Der stille Rebell…

Tja, mein Sohnemann und die liebe Pubertät. Meistens versucht er die Kurve zu kriegen, aber manchmal gelingt ihm das nicht so ganz und dann kommt sein Verhalten wie ein Bumerang zurück. Diese Woche hat er doch tatsächlich einen Tadel abgefasst. Das hatten wir auch noch nicht. Hätten wir aber auch nicht unbedingt haben müssen. Irgendwie kommt er ja so ein bisschen nach seiner Mutter. Hausverbot im McDoof gab’s ja im Sommer schon, was seine Mutter erst mit Anfang 20 “schaffte”. Nun dieser Tadel – ein Fleißtadel. Den hatte die Mama erst in der 9. Klasse, hübsch aufm Bewerbungszeugnis – ebenfalls ein Fleißtadel. Machte sich schön beim Vorstellungsgespräch für die Lehrstelle, muss ich schon sagen. Er meistert solche “Kleinigkeiten” immer ein paar Jahre eher. Dabei hab’ ich ihm diese Schandtaten gar nicht erzählt, er schafft’s trotzdem 1:1. Ich muss schon sagen, Herr Sohn, ich bin einigermaßen sprachlos, wenn man von der kleinen Gardinenpredigt absieht.

Mal sehen, was als nächstes kommt. Wenn er weiter in meine Fußstapfen tritt, dann wandert er mit 17 nach Sonstwohin aus und erkundet sorglos die Welt. Hoffentlich liest er das jetzt nicht, denn das habe ich auch gemacht. Einfach alles hingeschmissen und in die weite Welt gezogen. Mehrmals… Au Backe… Aber er ist kein Dummer und das macht mich stolz. Eigentlich ein kleiner Fuchs und auch menschlich gesehen ein prima Kerl, der kleine Mann. Aber meckern muss ich ja trotzdem, sonst denkt er noch, das wär’ ‘ne Glanzleistung gewesen. War’s nicht, mein Söhnchen!!! Ehrlich nicht… Aber noch bist Du jung genug, um aus Deinen Fehlern zu lernen.

 

10 Antworten zu „Der stille Rebell…“

  1. Tamar sagt:

    Als Mutter von kleineren Kindern habe ich herzlich gelacht. Hoffentlich gehe ich dereinst ähnlich entspannt mit den Kümmernissen der Pubertät um… :-)

  2. Frau N. aus P. sagt:

    Was bleibt einem groß übrig?! Der Tadel ist leider ausgesprochen und Tippex auf dem Zeugnis sieht man ja leider auch ;-) Also hilft nur eine „Ansprache“ in die pubertierenden Ohren und weitermachen… :-D

  3. Frau Sterntau sagt:

    Was isn ein Fleißtadel bzw. für was bekommt man den?

  4. Frau N. aus P. sagt:

    Den kann man für vieles bekommen. Er bekam ihn wegen einer nicht erledigten Hausaufgabe, für die er 10 (!!!) Wochen Zeit hatte. Ich bekam meinen damals, weil ich mit aller Regelmäßigkeit 2x die Woche zu spät kam und dann immer gleich die begonnene Unterrichtsstunde geschwänzt habe.

  5. der Nachbar sagt:

    Wwenn man so zwischen den Zeilen deines Geschreibse liest … es schwappt eine mächtige Portion Mutterstolz durch den Blog;)

    Andererseits – wenn man nüscht macht, kann man auch nüschts falsch machen. Von daher hat er ja (rein theoretisch) alles richtig gemacht. Nesch???

  6. Frau N. aus P. sagt:

    Recht haste… :-D

    Stolz ist vielleicht nicht der passende Ausdruck dafür. Ich seh’ das so: Ein heranwachsender Lausbub’, der in Betragen oder allen anderen Kopfnoten überall Einser hat, macht einen zwar auch superstolz, aaaber er ist dann irgendwie kein Junge (zumindest keiner, wie ich sie kenne). Von diesem Tadel geht die Welt nicht unter, denke ich und ihm bleiben noch einige Jahre, um den richtigen Weg zu finden und das wird er, da bin ich mir ziemlich sicher, denn im Grunde ist er ein toller Junge und stolpert halt manchmal auf dem steinigen Weg des Lebens.

    Wir alle haben mal gestrauchelt, als wir heranwuchsen und Fehler müssen drin sein. Klar, kann ich das nicht allzu sehr bagatellisieren, aber übertrieben heftig will ich ihn da jetzt auch nicht abstrafen. Ansonsten macht er ja schulisch sein Zeug, wenn man von kleinen und größeren Ausrutschern mal absieht. Wir alle sind und waren nicht perfekt, nech?

  7. zaraffel sagt:

    ich schmunzle grad so sehr da könntest glatt hinter meinem kopp die mundwinkel zusammknoten. :) und das sprichwort „stille wasser……“ passt da wieder. :D alles perfekte menschen auf der welt wäre ja eine fürchterliche vorstellung. ich mußte da grade jetzt an A. denken die hatte letztens einen elternbrief im ranzen mit der mitteilung, das ich eidringlichst mit ihr sprechen soll, weil sie in der großen pause alle mädchentoiletten von innen zugesperrt hatte. man das ist gar nicht so einfach, wenn man einerseits den „ernst“ der lage mit ihr diskutieren soll und andererseits erinnert man sich genau jetzt an seine eigenen jugendsünden. zumindest mußte ich mich mal ganz kurz rumdrehen, weil ich mir ein grinsen dabei echt nicht verkneifen konnte. :D

  8. Frau N. aus P. sagt:

    :-D :-D :-D

    Weiber… Tzzz… :-D

  9. Brösel sagt:

    …genau-WEIBER! Letztendlich warst Du doch irgendwie ein verkappter Bub. Bei den Dingern, die Du alle gedreht bzw. vom Stapel gelassen hast… Solange er es nicht schlimmer macht, ist doch alles bestens. Wenn ich mir allerdings meine Große anschaue, muss ich feststellen, dass die Weiber immer noch die Schlimmsten sind!

  10. Frau N. aus P. sagt:

    Erwischt… Bei mir lief eindeutig was schief und ich hoffe, dass mein Herr Sohn wenigstens die Hälfte meiner Schandtaten auslässt… :-D

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