Seit Tagen gibt es Sonne satt und wir haben nahezu die gesamte Woche genutzt, um den unseren “Leih”-Garten aufzusuchen. Ein paar Würstchen grillen, ein bisschen Seele baumeln lassen, ein bisschen Schnapsroulette spielen, ein bisschen Sonne tanken und auch ein bisschen Gartenarbeit machen. Gegrillt wurde fast jeden Tag, das erste Gläschen von unserem neuen Lieblingsspiel ging auch schon zu Bruch und die Seele baumelte gestern in alle Richtungen. Herrlich das…
Sohnemann treibt mich zur Zeit an den Rand des Wahnsinns. Offenbar fahren die Hormone jetzt so richtig mächtig Karussell und die Pubertät hämmert ohrenbetäubend an die Tür. Schulisch lässt er die Zügel seit einer kleinen Weile ziemlich schleifen, zuhause immer das letzte Wort und sei es auch noch so sinnfrei, cool bis in die Zehenspitzen, selbst beim Naseputzen – Image ist bekanntlich alles. Ja und an sämtlichen Querschlägern sind die bösen Anderen schuld, klare Sache. Im Moment kann ich sagen, dass mir täglich an die 25 rote Haare und Federn wachsen. Besserung eher unwahrscheinlich, denn Kinder pubertieren ja bekanntlich bis Ende 30. Ich war nie so frech und aufsässig, auch wenn meine Frau Mama das anders sieht.
Ansonsten läuft alles besser als erwartet und so langsam kehrt auch in meinem Inneren wieder mehr Ruhe ein. Die Gedanken ruhen und ich entspanne mich. Sicherheit werde ich nie erlangen, das weiß ich, aber zumindest kann ich ganz langsam wieder perspektivisch sehen. Einig werden wir uns nie immer sein, müssen wir auch nicht, aber wir treffen uns beim nunmehr dritten Anlauf in der goldenen Mitte, was gut tut. Die Zeit arbeitet für uns und wir helfen ihr.
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25. Mai 2009 um 15:39
Liebe Nyiri, ich stöhne auch gerade über die mir entgegengebrachten pubertären Aktionen und Emotionen… Und auch ich behaupte, nie so schlimm gewesen zu sein, wobei ich allerdings auch erst mit 17 so richtig losgelegt habe…
Da hülft nüx, da müssen wir wohl durch… Rote Haare und Federn? Vielleicht kann ich das meinen Haaren auch beibringen, so manch grauem…
25. Mai 2009 um 19:05
Und was mich am meisten aufregt, ist dieser leere Tunnelblick, wenn man als Mutter ann mal die Fassung verliert. Grrr…
25. Mai 2009 um 19:31
„wenn man als Mutter ann mal die Fassung verliert.“
ich hab nix gehört und nix gesehen …
25. Mai 2009 um 19:39
Ist nur eine Frage der Zeit, bis es hier oben unterm Dach rumpelt. Lang dauert’s nimmer…
26. Mai 2009 um 07:08
… und auf einmal stellt man fest, die pubertierende ablegerin kann wunderbarst mit ihren äuglein kullern… das sieht so *genervt* aus…
ooooohhhhhmmmm, ruhig bleiben, muttertier…
26. Mai 2009 um 07:51
Nach dem großen „Gewitter“ gestern und vorgestern wird Sohnemann jetzt wieder langsam „geschmeidig“. Aber mir ist glasklar, dass das nur temporär ist. Ich warte auf den nächsten Sturm und der kommt so sicher, wie die Nacht dem Tage folgt.
Komme auch gerade aus der Schule vom Lehrergespräch.
27. Mai 2009 um 09:13
Tja, irgendwie kommt mir das bekannt vor, wobei das schlimmste bei meiner Großen überstanden scheint.
27. Mai 2009 um 09:21
Na da biste aber optimistisch. Mit 15-16 ist die noch nicht aus der Pubertät…
27. Mai 2009 um 09:23
nee bei einigen gehts dann erst los…
29. Mai 2009 um 08:57
Ich sehe, die Damen sprechen aus Erfahrung… Manche sind heute noch nicht ganz raus!
29. Mai 2009 um 11:15
Meine Mutter „schwärmt“ heute noch von meiner Pubertät.