Gut, ganz so drastisch, wie im letzten Absatz gefordert, würde ich es nun nicht gleich ausdrücken, aber dem Rest stimme ich zu, denn Sohnemann ist derzeit sehr traurig über den selbst verschuldeten Verlust seine geliebten Rades. Leichtsinnigerweise hatte er selbiges über Nacht in der Stadt abgesperrt zurückgelassen, wollte es sogar über das folgende Wochenende dort lassen. Nur durch Zufall bemerkte ich überhaupt erst, dass sein Rad nicht im Keller stand, weil ich etwas runterbringen wollte. Verdutzt suchte ich die Kellergänge nach seinem Gefährt ab, doch nirgendwo stand sein Rad. Als er von der Schule kam, fragte ich nach und war erschüttert über seinen Leichtsinn, das Rad einfach über Nacht mitten in der Stadt zu lassen, egal ob nun abgesperrt oder nicht.
Offenbar reichte mein erster “Anfall” aus, um ihn sogleich loslaufen zu lassen, das Rad sofort zu holen. Eine Stunde später stand er mit hilflos herunterhängenden Armen da und sagte nur kraftlos: “Weg…”. Ich starrte ihn an und tobte los. Wie er so leichtsinnig sein könne, dass das Rad ein teures Geschenk gewesen sei, dass er nicht von seiner eigenen Gutmütigkeit ausgehen könne, dass er gedankenlos sei usw., ich fand kaum noch Worte für meinen Groll. Er ließ es über sich ergehen, war sich seiner Schuld bewusst und dann rollten wortlose Tränen und mein Mutterherz starb tausend Tode, meine Wut richtete sich nun gegen die Fahrraddiebe, die ein kleines Kinderherz brachen.
Mein Sohn, diese Lektion hätte ich Dir so gerne erspart, aber sie scheint vonnöten zu sein, um Dir klarzumachen, wie gut man auf seine Sachen aufpassen muss. Viel zu leichtfertig gehst Du mit Deinem Eigentum um, was wohl nicht zuletzt daran liegt, dass Du dafür nicht hart arbeiten musstest. Lerne daraus und beherzige dies für Deine Zukunft, denn böse Menschen gibt es überall und denen ist es scheißegal, ob Du jetzt traurig bist – leider… Mir ist das nicht egal, auch wenn Du das vielleicht denkst. Geschimpft habe ich genug, aber mein Herz ist groß genug, damit darin auch Platz ist für Deine Enttäuschung und Deine Tränen schmerzen mich sehr.
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29. August 2009 um 10:15
Shit! Kommt mir aber bekannt vor.
29. August 2009 um 11:47
Ein Knabenfahrrad zu stehlen – was man rein optisch ja schon klar von einem herkömmlichen Bike unterscheiden kann – ist doch mehr als armselig. Weißte, mein Knollo saß hier und hat stumm geweint und das zu sehen, war für mich unerträglich.
29. August 2009 um 11:52
So etwas ist meinem Bruder mal in unserer Kindheit passiert. Er hatte Meßdienerdienst und sein Fahrrad wurde vor der Kirche gestohlen!!! Nur – der Fahrraddieb war so doof, das geklaute Fahrrad vor dem Lebensmittelladen abzustellen und wir wohnten darüber… So kam das Fahrrad ganz schnell zu uns zurück…
Und den Dieb kannten wir auch noch…
Doch leider gehen Diebstähle nicht immer so glimpflich aus…
29. August 2009 um 12:21
Ich schätze, mein Sohn hat nicht so viel Glück.
29. August 2009 um 20:21
Vieleicht zahlt ja die Versicherung was?
Bei Moped Müller kann man auch gebrauchte kaufen….nur mal so als Tipp.
Ganz große Scheißlektion.
29. August 2009 um 20:56
Versicherung kannste knicken, war nicht versichert und dass wir ein gebrauchtes Rad kaufen können, wissen wir natürlich selber. Das ist dann aber trotz allem nicht „sein“ Rad, denn das hat er mal zum Geburtstag bekommen vor drei Jahren. War halt ein besonderes Geschenk und billig war es auch nicht gerade. Außerdem ist mein Geldbeutel im Moment etwas schmal und solche ungeplanten Anschaffungen sind momentan einfach nicht wirklich drin…
30. August 2009 um 01:26
Mach doch einen Steckbrief mit Foto und Rahmennummer und mach eine Anzeige bei der Polizei und gib den Steckbrief an alle Fahrradhändler, so erhöhst Du die Chance, das Rad wiederzubekommen.
Auch bei Ebay schauen und ggfls. Hinweis an die Polizei geben, wenn da was angeboten wird.
30. August 2009 um 02:14
ach du scheisse, böse lektion..die ich nur zu gut kenne. p. hatte sein rad übern winter bei einem kumpel im keller abgestellt inklusive fahrradschloßverriegelung. blöderweise natürlich im fahradkeller für den jeder hausbewohner nen schlüssel hat (bei 11 geschossen leicht auszurechnen wieviele da infrage kommen
) deswegen zahlte auch die versicherung nicht…noch blöder natürlich. und am härtesten war das er sich das teil selber zusammengespart hatte….
30. August 2009 um 07:12
Er hatte es laut seiner Aussage sogar etwas abseits abgestellt, also so, dass die Diebe schön ungestört waren. Eigentlich wollte er ja, damit man es nicht gleich sieht. Ging nach hinten los der Schuss.
30. August 2009 um 07:15
Es gibt weder ein Bild von dem Rad noch ‘ne Rahmennummer. Ich kann nur sagen, dass es ein schwarz-rotes Mountainbike von Ben Tucker war, was ja nicht sehr hilfreich ist. Ich für meinen Teil habe das Rad längst abgeschrieben.