Nach den Ereignissen der letzten Tage und Wochen fällt es mir etwas schwer, so einfach zur Tagesordnung überzugehen, doch das Leben geht weiter und der Alltag fordert unsere Aufmerksamkeit. Am vergangenen Wochenende haben wir alle uns etwas Ruhe und Erholung gegönnt, haben versucht, die Geschehnisse zu akzeptieren und aufzuarbeiten. Leicht fällt das nicht, aber Stillstand ist der Tod, sagt man. Verhindern konnte niemand seinen Tod, jeder opferte sich auf und griff selbst nach dem kleinsten Strohhalm. Ich möchte an dieser Stelle allen Helfern noch einmal ausdrücklich danken und ich bin nachhaltig beeindruckt, wie konsequent all diese Menschen um diesen kleinen Wirbelwind gekämpft haben. In Zeiten wie diesen ist das keine Selbstverständlichkeit, wenn auch das Schicksal uns keinen Erfolg gönnte. Ich bereue keine Sekunde, keinen Handschlag und würde es immer wieder genauso machen. Ich denke, ich spreche im Namen aller, wenn ich sage, dass wir jederzeit wieder unsere Kraft und Energie an derartiger Stelle einsetzen würden, wenn auch nur ein Fünkchen Hoffnung bestünde.
Ein bisschen sind wir alle mit gestorben, ganz gewiss, aber wir dürfen nicht innehalten und müssen jeder für sich weitermachen. Ich für meinen Teil muss heute, wie so oft, Behördengänge erledigen und werde danach zum Ort des Geschehens fahren, um nach dem Rechten zu sehen. Dort gibt es noch viel Arbeit, denn der Krankheitsverlauf des kleinen Schwarzen hat dort nachhaltig Spuren hinterlassen, die das Wohlbefinden seiner Pflegemama stark beeinträchtigen. Eventuell kann ich dort mit Hilfe von Bekannten oder Freunden etwas Gutes tun und hoffe, dass sich auch dieser vorerst letzte Einsatz lohnt, denn der Mensch, dem sie das kranke Tier während der letzten Wochen abgenommen hat, zieht sich jetzt feige aus der Affäre und lässt sie im Stich, so wie er seinen Hund im Stich gelassen hat. Die Gedanken, die einen heimsuchen, wenn man derartiges mit ansehen muss, möchte ich hier nicht wiedergeben.
Dieser Mensch versteckte sich während der gesamten Zeit hinter seinem Mitleid, das ihn handlungsunfähig gemacht habe, als ob uns das alles leichter als ihm gefallen wäre. Keiner von uns konnte diesen Anblick gut ertragen, jeder von uns ging über seine Grenzen hinaus, aber ausgerechnet er rannte davon und schob uns sämtliche Verantwortung zu. Wie feige das war, haben wir ihm bereits gesagt, als der Hund noch lebte, aber auch jetzt hat sich an seinem Verhalten nichts geändert. Die nackte Wut packt mich, wenn ich sehe, dass er eher in Selbstmitleid versinkt, statt sich verantwortungsvoll zu verhalten. Ich glaube, ich bin mit diesen Gedanken nicht allein, denn ich erwarte von einem Tierhalter sehr viel mehr Einsatzbereitschaft, wenn es um das Wohl seines Tieres geht. Das von ihm gezeigte Verhalten, dieses defensive “Ich-kann-das-nicht” finde ich unverzeihlich und verwerflich. Solche Menschen sollten keine Haustiere halten dürfen.
Leb’ wohl, mein Fröschlein!!! Du wirst uns sehr fehlen.
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9. März 2009 um 09:27
Nicht mal jetzt, packt der mit an? is ja wohl das letzte. ich hoffe inständig so einem menschen wird nie wieder ein tierleben anvertraut. solche menschen verdienen es wirklich nicht solch treuen seelen als kameraden an ihrer seite zu haben. ich wünsch euch viel kraft für den letzten akt.
9. März 2009 um 09:56
Nein, der Typ jammert lieber, dass sein Hund gestorben ist. Dass er ihn gewissen- und treulos im Stich gelassen hat, weiß kaum einer.
9. März 2009 um 11:35
Hallo, bist Du heute Abend telefonisch erreichbar?
9. März 2009 um 15:27
Weiß ich noch nicht… :-/
9. März 2009 um 15:37
ich versuchs mal isch hab da so 2-3 Fragen
9. März 2009 um 15:42
Kannst mir auch ‘ne Mail schicken.
9. März 2009 um 22:29
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