Stille Anteilnahme

Wie vom Donner gerührt verharrt man, wenn jemand unerwartet aus dem prallen Leben scheidet. Da auch ich erst kürzlich einen guten alten Freund auf seinem letzten Weg begleiten musste, kann ich zumindest im Ansatz den Schmerz ermessen, denn ein solcher Verlust auslöst. Als stille Mitleserin eines Blogs verfolgte ich sporadisch die Abenteuer des kleinen Moritz und seiner Familie. Einen Moment lang bleibt die Welt stehen, wenn man solche erschütternden Nachrichten lesen muss. Ein junger Mensch wird plötzlich und unvorbereitet aus der Mitte seiner Lieben gerissen und hinterlässt tiefste Trauer und Verzweiflung. Ähnlich wie bei jenem alten Freund bleiben Kinder und Familienmitglieder zurück, die nur schwer mit diesem Verlust leben können. Es dauert eine kleine Ewigkeit, bis man realisiert, dass dieser geliebte Mensch nie mehr mit einem zu Abend isst, zur Tür reinkommt, das Badezimmer blockiert oder einfach nur da sein wird. Jeder von uns musste schon einmal diese Gefühlswelten durchleben und sich mit der Tatsache konfrontiert sehen, dass der Tod etwas Unwiderrufliches ist. Es ist schwer, sehr sehr schwer…

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