. Dort saßen wir dann noch eine ganze Weile am Wasser und plauderten über dies und das, über alles und jeden und über uns. Auf dem Rückweg kamen wir an der altbekannten Gaststätte in Altensalz vorbei und entschlossen uns kurzerhand, dort noch eine kleine Rast einzulegen. Frau N. aus P. bestellte Kaffee, Herr S. aus P. ein Dunkles und überraschenderweise saßen wir dort ziemlich lange. Mit sage und schreibe acht (!!!) geräucherten Bratwürsten und eine großen Portion Sülze aus der hauseigenen Schlachter- und auch Räucherei traten wir den Heimweg an. Zuhause angekommen genehmigte sich jeder eine Leckerei aus diesem Räucherbeutel, um anschließend satt und zufrieden auf der Couch den Sonntagsfilm zu verfolgen. Nach diesem Wochenende angereichert mit frischer Luft und endlos kulinarischen Gaumenfreuden, fiel ich weit vor Mitternacht in meine Kissen. Herr S. fiel der Müdigkeit schon lange vorher zum Opfer und schnarchte bereits auf dem Sofa. So kennen wir ihn. Er war ganz artig, so wie es sein soll. Er war sehr aufmerksam und ich hatte nicht den geringsten Grund zu Klage. Er lachte mit mir, hörte gut zu und er zeigte die Seite von sich, die so liebenswert ist. Ich hoffe, es bleibt so. Ich hoffe, er bleibt so, denn genauso würde ich mich wohl fühlen. So und nicht anders.


Ein vollgepacktes Wochenende…

24. April 2009

Meine Pläne für das kommende Wochenende sind farbenfroh, abwechslungsreich und mit größter Wahrscheinlichkeit auch sehr unterhaltsam. Sohnemann verbringt sein Wochenende ja bei Papa/Oma und Frau N. aus P. hat sich so einiges vorgenommen. Heute Abend also die erste Unternehmung. Zusammen mit einer Freundin fahre ich an den Stadtrand, wo ein Bandproberaum sein soll. Dort findet wohl allwöchentlich freitags eine Bandprobe statt, die man aber offensichtlich in besonderer Form zelebriert. Während die Band “übt”, verlustigen sich die anwesenden Zuhörer auf ihre Art. Es wird gekocht, man trinkt gemütlich ein paar Gläschen und plauscht entspannt. Das ganze nennt sich dann laut Gastgeber “lust’sche Butz” und wird von Woche zu Woche beliebter. Also gesellen wir uns heute dazu und schauen uns das Ganze mal aus der Nähe an.

Der Samstag ist auch schon verplant. Besagte Freundin bewirtschaftet mit wachsendem Widerwillen den Garten ihrer Mutter und erwähnte gestern, dass morgen dann das Wasser in dieser Gartensparte wieder aufgedreht wird. Ich bemerkte beiläufig, dass in mir seit einigen Monaten der Wunsch nach solch einem winzigen Garten reift, es aber an den Kosten scheitert, die mit dessen Anschaffung und Unterhaltung verbunden wären. Sie schaute mich strahlend an und bot mir ohne Umschweife an, den Garten jederzeit und ganz nach Belieben nutzen zu dürfen, wenn mir das Spaß machen würde. Anfangs staunte ich sie etwas entgeistert und nicht wenig überrascht an, denn solche Angebote sind nun wirklich nicht üblich. Sie untermalte ihre Abneigung gegen diese Pflicht und freute sich vielmehr, dass sie dann wohl eher mal einen Grund hätte, diesen Garten freiwillig aufzusuchen, wenn ich dort ein bisschen im Grünen herumexperimentiere. Ich warnte sie fairerweise, dass ich keineswegs die geborene Gärtnerin sei und es passieren kann, dass das eine oder andere Pflänzchen unter meinen ungeschickten Händen sein Leben aushauchen würde, was sie lächelnd zur Kenntnis nahm.

Solange mir das Freude bereiten würde, dürfe ich dort alles tun, wonach mir der Sinn stünde. Also meldete ich mich für morgen artig an, um beim Wasseraufdrehen dabei zu sein. Ich leihe mir sozusagen auf unbestimmt Zeit einen kleinen Garten und wenn ich irgendwann all das mein Eigen nennen möchte, habe ich Vorkaufsrecht, bekäme ihn im Idealfall vielleicht sogar geschenkt. Ich freue mich, ich freue mich sogar sehr und habe schon furchtbar viele Pläne, was ich dort alles machen möchte. Ich muss mich nicht mehr gelangweilt an die Talsperre legen, wenn ich Sonne tanken will. Ich bin lieber aktiv und das wäre genau das, was ich mir unter einem entspannten Wochenende mit Bombenwetter vorstelle. Ein bisschen werkeln, ein bisschen buddeln und nach getaner Arbeit im Sonnenstuhl dösen, um abends ein paar Würstchen zu grillen. Sohnemann findet die Pläne von Frau Mama natürlich nicht so spannend, freut sich aber, weil ich mich freue. Balkons finde ich schon immer totlangweilig, aber so ein Garten ist schon was. Hab’ ich schon erwähnt, dass ich mich freue???

Am Sonntag steht dann etwas an, von dem ich nicht so recht weiß, was mich erwartet. Vergangenes Wochenende ergaben sich Gespräche, die so nicht vorhersehbar oder gar geplant waren. Was folgte, waren unzählige Nachrichten aus der anderen Richtung und daraus resultierendes Misstrauen meinerseits. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, sagt man so schön. Ganz so blauäugig marschiere ich nun doch nicht auf den Abgrund zu, denn ich stellte erst mal einige Dinge klar, was gesagt werden musste, stellte nichts in Aussicht, was ich nicht halten könne und bat mir Zeit, Geduld und eine angemessene Bewährungszeit aus. Vieles würde diesmal anders laufen, sofern es zu einem Neuanfang käme. Vorsicht und Bedacht bestimmen mein Tun der nächsten Zeit, das steht fest. Zweimal habe ich mir die Finger nun verbrannt und beim dritten Versuch warte ich nicht erst auf Brandmale. All das und sehr vieles mehr wurde in die andere Richtung geschickt und am Sonntag sind wir nun zum ersten Mal wieder verabredet. Auf neutralem Boden in entspannter Atmosphäre – an der Talsperre Falkenstein. Ich will erst mal vorsichtig schauen, welchen Eindruck ich habe. Das alles passierte ja nun eher durch Zufall, wobei ihm laut seiner Aussage der Mut fehlte, nach seinem letzten “Fehlverhalten” auf mich zuzugehen, denn er konnte sich sprichwörtlich vom Arsch abfingern, dass ich denkbar wenig von ihm und seinem Tun hielt. Ja, ich war sauer und seine Worte stießen bei mir anfangs auch auf recht große Ablehnung. Ich kann keinerlei Prognosen abgeben, aber gucken kostet nichts, heißt es so schon. Und Frau N. aus P. guckt erst mal. Kost’ ja nüscht…


Mädels unter sich…

16. April 2009

Keine nennenswerten Vorkommnisse und Wetter unverändert schön. Heute Abend steht mal wieder ein zünftiger Mädelsabend an und ich befürchte, dass ich erst beim Hahnenschrei ins Bettchen komme. Letzte Woche schon mal vorgeschwatzt, setzten wir das Ganze heute in fremdem Revier ausgiebig fort. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie diesen Blog und sagen Sie Ihrem Schatz, es wird später… ;-)


Boah, hab’ ich gelacht…

12. April 2009

Gestern war Grillen angesagt und ich möchte mich erstmal ganz herzlich bei den Gastgebern bedanken. Essen und Getränke waren ausgezeichnet und ich bin tief in der Nacht wunderbar vollgefuttert und müde in mein Bett gefallen. Das Wetter ließ keine Wünsche offen und stimmungstechnisch kam ich voll auf meine Kosten. Die kulinarischen Köstlichkeiten schalteten jegliche Vernunft aus, die einem gebietet, etwas maßvoll zu essen. Von Würstchen über Steaks mit leckerer Marinade bis zu Schaschlikspießen mit Lamm- und Schweinefleisch inklusive buntem Gemüse dran wurde zusätzlich mit Nudelsalat, herrlich frischem Tomatensalat mit Mozarella und vielem mehr aufgetrumpft, was den Hosenbund nach und nach enger werden ließ. Phantastisch. Auch die Getränkekarte war enorm lang und trockene Kehlen gab es schlichtweg nicht. Da fehlte fast nichts im Sortiment und ich arme Sau wurde zum Trinken von Bärwurz und Wilthener Kräuterlikör genötigt. Mein geliebtes Schöffi gab es auch, natürlich auch mal in der neuen Geschmacksrichtung “Kaktusfeige” und die berühmte “grüne Wiese” wurde ebenfalls kredenzt.

Leute, ich kann Euch sagen, das war ein wahres Fest. Bis weit nach Einbruch der Dunkelheit saßen wir zusammen und lachten. Ein absolutes Highlight lieferte dann die Dame des Hauses, als sie mitsamt dem gemütlichen Korbstuhl einfach umkippte und aufgrund der mühevoll um den Körper gewickelten Decke einfach nur der Länge nach ausgestreckt auf dem Bauch zu liegen kam und den Stuhl noch immer am Gesäß “kleben” hatte. Leider hatte niemand das Unglück kommen sehen und daher auch keine Kamera im Anschlag. Das kurze “Huch!!!” entfleuchte der Guten erst beim Fallen und als die versammelte Gemeinde sah, warum sie “huchte”, lag sie bereits bäuchlings in der nächtlichen Wiese und kicherte ins Gras. Ein verspäteter Schnappschuss hielt zumindest ihren Aufstehversuch fest, der leider nicht die Situationskomik einfangen konnte, die der erste Augenblick hergab. Frau N. aus P. hatte wahrhaftig Bauchschmerzen vom Lachen und natürlich war ich nicht die Glückliche mit der fix herbeigeholten Kamera. Mist verdammter. Ich habe dennoch ein paar schöne Schnappschüsse ergattert, wobei die Bilder mit Personen vorerst unter Verschluss bleiben. Aus daten- und personenschutztechnischen Gründen versteht sich.

Knospen Abschleppdienst Schöffi

Sommerfüße Gänseblümchen Glotzfrosch


Von Mänteln und Neonröhren…

30. März 2009

Jetzt haut’s Euch bestimmt die Fragezeichen raus, nicht wahr? Einfach zu erklären ist das in der Tat nicht, aber ich versuche es. Meine auswärtigen Leser werden auch mit der besten Erklärung nichts anfangen können, aber die Neideitler(1) sitzen vielleicht schon jetzt schmunzelnd vor den Bildschirmen. Dazu müssen wir allerdings im Kalender einige Jahrzehnte zurückgehen. Gegenstand der damit verbundenen Geschichte waren die Leuchtwaren an damaligen Geschäften und die mitunter recht unmodischen Bekleidungsstücke von Bewohnern der sowjetischen Besatzungszone. Nach nunmehr zwei Jahrzehnten können eben jene Menschen über die politischen Missstände milde lächeln und über das mangelhafte Angebot an Waren in den meist leeren Regalen lachen, wenn auch nicht über alles.

Es ergab sich also eine Unterhaltung über einen Imbiss in unser aller Heimatstadt und wir diskutierten, wie diese Lokalität wohl damals hieß. Zwar kennen wir die meisten Namen und mehr oder weniger genauen Standpunkte einstiger Begegnungsstätten noch, aber die eine oder andere Kleinigkeit wurde nun doch schon Opfer unserer Vergesslichkeit. Nun denn, wir überlegten hin und her, kramten alte Bilder hervor und irgendwer entdeckte dann auf einem der Bilder Teile der alten Leuchtreklame, die – Achtung jetzt kommt das erste geniale Wort – wohl im hiesigen VEB Neonröhrenbiegetechnikkombinat gefertigt worden sein musste. Nein, es gab derlei Firmennamen natürlich auch im Osten nicht, aber fakt ist, dass viele Betriebe recht merkwürdige und übertrieben wichtige Namen trugen, auch wenn dort ganz gewöhnliche Dinge hergestellt wurden. So kam es eben, dass mitunter überlange und wunderbar technisierte Bezeichnungen dafür kreiert wurden, um eine banale Werkstatt furchtbar wichtig klingen zu lassen.

Genau dieser Umstand sorgte nun für die scherzhafte Namensschöpfung und sorgte meinerseits für einen nur schwer kontrollierbaren Lachanfall. Damit nicht genug. Man unterhielt sich am Rande auch über die manchmal wirklich hässlichen Kreationen der ostdeutschen Modemacher und erinnerte sich an die eigene Jugendweihe. Und schon war das zweite Wort geboren. Ein Rundstrickkleid und der dazugehörige Schaumgummimantel verursachten lebensbedrohliche Atemnot bei mir und auch andernorts kicherte man herzhaft über die Kleiderordnung der betreffenden Dame bzw. deren Bezeichnung dafür. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es tatsächlich Schaumgummimäntel gab, aber manche Kleidungsstücke sahen in der Tat sehr befremdlich und alles andere als schön aus. Die Bewohner der alten Bundesländer sitzen jetzt sicherlich verständnislos vor den Monitoren und runzeln die Stirn. Wie bereits eingangs erwähnt, verstehen diese Art von Humor sicher nur diejenigen unter Euch, die jene Zeiten miterlebt haben.

Es ist der einzigartige Humor über all diese Dinge von damals, der uns Ostkinder verbindet. Ohne Frage war das damals gegenwärtige Zeitgeschehen manchmal so gar nicht lustig, wir musste viel entbehren und lernten vieles erst nach der Wende kennen, aber heute können wir darüber lachen und scherzen. Ja wir lachen darüber, wenn Kleinkinder in gelbe Luftballons bissen, weil sie wie eine Banane aussahen. Wir lachen auch darüber, dass wir beim ersten Besuch in den alten Bundesländern ratlos vor elektrischen Schiebetüren standen und verzweifelt den Türgriff suchten. Wir schmunzeln keineswegs beschämt, wenn wir uns erinnern, wie kreativ wir unsere Kleider oder andere Dinge des täglichen Lebens aufpimpten, um uns vom Einheitsbrei der sozialistischen Warensortimente abzuheben, denn wenn es schon mal ein schickes Shirt gab, dann trugen dass 85% unserer Freunde auch und wir sahen alle gleich aus. Wir hatten nicht viel, aber wir alle hatten eines – Humor. Den haben wir bis heute und manchmal ist er derbe, aber er kommt aus tiefstem Herzen und er erhält uns am Leben. Er lässt uns heute über Dinge lachen, die wir damals nur schwer ertragen konnten.

(1) Mitglieder eines Forums für Vogtländer (neideitel.de)

Sonntag ohne Sonne…

22. März 2009

Der Sonntag hat wunderbar leise und mit Sonnenstrahlen begonnen, die sich aber leider inzwischen verabschiedet haben. Gestern war ich ziemlich lange unterwegs und habe den Nachmittag und auch den Abend inklusive der halben Nacht im Kreise von Freunden verbracht. Nachmittags war ich mit einer guten Freundin in der Stadt unterwegs und nachdem wir die vereinbarten Erledigungen hinter uns gebracht hatten, vergnügten wir uns in einer recht bekannten Lokalität bei einem befreundeten Wirt an dessen “Mensch-ärgere-Dich-nicht”-Tisch. Ich muss wohl nicht großartig erwähnen, dass ich fast immer verlor, aber wir hatten enorm viel Spaß und lachten, bis die Bäuche schmerzten. Gegen 20.00 Uhr und gefühlte 62 Spiele später verabschiedete ich mich und ging zu meiner Abendverabredung.

Dort wartete man schon und zog sich auch gleich an, um eine andere lustige Kneipe auszusuchen. Dort stieß dann auch gleich der “Rest” der Abendgesellschaft zu uns und man amüsierte sich prächtig über meine nicht vorhandenen Dart-Künste. Im Nicht-Treffen bin ich nämlich große klasse und der letzte Platz ist mir fast immer sicher, Ausnahmen sind eher Zufälle. Mir macht das nix, weil ich da mitspiele, um Spaß zu haben. Würde ich nicht immer so hübsch daneben schießen, wäre es bestimmt nicht ganz so lustig. Gegackert wurde auch ordentlich und mein Tischnachbar verlor zusehens die Contenance, was wohl am letzten Bierchen lag, das offenbar schlecht war. Die Wolldecke im Mund wurde immer dicker und der Quirl unter der Zunge erschwerte das Sprechen.

Natürlich wurde der Herr fein säuberlich zuhause abgeliefert, als sich die illustre Gesellschaft dann auflöste und heute Morgen klang der Gute schon wieder ziemlich fit. Training ist eben alles. An dieser Stelle muss ich mal die netten Wirtsleute vom “Moz” loben, denn die Bockwurst dort schmeckt einfach geil. Ich bin kein BoWu-Fan, aber die dort schmeckt guuut!!! Jamm… Und weils so witzig war, haben wir auch ein paar Bilder geschossen (leider nur mit dem Handy), wovon ich Euch eines zeige. Falls der alte Herr auf dem Bild mit der Veröffentlichung seines Blondschopfes nicht einverstanden sein sollte, dann bitte ich um Mitteilung. Ob ich aber das Bild dann entferne, steht in den Sternen… ;-)

Brösel Nyiri


Besuch auf der Säuglingsstation…

13. Februar 2009

Unerwartet ergab es sich gestern, dass Herr S. aus P. und ich nach S. zwischen P. und S. zur Frau F. und Herrn H. fuhren und den klitzekleinen Nachwuchs in Augenschein nehmen durften. Gespannt wie ein Regenschirm näherte ich mich dem Körbchen, wo drei superkleine Minikätzchen lagen und sich aneinander kuschelten. Mit Erlaubnis der Hausherrin durfte ich eines der Wattebällchen in die Hand nehmen und bestaunte die mikroskopisch kleine Nase, die unglaublich kleinen Ohren und stellte fest, dass ich hier kaum mehr als eine halbe Hand voll Katze in den Händen hielt. Zwar hatte ich schon oft junge Kätzchen geherzt, aber so kleine und frische Wesen waren selbst mir neu und mir ging wirklich das Herz auf.

Frau Katzenmama schlenderte entspannt um alle Besucher und Herr Hund schaute regelmäßig nach, ob auch alles seine Ordnung habe. Es war wunderbar, diese kleinen Wesen anzuschauen. Frau F. bereitete uns anschließend noch ein leckeres Abendmahl und gegen 21.00 Uhr traten wir dann die Heimreise an. Bewaffnet mit zwei unscharfen Bildern auf dem Handy saß ich gedankenverloren im Auto und bekam diese lustigen und überaus süßen Wollknäulchen nicht mehr aus dem Kopf. Leider lässt die Qualität des Photos sehr zu wünschen übrig, da die Kätzchen nicht stillhalten wollten und die Dämmerung ihr übriges tat. Ich hoffe, ich kann Euch demnächst noch bessere Bilder präsentieren. Auf dem Photo sieht man nur zwei der kleinen Fellnasen, da Frau Katzenmama eines ihrer Kinderchen hinter die Couch getragen hatte. Macht nix, auch der verbliebene “Rest” lässt mein Herz zerfließen.

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Nachwuchs der besonderen Art…

12. Februar 2009

Gestern ging’s nach Annaberg, wo der Winter mit voller Wucht nochmal Einzug gehalten hatte. Schneemassen und eisiger Wind warteten dort auf uns und selbst der neue Hund von Frau F. aus S. zwischen P. und S. huschte von Haustür zu Haustür. Eigentlich wollte ich jetzt hier ein paar Belanglosigkeiten über unseren kleinen Ausflug schreiben, aber auf Frau F. wartete zuhause eine kleine Sensation, die sie mir umgehend mitteilte. In der Nacht vor unserem kleinen Erzgebirgsabstecher träumte sie nämlich wirres Zeug. Neben einigen anderen kleinen und größeren Mitbewohnern besitzt die junge Frau zwei wunderschöne und bezaubernde Main-Coon-Katzen. Herr Kater und Frau Katze hatten sich vor geraumer Zeit wohl einiges zu sagen und so trug es sich zu, dass man irgendwann erfreut feststellte, dass Frau Katze wohl in anderen Umständen sei. Ein Tierarzt wurde zu Rate gezogen, der diese Vermutung bestätigte.

Während unserer Hinfahrt ins verschneite Erzgebirge erzählte mir Frau F. nun, dass sie nachts davon geträumt habe, dass Frau Katze drei Kätzchen zur Welt gebracht habe und als sie gestern nach Hause kam, fiepte es hinter ihrer Couch. Zum Vorschein kamen – richtig – genau drei klitzekleine Main-Coon-Knäulchen und ich habe die Ehre, Euch das erste Bild von den frisch geschlüpften Kätzchen zu präsentieren. Bitteschööön… Sind die nicht Zucker??? Darüber hinaus werde ich mir einen Lottoschein besorgen und Frau F. aus S. zwischen P. und S. befragen, von welchen Zahlen sie geträumt hat. Das kann doch gar nicht schiefgehen.

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Auf ins Ärzgebärsch…

11. Februar 2009

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Hier in Plauen schneit es nun schon den zweiten Tag in Folge, allerdings bisher nur nachts. Gestern und auch heute sah man morgens schneebedeckte Dächer und weiße Straßen. Die steigenden Temperaturen tagsüber ließen die weiße Pracht gestern allerdings recht schnell wieder verschwinden. Heute Morgen hingegen gab’s wieder Schnee und wir werden sehen, ob auch heute alles wieder schmilzt. Anderswo soll ja der Winter nochmal ordentlich zugeschlagen haben und das nehmen wir heute in Augenschein. Fräulein F. aus S. zwischen P. und S. und meine Wenigkeit werden heute einen kleinen Abstecher ins Erzgebirge unternehmen und nach Annaberg-Buchholz fahren. Ich bin sehr gespannt. Frau Bergzwerg wird uns dort hoffentlich mit warmem Kaffee und einer gut funktionierenden Heizung in Empfang nehmen.

Herr N. aus P.verweilt unterdessen im Plauener Umland bei seinen Freunden und amüsiert sich offenbar in vollem Umfang, denn man hört und sieht seit Montag nichts von ihm, was immer ein gutes Zeichen für sein Wohlbefinden ist. Wann er wieder nach Hause kommt, steht in den Sternen, denn er verlängert seine Besuche dort mit aller Regelmäßigkeit und aus einer geplanten Übernachtung werden dort fast immer sehr viele mehr. Ich warte einfach auf jenen Anruf, wenn er seine alte Mutter dorthin beordert, um ihn nach Hause zu holen. Solange die dortige Hausherrin nichts gegen ausgedehnten Aufenthalt einzuwenden hat, lasse ich ihm seinen Spaß, denn schließlich hat er Ferien. Das Zeugnis ist auch recht gut ausgefallen und ich kann zufrieden mit seinen Noten sein. Er bemüht sich und hat sich in einigen Fächern verbessert, wobei ich die Verschlechterung in den beiden anderen Fächern großzügig übersehe. Passt scho…

Herr S. aus P. geht seinen beruflichen Pflichten nach und beträgt sich nach seinem Fauxpas am vergangenen Wochenende vorbildlich. In alter Manier singt er schön schief sämtliche Hit-Giganten hoch und runter, macht und tut fleißig hier im Haushalt mit, schnippelt artig Gemüse und dergleichen, wenn Bedarf ist und ist auch sonst ganz lieb. Wenn’s so bleibt, kann und will ich ihm nichts nachtragen und werde ihn gewohnheitsgemäß am Singen hindern, denn manchmal singt er so schief, dass es weh tut. Aber der Spaßfaktor ist enorm hoch und entlockt mir immer wieder ein Lachen. Passt auch…

So Leute, meinereiner wird sich so langsam unter die Dusche begeben, damit Fräulein F. nicht warten muss, wenn sie mich dann gegen 8.00 Uhr hier abholt. Draußen schneit es noch und obwohl ich den Winter mit all seinen Eigenschaften liebe, mag ich endlich wieder Sonne und warme Luft draußen haben. Meine Winterliebe findet alljährlich im Februar ihr Ende und erwacht erst im November oder Dezember jeden Jahres wieder. Der Winter dauert mir zu lange. Passt überhaupt nicht…