Mittwochs in der Ost…

10. März 2010

Guten Morgen, liebe Gemeinde! Draußen ist es ar***kalt und ich bin grad ein bisschen froh, dass ich heute nicht vor die Tür muss. Laut Wetterbericht im Radio herrschen im Moment Minusgrade im zweistelligen Bereich vor und da ist es doch zuhause schön mollig. Ansonsten ist hier alles schön ruhig und geschmeidig. Also ein sehr kurzer Beitrag heute.

Tschüsselchen…!!! :-D


Pflichtlektüre…

9. März 2010

Vor einigen Jahren bekam ich am Heiligabend ein Buch geschenkt, dessen Titel mir im ersten Augenblick nichts über den Inhalt verriet. Ich überflog die kurze Buchbeschreibung auf der Rückseite und wollte nur kurz hineinschmökern. Um mich herum herrschte Kindergeschrei und Weihnachtsmusik. Ich hingegen – von angenehmer Ruhe erfüllt – wollte nur ein paar der ersten Worte oder maximal Seiten anlesen. Für den Rest des Abends legte ich dieses Buch jedoch nicht mehr aus den Händen und las es an diesem Heiligabend komplett durch. Es handelt sich bei dieser Lektüre nicht um die herkömmlichen fesselnden Romane oder etwa einen Krimi. Nein, es war eine Autobiographie, bzw. der erste Teil von insgesamt drei. Wer dieses Buch kennt, kann die Gefühle nachempfinden, die sich in in nahezu jedem Leser breitmachen. Man sitzt mit entsetztem Blick da und liest ungläubig Wort für Wort. Man kann nicht aufhören. Man kämpft mit der Fassung und nach dem letzten Kapitel legt man das Buch beiseite und hat den unwiderstehlichen Drang, sein eigenes Kind zu umarmen, zu liebkosen und niemals wieder loszulassen. Man hat eine wahre Geschichte gelesen und kann nicht glauben, dass Mütter so grausam zum eigenen Kinde sein können. Ich möchte auf den Inhalt nicht näher eingehen, man muss das lesen und auf sich wirken lassen.

Gestern dann schlenderte ich dick vermummt durch die Stadt und landete – wie so oft – in einem der Buchläden. Ich stöberte hier und da und überlegte kurz, welche Bücher ich in jüngster Vergangenheit noch zu lesen gedachte. Da gab es drei Stück: den dritten Teil der Hebammenbücher, die Päpstin und die Fortsetzungen jenes Buches, über das ich hier geschrieben habe. Die Päpstin ließ ich außen vor und beschränkte mich auf den bisher letzten Teil der Hebammenreihe und schnappte mir letztendlich dann doch noch den zweiten Teil dieses anderen Buches. Als ich draußen in der Kälte auf meinen Bus wartete, fischte ich jenes Buch aus der Tüte und begann im Stehen darin zu lesen. Wie schon beim ersten Teil konnte ich nicht aufhören zu lesen. Als mein Bus endlich kam, setzte ich mich in die letzten Sitzreihen und las bis zuhause weiter. Hastig keuchte ich die Treppen nach oben, entledigte mich der beklemmenden Winterbekleidung und zog mich mitsamt dem Buch auf mein Sofa zurück. Mitunter lief ich gestern sogar lesend durch die Wohnung, um nebenbei meine mütterlichen und häuslichen Pflichten zu erledigen. Selbst meinem Sohn erzählte ich davon, was ich gerade lese. Dieses zweite Buch ist ebenso bedrückend und wurde – wie alle drei dieser Bücher – von diesem einst so gequälten Kind geschrieben – Dave Pelzer.

Leute, ich kenne so einige gute Bücher, aber diese Buchreihe ist etwas besonderes. Keine Fiktion, keine Verbalakrobatik. Nein, Tatsachen und erschütternde Details aus dem Leben eines Mannes, der als Kind Opfer eines der schwersten Kindesmisshandlungen in den Vereinigten Staaten war, die zu jener Zeit an die Öffentlichkeit kamen. Erschütternd, wachrüttelnd, beklemmend. Kaum ein Buch schafft es, dass man mit den Tränen kämpft. Mir persönlich greift dieses Buch mit eiskalter Hand ans Herz und wer selbst Kinder hat, wird ebenso fassungslos darin lesen wie ich. Kauft Euch dieses Buch. Nein, ich verleihe es nicht, ich möcht’s hier bei mir haben. Wertvolle Sachen verborgt man nicht. Und eines ist sicher, den dritten Teil hole ich mir auch noch. Heute Abend bin ich mit dem Werk durch, das weiß ich jetzt schon. Auch wenn man kein großer Leser ist, sollte man sich diese Lektüre zu Gemüte führen. Unbedingt!!!


Ein saarländischer Hilferuf…

7. März 2010

Ahnungslos öffne ich am frühen Freitagabend mein Emailprogamm, rufe meine Mails ab und finde im Posteingang folgenden Hilferuf:

mei liewes kind, kenscht jo ach mol widder orufe. wenn du kää luscht hascht, o zu rufe, han isch ach kää luscht, disch o zu rufe, awwer isch hucke jetz uff die terrass, will mol e tass gudder kaffee tringe un do wärsch möschlich, misch zu schwätze, sprisch “RUF DOCH MOL O……”

dies war eine kurzfassung im saarländischen dialekt: “würdest du dich bitte mal wieder melden!” =)

viele liewwe grüss, dei mudda mit dobbel “d”, dei schweschter un dee haribo

unn dess itze per luftposcht, weil dee e-mail immer widder hängt!!=)

Ja, ich telefoniere nicht besonders gerne, sehr zum Unmut meiner Frau Mama. Aber wenn man solche witzigen “Aufforderungen” aus dem entfernten Saarland erhält, kichert man belustigt vor sich hin und greift dann ausnahmsweise mal zum Telefon und dann…

…ist stundenlang besetzt… Typisch… :-D

Wem die Übersetzung der saarländischen Mundart Probleme bereiten sollte, wende sich bitte an mich. Aber ich gehe davon aus, dass jeder weiß, was meine Frau Mama sagen wollte, denn es gibt weitaus “schlimmere” Sprachentgleisungen im Saarländischen. Das hier ist Lektion 1 für Anfänger. ;-)


Alles Kacke, Dein Erwin…

4. März 2010

Seit Montag bin ich nur per pedes unterwegs und brauche für sämtliche Erledigungen die dreifache Zeit. Mein Blauer fehlt an allen Ecken und Enden. Zum einen muss ich höllisch aufpassen, dass ich auch wirklich nichts zuhause vergesse und die Wege sind nun auch ein bisschen länger. Die Zeitersparnis, die ein Auto mit sich bringt, sind so manches Mal unbezahlbar. Vom Einkaufen möchte ich jetzt lieber nichts schreiben, denn das nervt mich am meisten. Nix mehr mit irgendwo fix anhalten und reinhüpfen. Nein, jetzt muss ich dazu aus dem Bus oder der Straßenbahn steigen, ins Geschäft gehen, sämtliche Tüten zurück zur Haltestelle buckeln und auf den nächsten Bus oder eben die Bahn warten. Ich weiß, andere tun das schon immer so, aber wenn man halt eine kleine, dickliche Miez hat, braucht man hin und wieder Katzenstreu und dann will man vielleicht mal Kartoffeln essen, schon hat man kiloschwere Lasten durch den Bus zu jonglieren. Ich hasse es jetzt schon und dabei sind es erst knapp vier Tage. Schneien soll es auch wieder, man könnte echt heulen. Wetter-, auto- und turnschuhtechnisch ist das echt eine richtig beschissene Woche. Dank der Abwrackprämie im vergangenen Jahr kriegt man momentan auch kein akzeptables Ersatzfahrzeug für wenig Geld her. Überall stehen nur noch “Printen”, die es wohl gerade so bis zur nächsten Straßenecke schaffen. Mein “Alter” wirft auch keinen nennenswerten Gewinn mehr ab, somit ist der finanzielle Rahmen ungefähr auf Passbildgröße geschrumpft. So eine Scheiße aber auch.Scheißdreckmistarschkack...Quelle: i7.photobucket.com


* 17.02.2007 – † 01.03.2010

26. Februar 2010

Am Montag ist bei mir zuhause und im Herzen Volkstrauertag, denn ich muss mich für immer von meinem quietschblauen Mädchenchrysler verabschieden. Es fällt mir unbeschreiblich schwer, denn auch wenn dieser Wagen nicht unbedingt günstig in der Unterhaltung war, hängt mein Herz mit jeder Faser daran. Er hat mir treue Dienste geleistet, ist bei wirklich jeder Witterung immer gleich beim ersten Versuch angesprungen und war in diesen drei Jahren nur dreimal in der Werkstatt. Morgen Vormittag wird ihm die Musik genommen und am Montagnachmittag fahren wir beide unseren letzten Weg. Ich weiß jetzt schon, dass ich tränenüberströmt nach Hause laufen und mit rotgeweinten Augen hier auf meinem Sofa sitzen werde. Drei Jahre hat mich mein Mädchenchrysler treu begleitet und diese Trennung wird mir entsetzlich schwerfallen. Das kommende Wochenende hängen deshalb hier bei mir alle Flaggen auf Halbmast.

maedchenchrysler

Leb’ wohl, mein quietscheblauer Mädchenchrysler.
Du wirst mir sehr fehlen!!!


Es frühlingt…

24. Februar 2010

Einen missglückten Gratulationsversuch später und mit einigen Tassen Milchkaffee intus werde ich heute ein paar Sachen in der Stadt erledigen. Sohnemann tut sich heute wieder besonders schwer, aus dem Bett zu klettern und Frau Katze liegt steht ihm dabei nicht unbedingt hilfreich zur Seite, denn sie hat die unwiderstehliche Angewohnheit, sich sofort gemütlich und ruhebringend auf seiner Bettdecke zu räkeln, wenn sich morgens seine Tür öffnet. Wer steht da schon gerne auf, wenn es auf/neben/unter der Bettdecke wohlig schnurrt und gurrt. Aber es nützt ja nix, die Schule ruft.

Das Wetter draußen lässt stark zu wünschen übrig, auch wenn der Temperaturanstieg zumindest für etwas Schneeschmelze sorgt. Ganz weg ist der weiße Mist noch nicht und auf den verbliebenen Matsch- und Eisansammlungen rutscht Frau N. aus P. planmäßig gerne aus. Die erneuten Schneefallmeldungen überhöre ich demonstrativ, denn für mich beginnt der Frühling jetzt, weil ich das so will. Zumindest für heute wurden maximal +10°C gemeldet und das heißt, dass ich heute Sandalen, Dreiviertelhosen und ein quietschegelbes Shirt anlege. Vielleicht… Die Vögel werden heute zum Singen und Zwitschern gezwungen.

Quelle: kruemelchen-bloggt.net


Frischer Wind…

23. Februar 2010

Animiert von Sohnemanns Tatendrang letzte Woche, hab’ ich mich gestern Abend ebenfalls aufgerafft und ein bisschen hin- und hergeräumt. Das wollte ich schon ewig tun und manchmal kann man sich wohl erst durchringen, wenn man sich von manchem befreit hat. Nein, ich habe nicht alles umgeräumt, aber ein paar Kleinigkeiten. Sohni fand es toll und ich empfinde meine kleine Neugestaltung des “Bürobereiches” auch schick. Sieht ein wenig aufgeräumter und geräumiger aus. Die Schränkchen im Computer- bzw. Schlafzimmerbereich habe ich im Zuge dessen auch ausgetauscht. Fein fein. Auch die elendige Raucherei habe ich wieder in die Küche verbannt. Das habe ich ja letztes Jahr im Frühjahr schon einmal monatelang erfolgreich praktiziert, aber Besuchern zuliebe irgendwann wieder einreißen lassen, was mir sehr missfiel. Mein innerer Schweinehund – der ganz zweifellos ins Tierheim gehört – sorgte dann dafür, dass diese Unart auch beibehalten wurde. Gestern jedoch habe ich dieses Untier lautstark gerügt und alle Glimmstängel und das dazugehörige Utensil aus dem Wohnzimmer entfernt. Seltsam, dass die Motivation für viele Dinge just in dem Moment zurückkehrt, wenn sich Dinge im alltäglichen Leben verändern. Ein Grund mehr, auch in Zukunft wieder mehr auf meinen Bauch zu hören.


Verdammte Sch****…

22. Februar 2010

Die Ferien sind vorbei und Frau Vergesslich hat Sohnemann zum x-ten Male eine ganze Stunde zu früh aus dem Schlaf gerissen geweckt. Dabei weiß ich doch ganz genau, wann er später Unterricht hat. Wie oft mir bzw. ihm das jetzt schon passiert ist, kann ich nicht mehr zählen, aber ich habe demütig das Licht wieder ausgemacht und verhalte mich in den kommenden Minuten ruhig – bis zum nächsten Weckruf.

Quelle: initiative-trockene-nacht.de


Ungerecht…

21. Februar 2010

Na nicht wirklich, denn ich hab’s ja selber so gewollt. Mittags gab es heute mal ganz unkonventionell Spaghetti mit lecker selbstgemachter Soße und Reibkäse drauf. Abends dann fiel meine Portion sehr spärlich aus, weil ich mich wenigstens ein bisschen am Riemen reißen will. Ich hasse diszipliniertes Essverhalten, denn ich esse seeehr gerne und auch gerne mal viiieeel. Aber meine Waage und ich sprechen mittlerweile schon kein Wort mehr miteinander, also muss ich wenigstens versuchen, mich hin und wieder zu zügeln.

Iss morgens wie ein König, mittags wie ein Kaiser und abends wie ein Bettelknecht… Bettelknechte dürfen bestimmt mehr essen.

SNV31259 (Medium)Sohnemanns Abendessen

SNV31258 (Medium)Abendessen von Frau N. aus P. 


Die Würfel…

20. Februar 2010

…sind gefallen…

Quelle: luene-info.de

Ich verspüre nicht im Mindesten den Drang, zu erläutern, worum es eigentlich konkret geht. Nur soviel sei gesagt. Ich habe eine Entscheidung getroffen, die längst überfällig war. Diese Entscheidung kam diesmal aus dem Bauch und das ist gut so. Sie ist unumkehrbar. Wohlüberlegt, notwendig und absolut klaren Verstandes getroffen. Gut so. Ich kriege wieder Luft…