13. Juli 2009
Vier Wochen Weiterbildung liegen hinter mir und jetzt haben wir erstmal zwei Wochen Ferien. Am Freitag stand schon die erste Prüfung auf dem Plan und die Ergebnisse liegen erst in einigen Tagen vor. Zwar könnte ich in der Schule anrufen und nachfragen, aber ich werde mir wohl kaum die Ferien versauen. Sohnemann hat auch Ferien und so bleibt wenigstens mal etwas Zeit, um etwas zu unternehmen. Fraglich ist nur, ob er seine eigentlichen Interessen dafür ein bisschen zurückstellt, denn Kumpels, Mädels, coole Klamotten zur Schau tragen oder lässiges Durch-die-Stadt-hip-hoppen kann man nicht einfach so mal sein lassen. Naja, so ist das eben mit 13. Ich seh’s gelassen.
Privat gibt es zwar so einiges, was genügend Gesprächsstoff bieten würde, aber der eine Teil ist megauninteressant und der andere Teil ist viel zu schlüpfrig. Also lasse ich Euch weiter im Argen und genieße. Vielleicht funktioniert der vogtländische Buschfunk ja wie in alten Zeiten und es erreicht Euch auf anderen Wegen. Gnihihi…
In einer Woche tanzt dann meine Frau Mama mit meinem Schwesterlein im Gepäck hier an und das wird auch Zeit, denn wir haben uns seit zwei Jahren nicht mehr gesehen. Sie bezieht eine Ferienwohnung und Sohnemann soll dort ein paar Tage verbringen, da die beiden ja im Normalfall nicht besonders viel voneinander haben. Er freut sich drauf und fragt schon gespannt, wann es denn soweit ist. Nun wird der Zeitraum etwas überschaubarer, denn es ist nur noch eine Woche. Die Zeit verging wie im Flug.
Meine Blogfaulheit ist noch immer nicht auskuriert, was auch nicht zuletzt daran liegt, dass mein Terminplaner zur Zeit zwar knallvoll ist, aber das Wenigste davon wäre einen Beitrag wert. Ja und die interessanten Dinge, die das Salz in der täglichen Suppe des Alltags ausmachen, gehören dann doch nicht unbedingt hierhin. Mehr dazu bei einer Tasse Kaffee – aber auch nur vielleicht…
Vielleicht seid Ihr auch einfach nur zu neugierig. Nech…???
4 Kommentare |
Alle, Alltag, Familie, Ferien, Frau Mama, Frau N. aus P., Herr N. aus P., Schlüpfriges, Schule, Schwesterherz, Urlaub, meine Saarländer |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
7. Juli 2009
Nun dringen schon wieder die ersten Beschwerden über die vorherrschende Sommerflaute in meine Augen, also poste ich heute mal wieder was. Lust habe ich derzeit nicht unbedingt zum Schreiben, Anlässe gibt es auch kaum, aber man beugt sich dem Willen seiner Leser und tippert artig. Nach wie vor drücke ich die Schulbank und mein Kopf ist abends nahezu leer. Keine hässlichen Kommentare hierzu bitte. Mein Date am Samstag war gut, mehr verrat’ ich Euch nicht. Sohnemann hat seine erste Ferienwoche hinter sich gebracht und ist seit gestern nun offiziell ein Teenager. Zwei gute Freunde machten es möglich, dass er zum Geburtstag endlich ein eigenes Dingelchen bekam, mit dem er nun ins Net vorstoßen kann, ohne mir ständig auf der Pelle zu hocken, wann er denn an meinen Rechner dürfe. Nix neues, nix aufregendes, aber eben sein eigenes Teil und jetzt herrscht endlich Ruhe an meinem Schreibtisch. Gefreut hat er sich auf seine ganz spezielle Art, die wahrscheinlich nur ich als seine Mutter richtig verstehe. Er hat diese subtile Art der Freude in sich, die sich bei den meisten Kindern ganz anderes äußert. Wenn andere Kinder etwas geschenkt bekommen, das ihr Herz höher schlagen lässt, toben, quieken, lachen und jauchzen sie. Nicht so mein Sohn.
Er schaut Dich an, die Augen glänzen zweifellos, aaaber… Er jauchzt nicht, er lächelt nur verschämt, er quiekt auch nicht, er sagt erstmal gar nichts und er tobt erst recht nicht, er sagt nach einer Weile ganz nüchtern, aber innerlich jubelnd: “Cooooooooool…!!!” Das war’s. Mehr kommt da nicht. Und nach einer weiteren halben Stunde bedankt er sich artig und freut sich leise weiter. So war er schon immer und wenn ich ihn nicht kennen würde, könnte ich glatt denken, dass ihm alles am Arsch vorbei geht. Nein, tut es nicht, er freut sich wie verrückt, aber eben seeehr leise. Diese introvertierte Art der Emotionen hat er von mir geerbt. Jetzt stöhnen am Bildschirm sicher viele auf, die mich kennen. Leute, ich rede davon, wie ich selbst als Kind war. Schüchtern, zurückhaltend, schweigsam, beobachtend, auf wenige Personen fixiert, aber hyperneugierig und mit großen Augen die Welt beäugend. Ja, ich weiß, das hat sich geändert, Gott sei Dank. Und Sohnemann darf so sein, die Mädels stehen drauf, hab’ ich gemerkt. Über einen zu kleinen Freundeskreis kann er sich nicht beschweren und er kann ja auch anders, halt nur im Kreise seiner Familie oder nahen Freunde. Ist vollkommen in Ordnung und solange er mir mit seinen Augen zeigt, wie groß die Freude ist, darf er das auch weiterhin so tun. Ich lese in ihm, das weiß er.
Leider fehlte mir zwecks Schule die Zeit, mit ihm richtig zu feiern, denn am Nachmittag fuhr er eine Woche zu Papa. Aber das holen wir bei einem großen Eis nach. Und was ja eigentlich der Hammer war, ist, dass ausgerechnet an seinem Geburtstag morgens das Lied kam, bei welchem er sein Köpfchen zum ersten Mal in die große weite Welt streckte. Hier für Dich, mein kleiner großer Mann. Noch heute bekomme ich Gänsehaut, wenn ich dieses Lied höre und ich habe gestern Morgen ganz laut gedreht, als das kam. An einem verregneten Julitag 1996 abends 20.45 Uhr kam dieser Song und das war bis dato der schönste Moment im meinem Leben, das wird er auch bleiben, denn seit diesem Tag ist alles anders. Besser, wichtiger. Auch hier noch einmal alles Liebe zum Geburtstag, mein Dicker. Du bist auf dem richtigen Weg und ich wünsche mir, dass ich auch noch in Deinen Augen lesen kann, wenn Du Deine ersten grauen Haare bekommst. Du bist das Wichtigste in meinem Leben und das Beste, was mir je passiert ist, denn ich liebe nichts so sehr wie Dich.
6 Kommentare |
Dicker, Erinnerungen, Familie, Freude, Geburt, Geburtstag, Geschenk, Herr N. aus P., Kinder, Nachwuchs, Scott, Sohn, außergewöhnliche Menschen |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
4. Juli 2009
Mein Blog schläft langsam ein. Das mag an der warmen Jahreszeit liegen, in der man ja auch nicht so oft zuhause ist und es liegt wohl auch daran, dass ich unabhängig davon viel auf Achse bin. Die Weiterbildung nimmt einen Großteil meiner Zeit in Anspruch und ich bemerke zunehmend, dass die Entscheidung zu dieser Schulung richtig und gut war. Darüber hinaus gibt es hier und da ständig Anlass mit Freunden zu plauschen und Käffchen zu trinken, der Garten sieht mich schon nur noch alle paar Wochen, was eigentlich schade ist. Nun gut, das Wetter ist ja erst seit einigen Tagen wieder akzeptabel. Am Vormittag lässt sich Sohnemann kurz blicken, der die letzten Tage bei seinen Freunden auf dem Lande verbracht hat, um sich gleich wieder zu Oma ins Wochenende zu verabschieden. Ich werde dann heute für eine Weile das ruhige Fleckchen im Grünen auszusuchen. Dort erwarte ich dann aber auch den Startschuss zu einer nachmittäglichen Verabredung, wo meine Hilfe benötigt wird.
Wenn das dann erledigt ist, flitze ich nach Hause, um mich für ein Date heute Abend zu restaurieren rüsten. Schwierig in Worte zu fassen, aber es sei gesagt, dass der Erfinder des Säbelzahnfußhuhns und meinereiner nun doch vernünftigerweise getrennte Wege gehen, da uns doch sehr vieles unterscheidet. Zwar sah es anfangs danach aus, dass es diesmal funktionieren könnte, aber eine kleine Meinungsverschiedenheit öffnete mir dann schlussendlich doch noch die Augen. Ob der überraschenden Wende war ich nicht ansatzweise so traurig, wie einst, aber sowas ist immer erst mal einen Moment lang “komisch”. Damit gerechnet hatte ich ja irgendwie, es ist dann aber trotzdem irgendwie auch immer wieder neu. Egal, Trauer kann ich darüber nun auch nicht wirklich empfinden, da ich dergleichen ja nicht zum ersten Mal erlebt habe, also Schwamm drüber. Hätte es mich belastet, hättet Ihr hier nicht erst heute davon erfahren, denn Bewegendes dieser Art blogge ich ja gerne.
Natürlich stellt man sich dann auch die Frage, wie es um meine Gefühle bestellt war, wenn mir das leicht fällt und ich mich eine knappe Woche später schon mit jemand anderem treffe. Gute Frage, denn das ist mir selbst auch schon aufgefallen. Was soll ich sagen?! Grundsätzlich ein guter Mensch, der mir auch sehr am Herzen lag, aber eben nicht die Sorte von Mensch, mit der ich auf lange Sicht gesehen harmonisch leben kann. Also ziehe ich weiter und werde sehen, was der heutige Abend so bringt. Bleibt nur zu hoffen, dass mir nicht irgendwas Unvorhergesehenes dazwischen kommt und meine Pläne über den Haufen wirft. Neugierig bin ich durchaus und interessiert auch. Was schlussendlich dabei rausspringt, kann ich nicht im Mindesten einschätzen, das kann man ja nie. Also lassen wir uns mal überraschen und gehen ohne Erwartungen und Vorbehalte hin. Wird nett werden, da bin ich mir sicher.

2 Kommentare |
Abstecher, Alle, Alltag, Date, Einladung, Frau N. aus P., Garten, Herzensangelegenheiten, Männer, Neugier, Wochenende |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
29. Juni 2009
Nun drücke ich schon seit mehr als zwei Wochen die Schulbank und es macht noch immer Spaß. Das Wetter war während dieser Zeit mehr als bescheiden und somit blieben wir dem Garten fern. Zeugnisse gab’s bei Sohnemann auch und die Kopfnoten riechen ganz heftig nach Pubertät. Zwar sind die restlichen Noten nicht die allerschlechtesten, insgesamt zeigt sich aber aufgrund der Leichtigkeit des Pubertierlebens eher eine Tendenz nach unten, wenn auch nicht wesentlich. Dennoch verlieh ich meinen Ermahnungen etwas mehr Nachdruck, aber jetzt sind ohnehin erstmal Ferien.
Frau Mama bzw.Omi aus dem Saarland hat ihren Besuch nun fest angekündigt und Sohnemann freut sich sehr. Ich freue mich natürlich auch, wobei ich leider während dieses Besuches nur ein paar Tage frei habe. Das zickige Schwesterlein ist auch mit von der Partie und wird sich hoffentlich manierlicher benehmen als in den letzten Wochen. Wenn Du das jetzt liest, liebes Fräuleinchen S., dann sollst Du wissen, dass man so nicht mit Menschen umspringt, schon gar nicht, wenn sie Deine große Schwester sind. Wie gesagt, das ist mein Blog und hier schreibe ich, was ich will, worüber ich will und wann ich will. Und ich lasse mich nicht auf die Dinge reduzieren, die ich hier schreibe, denn manches muss eben nicht jeder wissen. Manches bleibt privat und nur weil ich nicht über jeden und alles schreibe, heißt das nicht, dass ich nicht über diese Menschen oder Dinge nachdenke oder dass diese Menschen oder Dinge mir nichts bedeuten. Ende der Durchsage!!!
Das Wetterlein gelobt ja im Laufe der Woche Besserung und vielleicht reicht es zum Wochenende hin ja endlich mal wieder für den Garten. Während der Woche bleibt dafür im Moment etwas zu wenig Zeit, aber ein verregnetes Wochenende möchte man dann auch nicht haben. Nächste Woche Freitag steht schon die erste Prüfung an und bis dahin werd’ ich artig den Ausführungen des Dozenten lauschen und hoffe, dass ich die Prüfung gut gewuppt kriege.
4 Kommentare |
Alle, Alltag, Familie, Frau Mama, Lernen, Schule, Schwesterherz, Vorfreude, meine Saarländer |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
27. Juni 2009

Mir fehlen noch immer die Worte für diesen Verlust. Während meiner gesamten Kindheit und Jugend warst Du für mich der größte und einzig wahre Künstler. Ich sammelte jeden Fetzen Papier, jede Kassette, jede noch so unbedeutende Kleinigkeit von Dir, ganz egal was, wenn nur Dein Name darauf stand. Mit Deinem Tod nimmst Du einen Teil meiner Jugend mit Dir, denn Du warst ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Deine Musik war das Größte für mich und mit 14 Jahren schrieb ich Dir einen Brief, der nie beantwortet wurde. Dein plötzlicher Tod löste bei mir tiefe Bestürzung und Ungläubigkeit aus und die Nachricht wird noch lange nachhallen. Ich werde niemals vergessen, wo ich in diesem Augenblick war und wer Dich nicht annähernd so bewundert hat, wie ich es einst getan habe, wird nie ermessen können, wie entsetzlich traurig ich über Dein Fortgehen bin. Auch wenn man mich für vollkommen verrückt erklären wird, gestehe ich, dass ich geweint habe und das Gefühl habe, ein Familienmitglied sei gestorben. Damals warst Du das für mich und irgendwie bist Du das immer geblieben, denn ich habe Dich wirklich sehr verehrt und kindlich geliebt.
Grüße an Bon Scott, Jimmy Hendrix, John Lennon, Bob Marley und all die anderen großen Idole, die viel zu früh gegangen sind. Du warst jedoch das Größte von allen für mich. Danke für Deine Musik und danke dafür, dass ich ein Kind Deiner Zeit sein durfte.
Du fehlst!!!
Kommentar schreiben » |
Bewunderung, Danke, Idole, Musik, Schmerz, Tod, Trauer, außergewöhnliche Menschen, einzigartig |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
23. Juni 2009
Gestern Abend bin ich wirklich mit den Hühnern ins Bett gekrochen. Es muss wohl kurz vor 21.00 Uhr gewesen sein und ich bin wohl auch sofort eingeschlafen. Ob nun im TV irgendetwas Sehenswertes lief, kann ich nicht mehr sagen, denn die Flimmerkiste wurde fix auf zwei Stunden Laufzeit eingestellt und ich könnte Euch nicht mal mehr genau sagen, welche Farbe meine Bettwäsche hat, wenn ich nicht ausschließlich dunkelblaue Bettwäsche besitzen würde. Ins Bett und sofort Augen zu. Man war ich müde. Das Lernen strengt zwar nicht unbedingt an, aber ich bin abends derart müde, dass ich eigentlich kein Radio, keinen Fernseher oder dergleichen mehr bräuchte. Nun ja, das Wetter entspricht ja eher dem Herbst und bei schönem Wetter würde ich wohl wirklich eher im Garten meinen Feierabend ausklingen lassen. Zuhause flitzt man ja doch nur von einer Ecke in die nächste und erfüllt seine häuslichen Pflichten. Muss ja, keine Frage, aber im Garten ließe es sich schöner müde sein.
Schulisch gesehen bewegen wir uns derzeit in den Tiefen von CSS und es macht noch immer großen Spaß. In knapp drei Wochen sind erst mal Ferien und bis dahin wurschteln wir noch weiter und tiefer in HTML und CSS – vermute ich zumindest. Soll mir recht sein. So einiges an Kenntnissen war mächtig eingerostet und es schadet auf keinen Fall, wenn das alles mal wieder ans Tageslicht befördert wird. Editoren sind zwar nützlich, aber man verlernt auch so manches. Wir programmieren artig von Hand und längst Vergessenes kommt wieder zum Vorschein. Gut so. Schaden wird mir das auf keinen Fall.

Ansonsten gibt es wie so oft keine nennenswerten Zwischenfälle, wenn man vom pubertierenden Sohnemann und kleinen Alltäglichkeiten absieht. Alles im grünen Bereich. Das Wochenende war ruhig und leider verregnet, also blieben wir zuhause und bewegten uns nur notwendigerweise. Der kalendarische Sommer ist zwar schon zwei Tage alt, lässt aber meteorologisch auf sich warten. Es regnet immer wieder, es ist ziemlich frisch am Zisch und ohne Jacke ist es mir dann doch noch zu kalt. Laut Wetterfrosch soll der diesjährige Sommer ja ohnehin nicht berauschend werden, aber ich bin da mal optimistisch und erwarte für meine Ferien Strahlewetter und Sonne satt. Wehe nicht…
5 Kommentare |
Alle, Alltag, Arbeit, Schule, Sommer, Wetter, Wochenende |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
20. Juni 2009
Na gut, nicht alles, aber zumindest schon mal die erste Woche. Viel Bekanntes und auch so einiges Neues stand auf dem Plan. Ganz wie in grauen Anfangszeiten von Hand programmieren, ohne Editoren, ohne Schummelei also und die letzten beiden Themen mochte ich schon damals nicht allzu gerne, aber mir leuchtet ein, dass auch das sein muss. Ich wollte es so und ein Zurück wird es nicht geben. Sieht alles schlimmer aus, als es wirklich ist und manchmal fehlt es einfach nur an der nötigen Konzentration. Wirklich schwer ist es bisher nicht. Es macht Spaß, das ist mein Ding und der Ehrgeiz fehlt keineswegs, auch wenn mir nicht jedes Thema gefällt.
Tabellen und Frames, wobei ich Tabellen dann doch noch lieber mag als Frames. Wirklich unlösbar ist es nun wahrlich nicht, aber man kommt halt fix durcheinander, wenn man schon gefühlte fünf Kilometer Code getippert hat und dann wird’s schwierig, wenn sich ein klitzekleiner Fehler eingeschlichen hat. Bisher klappt’s, aber ich bin mir seeehr sicher, dass ich irgendwann mit glasigen Augen vor dem Bildschirm sitze und den Fehler nicht entdecke. Aber ich bin frohen Mutes, dass ich auch das schaffe. Wir sind doch nicht blöd, gelle? Zur Not wird dann zuhause ein bisschen geübt und gepaukt, kein Problem, solange es Spaß macht und das tut es. Wirklich…!!!
Alltagstechnisch waren die Tage dann auch vollgestopft, so dass ich abends hundemüde in die Kissen plumpste. Gut so. Nebenbei einem Kumpel helfen und dem Kindchen eine halbe Stunde Aufmerksamkeit widmen, da der kleine Mann nun inzwischen selbst nur noch auf Achse ist. Die Mädels verdrehen ihm das kleine Köpfchen, die Hormone tun ihr Übriges und zwischen Abendessen und Bettgehzeit bleibt oft nicht viel Raum für ein Mutter-Sohn-Gespräch, aber wir nehmen uns jeden Tag ein bisschen Zeit, damit mein Sohn nicht alleine vor sich hinlebt. Nach wie vor interessiert es mich sehr, was er wo mit wem tut und was ihn beschäftigt. Wie gesagt, zur Zeit ist es nicht selten die holde Damenwelt und ich find’s putzig.
Der Wetterbericht für das angebrochene Wochenende verheißt mal wieder nichts Gutes, wobei im Moment ja noch die Sonne scheint. Alle Wetterstationen melden mittelmäßiges Wochenendwetter, also dürfte die derzeitige Wetterlage inklusive der schönen Morgensonne nur ein Täuschungsmanöver sein und es folgt leider kein Gartenwetter. Scheiß drauf, mein Wochenende wird sicher trotzdem schön. Notfalls bleibe ich im Bett und schaue mir alle DVDs nacheinander an, die in meiner Filmbibliothek rumstehen. Ein bisschen Einkauf und ein Reinigungseinsatz in den eigenen vier Wänden stehen auch noch an, also wird kaum Langeweile aufkommen.
Und wie war’s bei Euch so???
6 Kommentare |
Alle, Alltag, Arbeit, Frau N. aus P., Lernen, Schule |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
14. Juni 2009
In genau 24 Stunden mach’ ich mich auf den Weg zur Schule und ich freu’ mich drauf. Ein halbes Jahr büffeln, dazulernen, weiterbilden. Muss sein, brauch’ ich. Für mich, für meinen Geist, für mein Ego und natürlich für meinen Beruf. Ob mich das weiterbringt, weiß ich nicht, aber lernen schadet nie und hält den Geist frisch. Herausforderungen beleben und straffen. So seh’ ich das. Ick freu’ mir druff…!!!
Also werde ich nachher den letzten freien Tag standesgemäß genießen und den ganzen Tag im Garten verbringen. Sonne tanken, relaxen, Seele baumeln lassen. Grillen fällt heute aus, da ich mich gestern ziemlich überfressen habe. Steaks lagen auf dem Teller und die badeten in unmenschlich scharfer Tunke, die ich mir selbst zusammengemixt hatte. Ich liebe das. Wenn der Mund brennt wie Feuer und wenn die Steaks schon fast schwarz sind. Nix saftig, nix würzig. Scharf wie Sau und schwarz wie die Nacht. So mag ich Grillzeuch… Krebserregend? Mir doch egal, was Krebse geil macht!!!
Schön’ Tach noch…!!!

15 Kommentare |
Alle, Frau N. aus P., Garten, Grillzeuch, Lernen, Schule |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
11. Juni 2009
Die Woche ging verdammt fix rum und das lag nicht zuletzt daran, dass ich ordentlich zu tun hatte. Da kamen Babys zur Welt, Freunde brauchten ganz fix Hilfe, jemand sehr wichtiges bat um Gehör und ich hab’ mich endlich durchgerungen, überhaupt zu reagieren und das war gut so. War insgesamt bis jetzt eine hastige aber doch sehr gute Woche und ab Montag wird erstmal straff gelernt.
Und Ihr so???
Kommentar schreiben » |
Alle, Alltag |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
9. Juni 2009
Nein, die gibt es nicht nur anderswo, sondern auch mitten unter uns. Sohnemann pubertiert mächtig gewaltig, heute kam im Freundeskreis ein kleines Paulchen zur Welt, heute morgen war ich fix mal in Annaberg, nachmittags klinkte ich mich für mehr als eine Stunde aus dem Alltag aus und zog mich auf den Friedhof zum Grabe meiner Oma zurück, die heute 78 Jahre alt geworden wäre. Mit meiner üblichen weißen Rose bewaffnet, setzte ich mich auf die Minibank gleich gegenüber und genoss die Stille und das Zwitschern der Vögel. Morgen leiste ich technische Hilfe beim erstmaligen Bloggen, weil es auch anderswo Themen gibt, denen man an die Öffentlichkeit helfen muss und über die sich Betroffene austauschen können sollten. Der Link dorthin folgt dann zum gegebenen Zeitpunkt. Ja und dann gibt es da noch einen weiteren Menschen aus meiner Vergangenheit, der sich nach meiner Gesellschaft und meiner Person sehnt. Ich grüble und ich zerbreche mir seit Tagen den Kopf darüber. Ich weiß nicht, was richtig oder falsch ist. Ich weiß nicht, ob es ein Zurück gibt. Ich weiß im Moment gar nichts…
Kommentar schreiben » |
Alle, Alltag, Ausflug, Erinnerungen, Fragen, Freunde, Geburt, Geburtstag, Großeltern, Herzensangelegenheiten |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
8. Juni 2009
Was ein Säbel ist, weiß jedes Kind.
Zähne sind uns ebenfalls bekannt.
Und dass Füße das Fortbewegungsmittel zahlreicher Tierarten sind, wissen wir eigentlich auch.
Und was ein Huhn ist, dürfte nahezu jedem Menschen bekannt sein, der über eine durchschnittliche Allgemeinbildung verfügt.
Was aber nun ist ein Säbelzahnfußhuhn? Welche Tierart verbirgt sich hinter jenem furchteinflößenden Namen? Nun denn, gehen wir der Sache auf den Grund. Beim gestrigen Spaziergang durch den hiesigen Stadtpark liefen wir am Freiluftgehege vorbei, in dem sich schon seit Jahren Wellensittiche, Hühner verschiedener Arten, mitunter auch Tauben oder andere Geflügelspezies befinden. Gerne bleiben dort Spaziergänger stehen, füttern oder beobachten die Tiere und haben die Möglichkeit diese Tiere etwas genauer in Augenschein zu nehmen. An sich nichts Spektakuläres.
Unter all den Federviechern stolzierte ein wahrhaft stattlicher Hahn umher und als dieser dicht am Gitter an uns hochäugte, kniete sich ein namentlich nicht erwähnter Herr (ja, genau der) hin und studierte eingehend die Anatomie dieses Tieres. Nicht nur das er versuchte, diesen Hahn zum Gackern zu bringen, nein, er entdeckte an dessen Füßen etwas, was ihn staunen ließ. Die männlichen Vertreter vieler Geflügelarten tragen an der Rückseite ihrer Beine eine mehr oder weniger große “Kralle”, die man tatsächlich aber “Sporn” nennt. Bei Kampfhähnen beispielsweise werden diese Sporne mitunter zu messerartigen Gebilden zurechtgefeilt, um die Verletzungsgefahr des gegnerischen Hahnes zu maximieren.
Das vor uns stehende Exemplar hatte tatsächlich einen äußerst imposanten und sehr stark ausgeprägten Sporn aufzuweisen und das war der eigentliche Stein des Anstoßes. Wir spekulierten, ob dieser Sporn nun ungesund groß sei oder ob dies eine Laune der Natur oder aber eben vollkommen natürlich sei. Wir kamen zu keinem einleuchtenden Ergebnis und der namentlich nicht erwähnte Herr glaubte, des Rätsels Lösung gefunden zu haben. Bei diesem stattlichen Hahn mit seinen unübersehbaren “Waffen” konnte es sich nur um ein “Säbelzahnfußhuhn” handeln.
Dass ich mich kurz lachend entfernen musste, bedarf keiner weiteren Erläuterungen, denke ich. Später am Abend korrigierte der Herr seine Artenbezeichnung zwar in “Säbelzahnfußhahn”, aber erstere Bezeichnung gefiel mir auf Anhieb besser, keine Ahnung, warum… Also gebt acht, liebe Leute. Selbst gewöhnlich anmutende Haushühner bzw. –hähne tragen Waffen bei sich und sie können Euch Furcht und Angst einflößen, Euch bedrohen, Euch verwunden und bieten genau deshalb unendlich viel Stoff für abenteuerliche Lagerfeuergeschichten…
6 Kommentare |
Abstecher, Alle, Ausflug, Blödsinn, Die is' nich' ganz dicht!!!, Fundstück, Herzbube, Humor, Häää?, Kloppies, Männer, Spaß, Wochenende, bekloppt, jede Menge Spaß |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
2. Juni 2009
Es waren einmal zwei Mägde. Die eine lebte auf dem Lande, war jung und ungestüm, lernte gerade das Leben kennen, zeichnete sich durch Strebsamkeit und Fleiß aus, wie es vielen jungen Menschen zueigen ist. Ein junges Mädchen, dem das Leben viele, aber eben noch längst nicht alle Farben der Palette offenbart hatte. Die andere Magd war um einiges älter, vom Leben gezeichnet, hatte bereits einen Stammhalter geboren und verdiente sich ihr Brot mühselig. Es trug sich nun zu, dass beide Mägde sich hin und wieder begegneten und der Zufall wollte es, dass sie sich eines Tages näher kennen lernten. Das junge Mägdelein lud die gramgebeugte Magd zu sich ein, was die ältere der Beiden zögernd annahm. Nach und nach freundeten sich die beiden so unterschiedlichen Frauen an und verbrachten fortan viel Zeit miteinander.
Während die eine Magd versuchte, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen, täglich mit sich und ihrem Dasein haderte, bot die andere, die junge Magd oft und ungefragt ihre Hilfe an. Das alternde Mütterlein zögerte anfangs, doch schon bald ließ sie sich darauf ein, denn ihre Kräfte schwanden Tag für Tag ein bisschen mehr und die Geschehnisse der jüngsten Vergangenheit hatten bereits tiefe Furchen in ihrem Antlitz hinterlassen. So vergingen viele Tage und Monate, in denen das junge Weib dem alten Weibe eine Stütze war. Nicht selten jedoch suchte das junge Mägdelein auch den Rat und die Unterstützung der Alten. Diese hörte geduldig zu, versuchte zu richten oder zu helfen, bot ihre Schulter oder auch ihre Lebenserfahrung an, tat dies gerne und oft.
Der heranwachsende Sohn des alternden Weibes war bis zu dem Tage unbeteiligt, bis die heranwachsende Jungfrau eben diesem jungen Knaben ungefragt ein kostspieliges Geschenk machte. Die weitsichtige Alte ermahnte das junge Weib, dass dies nicht nötig und wohl auch nicht klug sei, denn eine solche Gabe überreiche man nicht, wenn man es später reuen könnte. Die junge Magd bestand nun aber darauf, dem Burschen dieses Geschenk machen zu wollen und die Alte gab trotz aller Bedenken ihre Zustimmung. Die Freude des Jünglings war groß und die beiden Mägde freuten sich mit ihm. So vergingen die Tage und man verbrachte noch immer recht viel Zeit zusammen.
Das Weihnachtsfest rückte näher und die jüngere der beiden Frauen lernte einen stattlichen Burschen kennen, der mit ihrer doch recht stürmischen Art auszukommen schien. Doch hin und wieder geriet das junge Glück ins Wanken, denn die holde Jungfrau war nicht leicht zu nehmen, war oft unzufrieden, manchmal sogar streitsüchtig und einer zänkischen Marktfrau gleich unbeherrscht. Der junge Knecht hatte es oft schwer mit ihr und suchte eines Tages Rat bei der alten Weisen. Als seine junge Magd davon erfuhr, reagierte sie über alle Maßen erzürnt und verbot ihm künftig, mit dieser anderen Magd zu sprechen, denn sie beanspruchte diese alte Frau für sich allein. Eingeschüchtert mied der Knecht nun jede stille Unterredung mit der Alten und zog sich zurück. Mit sorgenvollem Blick nahm die Alte das zur Kenntnis und sah erste Wolken am Himmel aufziehen.
Derweil vergingen die Monate und nachdem die Alte in der Zwischenzeit ihre neue Bleibe bezogen und bewohnbar gemacht hatte, feierte man das Weihnachtsfest. Die Alte war müde und erschöpft, sehnte sich nach Ruhe und Frieden. Die Junge war auf diesem Auge jedoch blind und als die Alte sich für einige Tage zur Ruhe setzen wollte, bedachte sie das alternde Mütterlein mit allerlei Vorwürfen und Ungerechtigkeiten. Obwohl die alte Frau ihr versicherte, recht bald wieder da zu sein, forderte das forsche Mägdelein ihr vermeintliches Recht ein, denn schließlich habe sie einst hilfreich zur Seite gestanden. Der Alten fehlten die Kraft und auch der Wille, sich dagegen aufzulehnen und sie nahm all das mit wachsendem Groll und dennoch wortlos hin.
Sie mochte gerade jetzt nicht darüber nachsinnen, wer wem wann etwas Gutes getan habe, denn auch sie hatte nicht nur genommen, sondern oft gegeben. Die junge Magd beruhigte sich nach einiger Zeit wieder, suchte die Gesellschaft der Alten wieder und man verlor kein Wort mehr über diesen Zwischenfall. Doch es dauerte nicht lange, bis sich das Firmament erneut verdunkelte und diesmal sollte es keinen folgenden Sonnenschein mehr geben, denn die Geduld der Alten hatte ein Ende gefunden. Wieder war man sich uneins, doch diesmal schwieg die Alte nicht. Sie polterte los und wies das ungestüme Fräulein zurecht, was bei dem jungen Mägdelein auf taube Ohren stieß. Wie es den jungen Menschen zueigen ist, sah man sich selbst als stetig helfend, allzeit aufopfernd und unendlich gerecht, verlor dabei aber aus den Augen, dass nicht alles so gerecht war, wie man dachte.
Plötzlich jedoch bekam die Alte Geschichten zu hören, die zusätzlich ihren Unmut weckten und auch sie aus der Ruhe brachten. So hieß es, würde sie Zwietracht zwischen der holden Jungfrau und deren wackeren Knecht säen, obwohl die Zänkereien zwischen den Beiden meist schon längst im Gange waren, wenn die Alte das Gemach betrat. Schließlich kehrte die Alte der jungen Magd angewidert und geläutert den Rücken und widmete sich fortan wieder den Menschen, die ihrem Alter entsprachen. Doch die junge Magd konnte nicht ruhen und ließ nichts unversucht, um genau dort für Unfrieden zu sorgen. Allerdings fielen ihre intriganten Bemühungen dort nicht auf fruchtbaren Boden. Wieder und wieder stiftete sie Unruhe und trotzdem die alte Magd ihr seit dem letzten Zank gewissenhaft aus dem Wege ging, konnte die Junge kein Gras über diese Geschichte wachsen lassen.
Immer mehr Zornesfalten bildeten sich auf der Stirn der Alten und als die junge Magd schließlich darüber klagte, dass sie dem jungen Knaben der alten Magd einst ein Geschenk gemacht habe, verlor die Alte endgültig die Geduld und sann nach, wie man mit derlei Pöbel wohl verfahre. Klopft man an deren Pforte und weist sie zum wiederholten Male zurecht oder lässt man sie keifen und zetern? Nimmt man das unehrliche Geschenk einem Kinde weg und wirft es dem Störenfried erzürnt vor die Füße oder schweigt man beharrlich und sitzt die Sache aus? Die Alte schwankte eine Weile zwischen den Möglichkeiten und entschloss sich für die goldene Mitte. Sie harrte aus und beobachtete das Geschehen aus der Ferne. Dass sie ein Zusammentreffen mit jener Magd auch künftig nicht mehr wünschte, stand außer Frage. Dieser Entschluss fiel schon vor sehr langer Zeit.
Doch das Verhalten der heranwachsenden Magd gegenüber dem Knaben der Alten empfand sie als unrecht und schäbig. Die bittere Erkenntnis, über die vermeintliche Ehrhaftigkeit und Vernunft dieser Jungfrau schmeckte salzig und ekelhaft, denn kein Mensch mit wahrhaft guter Seele und reinem Herzen reut auch nur ein einziges Geschenk an ein unbeteiligtes Kind, vor allem nicht, wenn niemand dieses Geschenk erbeten hat und es im ersten Zuge ablehnen wollte, da man den Ausgang dieser Geschichte vorhersehen konnte. Die Mutter des Knaben ist in höchstem Maße erzürnt und nur ihr würdiges Alter hält sie noch vor unüberlegten Handlungen zurück. Doch wenn sich dieses junge Mädchen auch nur noch ein einziges Mal erdreistet, der Alten die Freundschaft zu einem anderen Weibe abspenstig zu machen, dann wird sie der Zorn dieser Alten mit einer Wucht treffen, deren Ausmaß sie in ihrem jugendlichen Leichtsinn nicht abzuschätzen vermag.
Liebes Fräulein F. aus dem Umland von P., zügle Dich, denn alles andere könnte Dir schlecht bekommen. Überschätze Dich nicht, denn Hochmut kommt vor dem Fall. Schenke nichts, wenn Du es selbst Kindern wieder nehmen würdest, wenn Du nur könntest. Hilf nicht, wenn Du nur im Sinn hast, anschließend bei jeder Gelegenheit Rechnungen aufzustellen. Stell’ Dich nicht noch einmal zwischen Menschen, die einander wohl gesonnen sind, weil es Dir ein Dorn im Auge ist, nicht überall die Nummer Eins zu sein. Nimm’ Dich nicht wichtiger als Du bist, denn Deine Angewohnheit, an allen Fronten nach Verbündeten zu suchen, wenn Dir jemand den Rücken gekehrt hat, ist mehr als widerlich und legt Zeugnis über Deine Unreife und Deinen gegrenzten Horizont ab. Allein damit hast Du Dich als ernstzunehmender Mensch und vor allem als erwachsene Frau auf ganzer Linie disqualifiziert und das allein reicht als Grund dafür, Dir allezeit aus dem Weg zu gehen, denn mit solch niederträchtigen Menschen kann und will nicht jeder. Ich zuletzt…!!! Und erlaube Dir kein Urteil über mein Privatleben, denn darüber und über die Menschen, die sich darin befinden, weißt Du nichts, gar nichts. Ich kann Dir aber eines versichern: Ich bin um ein Vielfaches ehrlicher zu diesem Menschen, als Du es jemals warst, denn alles, was hier stand und steht, konnte und kann dieser Mensch ebenso wie Du jederzeit lesen und ich habe sogar den Arsch in der Hose, über jede einzelne Bemerkung mit ihm zu sprechen und zu jedem einzelnen Wort von damals auch heute noch zu stehen. Du hingegen jammerst gerne hinter dem Rücken der Menschen, die es betrifft. Das nenne ich charakterschwach und hinterfotzig.
So, das musste gesagt werden. Manche Menschen verstehen keine andere Sprache und selbst die strafende Nichtachtung ihrer Person reicht nicht aus, um diese „Dame“ endlich zum Schweigen zu bringen. Dieses ewige Genörgel und Gegacker geht mir allmählich auf die nicht vorhandenen Nüsse und so langsam verliere ich die Geduld. Noch zwei drei dämliche Bemerkungen und es klappert gewaltig, denn irgendwann bleibe auch ich nicht mehr ruhig. Boah, geht mir das auf’n Sack, Alter…
4 Kommentare |
Abrechnung, Alle, Aufreger, Geduld, Wut, jetzt reicht's, sowas kotzt mich an, Ärgernis |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
27. Mai 2009

Tschakka… Es ist vollbracht. Mein Wagen ist innen und außen sauber, wenn man von herkömmlichem Straßendreck absieht, der sich während der Heimfahrt wieder auf den Lack gemogelt hat. Grundsätzlich stufe ich ihn als “gereinigt” ein und zumindest innen ist er jetzt sehr viel ansehnlicher, denn die Lackschäden meines alten Wägelchens kriegt man nunmal nicht mit Wasser weg. Das Wienern im strahlenden Sonnenschein hat richtiggehend Spaß gemacht und bis zum nächsten Mal vergehen hoffentlich nicht wieder zwei Jahre. Ich gelobe Besserung und versuche auch, beim Rauchen künftig in den Aschenbecher zu aschen.
Beim Kieferorthopäden war Familie N. gestern auch fix und soweit verläuft alles plangemäß. Sohnezwerg muss sich nur endlich mit der Tatsache arrangieren, dass er sich keinen Gefallen damit tut, wenn er die Zahnspange nur nach Lust und Laune trägt. Zwar weise ich ihn täglich darauf hin, dass er vorm Schlafengehen bitte das Teil “installiert”, aber das könnte ich dann auch in den Wald rufen. Manchmal kommt es eben vor, dass er alleine schlafen geht und dann “schläft” die Spange eben in ihrem blauen Etui auf dem Schreibtisch. Nööörv…
Nach dem abendlichen Regenguss gestern ist die Luft endlich wieder erträglich und die Hitze treibt mich nicht vor dem Hahnenschrei aus den Federn. Heute morgen lag ich seit langem mal wieder bis zum Weckerklingeln im Bettchen und bin einigermaßen ausgeruht. Für den Rest der Woche herrscht weitestgehend Behördenauszeit, was nach nahezu wöchentlichen Ausflügen von Amt zu Amt eine regelrechte Wohltat ist. Mitte Juni steht dann endlich meine heißersehnte Weiterbildung auf dem Plan und ansonsten läuft im Moment auch alles wunderbar rund. Geht doch!!!
9 Kommentare |
Alle, Alltag, Auto, Blödsinn, Herzensangelegenheiten, Sohn, Weiber, Zuhause |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
26. Mai 2009
Das muss heute sein. Seit mehr als zwei Jahren “wohnt” der Mädchenchrysler nun bei mir und hat noch nie eine Waschstraße von innen gesehen oder den Klang eines Staubsaugers vernommen. Das einzige Wasser, das er kennt, ist jenes, das vom Himmel fällt, wenn es regnet oder das gefrorene Wasser, wenn es schneit. Heute soll sich das ändern, denn er wird Opfer des Frühjahrsputzes. Waschen, schneiden, föhnen sozusagen. Er bekommt eine allumfassende Staubsaugerbehandlung, ein komplettes Peeling des Innenraumes, ein Vollbad und alles, was dazugehört. Spätestens heute Nachmittag wird er dann in neuem Glanz erstrahlen und duftig-luftig Richtung Sommer fahren. Die zweijährigen Wollmäuse werden sich ein neues Zuhause suchen müssen und das Waldhuhn hat wieder jede Menge saubere Stellen zum “vollatmen und volltropfen”.
8 Kommentare |
Alle, Alltag, Arbeit, Auto, Bad, Eimer, Frühling, Lappen |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
25. Mai 2009
Seit Tagen gibt es Sonne satt und wir haben nahezu die gesamte Woche genutzt, um den unseren “Leih”-Garten aufzusuchen. Ein paar Würstchen grillen, ein bisschen Seele baumeln lassen, ein bisschen Schnapsroulette spielen, ein bisschen Sonne tanken und auch ein bisschen Gartenarbeit machen. Gegrillt wurde fast jeden Tag, das erste Gläschen von unserem neuen Lieblingsspiel ging auch schon zu Bruch und die Seele baumelte gestern in alle Richtungen. Herrlich das…
Sohnemann treibt mich zur Zeit an den Rand des Wahnsinns. Offenbar fahren die Hormone jetzt so richtig mächtig Karussell und die Pubertät hämmert ohrenbetäubend an die Tür. Schulisch lässt er die Zügel seit einer kleinen Weile ziemlich schleifen, zuhause immer das letzte Wort und sei es auch noch so sinnfrei, cool bis in die Zehenspitzen, selbst beim Naseputzen – Image ist bekanntlich alles. Ja und an sämtlichen Querschlägern sind die bösen Anderen schuld, klare Sache. Im Moment kann ich sagen, dass mir täglich an die 25 rote Haare und Federn wachsen. Besserung eher unwahrscheinlich, denn Kinder pubertieren ja bekanntlich bis Ende 30. Ich war nie so frech und aufsässig, auch wenn meine Frau Mama das anders sieht.
Ansonsten läuft alles besser als erwartet und so langsam kehrt auch in meinem Inneren wieder mehr Ruhe ein. Die Gedanken ruhen und ich entspanne mich. Sicherheit werde ich nie erlangen, das weiß ich, aber zumindest kann ich ganz langsam wieder perspektivisch sehen. Einig werden wir uns nie immer sein, müssen wir auch nicht, aber wir treffen uns beim nunmehr dritten Anlauf in der goldenen Mitte, was gut tut. Die Zeit arbeitet für uns und wir helfen ihr.
11 Kommentare |
Alle, Alltag, Familie, Frau N. aus P., Garten, Herr N. aus P., Herzbube, Herzensangelegenheiten, Kinder, Pubertät, Schule, Scott, Sohn, Wochenende |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
20. Mai 2009
Man nehme ein Schnapsroulette, je eine Flasche Kirsch, Pina Colada, Pfeffi, Blue Curaçao, Eierlikör, Feigling, Kümmerling, Ouzo und Erdbeersekt, befülle die vorhandenen Gläser schön gemischt, setze vier trinklustige Damen und einen lustigen Hahn im Korb an einen Gartentisch und bringe die Kugel zum Rollen. Der Spaßfaktor erhöht sich enorm, wenn man unter die hochprozentigen Getränke hin und wieder Mischungen der besonderen Art bringt, wie z.B. Gurkenwasser von eingelegten sauren Gurken, Ketchup mit Wasser verdünnt, selbiges mit herkömmlichem Senf oder Steakmarinade, Biermix oder Traubensaft, mitunter auch gerne mehrere Schnapssorten in einem Glas gemischt. Auf jeden Fall sollten immer mindestens zwei bis vier übel schmeckende Getränke dabei sein, um die Spannung zu steigern. Man spiele einige Runden vor dem Grillen und ausreichend Runden nach dem Grillen, damit das alte Kinderliedchen “Ein Hut, ein Stock, ein Reee-gen-schirm” besser funktioniert (auf dem Heimweg).
Wer sowas macht? Na wir…!!!
Schee war’s…
4 Kommentare |
Alkohol, Alle, Die is' nich' ganz dicht!!!, Garten, Herzbube, Humor, Kloppies, Party, Partylaune, Spaß, Weiber, bekloppt, jede Menge Spaß, wir Mädels |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
18. Mai 2009
Das Wetter war am vergangenen Wochenende einigermaßen gnädig und nachdem sich Sohnemann mal wieder spontan Richtung Dorf verabschiedet hatte, wagten wir einen Abstecher zum Plauener Frühlingsfest. Die Stadt war erwartungsgemäß übervölkert und nach einem ausgedehnten Rundgang bissen wir uns auf dem Altmarkt an einem Bowlestand fest. Nach und nach gesellten sich ein paar Bekannte dazu und wir Mädels kosteten uns fröhlich durch die Bowlesorten. Angefangen wurde mit Lycheemischmasch, über Erdbeer- und Kirschbowle, bis hin zur tropischen Mixtur, bei der wir dann zwecks hohem Zuckergehalt auch hängenblieben. Die beschwipsten Früchtchen schmecken ganz vorzüglich und mit jedem Becher wurde es lustiger, klare Sache. Die grausamen Details unserer kleinen Bowleverkostung erspare ich Euch.
Zu vorgerückter Stunde dann stieg ein berühmt-berüchtigter Plauener auf die Bühne und machte seiner berühmt-berüchtigten Plauenerin einen Heiratsantrag. Gejohle und Geklatsche folgten und der Plauener untermauerte seine festen Absichten mit einer Kiste Feiglinge, die in Windeseile den Weg in unsere durstigen Kehlen fand. Was die Stimmung anging, gab es also nichts zu meckern und nachdem ich mir mitten in der Nacht noch eine Bratwurst gönnte, traten wir den Heimweg an. Frau N. aus P. läuft nicht gerne zu Fuß, noch viel weniger gerne tut sie das, wenn sie “angelustigt” ist und so nörgelte sie den ganzen Heimweg über die Beschwerlichkeiten des nächtlichen Fußmarsches. Ihr werter Begleiter ertrug all das mit einer bewundernswerten Engelsgeduld und war sicher mehr als froh, als die Nörgeltante im heimischen Bett ohne weitere Zwischenfälle die Augen schloss und ganz fix einschlief.
Was allerdings unsere heranwachsende Jugend bei solchen Stadtfesten so treibt, könnt Ihr hier sehen. Mit Erlaubnis der Frau Mama darf ich hier die abschreckenden Beweise veröffentlichen, was alles passieren kann, wenn man seinen Nachwuchs auch nur einen winzigen Moment lang aus den Augen lässt. Da wird heimlich Bowle getrunken, es wird geraucht und dann schläft man inmitten von Menschenmassen ein, den gehässigen Paparazzi hilflos ausgeliefert. Liebe Mädchen und Jungs, macht das bloß nicht nach!!!


11 Kommentare |
Alkohol, Alle, Ausflug, Blödsinn, Frau N. aus P., Frühling, Fundstück, Herzbube, Kloppies, Party, Partylaune, Spaß, Wochenende, bekloppt, jede Menge Spaß |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
15. Mai 2009
Ich musste sie einfach haben. Sie wurde mir vor Jahren mitsamt dem Auto in Ungarn gestohlen und ich vermisse sie seitdem schmerzlich – “Right The Lightning” von Metallica. Alt aber gut, alt und saugut. Ja und dann war da noch eine quietscherosa CD, die auch mit heim wollte – Limp Bizkit mit ihren “Greatest Hitz” (ja, richtig, mit “Z” am Ende). Ich konnte nicht widerstehen und hab’ jetzt beide Scheiben. Hörproben? Bitteschön… Da kann ich nicht stillsitzen, nein, kann ich nicht…
13 Kommentare |
Alle, Musik |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
11. Mai 2009

Die Bloggingfaulheit erreicht so langsam ihren Höhepunkt und da schon erste Beschwerden eingegangen sind, gibt’s heute endlich mal wieder etwas zum Lesen. Meine Woche verlief im Großen und Ganzen wirklich gut. Auto ist endlich in Behandlung und wird aller Wahrscheinlichkeit nach im Laufe der Woche wieder fahrbereit sein. Wenn ich großes Pech habe, erwartet mich allerdings schon die nächste Reparatur – Ölwanne. Aber daran möchte ich jetzt noch nicht denken. Beruflich habe ich nun erst mal andere Pläne geschmiedet und auch schon fleißig in diese Richtung agiert. Ab kommenden Monat packe ich auf meine bisherigen Kenntnisse noch einiges an Wissen drauf und mache eine fachspezifische Weiterbildung*, die dann bis Ende Januar andauert. Schaden wird’s mir nicht, da ja Lernen nie falsch ist und ob sich das erneute Drücken der Schulbank auszahlt, werden wir danach sehen. Selbst wenn nicht, dann habe ich zumindest meine Möglichkeiten ausgeschöpft.
Das Wochenende begann ja bei uns schon am Mittwochabend, was am Schicht- und Urlaubsplan anderer Leute lag. Der Donnerstag verlief dann im Grund recht gewöhnlich. Auto in eine andere Werkstatt bringen, bisschen dumm in der Gegend rumgucken und sonst nix Aufregendes. Freitag war eigentlich Grillen geplant, aber der Wetterbericht versprach nicht das entsprechende Wetter dazu, also planten wir um und erledigten Banalitäten, die nun mal notwendig sind. Am Samstag waren wir zum Geburtstag eingeladen. Die Tante eines nicht namentlich erwähnten Herrn feierte ganz groß ihren 50. Jahrestag und alles was laufen kann, war eingeladen. Aufgetafelt wurde im Handelshaus und ich war überrascht, wie schön es dort ist. Bis nachts wurde dort gefeiert und schön vollgefuttert liefen wir dann gemütlich nach Hause. Nein, nicht volltrunken, aber trotzdem gut gelaunt.
Gestern dann ließen wir das Wochenende auf dem Trödelmarkt im Stadtpark ausklingen und beendeten den Abend seit langem mal wieder mit einer Pizza, auf der extrem viel Knoblauch lauerte. Grinsend über den fürchterlichen “Duft” ließen wir uns das Schmankerl schmecken und verfolgten “Das Streben nach Glück”. Guter Film, bedrückend, aufrüttelnd, nachdenklich stimmend und beispielhaft. Nicht unbedingt nachahmenswert, denn existenziell bedrohliche Lebensumstände hatte ich bereits mehrfach, wenn auch nicht in diesem Maße, aber so manches Mal knapp davor. Schöner Film, der zwingend ein Happy End hatte, sonst wäre jeder Zuschauer deprimiert und absolut demotiviert. Macht Mut und spornt an, denn Ehrgeiz und Zielstrebigkeit sind die Motive für diesen Film. Eine hauchdünne Scheibe von all dem könnte man sich dann doch hin und wieder abschneiden, Bildung schadet nicht. Hab’ ich sowas heute nicht schon mal geschrieben?
* Sofern Euch das entsprechende PDF-Plugin für den Browser fehlt, könnt Ihr das Dokument auch per Rechtsklick + “Ziel speichern unter…” abspeichern und dann ganz normal mit Adobe Acrobat Reader anschauen. Bei Fragen oder Problemen könnt Ihr Euch gerne bei mir melden.
12 Kommentare |
Alle, Einladung, Frau N. aus P., Geburtstag, Herzbube, Nachdenkliches, Party, Schule, Wochenende |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
4. Mai 2009
Ein traumhaftes Wochenende liegt hinter mir. Der Freitag war normal, alltäglich, notwendig, wie nahezu alle Werktage. Am Samstag vergnügte sich Sohnemann mit seinen Freunden vom Lande und übernachtete auch gleich dort. Die beiden verbliebenen alten Leutchen fuhren dann halt ohne ihn ins benachbarte Umland, um dort eine Freundin zu besuchen. Angedacht waren eigentlich nur 1-2 Stunden, geblieben sind wir dann bis weit nach Einbruch der Dunkelheit und hatten somit völlig unerwartet den ganzen Tag dort verbracht. Gegrillt wurde dann auch noch und so fuhren wir satt und durchgefroren wieder nach Hause.
Sonntagmorgen strahlte trotz anders lautenden Wetterprognosen die Sonne mit aller Kraft und so wurde ohne Zögern beschlossen, den Tag im “Leih”-Garten zu verbringen. Fix ein paar leckere Steaks, ein bisschen Nudelsalat, ein paar Getränke und Notwendigkeiten ins Körbchen gepackt und auf geht’s. Dort angekommen wurde dann fix ein bisschen gearbeitet und für den Rest des Tages ließen wir auf den Sonnenstühlen die Seele im Windhauch baumeln. Die Haut freute sich und ‘s Gemüt auch. Am späten Nachmittag wurde dann noch schön gegrillt, der Garten wieder aufgeräumt, Sohnemann aus dem Kurzurlaub abgeholt und dann ließen wir das Wochenende genauso friedvoll ausklingen, wie es begonnen hatte.
Nee, Leute, eigentlich passierte nix Aufregendes, nix Spektakuläres, nicht mal was halbwegs Außergewöhnliches. Nein, es war schön ruhig, entspannend, trotzdem lustig und wunderbar erholsam. Ich hab’s genossen, fand es traumhaft und sah Dinge, die ich mir nicht anders ausmalen würde, wenn man mir einen kunterbunten Stift geben würde, um ein Wochenende zu zeichnen. Alles war genauso, wie ich es brauche, damit ich mich wohlfühle und absolut nichts vermisse. Danke für das wunderschöne Wochenende und Danke für alles andere. War schee und soll so bleiben!!!

2 Kommentare |
Alle, Garten, Geschenk, Herzbube, Männer, Ruhe, Sonne, Spaß, Wochenende, außergewöhnliche Menschen, jede Menge Spaß |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
29. April 2009
Moin, Mädels…
Gestern prophezeite der Wetterfrosch schon morgens nichts Gutes. Gegen Mittags strahlte zwar die Sonne verheißungsvoll, aber am frühen Nachmittag verdunkelte sich der Himmel zusehens. Trotz der schlechten Wetterprognosen wurde im “Leih”-Garten ein kleines Grillgelage anberaumt. Also flitzte ich zum Bäcker, besorgte frische Semmeln, ließ dafür gewohnt gedankenlos mein eigenes Grillgut im Tiefkühlschrank liegen und tippelte Richtung Gartensparte. Dort angekommen fiel mir dann auch fristgerecht ein, dass ich meine Fleischspieße zuhause vergessen hatte, was aber nicht weiter tragisch war, da Frau W. aus P. für reichlich Ersatz gesorgt hatte. Sie hatte wirklich an alles gedacht und gleich nach meinem Eintreffen wurde der Grill angeheizt. Unter einem riesigen Sonnenschirm platziert, landeten neben kleinen Hähnchenflügeln auch diese ultraflachen Hamburger-hackfleischscheiben auf dem Rost. Da wir unsere Hamburger selbst zusammenbauen durften, konnte jeder nun auch selbst bestimmen, wie hoch und wie breit das Teil wird. Wir verwendeten statt der üblichen Hamburgerbrötchen ganz handelsübliche Bäckersemmeln.
Auf meinem Hamburger landeten also eine dieser Hackfleischscheiben, Remoulade, Käse, saure Gürkchen und ordentlich Knoblauchsoße. Das alles hübsch appetitlich in einer Semmel arrangiert, bot nicht nur einen äußerst verlockenden Anblick, sondern schmeckte ganz vorzüglich. Insgesamt drei dieser Bauwerke fanden den Weg in meinen recht leeren Magen und der unverhältnismäßig reichliche Genuss besagter Knoblauchsoße wirkt sich nun seit dem frühen Morgen “begünstigend und entschlackend” auf den internen “Nahrungsmittelver-wertungsapparat” aus, was dafür Sorge trägt, dass ich die Türklinke zum heimischen “Reststoffentsorgungsmodul” heute schon recht häufig in der Hand hatte. Aber was soll’s, mit dieser Soße schmeckte der Hamburger Marke Eigenbau einfach am besten und irgendwas ist ja immer. Photos gibt es von dieser kleinen Grillparty im strömenden Regen auch, aber die Veröffentlichung dieser Schnappschüsse wurde mir unter Androhung empfindlicher und ebenso schwerwiegender Strafen untersagt. Man schämt sich für überraschte Gesichter, faltige Popos und schlecht sitzendes Haar. Jetzt muss ich lachen…

2 Kommentare |
Alle, Einladung, Frau N. aus P., Freunde, Garten, Ost, Party, Spaß, Weiber, jede Menge Spaß, verfressen, wir Mädels |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
27. April 2009
Leute, das Wochenende war einfach nur großartig, phantastisch, toll, gigantisch, vollendet. Das Wetter war grandios und das gesamte Wochenende war vollgepackt mit tollen Sachen. Freitag zogen Frau W. aus P. also los zur Bandprobe und dort wurde es von Stunde zu Stunde lustiger. Der Proberaum füllte sich nach und nach, Getränke gab es zur Genüge und auch für Essen war hinreichend gesorgt. Wir futterten uns die Bäuche voll und auch die Kehlen wurden nie trocken. Je später der Abend, desto lustiger wurden die Gäste und da wir ja am folgenden Tag meinen “Leih”-Garten besichtigen wollten, traten wir gegen Mitternacht überaus belustigt den Heimweg an. Kaum im Bett fielen meine Augen zu und blieben es auch trotz der zahlreichen Runden auf dem Karussell. Der Kopf war am Morgen nicht so schwer wie sonst und nach zwei Aspirin und einer halben Tasse Kaffee verzog sich das Gewitter in meinem Kopf und mir ging es ziemlich gut. Überraschend gut…
Samstagmorgen gegen 9.30 Uhr dann trafen wir uns bei Frau W. und machten uns gemeinsam auf den Weg in den Garten. In meiner Vorstellung hatte ich einen winzigen Schrebergarten mit krummen und schiefen Beeten und Wegen erwartet, ein windschiefes Häuschen darin und jede Menge Ecken und Büsche, wo Spinnweben und allerlei Getier vorzufinden sein würden. Nichts von alldem war der Fall und ich sah vor mir einen wirklich liebevoll gestalteten und gar nicht so kleinen Garten, in dem ein durchaus gerades und hübsch gezimmertes Häuschen steht. Keine buckelige Wiese, keine undurchdringlichen Hecken, keine Gruselecken hinter dem Haus, nichts. Viel schöner als ich zu träumen gewagt hatte und urgemütlich war es dort. Mein Herz hüpfte vor Freude und nachdem wir unzählige Tassen Kaffee getrunken, ein bisschen gearbeitet und ununterbrochen geschnackt und gelacht haben, überließ man mir dieses kleine Reich für den Rest des Tages.
Frau N. aus P. arrangierte sich die nahezu unbenutzte Sonnenliege mitten in der saftigen Wiese, genehmigte sich noch einen frischen Kaffee und entspannte nach allen Regeln der Kunst. Ich bewegte mich nicht wirklich und ließ mir die Sonne ins Gemüt scheinen, den leichten Wind über die sonnenhungrige Haut streichen und genoss die Ruhe und die frische Luft. Traumhaft. Als es langsam frisch wurde, trat ich wunderbar entspannt den kurzen Heimweg an und wurde beim Betreten des Hauses prompt von meinen Nachbarinnen zum Grillen hinterm Haus eingeladen. Ich rannte die Treppen hoch, zog mir etwas Wärmeres an und flitzte die Stufen wieder hinunter. Die Mädels hatten ordentlich aufgetafelt und ich saß noch bis zur vollkommenen Dunkelheit dort unten mit ihnen zusammen. Gegen 22.00 Uhr verabschiedete ich mich und gönnte mir ein schaumiges Vollbad. Bilder vom Garten habe ich für Euch auch geknipst. Bitteschön:
Am Sonntag stand ja nun der fragwürdige Spaziergang auf dem Plan, der aber alles andere als unangenehm war. Zuerst fuhr ich fix in die Wohnung von Frau M. aus P., um dort Blümchen zu gießen und den Briefkasten zu entlasten. Als das erledigt war, ging’s dann planmäßig nach Falkenstein zur Talsperre. Das Wetter war zwar nicht ganz so sonnig und warm wie am Vortag, aber genau richtig zum Laufen und Spazieren. Einmal rund um das Wasser, ein Topf Kaffee und schön gequasselt. Hat mir ausnehmend gut gefallen, denn ich bin sehr gerne dort. Der Nachmittag war noch jung, also beschlossen wir, noch einen kurzen Abstecher zur Talsperre Pöhl zu unternehmen. Dort saßen wir dann noch eine ganze Weile am Wasser und plauderten über dies und das, über alles und jeden und über uns. Auf dem Rückweg kamen wir an der altbekannten Gaststätte in Altensalz vorbei und entschlossen uns kurzerhand, dort noch eine kleine Rast einzulegen. Frau N. aus P. bestellte Kaffee, Herr S. aus P. ein Dunkles und überraschenderweise saßen wir dort ziemlich lange. Mit sage und schreibe acht (!!!) geräucherten Bratwürsten und eine großen Portion Sülze aus der hauseigenen Schlachter- und auch Räucherei traten wir den Heimweg an. Zuhause angekommen genehmigte sich jeder eine Leckerei aus diesem Räucherbeutel, um anschließend satt und zufrieden auf der Couch den Sonntagsfilm zu verfolgen. Nach diesem Wochenende angereichert mit frischer Luft und endlos kulinarischen Gaumenfreuden, fiel ich weit vor Mitternacht in meine Kissen. Herr S. fiel der Müdigkeit schon lange vorher zum Opfer und schnarchte bereits auf dem Sofa. So kennen wir ihn. Er war ganz artig, so wie es sein soll. Er war sehr aufmerksam und ich hatte nicht den geringsten Grund zu Klage. Er lachte mit mir, hörte gut zu und er zeigte die Seite von sich, die so liebenswert ist. Ich hoffe, es bleibt so. Ich hoffe, er bleibt so, denn genauso würde ich mich wohl fühlen. So und nicht anders.
10 Kommentare |
Abstecher, Alle, Ausflug, Danke, Frau N. aus P., Freude, Freunde, Frühling, Garten, Herzbube, Herzensangelegenheiten, Männer, Party, Partylaune, Pöhl, Sonne, Spaß, Wandertag, Weiber, Wetter, Wochenende, einzigartig, jede Menge Spaß |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
24. April 2009
Meine Pläne für das kommende Wochenende sind farbenfroh, abwechslungsreich und mit größter Wahrscheinlichkeit auch sehr unterhaltsam. Sohnemann verbringt sein Wochenende ja bei Papa/Oma und Frau N. aus P. hat sich so einiges vorgenommen. Heute Abend also die erste Unternehmung. Zusammen mit einer Freundin fahre ich an den Stadtrand, wo ein Bandproberaum sein soll. Dort findet wohl allwöchentlich freitags eine Bandprobe statt, die man aber offensichtlich in besonderer Form zelebriert. Während die Band “übt”, verlustigen sich die anwesenden Zuhörer auf ihre Art. Es wird gekocht, man trinkt gemütlich ein paar Gläschen und plauscht entspannt. Das ganze nennt sich dann laut Gastgeber “lust’sche Butz” und wird von Woche zu Woche beliebter. Also gesellen wir uns heute dazu und schauen uns das Ganze mal aus der Nähe an.
Der Samstag ist auch schon verplant. Besagte Freundin bewirtschaftet mit wachsendem Widerwillen den Garten ihrer Mutter und erwähnte gestern, dass morgen dann das Wasser in dieser Gartensparte wieder aufgedreht wird. Ich bemerkte beiläufig, dass in mir seit einigen Monaten der Wunsch nach solch einem winzigen Garten reift, es aber an den Kosten scheitert, die mit dessen Anschaffung und Unterhaltung verbunden wären. Sie schaute mich strahlend an und bot mir ohne Umschweife an, den Garten jederzeit und ganz nach Belieben nutzen zu dürfen, wenn mir das Spaß machen würde. Anfangs staunte ich sie etwas entgeistert und nicht wenig überrascht an, denn solche Angebote sind nun wirklich nicht üblich. Sie untermalte ihre Abneigung gegen diese Pflicht und freute sich vielmehr, dass sie dann wohl eher mal einen Grund hätte, diesen Garten freiwillig aufzusuchen, wenn ich dort ein bisschen im Grünen herumexperimentiere. Ich warnte sie fairerweise, dass ich keineswegs die geborene Gärtnerin sei und es passieren kann, dass das eine oder andere Pflänzchen unter meinen ungeschickten Händen sein Leben aushauchen würde, was sie lächelnd zur Kenntnis nahm.
Solange mir das Freude bereiten würde, dürfe ich dort alles tun, wonach mir der Sinn stünde. Also meldete ich mich für morgen artig an, um beim Wasseraufdrehen dabei zu sein. Ich leihe mir sozusagen auf unbestimmt Zeit einen kleinen Garten und wenn ich irgendwann all das mein Eigen nennen möchte, habe ich Vorkaufsrecht, bekäme ihn im Idealfall vielleicht sogar geschenkt. Ich freue mich, ich freue mich sogar sehr und habe schon furchtbar viele Pläne, was ich dort alles machen möchte. Ich muss mich nicht mehr gelangweilt an die Talsperre legen, wenn ich Sonne tanken will. Ich bin lieber aktiv und das wäre genau das, was ich mir unter einem entspannten Wochenende mit Bombenwetter vorstelle. Ein bisschen werkeln, ein bisschen buddeln und nach getaner Arbeit im Sonnenstuhl dösen, um abends ein paar Würstchen zu grillen. Sohnemann findet die Pläne von Frau Mama natürlich nicht so spannend, freut sich aber, weil ich mich freue. Balkons finde ich schon immer totlangweilig, aber so ein Garten ist schon was. Hab’ ich schon erwähnt, dass ich mich freue???
Am Sonntag steht dann etwas an, von dem ich nicht so recht weiß, was mich erwartet. Vergangenes Wochenende ergaben sich Gespräche, die so nicht vorhersehbar oder gar geplant waren. Was folgte, waren unzählige Nachrichten aus der anderen Richtung und daraus resultierendes Misstrauen meinerseits. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, sagt man so schön. Ganz so blauäugig marschiere ich nun doch nicht auf den Abgrund zu, denn ich stellte erst mal einige Dinge klar, was gesagt werden musste, stellte nichts in Aussicht, was ich nicht halten könne und bat mir Zeit, Geduld und eine angemessene Bewährungszeit aus. Vieles würde diesmal anders laufen, sofern es zu einem Neuanfang käme. Vorsicht und Bedacht bestimmen mein Tun der nächsten Zeit, das steht fest. Zweimal habe ich mir die Finger nun verbrannt und beim dritten Versuch warte ich nicht erst auf Brandmale. All das und sehr vieles mehr wurde in die andere Richtung geschickt und am Sonntag sind wir nun zum ersten Mal wieder verabredet. Auf neutralem Boden in entspannter Atmosphäre – an der Talsperre Falkenstein. Ich will erst mal vorsichtig schauen, welchen Eindruck ich habe. Das alles passierte ja nun eher durch Zufall, wobei ihm laut seiner Aussage der Mut fehlte, nach seinem letzten “Fehlverhalten” auf mich zuzugehen, denn er konnte sich sprichwörtlich vom Arsch abfingern, dass ich denkbar wenig von ihm und seinem Tun hielt. Ja, ich war sauer und seine Worte stießen bei mir anfangs auch auf recht große Ablehnung. Ich kann keinerlei Prognosen abgeben, aber gucken kostet nichts, heißt es so schon. Und Frau N. aus P. guckt erst mal. Kost’ ja nüscht…
6 Kommentare |
Abstecher, Alle, Ausflug, Danke, Die is' nich' ganz dicht!!!, Einladung, Frau N. aus P., Freude, Freunde, Frühling, Garten, Geschenk, Hauptgewinn, Ich freu' mir grad ein Loch in' Arsch!!!, Männer, Neugier, Pflanzen, Sonne, Spaß, Vorfreude, Weiber, Wetter, Wochenende, jede Menge Spaß, wir Mädels, Überraschung |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
23. April 2009
1. Warum bloggst du?
Weil ich ebenfalls ein Tagebuchschreiber war und diese Variante hier toll finde.
2. Und seit wann bloggst du?
Noch nicht so lange – seit etwas mehr als einem Jahr.
3. Ein Selbstportrait?
4. Warum liest jemand deinen Blog?
Woher soll ich das denn wissen? Fragt meine Leser!
5. Was war die letzte Suchanzeige, mit der jemand auf deinen Blog kam?
”nyiri wordpress” (Ich weiß bis heute nicht, wer das ist, aber dieser Jemand besucht fast täglich meinem Blog.)
6. Welcher deiner Blogeinträge bekam zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit?
Auch diese Frage kann ich nicht beantworten, denn so genau verfolge ich die Klicks nicht.
7. Dein aktueller Lieblingsblog?
Habe keinen, ehrlich nicht. Ich lese mal hier und mal da.
8. An welche 4 Blogs wirfst du das Stöckchen?
Stöckchen werfe ich für Hunde, aber nicht für Blogger.
9. Deine Lieblingsband?
AC-DC, Metallica und und und… Ich möchte mich nicht auf eine einzige Band beschränken.
10. Deine Lieblingsfarbe?
Ganz eindeutig dunkelblau!!!
Kommentar schreiben » |
Stöckchen |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
21. April 2009
Hier hab’ ich’s gefunden und werfe es einfach mal in die Runde.
1. Was dachtest du zuerst, als du heute morgen in den Spiegel gesehen hast?
”Ein hartes Stück Arbeit liegt vor Dir, meine Liebe.”
2. Wie viel Geld besitzt du momentan?
Wie immer zu wenig.
3. Nenne ein Wort, das sich auf “Schlüssel” reimt!
Brüssel
4. Lieblingsplanet?
Erde
5. Wer ist die vierte Person auf der Liste für verpasste Anrufe in deinem Handy?
Eine alte Bekannte und ehemalige Nachbarin.
6. Was ist dein Handyklingelton?
Limp Bizkit – Break Stuff
7. Was für ein Shirt trägst du gerade?
Dunkelblau einfarbig.
8. Was liegt direkt vor dir?
Mein Laptop und jede Menge Computerkram.
9. Nenne eine Person, die dir spontan einfällt!
Sohnemann.
10. Ist dein Zimmer hell oder dunkel eingerichtet?
Eher dunkel.
11. Trägst du gerade Nagellack?
Nein (besitze ich nichtmal).
12. Was hast du um Mitternacht gemacht?
In den Fernseher geschaut.
13. Was steht in der letzten SMS, die du bekommen hast?
“Ich weiß…”
14. Wie ist Deine Hausnummer?
17
15. Welche Wörter benutzt du oft?
Kann ich nicht genau beantworten.
16. Wer hat dir zuletzt gesagt, dass er dich liebt?
Ein Verflossener…
17. Was war das letzte pelzige Ding, was du angefasst hast?
Fräulein Katze
18. Wie viele Drogen hast du in den letzten 3 Tagen zu dir genommen?
Drei – Kaffee, Nikotin und ein Minischlückchen Maracuja-Irgendwas.
19. Zitiere den Refrain des Songs, den du gerade hörst/gerade gehört hast!
Boah, dieses Lied war doof, ich verweigere diese Antwort.
20. Das beste Alter, was du bis jetzt erlebt hast?
Anfang 20 in etwa.
21. Dein schlimmster Feind?
Ich nenne niemanden und nichts meinen Feind.
22. Was ist dein Desktophintergrundbild?
Robert De Niro mit Zigarre.
23. Was war das letzte, was du zu einer Person gesagt hast?
“Tschüss!”
24. Wenn du die Wahl hättest, zwischen fliegen können und eine Million Euro, was würdest du nehmen?
Die Million, für all die Dinge, von denen man sonst nur träumen könnte.
25. Magst du jemanden?
Ja, na klar.
26. Welchen Song hörst du gerade?
Keinen, Radio ist stumm.
6 Kommentare |
Stöckchen |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
19. April 2009
Meine Amaryllis thront in voller Pracht an ihrem Fensterplatz und aus dem Avocadoexperiment scheint ein wahres Wunderwerk zu werden. Sage und schreibe fünf Sprösslinge schieben sich dem Tageslicht entgegen und ich komme aus dem Staunen nicht heraus. Unter dem alten Senfglas, das als Miniaturgewächshaus fungiert, wächst und gedeiht dieser Kern besser als ich zu hoffen gewagt habe. Ich habe für Euch bewusst das Datum auf den Bildern belassen, damit Ihr sehen könnt, welche Fortschritte dieses Pflänzchen seit der ersten Regung macht. Zwar dauerte es eine kleine Ewigkeit, bis man überhaupt etwas verzeichnen konnte, aber nun wächst mein Sprössling in bemerkenswerter Geschwindigkeit.
Den gestrigen Abend habe ich meinem Sohn zuliebe hier bei ihm verbracht, denn die Tränenströme wollten nicht ohne weiteres versiegen. Stundenlang lag er traurig und deprimiert in seinem Bett. Er ist mit zunehmendem Alter eigentlich recht hart im Nehmen geworden, aber gestern verlor mein Kindchen dann doch die Fassung. Wie gerne hätte er den Samstag noch einmal im Kreise seiner Freunde verbracht, doch das war rein organisatorisch einfach nicht machbar, was ihm schwerer als erwartet zusetzte. Weder leckere Köstlichkeiten aus dem heimischen Vorratsschrank noch die schrägsten Dicht- und Bespaßungskünste seiner alten Frau Mama zeigten Wirkung und wenn ihm dann doch mal ein Kichern entfleuchte, ermahnte er mich, dass er jetzt nicht in der Stimmung zum Lachen sei.
Mir brach das Mutterherz und ich beschloss endgültig, hier bei ihm zuhause zu bleiben. Den ganzen Tag hatte ich schon überlegt, ob ich nun zum “Resteficken” gehe, aber es hätte mir wohl wenig Vergnügen bereitet, meinen Sohn allein und tieftraurig hier in seinem Zimmer zu wissen. Also ließ ich uns ein schönes Schaumbad ein, weil Sohnemann das über alle Maßen liebt und wir führten nach langer Zeit mal wieder unsere intimen Männergespräche unterm Badeschaum. Er liebte diese banale Zeremonie schon als kleiner Steppke und er mag es noch heute. Ihm ging es danach besser und ich fühlte mich angesichts seiner wieder lächelnden Augen auch sehr erleichtert. In unsere Schlafanzüge gekuschelt und schön gemütlich auf dem Sofa sitzend bzw. eher halb liegend, verfolgten wir noch ein bisschen das Abendprogramm und schlichen gegen Mitternacht mit noch immer anhaltenden “Duplofingern”* in unsere Betten.
Es gibt durchaus noch weitere Kuriositäten zu berichten, die Euch ganz sicher in höchstes Erstaunen versetzen würden, aber davon berichte ich Euch an anderer Stelle. Unerwartete Geständnisse bringen mich gewissermaßen etwas aus dem Gleichgewicht und ich brauche sehr viel Zeit, um Klarheit zu erlangen. Eine schlaflose Nacht hat mich das bereits gekostet und ich befürchte, dass noch weitere folgen werden. Fakt ist, dass das alles unvorhergesehen passiert ist und passiert ist im eigentlichen Sinne noch gar nichts. Gebrannte Kinder scheuen das Feuer, vor allem aber, wenn sie dem Pyromanen ein zweites oder gar drittes Mal begegnen. Ich bin auf der Hut, befinde mich in der absoluten Defensive und dort bleibe ich in naher Zukunft auch. Nein, ich möchte mir nicht mehr den Kopf über das Tun und Handeln anderer Menschen zerbrechen. Ich will das nicht mehr. Der Übeltäter steht vor einem fast unlösbaren Problem – meinem Misstrauen und meiner fast unbezwingbaren Skepsis. Ich kann derzeit nicht abschätzen, ob er diesen beiden Gegnern auch nur ansatzweise gewachsen ist.
* “Duplofinger” nennt man die Gliedmaßen der Hand, die nach zu langem Baden ihre Oberflächeneigenschaften verändern. Die schrumpelige Haut der Finger erinnert an die längste Praline der Welt bzw. deren Oberflächenstruktur und das Wort “Duplofinger” wurde vor vielen Jahren von meinem Sohnemann erfunden.
8 Kommentare |
Alle, Alltag, Familie, Fragen, Fragezeichen, Frau Mama, Frau N. aus P., Herr N. aus P., Männer, Nachdenkliches, Pflanzen, Scott, Sohn, Wochenende, Zuhause, nix versteh |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
18. April 2009
Ich bin zur Zeit richtiggehend blogfaul. Zum einen passiert ja allen Orts nicht wirklich viel und zum anderen tragen die Wetterveränderungen nicht gerade zu extravaganten Freizeitaktivitäten bei. Man erledigt eben seine kleinen und großen Alltäglichkeiten, versorgt brav alle kleinen und großen Mitbewohner, geht den üblichen Notwendigkeiten nach und harrt der Dinge, die da kommen. Über mein Auto rede ich schon lieber gar nicht mehr. Heute Nacht hatten wir bzw. Sohnemann Gäste, welche sich vor wenigen Minuten verabschiedet haben. Die Jungs haben ohne das Wissen der dazugehörigen Mütter auch für heute Abend Pläne geschmiedet, welche aber gescheitert sind. Man hatte sich ausgemalt, dass mein Sohnemann doch auch gleich noch eine Nacht in befreundeten Betten schlafen könne, was aber durch anderweitigen Besuch dort nicht möglich ist. Nun liegt der kleine Mann tränenüberströmt in seinem Zimmer und ist böse und enttäuscht über die gaaaaanze Welt. Helfen kann ich ihm da leider nicht, denn ich kann die andere Frau Mama kaum zwingen, mein Kind mitzunehmen. Hach, was ist die Welt schlecht und ungerecht.
Für heute Abend war eigentlich meinerseits schon für Unterhaltung gesorgt, was aber an meinen haushaltstechnischen Sparmaßnahmen zu scheitern droht, weil ja Frau N. aus P. noch immer keinen Nachkömmling der Rockefeller-Dynastie geehelicht hat. In einer hiesigen und überaus großen Lokalität findet dieses Wochenende eine dieser berüchtigten Ü30-Partys statt und es könnte durchaus sein, dass man dort auch mal alte Bekannte meiner eigenen Altersklasse antrifft, die man jahrelang nicht mehr zu Gesicht bekommen hat. Wäre sicher ein lustiges Unterfangen, ganz ohne Zweifel sogar. Die Dame, die mich für diesen Abend “reserviert” hat, fand für diese Veranstaltung ein gar schmutziges aber enorm witziges Wort, das ich an dieser Stelle aus jugendschutztechnischen Gründen nicht wiederhole und ich verweise daher ganz diskret auf die Grafik…

4 Kommentare |
Alle, Die is' nich' ganz dicht!!!, Frau N. aus P., Herr N. aus P., Humor, Party, Weiber, Wochenende, Zuhause, jede Menge Spaß, wir Mädels |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
16. April 2009

Keine nennenswerten Vorkommnisse und Wetter unverändert schön. Heute Abend steht mal wieder ein zünftiger Mädelsabend an und ich befürchte, dass ich erst beim Hahnenschrei ins Bettchen komme. Letzte Woche schon mal vorgeschwatzt, setzten wir das Ganze heute in fremdem Revier ausgiebig fort. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie diesen Blog und sagen Sie Ihrem Schatz, es wird später…
Kommentar schreiben » |
Abstecher, Alle, Einladung, Frau N. aus P., Hutzen, Spaß, Weiber, wir Mädels |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
15. April 2009
Der Wagen steht immer noch in der Werkstatt und Ende dieser Woche werde ich entscheiden, ob ich weiter auf ein günstigeres, gebrauchtes Teil warte oder tief in die Tasche greifen muss für ein neues Teil. Welche Variante mir lieber ist, steht außer Frage. Eine Wahl habe ich offenbar nicht, denn es macht ebenso wenig Sinn, Steuern, Versicherung etc. für ein Auto zu bezahlen, das nicht fahrbereit ist. Anderes Thema. Das ist ärgerlich genug.
Mein Avocadokern macht mir große Freude. Aus den anfänglichen zwei Keimen wurden in der Zwischenzeit nun ganze vier und das Minipflänzchen wächst und gedeiht prächtig. Mein erster Zuchtversuch ist somit von größerem Erfolg gekrönt, als ich erwartet habe und auch meine Amaryllis blüht inzwischen schon zum zweiten Mal. Knallrot und auch diesmal wieder vier Blüten, wobei ich mich diesmal hüte, den Topf hin- und her zudrehen, damit ich nicht wieder eine der Blüten abbreche. Ich lasse fein die Finger davon, Ehrenwort. Hier nun erst mal eine aktuelle Bestandsaufnahme des Avocadokeimlings:

Ansonsten gibt es wenig neues hier im Viertel. Wetter bombastisch, Stimmung entsprechend sonnig und mein Kindlein verweilt mal wieder bei seinen Freunden auf dem Lande. Wann der kleine Mann wieder nach Hause kommt, weiß niemand, denn da werden mittlerweile schon gar keine konkreten Aussagen mehr getroffen und “man” hat vorsorglich gleich für die ganze Woche Anziehsachen eingepackt. Fräulein Katze sonnt sich am Wohnzimmerfenster und genießt die Wärme. Bilanzierend kann man also sagen, dass alle Bewohner wohlauf sind und alles schön geschmeidig ist. Und Ihr so???
5 Kommentare |
Alle, Alltag, Auto, Ferien, Frau N. aus P., Fräulein Katze, Frühling, Herr N. aus P., Pflanzen |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
12. April 2009
Gestern war Grillen angesagt und ich möchte mich erstmal ganz herzlich bei den Gastgebern bedanken. Essen und Getränke waren ausgezeichnet und ich bin tief in der Nacht wunderbar vollgefuttert und müde in mein Bett gefallen. Das Wetter ließ keine Wünsche offen und stimmungstechnisch kam ich voll auf meine Kosten. Die kulinarischen Köstlichkeiten schalteten jegliche Vernunft aus, die einem gebietet, etwas maßvoll zu essen. Von Würstchen über Steaks mit leckerer Marinade bis zu Schaschlikspießen mit Lamm- und Schweinefleisch inklusive buntem Gemüse dran wurde zusätzlich mit Nudelsalat, herrlich frischem Tomatensalat mit Mozarella und vielem mehr aufgetrumpft, was den Hosenbund nach und nach enger werden ließ. Phantastisch. Auch die Getränkekarte war enorm lang und trockene Kehlen gab es schlichtweg nicht. Da fehlte fast nichts im Sortiment und ich arme Sau wurde zum Trinken von Bärwurz und Wilthener Kräuterlikör genötigt. Mein geliebtes Schöffi gab es auch, natürlich auch mal in der neuen Geschmacksrichtung “Kaktusfeige” und die berühmte “grüne Wiese” wurde ebenfalls kredenzt.
Leute, ich kann Euch sagen, das war ein wahres Fest. Bis weit nach Einbruch der Dunkelheit saßen wir zusammen und lachten. Ein absolutes Highlight lieferte dann die Dame des Hauses, als sie mitsamt dem gemütlichen Korbstuhl einfach umkippte und aufgrund der mühevoll um den Körper gewickelten Decke einfach nur der Länge nach ausgestreckt auf dem Bauch zu liegen kam und den Stuhl noch immer am Gesäß “kleben” hatte. Leider hatte niemand das Unglück kommen sehen und daher auch keine Kamera im Anschlag. Das kurze “Huch!!!” entfleuchte der Guten erst beim Fallen und als die versammelte Gemeinde sah, warum sie “huchte”, lag sie bereits bäuchlings in der nächtlichen Wiese und kicherte ins Gras. Ein verspäteter Schnappschuss hielt zumindest ihren Aufstehversuch fest, der leider nicht die Situationskomik einfangen konnte, die der erste Augenblick hergab. Frau N. aus P. hatte wahrhaftig Bauchschmerzen vom Lachen und natürlich war ich nicht die Glückliche mit der fix herbeigeholten Kamera. Mist verdammter. Ich habe dennoch ein paar schöne Schnappschüsse ergattert, wobei die Bilder mit Personen vorerst unter Verschluss bleiben. Aus daten- und personenschutztechnischen Gründen versteht sich.

6 Kommentare |
Abstecher, Alle, Ausflug, Danke, Einladung, Frühling, Garten, Ostern, Party, Partylaune, Spaß, Wochenende, jede Menge Spaß, verfressen |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
11. April 2009

Gestern wurde ich spontan zum Grillen eingeladen und da freu’ ich mich ganz sehr drauf. Also krame ich heute meine Flipflops raus, springe in wunderbar leichte Sommerkleidung und pflanze mich schön in den Garten. Das Wetter ist ja derzeit phänomenal und lädt lautstark zu derlei Aktivitäten ein. Sohnemann lässt es sich bei Papa/Oma gut gehen und Muttern lebt auch nicht wie ein Hund. Vielleicht erhaschen wir dabei auch eine Portion gesunde Gesichtsfarbe und die frische Luft tut nach den unfreundlichen und kalten Monaten sicher mehr als gut. Auf jeden Fall wird das bestimmt schön lustig.
Gestern war ich zum Kaffee verabredet und auch da ging’s witzig zu. Schön in der Sonne sitzen, Kaffee schlürfen, quatschen und entspannen. War gut und auch nötig. Müsste man eigentlich viel öfter tun. Abends schaute ich bis in die Puppen TV und meine Augen fielen erst gegen 2.30 Uhr zu. Da ich heute Morgen ein bisschen was zu erledigen habe, schaute ich dann vorhin ganz schön zerknittert aus der Wäsche. Macht aber auch nix, die Sonne und der anstehende Grillabend entschädigen für alles. Schlafen kann ich, wenn ich tot bin.
Ich wünsche Euch einen schönen Samstag und genießt die Sonne!!! Ich bau’ mir heute Abend einen Wurstblinker, einfach mal so…
2 Kommentare |
Alle, Ausflug, Danke, Einladung, Frau N. aus P., Freude, Garten, Ich freu' mir grad ein Loch in' Arsch!!!, Party, Partylaune, Sonne, Spaß, verfressen |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
10. April 2009
Ostern find’ ich doof, ehrlich. Dieser kunterbunte und kurzlebige Eier- und Osterhasenhype regt mich irgendwie auf und ich boykottiere diesen Mist jedes Jahr. Sohnemann macht das nix aus, weil er das von zuhause gar nicht anders kennt. Wir färben, verstecken und suchen auch keine Eier. Wir kaufen sie, wie sonst auch, in normalen Mengen und braten sie ganz ordinär in der Pfanne oder kochen sie zum Frühstück. Vereinzelt verirren sie sich auch mal auf unsere Teller, wenn wir sie mittags mit Senfsoße zubereiten, mehr aber auch nicht. Ach ja, zum Weihnachtsfest landen die ovalen Teile dann auch mal im Eierschneider und enden in gewürfelter Form in einer Schüssel als Eiersalat. Das war’s dann aber auch schon. Ich kam zwar als Kind in den Genuss, Osternester suchen zu dürfen, aber das einzig witzige war eben diese kurze Sucherei. Ansonsten ließ mich dieses “Fest” schon immer kalt. Schon sehr früh entledigte ich mich diesem Feierzwang und verbannte Ostern aus meinem Alltag.
Hier baumeln keine Plastik- oder Holzimitate an irgendwelchen Zimmerpflanzen, denn die armen Pflänzlein führen bei mir ohnehin einen stetigen Überlebenskampf, den ich ihnen nicht auch noch mit derlei Gebamsel erschweren muss. Auf den Tischen oder Schränkchen stehen auch keine Osterhasen, Küken oder Gipseier herum. Nicht nur, dass ich diese Art von Dekoration mehr als kitschig finde, ich finde sie richtig hässlich und viel zu bunt. Ja und die lustigen Mümmelmänner mit ihren Stummelschwänzchen landen bei mir maximal im Kochtopf. Schön mit Rotkohl und lecker Klößen. Ich ess’ sehr gerne Hasenbraten, ich gestehe. Haltet mich ruhig für gewissenlos, aber solange ich nicht Minuten vor dem Verzehr in diese putzigen Knopfaugen sehen muss, stört mich der Hase auf meinem Teller nicht die Bohne. Solange ich ihm nicht selbst den finalen Karnickelfangschlag verabreichen muss, darf er gerne in Einzelteilen auf meinem Teller in Soße baden. Ostergras ist genauso nervig wie Plastikosterschmuck und wird gleich nach dem Plündern der Nester von Sohnemann im Müll entsorgt.
Das ist wie mit den Nadeln des Weihnachtsbaumes, den man zu spät entsorgt. Der lässt ja dann auch seine Nadeln frech auf den Teppich fallen und dort findet man sie dann auch nach dem 392. Staubsaugen noch, obwohl man immer und immer wieder gründlichst gesaugt hat. Ostergrad versteckt sich genauso penetrant in allen Ritzen einer Wohnung und tritt auch nach Monaten noch unangenehm in Erscheinung. Wenn ich diesen ganzen Quatsch also vermeiden kann, dann tue ich das auch. Die Osterhohlkörper in Form von Hasen, Eiern oder Küken schmecken auch nicht anders als die Weihnachtsmänner, Tannenzapfen und Sternchen aus Schokolade. In Folge all dieser Aversionen verschicke ich auch keine Ostergrüße in Form von Karten, SMS oder Emails. Ostern wird einfach ignoriert, denn diese paar Tage heben mich festlich betrachtet keinen Millimeter an. Ich esse dann auch nicht gezwungenermaßen Hasenbraten, den essen wir, wenn wir gerade Appetit darauf haben und das kann auch mal an einem Dienstagabend mitten im Sommer passieren.
In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern ein schönes verlängertes Wochenende!!!

9 Kommentare |
Alle, Alltag, Blödsinn, Ostern |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
9. April 2009
9 Kommentare |
Alle, Alltag, Frau N. aus P., Freunde, Kaffee, Kloppies, Ost, Pflanzen, Spaß, Zuhause, jede Menge Spaß |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
8. April 2009
Der Tagesplan für heute ist ziemlich eng gestrickt:
- Behördentermine wahrnehmen (zu Fuß)
- auf dem Rückweg Kleinigkeiten einkaufen
- gewaschenen Wäscheberg von gestern in Schränken verstauen
- Fußleisten meiner Küche anbringen, wenn “geliefert”
- erste Ladung Kaffeegäste bewirten (Wutzi + Nachbar)
- fix alles wieder schick machen
- Kindchen kurz begrüßen, dann zum Training entlassen
- Abendessen kochen
- zweite Ladung Gäste bewirten (Weiberabend)
- Bewerbung fertigtippen und in Druck geben
Klingt erstmal nicht viel, zieht sich aber im Detail bestimmt wie Kaugummi, vor allem der erste Punkt auf der Liste, da mein geliebter Mädchenchrysler nach wie vor “krank” in der Werkstatt steht. Es gestaltet sich äußerst schwierig, ein gebrauchtes und damit auch günstigeres Teil zu ergattern, da mein Wagen auf deutschen Straßen mittlerweile ein echter Exot ist. Das heißt, ich muss sehr geduldig sein, wenn ich Geld sparen will, denn ein neues Teil sprengt mein Budget um ein vielfaches. Weiß der Geier, wie lange ich deswegen noch laufen muss, aber eine Wahl hat man angesichts der gepfefferten Ersatzteilpreise bei Chrysler nur, wenn man mit Nachnamen Rockefeller heißt und das ist bei mir leider nicht der Fall. Hab’ mich eindeutig in den falschen Genpool eingeloggt.
9 Kommentare |
Alle, Alltag, Arbeit, Auto, Behörenwahnsinn, Frau N. aus P., Perspektiven, Stress |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
7. April 2009
Es ist gegenwärtig unmöglich, all die Schatten der Vergangenheit abzuschütteln, die wie Gespenster unsere Gedanken an Ort und Stelle binden, und doch ist es unumgänglich, uns von ihnen zu befreien, wollen wir erleichtert und mit klaren Blicken weit hinaus in die Zukunft sehen.
© Bülent Kacan, (*1975), Student der Linguistik und Literaturwissenschaft, Lyriker, Aphoristiker und Autor
Weder die Zukunft noch die Gegenwart quält uns. Es ist die Vergangenheit, von der wir uns lösen müssen, um den Qualen zu entgehen.
© Benjamin Stramke, (*1984)
Wenn heute ein Prinz daher geritten käme und mich erretten wollte, müsste er im Mindesten mit Ross und Wagen vorfahren, um all mein altes Gepäck aufladen zu können.
© Margot S. Baumann, (*1964), Schweizer Lyrikerin und Aphoristikerin
Allmählich haben wir unsere Vergangenheit bewältigt, immer öfter macht sie nun brav Männchen und bettelt um Happen vom Tisch unserer zurückeroberten Unschuld.
© Nikolaus Cybinski, (*1936), deutscher Lehrer und Aphoristiker
Quelle : »Der Rest im Risiko«, Verlag Waldemar Lutz, Lörrach
Der Schüler ging zum Meister und fragte ihn: "Wie kann ich mich von dem, was mich an die Vergangenheit heftet, lösen?" Da stand der Meister auf, ging zu einem Baumstumpf und umklammerte ihn und jammerte: "Was kann ich tun, damit dieser Baum mich loslässt?"
Aus dem Zen-Buddhismus
Quelle : Das Zen entstand im 6./7. Jahrhundert in China aus Meditationsbuddhismus und Taoismus
Wenn über eine dumme Sache endlich Gras gewachsen ist,
kommt sicher ein Kamel gelaufen, das alles wieder runterfrisst.
Wilhelm Busch, (1832 – 1908), deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller
Einen alten Dreck sollte man nicht aufrühren, sonst stinkt er.
Aus der Schweiz
Auf Dinge, die nicht mehr zu ändern sind, muss auch kein Blick zurück mehr fallen! Was getan ist, ist getan und bleibt’s.
William Shakespeare, (1564 – 1616), englischer Dichter, Dramatiker, Schauspieler und Theaterleiter
Ist eine Sache geschehen, dann rede nicht mehr darüber; es ist schwer, verschüttetes Wasser wieder einzusammeln.
Aus China
Hake jeden Tag ab und betrachte ihn als erledigt. Du hast dein Bestes getan. Irrtümer und Fehler sind immer möglich. Vergiss sie so schnell wie möglich.
Ralph Waldo Emerson, (1803 – 1882), US-amerikanischer Geistlicher, Lehrer, Philosoph und Essayist
2 Kommentare |
Abrechnung, Alle, Erinnerungen, Nachdenkliches, Perspektiven, Ruhe, Veränderungen |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
7. April 2009
Dienstage haben sowas von ‘nem Marathon. Man ist gerade erst losgelaufen und weiß genau, dass man noch nicht mal die Hälfte der Strecke geschafft hat. Und für Leute, die nicht gerne Ausdauerlauf machen, ist das extrem deprimierend. Da hilft oft nur, ignorant auf die Füße zu starren und ohne nach rechts oder links zu schauen weiterzulaufen. Nützt ja nix. Ich bin ja eher so der Kurzstreckenläufer, meinetwegen auch jeden Tag aufs Neue, aber bis Mittwoch schleppe ich mich meist mehr schlecht als recht durch die Woche. Etwas produktiv war ich dann doch gestern. Ich hatte da noch ein paar Bilderrahmen rumliegen, in denen allerdings schon fabrikationstechnisch Bilder steckten, die mir aber so gar nicht gefielen. Ich gebe ja zu, dass Anne Geddes mitunter ganz putzige Bilder von kleinen Menschlein knipst, aber derlei Motive passen nicht zu mir und somit auch nicht in meine Wohnung. Ich habe diese Rahmen vor einiger Zeit mal geschenkt bekommen und die Schenkerin ahnte wohl schon damals, dass ich es eher auf die Rahmen abgesehen hatte.
Also kramte ich gestern in allen Schubladen und Ecken nach geeigneten Motiven. Familienphotos wollte ich nicht reinmachen, da diese Rahmen für den Treppenaufgang bestimmt waren, also mussten neutrale Bilder her. Eins hatte ich, aber beim zweiten tat ich mich schwer. Ich benötigte ja auch eines, dass im Hochformat vorliegt, da die Aufhängung an der Rückseite des Rahmens nur für Hochformat vorgesehen war. Man, ich fluchte hier und nötigte sogar Sohnemann, in seinem Zimmer nach geeigneten Bildern zu suchen. Ohne Erfolg. Und als ich schon ca. 2 Stunden am Wühlen und Suchen war, fiel mir dann doch noch ein Bild in die Hände, dass mir adäquat erschien. Ich popelte also mühevoll den Rahmen auseinander, entfernte die übertrieben drolligen Babys und stopfte meine auserkorenen Motive hinein. Schön neutral, aber dennoch kleidsam. Und weil ich grad so schön dabei war, baumelte ich gleich noch zwei kleine Bilderrahmen auf die andere Seite. Hierfür schnappte ich mir einfach ein paar hübsche Postkarten von meiner Pinnwand, die ich letztes Jahr mal geschickt bekam. Fertig. Tatttaaaaa…

12 Kommentare |
Alle, Alltag, Frau N. aus P., Wohnung |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
6. April 2009
Der Montag zeigt sein hässliches Gesicht und hinter mir liegt ein lustiges Wochenende. Die Stadt ist noch dunkel und ich bin einigermaßen ausgeschlafen. Der Samstag war extrem lustig und ich grüße an dieser Stelle Otto, den ich nach langer Zeit mal wieder gesehen habe. Und wenn ich Otto grüße, winke ich auch mal rüber zu Brösel, den ich ausnahmsweise mal nicht gesehen habe, aber das ist nur eine Frage der Zeit. Gelacht wurde in ausreichendem Maße und auch das Wetter gab keinen Grund zur Klage. Leider steht mein Wagen noch immer kaputt in der Werkstatt, sonst hätte ich das liebe Gefährt in diesen Tagen wenigstens einmal komplett gereinigt. Von innen und außen versteht sich. Bitter nötig wäre das allemal, aber der verrottete Einfüllstutzen kam mir mal wieder zuvor. Nichts desto trotz gibt es ja zuhause immer was zu tun, also werde ich mich heute mit all den anderen Kleinigkeiten befassen, die ich mir vorgenommen habe. Da wären Betten, die ich abziehen wollte, der Kleiderschrank, den ich schon lange entkernen möchte oder noch ein paar kleine Verschönerungsarbeiten, die zwar nicht unbedingt nötig wären, aber Spaß machen könnten.
Das Wetter ist im Moment für ausgezeichnete Stimmung verantwortlich und nur ein funktionierendes Auto fehlt, um das Ganze vollkommen zu machen. Mit etwas Geduld wird das aber auch noch. Sohnemann hat bald Osterferien und dann werden wir endlich auch unsere Räder aus dem Winterschlaf holen. Wenn sich keine Luftpumpe für eventuell platte Reifen findet, werden wir sie dann notfalls runter zur Tankstelle schieben, um dort für ordentlich Luftdruck sorgen. Wie praktisch. Wo wir dann hinradeln, entscheidet der Wind – wohin er uns eben weht. Ein bisschen Bewegung schadet uns nicht und Spaß macht das auch. Die erste Tour wird mich zwar wieder fast das Leben kosten, weil Muttern ja im Winter immer mächtig einrostet, aber wir können ja erst mal kleine Brötchen backen. Der Sommer kommt erst noch und wir haben mindestens sechs Monate Zeit, die alte Frau wieder in Form zu bringen. Wat mutt, dat mutt…
Nachher werde ich mich noch fix nach einer Stelle erkundigen, die ich durch Zufall entdeckt habe, auch wenn ich eher vermute, dass man dort einen handwerklich begabten Herren sucht. Fragen kostet nix, also rufe ich trotzdem mal an. Ist auch eher eine Stelle, in deren Profil ich wahrscheinlich nicht mal zu 50% passe, aber zu verlieren habe ich ja nichts. In Anbetracht der Preise, die sich mir offenbaren, wenn ich neue Teile für mein uraltes Auto brauche, werde ich ohnehin nur für die Unterhaltung meines Wagens arbeiten gehen, bis ich irgendwann so viele Euronen gesammelt habe, damit ich mir ein noch älteres Auto leisten kann. Die Abwrackprämie wird so oder so an mir vorüberziehen, denn für 5,39 Euro kriegt man in diesen Tagen maximal einen Handwagen zur Miete, mehr aber auch nicht. Aber es gibt Schlimmeres, uns gehts doch auch so ganz gut, nech?
9 Kommentare |
Alle, Alltag |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
4. April 2009
Man nehme 12 Monate, putze sie ganz sauber von Bitterkeit, Geiz, Pedanterie und Angst und zerlege jeden Monat in 30 oder 31 Teile, so dass der Vorrat für ein ganzes Jahr reicht. Nun wird jeder Tag einzeln angerichtet aus einem Teil Arbeit und zwei Teilen Frohsinn und Humor. Danach füge man drei gehäufte Esslöffel Optimismus hinzu, einen Teelöffel Toleranz, ein Körnchen Ironie und Takt. Jetzt wird noch alles reichlich und mit viel Liebe übergossen. Das fertige Gericht empfiehlt sich jetzt noch mit Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten zu schmücken und serviere es dann täglich mit Heiterkeit und mit einer guten, erquickenden Tasse Tee…
Meine liebe Mama,
vor nunmehr 54 Jahren hast Du das Licht der Welt erblickt und bereicherst seitdem das Leben der Menschen um Dich herum. Nicht immer war das Glück Dir hold und so manches Mal musstest Du entkräftet innehalten. Lebensbedrohliche Krankheiten suchten Dich heim und manche von ihnen hätten Dich fast aus unserer Mitte gerissen. Deinem Durchhaltevermögen und Deinem schier unbändigen Kampfgeist ist es zu verdanken, dass Du noch da bist und dafür bin ich dankbar. Fast noch schlimmer als all diese Krankheiten waren einige Menschen, die Dich schlugen, demütigten und Dich um Deiner selbst Willen nicht zu schätzen wussten. Viele Jahre Deines Lebens hast Du an einige dieser Menschen verschenkt, ob nun an Dein emotional unterkühltes Elternhaus oder an die falschen Lebenspartner. Das Leid, dass Du bis hierhin erfahren musstest, brachte mich so manches Mal um den Schlaf und ließ mich Sorge um Dich haben. Es ist noch nicht lange genug her, damit ich all das vergessen könnte, doch Dein starker Wille und das Schicksal brachten vor ein paar Jahren nun doch noch die langersehnte Ruhe in Dein Leben, wenn auch nur in menschlicher Hinsicht. Du hattest nie viel in der Tasche, auch wenn Du stets fleißig wie ein Bienchen warst, aber das Wenige hast Du immer mit Deinen Lieben geteilt.
Und gerade im privaten Bereich hast Du seit ein paar Jahren nun endlich jemanden an Deiner Seite, der ohne Wenn und Aber hinter Dir steht und sich um Dich sorgt. Manchmal schimpfst Du und manchmal bist Du unumstritten auch anstrengend, aber wir alle lieben Dich bedingungslos und aus tiefstem Herzen. Ich möchte noch lange nicht an den Tag denken müssen, an dem Du uns verlässt und nicht mehr bei uns bist. Ich hoffe, uns bleiben noch viele Jahre, in denen wir zusammen lachen und auch weinen können und ich wünsche mir, dass Du bis zum Ende Deiner hoffentlich noch sehr vielen Tage immer der Mensch bleibst, der Du jetzt bist. Du bist herzlich und aufopfernd, Du bist liebevoll und fürsorglich, Du bist uns eine gute Mutter und Du bist uns ein wichtiger Halt in allen Lebenslagen. Du bist die beste Köchin der Welt und Du bist auch die beste Freundin für mich. Egal, was ich in meinem eigenen Leben auch für Dummheiten gemacht habe, Du warst immer für mich da und hast mich aufgefangen. Danke dafür und danke auch für all das andere.
Mutter sein heißt, kleine Atemzüge hören und leichte Herzschläge, scharfäugig werden wie ein Tier des Waldes für alle Gefahren, mutig sein im stillen wie kein lauter Mann in Waffen, schaffen mit allem Blut, das einem gegeben ist, über sich hinauswachsen in allen Fähigkeiten des Wachens, Hungerns, Liebens und Handelns, vor allem aber sorgen. Mutter sein heißt, in Sorgen glücklich sein.
Das mütterliche Herz folgt den Kindern, wenn sie von dannen ziehen und der Segen der Mutter waltet über ihnen vom Morgen bis zum Abend; sie träumt von ihnen und in schlaflosen Nächten betet sie für sie.
Mutterliebe ist warm, auch der eisigste Schnee tut ihr nichts.
Trage deine Mutter auf Armen, wenn ihr die Beine versagen, sie trug dich im Schoß, als du noch keine hattest.
Alles Liebe und Gute zum Geburtstag, liebe Mama!!!
Wir lieben Dich!!!
9 Kommentare |
Bewunderung, Charisma, Danke, Familie, Frau Mama, Geburtstag, Zusammenhalt, außergewöhnliche Menschen, meine Saarländer |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
3. April 2009
Das Wochenende steht unmittelbar bevor und mein Auto ist immer noch kaputt. Sohnemann geht es soweit wieder ganz gut und er geht heute auch wieder zur Schule. Dank einem Tag Auszeit, etwas Medizin und unzähligen Tassen Tee konnten wir schlimmeres verhindern und gestern Abend war die große Klappe schon wieder funktionstüchtig und weitere Krankentage vom Plan gestrichen. Vorgestern habe ich sämtliche Heizkörper bis zum Herbst in den Ruhestand versetzt und beschränke mich im Falle von noch zu erwartender Schafskälte, Eisheiligen oder kalter Sophie auf Strickjacken, Pullis und Wuschelsocken. Die neuen Fensterbehänge an den Dachfenstern tun ihren Dienst wie geplant und ich bin sehr zufrieden damit. Obendrein ist es im Schlafzimmer jetzt auch lange nach Sonnenaufgang wunderbar dunkel, ganz so wie ich es mag. Auch Herr N. aus P. macht jetzt desöfteren Gebrauch von diesen Verdunklungswerkzeugen, denn bei strahlendem Sonnenschein morgens um 7.00 Uhr ist an erholsamen Schlaf nicht mehr zu denken.
Fürs Wochenende habe ich kleine aber feine Pläne. Herr N. wird ja heute Nachmittag von Papa abgeholt und ich werde den Freitag schön gemütlich ausklingen lassen. Morgen fahre ich dann mit Bus und/oder Bahn zu meiner Freundin und bleibe dort wahrscheinlich auch über Nacht. Abends wollen wir uns irgendwo verlustigen und da ich nicht die geringste Lust verspüre, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause zu fahren, darf ich mit Schlafanzug, Zahnbürste und Hausschuhen bewaffnet bei ihr in den Sonntag starten. Spätestens gegen Mittag werde ich dann wieder den Heimweg antreten und mich auf der heimischen Couch in Entspannung üben. Der Sonntag soll ja laut Wetterbericht nicht sonderlich berauschend werden, also juckt es mich dann auch nicht weiter, dass mein Auto kaputt ist.
Tja, und dann bin ich gestern Abend beim Switchen zwischen den Fernsehkanälen doch glatt bei “Frauentausch” hängengeblieben. Ich weiß ja nicht, ob das gestern jemand von Euch gesehen hat, aber der Begriff “Fremdschämen” erreichte durch die gestrige Episode eine vollkommen neue Dimension. Da ich dieses Format nicht regelmäßig verfolge, war ich im Unklaren darüber, welche Familien sich für diesen Frauentausch bewerben. Um die Quoten nach oben zu katapultieren setzt man wohl mittlerweile auf gesellschaftlich mitunter auffällige Familien und dieses Konzept fruchtet sogar bei mir. Ich kann nur schwer in Worte fassen, was ich da gestern gesehen habe und verweise an dieser Stelle besser hierher (weiterführende Links findet Ihr dann auf der rechten Seite), damit sich interessierte Leser selbst ein Bild verschaffen kann. Heute Morgen forschte ich dann etwas gezielter nach und fand das hier und zu allem Überfluss auch noch das hier. Ihr kennt das – es ist wie ein Autounfall. Man kann nicht richtig hinsehen, aber auch nicht richtig wegsehen. Ich bin angesichts der gesehenen Bilder sprachlos und irgendwie schockiert.

15 Kommentare |
Alle, Alltag, Auto, Herr N. aus P., TV, Wochenende, bekloppt |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
1. April 2009
Kindchen liegt kränkelnd im Bett und es sieht ganz so aus, als würde er morgen der Schule fernbleiben, weil er eine Grippe bekommt. Vielleicht schläft er sich bis morgen wieder gesund, aber derzeit ist das eher unwahrscheinlich. Heute morgen habe ich beim hin- und herdrehen meiner Amaryllis eine der gigantischen Blüten abgebrochen – typisch für mich. Da waren es nur noch drei. Vielleicht habe ich Glück und aus der neuen Blüte treiben nochmals vier Stück. Auto ist immer noch in der Werkstatt und natürlich auch immer noch kaputt. Morgen muss ich also auch zu Fuß meine Behördengänge bewältigen und werde damit ganz sicher bis zum Nachmittag beschäftigt sein, während mein Kind krank im Bett liegt. Leider dulden diese Erledigungen keinen Aufschub. Ein toller Mittwoch, so richtig doof. Gott sei Dank hat mich Frau Zaraffel heute früh mit zum Einkaufen genommen und der Kühlschrank ist wieder voll. Das Wochenende darf getrost über uns hereinbrechen. Bleibt abzuwarten, ob Sohnemann überhaupt zu Oma/Papa kann, denn mit eventuell entstehendem Fieber bleibt er besser zuhause.

10 Kommentare |
Alle, Alltag, Auto, Behörenwahnsinn, Dicker, Familie, Frau N. aus P., Herr N. aus P., Kinder, Sohn, Zuhause, krank, Ärgernis |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
31. März 2009
So, auch wenn’s Euch wahrscheinlich herzlich wenig interessiert, wie es meinen bedauernswerten Pflanzen hier bei mir so geht, klatsche ich hier jetzt mal wieder ein paar Bilder von meiner explosionsartig blühenden Amaryllis rein, die sich ja nach fünf langen und ebenso ereignis- und blütelosen Jahren urplötzlich entschlossen hatte, jetzt gleich zwei Blüten hervorzubringen. Inzwischen hat sie mir verraten, dass sie rot blühen wird, wie von mir bereits vermutet wurde. Darüber hinaus habe ich hier noch einen Avocadokern eingestöpselt, der nun schon seit ca. zwei Monaten in der Erde steckt. Gespalten hat er sich vor ein paar Tagen nun auch endlich, also darf ich freudig weiterhoffen, dass mir auch dieses Pflanzenprojekt gelingt. Man soll jedoch den Tag nicht vor dem Abend loben, also warten wir artig weiter und beobachten das Kernlein jeden Tag mit Argusaugen.

9 Kommentare |
Alle, Pflanzen |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
31. März 2009

Gestern wollte Frau N. aus P. tanken. Tut jeder Autofahrer hin und wieder. Da der Treibstoff im benachbarten Ausland wesentlich günstiger zu haben ist, fuhr ich extra deswegen auch dorthin. Dort angekommen hieß es erst mal warten, denn vor den Tanksäulen warteten schon jede Menge Sparfüchse, die auch billig tanken wollten. Als ich endlich dran war, stieg ich aus, öffnete den Tankdeckel und sah meinen Radkasten von innen. Etwas irritiert glotzte ich in das ungewöhnlich helle Loch und mein Gehirn arbeitete im ersten Moment nur im Notstrommodus. Seit wann ist es im Tankinneren so unglaublich hell? Und wieso sehe ich dort plötzlich den Radkasten? Als mein Kopf wieder auf allen vier Töpfen lief, realisierte ich, was passiert war. Mir war doch tatsächlich still und leise der komplette Tankeinfüllstutzen weggerostet und das hieß leider auch, dass ich nicht tanken kann. Entnervt schloss ich den Tankdeckel wieder und fuhr erst mal um die Ecke, um den Schaden näher zu begutachten. Ich steckte meinen überhitzten Kopf in den Radkasten und da hatte ich den Salat. Wirklich und wahrhaftig komplett vergammelt und stark reparaturbedürftig. Also fuhr ich schön langsam zurück Richtung Heimat. Die Reservelampe leuchtete nämlich schon bedrohlich und mein einzige Wunsch war, dass ich noch bis zur Werkstatt komme. Dieser Wunsch wurde erhört, aber ich Glückpilz stand vor geschlossenen Türen, da die Belegschaft der Werkstatt auf Messe gefahren war. Also fix ein Telefonat abgesetzt und auf Rückruf warten. Der gute Mann meldete sich auch ziemlich schnell und ich erklärte ihm den Sachverhalt und dass der Wagenschlüssel nebst Zulassung im Werkstattbriefkasten steckt. Nun warte ich auf sein ernüchterndes Urteil und was mich dieser Scheißdreck wieder kostet. Montage sucken!!!
Update: Der alte Tankstutzen ist rettungslos kaputt und ein neuer würde mich satte 165,-€ + Steuer kosten. Der Onkel aus der Werkstatt sucht für mich jetzt erstmal eine günstigere Alternative. Könnte grad schon wieder hinbrechen…
8 Kommentare |
Alle, Alltag, Aufreger, Auto, Horror, Panik, Teuro, Wut, Ärgernis |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
30. März 2009
Jetzt haut’s Euch bestimmt die Fragezeichen raus, nicht wahr? Einfach zu erklären ist das in der Tat nicht, aber ich versuche es. Meine auswärtigen Leser werden auch mit der besten Erklärung nichts anfangen können, aber die Neideitler(1) sitzen vielleicht schon jetzt schmunzelnd vor den Bildschirmen. Dazu müssen wir allerdings im Kalender einige Jahrzehnte zurückgehen. Gegenstand der damit verbundenen Geschichte waren die Leuchtwaren an damaligen Geschäften und die mitunter recht unmodischen Bekleidungsstücke von Bewohnern der sowjetischen Besatzungszone. Nach nunmehr zwei Jahrzehnten können eben jene Menschen über die politischen Missstände milde lächeln und über das mangelhafte Angebot an Waren in den meist leeren Regalen lachen, wenn auch nicht über alles.
Es ergab sich also eine Unterhaltung über einen Imbiss in unser aller Heimatstadt und wir diskutierten, wie diese Lokalität wohl damals hieß. Zwar kennen wir die meisten Namen und mehr oder weniger genauen Standpunkte einstiger Begegnungsstätten noch, aber die eine oder andere Kleinigkeit wurde nun doch schon Opfer unserer Vergesslichkeit. Nun denn, wir überlegten hin und her, kramten alte Bilder hervor und irgendwer entdeckte dann auf einem der Bilder Teile der alten Leuchtreklame, die – Achtung jetzt kommt das erste geniale Wort – wohl im hiesigen VEB Neonröhrenbiegetechnikkombinat gefertigt worden sein musste. Nein, es gab derlei Firmennamen natürlich auch im Osten nicht, aber fakt ist, dass viele Betriebe recht merkwürdige und übertrieben wichtige Namen trugen, auch wenn dort ganz gewöhnliche Dinge hergestellt wurden. So kam es eben, dass mitunter überlange und wunderbar technisierte Bezeichnungen dafür kreiert wurden, um eine banale Werkstatt furchtbar wichtig klingen zu lassen.
Genau dieser Umstand sorgte nun für die scherzhafte Namensschöpfung und sorgte meinerseits für einen nur schwer kontrollierbaren Lachanfall. Damit nicht genug. Man unterhielt sich am Rande auch über die manchmal wirklich hässlichen Kreationen der ostdeutschen Modemacher und erinnerte sich an die eigene Jugendweihe. Und schon war das zweite Wort geboren. Ein Rundstrickkleid und der dazugehörige Schaumgummimantel verursachten lebensbedrohliche Atemnot bei mir und auch andernorts kicherte man herzhaft über die Kleiderordnung der betreffenden Dame bzw. deren Bezeichnung dafür. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob es tatsächlich Schaumgummimäntel gab, aber manche Kleidungsstücke sahen in der Tat sehr befremdlich und alles andere als schön aus. Die Bewohner der alten Bundesländer sitzen jetzt sicherlich verständnislos vor den Monitoren und runzeln die Stirn. Wie bereits eingangs erwähnt, verstehen diese Art von Humor sicher nur diejenigen unter Euch, die jene Zeiten miterlebt haben.
Es ist der einzigartige Humor über all diese Dinge von damals, der uns Ostkinder verbindet. Ohne Frage war das damals gegenwärtige Zeitgeschehen manchmal so gar nicht lustig, wir musste viel entbehren und lernten vieles erst nach der Wende kennen, aber heute können wir darüber lachen und scherzen. Ja wir lachen darüber, wenn Kleinkinder in gelbe Luftballons bissen, weil sie wie eine Banane aussahen. Wir lachen auch darüber, dass wir beim ersten Besuch in den alten Bundesländern ratlos vor elektrischen Schiebetüren standen und verzweifelt den Türgriff suchten. Wir schmunzeln keineswegs beschämt, wenn wir uns erinnern, wie kreativ wir unsere Kleider oder andere Dinge des täglichen Lebens aufpimpten, um uns vom Einheitsbrei der sozialistischen Warensortimente abzuheben, denn wenn es schon mal ein schickes Shirt gab, dann trugen dass 85% unserer Freunde auch und wir sahen alle gleich aus. Wir hatten nicht viel, aber wir alle hatten eines – Humor. Den haben wir bis heute und manchmal ist er derbe, aber er kommt aus tiefstem Herzen und er erhält uns am Leben. Er lässt uns heute über Dinge lachen, die wir damals nur schwer ertragen konnten.
(1) Mitglieder eines Forums für Vogtländer (neideitel.de)
18 Kommentare |
Abstecher, Alle, Ausflug, Blödsinn, Erinnerungen, Humor, Kloppies, Spaß, bekloppt, jede Menge Spaß |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
28. März 2009
Es ist wieder soweit – die Sommerzeit drängt sich uns auf. Wo genau der Sinn hinter dieser halbjährlichen Zeitumstellung steckt, habe ich bis heute nicht erfasst. Danach geforscht habe ich allerdings auch nicht. Angeblich wurde sie ursprünglich aus energiepolitischen Gründen eingeführt, was eine nur schwierig greifbare Aussage für mich darstellt. Nach wie vor nehme ich sie als notwendiges Übel und als äußerst überflüssig wahr. Bringt sie tatsächlich einen echten Nutzen mit sich? Spart sie denn wirklich Energie, weil das Tageslicht länger “nutzbar” bleibt? Ist das so? Sie tritt insbesondere durch ihren verwirrenden Charakter in Erscheinung und stiehlt uns in erster Linie ganze 60 Minuten unserer Zeit, die unser Biorhythmus erst nach einigen Tagen wieder ausgleichen kann. Selbst die innere Uhr weigert sich, den Zeiger auch nur um Haaresbreite zu bewegen. Es ist ein Phänomen, dass durchaus bemerkenswert ist. Wie oft gelingt es uns, die Zeit ohne einen Blick zur Uhr meist erschreckend genau zu bestimmen? Sobald aber Winter-/Sommerzeit in Kraft treten, gehen unsere inneren Uhren trotzdem oft auf die Viertelstunde genau in der Zeit, die gerade aktuell ist, sofern nicht gerade die Zeit mal wieder umgestellt wurde, denn dann variiert diese innere Zeit um genau diese Stunde. Am Ende nervt mich diese Zeitumstellung mit aller Verlässlichkeit aufs Neue, aber man zwingt sie uns auf – leider…

7 Kommentare |
Alltag, Aufreger, Blödsinn, Fragen, Fragezeichen, Veränderungen, bekloppt, Ärgernis |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
27. März 2009
Meine laufende Bewerbung geht nun in die zweite nervenaufreibende Runde. Nach einer anfänglich verunglückten Formulierung seitens einer wirklich netten Dame hatte ich schon wieder die Motivation verloren, denn da war die Rede von seeehr hohen Anforderungen an das verbale Geschick der Bewerber. Da ich bisher nur über eine Arbeitsvermittlung mit dem Jobanbieter kommuniziere, weiß ich leider nicht, wer mein potentieller Brötchengeber ist und kann mir kein Bild von dieser Firma machen. Das erschwert die Sache etwas, denn man kämpft quasi gegen einen unsichtbaren Gegner. Man weiß ja eigentlich gerne, mit wem man verhandelt. Nein, ich denke nicht, dass ich dumm bin, aber man kommt sich streckenweise so minderbemittelt vor, wenn man richtig gute Arbeiten sieht oder liest und genau darum geht es hier.
Ich war gestern also dann doch etwas mutlos. Dann klingelte wieder mein Telefon und ein netter junger Mann war am anderen Ende. Er zerstreute meine Bedenken, denn offenbar befänden sich die Anforderungen im durchaus normalen Bereich. Nun gut, was ist jetzt wieder normal? Am anderen Ende bekundete man laut seiner Aussage vorsichtiges Interesse, wolle aber vorerst ein paar Leseproben sehen. Zu meinem großen Pech musste ich beichten, dass bei meinem letzten Umzug leider alle einstigen Zeitungsartikel aus meiner frei redaktionellen Zeit bei der hiesigen Lokalpresse verloren gegangen sind. Was tun? Ich erinnerte mich daran, dass ich hier in meinem Blog ja auch hin und wieder gesellschaftskritische Themen behandle, manchmal emotional bin, dann wieder einfach nur nachdenklich. Warum also nicht von hier ein paar Textproben nehmen? Als ich dann endlich zuhause angelangte, suchte ich fieberhaft nach ein paar guten Beiträgen und stellte eine kleine Auswahl zusammen.
Nun bitte ich Euch, mir ganz feste die Daumen zu drücken, damit meine Auswahl ins Schwarze getroffen hat und es für eine Einladung zum Vorstellungsgespräch reicht. Viel Hoffnung hege ich leider nicht, denn man stumpft in Sachen Absagen im Laufe der Zeit dann doch etwas ab. Umso größer wäre die Freude, wenn mein Pessimismus Lügen gestraft würde. Meine Nerven sind zum Zerreißen gespannt und es kostet mich große Mühe, geduldig zu bleiben. Ihr seid die Ersten, die es erfahren, wenn ich positive Resonanzen verbuchen kann.
- Forstsetzung folgt –
12 Kommentare |
Alle, Arbeit, Geduld, Perspektiven, Unterstützung, wichtig |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.
26. März 2009
Nachdem ich Anfang der Woche an meiner Amaryllis nun endlich eine Blüte entdeckt habe, folgte dann gestern gleich der Nachschlag. Da wächst tatsächlich noch eine zweite Blüte, die ich aber diesmal frühzeitig entdeckt habe, weil ich mir das Pflänzlein seit der ersten Entdeckung mal genauer angeschaut habe. An einer anderen Knolle schiebt sich auch eine Blüte raus. Woran der plötzliche Wachstumsschub liegt, kann ich nicht sagen, aber irgendwie scheint es meiner Topfpflanze bisher nirgendwo so gut gefallen zu haben, dass sie Blüten treibt. Böse Zungen würden behaupten, dass es an der Ost liegt. Noch immer weiß ich nicht, welche Farbe mich erwartet und ich bin wirklich langsam neugierig. Ich hoffe, dass sich der Kelch bis nächste Woche endlich mal öffnet und sein Geheimnis preisgibt. Photos folgen natürlich sooofooort…

Außer einkaufen und mal bissle putzen steht heute nichts Erwähnenswertes an. Sohnemann ist heute Morgen etwas verwirrt und rennt alle Wege zweimal, weil er offenbar sein Denkwerkzeug noch nicht auf Betriebstemperatur hat. Da wird statt der schmutzigen Hose mal eben der Gürtel in den Wäschekorb geworfen, man zieht die Hose um ein Haar ohne darunter befindliche “Kurzwaren” an, was ja bei Frauen im Sommer nicht unbedingt was Außergewöhnliches sein soll. Bei Knaben von zwölf Jahren allerdings kann das unter Umständen mit bösen Erfrierungserscheinungen an unaussprechlichen Körperteilen enden. Huuu…
10 Kommentare |
Alle, Alltag, Freude, Fundstück, Pflanzen, Scott, Sohn |
Permalink
Verfasst von Frau N. aus P.